Abschlussbericht/Kaufberatung E 220 / M 111 E 22
Nachdem er jetzt veräußert wurde, möchte ich zum E 220 W124 einen kurzen Abschlussbericht schreiben, damit die Nachwelt auch noch was davon hat. (Kaufberatung etc).
Die Qualitäten des W124 kann man überall lesen, motorspezifisch ist das jedoch etwas schwieriger:
Erstmal zu den Qualitäten beim Fahren selber:
Der M111 E22 ist ein super Alltagsmotor. Zieht untenrum kräftiger als man es von 2,2 Litern erwarten würde, und ist besonders bei mittleren Drehzahlen sehr kräftig.
Wenn man ihn ausdreht, dann merkt man wie ab 4.000 U/Min ein deutlicher Zuwachs an Schub entsteht.
Im Stadtverkehr hingegen sind Drehzahlen über 2.300 nie erforderlich.
Auf der Autobahn dreht er bei Tempo 120 etwa bei 3.000 Touren, was ich völlig im Rahmen finde.
Bis 160 km/h ist der Wagen auch sehr elastisch. Darüber wird es etwas zäh. Mein Eindruck ist, dass die maximale Leistung etwa bei 5.300 Touren zur Verfügung steht, darüber lässt der Vorwärtsdrang spürbar nach. Besonders den 4. Gang kann man also nicht wirklich ausdrehen. Wenn man bei 5.300 hochschaltet fällt die Drehzahl auf 4.250 im 5. Gang. Das ist dann zu wenig, um zügig weiter zu beschleunigen.
Aber in einem W124 solch hohe Geschwindigkeiten zu fahren kann ich nicht wirklich empfehlen. 140 ist ein sehr gutes Reisetempo.
Der Verbrauch hat mich stets aufs neue überrascht. Mangels Bordcomputer kann ich natürlich immer nur den Schnittverbrauch einer gesamten Tankfüllung sagen. Dieser lag je nach Fahrprofil zwischen 6,9 und 9,3 Liter. Mehr hab ich nie geschafft. Als Faustwert können 8,5 Liter genannt werden, was echt sehr wenig ist. Ich kenne keinen E 200 CGI W212 der das schafft.
Was mir an dem Motor hingegen nicht zusagt, ist die Laufruhe. Am Anfang fiel es mir nicht wirklich auf. Nachdem ich einmal das Vergnügen hatte, in Bambihunters E 280 T Platz zu nehmen, fiel mir auf, was für ein Radaubruder da bei mir unter der Haube werkelt.
Im Vergleich zu dem R6 sowieso, aber auch zu den M102 hat man das Gefühl, dass zu wenig Dämmmasse verbaut wurde.
Und auf Dauer nervt das in einer E Klasse einfach. Speziell wenn es einem nicht bloß um die bloße Bewältigung einer Strecke geht, so wie bei mir der Fall.
Zur Technik/Wartung/Zuverlässigkeit:
Generell sind die M111 sehr haltbar, es werden immer wieder Exemplare bei mobile angeboten, die über 400.000 mit der ersten Maschine gelaufen sind.
So problemlos wie die älteren Zweiventiler ab 1989 sind die M111 jedoch trotzdem nicht.
Das fängt an mit einem Kopf aus Leichtmetall, der sich unter zu hoher Temperatur sehr schnell verzieht, was dann einen Zylinderkopfdichtungsschaden mit sich bringt.
Die ZKD ist generell relativ anfällig, wobei man hier auf hohem Niveau klagt, da der Defekt stets zwischen 150 und 200 tkm auftritt. Laufleistungen also die andere KFZ garnicht erreichen.
Darüber hinaus die Nockenwellenverstellung. Der "Versteller" verliert sehr gerne Öl, welches dann zwischen Isolierung und Draht eines Kabelbaums geraten kann.
Der letzte Punkt ist der Motorkabelbaum. Dieser wird im Alter gerne porös und bringt dann die abenteuerlichsten Motorstörungen mit sich.
Leider sind ZKD und MKB nicht gerade billig in der Reperatur. Hat man das Pech einen zu kaufen wo beides getauscht werden muss, so wäre man mit einem alten 230er trotz Mehrverbrauchs vermutlich bis ans Lebensende billiger gefahren.
Der letzte Nachteil am 220er Motor ist, dass er stets in einer Mopf 2 - Karosserie steckt. Es kommt natürlich immer auf den Pflegezustand des Wagens an, aber tendenziell sind die Mopf 2er tatsächlich rostanfälliger. Und das gerne auch an Stellen, deren Sanierung kein Spaziergang ist.
Wer sich einen 220er kaufen will sollte auf folgendes genau achten:
-Öl auf dem Kühlwasser? (--> ZKD Schaden!)
-Ölverlust unterhalb des Stutzens für den Ölpeilstab? (-->ZKD Schaden!)
-Ölverlust vorne links am Motor (--> ZKD Schaden!)
-Plastikkappe an der Stirnseite des Motors abnehmen, ist es darunter ölig stimmt was mit der Nockenwellenverstellung nicht.
Beim Fahren:
-ruckeln bei wenig Drehzahl, sowie ungleichmäßiger Durchzug des Motors: MKB!
Insgesamt war ich sehr zufrieden mit dem Auto. Ich kann den Wagen jedem empfehlen, der ein günstiges und bequemes Auto sucht, um von a nach b zu kommen.
Am Ende nahm aber einfach der Wunsch nach 6 Zylindern überhand.
Diesen habe ich mir jetzt erfüllt, und hoffe dass ich lange Freude dran haben werde.
An dieser Stelle auch allen Forenmitgliedern ein herzliches Dankeschön!
Ohne die fleißige Unterstützung hier wäre so manches Rätsel nicht schnell gelöst worden.
Beste Antwort im Thema
Nachdem er jetzt veräußert wurde, möchte ich zum E 220 W124 einen kurzen Abschlussbericht schreiben, damit die Nachwelt auch noch was davon hat. (Kaufberatung etc).
Die Qualitäten des W124 kann man überall lesen, motorspezifisch ist das jedoch etwas schwieriger:
Erstmal zu den Qualitäten beim Fahren selber:
Der M111 E22 ist ein super Alltagsmotor. Zieht untenrum kräftiger als man es von 2,2 Litern erwarten würde, und ist besonders bei mittleren Drehzahlen sehr kräftig.
Wenn man ihn ausdreht, dann merkt man wie ab 4.000 U/Min ein deutlicher Zuwachs an Schub entsteht.
Im Stadtverkehr hingegen sind Drehzahlen über 2.300 nie erforderlich.
Auf der Autobahn dreht er bei Tempo 120 etwa bei 3.000 Touren, was ich völlig im Rahmen finde.
Bis 160 km/h ist der Wagen auch sehr elastisch. Darüber wird es etwas zäh. Mein Eindruck ist, dass die maximale Leistung etwa bei 5.300 Touren zur Verfügung steht, darüber lässt der Vorwärtsdrang spürbar nach. Besonders den 4. Gang kann man also nicht wirklich ausdrehen. Wenn man bei 5.300 hochschaltet fällt die Drehzahl auf 4.250 im 5. Gang. Das ist dann zu wenig, um zügig weiter zu beschleunigen.
Aber in einem W124 solch hohe Geschwindigkeiten zu fahren kann ich nicht wirklich empfehlen. 140 ist ein sehr gutes Reisetempo.
Der Verbrauch hat mich stets aufs neue überrascht. Mangels Bordcomputer kann ich natürlich immer nur den Schnittverbrauch einer gesamten Tankfüllung sagen. Dieser lag je nach Fahrprofil zwischen 6,9 und 9,3 Liter. Mehr hab ich nie geschafft. Als Faustwert können 8,5 Liter genannt werden, was echt sehr wenig ist. Ich kenne keinen E 200 CGI W212 der das schafft.
Was mir an dem Motor hingegen nicht zusagt, ist die Laufruhe. Am Anfang fiel es mir nicht wirklich auf. Nachdem ich einmal das Vergnügen hatte, in Bambihunters E 280 T Platz zu nehmen, fiel mir auf, was für ein Radaubruder da bei mir unter der Haube werkelt.
Im Vergleich zu dem R6 sowieso, aber auch zu den M102 hat man das Gefühl, dass zu wenig Dämmmasse verbaut wurde.
Und auf Dauer nervt das in einer E Klasse einfach. Speziell wenn es einem nicht bloß um die bloße Bewältigung einer Strecke geht, so wie bei mir der Fall.
Zur Technik/Wartung/Zuverlässigkeit:
Generell sind die M111 sehr haltbar, es werden immer wieder Exemplare bei mobile angeboten, die über 400.000 mit der ersten Maschine gelaufen sind.
So problemlos wie die älteren Zweiventiler ab 1989 sind die M111 jedoch trotzdem nicht.
Das fängt an mit einem Kopf aus Leichtmetall, der sich unter zu hoher Temperatur sehr schnell verzieht, was dann einen Zylinderkopfdichtungsschaden mit sich bringt.
Die ZKD ist generell relativ anfällig, wobei man hier auf hohem Niveau klagt, da der Defekt stets zwischen 150 und 200 tkm auftritt. Laufleistungen also die andere KFZ garnicht erreichen.
Darüber hinaus die Nockenwellenverstellung. Der "Versteller" verliert sehr gerne Öl, welches dann zwischen Isolierung und Draht eines Kabelbaums geraten kann.
Der letzte Punkt ist der Motorkabelbaum. Dieser wird im Alter gerne porös und bringt dann die abenteuerlichsten Motorstörungen mit sich.
Leider sind ZKD und MKB nicht gerade billig in der Reperatur. Hat man das Pech einen zu kaufen wo beides getauscht werden muss, so wäre man mit einem alten 230er trotz Mehrverbrauchs vermutlich bis ans Lebensende billiger gefahren.
Der letzte Nachteil am 220er Motor ist, dass er stets in einer Mopf 2 - Karosserie steckt. Es kommt natürlich immer auf den Pflegezustand des Wagens an, aber tendenziell sind die Mopf 2er tatsächlich rostanfälliger. Und das gerne auch an Stellen, deren Sanierung kein Spaziergang ist.
Wer sich einen 220er kaufen will sollte auf folgendes genau achten:
-Öl auf dem Kühlwasser? (--> ZKD Schaden!)
-Ölverlust unterhalb des Stutzens für den Ölpeilstab? (-->ZKD Schaden!)
-Ölverlust vorne links am Motor (--> ZKD Schaden!)
-Plastikkappe an der Stirnseite des Motors abnehmen, ist es darunter ölig stimmt was mit der Nockenwellenverstellung nicht.
Beim Fahren:
-ruckeln bei wenig Drehzahl, sowie ungleichmäßiger Durchzug des Motors: MKB!
Insgesamt war ich sehr zufrieden mit dem Auto. Ich kann den Wagen jedem empfehlen, der ein günstiges und bequemes Auto sucht, um von a nach b zu kommen.
Am Ende nahm aber einfach der Wunsch nach 6 Zylindern überhand.
Diesen habe ich mir jetzt erfüllt, und hoffe dass ich lange Freude dran haben werde.
An dieser Stelle auch allen Forenmitgliedern ein herzliches Dankeschön!
Ohne die fleißige Unterstützung hier wäre so manches Rätsel nicht schnell gelöst worden.
42 Antworten
Vielen Dank für Deinen Beitrag!
Ich kann Dir in allen Punkten zustimmen!
Leider haben die M104 noch mehr Schwachstellen als die M11er, oder sie machen sich deutlich früher bemerkbar.
Saludos
joered
Jap, die Schwachstellen sind ja relativ identisch. Beim M104 treten sie aufgrund der größeren Hitzebelastung früher ans Tageslicht.
Das gilt insbesondere für den MKB.
Wenn der M104 wirklich rauer ist als der M103, kann ich ja nur noch froher über meine Entscheidung sein 😉
Bin sehr gespannt auf den Verbrauch... Bei meinem Fahrprofil kam ich mit nem handgerührten E 220 mit 8,5 Litern aus, ich denke ein automatischer 300er wird dann schon bei guten 11 liegen.
Zitat:
Original geschrieben von Mercedes_GD300
Bin sehr gespannt auf den Verbrauch... Bei meinem Fahrprofil kam ich mit nem handgerührten E 220 mit 8,5 Litern aus, ich denke ein automatischer 300er wird dann schon bei guten 11 liegen.
Also wenn ich einen 230E Automatik mit 8-9L fahren kann, schaffst du bestimmt 10L beim 300E.
@thensch
8-9 Liter mit dem 230er mit Automatik? Nun fahre ich selbst so´n Ding und versuche sparsam zu fahren. Aber unter 10,0 zu bleiben, das wird doch wohl nur im Windschatten hinter ´nem doppelstöckigen Reisebus funktionieren.....
Gruß
RW550
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Zitat:
Original geschrieben von rw550
@thensch
8-9 Liter mit dem 230er mit Automatik? Nun fahre ich selbst so´n Ding und versuche sparsam zu fahren. Aber unter 10,0 zu bleiben, das wird doch wohl nur im Windschatten hinter ´nem doppelstöckigen Reisebus funktionieren.....
Unter 10L fahre ich den hier aus dem Profil mit Gas. Einen andern fahre ich im Schnitt mit 8,5L. Aber ich habe halt schon eine sehr sparsame Fahrweise.
Also mein 220 E, Mopf 1.5, braucht so um die 9 Liter. Es gehen auch 7,5, aber nur bei 100 auf der Bahn.
Ist ein Automatik mit Klima.
Auffällig ist der Anstieg im Winter mit ca. einem Liter mehr. Das kannte ich so von meinen bisherigen Autos nicht, die waren da im Winter genügsamer. Aber egal, ein Winterauto ist der Daimler eh nicht, mit Automatik und Heckantrieb macht es zwar Spass, aber vom Fleck kommt man bei Schnee oder Glätte nicht wirklich. Da ist der VW Passat doch schon deutlich besser.
Übrigens...die Rostvorsorge ist im Vergleich zu den Baujahren vor 1992 deutlich schlechter, mein Kollege fährt einen 200 D von 1990 mit nunmehr ca.400.000 KM. Pflege ist nicht sein Ding, aber die Kiste rostet nirgend und der Motor läuft wie ein Uhrwerk, obwohl auch hier nur ca. alle 30.000 KM ein Ölwechsel gemacht wird.
Meiner rostet schon an den Türrahmen und an den Radläufen bzw. dort hat er gerostet. Da ich ihm aber ein H-Kennzeichen versprochen habe und das so circa mit meiner Pensionierung zusammenfällt, muss er dazu noch ca.12 Jahre durchhalten. Bei ca.5000 KM im Jahr und derzeit 133.000 Laufleistung bin ich da aber optimistisch.
Gruss aus dem Rheinland
Dirk
hallo,
meine eltern haben einen 230TE von anfang 1992 im besitz. meiner ist ein zwitter aus 03/93.
ich habe also den direkten vergleich. sogar die kilometerstände der beiden fahrzeuge und das einsatzgebiet ist fast ähnlich.
nach meinen eindruck ist der 230er innen besser verarbeitet. die verkleidungen der vorderen türen, an den türtaschen lösen sich. auch die bei der ablagebox löst sich das plastik. das hat der 230er gar nicht. er hat an den türtaschen ein anderes material. da löst sich nix.
vom rost her allerdings, nehmen sich beide nicht viel. keiner der wagen hat sichtbaren rost, wagenheberaufnahmen, vordere kotflügel und andere problematische stellen sind ohne befund. da bin ich schon zufrieden.
gestern abend sah ich einen 250TD (mopf1) in weiß. sehr starke rostschäden an den kotflügeln vorne und radläufen hinten. könnte natürlich auch von ende 1992 / anfang 1993 gewesen sein. aber ich denke mal, dass in erster linie der pflegezustand eine rolle spielt. wenn der wagen immer den dreck in den radläufen und unter den sakkobrettern hat, die feuchtigkeit binden, so rostet es nun mal. egal ob von vor 10/92 oder danach. vielleicht waren auch nicht alle farben von gleicher qualität. möglicherweise gab es auch noch farben deren lack später auf wasserbasis umgestellt wurde.
vom w123 habe ich mal gehört, dass die t-modelle eine geringfügig besser fertigungsqualität aufwiesen als die limos und coupes. keine ahnung ob das stimmt. wenn es so wäre, würde mich interessieren ob das beim W124 auch so war.
grüße
Grundsätzlich kommen die Karosserievarianten aus unterschiedlichen Werken, aber ich habe da noch nix feststellen können.
Wann ein Auto rostet hängt nicht nur von der Qualität des Korosionsschutzes ab, sondern v.a. auch davon, wie sehr er beansprucht wurde.
Wenn du eine Karosserie Mopf 1 hast die z.B. 300h im Iso Salzsprühnebeltest besteht und hast eine Karosserie Mopf 2, die nur 200h aushält, dann heist das nicht das jeder Mopf 2 auf der Straße rostet.
Wenn beim Mopf 1 120% des Korosionsschutzes im Betrieb aufgebraucht wurden, nützt dir das weniger als ein Mopf 2 der erst 50% seines Korosionsschutzes aufgebraucht hat.
Im Endeffekt findest du so auch 124er die mehr rost haben als der ein oder andere /8er, obwohl in der Werksseitigen Korosionsschutzqualität Welten liegen.
Wenn der /8er aber nie im Salz gefahren wurde und nicht im Regen, kann er sogar besser sein.
Wenn ich hier von Verbräuchen lese zwischen 6,9 bis 10l/100, teilweise "erfahren" mit Klima und Automat und sogar von 6Zylindern dann frage ich mich, wie ihr das macht!?!?
Ich bin schon einige 220er und 230er gefahren (überwiegend Stadtverkehr, relativ viel Kurzstrecke, alle Automatik und Klima ausgestattet) und komme so gut wie NIE unter 12,5l/100. Schnitt liegt bei guten 13l/100. Nur wenn mal ein großer Landstrassen- oder Autobahnteil dabei ist, dann sind 11l/100 möglich. Und nein, ich bin absolut kein Raser und fahre gesittet.
Also, bitte verratet mir mal, wie ihr auf unter 10l/100 kommt!!! Keine Ampeln bei euch in der Nähe, keine Stadt, nur Landstraßen, Innenraum gestripped, Tank nie voll, 135er Reifen?? Wie??
Beste Grüße
CR!
Das hängt viel davon ab wo man wohnt.
Ich hab zu meinen Vielfahrerzeiten mit dem Volvo Verbräuche erreicht da haben die meisten anderen dumm geguckt. Aber das is auch nicht sonderlich schwer wenn man morgens aus seinem Wohnort rausfährt, 20km Landstraße bis zur BAB, 70km Autobahn und nochmal 20km Landstraße bis zum Ziel. Da muss man kaum bremsen geschweige denn anfahren. Da hatte ich dann (nur zu Vergleichszwecken) nen Verbrauch von knapp unter 6l.
Wenn ich bei uns im Schwarzwald rumgegurkt bin, hoch, runter, rechts, links, Stadtverkehr, Kreuzungen usw. dann hab ich min. 7l gebraucht...
Bei einem Benziner von deinem Kaliber macht das dann eben nicht nur 1l sondern eher 3l aus.
Bin mal gespannt was ich mit dem 220er für nen Verbrauch haben werde. Aber unter 9l rechne ich da schonmal garnicht.
Meine hangerührte 220er limo ohne klimaanlage hat nie mehr Als 9,4 liter gebraucht. Und das war im Winter mit hohem Kurzstreckenanteil. Wenn man zu je einem Drittel Landstrasse, BAB, und Stadt fährt, dann sollte man bequem mit 8,5-9 Litern auskommen.
Die Tankfüllung mit 6,9 Litern Schnittverbrauch entstand übrigens auf Landstraßen, trotz defekter ZKD und Thermostat.
Aber zwischen einer hangeschalteten Limo ohne Klima und einem Klimatisierten T-Modell mit Automatic können gut und gerne 3 Liter liegen
Das sind die externen Faktoren, also Luftdruck 2.6bar kalt, Leichtlaufreifen, zB Michelin Energy Saver, Kofferraum leeren, kein unnötiges Gewicht. Aber das meisten macht natürlich die Fahrweise aus.
Stadtverkehr: Die 4 Gang Automatik schaltet bei 40 in den 4. Also langsam auf 40 beschleunigen, danach das Gaspedal nur noch streicheln. Wichtig ist das vorausschauende Fahren, also sehr früh wieder ganz vom Gas gehen, weil der mit 40-50 im 4. sehr weit rollt. Bei Ampeln entweder langsam abbremsen, so daß man noch viel Restgeschwindigkeit hat, wenn die wieder auf grün schaltet, oder halt zocken und schneller drauf zurollen in der Hoffnung, daß die gleich schaltet. Mit der Zeit bekommt man ein Gefühl dafür.
Man muß sich klar machen, daß jedes Bremsen den Verbrauch erhöht. Man vernichtet damit Energie, die man zuvor unnötig aufgebaut hat, oder anschließend wieder aufbauen muß. Ich lege mich auch gerne mal stärker in die Kurve, als davor zu bremsen und danach wieder Gas zu geben.
Außerorts sachte beschleunigen und vor allem gleichmäßig Fahren. Also in meinem Fall auf 70 beschleunigen und Tempomat rein und weit vor dem nächsten Ortsschild oder Ampel wieder rausmachen und ausrollen. Ich finde immer interessant, wie die Leute dann überholen, obwohl gleich wieder eine 70er Zone kommt und dann im nächsten Ort sind sie wieder genau vor mir, aber mit viel höherem Verbrauch.
Und noch ein ganz wichtiger Faktor ist entspanntes Fahren. Wenn man Hektik hat, gibt man automatisch mehr Gas. Also man fährt bis zur Kurve, bremst abrupt und beschleunigt wieder. Entspannt heißt schon lange vorher kein Gas mehr geben, sondern darauf zurollen. Kostet so gut wie keine Zeit, spart aber viel Sprit.
Auf jeden Fall schaffe ich halt so mit dem 230E Automatik einen niedrigen 8er Verbrauch mit Benzin. Auf Gas meist unter 10L und den C250D fahre ich unter 6L.
Viel Stadtverkehr bedeutet natürlich auch mehr Verbrauch.
Schöner Bericht 🙂 Schade das Du Ihn verkauft hast, aber ich denke mit dem 300er wirst Du auch eine Menge Spaß haben. Die Farbe gefällt mir auch sehr gut, macht ordentlich was her.
Aber bin auch gespannt was der verbrauchen wird. Man sagt ja das der Mehrverbrauch zum 260er überschaubar ist, den fahre ich ja.
Angefangen hat alles mit ca 14 Ltr jetzt bin ich bei aktuell 12,07 Ltr. Fahre unter der Woche recht wenig, wenn dann aber Frankfurter Stadtverkehr, in der letzten Zeit aber auch eher weitere Strecken nach "Hause" ca 70 km davon knapp 50 km Autobahn. Wie andere es schaffen unter 10 Ltr zu kommen ist mir auch en Rätsel. Ich bin jetzt max 120 gefahren, ab und zu auch mal auf 160 - 180 beschleunigt aber ansonsten recht konstat bei 120 geblieben. In der Stadt versuche ich vorrausschauen zu fahren was auch echt ganz gut klappt. Aber ich denke 12 Ltr sind noch vollkommen im Rahmen 🙂
Zitat:
Original geschrieben von Chefrocka!
Wenn ich hier von Verbräuchen lese zwischen 6,9 bis 10l/100, teilweise "erfahren" mit Klima und Automat und sogar von 6Zylindern dann frage ich mich, wie ihr das macht!?!?Ich bin schon einige 220er und 230er gefahren (überwiegend Stadtverkehr, relativ viel Kurzstrecke, alle Automatik und Klima ausgestattet) und komme so gut wie NIE unter 12,5l/100. Schnitt liegt bei guten 13l/100. Nur wenn mal ein großer Landstrassen- oder Autobahnteil dabei ist, dann sind 11l/100 möglich. Und nein, ich bin absolut kein Raser und fahre gesittet.
Also, bitte verratet mir mal, wie ihr auf unter 10l/100 kommt!!! Keine Ampeln bei euch in der Nähe, keine Stadt, nur Landstraßen, Innenraum gestripped, Tank nie voll, 135er Reifen?? Wie??
Beste Grüße
CR!
Die Fahrweise ist extrem wichtig! Nur weil man glaubt sparsam zu fahren, heisst nicht, dass man es wirklich tut!
Meinen M104 fahre ich im Schnitt mit 11,4. Auf Langstrecke im Urlaub immer um die 9 Liter!
Den M111 kann man mit fast 2 Litern weniger fahren.
Die älteren M103 und 102 mit der KE-Jetronik gönnen sich etwas mehr.
http://www.spritmonitor.de/de/detailansicht/159358.html
Leute,
dass die Fahrweise eine wichtige Rolle beim Verbrauch spielt, ist mir nach rund 21 Jahren Fahrpraxis durchaus bewusst... Jedoch fahre ich lieber "normal" durch die Gegend, d.h. ich habe keine Lust, jede Ampel "gekonnt" anzurollen, um ja nicht in die Verlegenheit des "bremsen müssens" zu kommen und manchmal fahre ich Innerorts sogar geringfügig schneller als verbrauchsarme 50. Kurzum: mir ist schon klar, dass immer noch etwas Spielraum nach unten ist, auch wenn ich bestimmt kein hektischer Raser bin. Aber jetzt sämtliche Spritspartricks anzuwenden ist mir zu anstrengend und spaßbefreit, dann würde ich lieber Smart fahren und so Geld sparen.
Jedenfalls bin ich mir sehr sicher, dass die allerwenigsten 220er (geschweige denn die 6ender) mit Klima und Automat mit 10lit. in der Stadt auskommen. Für diejenigen, die auf diese Werte kommen, freue ich mich, aber es wird sich eher um Ausnahmen handeln.