1. Inspektion Ninja 250 - Erfahrungsbericht

Kawasaki

Hi,

hatte meine 'Süße' im Dezember letzten Jahres neu gekauft und jetzt waren 1000 km runter, also zur 1. Inspektion.

Hatte bei der Terminabsprache mit dem Chef des Ladens ausgemacht, dass ich zuschauen darf. Glücklich war er nicht, aber wenn's denn sein müßte, ok.

Der Mechaniker war überhaupt nicht erfreut darüber und meinte, er könne es nicht verantworten wenn etwas auf meine Füße fiele etc., so einigten wir uns letztendlich darauf, dass ich draußen, direkt vor dem Tor stehen könnte und von dort aus zusehe. War also 5 m entfernt. Wollte keinen Ärger machen, aber nächstes Mal will ich direkt daneben stehen.
Ich wollte dem Mechaniker nicht auf die Finger schauen, weil ich Angst hatte, er könne was falsch machen, sondern um was zu lernen, da ich noch fast keine Ahnung von motorisierten Zweirädern habe.

Rechnung sieht so aus:
Ölfilter Euro 6,04
Dichtung Ölablasschr. Euro 1,08
O Ring 16 mm 1,08
O Ring 90 mm 4,20
Faßware Motul 5100 16,13
Montagekosten 28,80

Das Motoröl ist halb synthetisch. Sind das die besten Öle?
Wird bei jedem Ölwechsel der Ölfilter ausgetauscht oder nur beim ersten Mal nach dem Einfahren, weil jetzt ein anderes Öl reinkommt?
Und die Ölablassschraube und die 2 O-Ringe, werden die auch immer mit ersetzt? Interessiert mich deshalb, falls ich den Ölwechsel mal selber mache, dass ich mir die Schraube und Ringe vorher besorge. Fände ich komisch, wenn das jedes Mal neue Sachen sein müssen, aber wenn es so ist, dann isses so 🙁

Nächste Inspektion nach weiteren 5000 km. Ist beim Auto doch viel länger, oder? Also, warum dann schon wieder? Ist zwar ein Motorrad und kein Auto, aber technisch gesehen sollte da doch kein so großer Unterschied sein, oder?

Vielen herzlichen Dank für jegliches Feedback, Anfänger gis

Beste Antwort im Thema

Das ist soooooo klasse hier manchmal!!!!!!! Muhahahahahaaaaaa!!!
5000km mit Motorrad sind wie 20000km, nochmal in Worten, zwanzigtausend Kilometer (!!!) mit ´nem Auto. Das ich nicht lache!! Leben wir immer noch in den 80ern? Ist ein Motorrad mit 40tkm dann ein technisches Wunder??Was für ein Scheiss!
Ausserdem möchte ich den Motorrad Ölfilter sehen in den wirklich ein halber Liter passt! Mal eben den von nem MAN tga 350 genommen oder warum soviel? Ich sage das weil bei ner soll Ölmenge von durchschnittlich 3,5l ein halber Liter schon ´ne ganz schöne Menge wäre.
Und warum sollte auf der Rechnung die Ölablassschraube mit auftauchen? Wußte garnicht das die verschleißt wenn man die losschraubt... Nochmal Scheiss!

Das 5100 von Motul ist völlig i.O. für den Motor, das wird auch in ZX10 und ZX12R, CBR1000RR, GSX-R1000 usw. gekippt. Ist halbsyntehtisch (und ja, es ist tatsächlich gut!).

Wenn man keine Ahnung hat, dann ab und zu einfach mal die Klappe halten, wenn man nur vermutet, dann das am besten auch so sagen und nicht einfach feststellen.

@gismeu: Man wollte Dich nur widerwillig zuschauen lassen weils einfach immer unangenehm ist wenn einem jemand bei der Arbeit auf die Finger guckt, erst recht wenn´s der Kunde selber ist. Nicht weil man dann irgendwas besser oder schlechter macht als sonst, es ist einfach so. Bei Motorrad ist es doch so, für den Kunden ist es sein (verständlicherweise) geliebtes Hobby, für den Mechanik, der das zwar weiß, ist die Insp. aber alltägliche Arbeit die man schnell vom Tisch haben will und man deswegen nicht noch nervige Fragen haben möchte. Vorallem bei ´ner total uninteresannten 1. Inspektion! Das einzig aufwändige, soweit man das überhaupt sagen kann, war sowieso nur der Ölwechsel... Und ausserdem, sollte das bei Dir jetzt überhaupt ins Gewicht fallen, jemand der so drauf drängt unbedingt bei der Inspektion dabei sein zu dürfen, der wird höchstwarscheinlich spätestens in den Werkstatträumen unangenehm in Erinnerung bleiben. Wenn man Deinen Namen bei der 6000er Insp. auf dem Auftrag ließt, dann haben Leute wie Du zumindest größere Chancen darauf ein augenverdrehen zu ernten (Es sei denn man vergisst Dich weil die nächsten 5tkm jetzt 4 Jahre dauern ;-) Ich habe es zumindest noch nie anders erlebt oder gehört und ich kann es auch gut nachvollziehen.
Wenn du merkst das die es nicht unbedingt toll finden, dann tu den Jungs den Gefallen und bleib von der Werkstatt fern und lass die in Ruhe ihren Job machen. Es ändert ja doch nichts. Und wenn du Doch zuschaust dann drück dem Schrauber hinterher wenigstens ´nen 5er in die Hand. dann bleibst auch anders in Erinnerung. Es ist einfach so...

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Zitat:

Wenn man keine Ahnung hat, dann ab und zu einfach mal die Klappe halten, wenn man nur vermutet, dann das am besten auch so sagen und nicht einfach feststellen.

...besonders die, welche dann auch nur polternd aber nicht minder ahnungslos dazwischenquaken...

si tacuisses, philosophus mansisses 😁

Gemeint ist logischerweise von Joker nicht per se der Verschleiß des Motors Bike vs. Auto (der ist zwar auch höher, aber egal..), sondern der des Öls oder besser seiner Additive. Und nachdem eben aus diversen Gründen in einem Bike ganz andere Kräfte am Öl zehren als in einem Auto... ist es eben früher verschlissen. Natürlich eine recht allgemeine Betrachtung, aber im Grunde richtig.
Warum ein Öl für eine ZX10R etc. auch für eine xyz passend sein muss... ist ne interessante Logik und technisch versierte Begründung... in dem Fall stimmts zufällig sogar.
Die Restmengen im Ölfilter werden logischerweise nicht von der Gesamtölmenge im System bestimmt... sondern schlicht idHS vom Volumen des Filter(gehäuses) und das liegt nunmal bei solchen Motoren um die 500ccm +-x

Manchmal ist es besser vorher mitzudenken, bevor man die Klappe aufreisst und rumblafft? 🙂

Zitat:

Original geschrieben von Flabss


Das ist soooooo klasse hier manchmal!!!!!!! Muhahahahahaaaaaa!!!
5000km mit Motorrad sind wie 20000km, nochmal in Worten, zwanzigtausend Kilometer (!!!) mit ´nem Auto. Das ich nicht lache!! Leben wir immer noch in den 80ern? Ist ein Motorrad mit 40tkm dann ein technisches Wunder??Was für ein Scheiss!
...
Wenn man keine Ahnung hat, dann ab und zu einfach mal die Klappe halten, wenn man nur vermutet, dann das am besten auch so sagen und nicht einfach feststellen.

Die unteren Zeilen des von mir beschnittenen Zitates sollte der Urheber dieses Zitates einfach beherzigen - nicht mehr und nicht weniger.

Bei dem Vergleich handelt sich nicht um Vermutungen, sondern um fundierte Kenntis eines Menschen, der seit Jahren als Inhaber eines Motorradgeschäftes in der Materie steckt. Und das nicht nur am Schreibtisch oder im Verkauf, sondern auch und gerade in der Werkstatt.

@tec-doc
immer wieder eine Freude deine Posts zu lesen!!

Ich "steck" halt auch ähnlich wie Du mittendrin, Joker 😉
Denk da nix - jedem mit wirklich Plan war das sicher klar, was Du gesagt hast 🙂

Armer TE... der wollte ja sicher nur ne einfache Antwort auf seine Fragen (und kaum hat er welche, so als Einstieg quasi, geht der Zirkus los... weia).

Dichtkringerl erneuert man immer, egal ob hin oder gut. Gummis verspröden oder reissen und wer weiß, ob sie nochmal die ganze Periode durchhalten - sind Centartikel, der Schaden ggf. teuer oder sauärgerlich. Metalldichtungen sind idR weiche Metalle, sie passen sich den Dichtflächen an (wie Plastilin quasi) und wenn sie das einmal gemacht haben... können sie das oft nicht nochmal ausreichend, da sie dann schon verdichted und "rauh" sind  > neu.

Ölfilter quellen auf und das Filtermaterial setzt sich zu (wie ein dichtes Sieb), sprich ihre Wirkung nimmt kontinuierlich ab. Da auch sie nicht wirklich Geld kosten... und feine Fremdkörper  im Motor Schaden anrichten... ersetzt man auch diese besser bei jedem Ölwechsel. Sind diese dicht, ist zwar idR ein Bypass vorhanden, so dass die Ölversorgung nicht abreisst, aber die nunmehr völlig ungehinderten und ständig zunehmenden Schwebstoffe können fatal ans Werk gehen... wie ein Schleifpapier mit grober und viel Körnung z.B. oder Kanäle im Extremfall zusetzen.

Wartungsintervall, Ölsorte und Viskosität - hier legt der Hersteller die Daten anhand der thermischen, mechanischen Belastungen usw. für den jeweiligen Motor und Verkaufsbreitengrad in einem sicheren Bereich fest, dem kann man gut vertrauen. IdR sind Wakümotoren neuerer Bauart mit einem teilsynthetischem Öl nach Jaso MA ausreichend bedient, aufgrund des ausgeglichenen Wärmehaushaltes dieser Motoren und der hierzulande üblichen Umgebungstemperaturen ist ein 10W40 in 95% aller Fälle die passende Viskosität (die man aber an extreme Bedingungen durchaus anpassen kann und ggf. auch sollte - die Frage ist aber nur an einem konkreten Motor und den konkreten Bedingungen beantwortbar). Bzgl. der Markenwahl sei versichert... jede Werke hat woanders die besten Konditionen bekommen... und das ist dann auch "DIE" optimale Marke für dein Möp 😉 Die Anzahl der Ölmischbetriebe in Europa ist gut überschaubar - letztendlich unterscheiden sich dann die dort produzierten Marken in der Rezeptur und der Qualität oder besser der Innovativität der Additivkomplexe (was auch wesentlich mit den Preis bestimmt). Anders gesagt... eng mit z.B. Kawasaki arbeitet Fuchs in der Entwicklung zusammen (Fuchs bekommt eben mehr Daten als andere von Kawa..), mithin deren Öle wie auch deren OEM Varianten (älterer oder vom "Durchhaltevermögen" abgespeckter Additivmix) sozusagen "besser" zu einem Kawamotor passen bzw.auf Besonderheiten besser angepasst sind (was nicht bedeutet, ein anderes Öl lt. Spez. würde nicht langen...).
Du musst wissen - Fehler bei der Ölwahl, Intervallen etc. machen nicht/äusserst selten sofort "BummPengZack"... unmittelbar läuft nur was minimal "schlechter" usw... langsfristig kommts zum tragen 😉

Ja und die Ablassschraube... die muss man natürlich nur wechseln, wenn sie echt im Eimer ist 🙂

Zuschauen - nun, das macht manche wirklich narrisch und lernen wirste nur dann was verwertbares, wenn der Mann am Bike auch reden kann und will. Insofern... such dir entweder eine Werke mit passendem Mann (mich stört das z.B. nicht die Bohne...) oder einen schrauberfahrenen Kumpel 😉
Letztendlich musst Du dich auf vielen Wegen in die Materie einarbeiten - hier, Handbuch, Kumpel, Fragen stellen usw. usf... und dann auch selber machen. Oder eben dran glauben, dass Du einen Fünfprozenter der Schrauberzunft in deiner Werke hast (das sind die 5% aller Schrauber, die tatsächlich den ganzen Wartungsplan abarbeiten, die in der Tat nach den Regeln der Kunst arbeiten, fundiertes Fachwissen haben usw. usf...). 🙂

Jedenfalls - die Servicerechnung schaut soweit ok aus 😉

Hi,

erstmal herzlichen Dank an Alle, die versucht haben, meine Fragen konstruktiv zu beantworten!

Möchte noch kurz auf die Sache mit dem Zuschauen eingehen.

Mir wäre es am liebsten, wenn es für beide eine 'win-win' Situation ist.
Mein Gewinn ist, etwas dazugelernt zu haben und der Mechaniker bekommt dafür Geld um seine Miete oder sein nächstes Mopped bezahlen zu können.
Jeder von uns beiden hat immer die Wahl, wie er eine Sache anschaut. Das berühmteste Beispiel ist das mit dem Glas Wasser, das eben halb voll 🙂 oder halb leer 🙁 sein kann.
Weder das Glas, noch das Wasser darin interessieren sich dafür, wie ein Mensch die Situation betrachtet. Aber meine Betrachtungsweise entcheidet, ob meine Laune besser oder schlechter ist. Und wenn ich die Wahl habe, dann wähle ich die 'gute Laune'!

Allen eine gute Fahrt, ob Fahrrad oder Mopped, gis

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