"Zahnriemen statt Kette" - mal wieder ein blöder Artikel in der ATZ
gerade diesen Artikel in den ATZ News gelesen:
Zitat:
29.07.2013 -
Zahnriemen sind auf dem Vormarsch. Europäische Automobilhersteller setzen wieder verstärkt auf Zahnriemen statt Ketten im Steuertrieb. Denn Motoren mit Zahnriemen können Kraftstoff sparen.
"Riemen haben hinsichtlich der Reduzierung von Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen von Verbrennungsmotoren entscheidende Vorteile gegenüber Ketten", erklärt Markus Pirsch, Leiter Marketing Service Automotive Aftermarket bei der ContiTech Power Transmission Group.Laut dem Motorendienstleister FEV senke der Riementrieb den Kraftstoffverbrauch gegenüber der Kette und verringere dadurch den CO2-Ausstoß, erläutert ContiTech. In einem 1,6-l-Ottomotor beispielsweise reduziere der Riementrieb den Kraftstoffverbrauch um mehr als ein Prozent und spare bis zu 1,5 Gramm CO2 je Kilometer ein. Zahnriemen sind zudem leichter und laufen deutlich leiser. Außerdem längen sich Riemen fast nicht. Ein wichtiger Vorteil, denn durch die Längung der Kette verändern sich die Steuerzeiten. In der Folge steigt der Kraftstoffverbrauch und die Leistung sinkt. Emissionsgrenzwerte werden so schnell überschritten.
In der vergangenen Zeit hatten Kettentriebe vor allem wegen der Anforderungen an einen wartungsfreien Betrieb oftmals den Vorzug erhalten. Doch ist es den Riemenherstellern aber gelungen, für Otto- und Dieselmotoren wartungsfreie Steuertriebe für die Motorlebensdauer sicherzustellen.
In Europa nutzen mittlerweile viele große Automobilhersteller die Vorteile von Zahnriemen in ihren Motoren. "Der EcoBoost, Fords Motor des Jahres, läuft mit Riemen, und auch bei Volkswagen und PSA kommen Zahnriemen zum Einsatz", erläutert Pirsch.
Allerdings müssen zur Konzeptentscheidung Kette oder Riemen für jede Motorentwicklung individuell weitere Faktoren berücksichtigt werden, wie Motor-/Fahrzeugpackage, Kosten, Synergien mit existierenden Motorfamilien oder Markenphilosophie.
- was soll denn daran neu sein? Die Info gabs auch schon in meinem KFZ-Technik Lehrbuch als KFZ-Mechaniker
- Bis auf Mercedes und ein paar BMW Modelle, haben doch eigentlich alle Hersteller sowie schon seit Jahrzehnten Zahnriemen in den Motoren. Wieso sonst bleiben die wohl wegen defekten Riemen immer am Straßenrand liegen
- Aha Ketten längen sich - sind also total unzuverlässig und müssen somit andauernd gewartet werden damit's sicher ist. Wieso dann - "vor allem wegen der Anforderungen an einen wartungsfreien Betrieb oftmals den Vorzug erhalten" -- arghs
Is das schon das diesjährige Sommerloch, oder muss ich mich auf noch nichts-sagendere Artikel einstellen?
Aber jetzt mal ehrlich, wieviele von uns haben schon Motoren mit mehreren Nockenwellen / Ausgleichwellen erlebt, wo sich nach mehreren 100k km WIRKLICH die Kette "länger geworden" ist?
Beste Antwort im Thema
Hi,
die primäre Zielgruppe eines Autoherstellers sind Firmen,Leasing und Keaditkäufer.
Die Haltedauer der Fahrzeug liegt dabei zwischen einem und maximal 3-5 Jahren.
Privatkäufer die einen Wagen 10 oder 15 Jahre behalten sind eine Randgruppe und außerdem eigentlich unerwünscht 😁
Und so werden die Auto´s heute eben auch gebaut,viel Schnickschnack der sich gut macht den man aber eigentlich gar net braucht. Langzeitqualität ist nicht gefragt. Das Interessiert die Käufer einfach nicht wenn die Fahrzeuge regelmäßig ausgetauscht werden.
Gruß Tobias
39 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von mbjadcnein
Ich würde für qualitativ bessere ELEMENTARE Technik mehr bezahlen.Zitat:
Alles machbar, nur nicht gewollt...meiner Meinung nach. Allerdings möchte ja auch niemand mehr bezahlen für höhere Qualität!
Andere sicher auch.
Dafür müssten die Hersteller aber den restlichen Schnickschnack weglassen. So würde es keine Preissteigerungen geben.
Da bsit du aber die Ausnahme. Warum wohl werden Fahrzeuge wie UP und Co. auf den Markt losgelassen? Bestimmt nicht, weil sich teure Autos so gut verkaufen! Wäre der UP 50% teurer, dafür aber deutlich verschleißärmer, würde das der 0815 Kunde gar nicht verstehen. Ein Großteil der heutigen Konsumenten denkt sehr kurzfristig.
Zitat:
Original geschrieben von Ruhrpott-Shark
Dann google mal nach Steuerketten bei TSI Motoren von VW 😁
Nur weil die Hersteller die Lieferanten totsparen und den letzten Dreck verbauen ist jetzt der Zahnriemen schlecht oder gar die Steuerkette?
Wer vernünftige Qualtität wie in den 90ern abliefert, hat keine Angst vor Steuerketten....
Wer Fahrradketten in Automotoren einbaut und dann sagt Steuerketten wären Müll, der glaubt auch er wäre normal.
Und was bitte soll am Zahnriemen sparsamer sein als an Steuerketten?
Die Längung der Steuerketten gleicht ebenso ein hydraulischer Spanner aus - somit 0:0.
Der Laufwiderstand dürfte beim Zahnriemen allerdings höher sein und die Anfälligkeit gegenüber Abrieb, Dreck und Öl ebenso.
@falloutboy,
Zitat:
Wieso sonst bleiben die wohl wegen defekten Riemen immer am Straßenrand liegen
Der Artikel bezieht sich auf die aktuelle Zeit, also auf moderne Fahrzeuge und da ist es tatsaechlich so, dass die Kette bei vielen Herstellern Probleme macht, aber nicht, weil die Technik an sich schlecht ist, sondern weil jeder doofe Hersteller Simplexketten verwendet (außer Dacia (nur bei den Benzinern)). Die Geschichte zeigte auch frueher schon, dass man die Finger von Simplexketten lassen sollte (siehe Mercedes Ende 80er Jahre).
Mercedes verwendete ab Ende der 80er Jahre viele Jahre nur noch Duplexketten so wie BMW auch und die Dinger haben ewig gehalten; das war ein Bauteil, dass man nie auf dem Schirm hatte. Schau dich aber heute mal um; du siehst bei fast jedem Hersteller Meldungen von Problemen darueber; oft schon nach wenigen tausend KM.
Ob das nun ausschließlich an der Simplexkette liegt, will ich gar nicht behaupten, aber dass die Probleme Ursache bei der forcierten Kosteneffizienz haben, ist fuer mich ein Fakt; da braucht man mir nichts erzaehlen. Fuer BMW ist ein BMW nach 150tkm 0 eur Wert. Noch Fragen?
Wenn du bei BMW einen R4 Diesel kaufst, ist das aktuell ein N47 Motor; der hat 2 Steuerketten; Simplexketten; und der Kettenkasten befindet sich...Trommelwirbel...auf der Seite der Feuerwand/Spritzwand. Nicht nur, dass man an den Kettenkasten nicht rankommt, ohne den Motor auszubauen; der Kettentrieb fuehrt bei etlichen Verbrauchern auch noch zu Problemen. Die ersten Generationen dieser Motoren hatten das untere Kettenrad an der Kurbelwelle so montiert, dass man es nicht ohne Zerstoerung demontieren konnte; weil wohl einige mit Problemen bei BMW Garantieansprueche stellten, aenderte man das; aktuell kann man das Ritzel von der Kurbelwelle loesen, ohne die Kurbelwelle mit tauschen zu muessen.
Auch bei Mercedes gibt es Faelle von problematischem Kettenverschleiß. Und bei VW sowieso; weswegen VW eine komplette Motorengeneration auf Zahnriemen umgestellt hat.
Man sollte das also nicht so einseitig betrachten, wie du es machst. Bei mir haben alle Autos eine Steuerkette (oder zwei), aber ich bin auch 10 Jahre lang ein PKW mit Zahnriemen gefahren und ob ich nun alle 120tkm 350 eur fuer neuen Zahnriemen und Umlenkrolle ausgeben muss oder alle 200tkm die Steuerkette fuer ca. 2k eur tauschen lassen muss...
Ich bin da ganz ehrlich: mir ist aktuell ein Zahnriemen lieber. Aber auch nur bei laengs eingebauten Motoren. Wobei es je nach Groeße des Motors keine Rolle spielt, wo der sich befindet, wenn es nicht gerade die Feuerwand ist 🙂.
Zitat:
Es gibt welche mit direkt per Zahnrad getriebenen Nockenwellen aber die sind meines Wissens eher selten.
ich kenne keinen modernen PKW Motor, der noch so gesteuert wird, aber Taunus V4 Motoren wurden so gesteuert und die wurden immerhin in Ford Taunus, Granada, Transit, Capri, Saab 95, Saab 96 und einigen anderen PKW verbaut. Auch die erweiterte Version als V6 wurde in sehr vielen Fordmodellen verbaut und war bis vor ca. 20 Jahren ein sehr oft verbauter Motor. Diese Steuerung hat aber auch ihre Nachteile, da ein kleiner Verschleiß schnell zum Exitus fuehrt.
M.f.G.
Andreas.
Zitat:
Warum wohl werden Fahrzeuge wie UP und Co. auf den Markt losgelassen? Bestimmt nicht, weil sich teure Autos so gut verkaufen!
"Verkaufen" in dem Sinne lassen sich diese -hüstel- billigen Karren aber auch nicht!
Gerade der UP muß in den Markt gedrückt werden, wie Verkäufer immer wieder inoffiziell verraten.
ADAM wird von den Evas auch kaum begehrt.😛
Teure Wagen sind durchaus gefragt.
Wir haben etliche Kunden mit neuen X5, ML, S500 usw.
Aber die wollen ebenfalls nicht wie früher solide Ingenieurskunst und dafür halt einen entsprechenden Preis zahlen, sondern lassen sich von Blingblingrädern, Unterhaltungselektronik sowie super-duper-high-end-holla-wolla-Leder beeindrucken.
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Auch wenn ich kein US Car habe kommt es meiner Meinung auch auf die verbauten Teile an.
Was bringt mir ein Zahnriemen, wie in meinem ehemaligen Opel Omega, der ein Wechselintervall von
60tkm (genau wie übrigends die neuen Dacias) hat und als sehr anfällig gilt, auf der anderen Seite hatte ich mit dem Ex-Audi in meiner Sig ein Schaden am Kettenspanner inkl. Kettenlängung und ach wunder, dieser sitzt auch auf der Seite der Spritzwand und das Getriebe hätte raus gemusst. Schaden lt. KVA knapp 2500€ (da hätte man viele Riemen wechseln können...).
Auf der anderen Seite - sorry für schon wieder ein beispiel aus dem VAG Konzern - habe ich letzte Woche für Materialkosten knapp 150€ am Golf den Zahnriemen gewechselt.
Also, wenn schon Steuerkette, dann auch haltbar, scheiß auf 0,02l/100km mehr Spritverbrauch.
MFG
Zitat:
Original geschrieben von EL PRESIDENTE 0
Wundert mich ehrlich gesagt nicht, dass die Marketing-Abteilung von Conti Zahnriemen propagiert. Denn was stellen die noch mal her? Überraschung: Riemen! Bei BMW gibt es so einen Mist fast 20 Jahren nicht mehr. Die letzten Motoren dieser Art waren Vierzylinder von Typ M40 aus E34/E36.Ich hab noch nie gehört, dass mal irgendwo eine Steuerkette gerissen sei. Und dass diese sich so stark verlängern, dass dadurch der Motor mehr Benzin benötige und weniger Leistung habe, ist auch eine Mär.
Verlängern nicht.
Aber der Kettenspanner kann aufgeben.
War bei meinem 740 (E32) so. Die Kette für die rechten Nockenwellen hatte somit etwas spiel.
Dann rasselts ein bisserl.
Da es eine hintere Kette ist müssten alle 4 Ketten & Spanner neu.
Gab dann nen 525 touring für halben Preis!
Mit der CO2 reduzierung durch einen Zahnriemen wäre ich bei Verwendung eines Zahnriemens vorsichtig.
Da der Zahnriemen einen festen Wechselintervall hat, die Ersatzriemen produziert werden müssen, zum Kunden gebracht werden müssen und die alten entsorgt und vernichtet werden müssen, nach dem zugehörigen Abfallschlüssel also in die Verbrennungsanlage.
Die Kette kann kaputt gehen muss aber nicht.
Als ich 1979 das Lernen angefangen habe waren Kettenschäden ein Fremdwort, und wie hier schon angesprochen liegt es meist an der Konstruktion der heutigen miserablen Kettentriebe Simplex, billigstes Material usw.
Auch die Stirnräder welche ja VW wieder aufleben lies sind nicht das gelbe vom Ei. Durch Verschleiss kommt es immer wieder zu Steuerzeitenänderungen, welche intern selbst beim ölwechsel geprüft werden müssen.
Aber was ich damit sagen wollte bzg des CO2 Ausstoses welchen Herr Bitch ja in der Vordergrund setzt möchte ich die nüchterne Rechnung nicht zu seinen Gunsten aufgehen lassen.
Acha und dann noch das angesprochene Pumpedüse Thema.
Diese Motorkonstruktion war doch schon tot als sie geboren wurde bzgl. des Eingriffes in die Einspritzstrategie. Aber der Erfinder des Autos und Fiat waren halt mal wieder schneller und haben das System der Gegenwart und Zukunft erfunden ( Comonrail ), welches ja jetzt auch von den Heilligen PD Beschwörern verbaut wird.
Laut Aussage des VAG ingenjöörs wäre es ja nicht möglich gewesen PD über Kette anzutreiben, was ich für absoluten Schwachsinn halte bzgl der Ruckbewegungen im Kettentrieb.
der Ingenjöööööör hätte mal vor seiner Studienzeit einen vernünftigen Beruf in der KFZ Branche erlernen sollen und mal einen Zahnriemen mit automatischer Spanneinheit auflegen sollen und bei der Funktionskontrolle diesen in Last und Entlaststellung beobachten sollen, dann würde er sehr schnell von seiner Aussage Abstand nehmen
Wenn ein Hydrospanner mit 4 Bar Öldruch beaufschlagt wird, stämmt der mit absoluter Sicherheit die Lastwechsel der einzelnen PD Elemente besser als die läppische Wickelfeder in der Spannrolle des Riemens und bei Drehzahlanstiegen (wie sie in der freien Beschleunigung vorkommen) schwabbeln die Riemen sowieso nur noch planlos auf den Rädern rum. Gibts tolle Hochgeschwindigkeitsaufnahmen zu.
Der wahre Grund zum Zahnriemen ist die billigere Herstellung des Motors und die permanenten Folgekosten für den Kunden
Aber man kann sich alles schön rechnen bzw reden wenn man will oder muß.
Hätten alle Autos einen Riemen statt einer Kette ab einem Tag X welcher ein angedachtes Autoleben durchhält und ich die 0,1 Liter Kraftstoffersparniss der Kette gegenüber rechne mag die Rechnung stimmen, aber im wirklichem Leben siehts dann halt doch irgendwie anders aus oder?
So jetzt feuert los auf mich oder hebt die Daumen
Fazit.
Echte Autos haben ne Steuerkette und die Hinterräder treiben an , die Vorderräder sind zum Lenken da.
( Autos werden geschoben, Mistkarren werden gezogen).
und wenn ne alte steuerkett im Schrottkontainer liegt freut sich der Entsorger übers tolle Material für des es noch Geld gibt. Aber die 2000 Zahnriemen gegenüber einer Kette im Schrott gefallen ihm ned wirklich
Zitat:
Autos werden geschoben, Mistkarren werden gezogen
Na, na, na!!!😠
Zumindest dröhnt und heult jetzt kein Differential mehr wie zu MB-Zeiten (ist aber ein gaaaaanz anderes Thema).
Deine Aussage trifft dann ja auch auf einen 67er El Dorado zu?😁
Zitat:
Original geschrieben von joebleifuss
Aber der Erfinder des Autos und Fiat waren halt mal wieder schneller und haben das System der Gegenwart und Zukunft erfunden ( Comonrail )......
Die Commonrail Einspritzung stammt aus der Entwicklung von Ingenieuren aus der DDR. Während der 70er Jahre wurde bereits daran geforscht und entwickelt. 1981 gab es den ersten funktionierenden Motor (6 VDS 26/20 ALE-2) auf der Messe in Leipzig zu sehen.
1985 wurde ein modifizierter W50 Motor mit Commonrail Einspritzung vorgestellt.
Grundsätzlich basiert aber die ganze Sache auf den Entwicklungsergebnissen aus den 70er Jahren der Leute aus dem Motorenwerk Roßlau, vom SKL Leipzig und den Leuten aus Aken die dort auch Einspritzanlagen entwickelten.
PSA/Citroen, Fiat, Mercedes Benz usw. übernahmen diese Ergebnisse, Entwicklungen und Patente, da die Verwertung zu dieser Zeit in der DDR schon nicht mehr möglich war.
Quelle: Plaste, Blech und Planwirtschaft von Peter Kirchberg (DIE Referenz zum Thema Fahrzeuge aus der DDR)
hui hui, interessante Kommentare die hier zusammen kommen.
Gefällt mir.
Vor Jahren mal bei nem Citroen Händler gewesen, und dort gesehen Wecheslintervall für den Zahnriemen des Diesels - 380t km
Zitat:
Original geschrieben von gresem
Verlängern nicht.Zitat:
Original geschrieben von EL PRESIDENTE 0
Wundert mich ehrlich gesagt nicht, dass die Marketing-Abteilung von Conti Zahnriemen propagiert. Denn was stellen die noch mal her? Überraschung: Riemen! Bei BMW gibt es so einen Mist fast 20 Jahren nicht mehr. Die letzten Motoren dieser Art waren Vierzylinder von Typ M40 aus E34/E36.Ich hab noch nie gehört, dass mal irgendwo eine Steuerkette gerissen sei. Und dass diese sich so stark verlängern, dass dadurch der Motor mehr Benzin benötige und weniger Leistung habe, ist auch eine Mär.
Aber der Kettenspanner kann aufgeben.
War bei meinem 740 (E32) so. Die Kette für die rechten Nockenwellen hatte somit etwas spiel.
Dann rasselts ein bisserl.
Da es eine hintere Kette ist müssten alle 4 Ketten & Spanner neu.
Gab dann nen 525 touring für halben Preis!
Ja das Problem hatten sie doch später beim M62 immer noch. Der E39 540i von meinem Vater hat auch gerasselt, was aber für einen langen Zeitraum technisch erst mal kein Problem darstellt.
Und dass irgendwann mal auch am Kettentrieb etwas gemacht werden muss, ist auch logisch. Die Frage ist halt, ob alle 90.000 oder alle 300.000 km. Und gerade die letzteren erreichen 90% aller Fahrzeuge sowieso nie. Von daher ist die Kette für mich immer noch die erste Wahl.
Einen BMW würde ich im Übrigen grundsätzlich nur wieder mit einem R6-Motor kaufen. Dieser Klang ist DAS Identifikationsmerkmal eines BMWs schlechthin. Leider gibt's ja nur noch welche mit Turbo.
Was wir in der Diskussion noch gar nicht einbezogen haben:
Die zentralen Nockenwellen der Amerikaner, die es auch heute noch gibt - Corvette z.B. - brauchen nur eine kurze Steuerkette und es kommt kaum zu Problemen - hab ich zumindest noch nix davon gehört.
Die doppelt obenliegende Nockenwellen mit stufenloser Verstellung sind natürlich um x-anfälliger.
Allerdings muss man ehrlich auch mal sagen, dass viele Autobesitzer einfach "irgend" ein Öl in die Motoren kippen - das sollte man tunlichst lassen!
Gerade die 5W-30 oder gar 5W-20 Öl der modernen Amis sollten wir einhalten und nicht einfach 5W-40 reinkippen, weil das für "deutsche Autobahnen" viel besser ist....ein Ami ist nicht für deutsche Autobahnen gebaut, sondern für amerikanische und wer so fährt und das richtige Öl reinkippt verringert das Risiko kapitaler Motorschäden.
Für Fehlkonstruktionen wie beim TSI oder 3.6er Motor von GM oder BMW oder Mercedes, bei denen die Ketten halten, aber die Kettenräder schneller verschleissen als die Reifen, kann das Öl natürlich nix.
Die Zahnriemen sind wieder im Kommen weil die Hersteller es hinbekommen haben vernünftige Wechselintervalle realisierbar zu machen. Bei einem Intervall von 10 Jahren/200.000-240000km ist es im Grunde egal ob Kette oder Riemen. Beim Einen wechselt man Riemen und Rollen und beim Anderen Führungsleisten und Spanner und unterm Strich kommt wohl dieselbe Summe raus.
Dazu kommt wohl auch noch das ein Zahnriemen etwas leiser läuft als eine Kette was im Lärmsenkungswahn der EU sicher keine unbedeutende Rolle spielt.
Neben diversen kaufmännischen, oft unverständlichen, Belangen.😁
Ein Zahnriemen ist im Kern nicht schlechter als eine Kette, das Problem lag darin das man angefangen hat immer mehr Nebenaggregate über den Zahnriemen anzutreiben und abgesehen von dieser Belastung ist jede Umlenkung schlecht für die Lebensdauer. Würde man Ketten so führen wie so manchen Zahnriemen würde Die auch kaum 60000km halten.
Quot erat demonstrandum.
Ich halte Zahnriemen gegenüber einer vernünftig dimensionierten und qualitativ hochwertigen Kette absolut im Nachteil.
Ich würde IMMER Kette bevorzugen. Die Müllmotoren kauf ich nicht und wenn doch mal was ist, dann reisst die Kette in aller Regel nicht gleich, sondern rasselt im Kaltstart erstmal.
Beim Zahnriemen hörste erst nichts dann knallts.
Hi,
die Entwicklung bleibt ja nicht stehen. Moderne zahnriemen haben mit den Ursprünglichen net mehr viel gemeinsam außer vielleicht das aussehen.
Kevlar und andere extrem solide Materialien können einen Zahnriemen fast so langlebig machen wie einen Kettenantrieb.
Es gibt ja inzwischen sogar Motoren (allerding noch nicht in Serie) da gibt es überhaupt keine mechanische Verbindung mehr zwischen Kurbeltrieb und Ventilen,die Nockenwellen wurden bei der gelegenheit dann auch gleich abgeschafft 😉
Am Ende ist es eigentlich egal wie so eine Kiste funktioniert,hauptsache sie tut es lange und ohne teure defekte.
Gruß Tobias