Benzinverbrauch messen (nachträgl. einbauen)
Gibt es da günstig was fertiges?
Ich könnte mir auch eine Bastelei vorstellen, z.B. mit etwas Metall (Alufolie) um den Benzin Vor- und Rücklaufschlauch, so dass man an jedem der Schläuche einen Kondensator bildet, dort eine Frequenz von z.B. 20-100 kHz durchschickt und dann deren Abweichung und Differenz mißt.
Mich würde mal interessieren, wann ich wieviel verbrauche. Schade eigentlich, dass so ein Meßgerät nicht Serie ist, dürfte VW doch kaum 5 Euro kosten.
23 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von Sound Lupo 3L
hi,
jetzt klärt mich mal auf, wegen dem kondensator.
wieso sollte die kapazität, also die permiabilität, abhänig von der durchlussgeschwindigkeit sein ?
grüsse
Ich hab's noch nie ausprobiert, aber ich denke mal, wenn sich das Benzin als Dielektrikum im Kondensator bewegt, strömt immer neues, noch nicht aufgeladenes Benzin nach, wodurch die Kondensatorspannung im geladenen Zustand minimal einbricht, so dass dieser in einem Wechselstromkreis einen geringeren Widerstand bekommt.
Vielleicht ginge das ganze auch mit Gleichspannung: Kondensator über Widerstand mit 1 bis 10 MegaOhm (oder so ähnlich) laden (das muß dann allerdings VERDAMMT gut vor Feuchtigkeit geschützt werden) und sobald sich das Benzin durch die Leitung beweget, sinkt die Kondensatorspannung ein wenig.
Allerdings könnte man ja die Kondensator"platten" auch möglichst riesig dimensionieren. z.B. 10-30 cm lang. Dann allerdings dürfte es nicht klappen, wenn man beide "Platten" an verschiedene Stellen des Schlauches befestigt, sondern sie müßten sich schon auf dieser Länge gegenüberliegen. Dennoch würden sich nur wenige Picofarad ergeben, so dass ich vermute, dass es mit der Gleichspannungsmethode nicht klappen wird.
Wenn man die Menge, die vom und zum Tank fließt wirklich exakt misst, müßte man doch eigentlich das allergenaueste Ergebnis bekommen. Das Motorsteuergerät gibt zwar die Einspritzmenge vor, aber diese Menge muß ja in der Realität nicht 100%ig genau aus der Düse kommen...
Oder man nimmt einfach ganz schnöde zwei Durchflußmengenmesser... 😁
Oder eben die MFA - wenn man denn irgendwo günstig eine in "Wagenfarbe" bekommen kann.
also das epsilon r verändert sich aber nicht mit der durchflussgeschwindigkeit.
der kondensator funktioniert durch das ladungstrennungsprinzip.
die ladungen befinden sich auf den metallischen platten und nicht im dielektrikum.
grüsse
Ich bin immer wieder verblüfft über Euer Fachwissen!
mfG Michael
Ähnliche Themen
Das Thema war letzte Woche schonmal im Polo Forum...
Ich habe die schaltung aus Elektor gebaut, die integriert die Einspritzdauer der Ventile mit einem Kondensator und der wird mit dem Tachosignal (Impulse) wieder entladen, die Spannung am Kondensator ist proportional zum Verbrauch.
mit µC geht das bestimmt noch genauer als analog!
der einzige Fehler ist dann der Einspritzdruck (sollte immer konstant sein) und der Raddurchmesser...
nochwas: der Durchfluß im Schlauch ändert die Permeabilität nicht, da hat die Benzintemperatur einen viel größeren Einfluß.
Das mit der analogen Schaltung ist natürlich genial einfach. Kann aber natürlich nur den aktuellen Verbrauch anzeigen. Einen Mikrocontroller könnte man natürlich auch noch zusätzlich dranbasteln.
Die Permeabilitätszahl ändert sich wohl nicht, wenn sich das Benzin bewegt, aber könnte es nicht sein, dass der Kondensator dadurch, dass sich das Dielektrikum bewegt, entladen wird?
Man müßte das mal experimentell testen...
Auch wenn sich die Ladungen an den Kondensatorplatten sammeln, so muß doch das Dielektrikum in einem geladenen Kondensator einen anderen Zustand haben, als in einem nicht geladenen, folglich müßte sich irgendwas meßbar ändern, wenn man es durch "ungeladenes" Dielektrikum ersetzt.
Vielleicht ist irgendwann das ganze Benzin aufgeladen und der Tank explodiert dann ;-) (nicht ernst gemeint)
Oder sollte es wirklich nicht möglich sein, eine Durchflußmenge ohne Mechanik zu messen?
Nochmal was anderes: wenn man einen Golf 3 hat und eigentlich eine MFA einbauen könnte, dann hat man ja schon das Signal für den Verbrauch.
Wie sieht dies konkret bei einem Golf 3 von 11/95, vermutlich noch ohne CAN-Bus aus?
Digitale Pulse?
Eine analoge Spannung?
An welchem Stecker/Pin liegt es an?
Muß man die Armaturentafel ausbauen, um daran zu kommen?
ja aber wie amche ich das nun beim vergasermotor?
mit aufinrigieren der einspritzimpulse ist mir nciht wirklich geholfen
Mit Vergaser kommst Du wohl um einen Durchflußmesser nicht herum.
der müßte so ca. 5-15 l/h auflösen.
mal bei Conrad gucken, die haben sowas, ist aber teuer.
Ich kann mich noch erinnern, daß im Wartburg auch eine Momentanverbrauchsanzeige drin war (Sonderausstattung), da war in der Benzinleitung so ein komisches Ding mit Membrane und Meßblende. Angezeigt wurde alles mit einer 12x LED-Kette.
Zitat:
Original geschrieben von Sebuz
Ich kann mich noch erinnern, daß im Wartburg auch eine Momentanverbrauchsanzeige drin war (Sonderausstattung), da war in der Benzinleitung so ein komisches Ding mit Membrane und Meßblende. Angezeigt wurde alles mit einer 12x LED-Kette.
das waren noch zeiten 😉