2030: Verkehrsinfarkt. Elektroautos blockieren die Tankstelle, Stau bis auf die Autobahn ;)

Kretschmann ist vom Stichtag 1.1.2030 nicht überzeugt.

https://www.youtube.com/watch?v=57UOP5s0mvg

Wenn eine große Tankstelle maximal 10 Autos bedienen kann - dran denken, dass noch die nicht tankenden Sixpack-Pilsener-Einkäufer, die die Spuren blockieren, dazu kommen - wie sollen dann 20 Minuten tankende Elektroautos abgefertigt werden können?

Meine These:
Bis 2030 wird induktiv bei Durchfahrt des Tankstellengeländes aufgeladen, inkl. automatisierter Bezahlung.

Beste Antwort im Thema

Super dass diese veroeffentlicht wurde. Nicht weil sich hier die Gruenen kappeln, sondern weil Kretschmanm eindrucksvoll zur Schau stellt wie sich Autoindustrie, Politik und Autofahrer irren.

All diesen Menschen faellt es schwer anders zu denken. Man hat den Eindruck unter eMobilitaet wird verstanden, dass der Benzinschlauch an der Tankstelle durch ein Stromkabel ersetzt werden muss. Man haelt komplett an allem fest was man kennt und gewohnt ist. Wenn ich mir Kretschmann anschaue, ist das wohl ein grosses Problem von alten Maennern, von denen es aufgrund der Demographie gerade sehr viele gibt. Die geburtenstarken Jahrgaenge werden gerade alt und die sitzen in der Politik, Managen Autokonzerne und haben das Geld um Autos zu kaufen.

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Wenn man sich von dem allem loest oder jung ist und der Status Quo noch keine Rolle spielt, dann kommt man auf Ideen wie sie in vielen Antworten schon genannt sind. Wer zu Hause laed, der braucht gar keine Tankstellen mehr, oder man Laed auf dem Parkplatz waerend man im Kino sitzt.

Ich lade meinen Hybrid z.Z. immer dann wenn ich arbeite oder wenn ich im Schwimmbad bin. Die Stadtwerke betreiben eine oeffentliche Ladesaeule direkt neben dem Schwimmbad und mein Arbeitgeber baut alle seine Parkhaeuser mit Ladestationen aus. An einer Tankstelle habe ich noch nie geladen.

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Moin

Kaju:

Zitat:

Die Antworten sind doch bereits da.

350kW und mehr Ladeleistung dank 800V und aktiver Kühlung werden kommen.

Das das möglich ist, keine Frage. Aber die Energie muß erstmal an die Ladesäule kommen. Der Verbrauch der E-Wagen wird sich kaum ändern, wer nicht alle 100 km ans Kabel will der wird 200-300 km im Akku haben wollen. Bei 20kWh auf 100 sind das dann 60 kWh die in 20 min geladen werden möchten, was derer 180 kW Ladeleistung für nur ein Auto bedeutet. Die 10 von Kretsche sind da noch nichtmal betrachtet.

Zitat:

Warum, Kaffees und Restaurants reichen doch.

Und die werden dann alle 2 km gebaut? oder bleiben die wohl ungefähr an den jetzigen Punkten. Und einen Satz weiter beschrieb ich die "Tankstelle" ja auch schon. Ladeanschlüsse so viele wie es Parkplätze gibt (auf dem Rastplatz) Was für einen Stromanschluß braucht dann wohl so ein Parkplatz mit Restaurant in der Ferienzeit.....

Zitat:

Hatte ich auch immer gedacht, mir wurde aber von einer Firma, die das entwickelt, die Augen geöffnet. http://www.intis.de/

Ist ein Überbleibsel des Magnetschwebebahn.

Das induktive Laden ist ja nun nicht sonderlich neu. Aber schon das Kabellose laden eines direkt auf der Primärspule liegenden Akkus hat nur einen Wirkungsgrad von 90%. Wie wird da ein Wirkungsgrad sein, der mehrere cm im freien Raum übertragen soll? Hinzu kommt das das Problem der hohen Leistungen nicht gerade weniger wird. Klar, ein Vorteil ist das ich nur noch gut 20 kW übertragen muß, nicht 180 wie auf dem Parkplatz. Wozu sollte der Wagen auf solch einer Strecke schnellladen. Aber auf der Ab und den Teilstücken sind deutlich viele Autos unterwegs.... Die anzunehmende Leistung wird kaum geringer pro Teilabschnitt.

Hinzu kommt die gute alte Frage: Wer will das bezahlen? Schaffen es ja laut Regierung kaum noch unsere Straßen zu sanieren. Ach ja, Privatisierung. Na, spätestens dann ist der Preisvorteil eines E-Fahrzeuges pro km Geschichte.

Ich bin in keinster Weise gegen E-Fahrzeuge, das sollte man auch in anderen Threads raus gelesen haben. Nur was der Windkraft vorgeworfen wird, Bau ohne Infrastruktur, das wiederholt sich gerade mit den E-Fahrezugen.

Hinzu kommt das sie nichtmal zwingend sauberer sind als ein guter Hybrid, das zeigen alle Berechnungen. Die Infrastruktur Strom ist noch lange nicht so weit als das wir alle Fahrzeuge auf E Umstellen können. Und solange wir nicht endlich in kurzer Zeit nötige Leitungen wie den Südlink bauen , solange bleiben sogar sparsame Benziner sauberer als E-Fahrzeuge.

Moin
Björn

Moin @Friesel

1. Sprach ich von 350kW und mehr. Das würde einen Stopp von unter 10 Minuten bedeuten.
2. Wenn man so schnell lädt, braucht man wie gesagt nicht so lange.
3. Wenn man nicht so lang braucht, braucht man auch nicht so viele Ladesäulen

Und ein ganz wichtiger Punkt und da entsteht der größte Denkfehler, und so auch deiner.

Bei der elektrischen Mobilität unterscheidet man 3 Arten vom Laden:
  • Zuhause in der Garage. Für alle, die keinen eigenen Abstellplatz haben, kann man einfache Lader ähnlich den früheren Parksäulen bauen.
  • Am Ziel "Destination Charging". Das kann am Arbeitsplatz oder in einem Hotel sein.
  • Schnellladen unterwegs auf langen Strecken

Der aller größte Teil entfällt dabei auf die ersten 2 Methoden. Dafür reicht ein 16 A AC Anschluß aus. Für Vielfahrer, die über Nacht Zuhause einen großen Akku aufladen müssen reichen auf jeden Fall 16 A Drehstrom aus.

Bis 2030 wird es sicher jede Menge intelligenter Lösungen für das Ladelastmanagement geben.

Etwa Langstreckenpendler fährt zur Firma und muss 2 Stunden später zu einem weit entfernten Kunden, der Rest der Belegschaft kann bis 16:00 geladen werden. Da wird ein Ladelastmanagement den erstgenannten 32 A Drehstrom zuweisen und den Rest der Autos später mit geringer Leistung laden.

Und weil eben die "Tankstellen, Kaffees und Restaurants" unter Punkt 3 fallen, brauchen sie nicht häufiger zu sein, als jetzt Tankstellen.

Zum induktiven Laden, ich bin mir sicher, dass es unter 10% Verluste waren bei 60kW. Deshalb war ich ja so überrascht.
Ich habe die Firma mal angeschrieben, mal sehen was da zurück kommt.

Deine Berechnungen zum Hybrid würde ich gerne sehen.

Solange du keine Berechnungen zeigst, bleibe ich bei den Daten im Anhang.

Vergleich

Das Wort "Stau" ist wohl nicht ganz korrekt umschrieben 😉
Aber betrachten wir mal die Schritte:
Ein TESLA Supercharger heutiger Coleur hat einen Mittelspannungsanschluss, also 20kV: mit nem "normalem" 100A-Kabel bekommt man dan 2MW auf den Rastplatz, also für rund 20 Stalls, wovon 10 gleichzeitig im Schnellademodus laufen können. Zur Not erweiterbar auf x mal 100A-Kabel.
Ich seh aber mehr Möglichkeiten, "hybride" Ladestationen zu bauen, also mit kurzer Einspeisung aus einer PV- oder Windkraftanlage, natürlich mit Anschluß zum Mittelspannungsnetz (die ja die WKA eh alle schon haben.
So kann über die "Marktprämie" im EE der eh schon bestehende gesetzliche Rahmen auch wirksam in Ladepunkte umgesetzt werden.
Tank& Rast und Co muß man natürlich dort auch vertraglich einbinden sonst geht das alles sehr schlecht, notfalls mit einer Auflage zur "Duldung" eines weiteren Teilpächters auf dem Parkplatzgelände der Raststation bzw. mit einer Erweiterung.
Aber auch hier sehe ich keine "langen Schlangen". Wenn der Sprit auf der Autobahn nun mal 1,70kostet, hält keiner an, geht er auf 1,20 runter, hast du sofort Stau auf der Zufahrt.
Jetzt stelle man sich vor, bei Windstärke 6 und drohender Abschaltung einer WKA geht der Strompreis auf der Anzeigetafel von 0,29€ auf 0,10€ runter und alle möglichen Apss geben das weiter.
Durch die Reservierungsfunktion sind sofort alle 20 (oder 120) Stalls gebucht und wir haben im Nu rund 1Mio Autos mit jew. 20..50kW =20Gigawatt an der "Dose" entweder zu Hause oder, gelockt durch günstige Preise, an den Rastplätzen, Supermärkten mit Ladeplatz (ALDI sagt: Tanken 4free) etc.
Das wär MEIN Traum
Denn:
besser für die Seele: 30min "pause" machen, als die gleiche Zeit im Stau stehen
besser für die Kinder: 30min auf dem Spielplatz toben, als im Auto quengeln.
besser für die Raststätte: viel Kaffeeumsatz, als wenige Pappbecher zum Mitnehmen
besser für die Wirtschaft: mehr Umsatz in der Shoppingmall statt das gleiche Geld für den Ölimport
ach ja, besser für die Umwelt: 1Mio Autos mit "Wind" für 200Mio km betanken statt 14Mio l Sprit "verheizen" - und das an einem einzigen Tag!!!
Dazu bedarf es nur 2,5% aller Autos elktrisch betrieben!

Moin

Kaju.

Zitat:

1. Sprach ich von 350kW und mehr. Das würde einen Stopp von unter 10 Minuten bedeuten.

Das haben auch alle verstanden. Das entspricht dann einem Auto pro 10 Minuten. Schon mal auf der AB im Urlaub unterwegs gewesen? Mal betrachtet wieviele Fahrzeuge da an der Tankstelle stehen? Und das werden mangels 800 km Reichweiten der Dieselfahrzeuge eher mehr als weniger. Die von Kretsche angesprochenen 10 Tanksäulen entsprechen dann 3500 kW, also 3,5 MW! Klar, nur für 10 Minuten, das aber den ganzen Tag, oder meinst du das nur 10 Autos Strom brauchen pro Tag/ pro 10 Minuten?

Zitat:

2. Wenn man so schnell lädt, braucht man wie gesagt nicht so lange.

Je schneller du laden willst, desto höher muß die installierte Leistung sein. Das ist ganz einfach. Ob 20 Minuten oder 10 Minuten bedeutet eine verdoppelung der benötigten Ladeleistung, diese aber muß irgendwie an diesen Ort kommen.

Zitat:

3. Wenn man nicht so lang braucht, braucht man auch nicht so viele Ladesäulen

Wie beschrieben, schon die 10 Säulen (Steckdosen) der Südrichtung (kommen ja nochmal 10 in die andere Richtung, selbiges natürlich auch Ost/West, hinzu) werden eine Herausforderung für ein Stromnetz. Schau dir einfach an wie schwierig es ist und wie lange es dauert ein einfaches Erdkabel vom Norden in den Süden zu legen. (Das Dänemark unbehelligt unsere Netze vollmacht, nun der Däne spielt wohl öfter Golf mit den großen 4 und das ist ein anderes Thema)

Zitat:

Und ein ganz wichtiger Punkt und da entsteht der größte Denkfehler, und so auch deiner.

Es wurde hier von der Autobahn gesprochen. Zu Hause, auf der Arbeit oder im Kino macht das alles keine Probleme. Nur selten fährt man 200 km zur Arbeit oder ins Kino, und noch seltener arbeitet man nur eine Stunde oder schaut einen Film von 20 Minuten.

Deine ersten beiden Punkte lenken also nur vom Problem ab, welches hier behandelt wird. Es wurde HIER und auch von Kretsche nicht behauptet das die ersten beiden Varianten ein Problem darstellen.

Da hast du einen Denkfehler.

Zitat:

Zum induktiven Laden, ich bin mir sicher, dass es unter 10% Verluste waren bei 60kW. Deshalb war ich ja so überrascht.

Ja, das würde mich auch interessieren was die dazu sagen. Was ich gefunden habe sprach von mehr, abwarten also.

Aber auch unter 10% benötigt man eine recht hohe Energiemenge pro km um einen Urlaubsverkehr abzudecken. LKWs kommen dann ja noch hinzu.

Zitat:

Deine Berechnungen zum Hybrid würde ich gerne sehen.

Ich brauch da ja nichtmal was berechnen, deine Grafik sagt exakt das gleiche.

Hybrid: 164 g CO2 pro km
Elektro (Tesla) mit deutschem Strommix: 163 g CO2 pro km.
Leaf, umgerechnet auf Strommix 107 g CO2 pro km.

Spannend hierbei: Obwohl Tesla und Prius das gleiche verbrauchen steht der Tesla dank höherem Gewicht deutlich besser da, B statt D.

Das ganze ist berechnet auf 200.000 km, die hat mein 2008er Prius schon weit hinter sich. (Im übrigen fährt der schon mit 5 Liter im Schnitt.)

So weit auseinander liegt das ganze nicht, insbesondere dann wenn man einen Plug IN als Hybrid nimmt, welcher dann die ganze Schnallladeinfrastruktur einspart, welche hier noch nicht eingerechnet ist. Als Plug In fährt ein Hybrid im Nahverkehr genau so sparsam wie ein Leaf, beide im Bekanntenkreis.

Nochmal, nichts spricht gegen Elektro. Alleine die Lärmminimierung und Abgasminimierung in den Städten hat enorme Vorteile. Preislich darf man sich nicht blenden lassen, da wird der Staat schon für sorgen das es kaum billiger ist als mit Benzin. Irgendwo müßen Mineralölsteuer und Co ja her kommen, auch wenns keine Benziner mehr geben sollte.

Mit dem derzeitigen Energiemix sind sie aber kaum sauberer, da bringt es, wie schon mal beschrieben wurde, auch nichts einen Ökostromtarif zu haben, den Strom den man für sein Auto "Öko" kauft, den kann das ALuwerk eben nicht nutzen, wodurch die Karosse des Autos dann halt dreckiger wird, oder aber das Fernsehen des Nachbarn. Und Öko ist nunmal begrenzt.

Da hilft dann im Süden auch die eigene PV nichts. Im NOrden sieht es, mangels Südlink, derzeit etwas anders aus, hier rechnet sich derzeit auch Wasserstoff. Aber auch das ändert sich bald.

Moin
Björn

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Zitat:

@Friesel schrieb am 24. Juni 2017 um 12:25:45 Uhr:


Schon mal auf der AB im Urlaub unterwegs gewesen? Mal betrachtet wieviele Fahrzeuge da an der Tankstelle stehen?

Ja, und das sind bei 10 Zapfsäulen auch nicht mehr.

Und auch wenn das Tanken selbst 5 Minuten dauert, mit Bezahlen sind es auch 10 Minuten.

Also, wo gegen mehr Fahrzeuge "durch"?

10 Ladesäulen, wo das Laden je Auto 10 Minuten dauert oder 10 Tankstellen, wo das Tanken und Bezahlen auch 10 Minuten dauert?

Zitat:

Die von Kretsche angesprochenen 10 Tanksäulen entsprechen dann 3500 kW, also 3,5 MW!

Ein Mittelspannungsanschluss hat 20kV und somit können damit problemlos 5 Autos geladen werden.

Zitat:

@Friesel schrieb am 24. Juni 2017 um 12:25:45 Uhr:



Zitat:

Deine Berechnungen zum Hybrid würde ich gerne sehen.

Ich brauch da ja nichtmal was berechnen, deine Grafik sagt exakt das gleiche.

Hybrid: 164 g CO2 pro km
Elektro (Tesla) mit deutschem Strommix: 163 g CO2 pro km.
Leaf, umgerechnet auf Strommix 107 g CO2 pro km.

Komisch:

Zitat:

@Friesel schrieb am 24. Juni 2017 um 10:53:33 Uhr:


Hinzu kommt das sie nichtmal zwingend sauberer sind als ein guter Hybrid, das zeigen alle Berechnungen.

Selbst mit dem dreckigen deutschen Strommix ist der deutlich schwerere und größere Tesla sauberer als der Hybrid.

Und wie es mit Ökostrom oder wie es in Ländern mit saubereren Strommix aussieht, hast du zufällig weg gelassen? 😉

Zitat:

So weit auseinander liegt das ganze nicht, insbesondere dann wenn man einen Plug IN als Hybrid nimmt, welcher dann die ganze Schnallladeinfrastruktur einspart, welche hier noch nicht eingerechnet ist. Als Plug In fährt ein Hybrid im Nahverkehr genau so sparsam wie ein Leaf, beide im Bekanntenkreis.

Und wie sieht der Verbrauch auf der Autobahn und Langstrecke aus?

Zitat:

Nochmal, nichts spricht gegen Elektro. Alleine die Lärmminimierung und Abgasminimierung in den Städten hat enorme Vorteile.

Exakt, aber das trifft ja auch auf H2 und Hybride zu.

Zitat:

Preislich darf man sich nicht blenden lassen, da wird der Staat schon für sorgen das es kaum billiger ist als mit Benzin. Irgendwo müßen Mineralölsteuer und Co ja her kommen, auch wenns keine Benziner mehr geben sollte.

Bin gespannt, wie sie den Strom einfärben wollen.

PS: Aber deshalb bin ich auch gegen CCS, weil dort eine Abrechnungsstelle mit inkludiert ist.

Die meisten Leute werden sich E-Autos 30.ö00 Euro kaufen und da sind Akkus mit ~40 kWh drin - also alle 200 km muss im Schnitt nachgeladen werden das ist 3-5x so oft wie aktuell.

Zumal es natürlich völlige Utopie ist zu glauben bis 2030 könne ein Grossteil der Bevölkerung daheim oder auf der Arbeit laden.

Und deshalb ist auch Kretschmann so erfolgreiche und der Einzige der Grünen, dem die Wähler auf diesem Niveau Verantwortung geben weil er kein unrealistischer Utopist ist.

Zitat:

@DanielWb schrieb am 24. Juni 2017 um 13:18:22 Uhr:


Die meisten Leute werden sich E-Autos 30.ö00 Euro kaufen und da sind Akkus mit ~40 kWh drin - also alle 200 km muss im Schnitt nachgeladen werden das ist 3-5x so oft wie aktuell.

Warum reden alle nur noch von der Langstrecke?

Was interessiert die Reichweite, wenn man täglich nur 30-100km fährt?

Moin

Kaju

Wenn du alles lesen würdest bräuchte man nicht die ganze Zeit gleiches wiederholen.

Zitat:

Ja, und das sind bei 10 Zapfsäulen auch nicht mehr.
Und auch wenn das Tanken selbst 5 Minuten dauert, mit Bezahlen sind es auch 10 Minuten.
Also, wo gegen mehr Fahrzeuge "durch"?

Wie Daniel schrieb, wie ich auch schon vorher schrieb:

Zitat:

Und das werden mangels 800 km Reichweiten der Dieselfahrzeuge eher mehr als weniger.

Selbst der große Tresla schafft keine 500 km, wenn man ihn mit 120 bewegen möchte, und das ist die Angabe von Tesla selber. Real schaffen sie auf der AB, mit entsprechender Geschwindigkeit, keine 400 km, dann bekommt man Angst.

Zitat:

Ein Mittelspannungsanschluss hat 20kV und somit können damit problemlos 5 Autos geladen werden.

Und an wievielen Raststätten hast du die? Und das sind dann nur 5 Autos. Nicht 10, schon gar nicht 20. Hast du dich mal schlau gemacht wie gerne Menschen Stromleitungen, egal ob Über oder Untererdisch, bei sich im Vorgarten haben wollen?

Zitat:

Selbst mit dem dreckigen deutschen Strommix ist der deutlich schwerere und größere Tesla sauberer als der Hybrid.

Um 1 gramm. Wow. Gewicht macht übrigens kaum einen Unterschied bei E-Fahrzeugen. Das der Tesla mehr im Schnitt verbrauch als ein Leaf liegt vor allem am anderen Nutzungsprofil.

Zitat:

Und wie es mit Ökostrom oder wie es in Ländern mit saubereren Strommix aussieht, hast du zufällig weg gelassen? 😉

In welchem Staat ist der Kretsche noch gleich Ministerpresident eines Bundeslandes? In Österreich? Oder vieleicht in Deutschland. Was bitte bringt es den super CO2 wert des Norwegischen Strommixes in Deutschland für einen E-Wagen zu nehmen, wenn ich diesen Strom hier nicht nutzen kann?

Sorry, aber das ist das gleiche mit "Hier verschwenden wir das Wasser und in Afrika verdursten die menschen." Und wenn ich hier kein Wasser verschwende, dann verdursten die nicht mehr?

Du mußt schon in dem Staat bleiben, um den hier die Diskussion geht.

Zitat:

Und wie sieht der Verbrauch auf der Autobahn und Langstrecke aus?

Vom Tesla? Locker über 40 kWh pro 100 wenn ich ihn fordere. Das ist bei dem nicht anders wie beim Hybrid. Und auf normal gefahrener Langstrecke liege ich mit einem Fahrzeug von 2004 bei einem Verbrauch eben über 4 liter. Und das 1000 km ohne Tanksstop. Wie sieht das denn da so bei deinem Leaf aus?

Zitat:

Bin gespannt, wie sie den Strom einfärben wollen.

Der ist ja eh schon gelb.

Nein, schon mal was von einem geeichten Zähler gehört? Sowas sitzt bei dir im Haus. Damit rechnet man Strom ab. Son teil ist recht klein, und noch viel einfacher in dein Auto einbaubar.

Und wenn man das nicht möchte, dann gibt es eben einen geeichten km-Zähler, und man zahlt unabhängig vom Verbrauch (Was wahrscheinlicher kommen wird, um die großen zu schützen) pro gefahrenen km ein paar Cent Steuern.

Zitat:

Warum reden alle nur noch von der Langstrecke?
Was interessiert die Reichweite, wenn man täglich nur 30-100km fährt?

Auch hier hilft das Lesen. Lies einmal die Threadüberschrift. Stau bis auf die Autobahn. Und dann hör dir an was Kretsche gesagt hat. Er sprach mit keinem Wort vom kurzen Pendelverkehr.

Dein Denkfehler.

Zitat:

Was interessiert die Reichweite, wenn man täglich nur 30-100km fährt?

Und gerade diese Fahrzeuge, die im Pendelverkehr um 200 km schaffen (Leaf) brauchen auf der Autobahn plötzlich alle 100 km einen "Tankstop". Auch wenn der Schnell geht, solche fahrezuge tanken deutlich öfter als heute Benziner oder Diesel mit 500 und deutlich mehr Reichweite.

Moin
Björn

Schon gut, ich lasse das hier.

Wieso Langstrecke das ist doch für jemand völlig egal der nicht daheim oder auf der Arbeit laden kann ob er 1000 km am Stück oder in Teilstücken fährt er muss 3-5x öfters wohin zum Nachladen als bisher.

Ohje und ich kenne auch schon die Kaju Antwort darauf - ich muss das nicht, ich kann zu Hause laden - also wieso sollte das denn ein Problem sein, wenn es mich doch nicht betrifft - stimmt's? 😁

Zitat:

@DanielWb schrieb am 24. Juni 2017 um 14:33:09 Uhr:


Wieso Langstrecke das ist doch für jemand völlig egal der noch nicht daheim oder auf der Arbeit laden kann ob er 1000 km am Stück oder in Teilstücken fährt er muss 3-5x öfters wohin zum Nachladen als bisher.

Ich habe deinen Satz mal ergänzt.

Ihr nehmt den aktuellen Stand immer viel zu oft, als Basis für die nächsten 5-20 Jahre.
Wenn E-Autos kommen, kommen automatisch Ladestationen an der Arbeit.

Lasst ihnen einfach Zeit.

Naja sorry aber ein "alles wird gut ihr müsst doch nur an meine Utopien glauben" wird wohl da nichts nützen und sicher und wohl auch kaum jemanden ausserhalb der Hardcore Öko Grünen noch überzeugen - nicht mal für den fast einzigen erfolgreichen Grünen Kretschmann reichen solche reinen Sprüche nicht mehr.

Moin

Daniel

Zitat:

Wieso Langstrecke das ist doch für jemand völlig egal der nicht daheim oder auf der Arbeit laden kann ob er 1000 km am Stück oder in Teilstücken fährt er muss 3-5x öfters wohin zum Nachladen als bisher.

Ohje und ich kenne auch schon die Kaju Antwort darauf - ich muss das nicht, ich kann zu Hause laden - also wieso sollte das denn ein Problem sein, wenn es mich doch nicht betrifft - stimmt's? 😁

Tja, was kümmert mich deine Armut. Nimm es nicht persönlich, ist nicht böse gemeint, aber an anderer Stelle wurde das auch schon diskutiert. Laut statistischem Bundesamt wohnen 47% der Deutschen in einem eigenen Haus. DIE werden sicher eine Steckdose haben, auch haben die einen Parkplatz.

Es werden aber immer die verbleibenden 53 % betrachtet, ohne zu wissen wieviele von denen eine eigene Garage haben, einen festen Stellplatz oder Lademöglichkeiten auf der Arbeit. Aber die können nicht zu Hause laden, also sind E-Autos insgesamt einfach nur Mist.

Stell dir mal vor, nicht jeder hat nen Bootsliegeplatz und dennoch werden Boote verkauft. Wenn du also weder einen parkplatz noch einen Bootsliegeplatz hast, warum ist dann die Bootswerftenindustrie in Deutschland nicht schon lange Pleite? Ich habe auch keinen eigenen Hanger, geschweige denn einen Flugschein, dennoch baut diese verdammte Firma im Nachbarort so kleine Flugzeuge. Wieso doch nur. Kann sich doch 90% der Deutschen gar nicht leisten....

Und wie schon beshrieben wurde, heute hast du keine Steckdose in greifbarer Nähe. Was morgen ist weis nur der Wind.

In einem gebe ich dir aber recht. Die Grünen hatten noch nie ein Allternativprogramm zu den Dingen welche sie gerne abschaffen wollen. Das war schon beim Atomausstieg so und ist heute bei den E-Wagen genau so. Sie unterschätzen jedesmal die Industrie.

Moin
Björn

Wohneigentum sind doch keiner Häuser in Volleigentum wie D das offensichtlich glaubst - Wohneigentum sind zu einem grossen (durch die zunehmende Urbanisierung sogar steigender) Teil auch Teileigentum in Form von Eigentumswohnungen bei denen Stellplätze - wenn überhaupt für (alle) Fahrzeuge im Haushalt vorhanden - meist in Gemeinschaftseigentum vorhanden sind - und da gibt es dann sowohl rechtliche als auch technische Hürden wie Anschlusswerte insbes bei grossen Anlagen in denen auch schnell > 200 Fahrzeuge stehen da ist auch Lastmanagement nicht einfach realisierbar.

Und ja das kann man ändern aber das ist ein langsamer steiniger Prozess mit sehr vielen Problemen der bisher zu keinem Ergebnis geführt hat - die technische Realisierbarkeit in grossen Gemeinschaftsanlagen bleibt.

Man ist hier zwar schon auf Seite 2 und es ist sicher dann für manche schwer noch im Kopf zu haben was das Thema ist gegen das Kretschmann wettert- das ist es alle! Verbrenner bei den Neuzulassungen 2030 vollständig abzuschaffen nicht teilweise - wie Du siehst mache ich mir auch wieder wie beim Wohneigentum die Mühe Dir das Thema um was es geht nochmals zu erläutern. Böse wäre ich nur wenn ich vermuten würde, das sei alles Vorsatz Dich hier so dumm zu stellen - aber das mache ich nicht.

Zitat:

@DanielWb schrieb am 25. Juni 2017 um 14:38:51 Uhr:


Man ist hier zwar schon auf Seite 2 und es ist sicher dann für manche schwer noch im Kopf zu haben was das Thema ist gegen das Kretschmann wettert- das ist es alle! Verbrenner bei den Neuzulassungen 2030 vollständig abzuschaffen ...

2030!

In 13 Jahren.

Ja, es ist wirklich schwer in den Kopf zu bringen, dass in 13 Jahren vielleicht jeder Parkplatz eine Lademöglichkeit haben wird.
Ja, es ist wirklich schwer in den Kopf zu bringen, dass in 13 Jahren vielleicht induktives Laden in der Stadt möglich ist.
Ja, es ist wirklich schwer in den Kopf zu bringen, dass in 13 Jahren vielleicht deutlich bessere Akkus verfügbar sind.
Ja, es ist wirklich schwer in den Kopf zu bringen, dass in 13 Jahren vielleicht der Strommix deutlich sauberer ist.

Ja, es ist wirklich schwer in den Kopf zu bringen, dass in 13 Jahren viel passieren wird.

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