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Antriebswelle oder Radlager????

Themenstarteram 14. Juli 2006 um 23:47

Hi,

Ich habe die Vermutung, daß entweder die Antriebswelle (rechts) oder ein Radlager rechts im A.. ist oder dabei ist kaputt zu gehen.

Befürchte ja, daß Antriebswelle, denn ein schwaches, metallisches Knacken, mir noch bekannt aus den Zeiten meines ollen R 4, bei dem die Antriebswellen alle Rutsch kaputtgingen, tritt bei stärkeren Lenkradeinschlägen (vorwiegend nach links) und langsamer Fahrt auf. Bei Lenkrad geradeaus und vorwärts oder rückswärts rollen höre ich nichts.

Könnte meine Vermutung zutreffen oder gäbe es noch weitere Ideen? (Mit dem Servopumpengeräusch bei starken Einschlägen der Lenkung hat es nichts zu tun, ist nicht vergleichbares Geräusch.)

Großer Zeit- und Geldaufwand oder?!

Wolf24

8 Antworten

Radlager???

 

Hallo Wolf24!:)

Deiner Beschreibung nach würde ich pauschal auf Radlager tippen.:)

Vielleicht sind auch nur die Radschrauben locker.../scheint diesen Sommer häufiger vor zu kommen.:(

Einfach testen.

 

In solchen Fällen darf dann der/die Azubi(ne) ausnahmswise ans Lenkrad. Und zwar auf der Bühne.

1) Vordere Räder runter. Alle Gänge und Drehzahlen durchschalten, Lenkung nicht bewegen. Mit Metallstab oder Stethoskop die Getriebeausgangslager abhorchen.

2) Vordere Räder runter. Alle Gänge durchschalten, Lenkung ständig stark einschlagen. Auf die Gelenke der Antriebswelle achten.

3) Die unwuchtigsten, flatterndsten Räder in der Werkstatt suchen. Aufziehen und dann alle Gänge durchschalten, Lenkung ständig stark einschlagen. (Wechsellast verstärkt die Unwucht) Auf Radlagergeräusche achten.

Hab übrigens für Radlagerdiagnosen eine selbstgebastelte Unwuchtfelge mit angeschweißten Gewichten.

Die hat - zumindest auf der Antriebsachse - bisher noch jeden Radlagerschaden gefunden.

Vorsichtiges (!!!) Testen auf dem Bremsenprüfstand kann den Fehler auch eingrenzen. Dies sollte aber wirklich nur jemand aus Deiner Werkstatt tun, der weiß, wie man es macht. Kann bei zu starkem Lenkeinschlag lebensgefährlich sein.

Probefahrt führt leider häufig zu Fehldiagnosen.

Trotzdem kann es eine Hilfe sein, weil ja auf der Bühne die Achse nicht unter Last getestet werden kann.

Themenstarteram 15. Juli 2006 um 23:54

Re: Einfach testen.

 

Zitat:

Original geschrieben von josef_reich

In solchen Fällen darf dann der/die Azubi(ne) ausnahmswise ans Lenkrad. Und zwar auf der Bühne.

1) Vordere Räder runter. Alle Gänge und Drehzahlen durchschalten, Lenkung nicht bewegen. Mit Metallstab oder Stethoskop die Getriebeausgangslager abhorchen.

2) Vordere Räder runter. Alle Gänge durchschalten, Lenkung ständig stark einschlagen. Auf die Gelenke der Antriebswelle achten.

3) Die unwuchtigsten, flatterndsten Räder in der Werkstatt suchen. Aufziehen und dann alle Gänge durchschalten, Lenkung ständig stark einschlagen. (Wechsellast verstärkt die Unwucht) Auf Radlagergeräusche achten.

Hab übrigens für Radlagerdiagnosen eine selbstgebastelte Unwuchtfelge mit angeschweißten Gewichten.

Die hat - zumindest auf der Antriebsachse - bisher noch jeden Radlagerschaden gefunden.

Vorsichtiges (!!!) Testen auf dem Bremsenprüfstand kann den Fehler auch eingrenzen. Dies sollte aber wirklich nur jemand aus Deiner Werkstatt tun, der weiß, wie man es macht. Kann bei zu starkem Lenkeinschlag lebensgefährlich sein.

Probefahrt führt leider häufig zu Fehldiagnosen.

Trotzdem kann es eine Hilfe sein, weil ja auf der Bühne die Achse nicht unter Last getestet werden kann.

Hi josef_reich

kling richtig spannend, da ich aber weder ein Azubi bn, noch über eine Hebebühne, noch nen Bremsenprüfungstand verfüge, obwohl lebensgefährliche Tests durchaus nen gewissen Hyperstressreiz darstellen, habe ich beschlossen, den Testteil dem Chris zu überlassen und darauf zu vertrauen, daß mein Hirsch bei ihm in besten Händen ist.

Finde aber Deine ausführliche Darstellung, wie man Fehler eingrenzen kann, wirklich beeindruckend! Es ist sehr erfreulich, daß es doch immer noch Leute gibt, die wissen was sie tun!

Wenn ich mir so anschaue, wieviel Leute, Politiker und sogenannte Experten rumlaufen, fühle ich mich an James Dean, "denn sie wissen nicht, was sie tun", erinnert.

Gott sei Dank gibt es noch Steppenwölfe, die den Laden dank ihrer eigenen Art noch am Laufen halten.

Was wäre Saab ohne kompentente Saabfahrer und -Techniker!

Ich wünsche Dir ins Voralpenland alles Gute! Willst Du nicht mal die Pfalz kennenlernen? :)

Wolf24

Ich grüsse Euch!:)

Ein kaputtes Radlager wird in der Regel erst bei einer Probefahrt von uns entdeckt.:)

Der Fahrzeugbesitzer, welcher den Wagen täglich fährt, hört zwar dieses surrende Geräusch, findet das Geräusch aber normal.

Das Geräusch fängt langsam und leise an und steigert sich...und das Ohr des Fahrers gewöhnt sich dran.

Ein Fahrer, welcher ein kaputtes Radlager schonmal gehört hat, erkennt es auf Anhieb.

Aber welches Lager von den vier Rädern ist es???

Wenn der Schaden im Anfangsstadium ist, also ein leises Summen/Surren...kann man bei der Probefahrt durch wechselnde Belastung in Kurven eine Aussage treffen.

Das Kurvenäussere Rad wird stärker belastet. Und wenn dieses Lager einen leichten Schaden hat, wird es etwas lauter.

Oder das Kurveninnere Radlager hat einen Schaden, dann wird es leiser.:)

Wenn bei der Probefahrt keine Seite direkt bestimmt werden kann, dann hilft nur die Art der Diagnose wie von Joseph Reich beschrieben.

ESP abschalten und auf der Bühne im höchsten Gang mal laufen lassen...und das Ohr direkt an die Räder legen.

Bisher habe ich noch jedes kaputte Radlager gefunden.

So oder so.

Blöd ist nur, wenn beide Lager ein Schlag weg haben. Dann hört man keinen Unterschied zwischen den Seiten...und das erkläre mal einem Kunden, daß wohl beide Lager gleichzeitig kaputt gegangen sind.

Ich vermute bei wolf24 seinem Hirsch keinen direkten Lagerschaden, sondern das sich das Lager im Achskörper versetzt...und dadurch leichte Knackgeräusche entstehen.

Achswelle halte ich für eher unwarscheinlich, bei 90.000km.

Man wird sehen...in 4 Wochen sind wir schlauer...:D

@Joseph_Reich

Unsere Probefahrtstrecke ist ca. 7 Kilometer lang...eine Bundesstraße mit einer Ortschaft mittendrin.

Man kann aber auf 3 Kilometern vor der Ortschaft volles Rohr fahren, dann kommt eine Rechtskurve welche mit 120km/h zu fahren ist (bei trockener Strasse!)

Dann kommt die Ortsdurchfahrt mit 2 Schikanen zur Verkehrsberuhigung.

Anschliessend ein 70km/h Stück mit einem Bahnübergang, dahinter eine leichte Linkskurve, dann wieder Vollgas...noch einen leichten Linksbogen, dann eine langezogene Linkskurve. Abbremsen und nach rechts in eine Seitenstrasse abbiegen und wenden....gleiche Strecke wieder retoure.

Diese Teststrecke ist genial!

Alle Kurven sind für Radlager-Tests und Stoßdämpfer tauglich.

Die Schikanen sind klasse für defekte Dom-Lager.

In der Ortschaft steht ein Thermometer...da kann man den Aussenfühler auf extremer Abweichung kontrollieren und die Uhrzeit korrigieren.

Der Bahnübergang ist eine kleine Sprungschanze, wenn sie wirklich mit 70 genommen wird...Stoßdämpfertest!!!

Die längeren Graden und die lange Kurve...da kann man auch 250km/h fahren, wenn man die Stellen kennt, wo die Polizei schonmal gerne fotografiert...und natürlich nur bei trockener Strasse!!!

Bei nasser Strasse wird am Wendepunkt die ABS getestet.

Denn da gibt es blaues Kopfsteinpflaster, genial zum Rutschen!!!

Sind also 14 Kilometer. Und ich kann fast alles testen!

Sogar 2x...einmal hin und einmal zurück.

Themenstarteram 16. Juli 2006 um 0:58

Zitat:

Original geschrieben von der41kater

Diese Teststrecke ist genial!

Alle Kurven sind für Radlager-Tests und Stoßdämpfer tauglich.

Die längeren Graden und die lange Kurve...da kann man auch 250km/h fahren, wenn man die Stellen kennt, wo die Polizei schonmal gerne fotografiert...und natürlich nur bei trockener Strasse!!!

Bei nasser Strasse wird am Wendepunkt die ABS getestet.

Denn da gibt es blaues Kopfsteinpflaster, genial zum Rutschen!!!

Sind also 14 Kilometer. Und ich kann fast alles testen!

Sogar 2x...einmal hin und einmal zurück.

@Chris,

ich glaube, ich teste solange besser eure Kaffeemaschine! :D

Gruß Wolfram

Zitat:

Original geschrieben von wolf24

@Chris,

ich glaube, ich teste solange besser eure Kaffeemaschine! :D

Gruß Wolfram

...das Gerät ist auch genial!...:D

Hält lästige, neugierige und "dummschwätzende" Kunden von der Werkstatt-Crew fern...:D

Bei ganz hartnäckigen Fällen hilft allerdings nur ein dicker Hammer, der rein zufällig von Mechanikers Hand auf Kundens Fuß fällt...:D

Ist ja nur ein kleiner Scherz...:D

Mir kann jeder auf die Finger gucken. Habe ich kein Problem mit.

Derjenige darf nur nicht im Weg stehen. Für verschmutzte Kleidung übernehme ich keine Verantwortung!!!

Tjoooooo....

 

...dann macht mal schön.

Und am Ende war das Knacken dann doch nur ein Traggelenk, daß nachgezogen werden wollte....

@wolf24

Gehöre eher zu der elenden Bande, die die Arbeit verteilt - oder besser: die sich nur dann blicken lässt, wenn irgendjemand mit einem Problem nicht zu Rande kommt. Und das nicht nur in einer einzigen Werkstatt. Meine Zeit als Vollzeit-Schrauber ist schon seeeeeehr lange vorbei.

Pfalz ist cool.

Das ist doch die Gegend, in der man mit vergorenem Traubensaft das gleiche anstellen kann, wie wir mit unserem Hefeweizen, gelle ??

@Kater

Vermute mal ganz stark, Du hast als Hausnummer eine ziemlich hohe Acht an der Hauswand hängen. Und ein Brünnchen vorm Eingang. Frau vom Cheffe kümmert sich gelegentlich um den Pflanzgarten. Klar, bei der bevorzugt geschraubten Marke muß man am Schwedenkreuz zu Euch abbiegen. Und beim Tausch der so heiß geliebten Diesel-Leichen siehts unter der Bühne aus wie am Metzgersfeld. Das Altöl sammelt Ihr grundsätzlich im Kesselchen. Nach Feierabend dann noch ein kleines Klostertal...

Hammer auf Kundenfuß ist ganz ok.

Besser ist der Spruch: "Vorsicht, da kann gleich ein bischen Öl rausspritzen..." Auch immer gerne genommen: Der Kärcher nach dem Räder umstecken. Man ist ja sooooo sehr an der Pflege und am Werterhalt der teuren Aluschlappen interessiert !! "Oooooops, hab Sie gar nicht gesehen, junge Frau..." Zumal sich die Lehrlinge immer so über das Kreischen der Mädel freuen...

Zurück zu den Lagern:

Ich mach mir immer noch zusätzlich ein Späßchen mit der Prognose, obs der innere oder äußere Lagerring ist. Gerade bei Fremdfahrzeugen, mit einzeln zu tauschenden Lagern kommt es dann recht unterhaltsam, wenn ein Kunde daneben steht und man ansagt, an welcher Stelle die Bröckchen des Lagerkäfigs ans Tageslicht kommen...

Re: Tjoooooo....

 

Zitat:

Original geschrieben von josef_reich

...dann macht mal schön.

Und am Ende war das Knacken dann doch nur ein Traggelenk, daß nachgezogen werden wollte....

@Kater

Vermute mal ganz stark, Du hast als Hausnummer eine ziemlich hohe Acht an der Hauswand hängen. Und ein Brünnchen vorm Eingang. Frau vom Cheffe kümmert sich gelegentlich um den Pflanzgarten. Klar, bei der bevorzugt geschraubten Marke muß man am Schwedenkreuz zu Euch abbiegen. Und beim Tausch der so heiß geliebten Diesel-Leichen siehts unter der Bühne aus wie am Metzgersfeld. Das Altöl sammelt Ihr grundsätzlich im Kesselchen. Nach Feierabend dann noch ein kleines Klostertal...

 

@joseph_reich

Meine Hausnummer ist die 10, Hausnummer vom Chef ist die 20.

Die "hohe 8" ist eine andere Gegend...:)

Brunnen habe ich nicht vor der Tür...wohl einen Koi-Teich im Garten.

Gemüsegarten mit Salat, Kräutern und Bohnen...und einige Obstbäume habe ich auch.

Bier trinken nach Feierabend...ist 15 Jahre her...war auch eine schöne Zeit...aber heute nicht mehr "in".:(

Unsere Werkstatt ist die Zweigstelle vom hiesigen Krankenhaus: "septische Abteilung"

So eine saubere Bude ist echt sehenswert!:D

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