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autohaus provision

Themenstarteram 7. März 2008 um 16:12

hallo

nach meinem versuch zu recherschieren wieviel die autohäuser beim verkauf von neuwagen verdienen habe ich feststellen müssen dass es sich um ein wohlgehütetes geheimnis handelt. also weiss jemand was ein normaler autohaus "draufschlägt".

gruss

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von AutoMensch

Macht Spass, hier zu lesen!

Insidergrüße, Wolf.

Ich muss auch schmunzeln. Jeder weiss es hier besser, nur weil er mal ein Auto gekauft hat und der Verkäufer ihm dass Du angeboten hat.

Zu den dicken Gewinnen, die die Autohäuser machen: die Umsatzrendite in der Branche liegt seit Jahren unter einem Prozent, aktuell für 2007 bei 0,6 Prozent. Das heisst, von 100 Euro Umsatz bleiben 60 Cent Gewinn (für das gesamte Autohaus).

Der Einkaufspreis eines Händlers variiert auch nicht ständig. Jeder Händler hat eine Grundmarge, die von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich ist, da meist im einstelligen Bereich liegt. dazu können dann verschiedene Boni kommen, wie z.B. Volumenboni, Zielerreichungboni, Bonus für bauliche Vorgaben oder Vorführwagen-Park usw. Die Boni können auch mal nur 0,1 Prozent betragen. Diese Margen sind aber Bestandteil des Händlervertrages und werden nicht wöchentlich ausgewürfelt. Boni werden in der Regel auch erst zum Ende des Jahres gezahlt.

Dazu kommen eventuell Prämien, die der Hersteller oder die Herstellerbank dazugeben. In der Regel bei Modellen, die nicht laufen oder die in der Zulassungsstatistik mal nach oben gepusht werden sollen, damit sie mal bei AutoBild in die Schlagzeilen kommen. dann gibt es halt Vorführwagenprämien, Zulassungsprämien (Thema Tageszulassung), Eroberungsprämien, Treueprämien und was für einen Mist die sich bei den Herstellern noch so ausdenken. Wenn denn noch von den Banken die Zinsen oder die Leasingkonditionen subventioniert werden, dann kann der Händler ein nettes Angebot daraus stricken. Aber an solchen 99 Euro-Angeboten verdient der Händler in der Regel nichts außer einem Kunden, der dann in die Werkstatt kommt, wenn er es richtig gemacht hat.

Von dem Irrglauben, dass wenn es Modelle mit 25 Prozent Nachlass gibt, der Händler generell 30 Prozent Marge hat, sollte sich hier einige verabschieden.

Schöne Grüße und viel Spass beim Munkeln.

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Zitat:

Original geschrieben von AutoMensch

Wir können ja mal ein Beispiel machen:

Auf einen Hawazuzi Inkognito hat der Hawazuzi-Händler eine Grundmarge von 12%. Kauf der Kunde dieses Auto mit dem Paket "Wischergestänge mit Blattgold", gibt´s für das Paket noch mal 320 EURO netto vom Hersteller dazu. Für die Inzahlungnahme eines grünen Bollerwagens gibt´s ´ne Extraprämie von 5%. Steht der Hawazuzi-Inkognito an Lager und wird in einem Aktionsmonat verkauft und zugelassen, winken nochmal 2%. Bei der Kombinierbarkeit von Leasingrückerstattungsprämien mit den o.g. Prämien fangen dann schon viele Verkäufer an, nicht mehr durchzublicken. Handelt es sich beim Käufer um einen Gewerbekunden, werden die Prämien nochmals umgestrickt. Oder es fallen alle separaten Prämien weg, wenn der Käufer stattdessen über ein Rahmeabkommen mit wieder anderen Nachlässen und Hersteller-Rückerstattungen kauft. Zielereichungsboni für Bestellungen und Zulassungen, Abnahmeprämien für Hawazuzis aus Überproduktion etc. machen die Angelegenheit nochmals intransparenter.

Gibt aber trotzdem ´ne kleine Faustregel: Ein fertig gebautes Auto vom Lager ist fast immer billiger als eine Bestellung á la carte.

Gruß, Wolf.

Ich denke der AutoMensch hat es nochmal mit Beispiel schön zusammengefasst. Ich bin zwar kein Autoverkäufer aber auch im Vertrieb von komplexen technischen Produkten unterwegs.

Es gibt nicht DEN Einkaufspreis für einen Händler, da spielen 1 Mio. Faktoren rein. Insofern zählt bei Deinen Verhandlungen zum Traum BMW/VW (und darum geht es hier doch eigentlich, oder?) einzig und allein das jeweilige Verhandlungsgeschick und die Regel "Leben und leben lassen".

Unseriöse Angebote sollte allerdings jeder mit halbwegs vorhandenem Menschenverstand erkennen können. So wird es vermutlich für den Allerwelts-Privatmensch nie einen neuen, nach Bedarf gebauten BMW für 30% unter Listpreis geben.

 

Mannmannmann

-Mousi

Zitat:

Original geschrieben von Harry999

 

die insolvenzen ETTLICHER autohäuser kommen sicher IMMER weil sie SO viel geld verdienten.

Oh die armen Autohäuser mit ihren noch ärmeren Verkäufern:rolleyes:

Viele dieser insolventen Vertragshändler hätte beigebracht werden müssen, dass der Kunde König ist und so auch zu behandeln ist.

Aber bei manchen Autohäusern wird man behandelt, als ob man gerade eine Wurstsemmel gekauft hätte:mad: Dazu kommen noch völlig überzogene Angebote . Ich habe selbst erlebt dass beim Neuwagenkauf zwischen zwei Händlern 800€

Unterschied waren.

Beim ersten Händler gabs eine Tasse Kaffee und beim Eintauschfahrzeug genügte ein Blick rund ums Auto um ein Angebot zu unterbreiten.

Beim zweiten Händler musste ein zweistündiger Ankaufstest gemacht werden um einen Preis zu nennen (die tatsächlichen Mängel wurden aber erst nicht gefunden),

Kaffee, Mineralwasser?-Fehlanzeige!!

Der Aufpreis war völlig überteuert und nicht verhandelbar. Jacke angezogen und Tschüss...

So sollte man einen Kunden der 20.000€ ausgeben möchte nicht behandeln.

Für mein Geld bekomme ich wo anders auch ein schönes Auto ohne das Gefühl übermittelt zu bekommen den Verkäufer lässtig zu sein;)

Solche Autohäuser fahren nunmal auf kurz oder lang an die Wand

und das ist auch gut so!

Gruss femy

 

Das gleiche bei unserem peugeotkauf vor einem Jahr!

 

Fahrzeuglistenpreis inkl. Überführung 23.470€! Anzahlung ein 1998er AUDI A6 Avant 2.8 Quattro 200tkm!

 

Händler 1:

Inkompetente Antworten auf unsere Fragen, einen 1h Ankaufsuntersuchung des A6. Auto hat ja so viele Mängel die vor einem Weiterverkauf repariert werden müssen. In einem für den Verkäufer und Werkstattmeister wohl gefühlt unbeobachteten Moment erwähnt der Werkstattmeister das er so einen A6 schon immer haben wollte. Das wäre ja jetzt die Gelegenheit.

 

Resultat:

Audi A6: 2.500€, Fahrzeugpreis 21.500€, Eigenanteil 19.000€. Wir wurden aus dem Büro verwiesen, während der Wartezeit, da der Verkäufer noch einen Gebrauchtwagen ausliefern wollte.

 

Händler 2:

Telefonisch vereinbarte Probefahrt wurde vergessen. Fahrzeug war aber zum Glück da! Hier das gleiche. fahrzeug muß teuer instandgesetzt werden.

 

Resultat:

Audi A6: 3.800€, Fahrzeugpreis 21.000€, Eigenanteil: 17.200€

 

Händler 3:

Was soll ich ankaufen? Einen 1998 A6 2.8. Kein Interesse, brauche ich mir auch nicht anschauen. Werden wir hier eh nicht verkaufen. 5min mit irgendwelchen Exporteuren telefoniert.

 

Resultat:

Audi A6: 5.500€, Fahrzeugpreis 20.400€, Eigenanteil: 14.900€

 

 

 

Wo wir gekauft haben könnt Ihr ja gerne raten.

 

Gruß

 

Manuel

Um es nochmal zu sagen (vielleicht hilft die Quantität, erklärt habt ihr es ja eigentlich schon) :

Was der Händler drauf schlägt, netto brutto, vor-nach Steuern etc., ist irrelevant.

Erstens wird er nicht langfristig unter marktüblichen Zins arbeiten, sonst kann er das Geld lieber zu 4% auf die Bank legen und zweitens wird er soviel draufschlagen wie er das vor hat zu taktieren.

Also geht was schlecht, lieber kaum was verdienen (Lagerkosten und zwar spätestens Kosten nach Opportunitätskostenprinzip gibt es ja auch) aber ein Kunden binden und an der Werkstatt verdienen. Geht es gut - das Maximum am Markt erreichbare verlangen.

Selbst wenn man wüsste was es im Durchschnitt ist, was ja nichts darüber aussagt was Händler x in y am zz.zz.zzzz für Auto abc hat, dann heißt es ja nicht das man damit wüsste was er runtergehen kann damit er ein obligatorischen Gewinn von etwas über 0 hat, denn er ist einfach NICHT bereit langfristig unter marktüblichen Zins + Risikoaufschlag zu arbeiten, basta. Man kann niemanden dazu bringen da weiter runter zu gehen, Kunden sind auch Konkurrenten (anderer bietet halt mehr). Sowas mag ja beim Ausverkauf vor Schließung gehen, aber sonst nicht und auch da hat man noch andere Bieter und somit wieder fast Marktpreise.

Übrigens sind Kosten auch nicht linear mit Umsatz verknöpft, mögliche Rabatte also auch von der Umsatzgröße des Händlers abhängig.

Aber auch dann hat er womöglich in der Gegend eine marktbeherrschende Stellung und schon fallen die Rabatte. Da kommen noch die ganzen örtlichen, persönlichen etc. Präferenzen ins Spiel. Je mehr man dazu sagt, desto mehr Fragen tauchen auf ;)

Das ist alles wie wir Heuschrecken sagen: eine n-Dimensionale Betrachtung, es geht halt nicht einfacher auch wenn es neuling_1 lieber einfacher hätte.

Dann hätten wir noch Produktlebenszyklen was ja auch was über Preisverläufe sagt, versuche andere Händler durch Dumping auszustechen u.v.v.m.

Wenn neuling_1 glücklich ist wenn er ein Durchschnitt aller stattgefundenen Verkäufe und erteilter Rabatte erfährt, dann werfe ich mal eine Schätzung von 12% in den Raum. Sagt zwar immer noch nicht viel darüber ob die 12% die er kriegt viel oder wenig waren, aber egal.

Hallo,

zu den Margen Einkauf/Verkauf ist, so glaube ich, alles gesagt.

Leider mussten viele kleine, meist Familienbetriebe, aufgeben, weil die Marge immer geringer wurde und die Weiterführung des Betriebes nicht mehr wirtschaftlich vertretbar war.

Viele Marken haben gewisse Wünsche am Auftritt, der zu Lasten der Händler geht:

Corporate Design bei den Verkaufsräumen, was ein Schweinegeld kosten kann.

Macht der Händler nicht mit, wird ihm schnell gekündigt.

Auch das Vermarkten gewisser Baureihen ist von einer bestimmten Ausstattung des Autohauses abhängig. Macht er nicht mit, kann er die Baureihen nicht verkaufen.

Überlebensfähig sind heute eigentlich nur große Autohäuser und Ketten, nicht der kleine Händler mit einem kleinen Einzugsgebiet. Dies bedaure ich persönlich sehr, da der Service und die Kundenfreundlichkeit dort großgeschrieben wurde (meine Erfahrung nach vielen verschiedenen Autos).

Leider kann ein Kleiner nur überleben, wenn er ähnlich gute Konditionen wie der Große erhält. Das aber bieten nur noch wenige Hersteller.

Gruß

Vinni

Ich darf an dieser Stelle verraten, dass deutsche Konzessionäre von einem der beiden schwedischen Autohersteller ihre Neufahrzeuge zum Listenpreis minus 19% beim Generalimporteur einkaufen.

Hallo,

ich habe mich bei einem BMW-Händler nach einem von Ihn angebotenen Coupe informiert. Bin bei diesem Händler schon seit 11 Jahren Kunde. Habe dort fünf Autos und auch schon Zweiräder (r 1100 gs) gekauft. Nun haltet Euch fest. Als ich auf den Preis zu sprechen kam und ein Angebot haben wollte verwickelte mich der Verkäufer in ein Gespräch. Er wollte von mir meine Preisvorstellung wissen. Naja ich dachte nix böses und nannte Ihm einen Betrag. Die Antwort kam sofort ohne, dass er überhaupt ein Angebot machte. Sein Wortlaut: Dann ist das betreffende Auto nicht passend für mich, wenn der Preis nicht aktzeptiert wird.

Ich denke das BMW-Autohaus wird so auf lange Sicht keinen guten Weg vor sich haben. Leider sind die Verkäufer ziemlich daneben zur Zeit.

Welche Erfahrungen habt Ihr.

Gruß

alpini

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