"Verrückte" Sichtweise auf den Straßenverkehr
Hallo,
heute hat tagesschau.de über eine Verkehrsstudie aus den USA berichtet, wie sie mMn nur von einem Amerikaner kommen kann:
http://www.tagesschau.de/schlusslicht/autofahren100.html
Evtl. müsste man sich sogar wie eine Ameise verhalten. 😁
Beste Antwort im Thema
Zitat:
Original geschrieben von Elderian
ich finde den Artikel auch gut.
Im Prinzip benennt er die Ursachen für einige Probleme ganz gut: Egoismus.
Leider gibt er wenig Hinweise darauf, wie man die Situation verbessern könnte
Einige Hinweise sind doch vorhanden. So verweist der Author darauf, daß Gefahr durchaus positive Auswirkungen auf die Konzentrationsfähigkeit des Fahrers ausübt, während eine trügerische Sicherheit den gegenteiligen Effeckt besitzt. Die Schlußfolgerung hieraus kann nur darin bestehen, dem Fahrer wieder mehr Verantwortung zuzugestehen und auf überzogene Regeln und Vorschriften zu verzichten. Dies wird aber leider auf unabsehbare Zeit nur ein Traum bleiben.🙁
17 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von Tempomat
Genau dieses entspannte Reise-Feeling
genau das ist der knackpunkt
(ich kenne selbst "nur" den straßenverkehr von orlando bis keywest)...zum "reisen" und dem damit verbundenen in die landschaft gucken sind die teils sehrgut ausgebauten, breiten straßen bestens geeignet....wenn ich dort dauerhaft fahren müsste, würde mich die fehlende "abwechslung" sicherlich irgendwann hinterm steuer einschalfen lassen......und genau das ist ja eine der hauptunfallursachen dort.....
im übrigen kann man NICHT den straßenverkehr unterschiedlicher länder (und damit auch unterschiedlicher mentalitäten) direkt vergleichen.....
Zitat:
Original geschrieben von Hannes1971
Wobei aber der New Yorker Straßenverkehr oder auch insgesamt an der Ostküste mit dem Westen nicht ganz vergleichbar ist. Ich kenne nur den Südwesten der USA (zumindest aus eigener ErFahrung) und muss sagen, dass ich noch in keinem anderen Land entspannter gefahren bin und kooperativere Mit-Verkehrsteilnehmer erlebt habe.Wenn wir an einem Wüsten - Highway mal rechts ran gefahren sind, um ein paar Fotos zumachen, hat es keine 3 Minuten gedauert, bis der erste angehalten hat um zu helfen...
Meine Frau ist in Alabama aus dem Mietauto gestiegen, um ein entgegenkommendes Feuerwehrfahrzeug zu fotografieren. Reaktion des Fahrers: Er hielt an und lächelte, damit es ein gutes Foto wird. Dann hat er uns auf die Wache eingeladen, als wir uns als "Kollegen" zu erkennen gaben. Grandios 🙂
Die Leute da stressen sich aber auch allgemein nicht.
In Neuengland und New York war es schon anders. Selbst sonntags wird an der U-Bahn gebaut und die Leute stehen eigentlich immer im Stau. Nachts um 11 kommt die Müllabfuhr, das ist in New York völlig normal.
Ein Auto habe ich dort aber nicht gebraucht, da der ÖPNV ziemlich gut ist und mich für 25 Dollar eine Woche lang durch New York gefahren hat 🙂
cheerio
Zitat:
Original geschrieben von Tempomat
Genau dieses entspannte Reise-Feeling habe ich schon als 21-jähriger in den USA kennen gelernt.
Zu Beginn dachte ich als typische deutscher Heißsporn, dass mich diese Gelassenheit umbringt (die Amis können nicht Auto fahren, so mein großartiger Rückschluss) aber nach ganz kurzer Zeit konnte ich das Reisen genießen. In D. zurück gekommen, musste ich mich erst einmal wieder an den Straßenkrieg gewöhnen.
Wie Magirus schon sagte, man kann es nicht vergleichen. Ich habe auch Gefallen gefunden an der Fahrweise dort.
Allerdings kann man reduzierte Tempi auch noch bis vor die Haustür fahren. In Deutschland wird man durch z.T. unnachvollziehbare Maßnahmen eingebremst und schon alleine weil die Straßen etwas anders sind als bei uns (schon die Ampeln; bei uns hängt man wie ein Affe an der Haltelinie und sucht die Ampel wie das Flakgeschütz den Bomber - in den USA ist die Ampel einfach auf der anderen Straßenseite, also entspannt einsehbar; dann riesen Parkplätze, das Land ist viel mehr auf den Autofahrer ausgerichtet, kaum auf Radfahrer und Fußgänger (man sieht es den Leuten an)).
Und Straßenkrieg, naja, Deine Art zu formulieren halt. Es ist eine andere Fahrmentalität in Europa. Auf unsere Art funktioniert es, und drüben auf deren. Ich kann mir hier auch keinen Ford F150 oder generell einen Automaten vor der Haustür vorstellen, da drüben kann er vollkommen notwendig und angemessen sein. Da drüben habe ich das gute alte Schaltgetriebe nicht vermisst. Man kann es also schwer vergleichen.
cheerio