75.000km mit dem Corolla Verso - die etwas andere Zwischenbilanz
An einem warmen Sommertag im Juli...
06:00 Uhr
Der Wecker klingelt. Die letzte Nacht war, wie viele Nächte in diesem Juli, unerträglich warm und man konnte kaum schlafen. Entsprechend schlecht ist meine Laune. Kann dies ein trotzdem noch ein schöner Tag werden?
06:18 Uhr
Das Frühstück sorgt für eine erträglichere Laune.
06:32 Uhr
Vor dem Haus um die Ecke steht der Wagen, der sich nach kurzem Druck auf die FFB öffnet. Ich steige ein, nehme auf dem bequemen Fahrersitz Platz und stecke den Transponderschlüssel ins Zündschloss. Mit einem leisen Surren wird er arretiert. Die linke Hand berührt das gelochte Leder des Lenkrads, die weiße Ziernaht schmeichelt dem Auge. Der linke Fuß tritt die Kupplung durch, und die orangefarbene LED im Startknopf wechselt ihre Farbe zu grün. Ich drücke den Startknopf, das 2.2 Liter-Aggregat erwacht mit einem sonoren Grummeln. Beim Einlegen des Rückwärtsgangs zeigt die am Heck angebrachte Kamera auf dem Bildschirm des DVD-Navi keine Hindernisse. Es kann losgehen...
06:38 Uhr
Ich stehe an der letzten Ampel vor dem Autobahnzubringer. Echt praktisch, so verkehrsgünstig zu wohnen. Auf der Spur links neben mir steht ein silberner Passat TDI. Die Kleidung des Fahrers läßt auf eine Außendiensttätigkeit schließen. Der Mann schaut ganz schön gelangweilt drein. Nachvollziehbar...
06:39 Uhr
Der iPod spielt "All around me" von Lange. Die göttliche Stimme von Betsie Larkin singt "...we can make the sparks fly". Wie recht sie hat, denn in diesem Moment schaltet die Ampel endlich auf grün. Im 1. Gang werden die bulligen 400Nm Drehmoment des Turbodieselaggregats auf etwa 5700Nm Raddrehmoment übersetzt, und die auf den schicken 17"-Leichtmetallfelgen montierten Uniroyal Rainsport 2 müssen die Zugkraft eines Masseäquivalents von knapp 1.800kg auf die Straße bringen. Wußte gar nicht, dass Physik in der Praxis so viel Spaß machen kann, vielleicht sollte man dem ein oder anderem Physikprofessor mal raten, die Vorlesungen mit praktischen Erfahrungen anzureichern. Ich schiebe die Gänge zügig durch das butterweich schaltende Getriebe. Echt unverständlich, wie man sich dieses Vergnügen von einer Automatik abnehmen lassen kann. Betsie wiederholt den Refrain gerade zum zweiten Mal, und der rote Zeiger durchwandert die 100km/h-Marke, die auf Optitron-Display messerscharf angezeigt wird. Ich gehe vom Gas, weil ich die an dieser Stelle erlaubte Maximalgeschwindigkeit erreicht habe und kein Opfer der hier oft anzutreffenden Wegelagerer werden will. Das Gesicht des Außendienstlers fällt mir wieder ein, ob er immer noch gelangweilt ist? Ich kann ihn im Rückspiegel nur noch schwer erkennen.
06:44 Uhr
Auf der Autobahn ist noch nicht viel los, was zu einem entspannten Cruisen einlädt. Mittlerweile bin ich musikalisch bei "Fireworks" angelangt. Dank des flüsterleisen Motors ist im Innenraum nur Sarah Howells Stimme zu hören.
06:55 Uhr
Ungefähr einen halben Kilometer vor mir zieht ein LKW auf die linke Spur und startet ein Elefantenrennen. Ein kurzer Tritt auf die Bremse, und die vorzüglich verzögernde 16"-Bremsanlage wandelt einen Teil der kinetischen Energie von über 2000kJ in Wärme um. Eigentlich unnütz, und genau das haben sich die Entwickler von Hybridfahrzeugen wohl auch gedacht. Physik ist doch wirklich etwas faszinierendes...
06:56 Uhr
Hinter mir läuft ein 1er BMW auf und macht Anstalten, im Kofferraum einparken zu wollen. Da ich leider keine Fernentrieglung habe, kann ich ihm diesen Gefallen nicht tun. Seinem Gedrängel nach hat er es eilig...
06:57 Uhr
Das Elefantenrennen ist vorbei, und ich lasse den 1er BMW in meiner zuvorkommenden Art passieren. Verblüfft stelle ich fest, dass es nur ein 118D ist. An seiner Stelle würde ich nicht so dick auftragen. Das DVD-Navi spielt "The art of conflict" von VNV Nation. Davon inspiriert beschließe ich, mir einen kleinen Spaß zu erlauben... Ich hefte mich hinter den beschleunigenden BMW und lasse mich zunächst etwas zurückfallen.
06:59 Uhr
Im Rückspiegel des 1er BMW wird ein Kühlergrill mit drei verchromten, miteinander verbundenen Ellipsen immer größer, was den Fahrer sichtlich irritiert, aber noch nicht zur Aufgabe bewegt.
07:01 Uhr
Schon doof wenn man ein Fahrzeug hat, dessen Vmax elektronisch beschränkt wird. Damit sollte man potentiell schnellere Fahrzeuge nicht bedrängen. Das merkt jetzt auch der Fahrer des 1er BMW und macht zähneknirschend Platz. Ronan Harris ist gerade im letzten Drittel von "The art of conflict" angelangt und stellt fest: "If you know the enemy and know yourself, your victory will not stand in doubt." Diese Erkenntnis aus Sun Tzu's Klassiker "The art of war" fehlt dem Fahrer des BMW offensichtlich noch...
07:16 Uhr
Das DVD-Navi weist mich darauf hin, dass die nächste Abfahrt meine ist. Ich verlasse die Autobahn und begebe mich auf das kurze Stück der Bundesstraße, die stadteinwärts führt.
07:18 Uhr
Ich lasse die Fensterscheiben herunter um die frische Morgenluft zu geniessen. Den Radio drehe ich etwas leiser, denn die Häuserzeilen links und rechts reflektieren bei Lastwechseln das unverwechselbare Zischgeräusch, das den Einsatz des Turboladers ankündigt. Musik in den Ohren...
07:24
Ich komme in der Firma an und fahre hinunter in die Tiefgarage. Ich steige aus, hole mein Notebook aus dem Kofferraum und verharre noch einige Sekunden um den Knackgeräuschen zu lauschen, die vom sich abkühlenden Abgasstrang ausgehen. "Lass knacken, Amigo!", denke ich mir und laufe Richtung Fahrstuhl. Es wird ein guter Tag, dessen bin ich mir jetzt sicher...
09:35 Uhr
Ein Arbeitskollege kommt im Büro vorbei und fragt mich, ob ich heute nach der Arbeit Zeit für ihn hätte: "Ich bin am Wochenende umgezogen und achtmal zwischen den beiden Wohnungen hin- und hergefahren, und bis auf das Bett und ein paar Umzugskartons habe ich alles geschafft. Du hast doch ein großes Auto, kannst Du mir mit dem Bett helfen?" Ich sage ihm meine Hilfe zu und kümmere mich weiter um meine Arbeit.
17:13 Uhr
Feierabend, das heißt, noch nicht ganz. Ich mache mich auf dem Weg zu meinem Arbeitskollegen. Mittlerweile ist es wieder bullig heiß, zum Glück verschafft die angenehm zugfrei arbeitetende Klimaanlage schnell Abkühlung.
17:31 Uhr
Ich komme bei meinem Arbeitskollegen an, er wartet schon mit seinem zerlegten Bett, zwei Matrazen und 12 Umzugskisten vor dem Haus. Ich öffne den Kofferraum, und er schaut mich fragend an: "Du hast ja die Sitze gar nicht rausgenommen. Wie soll denn das alles da reinpassen?" Wortlos grinsend lasse ich die 3 Sitze der 2. Sitzreihe mit einem Handgriff im Boden verschwinden, und wir fangen an, seine Sachen in meinen Kofferraum zu laden.
17:47 Uhr
Dank des DVD-Navis habe ich die neue Wohnung meines Arbeitskollegen auf Anhieb gefunden. Er trifft 2 Minuten später ein, offenbar hat er den kürzesten Weg zu seinem neuen Domizil noch nicht gefunden. Zunächst holen wir noch die vier Umzugskisten, die er in den Kofferraum seines Fabia geqetscht hat, heraus und laden anschließend das Bett und die restlichen Kisten aus meinem Fahrzeug. Mit drei Handgriffen hole ich die Sitze wieder aus der "Versenkung" und bin froh, dass ich die Sitze nicht umständlich und mühsam ausbauen und umherschleppen muss, so wie das bei anderen Kompaktvans üblich ist.
18:13 Uhr
Nach einem alkoholfreien Bier und ein wenig Fachsimpelei mache ich mich auf den Heimweg. Dabei lasse ich mich akustisch von Sharon del Adel verwöhnen, die zuerst "Blue eyes" und anschließend "Jane Doe" singt.
18:54 Uhr
Ich komme zu Hause an, stelle das Fahrzeug ab und lausche abermals dem knackenden Abgasstrang. Für heute habe ich genug automobilen Spaß gehabt, jetzt ist es Zeit, sich um die anderen angenehmen Seiten des Lebens zu kümmern. Ich verriegele das Fahrzeug mit der FFB, das Schließen wird mit einem kurzen Blinken (oder ist es ein Blinzeln?) bestätigt. "Bis morgen!" sage ich in Gedanken, und schließe die Haustür auf. Es war ein schöner Tag.
Beste Antwort im Thema
An einem warmen Sommertag im Juli...
06:00 Uhr
Der Wecker klingelt. Die letzte Nacht war, wie viele Nächte in diesem Juli, unerträglich warm und man konnte kaum schlafen. Entsprechend schlecht ist meine Laune. Kann dies ein trotzdem noch ein schöner Tag werden?
06:18 Uhr
Das Frühstück sorgt für eine erträglichere Laune.
06:32 Uhr
Vor dem Haus um die Ecke steht der Wagen, der sich nach kurzem Druck auf die FFB öffnet. Ich steige ein, nehme auf dem bequemen Fahrersitz Platz und stecke den Transponderschlüssel ins Zündschloss. Mit einem leisen Surren wird er arretiert. Die linke Hand berührt das gelochte Leder des Lenkrads, die weiße Ziernaht schmeichelt dem Auge. Der linke Fuß tritt die Kupplung durch, und die orangefarbene LED im Startknopf wechselt ihre Farbe zu grün. Ich drücke den Startknopf, das 2.2 Liter-Aggregat erwacht mit einem sonoren Grummeln. Beim Einlegen des Rückwärtsgangs zeigt die am Heck angebrachte Kamera auf dem Bildschirm des DVD-Navi keine Hindernisse. Es kann losgehen...
06:38 Uhr
Ich stehe an der letzten Ampel vor dem Autobahnzubringer. Echt praktisch, so verkehrsgünstig zu wohnen. Auf der Spur links neben mir steht ein silberner Passat TDI. Die Kleidung des Fahrers läßt auf eine Außendiensttätigkeit schließen. Der Mann schaut ganz schön gelangweilt drein. Nachvollziehbar...
06:39 Uhr
Der iPod spielt "All around me" von Lange. Die göttliche Stimme von Betsie Larkin singt "...we can make the sparks fly". Wie recht sie hat, denn in diesem Moment schaltet die Ampel endlich auf grün. Im 1. Gang werden die bulligen 400Nm Drehmoment des Turbodieselaggregats auf etwa 5700Nm Raddrehmoment übersetzt, und die auf den schicken 17"-Leichtmetallfelgen montierten Uniroyal Rainsport 2 müssen die Zugkraft eines Masseäquivalents von knapp 1.800kg auf die Straße bringen. Wußte gar nicht, dass Physik in der Praxis so viel Spaß machen kann, vielleicht sollte man dem ein oder anderem Physikprofessor mal raten, die Vorlesungen mit praktischen Erfahrungen anzureichern. Ich schiebe die Gänge zügig durch das butterweich schaltende Getriebe. Echt unverständlich, wie man sich dieses Vergnügen von einer Automatik abnehmen lassen kann. Betsie wiederholt den Refrain gerade zum zweiten Mal, und der rote Zeiger durchwandert die 100km/h-Marke, die auf Optitron-Display messerscharf angezeigt wird. Ich gehe vom Gas, weil ich die an dieser Stelle erlaubte Maximalgeschwindigkeit erreicht habe und kein Opfer der hier oft anzutreffenden Wegelagerer werden will. Das Gesicht des Außendienstlers fällt mir wieder ein, ob er immer noch gelangweilt ist? Ich kann ihn im Rückspiegel nur noch schwer erkennen.
06:44 Uhr
Auf der Autobahn ist noch nicht viel los, was zu einem entspannten Cruisen einlädt. Mittlerweile bin ich musikalisch bei "Fireworks" angelangt. Dank des flüsterleisen Motors ist im Innenraum nur Sarah Howells Stimme zu hören.
06:55 Uhr
Ungefähr einen halben Kilometer vor mir zieht ein LKW auf die linke Spur und startet ein Elefantenrennen. Ein kurzer Tritt auf die Bremse, und die vorzüglich verzögernde 16"-Bremsanlage wandelt einen Teil der kinetischen Energie von über 2000kJ in Wärme um. Eigentlich unnütz, und genau das haben sich die Entwickler von Hybridfahrzeugen wohl auch gedacht. Physik ist doch wirklich etwas faszinierendes...
06:56 Uhr
Hinter mir läuft ein 1er BMW auf und macht Anstalten, im Kofferraum einparken zu wollen. Da ich leider keine Fernentrieglung habe, kann ich ihm diesen Gefallen nicht tun. Seinem Gedrängel nach hat er es eilig...
06:57 Uhr
Das Elefantenrennen ist vorbei, und ich lasse den 1er BMW in meiner zuvorkommenden Art passieren. Verblüfft stelle ich fest, dass es nur ein 118D ist. An seiner Stelle würde ich nicht so dick auftragen. Das DVD-Navi spielt "The art of conflict" von VNV Nation. Davon inspiriert beschließe ich, mir einen kleinen Spaß zu erlauben... Ich hefte mich hinter den beschleunigenden BMW und lasse mich zunächst etwas zurückfallen.
06:59 Uhr
Im Rückspiegel des 1er BMW wird ein Kühlergrill mit drei verchromten, miteinander verbundenen Ellipsen immer größer, was den Fahrer sichtlich irritiert, aber noch nicht zur Aufgabe bewegt.
07:01 Uhr
Schon doof wenn man ein Fahrzeug hat, dessen Vmax elektronisch beschränkt wird. Damit sollte man potentiell schnellere Fahrzeuge nicht bedrängen. Das merkt jetzt auch der Fahrer des 1er BMW und macht zähneknirschend Platz. Ronan Harris ist gerade im letzten Drittel von "The art of conflict" angelangt und stellt fest: "If you know the enemy and know yourself, your victory will not stand in doubt." Diese Erkenntnis aus Sun Tzu's Klassiker "The art of war" fehlt dem Fahrer des BMW offensichtlich noch...
07:16 Uhr
Das DVD-Navi weist mich darauf hin, dass die nächste Abfahrt meine ist. Ich verlasse die Autobahn und begebe mich auf das kurze Stück der Bundesstraße, die stadteinwärts führt.
07:18 Uhr
Ich lasse die Fensterscheiben herunter um die frische Morgenluft zu geniessen. Den Radio drehe ich etwas leiser, denn die Häuserzeilen links und rechts reflektieren bei Lastwechseln das unverwechselbare Zischgeräusch, das den Einsatz des Turboladers ankündigt. Musik in den Ohren...
07:24
Ich komme in der Firma an und fahre hinunter in die Tiefgarage. Ich steige aus, hole mein Notebook aus dem Kofferraum und verharre noch einige Sekunden um den Knackgeräuschen zu lauschen, die vom sich abkühlenden Abgasstrang ausgehen. "Lass knacken, Amigo!", denke ich mir und laufe Richtung Fahrstuhl. Es wird ein guter Tag, dessen bin ich mir jetzt sicher...
09:35 Uhr
Ein Arbeitskollege kommt im Büro vorbei und fragt mich, ob ich heute nach der Arbeit Zeit für ihn hätte: "Ich bin am Wochenende umgezogen und achtmal zwischen den beiden Wohnungen hin- und hergefahren, und bis auf das Bett und ein paar Umzugskartons habe ich alles geschafft. Du hast doch ein großes Auto, kannst Du mir mit dem Bett helfen?" Ich sage ihm meine Hilfe zu und kümmere mich weiter um meine Arbeit.
17:13 Uhr
Feierabend, das heißt, noch nicht ganz. Ich mache mich auf dem Weg zu meinem Arbeitskollegen. Mittlerweile ist es wieder bullig heiß, zum Glück verschafft die angenehm zugfrei arbeitetende Klimaanlage schnell Abkühlung.
17:31 Uhr
Ich komme bei meinem Arbeitskollegen an, er wartet schon mit seinem zerlegten Bett, zwei Matrazen und 12 Umzugskisten vor dem Haus. Ich öffne den Kofferraum, und er schaut mich fragend an: "Du hast ja die Sitze gar nicht rausgenommen. Wie soll denn das alles da reinpassen?" Wortlos grinsend lasse ich die 3 Sitze der 2. Sitzreihe mit einem Handgriff im Boden verschwinden, und wir fangen an, seine Sachen in meinen Kofferraum zu laden.
17:47 Uhr
Dank des DVD-Navis habe ich die neue Wohnung meines Arbeitskollegen auf Anhieb gefunden. Er trifft 2 Minuten später ein, offenbar hat er den kürzesten Weg zu seinem neuen Domizil noch nicht gefunden. Zunächst holen wir noch die vier Umzugskisten, die er in den Kofferraum seines Fabia geqetscht hat, heraus und laden anschließend das Bett und die restlichen Kisten aus meinem Fahrzeug. Mit drei Handgriffen hole ich die Sitze wieder aus der "Versenkung" und bin froh, dass ich die Sitze nicht umständlich und mühsam ausbauen und umherschleppen muss, so wie das bei anderen Kompaktvans üblich ist.
18:13 Uhr
Nach einem alkoholfreien Bier und ein wenig Fachsimpelei mache ich mich auf den Heimweg. Dabei lasse ich mich akustisch von Sharon del Adel verwöhnen, die zuerst "Blue eyes" und anschließend "Jane Doe" singt.
18:54 Uhr
Ich komme zu Hause an, stelle das Fahrzeug ab und lausche abermals dem knackenden Abgasstrang. Für heute habe ich genug automobilen Spaß gehabt, jetzt ist es Zeit, sich um die anderen angenehmen Seiten des Lebens zu kümmern. Ich verriegele das Fahrzeug mit der FFB, das Schließen wird mit einem kurzen Blinken (oder ist es ein Blinzeln?) bestätigt. "Bis morgen!" sage ich in Gedanken, und schließe die Haustür auf. Es war ein schöner Tag.
51 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von harrye
Aber so frenetisch wie du den Corolla Verso lobst, kann ich das nicht nachempfinden.
Das ist dein gutes Recht, niemand muss meine Meinung teilen 😉 Und wie Du am Schreibstil gemerkt hast, habe ich mit diesem Bericht natürlich ein bestimmtes Ziel im Hinterkopf gehabt: Man bekommt ja als Toyota-Fahrer gerne vorgeworfen, das Fahrzeug nur aus rein objektiven Beweggründen gekauft zu haben. Und ich wollte einfach mal deutlich zeigen, dass dem nicht (immer) so sein muss.
Klar, auch ein Verso hat seine Macken: Der Wenderadius ist sehr groß, und auch die Materialauswahl im Innenraum könnte besser aufeinander abgestimmt sein. Aber dafür sieht mein Innenraum auch nach über drei Jahren noch neuwertig aus, während sich bei anderen Kompaktvans in diesem Alter bereits der Softlack gelöst hat und der Kofferraum wie ein Hort der Verwüstung aussieht. Sicherlich liegt das auch an mangelnder Pflege, aber es ist schon ein Unterschied, ob man Kunstoffe verbaut, die man mit dem Fingernagel verkratzen kann oder eben hochwertiges Material wie im Kofferraum des CV.
Und ganz sicher gibt es Fahrzeuge, die mehr Fahrspaß bieten. Mit denen kannst Du aber keine 6 Personen mitnehmen oder bei IKEA spotan ein Bett nebst Kleiderschrank kaufen 😉
Für mich bietet der CV momentan den optimalen Kompromiss zwischen einem ansehnlichen Fahrzeug, hoher Flexibilität und Variabilität sowie Fahrspaß. Nichts anderes wollte ich mit diesem Bericht zum Ausdruck bringen...
Zuerst einmal: Sehr gut zu lesender Bericht des Threadstarters, freut mich das Du soviel Freude an dem Verso hast. 🙂
Bin seit knapp 5 Wochen selber Besitzer eines neuen Versos, und ich hoffe ich habe nach 2/3 Jahren auch noch so viel Freude an dem Wagen wie der Threadstarter. Bis jetzt ist es wenigstens so. 🙂
Mich wundert nur, das in diesem Thread soviel Feindseeligkeit innerhalb der Automarken VW und Toyota rüberkommt. So liest sich das zumindest. Jeder hat bestimmt seine Gründe für den jeweiligen Standpunkt. Aber Leute, das sind doch nur Automarken, jeder hat vielleicht schlechte Erfahrungen mit dem ein- oder anderen Modell gemacht, aberdas ist doch kein Grund für einen Glaubenskrieg. 😉
Ich bin aus einem kuriosen Grund zu Toyota gekommen: Wollte ein Fahrzeug mit hoher Sitzposition und viel Platz, und da war mir die Mercedes B-Klasse aufgefallen. Nur Mercedes wollte mir für meinen 3 1/2 Jahre alten Peugeot 407sw 2.7 Hdi 3.500,00€ unter Händler EK geben. Ein Mercedeshändler wollte den Wagen gar nicht nehmen. Durch reinen Zufall ist mir bei Toyota der Verso aufgefallen und das Wägelchen hat mir gefallen. Bei Toyota gab man mir normalen Händler EK auif meinen Gebrauchten und 15% Rabatt, hinzu kam der Preisvorteil der Edition Ausstattung, wo man umsonst die PDC, das Panoramadach, die Leichtmetallfelgen und die 2 Zonen Klimaautomatik. Und so wurde es halt ein Toyota. 🙂
Die Materialanmutung ist klar nicht so hochwertig wie bei meinem Vorgängerfahrzeug, dafür gabs den Wagen aber auch für relativ kleines Geld. Was mir jedoch auffällt ist, das nichts klappert, der Wagen sehr sparsam ist und ich mich im Verso wohl fühle. Ansonsten sind meine Emotionen hinsichtlich Automodellen eher begrenzt. 😉
Habe in den 32 Jahren in dem ich meinen Führerschein habe fast alles gefahren und werde mich nie uf eine Automarke festlegen. Damit bin ich bisher am besten gefahren. 😉
Zitat:
Original geschrieben von EierFanta©
Mich wundert nur, das in diesem Thread soviel Feindseeligkeit innerhalb der Automarken VW und Toyota rüberkommt. So liest sich das zumindest.
Das ist
historischbedingt 😉 Und eigentlich hat auch niemand etwas gegen VW. Es gibt nur Leute, die mit berechtigter Kritik an dieser Marke, wie sie halt beim ein oder anderen Vergleich entsteht, nicht umgehen können.
Ich war mal sehr feindselig gegenüberüber VW, und zwar als mein Golf mich tausende von Euros (Turbolader, Einspritzdüsen, etc) gekostet hat. Damals hätte ich jeden, der gesagt hat, er sei sehr zufrieden mit seinem Golf, am liebsten einen "A..."-Tritt verpasst.
Danach der Verso war ein Traum, tolles Auto, super zuverlässig.
Jetzt verlässigt mich ein wenig die Subjektivität, ich sehe Sachen, die ich nicht so toll finde.
Mein Innenraum und auch der Kofferraum sind zerkratzt, mich ärgert teilweise die Bedienung Klima, Bordcomputer, ...
Ist nicht soooo schlimm. Und es wäre doch eine Kleinigkeit, wenn Toyota beim neuen Verso ein tolles Intereur geschaffen hätte. Die Mankos vom Corolla Verso ausgebügelt hätte. Aber stattdessen haben sie jetzt beim Verso ein hässliches Cockpit geschaffen.
Echt schade, ich hätte mir den dritten Verso zugelegt, denn außen gefällt er mir wirklich sehr gut.
Aber ich muss mich auch im Auto wohlfühlen...
Man sieht, mein Herz und meine Dankbarkeit gehört Toyota, aber sie bräuchten ein paar deutsche Designer ...
viel Grüße
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Zitat:
Original geschrieben von harrye
Die Mankos vom Corolla Verso ausgebügelt hätte. Aber stattdessen haben sie jetzt beim Verso ein hässliches Cockpit geschaffen.
Echt schade, ich hätte mir den dritten Verso zugelegt, denn außen gefällt er mir wirklich sehr gut.
Das sehe ich (leider) auch so. Der neue Verso ist von außen echt ein großer Wurf, aber innen ist es ein echter Rückschritt zum CV. Zum Glück muss ich mich momentan nicht für ein Neufahrzeug entscheiden, deshalb kann ich mich die nächsten 5-8 Jahre entspannt zurücklehnen und zusehen, was so auf den Markt kommt 😉
Doch, ich habe was gegen VW. Ich kritisiere alles was mit dieser Marke zu tun hat, ich behaupte sogar, einen VW zu fahren ist finanziell reinster Selbstmord. Ferner sage ich, das VW keine Autos bauen kann, denn sie wirtschaften eh nur in die eigene Tasche.
Dies ist lediglich nur meine Meinung. Wer anderer ist, darf sie gerne behalten. Gratis natürlich.
Wieviele in meinem Bekanntenkreis bekommen Wut und Tonsuchtsanfälle...
Leute, es wird immer solche und solche geben, aber man darf klar sagen was man denkt. Ich könnte auch schreiben BMW ist k...e, aber tu ich nicht, weil ich keine Erfahrung damit habe.
Also nicht nur immer Lobhudelei, sondern auch mal Stellung beziehen.
Aber eigentlich sollten wir froh sein, das die Karren fahren. Das ihr die auch fahren dürft.
Hallo Gemeinde,
wenn ich die Forenbeiträge zu angeblichen Mängel des CV lese, denke ich, manche suchen in den Grümeln. z.B. Diskussionen zum Regensensor. Waren das noch schöne Zeiten, als wir Käfer gefahren sind
-Autofahren pur, ohne Schnickschnack!
im Übrigen teile ich die Meinung von Eier Fanta.
Ich habe meinen CV gekauft wie eine Waschmaschine: nur Funktionalität, keine Emotionen.