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Anfängerfrage aktive Motorhaube

Themenstarteram 5. April 2015 um 15:12

Liebe Forumuser,

ich habe eine kurze Frage an euch und hoffe im richtigen Forumbereich zu schreiben.

Es geht um folgendes:

ich habe die sogenannte "aktive Motorhaube". Wie empfindlich ist diese Haube?

Springt diese auch auf, wenn ich z.B. mit 2-3 km/h auf ein Hindernis auftreffe?

 

Vielen Dank im Voraus und frohe Ostern

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15 Antworten

Bei so extrem niedrigen Geschwindigkeiten wahrscheinlich nicht. Da ist vermutlich zum einen eine gewisse Mindestgeschwindigkeit hinterlegt, zum anderen befinden sich die Sensoren zur Kollisionserkennung hinter der Stoßstange. Bei 2-3 km/h wird also wahrscheinlich nichts passieren.

Was hat die Frage für einen Hintergrund?

Edit:

Hab gerade ein bisschen weiter recherchiert:

Es wird tatsächlich versucht zu unterscheiden, ob es sich um einen Menschen handelt oder nicht. Es gibt dabei offenbar sogenannte "no-fire" Objekte, bei denen die Auslösung unterdrückt wird. Beispielsweise ein Vogel, ein Fußball oder eine Mülltonne.

Eine Mindestgeschwindigkeit habe ich nicht direkt gefunden. Aber es wird oft von Auftreffgeschwindigkeiten >20km/h geschrieben. Es ist also davon auszugehen, dass bei der extrem niedrigen Geschwindigkeit von 2-3km/h nichts passiert. Da ist der Schaden am Fahrzeug wahrscheinlich größer als der Nutzen für den Fußgänger.

Themenstarteram 5. April 2015 um 17:11

Der Hintergrund ist (zum Glück für uns alle) lediglich eine Diskussion mit meinen Freunden über den Sinn einer solchen Funktion in der Praxis.

Wir fanden den Begriff auf der Ausstattungsliste anfangs etwas außergewöhnlich :-)

Alles klar.

Naja, laut verschiedenen Quellen schafft man durch die aktive Motorhaube ca. 50mm mehr Platz zwischen Motorhaube und harten (und somit potentiell gefährlichen) Komponenten im Motorraum. Also im Zweifel lieber von einem Auto mit aktiver Motorhaube über den Haufen fahren lassen.

Ob man dann im Anschluss durch die Luft geschleudert wird und beim Aufprall auf dem Asphalt stirbt, ist eine andere Frage.

Von den über 3000 Verkehrstoten im Jahr in Deutschland waren in den letzten Jahren immer knapp 500 davon Fußgänger. Das sind immer so um die 15%. Also macht eigentlich schon Sinn, wenn man das Problem angeht.

Das System an sich ist schon eine gute Sache. Die Haube wird über vorgespannte Federn in den Scharnieren hochgestellt und federt dann wieder ein, wenn der Fußgänger draufknallt. Trifft der Fußgänger also genau auf die Haube, kann dieses System ihm das Leben retten.

Die Systeme zur Auslösung sind unterschiedlich.

Mercedes hat 3 Crashsensoren vorne verbaut, dieses System kann mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Parkrempler oder Auffahrunfall von einem Fußgänger unterscheiden. Wenn 2 oder 3 der 3 Sensoren auslösen, ist es ja ein breiter Gegenstand in den du gefahren bist.

Citroen hat vorne hinter der Schürze ein Glasfaserkabel verlegt. Wenn es gequetscht wird oder abreißt, löst die Motorhaube aus. Das passiert dann bei jeder Kollision, auch bei Auffahrunfällen. Allerdings nicht bei 2-3 km/h, der Aufprall muss schon so heftig sein dass sich der Wagen vorne verformt.

Mercedes war besonders wichtig, dass da keine weiteren Kosten für den Besitzer entstehen. Bei Fehlauslösung oder bei geringer Aufprallgeschwindigkeit drückt man die hochgestellte Haube zurück, fertig, das System ist wieder auslösebereit. Haben bestimmt auch andere Hersteller so gemacht.

Während Volvo ja den Fußgängerairbag hat. Wenn der losgeht, dann muss der neu.

Moin Moin !

Zitat:

Haben bestimmt auch andere Hersteller so gemacht.

Mindestens BMW nicht .Da sind Sprengkapseln drin ,die nach 5 Jahren erneuert werden müssen, das Herstellungsdatum ist aufgedruckt. Abgelaufenes Datum ist bei der HU erheblicher Mangel !

MfG Volker

Zitat:

@Marco1991 schrieb am 5. April 2015 um 16:33:10 Uhr:

. Es gibt dabei offenbar sogenannte "no-fire" Objekte, bei denen die Auslösung unterdrückt wird. Beispielsweise ein Vogel, ein Fußball oder eine Mülltonne.

Eine Mindestgeschwindigkeit habe ich nicht direkt gefunden.

nene, das löst schon bei vögeln auf der motorhaube aus.

echt link

 

 

kann man diese auch für Parksheriffs "codieren" ?

Zitat:

@ralfkoenig schrieb am 7. April 2015 um 01:16:34 Uhr:

Mercedes war besonders wichtig, dass da keine weiteren Kosten für den Besitzer entstehen. Bei Fehlauslösung oder bei geringer Aufprallgeschwindigkeit drückt man die hochgestellte Haube zurück, fertig, das System ist wieder auslösebereit. Haben bestimmt auch andere Hersteller so gemacht.

Während Volvo ja den Fußgängerairbag hat. Wenn der losgeht, dann muss der neu.

Das geht aber nur beim Benz.

Bei Citroen musste ich schonmal eine ausgelöste Haube reparieren.

Der Glasfaserleiter an der Front muss neu, da er beim Unfall zerstört wird. Die Scharniere müssen auch komplett neu, da sie pyrotechnisch ausgelöst werden, wie ein Airbag.

Die Motorhaube an sich hätte man eigentlich lassen können, wenn nicht der Abdruck vom Radfahrer draufgewesen wäre.

Zitat:

@Marco1991 schrieb am 5. April 2015 um 16:33:10 Uhr:

Es wird tatsächlich versucht zu unterscheiden, ob es sich um einen Menschen handelt oder nicht. Es gibt dabei offenbar sogenannte "no-fire" Objekte, bei denen die Auslösung unterdrückt wird. Beispielsweise ein Vogel, ein Fußball oder eine Mülltonne.

Je nach System.

Mercedes kann das, weil sie 3 Sensoren haben und so die Breite des Aufpralls erkennen.

Bei Citroen ist es egal wo du vorfährst, wenn die Glasfaser gequetscht wird oder reißt, geht die Haube los.

Sex auf der Motorhaube reicht dann wohl doch nicht aus... Auszug aus der 2er tourer Anleitung

Fußgängerschutzsystem, aktiv Prinzip

Mit dem aktiven Fußgängerschutzsystem wird bei einer Kollision der Fahrzeugfront mit einem Fußgänger die Motorhaube angehoben. Zur Erkennung dienen Sensoren unter dem Stoßfänger. Dadurch wird zusätzlicher Deformationsraum unter der aktiven Motorhaube für den anschließenden Kopfaufprall zur Verfügung gestellt. Hinweise Nicht an Einzelkomponenten fassen Nicht an die Aktoren der Scharniere und Motorhaubenschlösser fassen, sonst besteht durch unbeabsichtigtes Auslösen des Systems Verletzungsgefahr.? System nicht demontieren/verändern Das System nicht demontieren oder in sonstiger Weise verändern. An den Einzelkomponenten und an der Verkabelung keine Veränderung vornehmen.? Bei Störungen, Stilllegung oder nach Auslösen Nur Ihren Service mit der Prüfung, Reparatur oder Demontage und für die Verschrottung des Systems beauftragen. Unsachgemäß durchgeführte Arbeiten können einen Ausfall oder ein unbeabsichtigtes Auslösen des Systems zur Folge haben und zu Verletzungen führen.? Grenzen des Systems Die aktive Motorhaube wird nur bei Geschwindigkeiten zwischen ca. 20 km/h und 55 km/h ausgelöst. Aus Sicherheitsgründen kann das System in seltenen Fällen auch dann auslösen, wenn ein Fußgängeraufprall nicht eindeutig ausgeschlossen werden kann, z. B.: ? beim Aufprall auf eine Tonne oder einen Begrenzungspfosten. ? bei Kollision mit Tieren. ? bei Steinschlag. ? bei Fahrt in eine Schneewehe. Ausgelöstes Fußgängerschutzsystem Nach Auslösung oder Beschädigung Nach Auslösung der aktiven Motorhaube oder bei Beschädigung das System prüfen und ersetzen lassen. Diese Arbeiten nur vom Service durchführen lassen, sonst ist eine korrekte Funktion dieser Sicherheitseinrichtung nicht gewährleistet.?

Zitat:

@schreyhalz schrieb am 7. April 2015 um 11:04:53 Uhr:

 

Mindestens BMW nicht .Da sind Sprengkapseln drin ,die nach 5 Jahren erneuert werden müssen, das Herstellungsdatum ist aufgedruckt. Abgelaufenes Datum ist bei der HU erheblicher Mangel !

IIRC betrifft das Ablaufdatum nicht die Aktuatoren, sondern die Gasdruckfedern der Haube?

Moin Moin !

Zitat:

sondern die Gasdruckfedern der Haube?

Das wäre wohl kaum ein EM , und auch nicht unter Systemdaten und Prüfhinweisen aufgeführt.

Scheint aber auch bei BMW verschiedene Versionen zu geben , ich hatte erst 3 mal einen mit aktiver Haube, bei dem letzten ,den ich vor ein paar Wochen hatte , gab es dieses "Haltbarkeitsdatum" nicht

MfG Volker

Ich könnte mir problemlos vorstellen, dass zur korrekten Funktion der aktiven Motorhaube das richtige Zusammenspiel von Aktuator und Gasdruckfeder notwendig ist und deswegen beides zu prüfen ist.

Leider habe ich offensichtlich den Screenshot von der FSD-Anwendung nicht mehr, den ich beim ersten entsprechenden Auto mal gemacht hatte.

Ich weiß nur noch, dass das Ablaufdatum nicht gerade einfach zu finden ist...

Jetzt habe ich extra nochmal nachgeschaut:

Es sind wirklich die Dämpfer.

Siehe Bild.

Dsc-0708
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