ADAC Zufriedenheitsstudie; Letzter Platz für Chevrolet
Hallo Chevroletgemeinde!
In der aktuellen Ausgabe der MW belegt Chevrolet den letzten Platz mit fallender Tendenz. Zwar immer noch eine 2 vor dem Komma, aber vielleicht sollten wir hier mal ein bisschen Ursachenforschung betreiben.
Ich denke das Hauptproblem von Chevrolet ist, dass die Autos in der Regel nur eine "Nebenmarke" der Autohäuser ist und z.B. Opelhäuser die Chevys öfter stiefkindlich behandeln, um die Kunden eher zu den höherpreisigen Autos zu locken.
Ein weiterer Grund liegt natürlich auch in der Modellpolitik, eher günstige Autos ohne die großen technischen Innovationen, da kann man in der Regel nur wenig "Staat" mit machen. Mir persönlich ist das ja sehr lieb, ich freue mich immer wieder, sowohl mit Nubira als auch mit dem Orlando viele tausend Euros gegenüber vergleichbaren Fahrzeugen gespart zu haben, ohne das Gefühl zu haben ein minderwertiges Auto zu besitzen. Bisher bin ich auch sehr zufrieden, vor allem der Orlando macht richtig Laune 😁😎! Im direkten Vergleich mit seinen Mitbewerbern (auch wieder einige in der Motorwelt) ist er nicht nur unschlagbar günstig, sondern auch genauso wie ich mir meinen Van vorgestellt habe. Ohne Aufwand ruckzuck eine glatte Lade- und Liegefläche. Und das Design (klar, kann man drüber streiten) ist einfach klasse! Kleine Nebenfrage? Ist der Diesel vom neuen Zafira eigentlich weitgehend identisch mit dem Orlandomotor?
Was meint ihr dazu? Oder kann man das Ganze getrost ignorieren, da ja schließlich eine 2 auch eine gute Note ist?
Beste Antwort im Thema
Hallo,
"unabhängige" Autotests gibt es keinem Land mit nenneswerter eigener Autoindustrie.
Da hat jede Zeitschrift, also auch die Motorwelt, so ihre speziellen Rücksichten, die sie auf ihre besten Anzeigenkunden zu nehmen hat.
Zudem darf man auch die "unorganisierte Lobby" der Autofahrer nicht unterschätzen, denn da ja nun einmal viel mehr Autofahrer mit VW, Opel oder Ford unterwegs sind als mit Importfahrzeugen, würden diese wohl ziemlich empört reagieren, wen ihr heissgeliebter und entschieden zu teuer bezahlter Golf mal schlechter abschneidet als z.B. ein "billiger" Hyundai I30.
Mit dem z.B. der "Looser" von Nachbar herumfährt und frech behauptet als wäre er damit hochzufrieden, obwohl ihm doch eindeutig nur das Geld für ein "richtiges"- weil deusches - Auto fehlt.
Die Krönung dieser ganzen Leuteverdummung ist in der aktuellen "Motorwelt" zu lesen, und zwar nicht in Bezug auf die üblichen Autotests - wo schon einmal ein völlig überteuerter VW UP mit nicht nachvollziehbaren Argumenten "schöngeredet" wird, um diesen bloss nicht schlecht aussehen zu lassen - sondern bei einem Test von Mokick-Rollern.
Für blöd müssen die Redakteure ihre Leser eigentlich halten, wenn sie einen fast 3000 Euro teuren Vespa-Roller als "kostengünstiger" darstellen wollen als ein Exemplar das z.B von ATU und Co. für 750 Euro angeboten wird ?
Als Begründung werden die höheren Wartungskosten angegeben.
Da werden dann für die Vespa in 3 Jahren Nutzungsdauer - für mich als "Auch-Zweiradbesitzer" absolut nicht nachvollziehbare - schlappe 200 Euro Wartungskosten in den Raum gestellt, während dem "Billigroller" im selben Zeitraum mindestes 700 Euro Wartungskosten angedichtet werden.
Ich bin wahrlich kein Fan von Chinaschrott, aber dies Rechnung ist so hanebüchen das bei mir alle Hirnzellen vor Schmerz laut aufschreien.
Für anteilig 70 Euro im Jahr bekommt man definitiv keine Inspektion für einen Vespa in der Vertragswerkstatt, Verschleißteile - die auch bei der Vespa anfallen - werden beim ADAC erst gar nicht eingerechnet.
Da kommen die 200 Euro an Wartung und Verschleissteilen beim Low-Cost-Roller schon eher hin
Aber selbst wenn die ADAC-Rechnung stimmen würde, so sind 2900 Euro Kaufpreis und 200 Euro Wartungskosten für 3 Jahre (viel länger halten die kleinen Roller ohnehin nicht durch wenn man sie intensiv nutzt) stolze 3100 Euro.
750 Euro Kaufpreis + 750 Euro fiktive Wartungskosten für den Low-Cost-Roller sind noch nicht einmal halb soviel wie die Kosten der Vespa.
Selbst wenn ich den REX-Roller nach 3 Jahren verschrotte und einen neuen kaufe, dann müsste die Vespa 6 Jahre gefahren werden um eine Preisparität zu erreichen.
In 6 Jahren Nutzungsdauer ist der Verschleiß aber mit Sicherheit so hoch das da das eine oder andere teure Erstzteil fällig wird.
Ich will jetzt keine Diskussion über Billig-Roller lostreten - so Teil würde ich persönlich auch nicht kaufen - aber ich finde es ein schönes Beispiel wie Leser im Sinne der zahlungskräftigen Anzeigenkunden manipuliert werden.
Und das beschänkt sich keineswegs auf Fahrzeuge, sondern geht über Reifen, Werkstätten Zubehör, Reisen, Versicherungen, Kraftstoffe, Öle etc. belibeig weiter.
Wenn ich einen halbwegs neutralen test lesen will, dann schaue ich z.B. bei den Schweizern vorbei.
Die Schweizer bauen keine Autos, testen diese also bevorzugt auf Alltagstauglichkeit und halbwegs neutral auf die realistischen Kosten.
Da schneidet dann halt ein Cruze auch schon mal genauso gut oder auch schlecht ab wie sein genetischer Bruder namens Astra.
Technisch lassen sich nämlich bei diesen lediglich unterschiedlich gekleideten Zwillingen die Abweichungen in den "unabhängigen Endergebnissen" keinesfalls rechtfertigen, wie sie in deutschen Zeitschriften veröffentlicht werden.
Das Gleiche gilt Werkstättentests, denn was interessiert mich wie die Chevrolet-Werkstatt in Chemnitz arbeitet, wenn ich mein Fahrzeug in meiner Werkstatt warten lasse, der ich schon seit über 30 Jahren meine diversen Opel-Modelle anvertraut habe?
Fritten schmecken auch nicht überall gleich, nur wiel die Rohware vom selben Lieferanten kommt.
Es kommzt darauf an wer die Fritten im Fett badet.
Ganz übel finde ich die Statistiken über Pannenhäufigkeiten.
Wenn ich einen VW fahre, dann ist es halt wesentlich einfacher einen VW-Notdienst zu erreichen, der mir per Mobilitätsgarantie weiterhilft als bei einem "Exoten".
Mit dem Chevy versuche ich zwar dasselbe, im Zweifel vertraue ich aber wohl eher darauf das der ADAC - für den ich, trotz Mobilitätsgarantie von Chevrolet, ja brav meine Beiträge bezahle - schneller vor Ort ist um mir im Pannenfall weiterzuhelfen.
Das wird bei DACIA, FIAT oder Renault nicht anders sein.
So ist bei uns von ehemals 4 FIAT-Werkstätten auch nur eine übrig geblieben.
Wie lange man da als FIAT-Fahrer im Pannenfall auf markenspezifischen Hilfe warten muss, sollte jedem klar sein.
Na ja, wie unsere beiden Chevys sich in der Praxis bewähren kan ich nach den paar tausen Kilometern noch nicht beurteilen.
Warte wir´s einfach ab.
An unseren Combos muste jedenfalls in der ersten Zeit nach dem Kauf so Einiges nachgebessert werden, beim Cruze und auch beim Aveo war seit dem Kauf noch nichts zu beanstanden.
Hoffen wir dass es so bleibt.
Schönen Sonntag noch
Reimund
50 Antworten
Hinweis: ich selbst habe nichts von "Nationalstolz" oder dergleichen erzählt, auch Skoda läuft nicht als Deutsch. *falls das auf meinen Post bezogen war*. Die Bauteile sind alle International und viele "Deutschen" Hersteller fertigen je Produktreihe ebenso oft im Ausland als in Deutschland selbst. Da habe ich überhaupt keine Rosa-Filter-Brille auf sondern das sehe ich ganz genauso.
Aus diesem Grund habe ich auf das Gesamt-Paket vom Fahrzeug(typ) und Zustand (neu/gebraucht) als Basis - und die Kette Fachhändler / Werkstatt sowie Hersteller (Kulanz und Kundenrichtlinie) verwiesen.
Nicht ein einzelner Punkt trägt zur Zufriedenheit bei, sondern die Summe im Ergebniss macht´s.
Die Materialanmutung, Wirtschaftlichkeit und Preis/Leistungs (Image) Verhältniss insgesamt bestimmen meist nur den Einstieg zu einem Auto;
Stör-unanfälligkeit, Wartungsinterwalle/Kosten sowie die Händler/Werksatt-Qualität wie man auch mit dem Kunden umgeht, das insgesamt bestimmt dann mit dem Auto als Basis zusammen die Kundenzufriedenheit (und da spielen auch Zuverlässigkeit, Transparenz, Termintreue, Serviceleistungen und wie man mit dem Kunden was Kommuniziert ect mit rein).
Daher auch meine eindeutige Bewertung dass ich mit dem Auto ansich vom Fahrverhalten ect. völlig zufrieden und glücklich wäre, WENN... nicht die Unzuverlässigkeiten bei meinem Auto und eben die Materialverarbeitung der Bauteile sowie (und insbesonders) die Händlerkette mit Vertragswerkstatt das ganze zum Abschuss gebracht hätten.
Das nicht nur ich von dieser Kette betroffen bin, zeigen dann eben die ganzen MKL / Motorschaden ect. Treats womit die ganzen Foren voll sind. Wenn ich also mit meinem Auto kein Einzelfall bin sondern dies über die ganze Baureihe bekannt ist (wenn man sich etwas damit auskennt und das erwarte ich von einem FACH Händler bzw. einer FACH-Händlerwerkstatt) - und man den Kunden für Blöd verkaufen will - und sich dazu noch unfähig und unwillig dranstellt - und das über drei Fachhändler hinweg - dann gibt´s für mich eben keinen Zweifel mehr.
Es kann immer mal ein Auto oder ein Bauteil einen Defekt haben. Die Frage ist, wie ich mit dem Problem und dem Kunden umgehe und welche Lösungen ich wie umsetze und kommuniziere.
Zitat:
Original geschrieben von Eifelswob
Hi,
ich befürchte auch, dass viele Autohäuser die Chevrolets stiefkindlich behandeln, damit man zu einer der bevorzugten Hausmarke wechselt. Gibt es eigentlich ein reines Chevrolet Autohaus?Ja, 4 in Worten VIER !!
Solange bei Chevrolet nur die Verkaufszahlen, sorry ich meine die Zulassungen zählen, wird sich da auch nichts ändern.
Die reisen doch rum und wollen in Häuser mit vielen Filialen.
Denen wird dann so ein bis 2 Jahre der Mund mit Honig bekleistert, damit sie grosse Paketet zu Wahnsinns-Preisen abnehemen, Zulassen und raus schmeissen.
Der seriöse und wirtschaftlich denkende Unternehmer bleibt noch öfters auf der Strecke,als der lästige Kunde, der eine Reklamation vorträgt. Dann betiteln die selben leute, welche zuvor den Wagen verkauften, den Chevrolet als Billig-Koreaner-Ami, bei dem halt alles so ist wie es ist.Alles auf kurzfristigen Absatz ausgelegt.
Und eins, zwei, drei, sind die Verantwortlichen wieder weg und arbeiten für die nächste Automarke...
Zudem:
Ersatzteilbeschaffung schlecht, keine bezahlung von Kundenersatzwagen bei Garantieschäden , teilweise lächerliche Ersatzteilpreise und Margen...
Aber: Chevy runs deep!
Zitat:
Ersatzteilbeschaffung schlecht, keine bezahlung von Kundenersatzwagen bei Garantieschäden , teilweise lächerliche Ersatzteilpreise und Margen...
Bei den ersten beiden Punkten muss ich dir leider Recht geben...hoffe aber auf Besserung und mehr Kulanz durch Chevrolet, wenn sie in Europa durch Service Ernst genommen werden möchten.
Zitat:
Original geschrieben von MeinChevyAveo
Bei den ersten beiden Punkten muss ich dir leider Recht geben...hoffe aber auf Besserung und mehr Kulanz durch Chevrolet, wenn sie in Europa durch Service Ernst genommen werden möchten.Zitat:
Ersatzteilbeschaffung schlecht, keine bezahlung von Kundenersatzwagen bei Garantieschäden , teilweise lächerliche Ersatzteilpreise und Margen...
Ich kann - nach 9 Jahren Chevrolet und Chevy Nr. 3 und 4 im täglichen Einsatz diese Kritik nicht nachvollziehen:
- Ersatzteilversorgung: Hat noch nie zu Problemen geführt, der Wagen stand noch nie länger als 24 Stunden in der Werkstatt. Dass Ersatzteile, die auf die Einsatzfähigkeit des Wagens keinen Einfluss haben, auch mal dauern können, stört nicht - und ist bei anderen Marken auch so (bei uns zuvor VW und Audi).
- Auch die Ersatzteilpreise gehen für mich völlig in Ordnung, zum Teil sind sie richtig günstig. Vergleichsmaßstab sind für mich auch hier die Originalersatzteilpreise bei VW und Audi.
- Wenn ich die Wahl habe zwischen Garantie und Kulanz, dann wähle ich Ersteres. Bei Chevrolet immerhin 3 Jahre und bislang immer sehr großzügiger Handhabung. Da könnten sich insbesondere die deutschen Hersteller mal ein Beispiel daran nehmen.
- Eine Mobilitätsgarantie greift - bei allen Anbietern - immer nur, wenn man mit dem Wagen liegen bleibt. Bei Werkstattaufenthalten greift sie nie, der Garantiefall hat damit nichts zu tun.
Zu der Glaubwürdigkeit von ADAC-Bewertungen verweise ich nur auf die Herstellerbewertung des ADAC, den Automarxx: Da werden Chevys in der Sicherheit noch immer mit mangelhaft bis ungenügend bewertet, obwohl sie in den Crashtests mittlerweile alle Spitzenplätze belegen.
Die deutsche Autolobby funktioniert. Aber es gibt ja auch Tests außerhalb Deutschlands. Die helfen weiter...
Ähnliche Themen
Zitat:
Original geschrieben von Cruezle
Die deutsche Autolobby funktioniert. Aber es gibt ja auch Tests außerhalb Deutschlands. Die helfen weiter...
Kann ich doppelt und dreifach unterschreiben
Zitat:
Bei Werkstattaufenthalten greift sie nie, der Garantiefall hat damit nichts zu tun.
Wir reden hier ja auch NUR von der Garantie und nicht von der Mobilitätsgarantie!!!
Hatte vorher einen Toyota und habe dort bei einem Garantiefall (also Teil defekt) IMMER einen kostenlosen Ersatzwagen bekommen!
Zitat:
Ersatzteilversorgung: Hat noch nie zu Problemen geführt, der Wagen stand noch nie länger als 24 Stunden in der Werkstatt. Dass Ersatzteile, die auf die Einsatzfähigkeit des Wagens keinen Einfluss haben, auch mal dauern können, stört nicht - und ist bei anderen Marken auch so (bei uns zuvor VW und Audi).
Musste 4 Wochen (!!!!) warten, bis das Erstzteil im Autohaus angekommen war und muss/musste somit mit einem extrem klapperndem Fahrzeug herum fahren, so das selbst der Meister meinte, das Auto lieber stehen zu lassen und viel schlimmer, das sich Leute umgedreht haben! Ein sehr unangenehmes Gefühl...
Ich habe nun mal anscheinend das Pech, ein Montagsauto gekauft zu haben und daher bitte ich auch mal meine Lage zu verstehen. Ein Neuwagen der innerhalb von 7 Monaten ganze 7 Mal wegen Garantiefällen und Materialschwächen (wie der Meister auch selber sagte) in der Werkstatt war!!! Ich denke dass ich genug Grund habe, um die Lage so zu sehen...
Übrigens bekomme ich für die anstehende Reparatur einen kostenlosen Ersatzwagen, der "private" Chevy von meinem Verkäufer! Service vom Autohersteller sieht anders aus...
Hallo,
"unabhängige" Autotests gibt es keinem Land mit nenneswerter eigener Autoindustrie.
Da hat jede Zeitschrift, also auch die Motorwelt, so ihre speziellen Rücksichten, die sie auf ihre besten Anzeigenkunden zu nehmen hat.
Zudem darf man auch die "unorganisierte Lobby" der Autofahrer nicht unterschätzen, denn da ja nun einmal viel mehr Autofahrer mit VW, Opel oder Ford unterwegs sind als mit Importfahrzeugen, würden diese wohl ziemlich empört reagieren, wen ihr heissgeliebter und entschieden zu teuer bezahlter Golf mal schlechter abschneidet als z.B. ein "billiger" Hyundai I30.
Mit dem z.B. der "Looser" von Nachbar herumfährt und frech behauptet als wäre er damit hochzufrieden, obwohl ihm doch eindeutig nur das Geld für ein "richtiges"- weil deusches - Auto fehlt.
Die Krönung dieser ganzen Leuteverdummung ist in der aktuellen "Motorwelt" zu lesen, und zwar nicht in Bezug auf die üblichen Autotests - wo schon einmal ein völlig überteuerter VW UP mit nicht nachvollziehbaren Argumenten "schöngeredet" wird, um diesen bloss nicht schlecht aussehen zu lassen - sondern bei einem Test von Mokick-Rollern.
Für blöd müssen die Redakteure ihre Leser eigentlich halten, wenn sie einen fast 3000 Euro teuren Vespa-Roller als "kostengünstiger" darstellen wollen als ein Exemplar das z.B von ATU und Co. für 750 Euro angeboten wird ?
Als Begründung werden die höheren Wartungskosten angegeben.
Da werden dann für die Vespa in 3 Jahren Nutzungsdauer - für mich als "Auch-Zweiradbesitzer" absolut nicht nachvollziehbare - schlappe 200 Euro Wartungskosten in den Raum gestellt, während dem "Billigroller" im selben Zeitraum mindestes 700 Euro Wartungskosten angedichtet werden.
Ich bin wahrlich kein Fan von Chinaschrott, aber dies Rechnung ist so hanebüchen das bei mir alle Hirnzellen vor Schmerz laut aufschreien.
Für anteilig 70 Euro im Jahr bekommt man definitiv keine Inspektion für einen Vespa in der Vertragswerkstatt, Verschleißteile - die auch bei der Vespa anfallen - werden beim ADAC erst gar nicht eingerechnet.
Da kommen die 200 Euro an Wartung und Verschleissteilen beim Low-Cost-Roller schon eher hin
Aber selbst wenn die ADAC-Rechnung stimmen würde, so sind 2900 Euro Kaufpreis und 200 Euro Wartungskosten für 3 Jahre (viel länger halten die kleinen Roller ohnehin nicht durch wenn man sie intensiv nutzt) stolze 3100 Euro.
750 Euro Kaufpreis + 750 Euro fiktive Wartungskosten für den Low-Cost-Roller sind noch nicht einmal halb soviel wie die Kosten der Vespa.
Selbst wenn ich den REX-Roller nach 3 Jahren verschrotte und einen neuen kaufe, dann müsste die Vespa 6 Jahre gefahren werden um eine Preisparität zu erreichen.
In 6 Jahren Nutzungsdauer ist der Verschleiß aber mit Sicherheit so hoch das da das eine oder andere teure Erstzteil fällig wird.
Ich will jetzt keine Diskussion über Billig-Roller lostreten - so Teil würde ich persönlich auch nicht kaufen - aber ich finde es ein schönes Beispiel wie Leser im Sinne der zahlungskräftigen Anzeigenkunden manipuliert werden.
Und das beschänkt sich keineswegs auf Fahrzeuge, sondern geht über Reifen, Werkstätten Zubehör, Reisen, Versicherungen, Kraftstoffe, Öle etc. belibeig weiter.
Wenn ich einen halbwegs neutralen test lesen will, dann schaue ich z.B. bei den Schweizern vorbei.
Die Schweizer bauen keine Autos, testen diese also bevorzugt auf Alltagstauglichkeit und halbwegs neutral auf die realistischen Kosten.
Da schneidet dann halt ein Cruze auch schon mal genauso gut oder auch schlecht ab wie sein genetischer Bruder namens Astra.
Technisch lassen sich nämlich bei diesen lediglich unterschiedlich gekleideten Zwillingen die Abweichungen in den "unabhängigen Endergebnissen" keinesfalls rechtfertigen, wie sie in deutschen Zeitschriften veröffentlicht werden.
Das Gleiche gilt Werkstättentests, denn was interessiert mich wie die Chevrolet-Werkstatt in Chemnitz arbeitet, wenn ich mein Fahrzeug in meiner Werkstatt warten lasse, der ich schon seit über 30 Jahren meine diversen Opel-Modelle anvertraut habe?
Fritten schmecken auch nicht überall gleich, nur wiel die Rohware vom selben Lieferanten kommt.
Es kommzt darauf an wer die Fritten im Fett badet.
Ganz übel finde ich die Statistiken über Pannenhäufigkeiten.
Wenn ich einen VW fahre, dann ist es halt wesentlich einfacher einen VW-Notdienst zu erreichen, der mir per Mobilitätsgarantie weiterhilft als bei einem "Exoten".
Mit dem Chevy versuche ich zwar dasselbe, im Zweifel vertraue ich aber wohl eher darauf das der ADAC - für den ich, trotz Mobilitätsgarantie von Chevrolet, ja brav meine Beiträge bezahle - schneller vor Ort ist um mir im Pannenfall weiterzuhelfen.
Das wird bei DACIA, FIAT oder Renault nicht anders sein.
So ist bei uns von ehemals 4 FIAT-Werkstätten auch nur eine übrig geblieben.
Wie lange man da als FIAT-Fahrer im Pannenfall auf markenspezifischen Hilfe warten muss, sollte jedem klar sein.
Na ja, wie unsere beiden Chevys sich in der Praxis bewähren kan ich nach den paar tausen Kilometern noch nicht beurteilen.
Warte wir´s einfach ab.
An unseren Combos muste jedenfalls in der ersten Zeit nach dem Kauf so Einiges nachgebessert werden, beim Cruze und auch beim Aveo war seit dem Kauf noch nichts zu beanstanden.
Hoffen wir dass es so bleibt.
Schönen Sonntag noch
Reimund
Zitat:
Original geschrieben von Broetchenexpress
Na ja, wie unsere beiden Chevys sich in der Praxis bewähren kan ich nach den paar tausen Kilometern noch nicht beurteilen.
Warte wir´s einfach ab.
An unseren Combos muste jedenfalls in der ersten Zeit nach dem Kauf so Einiges nachgebessert werden, beim Cruze und auch beim Aveo war seit dem Kauf noch nichts zu beanstanden.
Hoffen wir dass es so bleibt.Schönen Sonntag noch
Reimund
Moin,
hab mit meinen Spark 28.000 runter und noch keine Probleme gehabt (wenn man 2 defekte Ablendlichter nicht mitzählt). Da haben meine Eltern mit ihren Ford C-Max schon mehr Theater gehabt (sprang einfac nicht mehr an, läuft unruhig im stand) bei gleichen tachostand. Mit meinen Corsa C hatte ich auch Theater gehabt von anfang an (Motorkontrollleuchte bzw. lief im Notlauf öfter, Drosselklappen zu)
Hallo,
na ja, ein Kollege fährt einen Kalos, schon mit Chevrolet-Kreuz anstelle des Daewoo-Springbrunnens.
Und der lässt absolut kein gutes Haar an seinem Auto.
Speziell die Kupplung muss wohl beim Aveo-Vorgänger eine Katastrophe gewesen sein und machte ständig Ärger bis sie dann letztendlich doch komplett ausgetauscht wurde.
Bleibt also zu hoffen das Chevrolet Korea in der Tat opelidentische Komponenten einbaut.
Hoffentlich mit besserer Qualität als bei den deutschen Opel.
Speziell die Motorelektronik taugt bei Opel nämlich immer noch in der Wurzel nichts.
Gruß
Reimund
Zitat:
Original geschrieben von Broetchenexpress
Speziell die Motorelektronik taugt bei Opel nämlich immer noch in der Wurzel nichts.Hallo
Das ist mir neu, das Opel da schlechter als andere Hersteller sein soll ?
Die Motorelektronik stammt auch meistens nicht von Opel selber, sondern es stecken Firmen wie Siemens, VDO, Bosch, Motorola, Delco usw. dahinter und die bauen auch für alle anderen Hersteller diese Elektronik.Woher hast du denn diese Behauptung ?
Der Auto Doktor
Hallo,
das ist keine Behauptung, sondern eine teure Erfahrung, die mittlerweile bei 4 Opel-Modellen nacheinander machen musste.
Zuerst mit dem Kadett E Kombi meiner Frau, dann mit dessen Nachfolger einem Vectra, an einem unserer Combo C-Modelle und kürzlich am Cosa C meiner Tochter.
Mit ein Grund das wir beide Combos mittlerweise abgestossen haben.
Jedesmal war die Motorelektronik kaputt und das irreparabel.
Nur die Kosten steigen von Mal zu Mal um das Doppelte.
Waren beim Vectra noch circa 1000 DM fällig, so langte man beim Combo mit satten 1150 Euro hin.
Beim Corsa wollte ich das nicht mehr investieren und habe mir eine Motorsteuerung vom Verwerter geholt.
Und das Blamable für Opel ist, dass - bis auf den Corsa - alle Modelle neu gekauft wurden, immer nur in der Vertragswerkstatt gewartet wurden und sehr wenig Laufleistung hatten.
Jedesmal wurde uns hoch und heilig versichert das Opel diese Probleme endlich im Griff hat.
Zwischen 50.000 und 70.000 km, bezw. nach ungefähr etwa 5 Jahren ging dann entweder gar nichts mehr oder der Motor befand sich permanent im Notlaufmodus.
Und nicht ein einziges Mal hat sich Opel auch nur dazu bewegen lassen Kulanz zu gewähren.
Das ist nun einmal Fakt und deshalb kommt mir kein Opel mehr vor die Tür.
Ich hoffe also das die Koreaner ihre Elektronik im eigenen Land fertigen lassen.
Von asiatischen Herstellern hört man nämlich nur äusserst selten von elektronischen Problemen.
Gruß
Reimund
Hallo
So, du hast dir ein Steuergerät vom Schrott geholt und wer hat es ein gebaut ?
Ich kann nur eins nach 20 Jahren KFZ- Gewerbe sagen, Opel hat damit nicht mehr oder weniger Probleme als andere und das du soviel Probleme hast, das ist eben Pech und sowas kann dir mit allen anderen Herstellern auch passieren und ja, auch mit den Asiaten.
Der Auto Doktor
Hallo,
eingebaut hat das Steuergerät unser langjähriger Opelschrauber unseres Vertrauens.
Der ist zwar schon in Rente, darf aber zum Ausgleich dafür das er bei Bedarf in der Werkstatt aushilft die dortigen Einrichtungen und Spezialwerkzeuge auch privat nutzen.
Die Werkstatt kann ja nichts für den bei Opel verbauten Schrott und wenn man über 30 Jahre Stammkunde dort ist, dann geniesst man halt gewisse Privilegien.
Wäre es anders, dann hätte ich meine Frau schon eher überzeugen können endlich die gewohnte Automarke zu wechseln.
Ich bin da ja wesentlich flexibler und hatte neben 3 Opel schon 3 Volkswagen, einen Audi, einen Simca, 2 FIAT, einen Renault, einen Nissan, einen Mazda und sogar schon einmal einen LADA.
In 35 Jahren kommt halt einiges zusammen und jedes Modell hat da so seine speziellen Schwächen.
Beim Renault waren z.B. die Bremsen enorm anfällig, der Rest war praktisch unkaputtbar.
Am zuverlässigsten war der Nissan, der war erst bei 120.000 km das erste Mal unplanmäßig in der Werkstatt (Lichtmaschine).
Die einzige Marke außer Opel, bei der die Motorelektronik Zicken machte war der LADA.
Aber ich glaube nicht dass das zählt, denn das war noch ein Zigarrenkastengroßer "Schaltschrank" in dem alle Bauteile noch per Hand auf die Platine gelötet waren.
Alle anderen Modelle mit elektronisch geregeltem Vergaser oder Einspritzung haben in dieser Hinsicht nicht einmal gezickt.
Gruß
Reimund
Der Aussage über Nissan kann ich zu 100% bestätigen. Hatte zurvor auch einen Nissan, über 250.000 km gefahren, nur ein Mal liegengeblieben ( war auch die lichtmaschine ) und ein Mal mussten ein paar Kabel getauscht werden, da der Motor nur noch auf 3 Zylindern gelaufen ist. Der Rest waren nur Verschleißteile.
Wie gesagt, ich habe in 20 Jahren zich tausend Autos repariert, davon 10 Jahre bei einem FOH und konnte nicht feststellen, das Opel oder besser GM, da schlechtere Qualität bekommen haben soll.
Es gab Probleme mit Steuergeräten, das waren aber fast immer ABS Steuergeräte von Kelsey-Hayes, gehört heute zu TRW und zb. die Bosch Steuerteile machten so gut wie nie Probleme.
Der Auto Doktor