Autoverkauf privat, Interessenten einzeln kommen lassen zu Verhandlungen oder Sammeltermin anbieten.
Hallo, ich würde gerne eure Meinungen zu der im Titel genannten Frage hören.
Was sind die Vor und Nachteile der jeweiligen Methode?
Wie hanhabt Ihr das im allgemeinen so...
Der Hintergrund: ich wollte heute ein Auto nicht allzuweit weg von mir ansehen, etwa 15 km entfernt.
Hatte mich anfangs ganz gut mit dem Verkäufer über verschiedene Details geeinigt, auch der Preis schien mir OK.
Stand nichts von VB dabei, aber auch nicht ausdrücklich Festpreis.
Als ich um einen baldmöglichsten Besichtigungstermin bat, meinte der V. : Ich solle Donnerstag Abend um 19:30 Uhr kommen, da käme dann auch noch 2 andere Interessenten um die Zeit und somit würde das ganz gut passen... für Ihn.
Ich meinte darauf daß ich lieber alleine mit Ihm verhandeln würde und sofort in 1 Stunde da sein könnte oder auch gerne Mittwochs zu jeder beliebigen Uhrzeit, weil da mein freier Tag ist.
Er darauf: Nein, er wäre jetzt unterwegs und Kommt erst Donnerstag Nachmittag wieder nach Hause und außerdem hätte einer der beiden schon ziemlich fest zugesagt das Auto nehmen zu wollen.
Meine letzte Frage war: Geht noch irgendwas beim Preis oder ist der fix?
Antwort: jetzt kommens halt mal am Donnerstag, dann sehen wir schon.
Wie findet Ihr das? Ich habe das Gefühl hier sollen sich die Käufinteressenten gegenseitig hochbieten um für den Verkäufer "Best Price" möglich zu machen.
Habe gesagt ich rufe Donnerstag wieder an, werde ich aber vermutlich nicht mehr tun.
Ich selber finde das unmöglich, aber evtl.ist das inzwischen üblich? Lebe ich hinterm Mond ?
Noch dazu môchte ich selbst nächsten Monat ein Motorrad verkaufen, sollte ich auch so verfahren?
Erzielt man so evtl.höherern Verkaufserlös?
Ich habe bisher immer nur einen nach dem anderen empfangen und mit dem dann persönlich und intensiv verhandelt, wollte das auch diesmal wieder tun, nun aber zweifle ich.
Danke für eure Teilnahme an diesem Thema.
81 Antworten
Ja, sowas ist zweifellos höchst ärgerlich und Sch...e.
Anmerkung: obiges bezieht, besser gesagt bezog, sich auf den Vorpost.
Der wurde inzwischen leider gelöscht, (vom User!) war aber durchaus korrekt.
Zitat:
@Pauliese schrieb am 13. Juli 2021 um 17:10:30 Uhr:
Also so dramatisch sehe ich das nicht, wenn sich jemand am Telefon schonmal grundsätzlich über einen möglichen Preisnachlass erkundigt. Das macht doch fast jeder heutzutage...da sage ich halt dann: A bissrrl was geht oiwei aber schauens erstmal, dann sehn wirs schon.
Wenn man deswegen bei jedem gleich auflegt, wirds schwierig mit dem Verkauf...meine Meinung.
Wie mans nimmt. "Was ist letzte Preis" - Interessenten haben - erfahrungsgemäß ohnehin wenig Interesse an einem Kauf. Wer vor der ersten Besichtigung wissen will was noch herunter zu handeln ist, der kauft das Auto so oder so nicht. Die Herrschaften machen Termine aus, wollen am liebsten gleich reservieren, zu denen sie dann ohnehin nicht erscheinen.
Zeitverschwendung aus meiner Sicht, sich mit dieser Klientel auseinander zu setzten.
Daher nehme ich für gewöhnlich Abstand von Interessenten (nicht nur bei Autos), die bereits vor der ersten Inaugenscheinnahme den Preis drücken wollen.
Du hast völlig Recht. Das sehe ich auch so. Meine Erfahrung ist, dass solche Leute immer (!) nach dem letzten Preis fragen, egal wie tief der Preis ist. Und wenn man für einen Satz Felgen nur einen symbolischen Euro haben will, fragen sie, ob man am Preis noch was machen könne. Ich übertreibe jetzt etwas, aber so ist es doch.
Aber das ist fernöstliche Mentalität. Dort ist handeln normal. Und normal ist auch, dass jeder Verkäufer sein Gut für den doppelten Preis anbietet, den er eigentlich erzielen will, weil er weiß, dass er sich herunterhandeln lassen muss. Und das weiß auch der Käufer. Aber hier (im Westen) ist das noch nicht so usus und ich habe auch keine Lust auf dieses Hin & Her. Wer im arabischen Raum Geschäfte abschließen will, kommt gar nicht drumherum, mit dem Geschäftspartner einen Tee zu trinken und - abhängig von der Größe und Bedeutung des Geschäfts - auch mit ihm Essen zu gehen, richtig viel Gespräche und Zeit zu verbringen, Kumpel zu spielen etc.
Ich will aber nur etwas verkaufen und keine neuen Freunde gewinnen.
Die einen raten vom "Sammeltermin" aus Verkäufersicht ab, weil die Kaufinteressenten sich dann gegenseitig im Schlechtreden des Autos überbieten würden und so den erzielbaren Preis drückten. Die anderen raten aus Käufersicht davon ab, weil sich die Kaufinteressenten gegenseitig im Preisangebot überbieten würden und so der Preis unnötig hochgetrieben würde. Beides kann wohl gleichzeitig nicht stattfinden. Wie so oft liegt die Wahrheit wohl eher in der Mitte. Die wenigsten Gebrauchtwagen dürften wohl so ein großes Interesse hervorrufen, dass der Verkäufer das Glück hat, Kaufinteressenten bei Besichtigungsterminen in Kompaniestärke abarbeiten zu müssen. Und nur die meisten Privatverkäufer dürften sich mangels Übung auch nicht wohl dabei fühlen, mit mehreren Interessenten gleichzeitig ernsthaft verhandeln zu müssen.
Grüße vom Ostelch
Ähnliche Themen
Ich finde schon Hausbesichtigungen zu zehnt seht merkwürdig. Da steht man da mit 8 anderen Familien und alle haben Interesse an dem Haus. Keiner kennt sich, der Verkaufende ist meist unerfahren in solchen Dingen und so ein Termin läuft oft für alle unbefriedigend ab. Ich bin da mehr für Einzeltermine und anschließendem Angebot.
Ein Makler, Vermieter wie auch immer ist gut beraten Einzelbesichtigungen zu machen, außer er hat Bock die Wohnung danach zu renovieren, wenn einen Horde Interessenten durch das Objekt gleichzeitig geschleust wurde ...😁😁
In meiner Preisklasse (sanierungsbedürftig) ist das egal. Ich drehe eh alles auf links und verdopple die Wohnfläche durch Anbau und Aufstockung.
Bei einem Auto stelle ich mir das auch eher schwierig vor, wenn dann alle Interessenten eine Probefahrt machen.
Zitat:
@Goify schrieb am 14. Juli 2021 um 11:34:12 Uhr:
Bei einem Auto stelle ich mir das auch eher schwierig vor, wenn dann alle Interessenten eine Probefahrt machen.
Das wird eine Geduldsprobe und man prüft damit gleichzeitig die Stärke des Kaufinteresses der Wartenden. 😉
Grüße vom Ostelch
Zitat:
@Goify schrieb am 14. Juli 2021 um 12:18:52 Uhr:
Die Interessenten fahren alle gleichzeitig und der Verkäufer wartet daheim ab. 😁
Klar, einer kuppelt, einer schaltet, einer lenkt, einer gibt Gas und einer bremst.
Realistisch läuft es doch wahrscheinlich so ab, dass 3-4 Interessenten geplant sind. Davon erscheinen nur 2-3 und davon haben dann noch 1-2 ernsthaftes Interesse an dem Auto.
Dem/Den Anderen fällt dann vor Ort auf, dass sie ja eigentlich gar nicht die Farbe mögen oder sowieso statt des Kleinwagens ein Kombi oder statt dem Kombi ein Cabrio oder noch viel lieber ein Pferd kaufen wollten.
Ich kann durchaus verstehen, warum man als Verkäufer so einen Sammeltermin bevorzugt.
Ich würde es trotzdem nicht machen. Ich finde es einfach fair, wenn jemand der extra anreist auch tatsächlich dann das Fahrzeug zum angebotenen Preis kaufen kann.
Aber der Verkäufer kann sich eben entscheiden, wie er verkauft. Ist das vorher klar kommuniziert gibt es auch keinen Grund verärgert zu sein. Wem es nicht passt, der kauft halt woanders.
Zitat:
@ixtra schrieb am 14. Juli 2021 um 12:27:55 Uhr:
...
Ich würde es trotzdem nicht machen. Ich finde es einfach fair, wenn jemand der extra anreist auch tatsächlich dann das Fahrzeug zum angebotenen Preis kaufen kann.
...
Dann musst du aber auch gleich an den erstbesten verkaufen. 😉
Grüße vom Ostelch
Aber es gibt ja auch Verkäufer die wollen, dass ihr altes Auto in besonders gute Hände kommt. Und wenn einer aussieht, als würde er den kalten Motor zu hoch drehen, wird eben nicht verkauft. 😉
Da will man dann schon seinen Idealkäufer finden.
Zitat:
@Goify schrieb am 14. Juli 2021 um 14:16:25 Uhr:
Aber es gibt ja auch Verkäufer die wollen, dass ihr altes Auto in besonders gute Hände kommt. Und wenn einer aussieht, als würde er den kalten Motor zu hoch drehen, wird eben nicht verkauft. 😉
Da will man dann schon seinen Idealkäufer finden.
Aber doch nicht bei klassischen Ge- und Verbrauchsautos.
Da bin ich irgendwie generell nicht so emotional. Wenn ich ein Auto verkaufe, habe ich meine (vorher durchaus vorhandene) Bindung daran abgelegt. Wenn nicht, würde ich es ja nicht verkaufen.
Ob der Käufer es dann in ein Museum stellt oder in Einzelteilen verkauft, ist seine Sache.
Natürlich gibt es davon vorstellbare Ausnahmen, aber das sind eben ... Ausnahmen.
Ich käme mir als Kaufinteressent auch etwas veräppelt vor, wenn ich nach einer X-Kilometer Anreise den aufgerufenen Preis zahlen möchte, der Verkäufer mir aber erklärt dass mein Fahrstil zu ruppig sei um seinen Schatz erwerben zu dürfen.
Ich möchte und werde im Regelfall das verkaufte Auto nie wiedersehen. Da ist es mir ziemlich egal, wie der Käufer mit dem Haufen Blech, Gummi, Glas usw. umgeht.