Argumente für / gegen den Wasserstoffantrieb
Welche Argumente sprachen eigentlich für den Abbruch der H2 Konzepte, z.B. MB ? Abgesehen vom sehr dünnen Versorgungsnetz.
Beste Antwort im Thema
Das ich das noch erleben darf! Ein Thread, der sich mal kritisch mit der Brennstoffzelle als Antrieb auseinandersetzt. Es wiederspiegelt das, was ich schon seit ungefähr 2 Jahren versuche den Leuten klar zu machen. Brennstoffzelle toll und gut, aber nur, wenn man nur die Betankzeiten im Auge hat und einen 1:1 Ersatz für Benzin/Diesel sucht.
Kurzer Abriss zu meinem "mentalen" Werdegang vom Petrolhead hin zum BEV-Befürworter:
Vor 3 Jahren die Wortgefechte die ich mir mit Kaju74 geliefert habe legendär, ich konnte/wollte ein BEV überhaupt nicht akzeptieren. Ich habe ähnlich argumentiert, wie jene, gegen die ich heute vor gehe: Zu geringe Reichweite, zu lange Ladezeiten und vieeeel zu hoher Stromverbrauch. Kurz ich war einer von den "Alten". Aus Angst/Unwissenheit meine Gewohnheiten umstellen zu müssen, war mir jedes, wirklich jedes noch so verdrehte Argument recht, meinen Standpunkt zu vertreten und diese teuflischen BEV's aus den Köpfen anders denkender zu verbannen.
Dabei bin ich selber Elektronikentwickler, ich sollte es besser wissen.
Irgendwann ging mir das Thema so auf den Senkel, das ich wirklich begonnen habe, meinen bisherigen Standpunkt zu hinterfragen:
+ Wie relevant sind die Ladezeiten wirklich?
+ Wieviel Reichweite brauche ich typischeweise?
+ Wieviel mehr Strom braucht man will man 45Mio. PKW elektrisch betreiben?
+ Wie sieht die Energiebilanz BEV vs. FCEV aus?
Frage 1 & 2 sind schnell und gemeinsam zu beantworten. Trotz meiner überdurchschnittlichen Jahresfahrleistung von 25.000km komme ich selten über mehr als 100km am Tag. Eine Steckdose ist in der Garage vorhanden (ja, hat nicht jeder). Im Schnitt das nachladen, was ich am Tag verfahre ist an mindestens 360 Tagen im Jahr kein Problem. Und selbst unsere "Fernfahrten" von etwa 250km eine Richtung schaffen BEV's von heute.
Frage 3 war schon interessanter. Gefühlt braucht eine PKW-Flotte viel zu viel Strom, den man niemals heranschaffen kann. Pustekuchen. Deutschland hatte einen Bruttostromverbrauch von 600TWh/Jahr, ein BEV braucht etwa 20kWh/100km, also kommt eine 50Mio.-Flotte auf etwa 150TWh, was gerade mal 25% mehr Strom wären. Nun, nachdem der Umstieg nicht von heute auf morgen von statten geht, sondern in einem Zeitraum von 20-30Jahren halte ich das durchaus für realistisch. Das konnte also kein Argument mehr gegen BEV's sein.
Frage 4 dann die komplette Ernüchterung. Preiswerter H2 kommt aus Erdgas unter Abspaltung des CO2, das kann es nicht sein! Da ist es gescheiter das Erdgas in einem Verbrenner zu verfeuern (so kann der Kohlenstoff noch etwas zum Vortrieb beitragen, bevor er in der Atmosphäre landet). Umweltfreundlicher H2 aus Elektrolyse braucht ~50kWh/kg. Mit dem kg kommt dann ein Mirai 110km, ein BEV etwa 250km. Da brauche ich nicht mehr weiter nachdenken. Ja, es macht Sinn für Überschussstrom, allerdings ist das nicht genug um eine ganze Flotte zu betreiben. Deswegen würde ich den H2 nur dort einsetzen wo er unverzichtbar ist, sprich im Fern-, Schiff- und Flugverkehr, wollen wir eine Energiewende schaffen.
Aber für so Trivialitäten wie 1000km mit 200km/h+ am Stück und 5min nachtanken, dafür haben wir nicht die Energie. Und wenn, dann sollen bitte die Leute die meinen, nicht darauf verzichten zu können, entsprechend löhnen (5€/l für den Supersprit, der diese Dinge ermöglicht!).
Grüße,
Zeph
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Du meinst wir sollen und da auf dein Wort verlassen das in Europa immer zufällig so viel Wind weht wir man gerade braucht.
Sorry ich glaube nicht dass das irgendwer machen wird.
Gezeitenkraftwerke sind allenfalls geologisch bedingt in Europa ein kleiner winziger Teil von Grundlastkraftwerken und sicher keine Spitzen- und Ausgleichskraftwerke.
Will man CO2 freie Erzeugung kommt man um Kernkraft oder riesige Speicherung nicht herum. Sobald in den Dimensionen gespeichert wird und danach wieder daraus Storm erzeugt hat EE Strom einen schlechten Wirkungsgrad.
Mit Wasserstoff hat man das Problem nicht man kann den erzeugen wenn man zuviel oder ausreichend Strom hat und beliebig dann nutzen.
Zitat:
@Holger-TDI schrieb am 20. März 2018 um 08:20:48 Uhr:
Wenn Du von dieser Technik so überzeugt bist, wie lange fährst Du denn schon mit Elektroantrieb? Würde mich mal interessieren.
Witzig, dass dieses Totschlagargument erst jetzt kommt.
Eigentlich kommt es immer dann, wenn einem die Argumente ausgehen.
Ich fahre garnicht elektrisch, weil ich es mir schlicht noch nicht leisten kann.
Aber ich gucke immer mal wieder, wie teuer ein gebrauchter Renault Zoe, zB. aktuell ist.
Und wenn ich mir einen leisten kann, kaufe ich mir auch einen. 😁
Und ich hab schon einige E-Autos (Zoe, Leaf, Twizzy, eNV200) gefahren und ausprobiert.
Ebenso den einen oder anderen Hybrid/PHEV.
Hab ich was verpasst wer spricht hier von Gezeitenkraftwerken?
Hab auch meine sorge das die Kalt-Nacht-Flaute über einige Wochen ein Problem darstellen könnte aber wenn mit dem einen oder anderen Standby- Kohle- oder besser G&D- Kraftwerk kalkuliert wird ist das bestimmt ohne AKW machbar, sind ja nur wenige Wochen im Jahr wenn überhaupt.
Zu berücksichtigen wären da noch Vulkanausbrüche mit Verfinsterung u.Ä. Trotzdem billiger als Wasserstoff.
Das war gar nicht als Totschlagargument gedacht. Und Argumente hätte ich noch genug. Aber für jedes Argument gibt es immer Gegenargumente. Das wird dann irgendwann mühsam.
Aber ein gutes Argument hast Du ja schon genannt. Diese Technik ist zu teuer. Und leider geht es so wohl fast allen. Ich würde mir ja nicht mal einen nagelneuen Verbrenner kaufen, mein Leben lang bin ich mit Gebrauchten gut gefahren.
Wenigsten fahre ich seit 5 Jahren fast täglich mit meinem E-Bike. So gesehen bin ich dicht an der Technik dran😁
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Zitat:
@Holger-TDI schrieb am 20. März 2018 um 07:34:51 Uhr:
Der Wirkungsgrad hat in den letzten 100 Jahren noch nie jemanden interessiert.
Äh, nö. Die Autoindustrie wirbt seit Ewigkeiten damit, dass die Motoren immer sparsamer werden. Jede neue Generation spart Sprit gegenüber der vorherigen. Man denke nur an das 3 Liter Auto von VW.
Die 100W Glühbirne haben wir in der EU übrigens verboten. Warum? Genau, wegen dem Wirkungsgrad.
Zitat:
@DanielWb schrieb am 20. März 2018 um 08:04:56 Uhr:
Weil es n der realen Welt Zeit gibt und nur allmächtige Allah und/oder der liebe Gott bestimmen kann wann Wind und Sonne viel und wenig Strom erzeugen.Klar weht Wind auch nachts aber nicht einstellbar und dann braucht man bei EE Erzeugung aus Wind und Solar Speicher . sprich der Strom verliert deutlich an Wirkungsgrad.
An wie vielen Tagen war denn letztes Jahr in Deutschland Wind + Sonne gleichzeitig nicht da?
Ich habe neulich einen Bericht im TV gesehen, da wurde von 3 Tagen letztes Jahr geredet und da wurde der Strom von unseren Nachbarn importiert. Kein Problem also.
@holgor2000
Dir ist aber klar, das Wirkungsgrad und sparsamer Motor zwei verschiedene Schuhe sind. Der Wirkungsgrad hängt von anderen Parametern ab.
Und die Standard-Glühbirne hat schließlich über 100 Jahre überlebt, obwohl sie fast nur geheizt hat.
Deine Argumente basieren alledings nur darauf, was du gerne hättest und das du ein Auto genauso wie jetzt weiter betreiben willst. Das geht bei beiden Technologien (BEV u. FCEV) nicht. Wer das glaubt gibt sich einer Illusion hin, bzw. hat die Technologien nicht verstanden (und das ist bei 90% der Leute der Fall).
Mythos 1: Das Wasserstoffauto kann man schneller betanken
Glaubte ich auch, stimmt so aber nicht. Das Tanksystem muß immer wieder Druck aufbauen, so das ein Tankvorgang im besten Fall nur 5min dauert, bei Praxisberichten mit Mirai und ix35 FCEV ergibt sich durchaus eine Tankzeit von bis zu 15min. Mehrere Autos hintereinander brauchen schnell mal eine Stunde. Insgesamt etwas schneller als ein BEV am Schelllader, aber bei weitem nicht so wie heutige Verbrenner.
Mythos 2: Wirkungsgrad interessiert nicht
Doch, der interessiert sehr wohl. Auch bei Verbrennern, denn das merkt man direkt an der Geldbörse. Wie schon vorgerechnet kommt ein Mirai auf etwa 10-15€/100km kostet in der Anschaffung 80.000€ (wenn man ihn kaufen könnte) und hat technisch bedingt 150PS mit entsprechend mageren Fahrleistungen. Ein Nissan Leaf II mit ähnlichen Fahrwerten kostet 30.000€ und man kommt mit 4.50€/100km aus, also rund einem Drittel vom FCEV. Das ist so das wichtigste Argument aus Kundensicht.
Aus technischer Sicht, ist alles gesagt. Entweder H2 aus Dampfreformation mit Erdgas (dann könnte man sich den Aufwand sparen) oder teurer H2 aus Elektrolyse, mit dessen bescheidenem Wirkungsgrad wir für ein PKW-Flotte 60% mehr Strom als jetzt brauchen. Mit BEV's sind es übrigens nur 20%.
Hier geht's pragmatisch um technische Machbarkeit. Ein Konzept, so gut es sein mag, bringt nichts wenn man dafür nicht den Sprit auf vernünftige Weise bereitstellen kann.
Mythos 3: Infrastruktur
Ein Totschlagargument für die BEV's. Zu wenig Ladesäulen, kann es daheim nicht anstecken etc. Gut. Stimmt. Aber wieviele H2-Tankstellen gibt's in der näheren Umgebung? In Deutschland sind es 40, in Österreich halten wir bei 4(!) H2-Tankstellen. Eine Steckdose hat jeder daheim. Ich behaupte mal, wenn man mit einem BEV liegen bleibt, dann bekommt man es leichter wieder in Gang als ein H2-Fahrzeug.
Das BEV setzt sich derzeit nicht durch, weil es noch Verbrenner gibt. Hätten die Kunden die Wahl zwischen FCEV und BEV, wird sich bei heutigen H2-Preisen auf jeden Fall das BEV durchsetzen. Miese Fahrleistungen, hoher Anschaffungspreis und hohe Streckenkosten, dafür aber schnell betankt. So kann man das FCEV zusammenfassen. Beim BEV hingegen günstig in der Anschaffung, 1/3 der Spritkosten, gute Fahrleistungen, dafür aber länger beim Tanken.
Mal sehen wieviel den Leuten das schnelle Tanken wert ist, wenn's mal keine Verbrenner mehr gibt. Ob man wirklich 150€ für 1000km ausgibt, oder doch lieber nur 50€. Ob man jedes mal eine H2-Tankstelle suchen will, oder ob mal lieber jeden Morgen mit einem vollen BEV losfährt und eine Ladestation nur im Falle von Langstrecke aufsuchen muß. Hier muß der Kunde vom typischen "Ich krieg Sprit an der Tankstelle"-Denken wegkommen. Strom gibt's fast überall.
Grüße,
Zeph
Moin
Zitat:
Einen Schnelllader brauche ich dann, wenn der Akku leer ist und ich weiter muss. Gerade in ländlichen Gebieten ist man ohne Auto aufgeschmissen, die Wege können weit sein. Wenn ich von der Arbeit nach Hause komme und noch diverse Erledigungen mache, nützt es mir nix, wenn ich 8 Stunden warten muss.
Ich fahre jeden Tag 50 km one way zur Arbeit. Sprich selbst mit einem Ioniq/Zoe habe ich im Anschluß noch 100 km zum fahren, gemäß dem Fall das ich auf Arbeit nicht laden könnte. Ich fahre viel, aber über 200 km komme ich am Stück zu Hause nur selten. Und die nächste Stadt ist 20 km weg.
Zitat:
Und ohne Schnellladen ist diese ganze Technogie sinnlos. Warum gibt es denn ein Wettrennen um die kürzesten Ladezeiten. Und Schnellladen hat nicht nur Vorteile, die Verlustleistung steigt extrem und die Lebensdauer der Akkus sinkt. Ich glaube, dass den wenigsten bewußt ist, welche Leistung beim Schnellladen übertragen werden muss.
Schnelladen braucht man eigentlich nur wenn man wirklich weite Strecken am Stück fährt. Oder man nimmt dann den fast in jeder Familie vorhandenen Zweitwagen, welcher dann ein Hybrid wäre. Oder man leit sich den Tag einen anderen Wagen. Oder... Aber der Umzug deiner Kinder, oder der Einkauf neuer Möbel ist doch für dich auch kein Grund und kaufen sich einen LKW, welchen du dann nur einmal im Jahr brauchst. Oder glaubst du irgendjemand macht für den einen Kindergeburtstag im Jahr nen Bus-Schein um mit den kleinen zum Schwimmen zu kommen?
Also, Schnelladen ist wichtig, aber nicht bei jedem zu Hause. Und die Leistungen die dabei übertragen werden sind bekannt. Bei den Verlusten kommt es auf die Technik an, dann kann Schnelladen sogar besser sein als langsam. Bei fürs langsame Laden gedachten Fahrzeugen ist aber die normale Ladung zu Hause doch gerade ein Vorteil.
Zitat:
Und in der Stadt brauche ich wohl eine Lademöglichkeit vor meinem Haus, damit ich nachts mein Auto laden kann. Die wenigsten wohnen wohl in Eigenheimen mit Lademöglichkeit. Oder soll ich ein Stromkabel aus dem dritten Stock nach unten lassen.
Wie oft denn noch? Über 50 % wohnen in 1-4 Familien Häusern als Eigenheim. Da wird es sicher einen Parkplatz geben, wenn man sich schon ein Reihenhaus kauft, und auch wird man da Strom hin bekommen. LLies einfach mal selber die aktuellen Statistiken dazu. Dieses Argument wird langsam langweilig.
Zitat:
Wo sind denn die flächendeckenden Ladestationen? Bei uns in Kreisstadt gibt es gerade mal 5 Ladestationen für 30000 Einwohner.
Das liegt aber dann an deiner Stadtverwaltung. In meinem kleinen Dorf, unter 1000 Einwohner, im übrigen auf dem Land, fahren gut 10 E-Fahrzeuge und stehen 5 Ladesäulen im freien Raum, sprich nicht zu Hause. Ähnlich sieht es hier in anderen Dörfern aus. Das ist nur eine Frage des Wollens der Gemeindevertretung und Bürgermeister.
Zitat:
Und selbst wenn ich mal weitere Strecken (über 400km) fahre, muss ich schließlich nachladen. Auch da nützt es nix 8 Stunden zu warten.
Schau mal alleine bei Tesla wie viele Säulen die haben. Bei uns hat mittlerweile jedes Parkhaus, insbesondere die von Einkaufsparks, Ladepunkte für die Kunden. Stehen eigentlich immer Autos dran. An den Ladepunkten der 100.000 Einwohner Stadt sieht es ebenso aus.
Zitat:
99% der Autofahren meiden Elektroautos wie die Pest. Warum wohl? Warum sind denn die Zulassungzahlen unterirdisch. Alle finden E-Autos dufte, aber keiner kauft sie.
Hat einfache Gründe. Einer sind Menschen wie du. "E-Autos funktionieren nicht". Ein anderer ist der Preis. Es fehlt derzeit an Menge und an Erfahrungen der Haltbarkeit. Kaum einer kauft sich einen gebrauchten E-Wagen. Ein weiterer ist die Entwicklung. Bis vor wenigen unter 10 Jahren war eine Reichweite von 100 km noch normal. Mittlerweile kann man keinen E-Wagen mehr anbieten mit unter 200 km Reichweite, und das bitte auch wenn kalt. Kaufe ich mir heute einen E-Wagen kommt morgen eventuell der neue mit 100 km mehr Reichweite raus. Schau dir mal an was auf dem E-Markt in den letzten 5 Jahren passiert ist. Da ist man vorsichtig. Und der letzte sind die Verkäufer der deutschen Marken. Kauf blos nicht, funktioniert alles nicht und hat keine Reichweite.
Moin
Björn
Zitat:
@Holger-TDI schrieb am 20. März 2018 um 09:37:57 Uhr:
@holgor2000
Dir ist aber klar, das Wirkungsgrad und sparsamer Motor zwei verschiedene Schuhe sind. Der Wirkungsgrad hängt von anderen Parametern ab.
Und die Standard-Glühbirne hat schließlich über 100 Jahre überlebt, obwohl sie fast nur geheizt hat.
Natürlich ist Wirkungsgrad und sparsamer Motor ein und dasselbe. Schwieriger wirds mit dem gesamten Auto. Was der Motor beim Wirkungsgrad vielleicht verliert, kann man mit Leichtbau und Aerodynamik wieder reinholen.
Die Glühbirne hat so lange überlebt, weil es schlicht und einfach keine andere preiswerte Alternative gegeben hat. Dampflampen waren zu aufwändig und von der Lichtfarbe her unbrauchbar, LED's gibt's erst seit 1962. Mittlerweile sind LED's den Glühbirnen überlegen, hat aber gedauert. Wird mit BEV's nicht anders sein.
Man muß sich mal vor Augen halten, wie die Dimensionen sind. Ein 1000km-Diesel-Fahrzeug hat in seinem Tank etwa 600kWh Energie (=60l). Ein BEV der Topklasse 100kWh und fährt damit um die 400km. Das ist energetischer Bullshit hoch 10.
Grüße,
Zeph
Moin
Zitat:
Ich glaube auch, dass der Wirkungsgrad bei Einführung einer neuen Technologie erstmal nebensächlich ist. An diesen Details kann man sicherlich später noch genug rumbasteln bzw. optimieren.
Na ja, an Wasserstoff wurde schon vor über 20 Jahren geforscht, da gab es noch lange keinen Tesla. Frage, wo stehen E-Autos heute, wo steht Wasserstoff heute. Insbesondere beim Wirkungsgrad. Ich glaube das Rennen ist da was diese eine Sache angeht entschieden.
Zitat:
Warum kaufen denn so viele Leute extrem hochpreisige iPhones, obwohl Handys anderer Hersteller für den halben Preis mehr leisten. Da hat ein Steve Jobs einfach gutes Marketing gemacht. Logisch ist das mit Sicherheit nicht.
Richtig. Das ist wie mit den ersten Hybriden von Toyota. Was war damals der Tenor aller Medien und deutschen Hersteller? Funktioniert nicht, geht kaputt, verbraucht gar nicht weniger, schaffen wir auch anders, alles doof. Das ganze dann noch mit absolut falschen Infos garniert wie "der Akku muß alle 60.000 getauscht werden" etc. Noch heute fragen mich Menschen wie groß denn die rein elektrische Reichweite wäre.
Und heute? "Das WELTauto" baut dann 20 Jahre nach Toyota auch endlich mal "Zukunft in Serie schon heute". Es gibt keinen deutschen Hersteller mehr der keinen Hybrid im Angebot hat. Ob Pseudo oder reale Hybriden ist dabei sogar egal, die Menschen haben verstanden das Toyotas Prius funktionierte und wollten diese Technik. Also muß man sie auch anbieten.
Zitat:
Ich persönlich würde den Umstieg machen, wenn ich meine Gewohnheiten so wenig wie möglich ändern müsste. Und das wäre eben mit einem Wasserstoffauto.
Stimmt. Z.B. die Gewohnheit das man abends auf dem Weg nach Hause nochmal einen Abstecher zur Tanke machen muß, um dort dann bei Wind und Wetter draußen zu stehen und zu tanken. Schrecklich dieser Gedanke in der Garage nur einen Stecker einzustecken und rein zu gehen. Ohne Umweg. Ohne Schlange an der Kasse und nervige Kassierer oder abstürzenden EC-Automaten. Ohne schmierigen Zapfhähnen. Ja, schrecklich.
Zitat:
Der Wirkungsgrad hat in den letzten 100 Jahren noch nie jemanden interessiert. Ein PKW hat nur ca. 35% Wirkungsgrad, eine alte Glühbirne nur 5%.
Darum bekommt man heute auch keine Glühbirnen mehr zu kaufen. Und darum werben die Hersteller auch nie mit dem niedrigen Verbrauch. Wirkungsgrad interessiert keinen, das stimmt. Weil kaum einer weis was es ist. Ob der Wagen aber 15 Liter oder 7 Liter nimmt (Unterschied vom Käfer zum Golf) das interesiert den Menschen sehr wohl. Genaus so interessiert ihn ob er 4000 kWh oder 2000 danke LED und sparsamer Geräte verbraucht. Warum das so ist, das ist dem Menschen Wurscht.
Zitat:
Und ich glaube auch, dass es einfacher und günstiger ist, herkömmliche Tankstellen mit eine Tankmöglichkeit für Wasserstoff auszustatten, als flächendeckend Ladestation zu errichten.
Die Steckdose zu Hause ist dir zu teuer? Und Flächendecken noch nicht, aber schon fast ausreichen hat Tesla seine Stationen verteilt. (UNd das ist nur Tesla, die ganzen anderen sind da nicht bei, z.B. unsere 5 im Dorf.
https://www.tesla.com/.../findus?...
Zitat:
Dazu würde wohl die Umrüstung der Tankstellen von den Mineralölkonzernen selber übernommen.
Tesla hat seine tatsächlich selber gebaut. Aral als Beispiel wird keine H2 Tankstellen bauen, obwohl sie die erste in Deutschland gebaut haben. Warum nur?
http://www.handelsblatt.com/.../13745674-3.html
Moin
Björn
Zitat:
@Zephyroth schrieb am 20. März 2018 um 09:53:25 Uhr:
Zitat:
@Holger-TDI schrieb am 20. März 2018 um 09:37:57 Uhr:
@holgor2000
Dir ist aber klar, das Wirkungsgrad und sparsamer Motor zwei verschiedene Schuhe sind. Der Wirkungsgrad hängt von anderen Parametern ab.
Und die Standard-Glühbirne hat schließlich über 100 Jahre überlebt, obwohl sie fast nur geheizt hat.Natürlich ist Wirkungsgrad und sparsamer Motor ein und dasselbe...
Grüße,
Zeph
Au weia, da bekommste jetzt aber alles durcheinander. Schau die mal die Defintion von Wirkungsgrad an und dann fangen wir noch mal von vorne an.
PS: LED-Technik gibt es seit 50 Jahren.
Das blöde an Motoren ist, dass sie nicht "den" Wikrungsgrad haben. 😉
Im Mittel liegt er weit unter dem, was maximal möglich wäre. Deshalb wäre selbst eine serieller Hybrid eher im Wirkungsgrad besser, als rein mechanisch fahren.
Moin
Zitat:
Natürlich ist Wirkungsgrad und sparsamer Motor ein und dasselbe...
Grüße,
Zeph
Au weia, da bekommste jetzt aber alles durcheinander. Schau die mal die Defintion von Wirkungsgrad an und dann fangen wir noch mal von vorne an.
PS: LED-Technik gibt es seit 50 Jahren.
Na ja, du schreibst etwas von einem sparsamen Motor. Da ist der Wirkungsgrad schon mit das wichtigste.
Das sich die Fahrzeuge verbessert haben, und das einen größeren Einfluß auf den Verbrauch des AUTOS hatte als die Wirkungsgradverbesserung des Motors, das ist klar.
Nur machst du jetzt gerade den Fehler das du meinst der Mensch würde sich für den Wirkungsgrad des Motors oder des Getriebes interessieren. (Zudem die eh Wurscht sind, erst der genutzte Wirkungsgrad ist interessant) Der Mensch interessiert sich für einen ganz anderen Wirkungsgrad der viel einfacher ist.
Wie weit komme ich mit 50 Euro im Tank. Und wenn da der eine Wagen 800 km weit kommt und der andere kommt 400 km weit, dann ist das bei gleicher Mittelklassewagengröße schon ein Kaufgrund.
Und, LED gibt es seit 50 Jahren..... Und wieviel Licht kam damals aus den LEDs raus? Noch vor wenigen Jahren war an Löschfahrzeugen ein normaler Halogenlichtmast standard. 4000 Watt waren normal. Danach bekamen wir einen Xenon-Lichtmast. Die Preise passten einfach und er war deutlich kleiner bei gleichem Licht. Aufnahem unbekannt. Heute haben wir einen LED-Lichtmast. Aufnahme um 200 Watt, Licht wie beim Halogenmast. Für den ersten brauchten wir noch einen Notstromer. Die letzen beiden funktionieren auch ohne laufenden Motor über Stunden. Heute ist LED billiger im Kauf als Xenon.
Jeder kennt die MacLights. Rießige Taschenlampen mit bis zu 6 großen Batteriezellen. Das war Licht. Die waren aber auch schweineteuer. Heute bekommt man aus China eine LED Lampe als Schlüsselanhänger die alle MacLights dieser Welt in den Schatten stellt. Das gab es vor 10 Jahren so schlicht nicht. Heutige Chinataschenlampen haben mehr Licht als 50 cm Flakscheinwerfer aus dem 2. Weltkrieg. Den Wikrungsgrad interessiert auch da keinen. Nur das sie heller sind, kleiner sindund länger leuchten.
Moin
Björn
Zitat:
@Holger-TDI schrieb am 20. März 2018 um 10:15:46 Uhr:
Au weia, da bekommste jetzt aber alles durcheinander. Schau die mal die Defintion von Wirkungsgrad an und dann fangen wir noch mal von vorne an.
PS: LED-Technik gibt es seit 50 Jahren.
Ganzen Beitrag lesen. Da steht's genauer...
Du brauchst einem technikbegeistertem Elektronikentwickler nicht sagen, wie der Wirkungsgrad definiert ist. Nur hier auf Motortalk entstehen auf einmal sehr abenteuerliche Interpretationen davon. Da ist aufeinmal der Diesel die effizienteste Weise sich fortzubewegen. Ja, monetär, sprich €/km. Das ist kein Wirkungsgrad, das ist Wirtschaftlichkeit.
Wirkungsgrad ist das Verhältnis von abgegebener Leistung zu reingesteckter Leistung. Und da schlägt ein billigst in China gewickelter Elektromotor mit 70% jeden Verbrenner, die im Bestpunkt auf etwa 52% kommen (da reden wir aber von Schiffsdieseln, bei denen der Hubraum in Kubikmeter gemessen wird).
Wasserstoff-Fahrzeuge sind deshalb zum Scheitern verurteilt, weil sie teuren Kraftstoff mit miesem Wirkungsgrad kombinieren, was zu hohen Kilometerkosten führt. Ist zwar mit Wasserstoff aus Erdgas in der Größenordnung von einem heutigen Benziner, aber immer noch 3x so teuer wie ein BEV in der gleichen Leistungsklasse.
Genaugenommen gibt's LED's sei 1962, seit also 56 Jahren. Die waren damals teuer und die Lichtausbeute bescheiden. Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich für eine blaue LED 140 ÖS (=10€) bezahlt habe. Heute ist das ein Cent-Artikel.
Grüße,
Zeph
Zitat:
An wie vielen Tagen war denn letztes Jahr in Deutschland Wind + Sonne gleichzeitig nicht da?
Ich habe neulich einen Bericht im TV gesehen, da wurde von 3 Tagen letztes Jahr geredet und da wurde der Strom von unseren Nachbarn importiert. Kein Problem also.
Nur natürlich dass Deutschland in 2017 Kohlestrorm und Kernkraftswerksstrom hatte....
Weil was mit Kohlestrom und Kernkraftswerksstrom klappt kann man doch nicht daraus schliessen dass das dann auch ohne genauso klappt....