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Auto zum Hobbyschrauben

Themenstarteram 18. Dezember 2019 um 19:07

Hey Leute,

 

ich liebe Autos und möchte unbedingt mal selber an einem Wagen ein bisschen was machen. Ich habe keine Ausbildung zum Mechatroniker und auch generell nicht so die Ahnung, aber mein Vater hat damals auch mit ein paar Freunden an einem Käfer rumgeschraubt, die Karosserie lackiert, den Innenraum rausgebaut und kleinere Sachen gemacht.

 

Damals waren sie richtig stolz auf ihren Käfer und ich habe auch Freunde, die da mitmachen würden. Mein Vater meinte auch, dass es solche Bücher gab "So helfe ich mir selbst" oder so ähnlich.

 

Nun zu meiner Frage, die sich an erfahrene KFZ-Leute und Hobbyschrauber richtet. Kennt ihr günstige deutsche Autos, die wenig Elektronik haben? Und am besten gibts es dazu noch solche Hilfeheftchen im Internet.

Mir schwebt da sowas wie ein Golf 3 o.Ä. vor. Haut mal ein paar Autos raus.

 

MfG Alex

Beste Antwort im Thema

Wieso möglichst wenig Elektronik? Auch das ist schön zu erlernen.

Hab mir alles am 2001er Passat selbst beigebracht. Hydros tauschen, Pleuellager (nicht weils nötig war, sondern Interesse), Getriebe (auch nicht weils nötig war), Zahnriemen, Diverse Spielereien mit VCDS, Katalysator, Bremsen, Spurstange. Was halt so anfällt wenn sich das Fahrzeug Richtung 300.000km bewegt. Inzwischen bin ich im Bekanntenkreis erste Anlaufstelle wenn es um das KFZ geht und mache durchaus auch mal Diagnosen und Reperaturen bei jüngeren (>2010) Autos, und kleinere Wartungen wie zB Bremsen.

Ersatzteilversorgung ist bei VW überhaupt kein Problem, du bekommst wirklich alles hinterhergeworfen. Der Kat hat mich zB gebraucht in gutem Zustand mit beiden Lambdasonden 60€ gekostet, das Getriebe 50€, die Hydros (neu von INA) 40€, usw.

Noch dazu findest du für alles sehr ausführliche Anleitungen im Internet oder kannst auf Erwin zurückgreifen, der Reperaturleitfaden von VW, der als Privatperson wirklich nicht die Welt kostet.

Mmn. gibt es kein Schrauberfreundlicheres Auto als ein VW. Anleitungen ohne Ende, günstige Ersatzeilversorgung sowohl neu als auch gebraucht. Und wenn man was spezielles braucht, geht man bestellt man es morgens bei VW und kann es Nachmittags abholen.

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BMW E30 - bin da aber etwas befangen. Verschleißteile noch relativ günstig im Teilehandel zu bekommen, Ersatzteile beim Schrotti massenhaft vorhanden. Informationen sind leicht zu finden (e30.de z.B.) und Reparaturhandbücher sind auch genügend zu finden. Zugänglichkeit von Motor, Getriebe usw. sind ok. Ja, der Motor hat schon ein Steuergerät, der Rest ist aber noch oldschool. Solltest nur nicht jede Bastlerkarre kaufen. Gibt immer noch Rentner, die gut gepflegte Fahrzeuge aus Altersgründen im lokalen Anzeigenblatt aufgeben. Gehen leider oft auf den Schrott. Motortechnisch musst Du wissen, was Du willst. Der M40 (Vierzylinder 1,6 und 1,8l) und der M20 (Sechszylinder mit 2,0 und 2,5l) sind beide toll. Beim Sechszylinder Zahnriemen und Wasserpumpe tauschen ist ein Kinderspiel und überraschend günstig. Außerdem kannst Du an dem das Ventilspiel einstellen üben ;-). Der 2l ist untenrum etwas mau, ab 3000 Touren bewegt sich was. Dafür liefen meine 2l gefühlt immer ruhiger und kultivierter als die 2,5er. Beim Vierzylinder würde ich nach nem 318i suchen, der 1,6er ist doch etwas überfordert. Achtung: Wenn der Vierzylinder schlecht gepflegt wurde, haben die Hydrostößel zu wenig Öl bekommen und die Nockenwelle ist eingelaufen. Wenn er klingt wie ein Trecker - Finger weg! Es sei denn, Du willst den Motor eh selbst wieder aufbauen.

Grundsätzlich jedes Auto dieser Ära 80er-90er. Egal ob nun VW, BMW, Mercedes, Opel, Audi usw..

Vorteilhaft bei den massenweise verkauften Modellen, bspw. Astra, Golf etc., ist die sehr gute Teileverfügbarkeit: Gebraucht, Neu (Gerade weil der Zubehör viel anbietet, aufgrund Nachfrage).

Ich würde pragmatisch entscheiden: Einfach in der näheren Umgebung suchen was günstig und gut erhalten/gepflegt ist... und das welches am besten zusagt nehmen ;)

Der von dir vorgeschlagene 3er Golf ist nicht so schlecht, nur solltest du nach einem rostarmen bzw. gerichteten Ausschau halten. Ansonsten gibts glaub für kaum ein anderes Auto mehr Teile und Infos... das Unterforum zu dem Auto ist das größte in Motor-Talk. Du kriegst sehr viel im freien Teilehandel und das zu Witzpreisen, ansonsten findet man viel über Kleinanzeigen und bei den Verwertern. Selbst wenn kein Golf dort steht, einiges passt auch aus Polo, Passat, Seat oder Audi...

Zusätzlich zum e30: BMW e36/e34 wären auch schöne Wägelchen, Audi 80/90/100 bzw. der erste A4/A6 (Die rosten auch ziemlich wenig, Vorteil); Opel Vectra A (Calibra) und B, gerade mit V6; Mercedes W202 , ... ach da gibt es so viel....

Sind die e30 noch so günstig zu haben? Immer wenn ich nach denen spicke sehe ich sehr oft ambitionierte Preise...

Ich weiß nicht, wie es Platztechnisch bei dir aussieht.

Sollte Platz vorhanden sein, empfehle ich folgendes, bzw habe folgendes auch schon selbst gemacht.

Ich habe mir ein gängiges Brot und Butter-Auto gekauft, in meinem Fall ein Polo 86c. Der war noch garnicht soooo schlecht, und kostete nicht viel. Den habe ich einfach in seine Bestandteile zerlegt. Das war wirklich sehr interessant. So kann man einen Wagen von Grund auf verstehen.

Man kann ihn danach wieder zusammensetzten, oder in Teilen verticken, wie man mag. Ist er noch gut, kaputtes bzw verschlissenes bzw verrostetes ersetzen/schweißen, wieder zusammensetzten und als ganzes weg.

Bei dem Polo stellte sich raus, er war doch nicht mehr so gut wie gedacht/erster Eindruck, also habe ich die guten Teile vertickt, und den Rest entsorgt. War eine tolle Erfahrung.

Gruß Jörg.

Zitat:

@AlexEsPunkt schrieb am 18. Dezember 2019 um 19:07:16 Uhr:

Nun zu meiner Frage, die sich an erfahrene KFZ-Leute und Hobbyschrauber richtet. Kennt ihr günstige deutsche Autos, die wenig Elektronik haben? Und am besten gibts es dazu noch solche Hilfeheftchen im Internet.

Mir schwebt da sowas wie ein Golf 3 o.Ä. vor. Haut mal ein paar Autos raus.

Ja, nur würde ich damit im heutigen Zeitalter nicht mehr anfangen, außer du möchtest unbedingt wissen, wie du einen Vergaser oder ne KE-Motronic einstellen kannst (bewußt überzogen, ich weiß, dass der Golf III ein Mindestmaß an vernünftiger Gemischaufbereitung hat und es solche Kaliber in dem Wagen nicht mehr gab)...

Ich würde mich an was modernerem, schrauberfreundlichem versuchen und einen Blick über den Tellerrand wagen. Aus Erfahrung weiß ich, dass Italienische Kleinwagen mit Saugbenziner sehr schrauberfreundlich sind.

Der Punto 188 wäre ein solcher Kandidat, der ist auch günstig zu haben, gleichzeitig jedoch halbwegs modern.

Ich meine das A&O ist die Teileversorgung, Verfügbarkeit von Gebrauchtteilen und öffentlich zugängliche Werkstattliteratur. Beides kenne ich von Mercedes und BMW. VAG geht über erWin auch. Schrauberfreundlich wäre dann vor allem ein Auto ohne Klima. Da kann man relativ problemlos z.B. einen Motor demontieren ohne erst die Klima zu evakuieren.

Hatte mal einen wunderschönen Alfa als Projekt, sein Todesurteil war die nicht gegebene Teileversorgung...

Wie oben schon jemand schrieb, alles zwischen etwa 1980 und etwa 1995. Früher geht auch, aber je nach Modell wirds da teurer.

Die Kiste sollte Dir grundsätzlich gefallen. Also schau Dir mal mit einer entsprechenden Kleinanzeigen - Suche an, was so geboten wird. Mir gefällt ja die frühe C-Klasse (W202)...

Selbst an einem 2000er oder neuer kannst du Problemlos ran. Für alles brauchst du zumindest einen eigenen Platz zum schrauben, den du nicht kurzfristig räumen musst. Eigenes Grundstück mit Dach drüber. (Carport/Garage)

Ich hab keine Probleme damit, mich auch an neuere Fahrzeuge ran zu machen. Grundsätzlich ist die Hardware gleich. (Zumal du dann gleich Zukunftssicher lernst!) Ich bin auch kein Auto-Mechaniker. (Elektroniker) Schraub aber auch an nahezu allem rum, was so am Auto dran ist. Bei vielen modernen Autos hast du mehr mit dem Fahrwerk als mit dem "Innenraum" zu kämpfen. Sprich: Es unterscheidet sich nicht so sehr zu einem '80er Modell.

Gerade moderne Motoren mit Elektronik sind leichter zu beherrschen, als ein alter Motor. Zumal das eben Stand der Technik ist. Alte Vergaser oder veraltete mechanische Einspritzer sind für den Anfänger der Horror! Bei einer elektronischen Anlage müssen die Sensoren funktionieren und dann läuft der Motor. Bei einem Vergaser oder mechanischem Einspritzer geht ohne teures Equipment gar nichts.

Autos, die viel gebaut und verkauft wurden, sind für dich die Zielgruppe. Die Ersatzteile sind günstig und gut beschaffbar. Wenn du einen zu alten Wagen nimmst, bekommst du ggf. die Ersatzteile zu schwer, oder sie sind teuer. Bei mir war es der Mondeo, der für mich ideal war. Billig zu haben, Ersatzteile gut verfügbar. Damals hab ich mit dem Mk.1 angefangen. Inzwischen hab ich nen Mk.3 Bj'05.

Nicht die Komplexität und dein Vorwissen entscheiden, wie weit du Schrauben kannst, sondern der Platz und die Zeit! Reparieren kann man heute alles. Man muss nur die Zeit und den Platz haben. Meistens scheitert die Aktion daran, dass das Auto nen Tag später wieder laufen muss. Ich kann an meinem Mondeo auch nen Monat/Jahr/(bis er verrostet ist) schrauben. Ich habe genug Platz (eigenes großes Grundstück) und weitere Fahrzeuge. Ich muss den Bastelwagen nicht sofort repariert bekommen. Ich muss nur ein fahrbereites Fahrzeug haben. (Oder eben nicht auf das Auto angewiesen sein!)

PS: Es macht auch keinen Sinn einen sehr alten Wagen zu kaufen, der nur 100€ kostet. In der Regel ist das Blech dann durch und du kannst den Wagen wahrscheinlich eher direkt wegwerfen!

MfG

Wieso möglichst wenig Elektronik? Auch das ist schön zu erlernen.

Hab mir alles am 2001er Passat selbst beigebracht. Hydros tauschen, Pleuellager (nicht weils nötig war, sondern Interesse), Getriebe (auch nicht weils nötig war), Zahnriemen, Diverse Spielereien mit VCDS, Katalysator, Bremsen, Spurstange. Was halt so anfällt wenn sich das Fahrzeug Richtung 300.000km bewegt. Inzwischen bin ich im Bekanntenkreis erste Anlaufstelle wenn es um das KFZ geht und mache durchaus auch mal Diagnosen und Reperaturen bei jüngeren (>2010) Autos, und kleinere Wartungen wie zB Bremsen.

Ersatzteilversorgung ist bei VW überhaupt kein Problem, du bekommst wirklich alles hinterhergeworfen. Der Kat hat mich zB gebraucht in gutem Zustand mit beiden Lambdasonden 60€ gekostet, das Getriebe 50€, die Hydros (neu von INA) 40€, usw.

Noch dazu findest du für alles sehr ausführliche Anleitungen im Internet oder kannst auf Erwin zurückgreifen, der Reperaturleitfaden von VW, der als Privatperson wirklich nicht die Welt kostet.

Mmn. gibt es kein Schrauberfreundlicheres Auto als ein VW. Anleitungen ohne Ende, günstige Ersatzeilversorgung sowohl neu als auch gebraucht. Und wenn man was spezielles braucht, geht man bestellt man es morgens bei VW und kann es Nachmittags abholen.

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