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[Tutorial] Leistungsmessung - so funktioniert ein Dyno

Themenstarteram 15. Januar 2013 um 11:08

Hallo Community,

ich habe in meinem Blog das Thema Leistungsmessung aufgegriffen und mal darüber geschrieben, wie so ein Dyno überhaupt die Leistung ermittelt und was noch nötig ist, die Motorleistung zu bestimmen. Interessant auch die Kommentare von Leuten, die damit Erfahrungen haben.

Falls es euch auch interessiert:

Leistungsmessung - Wie funktioniert ein Rollenleistungsprüfstand?

Damit werden auch einige Diskussionen hier bei MotorTalk in anderem Licht erscheinen. :)

Beste Antwort im Thema
Themenstarteram 15. Januar 2013 um 11:08

Hallo Community,

ich habe in meinem Blog das Thema Leistungsmessung aufgegriffen und mal darüber geschrieben, wie so ein Dyno überhaupt die Leistung ermittelt und was noch nötig ist, die Motorleistung zu bestimmen. Interessant auch die Kommentare von Leuten, die damit Erfahrungen haben.

Falls es euch auch interessiert:

Leistungsmessung - Wie funktioniert ein Rollenleistungsprüfstand?

Damit werden auch einige Diskussionen hier bei MotorTalk in anderem Licht erscheinen. :)

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sehr interessant! Danke dir!

Sehr interessant, wobei ich persönlich mit der "Verlustleistung" ein Problem habe.

Und zwar geht es genauer um den Prüfstand bei Klasen Motorsport.

Hier sind die Verlustleistungen meiner Meinung nach sehr unrealistisch.

Kann man davon ausgehn das dann die Radleistung stimmt und der Fehler in der Umrechnung steckt?

Denn dort kommen Verlustleistungen <5% bei FWD Fahrzeugen und Verlustleistungen kleiner 10% bei Allradfahrzeugen herraus.

In meinem Beispiel 301PS am Motor, 285PS am Rad.

Ich kann mir nicht vorstellen das die Verlustleistung wirklich so gering ist.

Zitat:

Original geschrieben von snooopy365

Sehr interessant, wobei ich persönlich mit der "Verlustleistung" ein Problem habe.

Und zwar geht es genauer um den Prüfstand bei Klasen Motorsport.

 

Hier sind die Verlustleistungen meiner Meinung nach sehr unrealistisch.

Kann man davon ausgehn das dann die Radleistung stimmt und der Fehler in der Umrechnung steckt?

Denn dort kommen Verlustleistungen <5% bei FWD Fahrzeugen und Verlustleistungen kleiner 10% bei Allradfahrzeugen herraus.

 

In meinem Beispiel 301PS am Motor, 285PS am Rad.

 

Ich kann mir nicht vorstellen das die Verlustleistung wirklich so gering ist.

Bei einem Handschaltgetriebe kann man mit ca. 95 % Wirkungsgrad rechnen, somit könnte es also passen.

Selbst Motorräder haben in der Regel deutlich mehr Verlustleistung als diese 5% und bei Motorrädern sind dann ein paar leistungsfressende Umlenkungen weniger vorhanden.

 

Rollenprüfstände haben schlicht zu viele unkalkulierbare Einflußgrößen die das Ergebnis gewollt oder ungewollt verfälschen können.

Zitat:

Original geschrieben von Sir Donald

Selbst Motorräder haben in der Regel deutlich mehr Verlustleistung als diese 5% und bei Motorrädern sind dann ein paar leistungsfressende Umlenkungen weniger vorhanden.

Welche Umlenkung hat denn ein frontgetriebener PKW mit quereingebautem Motor, die ein Motorrad nicht hat?

Zitat:

Original geschrieben von Rael_Imperial

 

Bei einem Handschaltgetriebe kann man mit ca. 95 % Wirkungsgrad rechnen, somit könnte es also passen.

Das wäre das erste mal das ich so geringe Werte sehe, normal findet man im Netz und in der Literatur 10-15% beim FWD 20-25% bei RWD und 20-30% beim AWD.

Daher erscheinen mir 5% extrem niedrig.

Ich habe sogar letztens in einer Fachzeitschrift gelesen (kann leider nicht mehr sagen wo), dass BMW die Verlustleistung an einem eigenen Fahrzeug (3er) mit Handschaltgetriebe ermittelt hat und die sind sogar auf nur 3% gekommen. Also, würde ich die 5% für Handschalter schon als realistisch bezeichnen.

Zitat:

Original geschrieben von snooopy365

Zitat:

Original geschrieben von Rael_Imperial

 

Bei einem Handschaltgetriebe kann man mit ca. 95 % Wirkungsgrad rechnen, somit könnte es also passen.

Das wäre das erste mal das ich so geringe Werte sehe, normal findet man im Netz und in der Literatur 10-15% beim FWD 20-25% bei RWD und 20-30% beim AWD.

 

Daher erscheinen mir 5% extrem niedrig.

Ein manuelles Getriebe mit nur 85 bis 90 % Wirkungsgrad würde ich mal gleich entsorgen.

Vielleicht hatte ich mich etwas unklar ausgedrückt: Die 95 % bezogen sich nur auf das Getriebe! Da kommen natürlich noch Verluste durch die Antriebswellen und Differential dazu. Ich vermute aber, dass deren Verluste insgesamt kleiner sind als die des Getriebes.

Gerade die Verlustleistung ist der grosse Fehler in der Motorleistungsangabe bei Radleistungsermittlung.

Die klassische Ermittlung auf konventionellen Rollenprüfständen bringt z.T. utopische Verlustleistungen auf's Papier. Von 2 Fahrzeugen fährt einer mit 250PS Motorleistung nach hause, der andere mit 210PS. Beide haben aber gleiche Radleistung von 190PS. Ich muss nicht erwähnen das es gleiche, sehr ähnliche Fahrzeuge waren.

Der Grund liegt in der Messmethode( 2-Rollen odert Scheitelprüfstand) und der Ermittlung der Verlustleistung.

Aus Drehmoment und Drehzahl am Rad erechnet sich die Leistung,klar. Aber was nicht berücksichtigt wird ist die Träghheitsmasse der Räder. So hat ein Fahrzeug auf konventionellen Prüfständen mit schweren Rädern die geringste Leistung. Anders ausgedrückt:- die Leistungs steigt bei gleichem Fahrzeug nur mit Austausch der schweren zu leichten Rädern.

So auch nur ein erleichtertes Schwungrad am Motor bringt bei sonst absolut identischen Aufbau, plötzliche eine Mehrleistung -die es eigentlich gar nicht hat.

Dazu die bei Messung im 3. gang bei 4 gang Getrieben - kann man komplett vergessen. Die Übersetzungsabweichungen sind zu gross und dementsprechend die Fehler.

Leider sind alte Prüfstände in Gebrauch wo man nur in 'tieferen  Gangregionen'  messen kann, weil die ollen Dinger für heutige PS -leistungen über 250PS z.B. gar nicht ausgelegt sind.

 

Bei 2-Rollenprüfständen kommt die unterschiedliche Rollreibung in die Rechnung, denn beim Beschleunigen läuft das Rad auf die vordere Rolle auf, bei der Verlustleistungsberechnung auf die hintere. Die Reifen werden zudem stark gewalkt, so das man sich nach einen Scheitelrollenprüfstand umsehen sollte. Hinzu- was sich jeder Vorstellen kann - kommt, wie stark wird das Auto in die Rollen per Bänder oder Ketten hineingezwungen?

Weiter DIN, (neue)DIN ISO,EURO, SAE  PS Umrechnungs-Angaben.

 

So kommt es das eine bestimmte Sport-Autozeitung mit dem per Motorprüfstand ermittelten PS wert auf die Rollenprüfstandreise ging mit sehr drastischen Unterscheiden; teilweise über 40%.

Radleistung +15PS ist man oft besser bedient als die schöne hohe Motorleistung mit eben sehr hoher Verlustleistung.

Ansonsten gibt es nur einen Weg, den auch die Autohersteller machen:-  Motor ausbauen, ab zum Motorenprüfstand.

Mein wagen wurde hier abgestimmt und gemessen. Der Prüfstand geht bis 1500PS und/ oder 360km/h. Es wurden dort auch schon einige Shelbys mit 900-1000PS abgestimmt.

Bevor der Wagen auf die Rolle kam wollte der Techniker genau wissen was am Auto verändert wurde, inkl. der aktuell montierten Rad-/ Reifenkombination.

Rausgekommen ist bei mir eine Verlustleistung von 12,5%, was nach Aussage des Technikers für ein RWD Fahrzeug mit Schaltgetriebe ein ganz guter Wert wäre.

 

Naja mal eben den Motor ausbauen ist wohl nicht die angenehmste Methode.

Ich nehme dann mal hin das die PS am Rad das sind was wirklich auch auf der Straße ankommt.

Damit kann ich dann leben, wenn die PS am Rad stimmen, alles andere ist dann wohl eh "erlogen".

Vielleicht geben die Amis dewegen immer so gerne die "RWHP" (rear wheel Horse power).

In jeder 2. "Tuning Teile" Anzeige steht "gains up to XY RWHP". :D

Ich schätze auch das hier die Amis sich selbst einfach weniger bescheissen wollen.

Gibt eigentlich nur whp (so kenne ich es ;) ).

Viele Amituner haben Motorenprüfstände oder gehen zu einem, statt Rollenprüfstände. 

Ich glaube die wissen warum.

 

Man kann sich leicht mit HP's überbieten per Rollenprüfstand.:D

Der Kunde entscheidet dann aber auf der Strasse über eine Mehrleistung...oder nicht.

WHP (allerdings in kW oder PS)also Radleistung sollte man hier auch als Leistungsangabe bei Tuningmassnahmen einführen.

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