12V Anlage im Wohnwagen einbauen

Hallo,

lohnt es sich eigentlich, im Wohnwagen eine 12 V Anlage nachzurüsten, bestehend aus Gel-Akku, Ladestation und entsprechender Verkabelung?

Z.B. als Notversorgung, wenn auf dem Campingplatz der Strom ausgefallen ist oder so...

71 Antworten

rollo1100:
"Oder anders herum, bei einem Entladestrom von z.B. 5 Ampere sinkt die Spannung in den letzgenannten Batterietypen doppelt so schnell."

Wo hast du diese Erklärung her?
So extrem wirkt sich das nicht aus. Der effektive Kapazitätsunterschied zwischen einer Kapazitätsangabe von C20 zu C10 ist nach meinen Unterlagen kleiner als 10%.
Beispiel:
Batterie A:100Ah C20 und Batterie B:100Ah C10. Batterie B hat dann höchstens eine Kapazität von 110Ah unter der C20 Bedingung.
Das deine AGM-Batterie nur 40% (2h zu 5h) Kapazität deiner Säurebatterie bringt, ist damit nicht erklärbar.

Was ich noch nicht verstanden habe:
Wurde deine Säurebatterie ebenfalls im Wohnwagen installiert und ausschließlich von der LIMA des Zugwagens geladen?

Wie dudu_0159 schon geschrieben hat:
Du bekommst keinen Bleiakku voll, wenn zwischen LIMA und Akku diverse Meter Kabel (mit im besten Fall einem Querschnitt von 2,5mm²) plus der 13-poligen Kupplung liegen.
Einen Akku kannst du mit der Methode, auch wenn du lange fährst, nicht über ca 80% der möglichen Kapazität aufladen, da du nicht die Ladespannung von 14,4V an den Batteriepolen erreichst.
Wenn zusätzlich noch der Kühlschrank während der Fahrt läuft, wird noch weniger geladen.
Außerdem schädigst du mit dieser "Nicht-Vollade-Technik" jeden Bleiakku. Die grobkristalline Sulfatierung setzt früher ein, wenn niemals vollgeladen wird.
Von daher ist es richtig, den teueren Gel-Akku herauszunehmen, wenn keine vernünftige Ladetechnik vorhanden ist.

Ich weiß ja nicht, welche Nennkapazität dein Akku hat.
Wenn der bei deiner Last (Fernseher plus Receiver plus eventuell weitere Verbraucher) richtig ausgelegt ist, also maximale Entladung 2/3 der Nennkapazität, müsste das ein ziemlicher Brocken sein.
Vielleicht kannst du die Nennkapazität mal angeben.

Ich wage mal folgende Prognose:
Mit deiner Konstellation und unter der Voraussetzung, dass du ausschließlich mit der LIMA laden möchtest, wird die Sache, auch mit Ladebooster, nie ganz rund laufen.
Ein sehr gutes Netzladegerät wäre imnmer nötig, um zumindest zwischendurch den Akku mal vernünftig zu laden. das würde aber mehrere Stunden Aufenthalt im Bereich einer Steckdose bedeuten.

Wenn ich mir den ganzen Aufwand vor Augen führe, bist du mit einem schallgedämmten kleinen Generator für deine Zwecke besser bedient.

Hallo,
es ist richtig, daß die Gel und AGM Batterien eine höhere Ladespannung benötigen. Was übrigens von Händlern und Batterieherstellern gerne verschwiegen oder nur ganz am Rande unter" ferner liefen "erwähnt wird.
In meinem Falle habe ich jedoch den Regler in der Lichtmaschine gegen einen mit 14,4V Ladespannung ausgewechselt. Somit ist eine Ladung gesichert. Es soll noch Regler mit 14,8V Spannung geben, aber die neuen Fahrzeuge mit ihrer ganzen Elektronik sind dafür nicht geeignet.
Mit Deinem Booster kannst Du die Batterie schneller laden aber ohne geht es auch.
Miss mal die Spannung im WW ohne Last, Du wirst feststellen das die Batteriespannung im Auto und die Spannung im Wohnwagen nicht abweichen.
Wenn jetzt die Batterie angschlossen wird sinkt die Spannug infolge des Ladestroms die ja eine Last ist. Der Ladestrom pegelt sich automatisch auf einen unbedenklichen Wert ein. Bei zunehmender Ladung des Akkus sinkt auch die Stromaufnahme und somit die Last und die Spannung steigt auf die Ladeschlussspannung.
Diesen Vorgang kannst Du bei jedem normalen Ladegerät mit einem Voltmeter verfolgen.
Das an dieser Ladeleitung nur die Batterie hängt und ein vernünftiger Kabelquerschnitt ( in meinem Falle 6Quadrat ) vorhanden ist und eine eigene Masseverbindung mit einwandfreien elektrischen Kontakten ist selbstverständlich und Voraussetzung.

Übrigens ich lade meine Batterie vor Fahrtantritt immer mit einem Kennlinienladegerät voll und die Betriebsdauer ist trotzdem nicht länger.

MfG

Benno

Zitat:

Original geschrieben von rollo1100


...
Miss mal die Spannung im WW ohne Last, Du wirst feststellen das die Batteriespannung im Auto und die Spannung im Wohnwagen nicht abweichen.
...

Lass uns mal den Trick zur Überwindung der physikalischen Grundlagen wissen. Wenn Du den Spannungsabfall überlistet hast könnte man Dich ja zum Physiknobe... , na ich schluck´s lieber runter.

Hallo Käptnblaubär,
deinen Einwand verstehe ich jetzt nicht ganz. Die Beschreibung von Rollo1100 ist völlig richtig:
Ohne Last misst du im WW an den offenen Leitungsenden die gleiche Spannung wie an der LIMA, wenn diese direkt verbunden ist. Wenn die Batterie im WW an dieser Leitung angeschlossen ist, sinkt die Spannung zwangsläufig.

Der ganze Rest ist aber nicht so stimmig:

Es ist ja nur eine LIMA vorhanden. Wenn die in der Lage ist, die normale Starterbatterie ohne die Gefahr der Überladung zu laden, kann die parallel geschaltete, weit entfernte WW-Batterie kaum richtig geladen werden.
Wenn der Strom für die weit entfernte Batterie auf einen "unbedenklichen Wert" sinkt müsste der Strom für die Starterbatterie im Umkehrschluß "bedenklich" sein (da sinkt die Spannung ja nicht so ab) oder wie?

Rechnen wir mal ein wenig mit 6mm2-Hin- und Rückleitung:

Ich gehe mal davon aus, das die schwere WW-Batterie in Achsnähe des WW-montiert ist.
In der Summe der gesamten Leitungslänge komme ich dann ohne Schwierigkeiten auf 15m.
Unter Berücksichtigung des Leitungswiderstandes einer 6mm2-Kupferleitung komme ich bei 15m auf 0,044V pro Ampere (Spannungsabfall).

Der tatsächliche Spannungsabfall ist noch höher, weil mindestens noch ein Verbindungsstecker vorhanden ist. Diese Leitung, sollte zumindest, extra abgesichert sein. Eine Sicherung mit den zugehörigen Anschlüssen ergibt immer einen zusätzlichen weiteren Spannungsabfall.
Bei 13,9 Volt Batteriespannung kann also maximal ca 10 Ampere Strom fließen. Bei 14,3Volt fließt maximal ca 2 Ampere.
Wenn 14,4 Volt an der Batterie anliegen, ist diese nur zu ca 85% vollgeladen. Geregelte Ladegeräte laden dann mit 14,4Volt noch eine definierte Zeit weiter, um eine komplette Vollladung zu erreichen.

Daraus resultiert folgendes:
Die WW-Batterie kann niemals vollgeladen werden, da mit 14,4 Volt an der Batterie nicht mehr weiter geladen werden kann. LIMA und Batterie hätten dann die gleiche Spannung, so dass kein Strom mehr fließen kann.

Für eine ausreichend große Bordbatterie (in diesem Fall halte ich 100Ah für gerade ausreichend) ist der Ladestrom insgesamt viel zu niedrig.
Wie lange will man Fahren um die annähernd wieder aufzuladen? Abgesehen davon, dass man sie nie ganz vollladen kann.

Wenn man jeden Tag 10 Stunden fährt mag das irgendwie gehen.
Wenn eine Batterie ausschließlich in dieser Weise geladen wird und ich gehe mal davon aus, dass nicht jeden Tag 10 Stunden geladen wird, wird sie in jedem Fall früh altern.

Ein Booster (oder auch DC-DC-Lader) direkt vor der WW-Batterie eingebaut, ist um Ecken besser. Der kann die Batterie gerade bei kürzeren Fahrzeiten erheblich schneller aufladen und er bekommt sie bei etwas längeren Fahrtzeiten auch voll!

Außerdem braucht der ganze Aufwand mit den monströsen Zuleitungsquerschnitten durch KFZ und WW nicht getrieben zu werden. Übliche 2,5mm2 reichen aus.
Wie bekommt man eigentlich fachgerecht 2 x 6mm2-Zuleitungen zusätzlich in eine 13-Pol.-Dose/Stecker?
Eine Extra-Lichtmaschine kostet auch noch mal Aufwand und ist nicht ganz billig.

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Hallo,

so weit die Theorie.
Ich beginne eine Fahrt mit geladener (Ladeschlußspannung 13,8V) WW-Batterie (63Ah Gel). Diese wird während der Fahrt über einen niederohmigen Worwiderstand (die langen Zuleitungen) parallel zur Fahrzeugbatterie geschaltet.
Die Batterie reicht dann für 14 Tage Licht und Pumpenversorgung.
Falls sie leer wird, wird sie mit dem bordeigenen Schaltnetzteil (13,8V) auf dem CP geladen.
Es kann mir ja mal jemand vorrechnen, wieviele h die Batterie, es handelt sich um gebrauchte Pufferbatterien, früher den Geist aufgibt, als mit o.g. Ausführungen.

Gruß

Du kommst jetzt mit einer Besonderheit, die wohl kaum jemanden betrifft, der sich eine 12V-Anlage mit aktuellen Komponenten einbauen möchte:
Die von dir aufgeführten Pufferbatterien konnten z.Teil. mit niedrigeren Ladespannungen dauerhaft betrieben werden.

Das gilt aber nicht für aktuelle Gel, AGM oder Säurebatterien, die du beim Camping- oder Yachthandel erwirbst! Die gehen bei einer maximalen Ladespannung von 13,8V wegen permanenter Unterladung kaputt!

Zu deinem Fall:
Du willst eine Angabe, wieviel Stunden deine Batterie früher den Geist aufgibt. Die wird dir niemand geben können.

Es wären sowieso viele Fragen offen:
Was verstehst du unter geladener Batterie (Ladeschlußspannung 13,8V)?
Welcher Strom floß, als deine Batterie die Spannung von 13,8Volt erreicht hatte?
Wie lange hast du mit der Spannung von 13,8V (an den Batteriepolen gemessen) geladen.
Welche Spannung lag denn an der Batterie bei laufendem Motor und längerer Fahrt an?
Wieviel Amperestunden sind bei dir "14 Tage Licht und Pumpenversorgung."?
Was heißt "leer"? Welche Ladeschlußspannung lag in dem Zustand an?

Bei deiner (Puffer-)Batterie kann es sein, dass die am Anfang der Reise (also, mit Netzteil geladen und danach noch minimal mit der LIMA nachgeladen) fast vollgeladen ist.

Wie tief du die Batterie entlädst, weißt du wahrscheinlich nicht.(oder überwachst du die Spannung im WW)
Bei dir wird die Lebensdauer der Batterie wahrscheinlich hauptsächlich durch die Entladungstiefe bestimmt.
Einen "Faustwert", der im Yachtbereich mit Gel-Batterien ermittelt wurde, kann ich aber weitergeben:
Wenn du immer bis zur Entladeschlußspannung entlädst (unter Belastung gilt hier meistens der Wert 10,5V) sind nur 1/3 der Ladezyklen (Entladen und Aufladen) möglich, als wenn nur bis 50% entladen wird.
Wenn du mit dem Aufladen wartest, bis das Licht dunkel wird, geht deine Batterie noch schneller kaputt.
Solange du günstig an die Pufferbatterien herankommst und du durch deinen geringen Stromverbrauch auch mit der Kapazität hinkommst, würde ich auch alles so lassen, wie es ist.
Sobald du dir für viel Geld mal eine große Gel- oder AGM-Batterie neu kaufst, solltest du deine Ladetechnik aber dringend überdenken.

Zitat:

Original geschrieben von c250tdt


so weit die Theorie.
Ich beginne eine Fahrt mit geladener (Ladeschlußspannung 13,8V) WW-Batterie (63Ah Gel). Diese wird während der Fahrt über einen niederohmigen Worwiderstand (die langen Zuleitungen) parallel zur Fahrzeugbatterie geschaltet.
Die Batterie reicht dann für 14 Tage Licht und Pumpenversorgung.

hallo

oft hat die theorie mit der praxis mehr zu tun als man glaubt

du lädst deine batterie nicht durch den anschluss an der fahrzeugbatterie während der fahrt
wenn die batterie vorher von einem vernünftigen kennlinienladegerät geladen worden ist dann ist die voll.
über die leitung vom PKW versorgst du nur die verbraucher im WoWa, falls welche eingeschalten sind.

um das zu erreichen benötigst du keinen batterie im WoWa, das geht mit der versorgungsleitung von vorne auch ganz gut

wie lange am wowa die batterie dann die verbraucher versorgt kommt drauf an wieviel leistung diese aufnehmen
ich glaube dir unbeschaut dass das für einige tage reicht, evt auch für wochen

das hat aber alles nix damit zu tun dass du keine batterie im wowa über die LiMa des PKWs laden kannst ohen dazu einen ladebooster zu verwenden (denn durchgehend sagen wir mal 2 x 25mm2 von der LiMa zur batterie lassen sich halt nun mal nicht gescheit verlegen ...

lg
g

"du lädst deine batterie nicht durch den anschluss an der fahrzeugbatterie während der fahrt"

Na ja, minimal lädt man schon.

An meiner Autobatterie sind kurz nach dem Start immer 14,1 - 14,5Volt zu messen.
Diese Spannung kann ich auch im WW, wenn kein Verbraucher angeschlossen ist messen.
Eine volle Batterie hat bei 20 Grad eine Leerlaufspannung von ca 12,7Volt. Wenn diese volle Batterie an die Leitungen (mit 14,x Volt) angeschlossen wird, muss zwangsläufig ein Ladestrom fließen. Da ist so.

Die einzige Frage, die sich stellt, ist die, mit wieviel Strom geladen werden kann und ob das ganze von daher überhaupt Sinn macht.

Nehmen wir mal an, dass sich durch den Anschluß die Spannung, mit der vorher geladen (aber niemals vollgeladen) wurde (13,8V) wieder an den Klemmen der WW-Batterie einstellt.
Bei einer LIMA-Spannung von ca 14,4V würden dann, unter Verwendung von insgesamt 15m mit 2,5mm2-(Hin-und Rückleitung) noch ca 5 Ampere fließen können.
Selbst wenn man davon ausgeht, dass bei einer realen Leitung noch diverse Übergangswiderstände existieren, bleiben wahrscheinlich immer noch 2-3 Ampere übrig.

Damit wird eindeutig auch weiterhin geladen! Es kann aber praktisch nie vollgeladen werden!

Ein gutes Kennlinien-gesteuertes Ladegerät, dessen Stromstärke der Kapazität der Batterie angepasst ist (Bei Gel-Akkus sind 20% der Nennkapazität üblich. Bei 63Ah wäre 15A also ein gut angepasster Wert)), würde in dem Fall mit 15A weiterladen, bis 14,4Volt an der Batterie vorhanden sind (und dann ist die Batterie maximal erst zu 85% voll).

Erst dann wird die Spannung begrenzt, so dass der Strom langsam geringer wird. Nach einer definierten Zeit, in der die Ausgleichsladung der 6 Batteriezellen erfolgt, ist die Batterie voll und das Gerät schaltet auf Erhaltungsladung (meistens 13,8Volt).

Die o.a. 2-3 Ampere sind schon ziemlich wenig und liegen ja auch nur bei 13,8Volt-Klemmenspannung an. Bei (theoretischen) 14,3V-Klemmenspannung an der Batterie, wäre der Ladestrom ja 0 Ampere, so dass im Bereich zwischen 13,8 und 14,3V nur mit 50% der Stromstärke gerechnet werden kann (also 1-1,5A).

Das ist also nur ein 1/10 des Stroms, mit dem das Ladegerät lädt. Damit dauert die Ladezeit, schon aus dieser Überlegung auch 10 mal länger.

Fazit:
Bis die WW-Bleibatterie auch nur annähernd eine Klemmenspannung von 14,4 Volt hat und damit gerade zu 85% voll wäre, müsste man sehr lange (viele Stunden) Fahren. da machen 2,5 oder 6mm2 den Kohl auch nicht fett.
Voll bekommt man die Batterie nicht!
Und noch mal ganz deutlich:
Das gilt nur für intakte Batterien!
Stark gealterte Batterien haben kaum noch Kapazität und einen hohen Innenwiderstand. Die bekommt man auch in kürzerer Zeit mit der Direktladung auf 14,3V, da kaum noch Strom fließt.

Übrigens, die WW-Batterie ist bei der "Direktladung" an jedem Startvorgang beteiligt, was allein schon mit einiger Fahrzeit wieder ausgeglichen werden muss.

Zitat:

Original geschrieben von navec


"du lädst deine batterie nicht durch den anschluss an der fahrzeugbatterie während der fahrt"
Na ja, minimal lädt man schon.

hallo

recht hast du

ich bin nur davon ausgegangen das der kollege den kühli auf 12volt laufen lässt während der fahrt weil es ja so praktisch ist.

das sind dann die 8ampere kühlistrom die die spannung auf 12,5volt runterdrücken und dann ist es endgültig vorbei mit laden

lg
g

Stimmt.
An den Kühli hatte ich noch gar nicht gedacht.
ich denk mal: Wer 2 mal 6mm2 in den 13pol.-Stecker und in die Dose bekommt, schafft auch noch irgendwie eine Extraleitung für den Kühli..... ich schlage in dem Fall eine zweite 7 pol-Dose vor, die ausschließlich als Ladedose fungiert.

Also sind wir uns einig, dass man so eine "Ladetechnik" nicht ernsthaft in Erwägung ziehen sollte.
Irgendwie kann ich mir auch nicht vorstellen, dass sich alle Ladegerätehersteller inkl. der Batteriehersteller in Bezug auf die Ladetechnik irren sollten.

Ich verfolge diesen Beitrag von Anfang an.
Ich habe einen älteren Fendt 395N, da die Wohndose gelegentlich
für 3-5 Tage autark genutzt werden soll, habe ich einige Umbauten gemacht.
Für die Beleuchtung im Bereich Sitz/Schlafplatz wurden zwei Halogenstrahler verbaut,
bestückt mit 1,2W LED-Leuchtmittel. Ist keine Flutlichtbeleuchtung, reicht aber aus.
Über die Heckküche wurde eine zusätzliche 8W Neon-Lampe eingebaut und in der Nasszelle
sind jetzt zwei 5W Halogenstrahler im Einsatz.
Für den gelegentlichen Gebrauch des LCD-Fernsehers und SAT-Receiver oder DVB-T Box, wurden
zwei 12V-Steckdosen eingebaut.
Für die Versorgung ist z.Z. eine nicht mehr ganz frische 72Ah Starterbatterie drin.
Die wird aber noch getauscht, ist nur zu ersten Testzwecken drin.
Um mal grob zu testen, wie weit man damit kommt, läuft der WW seit Freitag im 12V-Betrieb.
Thruma-Vent dauerhaft auf Stufe 3, Beleuchtung wurde jeden Tag für ca. 3 Stunden eingeschaltet,
ohne Nasszelle, TV-Betrieb lief jeden Tag für etwa 30-45 Minuten.
Der Akku wurde mit einem sehr gutem Ladegerät geladen, vor dem Test.
Bis heute Abend war die Akkuspannung auf 12,2V runter, Morgen wird es wohl soweit sein,
den Test zu beenden, da sonst der Akku wohl zu stark belastet wird.
Mit dem Ergebnis bin ich ganz zufrieden, reicht für meine Zwecke.
Eventuell wird noch eine Lademöglichkeit während der Fahrt verbaut, mit Booster,
alles Andere hätte keinen Sinn.
Ich wollte mal meine praktischen Erfahrungen berichten. Damit kann man ja oft
mehr anfangen, als mit theoretischen Aussagen.
Zum endgültigen Einsatz wir wohl eine Versorgerbatterie kommen, auf Gel-Basis,
mit etwa 50Ah-60Ah Kappazität.
Wenn man autark leben will, muss man schon etwas sparen mit der Elektrizität.
Im praktischen Einsatz werde ich die Thruma-Vent wohl weniger nutzen, der WW
bleibt auch noch warm, wenn die Heizung ohne Gebläse läuft.
Gruß Otti

Zitat:

Original geschrieben von Otti208


...
Um mal grob zu testen, wie weit man damit kommt, läuft der WW seit Freitag im 12V-Betrieb.
...

hallo

logisch geht das auf die tour
zu hause mit einem GUTEN kennlinienlader voll machen und dann benutzen bis die spannung auf 10,5 bis 11,0 volt runter ist. dann ist schluss mit autark, aber sobald du wieder wo an 230volt kommst kannst du die batterie wieder voll machen und hast wieder strom zur verfügung.

der einzieg weg wie man sinnvoll im wowa OHNE booster laden kann ist ein umweg über einen wechselrichter
kostet zwar verluste, ermöglicht aber trotzdem anständige aufladung

konkret:
2,5mm2 bis 4mm2 leitung nach hinten in den wowa

dort einen ca. 250 bis 400watt echtsinus wechselrichter um aus den 12volt gleichspannung von der LiMa 230volt wechselstrom zu machen. an die 230volt hängst du dann ein gutes 12volt kennlinien ladeerät welches direkt bei der batterie diese auflädt.

da stimmt dann sowohl ladestrom als auch die spannung dazu

ein sagen wir mal 15A ladegerät nimmt im umweg über den wechselrichter wohl 20 ampere strom von der LiMa auf (umwandlungsverluste). dazu noch den kühli mit 6 bis 12 ampere macht insgesamt rund 30ampere strom der da nach hinten in den wowa fliesst.

nicht ZU viel, aber doch eine menge, die leitungen sollten daher ordentlich verlegt und korrekt abgesichert sein

lg
g

Also bis 10,5 oder 11,0V runter geht zwar, sollte aber wirklich nur im Notfall gemacht werden, da die Batterie zwangsläufig geschädigt wird.

Ladegerät hinter einem Wechselrichter im Fahrbetrieb?
Ist wohl auch aus Sicherheitsgründen nicht unbedingt anzustreben. Mal ganz abgesehen davon, das sich 2x realistische ca 80% Wirkungsgrad "ergänzen".

Was Otti208 gemacht hat (Verbrauchstest) ist natürlich schon ziemlich vorbildlich.

Bei 12,2 V-Leerlaufspannung ist dann aber auch langsam Schluß mit lustig. Die Batterie ist dann i.d.R. noch halbvoll.
Wenn eine durchschnittlich gute Lebensdauer der angestrebten (teuren) Gel-Batterie erreicht werden soll, sollte bei 12,2 V leerlaufspannung wieder vollgeladen werden.

Otti kann sich wahrscheinlich (jedenfalls nach dem Test) jede Form der Nachladung durch die LIMA sparen. Ich würde die neue Batterie im Zweifelsfall lieber eine Nummer größer wählen, als mich der Gefahr auszusetzen, mich auch noch mit der LIMA-Ladung beschäftigen zu müssen.

Wichtig wäre, dass das "gute Ladegerät" mindestens eines mit IUoU-Kennlinie ist und sich möglichst exakt auf die Ladespannung einstellen läßt, die die neue Gel-Batterie erfordert. Temperaturkompensation wäre die nächste Qualitätssteigerung.

In jedem Fall wichtig für alle, die mit der Batterie autark sein wollen:
Ein gut sichtbares, fest eingebautes digitales Spannungsmessgerät im WW mit einer Genauigkeit von mindestens 0,1V.
Wenn man erst ein Multimeter bemühen muss, um die Spannung an der, meist gut versteckten, Batterie zu messen, unterbleibt die Messung erfahrungsgemäß.

Zitat:

Original geschrieben von navec


... Ladegerät hinter einem Wechselrichter im Fahrbetrieb? Ist wohl auch aus Sicherheitsgründen nicht unbedingt anzustreben. .....

hallo

was genau wären das für sicherheitsgründe?
ich habe das im womo auch so geschalten

der grosse vorteil dabei ist ja dass auch während der fahrt die batterie über kennlinie und temperatur kompensation geladen wird und nicht über die LiMa direkt.

lg
g

Weis ich nicht genau.
Ich unterstelle mal, dass der Wechselrichter und das Ladegerät fest eingebaut sind (Batterie ja immer).
Lose wären die auf jeden Fall kriminell.

Da wir in Deutschland leben, könnte ich mir aber gut vorstellen, dass es gegen den Einsatz von 230V-Wechselspannung im Fahrbetrieb von Kraftfahrzeugen irgendeine Vorschrift gibt.
Gibt es da nicht auch irgendetwas, was gegen den Betrieb der Gasheizung in WW während der Fahrt spricht.

Wenn dem nicht so ist, ist deine Lösung, bis auf den geringen Wirkungsgrad, nicht schlecht. Du kannst immerhin dein Ladegerät während der Fahrt und auf dem CP nutzen; den Wechselrichter während der Fahrt und wenn du autark z.B. TV sehen willst.
Das ist ein guter Nutzungsgrad der Gerätschaften.

Wechselrichter dieser Leistungsklasse, sind aber meistens dafür konzipiert, dass sie möglichst direkt an der Batterie angeschlossen werden (z.B. im WoMo möglich).
Bei den langen Zuleitungen zum WW und den hohen Stromwerten, kann die Spannung am Wechselrichter soweit abfallen, dass dessen Batterieüberwachung abschaltet.

Gute Booster können sich genau auf diesen Fall einstellen, überprüfen die Batteriespannung der Ladebatterie durch kurzeitige Ladeunterbrechung und regeln die Ladestromstärke entsprechend herunter.

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