Benziner vs Diesel
Kann mir einer folgendes Phänomen erklären?
Wenn man einen Turbodiesel mit gleicher Leistung fährt wie ein Benziner, dann kommt mir den Diesel immer viel schneller in der Beschleunigung vor als der Benziner.
Ist das so, oder ist das nur Einbildung und liegt es etwa daran, dass die Diesel laut nagel und dadurch der Eindruck entsteht?
Gruß Dami
133 Antworten
@Blancito:
Zitat:
Original geschrieben von Blancito
Fakt ist dass bei gleicher PS-Zahl ein Turbodiesel (modernster Bauart;Rede nur von PD-TDI's und CDI'S) so gut wie immer besser beschleunigt als ein gleich starker Benziner !(obwohl die Vmax bei beiden nahezu identisch sein wird)
...
Aaaha;natürlich ist ein Saug-Benziner etwas anderes als ein nicht aufgeladener Benziner;das leuchtet ein!
Wo habe ich denn geschrieben, dass ein Saugbenziner etwas anderes ist als ein nicht aufgeladener Benziner?
Du behauptest hier dass ein Tubro Diesel so gut wie immer besser beschleunigt als ein gleich starker Benziner. Und das gilt definitiv nur für Saugbenziner und nicht für alle. Also was willst du von mir?
Grüße Stefan
p.s.: Police Academy finde ich auch sehr lustig
@Big Man:
Für die Höchstgeschwindigkeit ist es egal, ob es ein aufgeladener Motor oder ein Saugmotor ist. Das einzige was hier zählt ist pure Leistung. Daher fahren unterschiedliche Motorenkonzepte bei gleicher Leistung in etwa gleich schnell.
Übrigens hat Ferrari schon mal früher Diesel für Industriemaschinen gebaut 🙂
Grüße Stefan
@Mahoni
Hast recht;hab tatsächlich Benziner im allgemeinen geschrieben obwohl ich nur Sauger meinte wie man auch der Liste entnehmen kann die ich aufgestellt habe (sind nur Saugbenziner als Vergleich herangezogen)
Aber in einem Punkt liegst du denoch falsch:
Dass Hersteller keine Toleranzen mit angeben ist natürlich klar,dennoch streuen aufgeladene Motoren konstruktionsbedingt schlicht weg stärker als Saugerda gibts nix dran zu rütteln!
Beispiele gefällig??
200 Kompressor-Motor von DC:Probleme mit dem KBA weil Leistung (fast) immer über 180 Ps lag (angegeben:163)
200 CDI: gemessen 131 PS;angegeben 115 PS
220 CDI: gemessen 165 PS;angegeben 143 PS
1,8T von VAG: in allen mir bekannten Prüfstandstests ~10%Mehrleistung als Serienangabe;bei ALLEN Varianten!
TDI's von VAG:
Angabe gemessen
90 PS TDI 98 PS
101 PS TDI 117 PS
110 PS TDI 121 PS
115 PS PD TDi 133 PS
130 PS PD TDi 163 PS
150 PS PD TDI 172 PS
alle Angaben auf dem selben Prüfstand ermittelt,das ist nämlich absolut relevant!
Bei all diesen Angaben sieht man dass die aufgeladenen Motoren,besonders die TDI's und CDI's, in einem Mass nach oben streuen das bei keinem Saugmotor beobachtet werden kann!
Jo, hast schon Recht. Auf der Straße merkt man das. Aber ich meinte das du das Argument eigentlich gar nicht brauchst, weil die schon "serienmäßig" (also ohne Streuung) besser im Durchzug sind.
Grüße Stefan
p.s.:Ich kenne die Tests, was meinst du weswegen der SL55AMG auf einmal 500ps anstatt 476 hat und alle Besitzer einen neuen Schein bekommen haben 🙂
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Mahoni hat schon recht.
Die Vergleiche mit "konkreten" Modellen hinken sehr stark, weil Ihr die Hochleistungsmodelle (RS6, Porsche Turbo) mit extremen Leistungs- und Drehmomentwerten mit kleineren Autos vergleicht, wo Ihr die PS/Nm hochrechnet.
Das geht nicht, da in RS4/6, Porsche Turbo/ GT2 die Drehmoment und Leistungskurven beeinflußt werden - und zwar mit Rücksicht auf Getriebe, Motorhaltbarkeit etc.
Die genannten Turbo-Benziner bringen das Drehmoment über ein extrem breites Drehzahlband.
Die spezifischen Angaben von Mahoni stimmen - mindestens tendenziell - sehr gut.
Übrigens: Es gibt etliche Autos die bei dem Leistungsgewicht des C30AMG vergleichbare Fahrleistungen bringen, sogar wenn man den sehr optimistischen AMG Werksangaben glaubt. BMW 330i (231PS, 6.5 0-100, 26,2 0-200 etwas schneller, dafür ein paar KG leichter, genauso R32, ...)
@Braunan
Fahrleistungen des C30 AMG sind Messwerte aus zwei Tests,keine Herstellerangaben.
Ausserdem sind es Werte die mit Automatikgetriebe erreicht wurden;zum Verleich:BMW 330i mit Automatik: 0-100 in 7,1-7,4s
Gibt es denn eigentlich einen C30AMG mit Schaltgetriebe?
Grüße
@ Mahoni
Du bleibst mir immer noch eine UNTERMAUERUNG Deiner These Schuldig...
1. Ok. die von mir gennanten Diesel sind relativ neu. Trotzdem: Nenne mir bitte einen in Großserie gebauten Turbo-Benziner der Deine 175Nm/l erreicht. Die Sahneschnitten die ich aufgezählt habe (GT2, Maybach) schaffen das nicht. Und wie gesagt: das sind die Topmotoren. "Normale" Turbos stehen da deutlich schlechter im Futter.
2. Dein Einwand mit dem Overboost - Einverstanden! Dennoch hat der Mondeo TDCi ohne diese Funktion immer noch 330 Nm (130 PS).
3. Dein Einwand mit den 8 JAhre alten VW-Motoren: Die sind doch immer noch aktuell, oder? Aber gut, ich lasse mich gerne eines Besseren belehren. Nenne mir einen in Deinen Augen modernen Turbobenziner der diese Maßzahl erfüllt und der Punkt geht an dich.
4. Stichwort unterschiedliche Übersetztungen: Richtig, die Diesel sind länger übersetzt. Bester Vergleich ist der von dir zitierte 1,8 T mit dem TDI (beide 150 PS). Der Diesel hat ein um 50 % höheres Drehmoment, muß aber nur einen Drezahlnachteil von 25 % kompensieren - na, klingelts?
Wenn es so wäre wie Du behauptest, würden Benziner und Diesel die selben Elastizitätswerte haben "weil ja am Rad die selben Werte ankommen". Und das dies nicht der Fall ist sieht man an den Elastizitätsvergleichen deutlich!
Und falls noch jemand an dem Sinn von Elastizitätsmessungen zweifelt: 90 % (wenn nicht mehr) des Autofahrens besteht besteht eben daraus. Wer fährt schon auf der Autobahn permanent Vmax oder jagt seine Kiste bei "Grün" ständig in den Begrenzer? Aber ein zügiges herausbeschleunigen aus Baustellen oder einen LkW locker bei Landstraßentempo zu überholen OHNE zurückschalten zu müssen - das muß ein Motor können. Und dafür braucht man viel Dremoment... ;-)
So, ich denke das reicht erstmal...
gruß
Sniff
@DocSniff:
Das Beispiel des Mitsubishi Carisma GT EVO VII (191,5 Nm/ Liter) und des Subaru Impreza WRX STi (171,5 Nm/ Liter) zeigt, das mehr Drehmoment pro Liter *beim Turbo* mehr an der Größe von Turbo und Ladeluftkühler als an der Technik liegt -- das gilt auch für Diesel.
(Wie Tuner zeigen kann das Drehmoment fast beliebig mittels Ladedruck gesteigert werden, wenn man es dem Motor zumuten möchte.)
Übrigens wird auch niemand anzweifeln, dass Drehoment die höhere Praxisrelevanz hat. Aber Diesel erreichen nicht die hohen Drehzahlen der Benziner und deswegen nie deren maximale Fahrleistungen.
@Mahoni:
Es gibt keinen C30 AMG mit Schaltgetriebe. Mercedes mutet seinen Kunden bei den 'besseren' Modellen nicht die Mercedes Handschaltung zu ;-)
Also schuldig bin ich dir schon mal gar nix, aber ich erkläre es dir trotzdem gerne nochmal ausführlich.
Also will ich mal die Punkte der Reihe nach abarbeiten:
1. Es war ein Anhalt! Der GT2 erfüllt sie zum Beispiel. Momentan gibt es relativ wenig neue Turbomotoren, wahrscheinlich deshalb, weil die dann gleich mit der Direkteinspritzung á la Audi kombiniert werden.
2. Das sind die offiziellen Daten von Ford!
3. Wie gesagt, es gibt kaum welche. Also bleibt nur der GT2.
4. Erstens hat der Diesel ein 6-Gang Getriebe und der Benziner nur eine 5er-Box. Zweitens beziehst du das eine auf das andere und beim zweiten mal andersrum. Wenn du es richtig machen würdest kommen nur sehr geringe Unterschiede raus, vielleicht maximal 10%. Dafür hat der Diesel aber größere Massenträgheitsmomente und meistens auch einen schlechteren cW-Wert.
Und zu deiner Einschätzung der Drehmoment-Bedeutung:
Nette Zahl mit den 90%,ich komme wahrscheinlich auf 10%. Bist du schon mal Motorrad gefahren und war es eine Chopper? 😉
Wenn ich sportlich fahren will, dann kriegt die Karre in den ***** getreten, dann ist es auch egal ob Diesel oder Benziner. Leistung hat ein Diesel bei relativ niedrigen Drehzahlen auch nicht so sehr. Und wenn ich gemütlich fahren will ist es mir egal ob ich jetzt 2 Zehntel schneller bin oder nicht. Und da du es anscheinend immer noch nicht verstanden hast oder willst, du brauchst kein absolutes Drehmoment, sondern nur einen gleichmäßigen Verlauf.
Grüße Stefan
@ Blancito
Zitat:
1,8T von VAG: in allen mir bekannten Prüfstandstests ~10%Mehrleistung als Serienangabe;bei ALLEN Varianten!
Dann möchte ich nicht wissen wie die BMW R6 Motoren nach oben hin streuen!?! Nach meinem persönlichen Vergleich (habe mich zwischen TT 180 & Z3 193 endschieden) geht der R6 von BMW deutlich besser als der aufgeladene VAG Motor. Komm mir nicht mit, der hat ja auch 13 PS mehr! Es sind von Gefühl mind. 35PS zu spüren! Also wenn der VAG so hoch streuen sollte, dann streut mein R6 noch höher!
@BigMan
Ja,dein Motor streut bei weitem noch höher;hat mindestens 230-240 PS,das ist keine Frage (BigMan=BigMachine)
Dass die 2,8l von BMW gut im Futter stehen da sie wegen der damaligen Versicherungseinstufung und zugunsten des besseren Drehmomentsverlauf "unten herum" mehr oder weniger auf 193 PS "retouchiert" (hab ich das jetzt richtig geschrieben???) worden sind weiss jedes Kind;und was willst du mir jetzt damit sagen???
@Blancito
Du hast ja geschrieben das die Turbomotoren so extrem nach oben streuen. TT 180 + 10% 198ps, dann hätte er mehr als meiner, geht aber trotzdem spürbar schlechter. Fazit: Dann muss meiner auch extrem nach oben streuen und vielleicht auf 210 ps kommen. Deswegen auch der spürbare Unterschied zwischen den Beiden. Um mehr gings mir garnit.
Bitte kann mir mal jemand sagen wo ich meine Felgen im raum von Köln verchromen lassen kann?
hajo!
einfach nochmal ein paar werte r6 benziner gegen gegen geladenen diesel.
bmw 320i
hub: 2,2l
ps: 170
nm: 210
vmax: 226
0-100: 8,3
80-120 im 4:8,7
bmw 320d
hub: 2,0l
ps: 150
nm: 330
vmax: 221
0-100: 8,8
80-120 im 4:7,2
ich bleibe dabei in sachen elastizität sind die heutigen diesel unschlagbar. auf den vergleich mit einem 318i (143ps) habe ich extra verzichtet, da er chancenlos unterlegen ist ;-) erst der 330i mit über 220ps ist in der elastizität wieder schneller wie der poplige 320d.