Abschlussbericht/Kaufberatung E 220 / M 111 E 22
Nachdem er jetzt veräußert wurde, möchte ich zum E 220 W124 einen kurzen Abschlussbericht schreiben, damit die Nachwelt auch noch was davon hat. (Kaufberatung etc).
Die Qualitäten des W124 kann man überall lesen, motorspezifisch ist das jedoch etwas schwieriger:
Erstmal zu den Qualitäten beim Fahren selber:
Der M111 E22 ist ein super Alltagsmotor. Zieht untenrum kräftiger als man es von 2,2 Litern erwarten würde, und ist besonders bei mittleren Drehzahlen sehr kräftig.
Wenn man ihn ausdreht, dann merkt man wie ab 4.000 U/Min ein deutlicher Zuwachs an Schub entsteht.
Im Stadtverkehr hingegen sind Drehzahlen über 2.300 nie erforderlich.
Auf der Autobahn dreht er bei Tempo 120 etwa bei 3.000 Touren, was ich völlig im Rahmen finde.
Bis 160 km/h ist der Wagen auch sehr elastisch. Darüber wird es etwas zäh. Mein Eindruck ist, dass die maximale Leistung etwa bei 5.300 Touren zur Verfügung steht, darüber lässt der Vorwärtsdrang spürbar nach. Besonders den 4. Gang kann man also nicht wirklich ausdrehen. Wenn man bei 5.300 hochschaltet fällt die Drehzahl auf 4.250 im 5. Gang. Das ist dann zu wenig, um zügig weiter zu beschleunigen.
Aber in einem W124 solch hohe Geschwindigkeiten zu fahren kann ich nicht wirklich empfehlen. 140 ist ein sehr gutes Reisetempo.
Der Verbrauch hat mich stets aufs neue überrascht. Mangels Bordcomputer kann ich natürlich immer nur den Schnittverbrauch einer gesamten Tankfüllung sagen. Dieser lag je nach Fahrprofil zwischen 6,9 und 9,3 Liter. Mehr hab ich nie geschafft. Als Faustwert können 8,5 Liter genannt werden, was echt sehr wenig ist. Ich kenne keinen E 200 CGI W212 der das schafft.
Was mir an dem Motor hingegen nicht zusagt, ist die Laufruhe. Am Anfang fiel es mir nicht wirklich auf. Nachdem ich einmal das Vergnügen hatte, in Bambihunters E 280 T Platz zu nehmen, fiel mir auf, was für ein Radaubruder da bei mir unter der Haube werkelt.
Im Vergleich zu dem R6 sowieso, aber auch zu den M102 hat man das Gefühl, dass zu wenig Dämmmasse verbaut wurde.
Und auf Dauer nervt das in einer E Klasse einfach. Speziell wenn es einem nicht bloß um die bloße Bewältigung einer Strecke geht, so wie bei mir der Fall.
Zur Technik/Wartung/Zuverlässigkeit:
Generell sind die M111 sehr haltbar, es werden immer wieder Exemplare bei mobile angeboten, die über 400.000 mit der ersten Maschine gelaufen sind.
So problemlos wie die älteren Zweiventiler ab 1989 sind die M111 jedoch trotzdem nicht.
Das fängt an mit einem Kopf aus Leichtmetall, der sich unter zu hoher Temperatur sehr schnell verzieht, was dann einen Zylinderkopfdichtungsschaden mit sich bringt.
Die ZKD ist generell relativ anfällig, wobei man hier auf hohem Niveau klagt, da der Defekt stets zwischen 150 und 200 tkm auftritt. Laufleistungen also die andere KFZ garnicht erreichen.
Darüber hinaus die Nockenwellenverstellung. Der "Versteller" verliert sehr gerne Öl, welches dann zwischen Isolierung und Draht eines Kabelbaums geraten kann.
Der letzte Punkt ist der Motorkabelbaum. Dieser wird im Alter gerne porös und bringt dann die abenteuerlichsten Motorstörungen mit sich.
Leider sind ZKD und MKB nicht gerade billig in der Reperatur. Hat man das Pech einen zu kaufen wo beides getauscht werden muss, so wäre man mit einem alten 230er trotz Mehrverbrauchs vermutlich bis ans Lebensende billiger gefahren.
Der letzte Nachteil am 220er Motor ist, dass er stets in einer Mopf 2 - Karosserie steckt. Es kommt natürlich immer auf den Pflegezustand des Wagens an, aber tendenziell sind die Mopf 2er tatsächlich rostanfälliger. Und das gerne auch an Stellen, deren Sanierung kein Spaziergang ist.
Wer sich einen 220er kaufen will sollte auf folgendes genau achten:
-Öl auf dem Kühlwasser? (--> ZKD Schaden!)
-Ölverlust unterhalb des Stutzens für den Ölpeilstab? (-->ZKD Schaden!)
-Ölverlust vorne links am Motor (--> ZKD Schaden!)
-Plastikkappe an der Stirnseite des Motors abnehmen, ist es darunter ölig stimmt was mit der Nockenwellenverstellung nicht.
Beim Fahren:
-ruckeln bei wenig Drehzahl, sowie ungleichmäßiger Durchzug des Motors: MKB!
Insgesamt war ich sehr zufrieden mit dem Auto. Ich kann den Wagen jedem empfehlen, der ein günstiges und bequemes Auto sucht, um von a nach b zu kommen.
Am Ende nahm aber einfach der Wunsch nach 6 Zylindern überhand.
Diesen habe ich mir jetzt erfüllt, und hoffe dass ich lange Freude dran haben werde.
An dieser Stelle auch allen Forenmitgliedern ein herzliches Dankeschön!
Ohne die fleißige Unterstützung hier wäre so manches Rätsel nicht schnell gelöst worden.
Beste Antwort im Thema
Nachdem er jetzt veräußert wurde, möchte ich zum E 220 W124 einen kurzen Abschlussbericht schreiben, damit die Nachwelt auch noch was davon hat. (Kaufberatung etc).
Die Qualitäten des W124 kann man überall lesen, motorspezifisch ist das jedoch etwas schwieriger:
Erstmal zu den Qualitäten beim Fahren selber:
Der M111 E22 ist ein super Alltagsmotor. Zieht untenrum kräftiger als man es von 2,2 Litern erwarten würde, und ist besonders bei mittleren Drehzahlen sehr kräftig.
Wenn man ihn ausdreht, dann merkt man wie ab 4.000 U/Min ein deutlicher Zuwachs an Schub entsteht.
Im Stadtverkehr hingegen sind Drehzahlen über 2.300 nie erforderlich.
Auf der Autobahn dreht er bei Tempo 120 etwa bei 3.000 Touren, was ich völlig im Rahmen finde.
Bis 160 km/h ist der Wagen auch sehr elastisch. Darüber wird es etwas zäh. Mein Eindruck ist, dass die maximale Leistung etwa bei 5.300 Touren zur Verfügung steht, darüber lässt der Vorwärtsdrang spürbar nach. Besonders den 4. Gang kann man also nicht wirklich ausdrehen. Wenn man bei 5.300 hochschaltet fällt die Drehzahl auf 4.250 im 5. Gang. Das ist dann zu wenig, um zügig weiter zu beschleunigen.
Aber in einem W124 solch hohe Geschwindigkeiten zu fahren kann ich nicht wirklich empfehlen. 140 ist ein sehr gutes Reisetempo.
Der Verbrauch hat mich stets aufs neue überrascht. Mangels Bordcomputer kann ich natürlich immer nur den Schnittverbrauch einer gesamten Tankfüllung sagen. Dieser lag je nach Fahrprofil zwischen 6,9 und 9,3 Liter. Mehr hab ich nie geschafft. Als Faustwert können 8,5 Liter genannt werden, was echt sehr wenig ist. Ich kenne keinen E 200 CGI W212 der das schafft.
Was mir an dem Motor hingegen nicht zusagt, ist die Laufruhe. Am Anfang fiel es mir nicht wirklich auf. Nachdem ich einmal das Vergnügen hatte, in Bambihunters E 280 T Platz zu nehmen, fiel mir auf, was für ein Radaubruder da bei mir unter der Haube werkelt.
Im Vergleich zu dem R6 sowieso, aber auch zu den M102 hat man das Gefühl, dass zu wenig Dämmmasse verbaut wurde.
Und auf Dauer nervt das in einer E Klasse einfach. Speziell wenn es einem nicht bloß um die bloße Bewältigung einer Strecke geht, so wie bei mir der Fall.
Zur Technik/Wartung/Zuverlässigkeit:
Generell sind die M111 sehr haltbar, es werden immer wieder Exemplare bei mobile angeboten, die über 400.000 mit der ersten Maschine gelaufen sind.
So problemlos wie die älteren Zweiventiler ab 1989 sind die M111 jedoch trotzdem nicht.
Das fängt an mit einem Kopf aus Leichtmetall, der sich unter zu hoher Temperatur sehr schnell verzieht, was dann einen Zylinderkopfdichtungsschaden mit sich bringt.
Die ZKD ist generell relativ anfällig, wobei man hier auf hohem Niveau klagt, da der Defekt stets zwischen 150 und 200 tkm auftritt. Laufleistungen also die andere KFZ garnicht erreichen.
Darüber hinaus die Nockenwellenverstellung. Der "Versteller" verliert sehr gerne Öl, welches dann zwischen Isolierung und Draht eines Kabelbaums geraten kann.
Der letzte Punkt ist der Motorkabelbaum. Dieser wird im Alter gerne porös und bringt dann die abenteuerlichsten Motorstörungen mit sich.
Leider sind ZKD und MKB nicht gerade billig in der Reperatur. Hat man das Pech einen zu kaufen wo beides getauscht werden muss, so wäre man mit einem alten 230er trotz Mehrverbrauchs vermutlich bis ans Lebensende billiger gefahren.
Der letzte Nachteil am 220er Motor ist, dass er stets in einer Mopf 2 - Karosserie steckt. Es kommt natürlich immer auf den Pflegezustand des Wagens an, aber tendenziell sind die Mopf 2er tatsächlich rostanfälliger. Und das gerne auch an Stellen, deren Sanierung kein Spaziergang ist.
Wer sich einen 220er kaufen will sollte auf folgendes genau achten:
-Öl auf dem Kühlwasser? (--> ZKD Schaden!)
-Ölverlust unterhalb des Stutzens für den Ölpeilstab? (-->ZKD Schaden!)
-Ölverlust vorne links am Motor (--> ZKD Schaden!)
-Plastikkappe an der Stirnseite des Motors abnehmen, ist es darunter ölig stimmt was mit der Nockenwellenverstellung nicht.
Beim Fahren:
-ruckeln bei wenig Drehzahl, sowie ungleichmäßiger Durchzug des Motors: MKB!
Insgesamt war ich sehr zufrieden mit dem Auto. Ich kann den Wagen jedem empfehlen, der ein günstiges und bequemes Auto sucht, um von a nach b zu kommen.
Am Ende nahm aber einfach der Wunsch nach 6 Zylindern überhand.
Diesen habe ich mir jetzt erfüllt, und hoffe dass ich lange Freude dran haben werde.
An dieser Stelle auch allen Forenmitgliedern ein herzliches Dankeschön!
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42 Antworten
Hallo,
das ist ehrlich ein sehr schöner Bericht.
Was den M111 angeht hängt das auch immer stark von der Karsosserie ab.
Ich fahre den M111 in einem 96er Cabrio.
Den Wagen nutze ich in der Regel nur bei gutem Wetter, also offen. Bei offenem Verdeck ist der Motor kaum hörbar, lediglich wenn die Drehzahl mal über 4000/min rausgeht, was beim Cruisen aber nur sehr selten der Fall ist. Somit kann ich nur sagen, für mich ist der M111 im Cabrio ein toller Motor.
Beim Verbrauch mache ich wohl was falsch, denn ich bekomme ihn fast nicht unter 10 Liter, trotz verhaltener Fahrweise. Gut, er hat eine Automatik und Klimaanlage, dennoch lese ich von Limousinen mit selbiger Ausstattung die nur 9 Liter verbrauchen.
Evtl. liegt es an dem Mehrgwewicht des Cabrio, oder Luftwirbeln bei offenem Verdeck...
Wie sind die Erfahrungen bei 124er Cabrios mit dem M111?
Zum Rost kann ich nicht viel sagen, da er bei schlechtem Wetter in der Garage steht und Salz kennt er nicht.
Was die ZKD angeht, nun er hat jetzt genau 200 TKM, sollte ich sie zur Sicherheit wechseln lassen? Ölen tut er nicht. Kein Öl am Motor und auch kein Tropfen auf dem Garagenboden.
MKB, das große Fragezeichen. Aus meiner Sicht ist er ok. Die Kabel die man sehen kann sehen alle top aus. Er hat auch keine Zündaussetzer oder Ähnliches. Was mich allerdings immer wieder verwundert ist der extrem niederige Leerlauf, ca. 550 Umdrehungen. Wenn er richtig kalt ist dann dreht er auch auf den ersten Metern sehr niedrig. Aus der Garage raus habe ich dann schon fast das Gefühl er könnte absterben.
Ich stimme natürlich allen zu die sagen das der 6 Zylinder viel angenehmer läuft, kein Zweifel. Raum für Verbesserung gibt es immer, wer schon mal den W140 mit seinem 12 Zylinder gefahren ist wird wissen was ich meine. Dennoch stellt sich immer wieder die Frage, wieviel Motor und Komfort bedarf es am Ende. Es sind doch alles keine Rumpelkisten und wir sollten auch das Baujahr bedenken.
Ganz extrem fällt mir das auf wenn ich unseren alten W116 mit seinem M110 (280 E) ausfahre. Der Wagen und der Motor wurden damals von der Fachpresse gelobt und auch ich habe ihn sehr genossen. Heute kommt mir der Motor vor wie eine lärmende Drehorgel.
Ein kleiner Tipp noch. Ich habe im März meine Motor- und Getriebelager wechseln lassen, das hat ihn deutlich ruhiger werden lassen.
Gruß
Mario
Hallo,
ich glaube es wir nirgends so viel "geschummelt" wie bei Angaben über
- P....länge
- Höchstgeschwindigkeit
- Verbrauch
Wer einen brauchbaren Wert haben will, sollte sich nach meiner Meinung bei Spritmonitor umsehen.
Da gibt es eine nette Grafik, so eine Art "Gaußsche Normalverteilung" der ermittelten Werte.
Da einen Mittelwert nehmen zwischen den häufigsten Verbrauchsnennungen .... dann ist man dicht dran.
Lassen sich diese Werte nicht erzielen, hat man entweder ein techn. Problem oder einen nervösen rechten Fuß.
Gruß,
Thomas
Naja nach dem Durchschnitt kann der einzelne auch nicht gehen. Denn zu einem Mittelwert gehören ebenso ziemlich kleine als auch ziemlich große Beobachtungswerte. Es muss also sowohl Leute geben die wenig Sprit verbrauchen als auch Leute die einen hohen Spritverbrauch haben. Für jemanden der viel im Stadtverkehr unterwegs ist wird es eher schwer werden den Mittelwert zu erreichen.Für jemanden der überwiegend gediegen Autobahn fährt wird es eher leicht sein zum "unteren Drittel" zu gehören.
Deshalb macht ein Vergleich nur Sinn wenn die zu vergleichenden Werte in etwa den gleichen Bedingungen zu Grunde liegen...
Wenn man es genau wissen will sollte man sich 2 gleiche Fahrzeuge suchen und die gleiche Strecke fahren... Aber wer macht das schon?!
Die Einsatzgebiete der verschiedenen Nutzer hier sind eben sehr verschieden, somit auch der jeweilige Spritverbrauch.
Ähnliche Themen
Zitat:
Original geschrieben von tw.ghost
Lassen sich diese Werte nicht erzielen, hat man entweder ein techn. Problem oder einen nervösen rechten Fuß.
Ich denke das ist es.
Ich kann Chefrocka! bei den Verbräuchen nicht ganz nachvollziehen. Mit einem 4-Zylinder im 124er nicht unter 12,5 Liter zu kommen, auch wenn es nur Stadtverkehr, mit Klimaanlage und Automatik ist, halte ich doch für etwas arg viel. Ist jetzt vielleicht etwas blöd da unser T-Modell mit Handschaltung mit reinzuziehen, aber ich kann ja trotzdem mal erwähnen, dass er sich bei diesem Fahrprofil auch selten mehr als 9 Liter nimmt. Über 50 Km/h fährt man damit auch schon in der Stadt recht schnell, da die Geschwindigkeit ja nicht so wahrgenommen wird, und vor einer Ampel ewig ausrollen lassen machen meine Eltern auch nie. Von daher würde ich dir vielleicht mal raten, die Technik zu überprüfen. Maximalverbrauch mit dem T waren übrigens ca. 12 Liter, das war vollbeladen im Winter mit schneller Autobahnfahrt. Minimalverbrauch waren ca. 7,3 Liter, halbe Beladung, Sommer, teilweise mit Klimaanlage, Landstraße.
Doch selbst unser E 320 mit Automatik verbraucht keine 12,5 Liter, letztens nahm er sich 9,9, Maximalverbrauch 11,3, und glaub(t) mir, da sind wir auch alles andere als geschlichen.
Reifenmäßig fahren wir nur Michelin Energy Saver, und sind wirklich höchst zufrieden. Leiser und rund abbauender Reifen, man kann ihn sozusagen bis zum "Slick" fahren, und meine Eltern beklagten sich noch nie über unsichere Fahrgefühle bei nasser Fahrbahn (was ja immer in allen Testberichten zu finden ist).
Zitat:
Das sind die externen Faktoren, also Luftdruck 2.6bar kalt, Leichtlaufreifen, zB Michelin Energy Saver, Kofferraum leeren, kein unnötiges Gewicht. Aber das meisten macht natürlich die Fahrweise aus.
Stadtverkehr: Die 4 Gang Automatik schaltet bei 40 in den 4. Also langsam auf 40 beschleunigen, danach das Gaspedal nur noch streicheln. Wichtig ist das vorausschauende Fahren, also sehr früh wieder ganz vom Gas gehen, weil der mit 40-50 im 4. sehr weit rollt. Bei Ampeln entweder langsam abbremsen, so daß man noch viel Restgeschwindigkeit hat, wenn die wieder auf grün schaltet, oder halt zocken und schneller drauf zurollen in der Hoffnung, daß die gleich schaltet. Mit der Zeit bekommt man ein Gefühl dafür.
Man muß sich klar machen, daß jedes Bremsen den Verbrauch erhöht. Man vernichtet damit Energie, die man zuvor unnötig aufgebaut hat, oder anschließend wieder aufbauen muß. Ich lege mich auch gerne mal stärker in die Kurve, als davor zu bremsen und danach wieder Gas zu geben.
Außerorts sachte beschleunigen und vor allem gleichmäßig Fahren. Also in meinem Fall auf 70 beschleunigen und Tempomat rein und weit vor dem nächsten Ortsschild oder Ampel wieder rausmachen und ausrollen. Ich finde immer interessant, wie die Leute dann überholen, obwohl gleich wieder eine 70er Zone kommt und dann im nächsten Ort sind sie wieder genau vor mir, aber mit viel höherem Verbrauch.
Und noch ein ganz wichtiger Faktor ist entspanntes Fahren. Wenn man Hektik hat, gibt man automatisch mehr Gas. Also man fährt bis zur Kurve, bremst abrupt und beschleunigt wieder. Entspannt heißt schon lange vorher kein Gas mehr geben, sondern darauf zurollen. Kostet so gut wie keine Zeit, spart aber viel Sprit.
Auf jeden Fall schaffe ich halt so mit dem 230E Automatik einen niedrigen 8er Verbrauch mit Benzin. Auf Gas meist unter 10L und den C250D fahre ich unter 6L.
Viel Stadtverkehr bedeutet natürlich auch mehr Verbrauch.
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Sehr schöner Beitrag, der alles zusammenfasst und auf den Punkt bringt!
Ich bin noch nie in einem 220er mitgefahren, von daher habe ich keinen Vergleich zum 200er, bezeichne aber Letzteren trotzdem als ziemlich laufruhig. Den Sound finde ich auch immer noch angenehm, obwohl wir ja jetzt den 320er haben. Hier habe ich jedoch keinen Vergleich zum 260er, 280er, 300er, die ja die leisesten und laufruhigsten Aggregate aus der W124-Motorenpalette darstellen sollen. Ich finde dass der E 320 ein kernig und kultiviert klingender ist und dass der leiseste Motor nicht zwingend der beste oder angenehmste sein muss. Ein Motor mit einem schönen aber leicht dominanteren Klang ist da gegebenenfalls sogar angenehmer.
Ansonsten finde ich den Bericht GD300erst auch sehr gelungen und ich bin mir sicher er wird uns einige langwierige Kaufberatungen ersparen und vielen weiterhelfen!
LG
el lucero
Zitat:
Original geschrieben von thensch
[...]Stadtverkehr: Die 4 Gang Automatik schaltet bei 40 in den 4. [...]
Das sollte sie eigentlich von allein erst ab 45... zumindest tut sie das z.B. bei abgehängtem Steuerzug. Ich hatte bislang drei S124 mit 4-Gangautomat; keiner von denen hat bei Strich 40 in den vierten Gang geschaltet (zumal das inkl. Tachoabweichung noch nicht mal 40 km/h sind). Ab Tacho 45 sollte eine betriebswarme Automatik bei saaaanft gestreicheltem Pedal allerdings durchaus schalten.
LG koesek
12 Liter sind IGO für den 111er mit Automatik voll OK.
Der 300-24V Cab. braucht immer 13-15, der 220er Limo wird sehr sehr sparsam gefahren und braucht mit Automatik 9 Liter aufn Kopf.
Zitat:
Original geschrieben von koesek
Das sollte sie eigentlich von allein erst ab 45... zumindest tut sie das z.B. bei abgehängtem Steuerzug.Zitat:
Original geschrieben von thensch
[...]Stadtverkehr: Die 4 Gang Automatik schaltet bei 40 in den 4. [...]
Also gut, Strich 40 ist es nicht, aber spätestens 41. Ich hab hier auch 3 M102 stehen. Wichtig ist dabei wenn ich bei 40 im 3. vom Gas gehe, steht er bald wieder. Komme ich aber in den 4. rein, rollt er ewig.
Ich habe jetzt noch einmal etwas im Sprtimonitor recherchiert.
Der Durchschnittsverbrauch der M111 mit Automatik liegt dort bei ca. 10 Liter. Damit kann ich gut leben. Die Erfahrung zeigt ja auch, das viele Personen die bei Spritmonitor posten zu der Klientel gehören, die auf den Verbrauch achten.
Gruß
Mario
Bin letztens auf der Tanke mit jemand ins Gespräch gekommen, der auch einen 220TE hat, allerdings mit Automatik. Wir fanden einen Mehrverbrauch von etwas über 1 Liter für die Automatik anhand unserer Durchschnittsverbräuche heraus.
Letzte Woche habe ich meine ca. 11 Jahre alten Reifen gegen neues Gummi aus dem Hause Falken eingetauscht. Ich war sehr überrascht, denn bei den zwei letzten Tankfüllungen (bin seit dem Wechsel mal wieder etwas mehr mit dem guten Stück gefahren), ist der Verbrauch um ca. 0,5 Liter gesunken.
Da kann man mal sehen was so altes hartes Gummi ausmacht. Profil war noch ausreichend vorhanden, aber die Reifen waren schon ordentlich laut geworden.
Gruß
Mario
Zu den erwähnten Qualitätsunterschieden Mopf1/Mopf2:
Mopf 2 soll mehr rosten - kann ich nicht bestätigen.
Ich fahre seit 8 Jahren einen E200T aus 1996, also Mopf 2, auch nach 290000 km und 17 Salzwintern noch kein Rostansatz an den Kotflügeln oder den Saccobrettbefestigungen. Lediglich die Heckklappe rostete um den Fernbedienungssensor (inzwischen beseitigt), eine Stelle unter dem Scheibenwaschwasserbehälter (bereits geschweisst) sowie die Wagenheberaufnahmen. Hinterachsaufnahmen sind noch völlig unversehrt, obwohl ich noch nie den Unterboden nachkonserviert habe. Ich denke, auch die Art der Unterbringung spielt eine grosse Rolle. Wer im Winter ein nasses, salzüberzogenenes Auto in eine verschlossene Garage ohne Belüftung stellt, wird mehr Rostprobleme haben als ich mit meinem offen, luftdurchlässigen, überdachten Unterstand, der zum Glück im Sommer auch die heiße Sommersonne fernhält. Pflege macht viel aus, wer im Winter gelegentlich seinen Unterboden von Salz befreit, hat im Laufe von 20 Jahren sicher ein besseres Auto als derjenige, der seine Kiste nur in die Waschstrasse fährt.
Bei meinem Sommer-Schönwetter Fahrzeug, ein E280T aus 1995, musste allerdings schon der Kotflügel gewechselt werden, und das nach 140000 km und 13 Salzwintern. Ansonsten nur Minimal-Rost an den Wagenheberaufnahmen und am Unterboden rechts vom Auspufftopf. Seit 2010 fahre ich das Auto nur noch bei trockenem Wetter im Sommer, da dürfte nicht mehr viel Rost hinzukommen.
Verbrauch: E200 (5-Gang-Schalter), 9 Liter im Sommer, 9,5 im Winter, fahre so gut wie nie Stadtverkehr.
E280 (4-Gang-Automat): 10,5 Liter bei sachter Fahrweise, wenn es Spass machen soll, auch 11-12
Sei doch froh, daß du einen gutes erwischt hast. Aber es gibt bei Mopf2 eben produktionsbedingt viele schlechte, da hilft auch keine Pflege. Die haben einfach einen sagen wir mal "Produktionsfehler". 😁