71´er Buick 455 Bigblock läuft nur mit extremer Frühzündung von ca. 30° vor OT

Hallo erstmal,

meine Freundin hat sich einen alten Buick zugelegt. Jetzt sind wir grad dabei die Kiste Stück für Stück durchzuchecken, damit wir möglichst zuverlässig durch den Rest der Saison cruisen können.

Bei´m Thema Zündzeitpunkt geraten wir grad enorm ins Stocken. Der Motor läuft nur bei einem Zündzeitpunkt von ca. 30 Grad vor OT brauchbar. Bei weniger Frühzündung läuft er unrund nimmt schlecht Gas an, stottert und haut Fehlzündungen in den Vergaser.

Es handelt sich um einen 455cui Buick Bigblock aus dem Jahr 1971 mit einem Rochester Quadrajet. Der Motor wurde schon in den USA in den Wagen eingebaut und hängt an dem orgnialen TH400 Getriebe. Orginal wurde der Wagen mit einem 350cui ausgeliefert.

Zündfolge, Schließwinkel und Leerlaufdrehzahl passen, OT-Makierung haben wir auch schon überprüft. Eigentlich sollte der Motor nach unseren Infos 4° vor OT bei abgezogenem und verschlossenem Unterdruckschlauch bekommen. Aber 30° vor OT?!?
Wir wollen den Motor auf keinen Fall kaputtfahren!

Wir haben schon Stunden mit der Suchfunktion verbracht, konnten aber nichts finden, was uns weitergebracht hätte. Din daher für jeden Tipp dankbar!

Also danke schon mal,

Christian

23 Antworten

Zitat:

Original geschrieben von mike cougar



Zitat:

Wir haben das Problem seitdem wir den Wagen vor ein paar Wochen gekauft haben. Der kam direkt aus den USA. Und festgestellt haben wir es, als wir den Wagen komplett durchgecheckt haben. Vorher haben wir´s nicht gemerkt, da er ja ganz gut lief - bei 30 Grad vor OT

Meiner Meinung nach ist der Schwingungsdämpfer nicht der richtige für diesen Motor, falls er schon mal gewechselt wurde oder er hat sich gedreht. Der sitzt auf einem Gummiring, der nach Jahrzehnten einfach bröckelig geworden ist.

Das einfachste wäre doch aber zunächst den Vorbesitzer ausfindig zu machen und ihn zu kontaktieren. Der müßte doch am besten wissen, was es mit den 30° auf sich hat.

Alles andere ist doch nur heiteres Berufe raten.🙂

offensichtlich stimmt aber der TDC..was einen "durchgerutschten" dämpfer ausschließt

Was ist denn mit der Makierung am Steuergehäusedeckel??
Ist da vielleicht mal nen Zubehör Deckel draufgekommen bzw. das Blechschildchen erneuert worden??

Hatten wir mal beim Chevy mit so nem Chrom China Gehäusedeckel, da passte auch nix mehr......

Gruß

Hallo zusammen!

Nach langer Zeit wollt ich mal Meldung machen, wie es mit unserem Buick weitergeht.
Aus zeittechnischen Gründen mußten wir das Projekt erst mal ein wenig ruhen lassen. Aber jetzt geht´s weiter.
Wir haben einen Druckverlusttest gemacht und festgestellt, daß der 2. Zylinder zu 95% über das Auslaßventil rausgeblasen hat. Weitere 2 Zylinder haben 40 - 50% über das Steuergehäuse verloren. Wir haben uns dazu entschlossen, den Motor zu zerlegen, gründlich zu checken und zu überholen.
Dabei haben wir unter anderem festgestellt, daß die Nockenwelle eingelaufen ist.

Folgendes soll jetzt gemacht werden:

Job des Motorinstandsetzers:

- Ventile am Sitz schleifen, fräsen und mit neuen Schaftabdichtungen montieren
- Motorblock reinigen, Zylinder honen, Froststopsen und Ölkanalstopsen de- u. montieren, Nockenwellenlager erneuern, Hauptlager einpassen und vermessen
- Kurbelwelle vermessen, auf Schlag und Rundlauf prüfen, polieren und reinigen
- 8 Kolben reinigen, Ringnuten reinigen, Kolbenringe montieren, Pleuellager einpassen und vermessen

Folgende Teile benötigen wir:

16 Ventilschaftabdichtungen
1 Satz Froststopsen mit Ölkanalstopsen
1 Satz Kolbenringe Std. erster u. zweiter 5/64“ Ölabstreifer 3/16
1 Satz Hauptlager Std.
1 Satz Pleuellager Std.
1 Satz Pleuelschrauben
1 Satz Nockenwellenlager
1 Nockenwelle
16 Hydrostößel
1 Dichtungssatz komplett
1 Satz Steuerräder mit Kette
1 HD Ölpumpe ( Saugsieb)
1 Wasserpumpe
1 Schwingungsdämpfer

Über Tipps, wo wir die Teile am Besten bekommen können wären wir sehr dankbar.
Vor allem auch, welche Teile wir am besten verwenden sollten. Sind natürlich am überlegen den Motor, wo ohne großen Mehraufwand möglich, zu optimieren.
Vor allem die richtige Nockenwelle ist natürlich eine große Frage. Kolben, Ventile, Köpfe und Vergaser sind und sollen orginal bleiben. Vorerst sollen auch die Gusskrümmer bleiben. Allerdings soll eine 2,5" Doppelrohrauspuffanlage mit 55´iger Flowmaster drunter.
Der Wagen wird hauptsächlich zum cruisen genutzt, aber der eine oder andere Ampelsprint wird sich wohl nicht vermeiden lassen ;-)...
Denken auch darüber nach, vielleicht mal Lachgas nachzurüsten. Hat da jemand mit einem solchen Motor Erfahrung?

Vielen Dank schon mal für jeden hilfreichen Tipp!

Gruß,

Christian

Ich hatte auch mal den gleichen Motor. Der lief auch nicht so richtig. Ständig Probleme mit dem Vergaser. Dann baute ich einen Edelbrock drauf und er ging . Mit der Zündung musste ich aber auch, - ich glaube , so um 12- 13 Grad gehen. Dann rauchten die Reifen. Ausserdem habe ich auch mal ein Zündkabel vertauscht. Deswegen lief der auch gut. Also lieber noch mal nach sehen. Noch was: der Buick Verteiler läuft, soviel ich mich erinnere nach links rum. Nicht wie Chevys nach rechts. Also auch alle Zündkabel am Verteiler nach links nach Zündfolge ausrichten.

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Moin,
also der Verteiler läuft rechts rum zumindest meiner und lt. Manual.
Das klingt nach gleichem Projekt wie das was ich übern Winter durchgezogen habe, dazu in nem anderen Fred mehr, den hol ich gleich noch vor.
Der 455er sollte mit Hohnplatte gebohrt und gehohnt werden, sprech deinen Instandsetzer mal darauf an, meiner wusste das nicht. Falls du eine Hohnplatte brauchst ich hab eine und könnte diese verleihen. Mehr dazu per PN.
Zerleg deine Rockers und Shafts und schau sie dir an. Meine waren eingelaufen.
Teile bekommst du bei Rock Auto, Summit und speziel für Buick Motoren bei TA Performance.

Also Zündung, Drehrichtung, Zündfolge haben wir mehrfach überprüft. Jetzt geht´s eh nicht mehr. Motor ist ja schon komplett zerlegt.
Erste Adresse wäre jetzt auch RockAuto gewesen. Obwohl die ja meist mehrere Hersteller im Angebot haben. Da stellt sich die Frage, welche Teile taugen was und welche läßt man lieber dort, wo sie sind?
Und auch bei TA-Perfomance stellt sich die Frage, was nehmen? Was macht Sinn?
Wie gesagt, es soll keine Rennmaschine werden. Eher ein Cruiser mit ein bißchen extra Bums. Der Gedanke ist, wenn man schon eine neue Nockenwelle besorgen muß, könnte man da ja gleich etwas Optimierung betreiben...

Ein Motor, der über 40 Jahre gehalten hat, dürfte wohl schon nahe am Optimum gelaufen sein.
Was also könnte man optimieren wollen?
Insbesondere, wenn Performance nicht erste Priorität haben soll.
Ich persönlich würde so nahe am Original bauen wie möglich.

In der Serienproduktion wird ja eigentlich immer nur ein Kompromiss aus dem maximal möglichen und dem produktionstechnisch günstigsten Weg gewählt. Wobei die Kosten da meistens im Vordergrund standen. Optimieren läßt sich da meist noch so einiges. Wäre in der Serienproduktion schließlich auch viel zu kostspielig und aufwendig. Dazu kommt, daß man heute mitlerweile ja auch ganz andere Möglichkeiten und Materialien hat...
Aber weit weg wollen wir ja vom Original auch nicht.
Und dann müßte man z.B. ja auch die einflutige Abgasanlage beibehalten...

Hallo,
was ist denn aus dem buick geworden, würde mich sehr interessieren? Ich habe nämlich auch einen 71er.Meiner läuft zu fett und im Leerlauf ganz leicht ( kaum hörbar/schpürbar) unruhig. Unterfranken ist auch garnicht so weit von mir. Da könnte man sich ja mal treffen 😉

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