Alltagstauglicher Gebrauchtwagen für unter 1.000€ Kaufpreis (mit Automatik und 5 Türen)?

Guten Abend an alle,

ich überlege mit zur Zeit, ob ich meinen Golf 4 1.4 16V verkaufe (Kostengründe und Aufwand für neuen TÜV) und den Erlös für einen Teil des Kaufpreises eines "neuen Alten" verwende.

Als einen "neuen Alten" wünsche ich mir folgende Ausstattung:

- 5 Türen und Automatikgetriebe
- günstig in Steuer & Versicherung
- Alltagstauglich (vor allem im Stadtverkehr)

Der Kaufpreis sollte nach Möglichkeit nicht höher als 1.000€ sein, sehr gerne auch darunter. Ich frage mich halt eben, welche Autos (sprich welche Modelle) gebraucht für so einen Preis zu bekommen sind und auch Sinn ergeben würden?

PS: Der Kilometerstand oder die Motorengröße, als auch leichte Gebrauchsspuren oder das Alter sind für mich nicht so sehr relevant.

Vielen Dank für alle Antworten im Voraus.

46 Antworten

Grundsätzlich sollte man in der 1000€ Liga, die Möglichkeit haben selber zu Schrauben, denn nur dann könnte man eventuell mit viel glück günstig fahren.

Bevor du jedoch mit 1000€ Kisten immer nur zum nächsten TÜV Termin fährst und dann die nächste holst, nimm gleich ein Auto im Bereich 2000...3000€, ein Model mit wenig bekannten großen Problemen, eins mit wenig bekannten Rostproblemen. So eins könntest du auch mal 5 Jahre fahren und 2x übern TÜV bringen.

Eventuell auch ein Auto mit "Blechschaden"(Kotflügel, Kofferraumklappe, tauschbare Teile), klingt komisch, aber das schreckt viele ab. Holst vom Verwerter ein Austauschteil (gleich in Wagenfarbe, oder Spraydose) und gut ist.

Der 6er im Lotto wäre, du kennst einen, der einen kennt, der einen kennt, dessen gestorbener Opas 20 jahre alter Garagen-Polo abzugeben ist und die Werkstätten nur 300€ bieten...

Obwohl ich "Opa" Autos auch nicht blind kaufen würde .. spätestestens seit dem Autodoktoren Kupplungs-Opa Video, sollte klar sein an was für Mühlen man da geraten kann ...😁

Da ist das Auto vom ehemaligen Studenten, der am Wochende in die Heimat pendelte und ansonsten den Service an Papa oder die werkstatt übergeben hat, die bessere Wahl...

Wenn ich in meinem Bekanntenkreis schauen, gibt es in allen Altersgruppen Leute die eher ein Auto runterrocken, oder pfleglich behandeln, ich sehe kaum einen Zusammenhang zum Alter...

Nur das immer weniger Bock auf den Privatverkauf haben, da gehts leiber gleich an einen Exporteuer oder als Inzahlungsnahme beim Neukauf...

heißt ... etliche auch gute Wagen tauchen auf dem freien Markt erst garnicht auf...

Ich nehm einfach mal den Opa meiner
Frau: 1996 neuen Peugeot zur Rente gekauft 2016 erste Kupplung durch (144tkm) 2019 2.Kupplung durch (152tkm) aktuell 3. Kupplung kurz vorm Ende aber er ist es nicht Schuld die Qualität der Kupplungen nimmt ab!😉

Kenne ich ... vom eigene Opa wärend seinen letzten Autofahrerjahren ... die ganzen Kampfspuren an seinem Auto waren immer irgendwelche fremden bösen Leute auf Parkplätzen ... nur blöd das wir irgendwann immer mehr Kampfspuren auf seinem Grundstück/Garage gefunden haben ...😁

Und ohne zusätzliches Ladegerät ging nichts mehr im Winter, da wurde zum 3km entfernten arzt A gefahren, 2 km weiter zum Kaufland, 2 km zur Apotheke, 2 km zum Arzt B und weil es die Butter im Angebot beim ALDI gab, da auch noch mal ran = ultraKurzstreckenbetrieb 1-2 x die woche...🙄

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Zitat:

@tartra schrieb am 7. Dezember 2020 um 12:07:08 Uhr:


Obwohl ich "Opa" Autos auch nicht blind kaufen würde .. ...

ich hätte im Januar eines zum kg-Preis (oder evtl. geschenkt) haben können - und habe es nicht genommen:

- Kupplung akut defekt

--> eine richtige Probefahrt wäre erst nach dem Einbau(enlassen) einer neuen Kupplung möglich gewesen

- wegen der geringen Laufleistung (unter 110.000 km in 24 Jahren) hatte es bislang niemand für nötig gehalten, mal den Zahnriemen zu wechseln

- Reifen mit DOT-Nummern aus den 1990er Jahren

- und dazu noch an zwei unschönen Stellen - um die Domlager herum - größere, aber erst bei genauerer Betrachtung sichtbare Durchrostungen

1000 Euro Autos sind in der Regel nicht zum 2 Jahre sorglos fahren, sondern haben meist einen Wartungsstau.
Das sind dann meist Oelwechsel (komplette Inspektion macht da eh keiner mehr), Bremsfluessigkeitswechsel, Bremsen, Reifen.
Oelwechsel, wenn man den selbst machen kann, ca. 50 Euro
Bremsen komplett Selbstkostenpreis je nach Fahrzeug 150-200 Euro (bei billigen aus dem Zubehoer)
4 Reifen der Marke "schwarz und rund" 150-200 Euro.
Da kommen dann gerne auch mal kaputte Stossdaempfer und diverse Fahrwerksgummies, die faellig sind, dazu, sowie ein Auspuff kurz vorm runterfallen.
Evtl. noch Zahnriemenwechsel/Steuerkettenwechsel oder Wartung.

Fazit: wenn man nicht gut aufpasst und alles selbst machen kann, kommt da ruckzuck nochmal das doppelte an Reparaturen dabei.
Der Wunsch nach Automatik macht das ganze nicht einfacher, weil bei Autos in dem Alter\Preisklasse selten

Gute das du es ansprichst mit der Automatik.

Jemand, der ein Auto für 1000€ sucht, ist jemand, der für Mobilität generell wenig ausgeben will (eben auch nicht für Sprit und Unterhalt).

Ein brauchbares Automatikauto für 1000€ wird im Klein- bzw. Kompaktwagensegment sehr schwierig (generell wenig Auswahl).
Im älteren Ober(mittel)klasse / Luxus Segment bekommst du da vielleicht was, weil dort der Automatikanteil höher ist, aber die sind auch nicht brauchbar und erst recht nicht günstig in Unterhalt, da sie meist ordentliche Säufer sind (von Ersatzteil / Verschleißteilpreise ganz zu schweigen).
Ist meinerseits jedenfalls nicht empfehlenswert

Zitat:

@taurus1 schrieb am 8. Dezember 2020 um 09:58:16 Uhr:


...
Der Wunsch nach Automatik macht das ganze nicht einfacher, weil bei Autos in dem Alter\Preisklasse selten

ich bin diesbezüglich sehr "undogmatisch" - ich kaufe immer, was billig in (technisch) gutem Zustand = fahrbereit zu finden ist und einigermaßen die passende Größe hat
(habe weder Bock mit einem 5 m-Schiff in der Innenstadt zu parken noch in einem Corsa oder Polo zu übernachten)

obwohl ich Automatik nicht ausschließen würde, bin ich bei diesem "Beuteschema" bislang NUR zu Handgeschalteten Autos gekommen ...

--> dieses Kriterium könnte so 97 % oder 98 % des Angebots ausschließen 😉

Was nach meiner Erfahrung als nur Kombisucher auch gut angeboten wird: Ford Focus als Limousine, evtl. mit nur 3 Türen. Die will keiner. Ich habe da sehr schöne Modelle in der Klasse +/- 1000€ gesehen. Auch Händler sind oft preisnachgebend und froh die Dinger zu verkaufen.

Bei alten Japanern kann man glück haben und Automatik finden, mir fällt spontan der Starlet ein, war seinerzeit ein Zuverlässigkeitswunder und da gibt es immer wieder mal Automaten im Angebot .... ABER die Cityflitzer sind alle über 20 Jahre alt ... damit eigenlich auch Wundertüten und on Top Defekte die Altersbedingt kommen, egal wie sorgsam mit umgegangen wurde ... die weichmacher sind halt einfach mal irgendwann weg ..😁

Ich habe vor etwas über 2,5 Jahren meinen Berlingo (2001) für 1100€ gekauft, vom Händler. 2 Jahre TÜV, 151tkm.
Mittlerweile hat er den nächsten TÜV ohne Mängel bekommen. Der zieht im Urlaub auch die ganze Sippe mit Wohnwagen durch ganz Deutschland.
Jetzt hat er 183tkm drauf.

Gemacht in 2 Jahren:
- Anlasser
- 4 Reifen
- Bremsbeläge vorne
- paar Ölwechsel
- Motorstützlager (war überflüssig, hab falsch diagnostiziert)
- Kupplungszug
- Traggelenke
- Querlenker
- Auspuff ab Kat

Das war's. Jetzt bekommt er noch ne neue Kupplung, weil das Ausrücklager quietscht, Zahnriemen ist auch bald fällig. Ist aber egal, der ist so gut und zuverlässig, das lohnt sich.

Autos in der Preisklasse sind also mitnichten unbedingt am Ende.

Naja, geht man davon aus, dass der TE kein Selbstschrauber ist und schaut man sich diese Reparaturaufstellung für den 1,1k € Beringo an:

"

Gemacht in 2 Jahren:

- Anlasser

- 4 Reifen

- Bremsbeläge vorne

- paar Ölwechsel

- Motorstützlager (war überflüssig, hab falsch diagnostiziert)

- Kupplungszug

- Traggelenke

- Querlenker

- Auspuff ab Kat

Das war's. Jetzt bekommt er noch ne neue Kupplung,"

Sehe ich hier Reparatur-/Service-/ Ersatzteilkosten von grob geschätzt ca. 3000-3500 € (freie Werkstatt als Kostengrundlage) für gefahrene ca. 35000 Km.

Das sieht der MTler mit dem Berlingo noch als sehr günstig an!!

So, jetzt hat der TE nochmal eine Vorstellung davon, was so ein Billigeimer für Kosten verursachen kann, obwohl er es von seinem Golf 4 doch eigentlich bereits wissen müsste.

Zitat:

@Bamako schrieb am 8. Dezember 2020 um 12:34:49 Uhr:


... Berlingo (2001) für 1100€ gekauft, vom Händler. 2 Jahre TÜV, ...

Gemacht in 2 Jahren:
- ...
- Kupplungszug
- ...

dann hat der Berlingo aber nicht die vom TE gewünschte Automatik 😉

generell sehe ich da kein Problem - zumindest was EINE HU-Periode betrifft

hatte auch z.B. von Anfang 2018 bis Anfang 2020 einen für 600 Euro mit 22 Monaten HU gekauften Mazda 626 - der mich in den 2 Jahren nur 300 Euro in der Werkstatt gekostet hat (weil hinten Bremsbeläge und -scheiben fällig waren)
die für eine Erneuerung der HU erforderlichen Schweissarbeiten wäre in Westeuropa aber teuer geworden ... weshalb ich mich nach 2 Jahren vom dem Auto leider trennen musste ...

Zitat:

@Volvoluder schrieb am 08. Dez. 2020 um 12:51:05 Uhr:


Naja, geht man davon aus, dass der TE kein Selbstschrauber ist und schaut man sich diese Reparaturaufstellung für den 1,1k € Beringo an:........

Selbstverständlich, als nicht- selbstschrauber ist so ein Fahrzeug nichts.

Da sollte man in der Tat bei 1000€- Fahrzeugen maximal den Resttüv runterfahren und dann wechseln. Wer sowas in der Werkstatt machen lässt, wäre mit einem Leasingfahrzeug besser beraten.

Die Materialkosten für die bereits ausgeführten Reparaturen/Wartungen an meinem Fahrzeug liegen bei ca. 500€.

Generell muss man sich überlegen ob man 1000€ in ein Auto investiert das man kennt und mag (?)
oder lieber für 1000€ ein auto kauft was relativ frischen tüv hat und keine akuten Mängel.

-Oft fällt zum tüv doch mehr an als man denkt und manchmal hat man auch lust auf was neues. Deswegen tendiere ich immer zum zweiten.

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