Auf der rechten Spur schneller sein als auf der linken Spur (A27)

Moin,
Autobahn A27, zweispurig, keine Geschwindigkeitsbegrenzung, es waren niemand weit und breit da außer einer hinter mir auf der rechten Spur. Ich gebe volle Kanne Gas mit 160. Der hinter mir versucht mich auf der linken zu überholen, kann aber meine Geschwindigkeit nichtmal annäherend erreichen.
Da ich so frech bin, legte ich nochmal ne Schippe drauf.

Dann ließ ich ihn überholen, er war außer sich.
Habe ich Mist gebaut?

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Zitat:

@Loser50 schrieb am 27. Juli 2018 um 18:34:45 Uhr:


Habe ich Mist gebaut?

Ja, definitiv.

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Die Lichthupe kann mit entsprechendem Abstand (Sicherheitsabstand oder mehr) als Ankündigung für einen Überholvorgang benutzt werden (1x). Dabei ist sie aber nur die Ankündigung, dass man überholen will und ist nicht der Überholvorgang selbst.
Selbst wenn der Hintermann Gewitter imitiert, heißt es noch lange nicht, dass sich der Vordermann Platz machen muss und dies wäre auch nicht mehr erlaubt.

Naja von einmal steht nix in der StVO - aber sei es drum.
Mir gings nur darum, ob der Überholvorgang schon mit der Ankündigung dessen beginnt. Ähnlich wie beim abbiegen, welches ja bereits mit dem Blinken beginnt

Die zwei netten Polizisten waren in einem Provida Fahrzeug unterwegs. Die hatten Nummer zwei und drei gefilmt. Von mir wollten Sie damals nur wissen warum ich dann auf der rechten Spur Gas gegeben habe und links mit 150-160km/h gefahren bin.
Mit meiner Erklärung dass ich um mich selbst und andere nicht zu gefährden auf einer befahrenen Autobahn 150-160km/h als ausreichende Geschwindigkeit erachte und auf freien Teilstücken ohne Verkehr auch gerne mal schneller fahre waren die einverstanden.

Zitat:

@Diedicke1300 schrieb am 30. Juli 2018 um 21:16:18 Uhr:


Ich hätte den Spinner einfach vorbei gelassen.

Sehe ich auch so, denn gerade als Motorradfahrer ist man bei so einem Drängler wenn es hart auf hart kommt der Schwächere. Hinzu kommt, dass die Motorbremse eines Motorrads wesentlich stärker ausfällt als bei einem PKW. Also, wenn ein Motorradfahrer vom Gas geht, verzögert es für die meisten Autofahrer unerwartet stark und das, ohne dass das Bremslicht angeht. Insofern hätte ich den Drängler vorbeigelassen, einfach um nicht das Risiko einzugehen, dass der Drängler mir wieder am Popo meines Motorrads hängt.

Das sage ich, der noch nie ein Motorrad gefahren hat, umso mehr muss doch einem Motorradfahre die Gefahr klar sein, wenn so ein Drängler so dicht auffährt und sollte doch diese gefährliche Situation aus eigenem Interesse möglichst schnell beenden.

Gruß

Uwe

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Zwischen andere Autos fahren und da stark verzögern ist schwieriger, als die Geschwindigkeit zu halten und in der Spur zu bleiben. Was ich noch lösen kann ist eben wegen der Verzögerung für andere Verkehrsteilnehmer unter Umständen schwer berechenbar. Und mit 150-160km/h war ich wie oben geschrieben deutlich schneller als der Verkehr rechts.
Insofern ist die Spur halten in meinen Augen zumindest für mich mit weniger Risiko behaftet. Andere mögen das anders sehen, ist auch Ihr gutes Recht.

Wenn man dann Gas gibt, ist es schwierig einzuschätzen, wie weit die Autobahn frei ist und man Gas geben kann. Zumindest sollte dann aber einem Autofahrer klar sein, dass man wenn es geht schnell fährt. Und wenn er schneller ist kann er gerne vorbei.

Was hat das mit Spurhalten zu tun, denn du hast ja auf die rechte Spur gewechselt. Du hättest nur nicht gleich stark beschleunigen müssen und das Problem hätte sich erledigt.

So wie du gehandelt hast, war aber zu erwarten, dass du etwas später wieder die Geschwindigkeit wegen Fahrzeug rechts reduzieren musstest und dann der Drängler wieder direkt am Popo deines Motorrads hängt. Hätte nun ein Fahrzeug rechts unachtsam nach links gewechselt und hättest du nur vom Gas müssen, hätte durchaus die Gefahr bestanden, dass der Drängler dich von der Bahn gekegelt hätte. Mit einem Auto mag man dieses Risiko noch eingehen können, aber mit dem Motorrad?

Wenn man dann noch bedenkt, dass du betonst, dass du aus Sicherheitsgründen nur mit einer Geschwindigkeit von 150 bis 160 an Fahrzeugen vorbeifährst, ist eben unverständlich, dass du das zweite Mal das Risiko mit dem Drängler eingegangen bis (das erste Mal war ja unabwendbar).

Gruß

Uwe

Zitat:

@Frank170664 schrieb am 30. Juli 2018 um 22:43:12 Uhr:


Die zwei netten Polizisten waren in einem Provida Fahrzeug unterwegs. Die hatten Nummer zwei und drei gefilmt. Von mir wollten Sie damals nur wissen warum ich dann auf der rechten Spur Gas gegeben habe und links mit 150-160km/h gefahren bin.
Mit meiner Erklärung dass ich um mich selbst und andere nicht zu gefährden auf einer befahrenen Autobahn 150-160km/h als ausreichende Geschwindigkeit erachte und auf freien Teilstücken ohne Verkehr auch gerne mal schneller fahre waren die einverstanden.

Siehst du, du hast hier nicht Gas gegeben, um ihn am Überholen zu hindern, sondern um deine Wunschgeschwindigkeit zu erreichen. Dies haben dir die Polizisten und der Richter geglaubt. Hast es ja auch nachvollziehbar begründet. Und erfreulich, dass sie den Überholbegriff praktisch ausgelegt haben. Die von mir zitierten Erklärungen finde ich auch ziemlich blöde und wenn ich mit dem Motorrad rechts fahre und 100 m hinter mir fährt schon jemand links, dreh ich durchaus voll auf, wenn ich vor mir was Langsames überholen möchte.

Dazu weiß ich wirklich nicht, wo der Autofahrer nun das Problem hatte. Hätte doch überholen dürfen, als du rechts fuhrst. Aber solche Spinner hab ich auch öfter hinter mir auf der BAB, wenn ich nicht schneller kann, fahren sie dicht auf und kann und darf ich wie ich will, weil vor mir alles frei ist, kommen sie nicht mehr mit.

Nachdem der Autofahrer erst dumm gefahren ist, ist es dann für ihn auch noch dumm gelaufen. Echt schade 😛.

Zitat:

@Timothy Truckle schrieb am 30. Juli 2018 um 21:54:12 Uhr:


Naja von einmal steht nix in der StVO - aber sei es drum.

Es gibt, wenn ich mich nicht irre, Rechtssprechungen bezüglich der Häufigkeit der Lichthupe.

Zitat:

Mir gings nur darum, ob der Überholvorgang schon mit der Ankündigung dessen beginnt. Ähnlich wie beim abbiegen, welches ja bereits mit dem Blinken beginnt

Blinken ist nur eine Absichtserklärung. Dass du, natürlich bevor du abbiegen willst und währendessen, blinkst, soll "nur" andere VT informieren, was du vor hast.

Thema Spurwechsel z.B.
Blinken heißt: ich möchte gerne die Spur wechseln und nicht die gelebte Praxis: Platz da, hier komm ich

Tomcat.
Richtungsanzeiger also die Blinker würde ich abschaffen. Erstens verwendet sie keiner mehr und zweitens sehen sie Sch..... aus.
Sehe ich ein hochvotzennobles Kfz mit Tagfahrlicht im Rückspiegel so freue ich mich tagtäglich über meine alten Kutschen. Tagfahrlicht geht mit dem eingeschalteten Blinker aus, und bei Beendigung des Blinkvorgangs geht das TFL wieder an.
Bei vielen neuen KFZ sieht man den Blinker eh nicht mehr, oder er ist als Lauflicht ausgelegt.
Abzulegen unter:"Dinge die die Welt nicht braucht"

Gruß

Der Fahrer möchte diese modernen Dinger auch zeigen, nutzt sie also kräftig und damit ist ihr Zweck doch erfüllt.

Zitat:

@Uwe Mettmann schrieb am 31. Juli 2018 um 00:40:38 Uhr:


Was hat das mit Spurhalten zu tun, denn du hast ja auf die rechte Spur gewechselt. Du hättest nur nicht gleich stark beschleunigen müssen und das Problem hätte sich erledigt.

So wie du gehandelt hast, war aber zu erwarten, dass du etwas später wieder die Geschwindigkeit wegen Fahrzeug rechts reduzieren musstest und dann der Drängler wieder direkt am Popo deines Motorrads hängt. Hätte nun ein Fahrzeug rechts unachtsam nach links gewechselt und hättest du nur vom Gas müssen, hätte durchaus die Gefahr bestanden, dass der Drängler dich von der Bahn gekegelt hätte. Mit einem Auto mag man dieses Risiko noch eingehen können, aber mit dem Motorrad?

Wenn man dann noch bedenkt, dass du betonst, dass du aus Sicherheitsgründen nur mit einer Geschwindigkeit von 150 bis 160 an Fahrzeugen vorbeifährst, ist eben unverständlich, dass du das zweite Mal das Risiko mit dem Drängler eingegangen bis (das erste Mal war ja unabwendbar).

Gruß

Uwe

Hallo Uwe,
ich glaube schon beurteilen zu können, welches Risiko ich eingehe.Alles was von vorne kommt kann ich ganz gut kontrollieren. Und auch den nachfolgenden Verkehr habe ich im Regelfall im Blick.

Glaube mir, wenn ich mit dem Mopped 150-160km/h fahre weil ich mich selbst nicht gefährden will, dann fährt der Verkehr neben mir max. 100-110km/h. Insofern bin ich wesentlich schneller als rechts und fahre extrem vorausschauend. Wenn mich dann einer Nötigen möchte, erst auf der linken Spur meine Geschwindigkeit so zu verringern dass ich gefahrlos nach rechts kann, dann bin ich mehr gefährdet wenn ich das tue, als wenn ich stoisch meine Geschwindigkeit weiter fahre.

Und wenn ich ohne mich zu gefährden schneller fahren kann als der nachfolgende Verkehr, dann mach ich das wenn ich dazu Lust habe. Es gibt durchaus Autos, die ein Mopped mit 100PS auf der Bahn locker im beschleunigen schlagen. Meiner Erfahrung nach geht das so ab 400PS los.

Und für alle anderen gilt, Geduld und Spucke.

Hallo Frank,

hast du wirklich nicht verstanden, worauf ich hinaus möchte? Ich kann es mir ehrlich nicht vorstellen, denn eigentlich habe ich es ja genau genug beschrieben. Gut ich versuche es nochmal.

Zuerst überholst du mit 150 bis 160 km/h Fahrzeuge auf der rechten Fahrbahn und von hinten kommt ein Fahrzeug und fährt wesentlich zu dicht auf. Gut, dagegen kannst du nichts machen und musstest da durch.

Nachdem du die Fahrzeuge überholt hast, bist du rechts rüber gegangen. Nun hattest du zwei Möglichkeiten.

  1. Einerseits den Drängler überholen zu lassen oder aber
  2. zu beschleunigen und im ihn nicht passieren zu lassen.

Bei der zweiten Option musstest du (wie jeder erfahrener Motorradfahrer es machen würde) aber damit rechnen, dass der Drängler, wenn du das nächste Mal wegen Fahrzeuge rechts die Geschwindigkeit auf 150 bis 160 km/h reduzierst, dich wieder einholt und logischerweise wieder drängeln wird.

Oh Wunder, genauso ist es auch gekommen und wieder fuhr der Drängler wesentlich zu dicht auf.

Dadurch hattest du nun ein Problem, es bestand die Gefahr, dass ein unachtsamer Fahrer von rechts nach links wechselt, so dass du, selbst, wenn du nicht hättest bremsen müssen, durch die Gaswegnahme die Geschwindigkeit hättest reduzieren mussen. Ein Motorrad verzögert nun aber durch die Gaswegnahme wesentlich stärker als ein PKW und das, ohne dass die Bremsleuchten angehen. Also gerade bei einem Drängler, ein große Gefahr, dass der dich wegkegelt.

Aber auch wenn du wegen des Spurwechslers hättest (stark) bremsen müssen, hätte es nicht besser ausgesehen.

Als Autofahrer mag man dieses Risiko noch eingehen können aber als Motoradfahrer? Bei dem, wenn ein PKW auf der BAB hinten auffährt, wird der Motorradfahrer fast immer (erheblich) verletzt oder es passiert gar Schlimmeres.

Gerade ein Motorradfahrer sollte immer vorausschauend fahren, denn es geht immer um seine Gesundheit und dazu gehört eben auch im Vorfeld zu überlegen, was passieren könnte.

Warum mache ich mir mehr Gedanken um Motorradfahrer und deren Sicherheit als manche Motoradfahrer selber: Klick mich
Du machst nach deinen Angaben ja auch Gedanken um eine sichere Fahrweise, z.B. indem du bei Fahrzeugen rechts die Geschwindigkeit deutlich reduzierst, aber anderseits gehst du als erfahrener Motorradfahrer das Risiko ein, dass eines Drängler dir hinten reinknallt, obwohl die Situation voraussehbar und somit vermeidbar war.

Gruß

Uwe

Hallo Uwe,

wenn ich das umsetze was du vorschlägst, muss ich wohl in Zukunft das Motorrad sehen lassen. Mir ist schon bewusst, dass mich ein Auto wieder einholen kann, aber Motorrad fahren bedeutet für mich auch, trotz aller Sicherheitsaspekte die ich für mich in Anspruch nehme, dass ich maximalen Spass möchte.

Und wenn ich aus irgend einem Grund auf die eigentlich langweilige Bahn muss, dann bedeutet dass für mich eben auch, wenn es geht richtig schnell zufahren. Zumindest in dem Maße, was mein Motorrad hergibt.
Und dazu gehört dann eben nicht, hinter irgend einem Auto "hinterher zukriechen" und mich zu ärgern weil der mich blockiert.

Wie schon geschrieben, was vor mir ist kann ich wahrscheinlich beherrschen, was hinter mir ist muss mit dem was ich tue leben oder aber mich überholen. Aber du wirst dass als nicht Motorradfahrer nicht verstehen.

Bin selbst Motorradfahrer und kann beide gut verstehen. Ich löse das Problem ziemlich einfach: Bei der ersten Gelegenheit rechts rüber und ihm dann zeigen, wie weit unten er in der Nahrungskette steht. Und ihn dann - wenn ich gemütlich rechts wieder 130 fahre - mit einem freundlichen Winken überholen lassen.

Zitat:

@Frank170664 schrieb am 1. August 2018 um 17:43:14 Uhr:


Hallo Uwe,

wenn ich das umsetze was du vorschlägst, muss ich wohl in Zukunft das Motorrad sehen lassen.

Diese Übertreibung von dir, sagt mehr als du eigentlich von dir preisgeben wolltest.

Zitat:

@Frank170664 schrieb am 1. August 2018 um 17:43:14 Uhr:


Mir ist schon bewusst, dass mich ein Auto wieder einholen kann, aber Motorrad fahren bedeutet für mich auch, trotz aller Sicherheitsaspekte die ich für mich in Anspruch nehme, dass ich maximalen Spass möchte.

Nun ja, es ist deine Entscheidung, wo du deine Prioritäten setzt, absolut maximale Spaßfaktor auf Kosten des Risikos, dass wenn du verkehrsbedingt bremsen oder auch nur vom Gas gehen musst, dass du dann abgeräumt wirst, oder ob deine Sicherheit an erster Stelle steht.

Zitat:

@Frank170664 schrieb am 1. August 2018 um 17:43:14 Uhr:


Wie schon geschrieben, was vor mir ist kann ich wahrscheinlich beherrschen, was hinter mir ist muss mit dem was ich tue leben oder aber mich überholen. Aber du wirst dass als nicht Motorradfahrer nicht verstehen.

Wie wir hier herausgearbeitet haben (kann ja jeder nachlesen) konntest du speziell in diesem Fall zuerst nicht, anschließen aber sehr wohl kontrollieren, ob hinter dir einer massiv und extrem gefährlich drängelt oder nicht.

Gruß

Uwe

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