Artikel auf heise.de zum Aufregen
Wer sich heute morgen eine Tasse Kaffee sparen will, um den Blutdruck hoch zu bekommen, kann den folgenden Artikel lesen:
https://www.heise.de/.../...Test-Winter-ohne-E-Reichweite-5054912.html
Einen solchen Schwachsinn habe ich bei heise.de nicht vermutet...
Viel Spaß beim Lesen!
Kubi
556 Antworten
Moin
Zitat:
"Den" Journalismus gibt es nicht.
Den unabhängigen Journalismus gibt es nicht. Jeder hat eine vorgefertigte Meinung. Das alleine ist noch nicht schlimm, dann weis man ja wessen Bericht man liest, und kann sich irgendwann seinen Teil denken.
Früher waren es fast ausnahmslos die Autozeitungen, welche darüberhinaus auch noch Werbehörig waren, schreibe ich zu schlecht gegen z.B. VW brechen mir deren Werbungen weg, und damit eventuell meine Arbeitsgrundlage. Es geht dabei ja nicht nur um die geschaltete Werbung sondern auch im Vorabinformationen über den neuesten Golf, welche sich gut verkaufen lassen. Niemand liest einen VorabTest ein Jahr nach erscheinen des Autos....
Heute geht das noch deutlich weiter. Schreibt man nicht wie es der sogenannte Mainstream es will, dann wird man von den anderen Medien zerissen. Völlig egal ob man die Wahrheit schreibt und einfach nur einige Fakten etwas genauer unter die Lupe nimmt, das passt den anderen nicht, und fertig ist der Shitstorm.
DAS fällt mir nicht nur in den Medien immer häufiger auf. (So halt auch der Shitstorm gegen PlugIns welcher nicht nur in den Medien läuft, auch in vielen Foren)
Moin
Björn
Es geht auch mit weniger Aufregung.
Obwohl, Luft nach oben ist immer noch.
Vielleicht sollte KIA die "Geheimfunktionen" doch kommunizieren.
Was heißt schon unabhängig? Wichtig ist zunächst die Trennung zwischen Tatsachen und Meinung - daran scheitert es schon häufig, allerdings auch in der Journalismus- bzw. Mediendiskussion. Zu der z.B. Rezo ein jedenfalls interessantes Video gemacht hat (https://www.youtube.com/watch?v=hkncijUZGKA), auf das die FAZ eine jedenfalls ebenso interessante Antwort geliefert hat (https://www.youtube.com/watch?v=V4As2KYjryw). Aber das ganze geht über den hier diskutierten Artikel dann doch weit hinaus...
Zitat:
@WiBusch schrieb am 3. März 2021 um 10:59:33 Uhr:
Vielleicht sollte KIA die "Geheimfunktionen" doch kommunizieren.
*Das* ist in der Tat richtig, da auch die Bedienungsanleitung (nicht nur) in dieser Hinsicht keine Offenbarung ist...
Ohne das Forum hier wäre mir vieles nicht klar geworden. Von daher: Danke an alle Foristen, die ihr Wissen zusammentragen! 🙂
Naja, da gibt es bei Autotestern die Probleme bei der Fahrt elektrische Reichweite
aufzusparen oder zu erzeugen.
Zitat:
@Megitsune schrieb am 3. März 2021 um 08:53:06 Uhr:
Hallo 206driver,das bestätigt meine Meinung, dass der Journalismus heutzutage leider das Niveau von Märchenonkeln erreicht hat. Leider darf man das nicht zu laut sagen, weil man sonst schnell ein Verschwörungstheoretiker oder ähnliches ist.
Generell ist es eine Lüge, wenn man dem Fahrzeugkonzept die Schuld gibt. Wenn man dies nur tut um Klicks zu erhalten, hat man jegliche Glaubwürdigkeit verspielt.
Bis Dato hielt ich Heise noch für eine der seriöseren Quellen, auch wenn dieser Artikel "nur" ein Fahrzeug betrifft, woher soll man da noch wissen, wie weit die Lügen noch reichen?
Willst du damit behaupten, dass die zitierte KIA Technik Aussage
Zitat:
Die Aussage, dass dieses Auto im Winter nicht zuverlässig rein elektrisch gefahren werden kann, stammt von der Kia-Technik, die ich zum Thema gefragt habe, weil es mich selbst wunderte. Ich habe probiert, ohne Heizung (aus oder auf "LO"😉 zu fahren – der Verbrenner sprang trotzdem an (Batterie voll). Deshalb (und zum Tempomaten) sprach ich mehrfach mit der Kia-Technik. Nach deren Aussage gibt es Faktoren über die Heizung hinaus, bei denen der Motor zwingend anspringt, auch im EV Mode.
falsch bzw. gelogen ist😉
Wobei ich fairerweise zugeben muss, dass die Verbrauchswerte im Spritmonitor beeindruckend niedrig sind.
Liegt vermutlich auch daran, dass kaum Dienstwagenfahrer sich um Spritmonitor kümmern.
Zitat:
@Friesel schrieb am 3. März 2021 um 11:24:47 Uhr:
MoinHeizung aus ist eine Geheimfunktion?
Oder was meint ihr noch so?
Moin
Björn
Was der Unterschied ist zwischen der Auto-Funktion und dem schlichten Fahren im EV-Modus bis der Akku zur Neige geht, ist mir aus der Bedienungsanleitung nicht klar geworden.
Und wie am besten im Winter die Lüftung am besten einstellt, hätte als Empfehlung ja auch angegeben werden können.
Hallo carli80,
ja das ist gelogen, bzw. falsch interpretiert, was einer Lüge gleich käme.
Es wird ein ganz wichtiger Fakt nicht wiedergegeben, nämlich die Temperatur, wann der Benziner gezwungenermaßen anspringt. Wie viele hier bestätigen können, ist bei -10 Grad anscheinend eine Temperatur erreicht, bei der der Verbrenner startet, ohne dass man es verhindern kann.
-10 Grad sind in Deutschland sicher eine Ausnahme.
Eine weitere Sache, die ich bei den Autor als erstes vermute, ist jedoch die Tatsache, dass vermutlich immer das Gaspedal bis auf den Boden durchgetreten wurde. Dies würde ebenfalls den Verbrenner auf den Plan rufen, wie übrigens bei jedem PHEV. Letztlich würde dies den hohen Verbrauch erklären.
Lässt man diese zum einen Teil provozierte Situation und die Ausnahmesituation einmal weg, fährt man durchaus elektrisch. Es ist als mehr die Ausnahme als die Regel.
Also ob man da jetzt von gelogen sprechen kann, weiß ich nicht. Aber der Punkt ist m.E. ein anderer. Die Aussage, dass man den KIA PHEV nicht ausnahmslos rein elektrisch fahren kann, ist nicht abzustreiten. ABER: Diese Ausnahmesituationen sind wirklich als Ausnahmen zu betrachten. Sprich: So lange es über -10 Grad sind, KANN man rein elektrisch fahren, wenn man will. Zum anderen: Ich gehe davon aus, dass es prinzipiell ab einer gewissen Kälte fahrlässig wäre, den Verbrenner nicht zum laufen zu bringen - was dann für jeden PHEV gilt. Der Tester hat das aber nur dem Ceed PHEV "angelastet", und keinem anderen, vergleichbaren PHEV. Ich würde fast eine Wette darauf abschließen, dass ein PHEV aus Deutschland ebenfalls ab einer bestimmten Minustemperatur den Verbrenner zwangsstartet. Unterm Strich bleibt also festzuhalten, dass der Tester hier etwas negativ heraushebt, was bei genauer Betrachtung völlig normal und auch nicht unvorhersehbar ist
Hallo,
naja, ich halte es schon für eine Lüge, denn die Darstellung ist ja die, dass es nicht möglich ist rein elektrisch zu fahren und das entspricht nicht der Wahrheit.
Dass es Ausnahmen gibt, habe ich ja eingeräumt, im Artikel werden die Ausnahmen aber zur Regel gemacht und das ist eben die Unwahrheit.
Zitat:
@Koreander1610 schrieb am 3. März 2021 um 13:41:19 Uhr:
Ich gehe davon aus, dass es prinzipiell ab einer gewissen Kälte fahrlässig wäre, den Verbrenner nicht zum laufen zu bringen - was dann für jeden PHEV gilt. Der Tester hat das aber nur dem Ceed PHEV "angelastet", und keinem anderen, vergleichbaren PHEV. Ich würde fast eine Wette darauf abschließen, dass ein PHEV aus Deutschland ebenfalls ab einer bestimmten Minustemperatur den Verbrenner zwangsstartet. Unterm Strich bleibt also festzuhalten, dass der Tester hier etwas negativ heraushebt, was bei genauer Betrachtung völlig normal und auch nicht unvorhersehbar ist
Das ist ein guter Punkt, vgl. den folgenden Artikel:
https://www.faz.net/aktuell/technik-motor/eingefroren-17150905.html
Der Redakteur der FAZ hat mir auf Nachfrage geschrieben, dass gewisse Schutzfunktionen für den Verbrenner in jedem PHEV verbaut sein dürften.
Zitat:
@Megitsune schrieb am 3. März 2021 um 13:45:37 Uhr:
Hallo,naja, ich halte es schon für eine Lüge, denn die Darstellung ist ja die, dass es nicht möglich ist rein elektrisch zu fahren und das entspricht nicht der Wahrheit.
Dass es Ausnahmen gibt, habe ich ja eingeräumt, im Artikel werden die Ausnahmen aber zur Regel gemacht und das ist eben die Unwahrheit.
Achso, ja da stimme ich dir zu. Aber die Aussage von KIA stimmt schon, oder? Die sagen ja letztendlich: Nicht unter allen Umständen... wobei die Temperatur der einzige Umstand bzw. Faktor ist. Der Autor hat seine eigene Aussage aber nicht wirklich dahingehend korrigiert
Hallo Koreander1610,
die Aussage von Kia ist richtig und die ziehe ich auch nicht in Zweifel, aber die Interpretation ist sehr zweifelhaft.
Das ist als wenn ich mir einen Wettkampf von drei Sportlern anschaue, dann kann ich dem Zweitplatzierten zu einem hervorragenden zweiten Platz gratulieren, oder enttäuscht über dessen vorletzten Platz berichten.
Meinte ich genauso - was der Autor dann damit macht ist abslout Käse.
Was ich mich aber schon länger frage, zumindest seit es dieses Thema gibt: Ich kenne Heise schon lange und gut als Herausgeber von IT-Fachmagazinen. Dass die jetzt auch Autos testen ist mir ehrlich gesagt neu. Machen die das schon länger?
Ich bringe Heise eigentlich ausschließlich mit IT in Verbindung