Aus welchen Gründen schafft ihr euch ein neues/anderes Auto an?
Hallo!
ich fahre seit mehreren Jahren einen Audi und kann mich nicht beschweren. Soweit ich aber weiß, schaffen sich die meisten Leute nach einiger Zeit wieder ein neues Auto an. Warum bitte ist das so?
Liegt das vorrangig an einer geänderten Lebenssituation? Oder veraltet euch die Technik zu schnell? Ich verstehe das nicht - das Auto fährt noch in der Regel noch sehr gut!
Wie ist das bei euch? Aus welchen Gründen entscheidet ihr euch dafür ein neues (oder auch gebrauchtes) Fahrzeug zu kaufen? Was ist da ausschlaggebend?
Würde mich wirklich interessieren!
Beste Antwort im Thema
Weil ich Bock drauf habe.
77 Antworten
Ich eigentlich nur weil irgend etwas nicht mehr passt.
Vorm letzten Wechsel war ich aus den Sitzen raus gewachsen. Es hätte dann auch einiges reingesteckt werden müssen, nicht sofort aber es kommt ja dann eines zum anderen.
Beim Wechsel davor wurde die Automatik nötig u. Kombi möglich, km waren auch genug drauf, BringMichWerkstatt sollte nicht mein Hobby werden.
Davor war der Wechsel zu nem Langstrecken tauglicheren Auto angesagt.
Davor war es eine Vernunftentscheidung u. davor wiederum eine rel. preiswerte Erfüllung eines Träumchens.
Davor u. davor u. davor ......
Eigentlich würde ich mir nie etwas neueres kaufen, hoffe immer dass alles ewig hält.
Der Toyota Corona war vor dem Internet der, den ich für mein Budget kaufen konnte, war mein Winterauto und hatte immerhin noch 20tkm gehalten. Die Celica Supra konnte ich ebenfalls günstig reinziehn als 10-jähriger Gebrauchter. Hielt 70tkm ohne größere Reps. Eingetauscht mit Rost gegen einen neuen Mazda 121 (sic), war ne lustige Cabriolimousine, aber zu lahm. Der Z3 war ein Will-Haben, den habe ich immer noch. Für den Alltag gab's 8 Jahre später den Mini, den ich nach 130tkm und ersten Reps gegen den 330ixA eintauschte - natürlich mit ähm Wertausgleich. Weitere Gründe waren der mehr als doppelt so lange Arbeitsweg (Komfort), AWD weil der neue Arbeitsort in den Alpen liegt (Schnee), der Reihensechser und ein vermeintlich attraktives Angebot, das mir etwas den Kopf verdrehte. 2 Monate später war der € 20% weniger wert und die Preise sind gepurzelt. Pech, aber dafür kann der BMW nix, der ist für die nächsten Jahre gesetzt.
Zitat:
@Emsland666 schrieb am 21. Januar 2016 um 15:11:34 Uhr:
Bei mir war bei meinen bisherigen drei Autos nach langer Laufleistung ein Schaden vorhanden; die Reparatur überstieg dann immer den Wert des Wagens.
Scheinargument. Der Wert des Fahrzeuges stellt jene Summe dar, welche man bekäme, würde man es verkaufen. Eigentlich sollte man den Wert des neu anzuschaffenden Fahrzeuges nehmen. Würden das mehr Leute machen, so würde heutzutage jeder wissen: Es gibt so gut wie keine Reparatur, die sich nicht "lohnt"! Ein Großteil der Neufahrzeuganschaffungen wird durch die Gier nach etwas Neuem verursacht. Das konnte man gut bei der
Wertevernichtungsmaßnahme 2009 sehen, bei welcher völlig fahrtaugliche, teilweise gar neuwertige Pkw´s sinnlos vernichtet wurden.
Zitat:
@XN04113 schrieb am 21. Januar 2016 um 18:05:06 Uhr:
Weil ich unbedingt diesen Motor vor Einstellung noch einmal selbst erleben wollte 😁
Genau das wird mein Grund und hoffentlich baldiges Auto.
Einmalig das Teil.
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Zitat:
@CrankshaftRotator schrieb am 22. Januar 2016 um 01:56:49 Uhr:
Scheinargument. Der Wert des Fahrzeuges stellt jene Summe dar, welche man bekäme, würde man es verkaufen. Eigentlich sollte man den Wert des neu anzuschaffenden Fahrzeuges nehmen. Würden das mehr Leute machen, so würde heutzutage jeder wissen: Es gibt so gut wie keine Reparatur, die sich nicht "lohnt"! Ein Großteil der Neufahrzeuganschaffungen wird durch die Gier nach etwas Neuem verursacht. Das konnte man gut bei derZitat:
@Emsland666 schrieb am 21. Januar 2016 um 15:11:34 Uhr:
Bei mir war bei meinen bisherigen drei Autos nach langer Laufleistung ein Schaden vorhanden; die Reparatur überstieg dann immer den Wert des Wagens.UmweltprämieWertevernichtungsmaßnahme 2009 sehen, bei welcher völlig fahrtaugliche, teilweise gar neuwertige Pkw´s sinnlos vernichtet wurden.
Und du glaubst meine neu angeschafften Fahrzeuge waren teuer als die Reperaturkosten?😁
Kosten: pauschal lässt sich das sowieso nicht abhandeln, aber es gibt Preisstufen, wo Wirtschaftlichkeit einfach nicht mehr gegeben ist. Der abgerauchte Kabelbaum im Z3 hat mich 5-stellig gekostet mit allen mitzerstörten Nebenaggregaten, "gelohnt" hat sich das bisher nicht. Dazu kommen weitere Kosten wie zB Ersatzwagen oder Einkommensausfall bei Nichtverfügbarkeit des Fz.
Zudem sind Autos resp viele Teile konstruktiv begrenzt haltbar. Vllt kann man ein Mio km auf ein heutiges Modell packen, werden dann aber nicht mehr viele Originalteile drin sein. Schön wenn man selber schrauben kann, aber mich kostet jeder Eingriff Arbeitswerte in der Werkstatt. Und alle 2 Jahre sagt jemand, ob das alles noch verkehrstüchtig ist...
Reparaturen, die sich nicht lohnen, sind selten, aber es gibt sie eben doch.
Subjektiv sinnvolle Gründe für einen Fahrzeugwechsel sind meistens nur gravierende Änderungen im Nutzungsprofil.
Anfallende Reparaturen müssen schon sehr heftig sein, damit es sich nicht mehr lohnt.
Selbst bei dem Motorplatzer meines damals 16jährigen Kleinwagens mit über einer Dreiviertelmillion km auf dem Zähler weiß ich nicht, ob sich da ein Motorwechsel nicht doch noch gelohnt hätte.
Man darf doch bei den Reparaturkosten nicht nur die EINE Reparatur sehen, um den alten Wagen wieder flott zu kriegen. Man sollte die möglichen Reparaturen der nächsten Jahre sehen, die anstehen.
Wenn man einen relativ neuen Wagen kauft und noch etwas Glück hat, gibt es jahrelang gar keine Reparaturen, währen der alte Wagen laufend hier und da seine Wehwehchens hat.
Wenn ich genau nachdenke waren die Entscheidungen nicht wirklich rational.
Studentenautos sind auseinandergefallen. Änderung der Lebenssituation: berufstätig -> Neuwagen. Dann aus "Vernunft" ein paar Gebrauchtwagen (der besseren Klasse). Bei dem eigentlich untermotorisierten R6-Diesel 524td flog mir der Turbolader um die Ohren, was ich bei 6 Jahre, 140tkm für einen wirtschaftlichen Totalschaden hielt. In letzter Zeit runde Zahlen: 10 Jahre, 200tkm, so soll es auch bei meinem 2015er Daimler sein.
Die Entscheidungen waren nicht gerade vernunftwidrig, aber vielleicht doch 80% emotional: Will was Neues haben.
lg, Rentner ohne Hut
Corsa gekauft als erstes Auto nach dem Führerschein - nötig
Wechsel auf Ford Escort, weil ich den Corsa selbstverschuldet geschrottet habe - nötig
Wechsel auf VW Passat, weil der Escort technisch am Ende war - hätte man aber rep. können - unnötig
Wechsel auf VW Bora, weil ich streckenmäßig einen Diesel "brauchte" - unnötig aus heutiger Sicht
Wechsel auf Audi A6, weil ich wollte - unnötig
Wechsel auf 3er BMW, weil ich wollte - unnötig
Wechsel auf Signum, weil ich wollte - unnötig
Wechsel auf Phaeton, weil ich sehr wollte - total unnötig, aber eine gute Erfahrung
Wechsel auf Golf 6, weil der Phaeton nicht i.O. war & die Werkstatt..., hätte man aussitzen sollen - unnötig
Wechsel auf 1er BMW, weil der Golf scheisse war, nötig aus meiner Sicht, Millionen sehen das anders
Zukauf Saab 9-3 SC, 2. Fahrzeug - nötig
Wechsel auf C5, weil es für den Saab zeitweise keine ETs gab, hätte man überstehen können - unnötig
Wechsel auf C5, weil ich Automatik wollte, andere schaffen es auch ohne - unnötig
Zukauf Saab 9-3 V6, weil ich ein Spielzeug wollte - total unnötig
Selbstreflektion ist schön, Erkenntnis: ich bin Autosüchtig
Den ersten Polo (SDI) habe ich nach zwei Jahren mit 98.000km verkauft (war ein Neuwagen).
Den zweiten Polo (3Zyl-TDI) hatte ich wieder zwei Jahre. Dann ging er mit 96.000km weg. (auch ein Neuwagen gewesen)
Dann kam der Oktavia. Nach 1,5 Jahren hatte er 70.000 auf der Uhr. Geplant war der Verkauf vor 100.000km
Nachdem ich dann meinen Arbeitgeber gewechselt hatte (aus dem Fernpendeln mit 94km pro Strecke wurden 14km) blieb der Oktavia weitere vier Jahre bei mir. Aufgrund fehlendem Dieselpartikelfilter und anstehenden Reparaturen habe ich mich dann von ihm getrennt. Seitdem nutze ich einen Renault Scenic. Mittlerweile hat er 80.000 auf der Uhr und ist knapp 6 Jahre alt. Wenn alles klappt, werde ich ihn weitere 3-4 Jahre nutzen, bevor wieder ein Neukauf ansteht.
Je nach Fahrprofil ist die Nutzungsdauer länger oder kürzer. In den Anfangsjahren hatte ich Kleinwagen, die nach hoher Laufleistung zügig wieder abgestoßen wurden. Mit jedem Folgemodell stieg die Ausstattung.
Vor der Wende: Trabant Universal - 1990 verkauft - unnötig, weil eigentlich noch gut.
VW T3 Bus - 1990 verkauft - unnötig, da noch in sehr gutem Zustand.
1990 Audi 80 als Tageszulassung gekauft - 1992 - verkauft, da Klimaanlage nachgerüstet, was zu vielen Problemen führte. Verkauf nötig
1992 VW Golf III neu gekauft, weil es ein neuer Diesel sein sollte (lange Pendelfahrten). 1997 verkauft, da über 200000km auf dem Tacho und ich etwas neues haben wollte. Verkauf sinnvoll
1997 Audi A6 2.8 gebraucht gekauft, weil günstig angeboten. 1999 verkauft, da Reparaturen im fünfstelligen Bereich anfielen. Verkauf sinnvoll
1999 VW Lupo 1.4 16V gebraucht gekauft - als günstiger Übergang und in der Stadt ausreichend. 2000 verkauft. Verkauf unnötig
2000 VW Lupo 3 L neu gekauft, da ein sehr langer Arbeitsweg entstanden war. 2002 mit 80000km wieder verkauft. Verkauf unnötig
2002 VW T3 Multivan LLE gebraucht gekauft, um ein bequemes Urlaubsauto zu haben. und VW Golf II Diesel gebraucht gekauft, um zur Arbeit zu fahren.
Beides sehr großes Fehler - aus finanzieller Sicht.
2005 Golf II wieder verkauft, nachdem Reparaturkosten für Motor und Getriebe in Höhe von 4200 Euro aufgetreten waren. Verkauf nötig
2005 VW Lupo 1.4 gebraucht gekauft und im selben Jahr wieder verkauft, da diverse Reparaturen anstanden. Verkauf sinnvoll
2012 VW T3 Multivan LLE wieder verkauft, nachdem in den 10 Jahren Haltedauer 43200 Euro an Reparaturkosten angefallen waren. Verkauf sinnvoll
2012 VW Caddy 2C als Tageszulassung gekauft. Auftretende Reparaturkosten wurden bisher durch die Garantie und die Neuwagengarantieverlängerung übernommen. Verkauf noch nicht nötig
Fahre selbst einen Seat Leon Cupra aus dem VW Konzern aber wieso bleibt man nach so einer Reparatur Odyssee diesem Hersteller treu???
Bei mir erfolgten die letzten drei Wechsel von Ibiza Cupra TDI zu Megane RS und nun zum neuen Leon 5F Cupra aus Spaß am Wechseln ;-) Reparaturen habe ich bei keinem der Fahrzeuge gehabt, es sollte einfach etwas neues her.
Suzuki SJ413 - verkauft wegen Steuererhöhung, Spritpreiserhöhung, anstehenden Schweißarbeiten und dem gegenüber schmalen Schülerbudget. Relativ sinnvolle Entscheidung, Ausgaben reduziert und teuer verkauft.
Lancia Y - verkauft, weil zu langweilig. Wirtschaftlich unsinnig, war ein günstiges, gutes Auto und hatte in den anderthalb Jahren nichtmal Wertverlust.
Suzuki Samurai - verkauft, weil das Budget die Anschaffung eines Jimny hergab. Weniger Cabrio, mehr Komfort, sonst gleich. Finanziell nicht wirklich sinnvoll, bezogen auf's Nutzungsprofil hingegen schon.
Suzuki Jimny - verkauft, weil vor der magischen 100000er-Umrundung der Preis tatsächlich deutlich höher ausfiel als danach, und die Gelegenheiten für Geländefahrten zurück gingen, dafür aber der Anteil an Langstrecken stieg. Finanziell nur bedingt sinnvoll, der Nachfolger (Smart Roadster) ist zwar nochmal niedriger im Unterhalt, aber der Jimny war bereits recht günstig.
Renault RX4 - verkauft, weil das Budget etwas Komfortableres hergab und die Getriebeübersetzung nervte. Finanziell nicht sinnvoll, der Nachfolger (X3) ist in jeder Hinsicht teurer.
Neuanschaffungen mache ich eher nach Laune und Kontostand, als nach zwingender Notwendigkeit. Ist auch nicht von Reparaturen abhängig, die fallen so oder so an, und im defekten Zustand ist auch der Verkauf meistens finanziell eher ruinös - also verkaufen, wenn er intakt ist, und nicht bis zum Zusammenbruch warten.
Gruß
Derk