Autark mit dem Wohnwagen, Sinn oder Unsinn?

Hallo zusammen, weil dieses Thema in dem Thread „Was habt ihr eurem Wohnwagen/ Wohnmobil heute gutes getan?“ etwas ausgeufert ist hier ein eigener Thread.
Was haltet ihr davon?
Wozu nutzt ihr es?
Was habt ihr gemacht um autark zu sein?
Autarkie minimal oder exzessiv?
Etc…

36 Antworten
Zitat:
@Maddin5e schrieb am 29. August 2025 um 14:07:48 Uhr:
Wenn du mal irgendwann langeweile hast, und ein wenig geld für einen anderen Wechselrichter. dann empfehle ich dir, auf 24 oder sogar 48 Volt zu gehen. dann kommst du mit deinen Akkus noch vieel weiter, weil du nicht so eine irrsinns Leistung in der Kabelage etc. verbrätst und auch der Innenwiderstand deiner Zellen, wenngleich sie bei Lithium schon sehr gering sind, als bei Blei, macht das auch noch mal einiges aus, was den unterschied zwischen "leer" und leer betrifft.

Ich vermute mal, dass die Kabel den möglichen Stromstärken bei 12V-WR-Betrieb angepasst sind und dann ist der Leitungsverlust kaum größer als wenn man ein 24/48V-System mit dafür entsprechend dimensionierten (also deutlich leichteren) Leitungen hat.

Wenn die maximal speicherbare Gesamtenergie (aktuell ca 4,35kWh) nicht gleichzeitig größer wird, wird sich auch bezüglich der Wirkung des Innenwiderstandes kaum etwas tun.....

man sollte halt zudem nicht nur sehr viel lange Weile, sondern auch zusätzlich sehr viel Geld übrig haben, um den Wechsel von 12V auf 24/48V zu realisieren.

Wechsel auf eine 24/48V-Batterie mit ebenfalls ca 4,35kWh Energieinhalt plus neuer, entsprechend leistungsfähiger 24/48V-WR. Dazu eventuell ein neuer Solarregler, ein neues 230V-Ladegerät und eventuell auch ein neuer Booster für 24/48V.

Dann hat er ja noch andere bisherige 12V-Verbraucher, wie z.b. den Kühlschrank. Die sind aber häufiger nicht zusätzlich für 24/48V ausgelegt, so dass für diese Verbraucher ein entsprechender Wandler (mit zusätzlichen Verlusten) vorhanden sein muss.

Auch wenn ich sehr viel lange Weile hätte, würde ich so etwas "Sinnvolles" nicht machen...😁

Also ich halte das mit dem Grauwasser auf dem Campingplatz so: Gibt es die Möglichkeit direkt am Platz zu entsorgen, kommt der Schlauch dran, ansonsten habe ich einen Abwassersack, dann mache ich den Hahn zu und leere täglich den Abwassertank in den Abwassersack und bringe ihn weg. Ist der Gulli nicht zu weit, stelle ich einen Eimer drunter…

In die Toilette kommen nur die kleinen Geschäfte, bisher hatten wir immer eine Möglichkeit zur Toilettennutzung. Im Notfall wäre es natürlich auch möglich die Toilette im Wohnwagen zu nutzen.

Ich habe Autarkie mittels Solarpaneele nie vermisst. Für den Betrieb einer für mich überlebensnotwendigen Klimaanlage ist die Stromausbeute zu gering und nachts NULL. Also wozu. Es ist auch eine Gewichtsfrage.

Zitat:
@Taxler222 schrieb am 29. August 2025 um 15:39:20 Uhr:
Auch das mit der Autarkie, länger als 3 Tage fände ich lästig, wenn ich zur Entsorgung des Brauchwassers und der Toilette und zum Nachfüllen des Frischwassers jedesmal irgendwohin fahren müsste, wenn schon, dann gleich weiter zur nächsten Etappe.

So ist es und deshalb mache ich es auch so. Sollte ich irgendwo mal länger stehen wollen, suche ich mir einen Campingplatz.

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Zitat:
@rufus608 schrieb am 29. August 2025 um 22:27:30 Uhr:
Ich habe Autarkie mittels Solarpaneele nie vermisst. Für den Betrieb einer für mich überlebensnotwendigen Klimaanlage ist die Stromausbeute zu gering und nachts NULL. Also wozu. Es ist auch eine Gewichtsfrage.

Man betreibt doch keine Solaranlage ohne eine entsprechend große Batterie. Meine Split-Klimaanlage benötigt etwa 500 Watt. Mit meiner ziemlich großen 340 Ah Batterie kann sie damit schon einige Stunden laufen. Außerdem besuche ich Länder, wo es sehr heiß ist, nie im Sommer, sondern im Frühling oder im Herbst.

Auch zum Thema Klimaanlage könnte man sagen: Haben wir früher auch nicht gehabt…

Steht man -aus welchem Grund auch immer- ohne externen Strom kann man ohne interne Stromquelle nichts betreiben. Als Dauercamper, der seinen Wohnwagen fest aufgebaut hat und nie bewegt, könnte man auch argumentieren, dass Wohnwagen keine Räder bräuchten. Aktuell haben wir eine mobile Klimaanlage von Eurom, die wir nur mitnehmen, wenn wir im Sommer unterwegs sind. Ich überlege zwar, ob wir uns eine Staukastenklimaanlage montieren, da wir dann die KA nutzen können, wenn wir an heißen Tagen auf Kurztripps unterwegs sind, außerdem kann die im Herbst und Frühling auch heizen, klaut uns aber wieder 21kg.

Auf meinem Strom möchte ich auf keinen Fall mehr verzichten. Den brauchen wir definitiv wesentlich mehr. Wenn wir im hellen fahren könnten wir dank Ladebooster und Solar sogar die Klimaanlage und den Kühlschrank betreiben ohne dass die Akkus entladen werden.

Zitat:
@Achim221170 schrieb am 30. August 2025 um 10:36:20 Uhr:
Wenn wir im hellen fahren könnten wir dank Ladebooster und Solar sogar die Klimaanlage und den Kühlschrank betreiben ohne dass die Akkus entladen werden.

Wenn du fährst, brauchst du, dank der Lichtmaschine überhaupt kein Solar, aber wenn du stehst, bräuchtest du dafür aber eine Solaranlage mit mindestens 600 Watt. Und das auch nur, wenn die Sonne senkrecht am Himmel steht.

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