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Am Steuer sind wir Raser

Themenstarteram 1. September 2020 um 8:04

https://www.n-tv.de/.../...nd-wir-fast-alle-Raser-article22004170.html

Und wenn wir erst einmal drin sitzen im schnellen Gefährt, tut die Optik bei unseren Mitmenschen ihr Übriges: "Es gibt eine Reihe von Effekten am Fahrzeug, die dafür sorgen, dass man gerne etwas aggressiver fährt", sagte André Bresges. "Der weit aufgerissene Rachen des Kühlergrills signalisiert Gefahr, ein anpreschendes Raubtier. Die flachen, blitzenden Scheinwerfer signalisieren: Da fixiert mich jemand. Und wenn wir im Rückspiegel so ein Augenpaar flackern sehen, setzt das den ganzen Körper unter Stress, weil es bedeutet: 'Achtung, Gefahr. Geh weg, schnell auf die rechte Spur!'"

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167 Antworten

Was ist denn das für ein Quatsch!

Sobald manche Menschen sich in ihre Blechdose setzen schaltet das Hirn auf Stand-by und das Verhalten des normal so friedlichen Mitmenschen wird total aggro und egoistisch. Das ist ein Phänomen welches ich nie verstehen werde. Die Effekte am Fahrzeug kann man sehen wie man will. Gibt darüber auch Videos wie andere Empfinden, wenn einer hinter ihnen fährt.

Zitat:

@Seelze 01 schrieb am 1. September 2020 um 08:07:35 Uhr:

Was ist denn das für ein Quatsch!

Ich würde das ganze Problem noch viel härter ausdrücken.

Der Artikel krankt m.E. daran, dass er in seiner verkürzten Darstellung keine Differenzierung mehr zu lässt.

Würde man die Aussagen des Artikels als gegeben annehmen, wären wir alle unfähig, langsam an Kindergärten und Schulen vorbeizufahren. Erstaunlicherweise schaffen es viele Autofahrer sehr wohl, nur leider zu viele Deppen nicht.

Es ist also kein Evolutionärer Fehler, sondern es ist durchaus ein bewusstes Fehlverhalten.

Ersteres wäre ja auch nicht vorwerfbar, weshalb ich die Aussage des Artikels in dieser Form für katastrophal halte. Es ist eben die Anforderung an zivilisierte Menschen, gewisse archaische Triebe nicht überall auszuleben.

Klar macht es Spaß ein Rennen zu fahren. Aber das hat eben im Straßenverkehr nichts zu suchen, was einer absoluten Mehrheit an Autofahrern zum Glück auch bewusst ist.

Das ganze nennt man schlicht Impulskontrolle. Deswegen haue ich auch nicht jeden der mich ärgert mit einer Keule über den Kopf oder schleife Frauen bei Gefallen an den Haaren in meine Höhle. Weil mir bewusst ist, dass dies moralisch falsch und gesellschaftlich nicht funktional wäre.

Solange wir es gesellschaftlich zulassen, das wir uns alle in tonnenschweren Stahlkolossen mit gefährlicher Geschwindigkeit durch unsere Innenstädte und Vororte bewegen dürfen, gilt es eben, die schlimmsten Spinner konsequent von diesem Recht auszuschließen.

Im Prinzip hat er ja Recht.

Und natürlich kann er nicht auf alle Einzelheiten eingehen, ist ja kein Buch. Außerdem soll der kurze Beitrag provozieren und zum Nachdenken anregen.

Eine interessante Beobachtung meinerseits ist ja, dass der IQ bei Rasern keine Rolle spielt. Wenn es jemand besonders eilig hat, dann werden die Regeln gerne mal flexibel ausgelegt.

Quatsch find ich das nicht, und manchmal muß man ja auch bissl übertreiben, um etwas zu verdeutlichen !

Gibt's aber in abgemildeter Form ja auch schon hier :

https://www.motor-talk.de/.../...alte-bin-ich-nie-schuld-t6785544.html

Dazu noch "Gruppenzwang/Herdentrieb" :

https://www.motor-talk.de/.../...er-dem-verkehrsfluss-an-t6927675.html

. . . und schon isses passiert . . . wir sind eben alle kleine Sünderlein . . .

Und es legt ja eh (fast) jeder auch in Abhängigkeit vom jeweiligen Fahrzeug die Regeln etwas nach seinem Gutdünken aus :

-- Wer fährt in der Tempo-30-Zone mit dem Auto wirklich immer max. Tempo 30 ? ---> Autofahrer seltener als Radler . . .

-- Fast kein LKW auf der Autobahn fährt die max. erlaubten 80, da haben sich so knappe 90 schon fast fest eingebürgert . . .

-- Für wen sind dafür rote Ampeln nicht immer ganz soo wichtig ? ---> Für Radler eher als für Autofahrer . . .

usw. usw.

Das ist ein total alter Hut, der vor 40 Jahren bei "P.M." schon als "Reptilien-Gehirn" vermarktet wurde. Jetzt eben - zeitgeistgerecht - dem Autofahrer übergestülpt. Alle Autofahrer sind "Raser".

Ist heute aktueller den je, wenn man sieht was auf den Strassen so abgeht wenn "demonstriert" oder "abgefeiert" wird.

Ahja..... jetzt frage ich mich nur, was Demonstrationen mit Rasern zu tun hat. :confused::rolleyes:

Zitat:

@augenauf schrieb am 1. September 2020 um 10:26:40 Uhr:

Ahja..... jetzt frage ich mich nur, was Demonstrationen mit Rasern zu tun hat. :confused::rolleyes:

Randale, Plünderung, Schlägerei mit und ohne Polizei nutzt dieselben Gehirnareale.

War das so schwer?

Zitat:

@augenauf schrieb am 1. September 2020 um 09:45:28 Uhr:

Im Prinzip hat er ja Recht.

In der Pauschalisierung kann man nicht "im Prinzip recht haben".

In dem Artikel wird ein Muster beschrieben, weshalb einige Autofahrer sich katastrophal falsch verhalten. Was mir nicht passt, ist der Sprung darauf, dass dies quasi ein Naturgesetz ist. Denn das entschuldigt diese Deppen doch im Grunde noch.

Das dies Blödsinn ist, beweisen jeden Tag Millionen von besonnenen und rücksichtsvollen Verkehrsteilnehmer.

Aber ein Artikel über "Erna Kaschunke, die am Kindergarten freiwillig bis auf Schrittgeschwindigkeit herunterbremst" ist weniger Auflagenstark, als der über den "Todesfahrer von XY".

Zitat:

@Moewenmann schrieb am 1. September 2020 um 10:28:34 Uhr:

Zitat:

@augenauf schrieb am 1. September 2020 um 10:26:40 Uhr:

Ahja..... jetzt frage ich mich nur, was Demonstrationen mit Rasern zu tun hat. :confused::rolleyes:

Randale, Plünderung, Schlägerei mit und ohne Polizei nutzt dieselben Gehirnareale.

War das so schwer?

Ahja...

Und die Lösung lautet 42?

Das erinnert mich irgendwie an die Killerspiel Debatte von damals. Totaler Müll und typisch deutsches Schubladen denken..:rolleyes:

Solche Artikel sollen vielleicht zum Nachdenken bewegen wie @augenauf schon richtig schrieb, haben aber leider oft den Effekt, das sehr viele den für bare Münze nehmen und sich die im Artikel aufgeführte Meinung auf die Fahne schreiben. Das wird dann als Fakt genutzt um ,in der eh Politisch angespannten Stimmung was Auto fahren angeht, ordentlich druck zu machen.

Ich bin immer vorsichtig bei sowas, viele sehen Sarkasmuss, übertreibung oder einfach Humor nicht so deutlich mehr in der heutigen Facebook und Co. Gesellschaft :(

.

Wenn wie in dem Artikel - habs auch gelesen heute früh - jeder als Raser bezeichnet wird der einigermaßen normal durch die Gegend fährt - was sind dann diese komplett kranken die in der vergangenen Nacht auf dem Ku-Damm ein Rennen veranstaltet, dabei einen Unfall verursacht und eine Frau mit Kleinkind schwer verletzt haben?

Zu denen würde ich mich sicher nicht zählen.

Idioten?

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