Betonstrasse gegen Teerstrasse

Hallo

Warum werden die Strassen nicht Betoniert, die halten doch länger.

MfG

53 Antworten

Zitat:

Original geschrieben von fire-fighter



Zitat:

Original geschrieben von Spatenpauli


Es bleibt leider ein Traum. Die A27 wurde vom Bremer Kreuz in Richtung Verden, vor 2-3 Jahren neu gemacht. Jetzt gibt es schon wieder Einschränkungen, weil der rechte Fahrsteifen saniert werden muß. Dort werden die Beschädigungen in Recht- oder Vierecken ausgefräst und mit Teer ausgebessert. Liegt aber meines erachtens, an den überladenen LKW`s, daß wird leider bei der Traglastberechnung nicht berücksichtigt und dann wollen sie noch MEGAlaster erlauben.😁
MfG aus Bremen 

Lass doch mal die Mega-/Gigaliner aus dem Spiel! 40t bei mehr Achsen ergibt für die Bahn weniger Probleme.

Die Betonplatten von 5-6m länge (wie in Wiki beschrieben) werden allerdings nicht fertig rstellt verlegt, sondern gegossen. Nur so ist auch eine glatte Oberfläche möglich.

Die Gigaliner kann / darf man nicht draussen vor lassen. Wenn in der heutigen Zeit, schon die 40 Tonner bis zu 20 % überladen werden, was passiert dann wohl bei den Gigalinern.

😁

MfG aus Bremen

Trotzdem wird das Gewicht ja auf mehr Achsen verteilt.

Gigaliner sind ja nicht schwerer als normale LKW, sie bieten nur mehr Stauraum.

Zitat:

Original geschrieben von shathh


Trotzdem wird das Gewicht ja auf mehr Achsen verteilt.

Gigaliner sind ja nicht schwerer als normale LKW, sie bieten nur mehr Stauraum.

Hallo, etwas weiter denken. Wenn schon "normale" LKW mit 20 % überladen werden, wie hoch können dann die Gigaliner überladen werden. Platz ist ja genug da.

😁

MfG aus Bremen

Betonbauweise:

Eine AB von Adolf ist teilweise die A5.

Das Plattenmaß war größer als die heutigen Maße, soll heißen, die Dehnfugen sind heute in geringeren Abständen. Frostschutz und Temperaturausdehnung standen in den 30ern ja erst am Anfang ihrer Betrachtung.
Dehnfugen enthalten Ankerstahl, Scheinfugen nicht.
Btonstraßen werden nicht gegossen, sondern der Beton wird vor Ort nach dem Einbringen verdichtet und in einer bestimmten Erhärtungsphase mit einem Besenstrich aufgerauht.

Vorteil Betonstraße:
Betonstraßen sind hochbelastbar und vor allem bei Gefällestrecken bevorzugt, da die Asphaltbauweise im Sommer die Schubkräfte des Schwerlastverkehrs nicht aufnehmen kann.
Sie sind allgemein verschleißärmer als die Asphaltbauweise.
Kann witterungsunabhängig (mit Zelt) hergestellt werden.
Kraftstoffresistent (im Gegensatz zur Asphaltbauweise mit bituminösem Mischgut)

Nachteil Betonstraße:
Teuer in der Herstellung.
Kann nicht beliebig verbreitert werden.
Deckschicht kann nicht "einfach so" erneuert werden.
Frost- und tausalzgefährdet.
Querneigungsänderungen in kurzen kurvigen Strecken sind nicht ohne Komforteinbußen für die Fahrer machbar

Asphaltfahrbauweise:
Es wird bituminöses Asphaltmischgut verwendet. Teerhaltiges Mischgut auf Grundlage von Steinkohleteerpech wird schon seit den 70ern in Westdeutschland nicht mehr verwendet bzw in Recyclingbaustoffen nur im sehr geringen einstelligen Prozentbereich. Teer hatte aber den Vorteil, kraftstoffresistet zu sein.

Eine Asphaltbauweise kann als Standardasphalt ausgeführt werden oder als sog. Flüsterasphalt.
Bei letzterem kann ein Teil des Oberflächenwassers durch einen offenporigen Deckasphalt auf einer geschlossenporigen Asphaltschicht abgeleitet werden oder innerhalb des Straßenkörpers mittels einer Art Drainageleitung" abgeführt werden, sodaß auf der Fahrbahn weniger Wasser steht. Ideal für drei oder vierspurige AB mit nur geringem Quergefälle.
Ein weiteer Vorteil von offenporigem Asphalt ist, daß Entwässerungslösungen in Verbindung mit einem nach innen abfallenden Quergefälle möglich sind, für die man früher ein nach außen weisendes Quergefälle und damit eine "Abfluggefahr für den Autofahrer" hätte anlegen müssen. Es gibt Fahrbahnabschnitte, gerade im Bereich von Land oder Bundesstraßen, bei denen es bislang konstruktiv nicht möglich war, das Quergefälle in Richtung Kurveninnere zu legen. Liegt die konstruktive Einschränkung in der Entwässerung begründet, bietet sich die offenporige Asphaltbauweise mit Bau einer "fahrbaren Kurve" an.

Vorteil Aspahltbauweise:
Schneller Arbeitsvoranschritt und günstig; mehrere Fertiger können parallel fahren und eine fugenlose Warm-in-warm-Bauweise erzeugen.
Sämtliche Neigungswechsel können fahrzeuglenkerkomfortabel hergestellt werden.
Ist die Deckschicht verschlissen, wird sie abgefräst und durch einen Neuauftrag profilgerecht ersetzt.
Bei Instandsetzungsarbeiten kann durch neuartige Verfahren ein Asphaltfräsgut direkt an der Baustelle wieder aufbereitet und eingebaut werden.
Ist genug Asphalt da, kann die Fahrbahn ohne Abbindezeit über viele Kilometer Länge fortlaufend fertiggestellt werden

Nachteil Flüsterasphalt:
Muß teuer gepflegt werden und erfordert konstruktive Vermeidung von Sandeinschlämmöglichkeiten / Schmutzwasserüberflutungen.
Teuer in der Herstellung.
Langzeiterfahrungen bezgl der Lasten fehlen.

Nachteil Asphaltfahrbahn:
Nicht temperaturstabil. Bei Sonneneinwirkung kommt es durch Schubkräfte zu Verformungen (s.a.Spurrillen)
Witterungsabhängige Qualität. Wenn erstmal die Planung für 6000 Tonnen an einem Wochenende laufen kann man nicht mehr bei überaschendem Regen stoppen. Hauptproblem: Durchnäßte und von den Beschickerfahrzeugen zwangsläufig zu befahrende Schottertragschicht sowie der Verbund von Asph-Tragschicht, Binderschicht und Deckschicht.

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Ich mag lieber die Beton-Autobahnen. Das Auto rollt irgendwie leichter und gerade nachts wird das Scheinwerferlicht weniger geschluckt als bei Asphalt ...

Die Autobahn hier bei uns;A14; wurde in einem Stück gefertigt und danach werden die Fugen eingefräßt,aber nicht durch die ganze Betondecke sondern nur ca.1/3 der Stärke tief.
Darin kommt eine Art Gummi zum Einsatz.
Der Beton ist lauter,höre das Fahrgeräuch noch in 2km Entfernung und je nach Windrichtung nicht gerade leise.
Und glatt ist was anderes. Mit einem Kleinwagen "hoppelt" es stellenweise beträchtlich.
Die Oberfläche ist leicht wellig 3-5mm auf  2m Länge und daß macht sich beim Kleinwagen bemerkbar,
im größern nicht.

Zur Haltbarkeit: ein Stück von 8km länge hielt ca 9Jahre und mußte grundsaniert werden,dauerte halt bedeutend länger.
Grund war "Betonkrebs" schon zu DDR zeiten bekannt.

Gruß  W Max

Zitat:

Original geschrieben von W-Max


Grund war "Betonkrebs" schon zu DDR zeiten bekannt.

Mehr dazu hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Betonkrebs

Zitat:

Original geschrieben von DVE


Ich mag lieber die Beton-Autobahnen. Das Auto rollt irgendwie leichter und gerade nachts wird das Scheinwerferlicht weniger geschluckt als bei Asphalt ...

Stimmt, das ärgert mich auch immer wieder.

Liegt hauptsächlich daran, daß bei Asphaltmischgut die regionale Verfügbarkeit der Zuschlagstoffe zum Tragen kommt.

Es wird verwendet, was in der Region "wächst".

Helle Gesteinssorten reflektieren oft besser als dunkle.

In Luxemburg oder dem westlichen Rheinlandpfalz bei Nacht oder gar bei Regen zu fahren ist "das volle Grab" im Gegensatz zu den Straßen in BadenWürttemberg oder Westbayern.

Eine Besonderheit ist Muschelkalk in den Straßen von küstennahen Regionen. Z. B. Spanienküste oder Senegal. Daher die Einschränkung "oft".

Trocken bei Nacht ist Muschelasphalt genial - aber bei Regen dagegen dunkel und dennoch bei Gegenverkehr durch die abriebsbegründeten rundlichen "stumpfen" Muschelränder blendend

Die letzten anständigen Strassen haben die ollen Römer gebaut, die halten teilweise seit rund 2000 Jahren.
War halt noch Qualitätsarbeit und kein Pfusch wie Heute.

Zitat:

Original geschrieben von Sir Donald


Die letzten anständigen Strassen haben die ollen Römer gebaut, die halten teilweise seit rund 2000 Jahren.
War halt noch Qualitätsarbeit und kein Pfusch wie Heute.

Vorallem keine nervigen, uneinsehbaren Kurven 😁

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