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Arbeitnehmer als Versicherungsnehmer bei der 1% Regelung

Themenstarteram 2. Juni 2019 um 15:16

Hallo zusammen,

mein Arbeitgeber organisiert ein neues Fahrzeug, das ich dann mit 1% Regelung nutzen kann.

Nun ist es ihm scheinbar egal und fragte, ob ich es auf mich versichern würde.

Er zahl die Beiträge und es ist natürlich etwas günstiger. Zumindest auf den ersten Blick.

Kennt hier einer die Nachteile, die sich hier für mich ergeben können bzw. schon mal Erfahrung damit ?

Mir wäre damit seehr geholfen.

Danke euch!

VG Martin

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13 Antworten

Du musst natürlich beim Versicherungsabschluss angeben dass es sich um ein Firmenfahrzeug handelt

und wie es genutzt wird. (beruflich / privat)

Nachteil: wenn es kracht geht dein Rabatt hoch.

Zitat:

@mrmartin77 schrieb am 2. Juni 2019 um 15:16:21 Uhr:

Hallo zusammen,

mein Arbeitgeber organisiert ein neues Fahrzeug, das ich dann mit 1% Regelung nutzen kann.

Nun ist es ihm scheinbar egal und fragte, ob ich es auf mich versichern würde.

Er zahl die Beiträge und es ist natürlich etwas günstiger. Zumindest auf den ersten Blick.

Kennt hier einer die Nachteile, die sich hier für mich ergeben können bzw. schon mal Erfahrung damit ?

Mir wäre damit seehr geholfen.

Danke euch!

VG Martin

Du musst ausdrücklich mit geschäftlicher Nutzung versichern,

dann werden die Beiträge im vergleich zum Privatwagen teurer.

Sollte dein Chef mal einfach auf die Idee kommen, er zahlt nicht mehr,

bist du der Versicherung gegenüber zahlungspflichtig.

Du musst wissen, wieweit du deinem Chef vertrauen kannst.

Ich hatte bisher zwei Chefs, mit denen ich ein sehr gutes, freundschaftliches Verhältnis hatte.

Aber so einen Deal hätte ich auch mit denen nicht gemacht.

Ich würde der Firma meinen SF zur Nutzung übertragen. Dann kann er es versichern. Der SF gehört weiterhin dir und du bekommst ihn am Ende wieder zurück und der SF zählt auch weiter, sofern du keinen Schaden verursachst

...als Firma hat man doch normalerweise eine Flottenversicherung.

Da bzw. bei uns ist's z.B. für den Beitrag vollkommen egal ob ein paar Fahrzeuge mehr oder weniger laufen und irgendwelche SF-Rabatte zu einzelnen Autos gibts da auch nicht.

Auf so einen Deal sollte man sich nicht einlassen, weil der AG hier schon wieder unternehmerisches Risiko auf den AN abwälzt.

Entweder er stellt einen Firmenwagen und kümmert sich selbst um alles was dazu gehört oder ich würde darauf verzichten.

...außerdem ist das nicht steuerlich ne "komische Geschichte"?

Geldwerter Vorteil - alles i.O., da 1% Regelung, aber dann taucht plötzlich ein Versicherungsvertrag und damit eine Beitragsrechnung auf den Namen des TE auf.

Wenn der Chef jetzt diese Rechnung auf fremden Namen begleicht, wie wird das verbucht bzw. diese Ausgaben will man doch bestimmt auch steuerlich geltend machen... erklär das mal dem Finanzamt, warum die Beitragsrechnung deines Mitarbeiters aus der Firmenkasse bezahlt wird...???

Zitat:

@gast356 schrieb am 2. Juni 2019 um 17:14:31 Uhr:

...außerdem ist das nicht steuerlich ne "komische Geschichte"?

Geldwerter Vorteil - alles i.O., da 1% Regelung, aber dann taucht plötzlich ein Versicherungsvertrag und damit eine Beitragsrechnung auf den Namen des TE auf.

Wenn der Chef jetzt diese Rechnung auf fremden Namen begleicht, wie wird das verbucht bzw. diese Ausgaben will man doch bestimmt auch steuerlich geltend machen... erklär das mal dem Finanzamt, warum die Beitragsrechnung deines Mitarbeiters aus der Firmenkasse bezahlt wird...???

Das ist kein Problem solange das Fahrzeug der Firma gehört, bzw. sie der Leasingnehmer ist.

Außerdem wäre das das Problem der Firma, wenn es denn überhaupt jemandem auffällt.

Komische Sache. Entweder es ist das Fz des AG, dann sollte er es auch versichern, weil sein Besitz und unter seiner Verantwortung.

Zusätzlich zur 1% Regelung weitere Kosten abdrücken... Na ja... Vielleicht auch noch Sprit selbst zahlen müssen?

Jetzt kennen wir nicht alle Details welche Ausnahmen darstellen könnten. Der TE ist vielleicht Azubi und der AG will so etwas wie einen kleinen Aygo oder Dacia kaufen, damit er Azubi zur Arbeit kommt. Der TE nutzt „organisieren“ des AG als Fahrzeug im seiner Wortwahl, das deutet mir nicht auf Neukauf mit Leasing eines teuren Wagens hin.

Nachdem die 1% vom Neupreis (Listenpreis) berechnet werden, ist es nicht ratsam um ein extremes Beispiel zu machen einen alten 7er BMW zu kaufen und dann dem AN die Kosten steuerlich aufbrummen. Das wäre unwirtschaftlich teuer.

Themenstarteram 4. Juni 2019 um 10:34

Ich danke euch vielmals.

Zum nächsten Monat werde ich in meine "alte" Firma zurückkehren und habe tatsächlich ein freundschaftliches Verhältnis zum Chef.

Er kauft einen Superb auf die Firma und ich nehme den als 1%.

Jetzt haben wir einfach geschaut, was noch geht. Da ich auch im ersten Schritt entgegen kommen möchte. Die Frage ist nur wie weit.

Die Firmennutzung bei der Versicherung ist soweit klar. Mir ging es um mich selbst. Was ich noch so befürchten könnte. Die Beiträge würden vom Firmenkonto gehen.

Aber JA es ist natürlich schon etwas besonders...

LG

Martin

deine versicherung= deine prozente.

firmenwagen = jeder angestellte darf ihn fahren

fährt die putze die karre kaputt, steigen deine prozente.

solltest du dir mal gut überlegen ^^

...wenn er von 1% Regelung schreibt ist davon auszugehen, dass nur er selbst damit fährt, weil er das Fahrzeug auch privat nutzt.

Interessant wäre so eine Abmachung z.B. um sich seinen über Jahre erfahrenen Schadenfreiheitsrabatt zu bewahren, wenn man keine anderweitige Verwendung dafür hat.

Ich hatte z.B. das Problem ... mein eigener Wagen läuft mit SF35, jetzt hab ich einen Firmenwagen bekommen und zwei Autos brauche ich nicht. Ergo wäre der Schadenfreiheitsrabatt irgendwann verfallen und wenn ich wieder selbst ein Auto versichern muss würde ich wieder von vorne anfangen... so ist es z.B. meinem Vorgänger ergangen, als er in Rente ging. Jahrelang mit 1%Regelung ein Firmenfahrzeug gehabt, das er sogar aus der Firma herausgekauft und mit in Rente genommen hat... aber dann hatte er das Problem mit der Versicherung, weil er keinen SF-Rabatt mehr hatte.

Ich hab das, auch weil ich meinen Volvo nicht weggeben wollte so gelöst, dass ich den Firmenwagen (VW Golf 7), mit dem ich zu 99,9% sowieso nur privat rumgefahren bin wieder zurückgegeben und dafür ne Gehaltserhöhung bekommen hab. Falls ich doch mal schnell ein Auto brauch nehme ich entweder was grad aufm Hof rumsteht... oder fahr mit meinem Privatauto - sehe ich auch nicht als Beinbruch wenns um ein paar km geht.

Die Sache mit der Gehaltserhöhung ist immer zu überlegen.

Es kommt immer auf die persönlichen Verhältnisse an, sprich ob ich das Auto wirlich brauche.

Hab ich aber sowieso gerade privat ein Fahrzeug würde ich auch die Gehaltserhöhung vorziehen.

Ich fahre im Jahr ca. 10.000 km für die Firma, das gibt eine steuerfreie Erstattung von 3.000,- €.

Damit decke ich ein Großteil der Fahrzeugkosten ab und fahre privat auch noch mal 15.000km.

Nehme ich ein Auto von der Firma muss ich ein Prozent vom Bruttolistenpreis plus Fahrten Wohnung Betrieb versteuern. Sozialbeiträge werden übrigens auch fällig. Da ist man schnell bei 60 Prozent!

Besipiel Bruttolistenpreis 40.000 Entfernung zu Arbeit 10 km:

40.000 x 1% = 400,-€

40.000 x 0,03% = 12€ x 10km = 120,-€

insgesamt zu versteuern 520,-€, bei Steuerbelastung mit Sozialabgaben 60% fehlen 312,-€ in der Lohntüte.

Wenn das Auto mir gehört kommen die Knöllchen zu mir und ich muss mit dem Chef nicht diskutieren warum ich am Montag Vormittag um 10 Uhr 34 da und dort war...

Ich habe so etwas bei der HUK-Coburg: wenn man dort ein Fahrzeug auf die Firma versichert, kann man die SF Einstufung von jeder Beliebigen Person als "Mitversicherungsnehmer" per "besondere Vereinbarung" reinnehmen. Der Mitversicherungsnehmer hat dann das Recht JEDERZEIT auch bei einem ungekündigtem Versicherungsvertrag die SF-Einstufung wieder rausnehmen. Habe das auch schon mal gemacht und das funktioniert dort wirklich. Auch wenn etwas umständlich.

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