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Themenstarteram 3. Oktober 2007 um 12:54

hallo erst mal,habe eure beiträge gelesen.nur was nützt einen der umbau und alles was es da so gibt,und das amt spielt da nicht mit.man ist behindert und man muss das amt verklagen um es amtlich zu machen!habe das problem,es wurden die ausweise nur so rausgeschmissen , und heute muste den kopf unter den arm tragen bevor man den schein bekommt.klage seit 4 jahren ,um überhaupt den ausweiszubekommen!ich wünsche den bürokraten der da in soest sitzt das gleiche was ich habe (beide hände zertrümmert ,knie und hüften defekt.aber wie heist das spiel, der hat ja nichts !mfg fritz

Beste Antwort im Thema

Ich habe mich mal mit einem Kandadier über das Parkproblem unterhalten. Er meinte : Ich kann nicht verstehen das es hier mit 35€ abgetan ist und sein Fahrzeug abgeschleppt wird. Eigentlich ist das ja keine Strafe, bei uns kann wiederholtes nichtberechtiges Parken sogar den Führerschein kosten. Die Strafe für nichtberechtigtes Parken kann durchaus ca 300 Kanadische Dollar kosten, wenn der jenige es nicht versteht das er nicht dort parken darf kann es noch teurer werden. Im Extremfall könnte sogar sein Fahrzeug eingezogen werden.

Ob es nun stimmt was der Mann mir erzählte kann ich nicht sagen, aber vorstellen kann ich es mir durchaus weil dort behinderte Menschen dort einen ganz anderen Stellenwert habe wie behinderte Menschen hier Deutschland. Gerade hier in Deutschland werden behinderte Menschen gerne als Belastung hingestellt die dem Staat nur Geld kosten.

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Hi Fritz,

wenn du klagst, kommen da schnell mal ein paar Jahre zusammen - die Vorgänge dauern ja ohne Klage und selbst ohne Widerspruch schon oft mehr als ein Jahr; das ist ein Hin und Her zwischen dir, Ämtern, Ärzten, Gutachtern und oft genug auch Anwälten und dann Gerichten, und jeder Fall wird sehr individuell geprüft.

Ist man da selber betroffen bzw. hängt evtl. sogar die eigene Existenz an der Geschichte, kann das sehr frustrierend sein. Da es aber letztlich auch um soziale Leistungen geht, die einem bei der Zuerkennung eines GdB evtl. dann zustehen, wird sehr genau geprüft - nachvollziehbar ist das schon; drücke dir die Daumen.

LG

am 4. Oktober 2007 um 2:06

Hi Leutz, hi Fritz.

 

Seit 1999 habe ich, eine unfallbedingte Plexusläsion re.

Und seit dem kämpfe ich um angemessene Entschädigung und GdB.

Versicherung und Versorgungsamt gehen immer noch von einer möglichen Reinnervation aus, obwohl mehrere fachärztliche Gutachten dagegen spechen.

So ist das halt in D.

 

PS: Ich hätte, vor meiner Behinderung, auch nicht im geringsten an die alltäglichen Hindernisse eines Behinderten gedacht.

Von daher habe ich bis zu einem gewissen Punkt Verständnis.

Leider sind die zuständigen Leute nur bedingt bis nicht lernfähig.

 

Themenstarteram 4. Oktober 2007 um 8:43

hey ein wahnsin,bitte weiter so,vieleicht melden sich noch weitere.mfg fritz

Jupp, tlw. echt skandalös, was da abgeht. Und leider bekommt die breite Masse das gar nicht mit - es ist nämlich sicher nicht in deren Willen, was ihre verbeamteten Vertreter da tlw. so machen. Eine breitere Öffentlichkeit würde nicht schaden....

 

So ist es ja mit allen gesellschaftlichen Solidarleistungen im weitesten Sinne - das Netz wird immer dünner, dafür teurer und wer´s braucht - den versucht man mit aller Macht durch die Maschen zu schubsen.

 

Es ist sicher ok, die Fälle gründlich abzuklopfen - liegen jedoch sogar mehrere Gutachten vor und wird geklagt, verzögert und abgewiegelt... kann man in der Tat ein ad absurdum Führen der Regeln und deren Sinn unterstellen.

Hier sollte eine Art vorläufige Bewilligung möglich sein und dann geprüft werden, mein Gedanke.

 

Ich kann mir nebenbei gut vorstellen, dass man über ganz andere Ansatzpunkte Bewegung in solche Vorgänge bringen kann.... aber das kann´s auch nicht sein, denn hierbei sollte es wirklich fix gehen. Man stelle sich vor, die Feuerwehr würde bei Alarm erstmal einen Gutachter vor Ort schicken und dann auch noch diskutieren, ob das überhaupt ein Brand ist....

 

Ich glaube, viele sind sich gar nicht bewusst was für ein unverschämtes Glück sie haben, gesund durchs Leben zu kommen - im doppelten Sinne....

 

Ich kann dir leider ad hoc auch nicht die Lösung sagen - drücke dir aber auch die Daumen! ;)

am 4. Oktober 2007 um 18:45

Hallöchen!

Bei mir geht es gerade erst los. Ich habe zwar schon seit mindestens den frühen 90ern Multiple Sklerose, doch erst dieses Jahr hatte ich einen Schub, der die Nutzbarkeit meines linken Beines einschränkt.

Die Anträge und Behördensachen lasse ich von VDK erledigen (wozu bin ich da Mitglied?), da mache ich mir Hoffnungen, daß das Prozedere etwas einfacher vonstatten geht. Außerdem habe ich von mehreren Seiten (auch VDK selbst) gehört, daß sich die Behörden in Delmenhorst recht wenig anstellen sollen.

Eigentlich kann man jedem nur wünschen, daß die behördlichen Dinge schnell vonstatten gehen, denn wie tec-doc schon sagte:

Zitat:

Original geschrieben von tec-doc

Man stelle sich vor, die Feuerwehr würde bei Alarm erstmal einen Gutachter vor Ort schicken und dann auch noch diskutieren, ob das überhaupt ein Brand ist....

Das kommt mir irgendwie bei Euch, leuchtturm 86 und Race-Hugo, so vor, als wpürde die Feuerwehr so agieren.

Ich drück Euch auf jeden Fall auch alle zur Verfügung stehenden Daumen!

Zitat:

Original geschrieben von leuchtturm 86

ich wünsche den bürokraten der da in soest sitzt das gleiche was ich habe (beide hände zertrümmert ,knie und hüften defekt.

 

Ich verstehe deine Situation, aber das muss nicht sein!

Zitat:

Original geschrieben von r-a-s-i_ffm

 

Zitat:

Original geschrieben von r-a-s-i_ffm

Zitat:

Original geschrieben von leuchtturm 86

ich wünsche den bürokraten der da in soest sitzt das gleiche was ich habe (beide hände zertrümmert ,knie und hüften defekt.

 

Ich verstehe deine Situation, aber das muss nicht sein!

Hi,

don't worry; er wünscht es ihm ja, zwecks besserer Nachvollziehbarkeit des Handicaps, nur mal für ein paar Stunden... ;).

Gruß

Zuweilen gibt es die Möglichkeit (idR im Rahmen einer Veranstaltung..) selbst zu erleben und fühlen, was ein Handicap bedeutet. Man bekommt da z.B. diverse Apparaturen angelegt und ist dann annähernd so eingeschränkt, wie ein Betroffener.

Und ich sag euch was.... man sieht und wertet das danach ganz anders... bei mir hat das die verschiedensten Gedanken ausgelöst und manche Einstellung nachhaltig verändert. Wer die Möglichkeit hat - unbedingt wahrnehmen, auch wenn dabei die psychische Belastung usw. fehlt... es ist heftig.

 

Achja... ich war richtig glücklich, dass ich das wieder ablegen kann - zumindest für dieses Mal... *nachdenklichguck*

Man sollte auch mal hingehen, die Planer von Fußgängerzonen, Kaufhäusern, öff. Gebäuden usw in einen Rollstuhl zu setzen und dann die auch nur einen Tag durch die Stadt zu scheuchen und diverse Kleinigkeiten erledigen lassen. Evtl. gäbe es weniger solche "Scherze" wie Kopfsteinpflaster in Fußgängerzonen, zu steile Rampen, Behindertentoiletten mit Stufen, mechanische Schwingtüren bei Einkaufszentren usw.. Die Liste könnte ich jetzt fast endlos fortsetzen.

Evtl. sollten mit der Thematik befasste Entscheider/Sachbearbeiter in der Tat eine solche Erfahrung zwingend machen/nachweisen müssen - ganz im Ernst. Kann man so eine "Weiterbildung" irgendwo anregen?

Zitat:

Original geschrieben von tec-doc

Evtl. sollten mit der Thematik befasste Entscheider/Sachbearbeiter in der Tat eine solche Erfahrung zwingend machen/nachweisen müssen - ganz im Ernst. Kann man so eine "Weiterbildung" irgendwo anregen?

Hi tec-doc,

die Sachbearbeiter der entsprechenden Ämter sind ja nicht die Entscheidungsträger, sondern 'nur' Ansprechpartner; da laufen die Fäden zusammen.

Wenn dich das Thema interessiert, klicke mal auf den Link unten; ziemlich aktuell kannst du da eine Anfrage von der Fraktion 'Die Linke' an die Bundesregierung nachlesen, bei der es um die 'Weiterentwicklung der Anhaltspunkte zur Feststellung einer Behinderung' geht.

PS: Dass ich hier 'Die Linke' erwähne, ist vollkommen unabhängig von meiner eigenen politischen Gesinnung; die Anfrage hätte ebenso gut von einer anderen Fraktion kommen können.

LG

Click me!

Sicherlich... deswegen schrieb ich ja Entscheider/Sachbearbeiter ;)

 

Kleine "Wirkgeschichte"... ein guter Freund von mir (haben uns heute auch zufällig über das Thema unterhalten) hat lange Jahre für ein Samitätshaus gearbeitet und sich auch pers. sehr für seine "Kunden" eingesetzt. Einmal hat er einen "zickigen" Krankenkassensachbearbeiter eingeladen, mal einen "Erlebnistag" bei ihm zu erleben - hat er angenommen und so mal selbst einen normalen und einen E Rollstuhl und einige Dinge mehr selbst real "erfahren"... und sich nach vielen Stunden sehr nachdenklich und dankend verabschiedet. Nun, er hat ab diesem Tag jedenfalls ganz anders agiert... ;)

 

Danke für den Link, les mich schon durch die ganze Seite, sehr interessant.

Mich stört, dass Menschen immer mehr abstrahiert und normiert werden, das ist nicht menschlich. Wenn Du verstehst, was ich mit den paar kurzen Worten anreisse... ;)

 

Erschreckend, dass man sich bei Nennung der "die Linke" fast entschuldigen muss... find ich bedenklich. Aber das ist eine andere Baustelle.. (?)

am 6. Oktober 2007 um 1:27

Zitat:

Original geschrieben von SpyGe

 ...

 bei der es um die 'Weiterentwicklung der Anhaltspunkte zur Feststellung einer Behinderung' geht.

 ...

 

 

 In Bezug auf die Antwort der Bundesregierung:

Weiterentwicklung ?

Bin ich zu doof ? Kann ich nicht lesen ? Oder ist es einfach nur zu spät ?

:confused::rolleyes::(

... naja, die Ständeverteidigung ist ja nicht nur in der Politik eine Hauptbetätigung ;)

 

Was mich pers. da immer wieder stört, ist die pseudoakademische Beamtensprachkacke nebst Kaugummi - so haben sich doch eigentlich fast alle Gesetze längst weit von denen entfernt, für die sie gemacht sind. Das kanns nicht sein. Darin liegt sicher auch ein wachsendes Desinteresse an Politik und Gesetz begründet... denk ich mir oft.

Da denk ich auch immer an die BW Zeit.... Schlüssel - Schraube - Betätiger - Sechskant - 17 :rolleyes: :p

 

Jedenfalls ist das alles längst vom normalen Menschenverstand entfernt... find ich nicht gut.

 

Natürlich kann ein Mensch ohne Arme auch eine weitere Strecke laufen... allerdings wird jeder realitätsbezogene Mensch mit halbwegs normaler Charakterbildung verstehen, wenn dieser sich allerdings nach erfolgtem Einkauf z.B. etwas hart im Tütentragen tut... mithin einen kurzen Weg, genauso wie ein Gehbehinderter, haben sollte....

Jedenfalls sind unsere Häuptlinge überraschend engagierter und phantasievoller, wenn es z.B. um ein paar Milliärdchen für einen Transrapid geht... die armen Menschen haben ja alle so wenig Zeit, das behindert sie ja sonst alles so enorm....

 

Ich hab einfach Bauchgrummeln, wenn ich so die "Strömungen" in der Gesellschaft und Politik betrachte - es geht oft nicht mehr um ein Miteinander, sondern um ein Nebeneinander bei dem jeder möglichst gut wegkommen will, kein positives Sozialverhalten (...wenn ich meinem Nachbar alles neid usw. ist das ja auch eine Art Sozialverhalten... nur halt negativ), keine Geben, nur ein Nehmen. Was jucken mich die Sorgen anderer Leute...

Dafür Sorge zu tragen, dass jeder seinen Platz in einer horizontalen Gemeinschaft hat - das muss das Bestreben und der Sinn eines Gesetzes sein. Nicht möglichst alles abzuwehren und eine vertikale Sozialstruktur zu provozieren. Ein Sachbearbeiter/Entscheider sollte sich als Helfer verstehen, nicht als Abwehrspieler. Prüfung ja - logisch - aber mit einem gesundem Augenmaß.

 

Was aber dem TE jetzt auch nicht weiterhilft....

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