310d om602 steuerkette, riss ventildeckel, ot ablesen, kette übergesprungenß
moini!
bremer T1, 310d, 1992, om 602.940 5 zylinder, 70kw
bei ca. 380.000km hat während der fahrt plötzlich ein nagelgeräusch eingesetzt, ich bin noch 30km weiter gefahren, dann einen riss im ventildeckel über der steuerkette entdeckt (siehe bilder)
ich hatte bis dato keinen qualm, keinen leistungsverlust, bremsen haben auch noch gezogen.
um nun den OT zu überprüfen, und ob die kette übergesprungen ist, hab ich bei offenem ventildeckel markierungen von nockenwellenrad und markierung am kopf überein gebracht. ist dann die skala zum ablesen an der kurbelwelle die von unten? (siehe bilder) denn dann käme ich auf einen versatz von 24 grad. oder gibt es noch eine andere skala und diese ist nur zu einstellung des förderbeginns? weil eigtl wirkt diese stellung (wegen der einschraubvorrichtung an dem markierungsstück) wie vom werk vorgesehen.
denn ich überlege nun aus zeitgründen erst mal nur den kettenspanner und ventildeckel zu erneuern, für kette, gleit- und spannschienen brauche ich mehr zeit (bzw. geld) als ich gerade habe...
sollte also die kette derart übergesprungen sein, kann ich dann bei ausgebautem spanner die kette über die zähne "zurück lupfen"? welche OT stellung ist dabei die referenz? am zylinderkopf in perfekt stellung bringen und die kurbelwelle anpassen? dabei darf ich auch sicher nur in eine richtung korrigieren oder?
vielen dank schon mal, leider kennen die meisten menschen mit fachwissen um mich herum den motor nicht, deswegen bekomm ich oft nur so eventualitätsinfos...
grüße,
Moritz
13 Antworten
Hallo Moritz.
Ich sammel zwar selber erst meine Erfahrungen...
Was ich aber mit Sicherheit sagen kann, dass die Skala unten, die Richtige ist.
Das Wichtigste ist, in meinen Augen, erstmal herauszufinden, was den Deckel kaputtgeschlagen hat und wie es der Steuerkette geht.
Ein kaputtes Lager, mit rausfallenden Kugeln, der Unterdruckpume kann auch die Ursache sein. (Gibt's ein paar Berichte zu im Netz).Das kann man ja noch relativ einfach ausschließen, indem man die UPumpe ausbaut.
Ich würde auf keinen Fall einfach einen neuen Deckel und Spanner besorgen, die Kette versetzen (wenn wirklich 24°) und dann damit weiter rumfahren, als ob nichts gewesen wäre.
Grüße
Moin Moin !
Mein Vorschreiber hat natürlich recht!
Die Kette springt nicht aus Jux und Tollerei über, da muss etwas vorgefallen sein. Das muss gefunden und behoben werden, aber was schreibe ich da, der TE macht (aus Geldmangel ?? ) sowieso alles verkehrt, kein normal denkender Mensch fährt, wenn plötzlich ein auffallendes Geräusch auftaucht, einfach weiter, weil ja "kein Leistungsverlust" spürbar ist. Logisch, wenn man knapp bei Kasse ist , wartet man, bis aus einer eventuellen Kleinigkeit ein kapitaler Motorschaden geworden ist, aber man ist ja 30 km weiter gekommen.........
MfG Volker
Ich tippe auf Kettenlängung. Kommt bei diesen Motoren des Öfteren vor. Natürlich kann man nur Spanner Tauschen und Deckel, aber nach Dehnung kommt Riss. Und dann viel Spaß.
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Moin Moin !
Zitat:
Ich tippe auf Kettenlängung. Kommt bei diesen Motoren des Öfteren vor
Ja , so ab 600 tkm sollte man mit einer geringfügig gelängten Kette rechnen. Aber nicht schon bei 380 tkm, und schon gar nicht so , dass die Kette überspringt.
MfG Volker
Bei diesen Motoren hat es sogar eine Arbeitsanweisung gegeben zum Service die Kette zu prüfen. Und das weit vor 600000. Müsste nochmal suchen aber es waren max. 12° Abweichung. Dann sollte die Kette gewechselt werden. Wenn die Bilder stimmen und es 24° sind - ist diese längst hinüber.
In der WIS für den W124 (OM601,602,603) steht, dass die Kette bei einer Längung von mehr als 4° KW zu erneuern ist.
Ich würde gerne mal auf einen beitragen in einem anderen Forum verweisen: https://www.busfreaks.de/.../?postID=728296#post728296.
Da ging es um eine gerissene Kette und Kettenlängung speziell beim Om602.
moini!
schon mal vieln dank für eure gedanken, ratschläge, wissen und zeit.
ich melde mich in den nächsten tagen mal wie es weiter gegangen ist, oder mit weiteren fragen, haha 😉
Moin Moin !
Zitat:
Bei diesen Motoren hat es sogar eine Arbeitsanweisung gegeben zum Service die Kette zu prüfen. Und das weit vor 600000. Müsste nochmal suchen aber es waren max. 12° Abweichung. Dann sollte die Kette gewechselt werden. Wenn die Bilder stimmen und es 24° sind - ist diese längst hinüber
Du hast gelesen, was passiert ist? Anscheinend nicht! Der Motor ist einwandfrei gelaufen bis 30 km vor dem Gau. Mit einem Versatz von 24 Grad humpelt der bestenfalls noch, wenn überhaupt. Mit 5 oder mehr Grad Abweichung hat man bereits einen spürbaren Leistungsverlust, den hatte der TE aber nicht.
Da nun eine Kettenlängung ein schleichender Prozess ist und nicht von einer Sekunde zur anderen plötzlich da ist, kann eine Kettenlängung als Grund für das Überspringen ausgeschlossen werden.
Das jetzt die Kette und wohl noch ein paar andere Bauteile hin sind, ist nur eine logische Folge eines anderen Ereignisses, welches wir und der TE immer noch nicht kennen.
MfG Volker , bei 870 tkm noch immer mit der ersten Kette und den ersten Hydros unterwegs.
Hallo,
denke mal das hier die Unterdruckpumpe das Zeitliche gesegnet hat.
Kugeln vom Lager zwischen Kette und Ritzel dann haste den Versatz.
Bei 24° KW Versatz ist auch noch mehr hinüber.
moini!
also ja, wie bereits schon in anderen foren beschrieben, hier anfangs auch mal vermutet und zuletzt von chrisss240 noch mal geschrieben wurde: es war das gesprengte kugellager der unterdruckpumpe. diese ist nun getauscht, kettenspanner auch, steuerzeiten neu eingestellt und der hobel läuft. leiser als ich ihn jemals gefahren bin 😉 und einige der kugeln verewigen sich wohl am grund der ölwanne... bis die eh mal raus muss.
danke noch mals für eure gedanken!
beste grüße