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Ballonfinanzierung oder andere Variante?

Hallo liebes MT-Forum,

nachdem ich sehr lange Zeit stiller Mitleser bin und jetzt seit kurzem den Berufseinstieg geschafft habe, würde ich gerne schonmal einen Autoplan für die nächste Zeit machen.

Gerade fahre ich noch einen Opel Astra H GTC von 2010 (seit 2,5 Jahren ca.).

Ich hätte geplant, den Wagen noch ungefähr 2 Jahre weiter zu fahren und erstmal ein finanzielles Polster aufzubauen.

Da ich das Glück habe in einem IGM-Konzern zu sein, ist das Gehalt auch recht ansehnlich mit derzeit ca. 2.700 € Netto, was durch Steigerungen in der LZ in 2 Jahren bei ca. 3.000 € sein sollte.

 

Meine derzeitigen Unterhaltskosten für den Opel habe ich mir mal wie folgt berechnet:

Aktuelles Auto:

Versicherung: ca. 40 € pro Monat

KFZ-Steuer: 10 € pro Monat

Benzin (12.000km p.a.): 160 € pro Monat

Wartung: 111 € pro Monat (in 2,5 Jahren ca. 2000 € für jegliche Reparaturen, TÜV etc.)

Wertverlust nicht berücksichtigt, da ich das Auto damals von einem Freund meines Vaters für 4.000 € gekauft habe und jetzt ca. 5.000 € - 5.500 € wert ist und in zwei Jahren wahrscheinlich auch bei +- 4.000 € liegen sollte.

Gesamtkosten: 321 € pro Monat

 

Nun habe ich mir einmal ein Szenario überlegt, ein Tesla Model 3, was dann 2-3 Jahre alt ist zu prüfen und zu schauen, was da an monatlichen Kosten auf mich zukommen würde.

(Berechnungen basierend auf dem Standard Range Modell)

Angenommen das Model 3 kostet dann ca. 30.000 € würde ich beim Szenario des Aufnehmens eines Ballonkredits, der als Schlussrate den Restwert nach 48 Monaten Nutzungsdauer haben sollte.

Hier würde ich, aufgrund der in Zukunft steigenden Nachfrage und dem generell sehr guten Werterhalt bei Teslas einen Restwert von 18.000 € ansetzen.

Dazu würde ich einfach die Anzahlung von 5.000 € meines aktuellen Wagens leisten.

Unter diesen Bedingungen würden folgende Kosten auf mich zukommen:

Szenario Ballonfinanzierung:

Versicherung (Vollkasko): 120 € pro Monat

Stromkosten: 78 € pro Monat

Wartung: 20 € pro Monat

THG Gutschrift: - 33 € pro Monat

Wertverlust/Kreditrate: 250 € pro Monat

Gesamtkosten: 435 € pro Monat

 

Alternativ wäre eine komplette Abzahlung des Kredits eine andere Möglichkeit, allerdings sehe ich eigentlich keinen Unterschied darin bzw. Vorteil darin, wenn ich das Auto vier Jahre lang fahren würde, dann jedoch die gesamte Liquidität verloren geht, wenn ich es abzahle, anstatt den Differenzbetrag in ETFs oder ähnlichem zu stecken.

Das Hauptproblem was ich bei meinem Szenario sehe, wäre die Übergangszeit zwischen der Begleichung der Schlussrate mit dem Verkauf des Autos und der Anschaffung eines neuen Autos.

Die Frage wäre auch, ob es sinnvoll ist, das Geld über die nächsten 2 Jahre anzusparen und nicht in ETFs o.Ä. zu packen und dann das Auto mit höherer Anzahlung zu finanzieren oder ob es in ETFs besser angelegt wäre.

Das würde sich wahrscheinlich entweder überschneiden oder ich müsste ein paar Wochen/Monate ohne Auto auskommen.

Deshalb würde ich einmal gerne eure Meinung zu der Berechnung, zu den Annahmen und auch zur Umsetzung hören und was ihr an meiner Stelle machen würdet.

P.S: Das Model 3 ist nicht in Stein gemeißelt, da ich allerdings recht großer E-Autofan bin und es zurzeit in dem Preisbereich nicht so viele interessante Modelle gibt, hab ich den Kandidaten einfach mal genommen, da er mir bisher am besten gefallen hat.

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7 Antworten

Wären mir zu viele Annahmen und Vermutungen.

Der heute noch sehr gute Restwert eines Tesla kann sich schnell ändern, wenn genügend andere E-Autos auf dem Markt sind und Elon dank Twitter u.a. seinen Heiligenschein verloren hat.

An deiner Stelle würde ich freie Geldbeträge sinnvoll anlegen und den Astra fahren, fahren, fahren.

Eine angenehme Ausnahme im Kaufberatungs-Forum, dass jemand mal die monatlichen Gesamtkosten des Autos inkl. Wertverlust und Kapitalkosten betrachtet und nicht nur den Kaufpreis alleine.

Zitat:

...

Ich hätte geplant, den Wagen noch ungefähr 2 Jahre weiter zu fahren und erstmal ein finanzielles Polster aufzubauen.

...

Unter dieser Voraussetzung ist es aber jetzt zu früh, noch konkreter zu werden als du es mir deiner Kosten-Abschätzung schon getan hast. Die genügt für den Moment.

In einem Jahr nochmal überlegen, dann ist auch noch ausreichend Zeit, falls du sogar auf einen Neuwagen mit langer Lieferzeit umschwenken wolltest. Falls es beim Gebrauchtwagen bleibt, mache in 1.5 Jahren eine konkrete Planung.

Ballonfinanzierung macht nur dann Sinn, wenn das den Zeitwert des Fahrzeuges entspricht und man den nicht übernehmen muss und man dann frei in der Entscheidung ist. Wenn die Ballonfinanzierung höher ist als der Restwert ist, wird man wohl mit einer Schlussrate den Wagen wohl übernehmen müssen.

Ich Persönlich würde einen Wagen finanzieren, so das mit der letzten Rate mir gehört. Dann ist mir egal ob da vielleicht durch freundliche Mitmenschen die einen oder anderen "Schaden" verursachen.

Zitat:

@Shep0 schrieb am 16. November 2022 um 18:16:58 Uhr:

Angenommen das Model 3 kostet dann ca. 30.000 € würde ich beim Szenario des Aufnehmens eines Ballonkredits, der als Schlussrate den Restwert nach 48 Monaten Nutzungsdauer haben sollte.

Hier würde ich, aufgrund der in Zukunft steigenden Nachfrage und dem generell sehr guten Werterhalt bei Teslas einen Restwert von 18.000 € ansetzen.

Der Restwert wird immer ein Stück spekulativ bleiben, aber den halte ich nicht für wirklich daneben angesetzt.

Wenn ich mir gebrauchte Model 3 ansehe, dann halte ich 30.000€ aber für schlicht unrealistisch. Die günstigsten Angebote auf den einschlägigen Plattformen starten so bei 36.000-38.000€.

Danke erstmal für eure Rückmeldungen :)

Danke auch @motor_talking fürs Lob, dass meine Gedanken ja anscheinend nicht allzu abwegig zu sein scheinen, eine genaue Kostenrechnung würde ich ja sowieso in ein paar Jahren nochmal durchgehen.

@Tom9973: Man muss berücksichtigen, dass ich damit 2021/2022 BJ in 2 Jahren meine.

Zurzeit sind ja nur 2021er auf dem Markt, die eben bei 36.000 € anfangen und 1 Jahr alt sind.

Ich halte es allerdings nicht für abwegig, dass zum angepeilten Zeitpunkt, wo die Modelle 2-3 Jahre alt sind, in dem Bereich bewegen.

Ich halte es auch nicht für unwahrscheinlich, dass dein ein M3, BJ 2021 mit 60.000 KM um die 27.000-28.000 € kosten könnte und unter 30K liegt.

Das ist natürlich nur Spekulation aber ich hätte schon gedacht, dass wenn es für 36.000-38.000 € gerade im aufgeheizten Markt Jahreswägen gibt sollte ein 3 Jahre altes M3 in einem möglicherweise etwas abgekühlten Gebrauchtwagenmarkt definitiv zu dem Preis im realistischen Rahmen bewegen.

 

 

 

 

Zitat:

@Tom9973 schrieb am 17. November 2022 um 16:29:49 Uhr:

Zitat:

@Shep0 schrieb am 16. November 2022 um 18:16:58 Uhr:

Angenommen das Model 3 kostet dann ca. 30.000 € würde ich beim Szenario des Aufnehmens eines Ballonkredits, der als Schlussrate den Restwert nach 48 Monaten Nutzungsdauer haben sollte.

Hier würde ich, aufgrund der in Zukunft steigenden Nachfrage und dem generell sehr guten Werterhalt bei Teslas einen Restwert von 18.000 € ansetzen.

Der Restwert wird immer ein Stück spekulativ bleiben, aber den halte ich nicht für wirklich daneben angesetzt.

Wenn ich mir gebrauchte Model 3 ansehe, dann halte ich 30.000€ aber für schlicht unrealistisch. Die günstigsten Angebote auf den einschlägigen Plattformen starten so bei 36.000-38.000€.

Zitat:

@Shep0 schrieb am 17. November 2022 um 18:16:32 Uhr:

Man muss berücksichtigen, dass ich damit 2021/2022 BJ in 2 Jahren meine.

Zurzeit sind ja nur 2021er auf dem Markt, die eben bei 36.000 € anfangen und 1 Jahr alt sind.

Dann wird auch der Einstiegspreis natürlich ein gutes Stück zur Spekulation.

Aber ich habe nicht speziell nach 2021/2022er Fahrzeugen gesucht, sondern nach allen und da sind auf dem Gebrauchtwagenmarkt logischer Weise die 2019er tendenziell die günstigsten. Die sind teils schon 3,5 Jahre alt.

Daher glaube ich nicht an deine 30.000€ in zwei Jahren. Aber das ist nur Meinung. Ich denke der Gebrauchtwagenmarkt wird sich nach und nach entspannen, allerdings wird das Jahre dauern. Ich sehe das heutige Niveau eher als das neue Niveau. Ich glaub nicht, dass es wirklich billiger wieder werden wird.

Aber wenn du eh erst mal vor hast den Opel min. 2 Jahre weiter zu fahren, so muss ja heute keine Entscheidung her. An sich wird dieses Auto eine sehr günstige Automobilmobilität darstellen. Da kommt was recht Neues nicht wirklich ran.

Zitat:

@Tom9973 schrieb am 17. November 2022 um 20:52:42 Uhr:

Ich sehe das heutige Niveau eher als das neue Niveau. Ich glaub nicht, dass es wirklich billiger wieder werden wird.

Da die Leute derzeit nichts kaufen, ist die Tendenz bereits ersichtlich - die Gebrauchtwagenpreise werden schrittweise nach unten korrigiert und bei Neuwagen herrscht teilweise schon wieder Überproduktion.

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