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Motorräder für Fahrer mit Behinderung

Themenstarteram 4. März 2007 um 13:31

Hi,

ein Bekannter von mir hat seit kurzem ein steifes Bein (linke Seite, kein Kniegelenk mehr) und möchte das Motorradfahren nicht an den Nagel hängen.

Nun ist er auf der Suche nach Möglichkeiten Motorräder umbauen zu lassen oder aber an einem Motorrad mit Automatik oder was es da sonst so an Lösungen gibt.

Wenn jmd. ein paar Internetadressen oder Adressen vor Ort (Niedersachen, Region Braunschweig) hat oder selbst hier ein paar Infos geben kann wäre das super.

mfg

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63 Antworten

Ganz frisch von der Dortmunder Messe:

Aprilia wird Mitte dieses Jahres ein Motorrad mit automatisiertem Schaltgetriebe auf den Markt bringen, eine 850er Zweizylinder mit ca. 90 PS. Genaueres wusste nicht mal die Standbesatzung über das Teil. Hat neben dem Fusshebel eine Schaltwippe am linken Lenker und auch einen "D"-Modus.

Preis unter 10.000. Wie weit, konnte auch keiner sagen. Hab mal ein Foto von gemacht:

 

http://img296.imageshack.us/img296/3945/p1010822smalltg2.jpg

am 4. März 2007 um 17:59

Moin,

auf der Intermot gab es einen Anbieter eines Systems, das z. B. an der Ampel per Knopfdruck 2 Stützräder am Heck ausklappen lässt.

Ich vermute allerdings, dass das für Deinen Kumpel wohl noch nicht notwendig sein wird. Falls doch: klick

Wäre vielleicht im Zusammenhang mit einem Cruiser mit stark vorverlegten Fussrasten eine bequeme Möglichkeit.

Hier klick direkt der Intermot-Anbieter (siehe insbes. "Downloads"), auch unter obigem Link zu finden.

Ansonsten hier noch was: klick

Gruß

chakoyte

Desweiteren könnte man über einen Roller nachdenken...auch auf die Gefahr hin, dass die ganzen Biker hier jetzt aufschreien. ;)

Auch ein Roller macht Spaß, und praktischer ist er sowieso.

Themenstarteram 4. März 2007 um 23:13

Hi,

naja beim Roller gibt es das Problem mit der Sitzposition... er kann das Bein ja nicht anwinkeln.

Aber danke schonmal für die Antworten, wenn ihr noch mehr Infos / Adressen habt immer her damit.

Es soll ja auch Motorräder/-umbauten mit Handschaltung geben? Wäre ja auch eine Möglichkeit.

mfg

gibts doch noch die yamaha FJR1300AS son sporttourer mit automatik, oder lässt sich zumindest vom lenker aus schalten...vllt nicht jedem sein ding aber bevor man gar nicht mehr fährt

am 5. März 2007 um 0:37

@ -mo

Setzen, 6! :p

 

Das schalten ist das eine Problem (wohl noch das kleinere) - der Mann kann das Bein nicht mehr anwinkeln. Außer einer Chopper mit vorverlegter Fußrastenanlage bleiben da imho nicht viele Möglichkeiten.

 

@ svendrae

 

Ist das Fußgelenk noch intakt?

Wenn ja, wäre eine Automatik ja nichtmal unbedingt erforderlich, oder? Je nach Beweglichkeit des Fußes und Kraft, kann ja weiterhin normal geschaltet (sofern das Bein gerade bleibt - vorverl. Furßrasten), bzw. mit der Hand geschaltet und mit dem Fuß gekuppelt werden.

Falls das nicht geht - die Moppeds, die jetzt langsam mit Automatik auf den Markt trudeln, taugen wohl nicht viel, da sie nicht für den Umbau auf ne vorverlegte Rastenanlage geeignet sind.

Mein Tip - Chopper, vorverlegte Fußrastenanlage, und, falls notwendig, nen Schaltautomat einbauen lassen.

Jo Pfuscher, das wär doch mal ne Aufgabe für dich alten Tüftler? :D

Deinem Gedankengang stimm ich schon mal vollinhaltlich zu.

Nur zu schwer sollte die Basis wohl auch nicht sein... denk ich mir.

Ein paar Oldies kämen da wohl auch in Frage... hatten ja öfter die Schaltung am Tank... jemand Ahnung in der Art?

am 5. März 2007 um 9:39

Das Schalten ist nicht das Problem da gibt es doch auch so ne Art Rapid-Fire fürs Motorrad (wird wie beim Mounten Bike geschalten) mit dem Daumen hoch mit dem Zeigefinger runter.

Auch den Fuß auf der Raste abstellen denke ich ist nicht das Problem.

Schwieriger wirds beim Anhalten (Abstützen),

Anfahren mit Fußbremse etc.

am 5. März 2007 um 14:35

Zitat:

Original geschrieben von machenik

Schwieriger wirds beim Anhalten (Abstützen),

Anfahren mit Fußbremse etc.

Das Anfahren bzw. Anhalten sehe ich, vom Bremsen/ Kuppel/ Gasgeben her eigentlich nicht als Problem - das Anhalten an sich evtl. schon. Wobei das auch gehen sollte, wenn das Bein entsprechend trainiert ist. Wenn die Oberschenkel- und Beckenmuskulatur stark genug ist, sollte sogar das abstützen mit dem linken Bein drin sein, auch wenn dieses nicht mehr abgewinkelt werden kann.

 

Zitat:

Jo Pfuscher, das wär doch mal ne Aufgabe für dich alten Tüftler?

Da müsst ich ja glatt aufhören, in meiner Freizeit quer durch M-T zu spamen, damit ich für sowas Zeit hab - neee, kannst vergessen :D:D

Wobei... ich würd ja schon gerne herausfinden, was ich mit dem Zeug, das hier bei mir und auf dem nächsten Schrottplatz so rumliegt, diesebezüglich zusammenbasteln kann... Würde bestimmt gut aussehen - Mad Max würde vermutlich vor Neid erblassen *fg*

 

Zitat:

Nur zu schwer sollte die Basis wohl auch nicht sein... denk ich mir.

Stimmt, das sollte durchaus auch ein Kriterium sein...

Zitat:

Ein paar Oldies kämen da wohl auch in Frage... hatten ja öfter die Schaltung am Tank... jemand Ahnung in der Art?

Fallen mir jetzt spontan nur ältere BMW ein... wobei wir da bei fahrbereiten Modellen bereits preislich in der Oberliga spielen...

Was mir noch einfällt, @ svendrae - wie denkt dein Bekannter über ein Gespann, ein Beiwagenmopped? Würde ich in so einem Fall am ehesten in Betracht ziehen (klar, jetzt werden wieder einige sagen, dass das kein Moppedfahren ist - aber wer schonmal gefahren ist, weiß, dass das Suchtpotential mindestens so hoch ist wie ohne Stützrad). Weiterer Vorteil - Rückwärtsgang (zumindest bei Ural). Wär doch auch was...

Zitat:

Original geschrieben von pfuscher ;-)

@ -mo

Setzen, 6! :p

 

ja liebe LEERkraft xD

ich habs im nachhinein auch gemerkt man möge mir aber wohl meine anteilnahme an der fragestellung zu gute halten hinzukommt noch das ich nebenher für mein abitur gelernt hab... also des macht dann mal ne halt richtige antwort (weil die automatik kann mir keiner abstreiten ;-) ) + ablekung ...

gibste mir noch ne 4 ? bitte .... =)

Ähm, mal entgegen Euren Tipps und Hinweisen zu Umbaumöglichkeiten und Co., aber ich mach mir bei dem Fall mit dem steifen Knie, welches er nicht mehr einknicken kann, so meine Gedanken, was wohl mit dem Rest des (gesunden) Beines im Falle eines Unfalls passiert????? :confused:

Wenn das nicht wegknicken kann, möcht ich mir nicht mal annähernd vorstellen was passiert, wenn er mal vom Motorrad stürzt. Egal, ob er zu schnell in ner Kurve war oder von ner Blechbüchse abgeschossen wird.

Ich will jetzt hier nichts dramatisieren, aber unter nem steifen Knie versteh ich ein steifes Knie, was Stöße nicht mehr abfedern und somit schlimmeren Schaden abwenden kann.

Somit stellt sich mir die Frage, ob es überhaupt sinnvoll wäre, wieder auf den Bock zu steigen. Klar, das Verlagen nach dem Biken is da, aber mir wär meine verbliebene Gesundheit wichtiger.

Klärt mich ma bitte einer auf, falls ich jetz was ganz verkehrt verstanden hab...

Gruß

Also nen Bekannter von mir hat exakt das gleiche Problem.

Der fährt ne olle Showelhead, Rasten soweit vorne das auch nen gestrecktes Bein drauf passt. Handschaltung mit Kupplungsgriff am Hebel (mehr als gewöhnungsbedürftig, nennt sich nicht umsonst "Selbstmörderschaltung"), bremsen tut er mit der rechten Hand am Lenker (Hinterrad) und dem gesunden rechten Bein (Vorderrad). Vertauscht hat er die Bremsen weil er ja zum Kupplung ziehen eine Hand vom Lenker nehmen muß und er dabei mit der "wichtigeren" Vorderradbremse besser mit dem Fuß klarkommt. Das ist das aktuelle Ergebnis von ewigen Basteleien, gab auch mal Kupplung und Schaltung am Lenker ähnlich wie bei alten Schaltmofas. Hat aber auch nicht zufriedenstellend funktioniert (weiß garnicht mehr so genau warum), Integralbremssystem, Kupplung am Lenker und Handschaltung usw.

Zur Zeit ist er mit der aktuellen Variante glücklich, bastelt bald bestimmt wieder was neues. Aber diese Variante ist absolut nicht Anfängertauglich und den Eimer kann außer ihm kein Mensch fahren.

Erster, einfachster und meiner Meinung nach bester Versuch war, einfach den Fußbremshebel ersatzlos zu streichen und die hintere Bremse mit Teilen von nem BMW-Integralbremssystems mit an den vorderen Hebel zu hängen - war ihm nur zu simpel, fand er doof ;)

Chrom

am 5. März 2007 um 15:24

Zitat:

gibste mir noch ne 4 ? bitte .... =)

Okay, gut, wollen wir mal nicht so sein... ;-)

 

@ Börny

Ob Moppedfahren nun Sinn macht oder nicht - ich denke die Frage kann man sich als Gesunder genauso stellen, wie jemand mit dem steifen Knie...

Einerseits, klar, ein Bein, dem das Kniegelenk fehlt, bietet mehr Angriffsfläche für Krafteinwirkung. Andererseits - kaputt isses ja eh schon (ouh, der war flach...). Oder evtl. ne Sollbruchstelle ins Knie einfräsen lassen? Ach was weiß ich - wenn er Bock hat, soll er fahren. Über die Gefahren wird er sich als erwachsener Mensch vermutlich bewusst sein...

Zitat:

Erster, einfachster und meiner Meinung nach bester Versuch war, einfach den Fußbremshebel ersatzlos zu streichen und die hintere Bremse mit Teilen von nem BMW-Integralbremssystems mit an den vorderen Hebel zu hängen

Is das überhaupt Tüffig?

Zitat:

und den Eimer kann außer ihm kein Mensch fahren

DAS glaub ich gerne. Klingt... gewöhnungsbedürftig ;)

Zitat:

Original geschrieben von pfuscher ;-)

Einerseits, klar, ein Bein, dem das Kniegelenk fehlt, bietet mehr Angriffsfläche für Krafteinwirkung. Andererseits - kaputt isses ja eh schon (ouh, der war flach...).

Genau das mein ich. So flach es auch klingt, das Bein is ja schon im Eimer, aber wenn diese "Sollbruchstelle" nimmer existiert, brichts woanders, wo's noch mehr weh tut. :(

Klar, er is erwachsen und soll selbst entscheiden. Wollte da auch keine Unmündigkeit bescheinigen, aber ich hätte da zu viel Schiss vor, dass noch mehr kaputt geht.

Aber wie war das??? Bin ja eh nur Motorradbesitzer und kein -fahrer... ;) :D (kleiner Spaß...)

Gruß

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