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Anziehdrehmomente Zugstrebe an der Vorderachse W221 und C216

Mercedes S-Klasse W221, Mercedes CL C216
Themenstarteram 14. September 2017 um 21:12

Hallo.

Weil nachgefragt und falls noch nicht in den FAQ vorhanden:

Hier einmal die Anziehdrehmomente, die beim Wechseln der Zugstrebe an der Vorderachse beim Typ 221 und Typ 216 relevant sind, in einer Tabelle aufgelistet.

Die Auflistung enthält die unterschiedlichen Werte für alle Varianten der Baureihen W221 und C216.

Zu beachten wäre noch, das falls die sogenannte Reparaturschrauben zur Nachlaufeinstellung verbaut wurden, diese natürlich nicht verdreht werden dürfen beim wieder festziehen.

Das heißt, die Torxschraube muss gegen Verdrehen gesichert werden und der Drehmomentschlüßel darf nur an der Gegenmutter angesetzt werden.

Wenn die normale Torxschraube verbaut ist kann, außer beim Typ 216, auch hier der Drehmomentschlüßel angesetzt werden, wobei die unterschiedlichen Anziehmomente im Gegensatz zu der Mutter zu beachten ist.

Ein weiterer wichtiger Punkt den es zu beachten gilt ist, das man die mutter der Schraube am Achsträger nur bis zur Auflage aufschraubt und dann das Fahrzeug wieder auf die räder stellt, erst dann darf diese Verschraubung auf Drehmoment angezogen werden, anderen Falls könnte das Gummilager der Zugstrebe beschädigt werden, zumindest kommt es aber zu erheblichen Verspannungen in der Lagerung die ein sehr schnelles Verschleißen dieser bewirkt.

Gruß an alle .

Klaus

Beste Antwort im Thema
Themenstarteram 14. September 2017 um 21:12

Hallo.

Weil nachgefragt und falls noch nicht in den FAQ vorhanden:

Hier einmal die Anziehdrehmomente, die beim Wechseln der Zugstrebe an der Vorderachse beim Typ 221 und Typ 216 relevant sind, in einer Tabelle aufgelistet.

Die Auflistung enthält die unterschiedlichen Werte für alle Varianten der Baureihen W221 und C216.

Zu beachten wäre noch, das falls die sogenannte Reparaturschrauben zur Nachlaufeinstellung verbaut wurden, diese natürlich nicht verdreht werden dürfen beim wieder festziehen.

Das heißt, die Torxschraube muss gegen Verdrehen gesichert werden und der Drehmomentschlüßel darf nur an der Gegenmutter angesetzt werden.

Wenn die normale Torxschraube verbaut ist kann, außer beim Typ 216, auch hier der Drehmomentschlüßel angesetzt werden, wobei die unterschiedlichen Anziehmomente im Gegensatz zu der Mutter zu beachten ist.

Ein weiterer wichtiger Punkt den es zu beachten gilt ist, das man die mutter der Schraube am Achsträger nur bis zur Auflage aufschraubt und dann das Fahrzeug wieder auf die räder stellt, erst dann darf diese Verschraubung auf Drehmoment angezogen werden, anderen Falls könnte das Gummilager der Zugstrebe beschädigt werden, zumindest kommt es aber zu erheblichen Verspannungen in der Lagerung die ein sehr schnelles Verschleißen dieser bewirkt.

Gruß an alle .

Klaus

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Hallo.

Weil nachgefragt und falls noch nicht in den FAQ vorhanden:

Hier einmal die Anziehdrehmomente, die beim Wechseln der Zugstrebe an der Vorderachse beim Typ 221 und Typ 216 relevant sind, in einer Tabelle aufgelistet.

Die Auflistung enthält die unterschiedlichen Werte für alle Varianten der Baureihen W221 und C216.

Zu beachten wäre noch, das falls die sogenannte Reparaturschrauben zur Nachlaufeinstellung verbaut wurden, diese natürlich nicht verdreht werden dürfen beim wieder festziehen.

Das heißt, die Torxschraube muss gegen Verdrehen gesichert werden und der Drehmomentschlüßel darf nur an der Gegenmutter angesetzt werden.

Wenn die normale Torxschraube verbaut ist kann, außer beim Typ 216, auch hier der Drehmomentschlüßel angesetzt werden, wobei die unterschiedlichen Anziehmomente im Gegensatz zu der Mutter zu beachten ist.

Ein weiterer wichtiger Punkt den es zu beachten gilt ist, das man die mutter der Schraube am Achsträger nur bis zur Auflage aufschraubt und dann das Fahrzeug wieder auf die räder stellt, erst dann darf diese Verschraubung auf Drehmoment angezogen werden, anderen Falls könnte das Gummilager der Zugstrebe beschädigt werden, zumindest kommt es aber zu erheblichen Verspannungen in der Lagerung die ein sehr schnelles Verschleißen dieser bewirkt.

Gruß an alle .

Klaus

Aus technischen Gründen fehlt hier das PDF-Dokument mit den Werten.

Es gibt aber auch weitere Tips und Bilder im Ursprungsthema.

Deshalb bitte in das Ursprungsthema schauen: Klick hier!

lg Rüdiger:)

Ich habe das in die FAQ aufgenommen, vielen Dank.

 

lg Rüdiger:)

Danke Klaus und danke Rüdiger (ich war den ganzen Tag im Auto unterwegs und war nicht aktiv online und hatte es daher noch nicht in die FAQ übertragen können).

Gruß

Jörg

Themenstarteram 15. September 2017 um 15:05

Nichts zu danken, gerne geschehen.

Ich schau mal wie es meine Zeit zulässt und werde eventuell dann noch für weitere Fahrwerks Komponenten die entsprechenden Tabellen für die Anzugsmomente einstellen.

Gruß.

Klaus

Themenstarteram 15. September 2017 um 15:26

Was ich noch vergessen habe zu erwähnen, beim Wechsel der Zugstreben sollte man auch immer neue selbstsichernde Muttern für die Schrauben sowie auch für die Gelenkbolzen verwenden.

Die neuen Muttern gehören, zumindest bei guten Markenherstellern, mit zum Lieferumfang.

So wie hier am Beispiel einer Zugstrebe für den W220 von der Firma Lemförder zu sehen.

Auf dem letzten Bild kann man auch gut erkennen warum man die sogenannten Reparaturschrauben, diese haben zwei Führungsnasen, nicht verdrehen darf.

20170915-140647

@schwertderzeit Klaus, setzt Du die Schrauben an den gewindefreien Schäften mit Montagepaste gegen Festgammeln ein, oder werden die immer nur ganz trocken eingesetzt?

Manchmal wehren sich ja die Schrauben arg beim Demontieren wegen Salz-Festgammel...

Zur Klarstellung: Die Gewinde halte ich stets trocken und (bei anderen Stellen) höchstens mal mit flüssiger Schraubensicherung solange es keine Dehnschrauben sind.

LG Jörg

Themenstarteram 15. September 2017 um 15:32

Sorry. Klappt natürlich mal wieder nicht so richtig mit dem Hochladen der Bilder.

Themenstarteram 15. September 2017 um 15:36

So, jetzt aber.

20170915-140730
20170915-141236
Themenstarteram 15. September 2017 um 15:45

Ja, ich verwende grundsätzlich einen Hauch Bremsenpaste für die Schraubenschäfte aber wirklich nur sehr wenig und so das nichts davon an die Gewinde kommt, die sollten unter allen Umständen trocken und Fettfrei bleiben.

Gruß.

Klaus

Themenstarteram 15. September 2017 um 15:54

Radschrauben, oder Stehbolzen für die Radaufnahme sind hiervon aber unter allen Umständen auszuschließen, die müssen immer trocken und Fettfrei sein, nicht das dies jemand falsch versteht und seine Radbolzen mit irgend etwas schmiert.

Zitat:

@schwertderzeit schrieb am 15. September 2017 um 15:54:36 Uhr:

Radschrauben, oder Stehbolzen für die Radaufnahme sind hiervon aber unter allen Umständen auszuschließen, die müssen immer trocken und Fettfrei sein, nicht das dies jemand falsch versteht und seine Radbolzen mit irgend etwas schmiert.

Ja auf jeden Fall trocken lassen!

Die Gewinde sind nach DIN selbsthemmend. Das sowie die resultierenden Anzugsmomente können nur wie vom Konstrukteuer funktionieren, wenn sie trocken sind.

Im Flugzeugbau soll es eine flüssige Schraubenhemmung geben, die während der Montage die Reibwerte nicht verändert...ANDERE BAUSTELLE ;-)

Einzige Ausnahme (mehr im Mountainbike-Leichtbau anzutreffen): Titanschrauben (meist hohlgebohrt) in Alu-Gewinde: Da gibt es spezielle Montagepaste gegen Alu-Fresser / Kaltverschweißung.

Aber auch das ist 'andere Baustell'.

Leider wurde zwar der Text aus dem ersten Beitrag in die FAQ übernommen, aber das PDF fehlt dort.

Da ja hier weitere Ergänzungen und Bilder zu finden sind, habe ich deshalb in dem FAQ-Beitrag einen Link zu diesem Thema hinterlegt.

 

lg Rüdiger:)

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