"Schrauben" lernen ohne Ausbildung

Hallo,

ich wollte mal fragen ob es irgendwo online eine Sammlung, einen Kurs, eine Zusammenfassung (was auch immer) gibt, die einem absoluten Neuling das gesamte Thema "Auto von A bis Z" näher bringt - so wie man es auch in einer Lehre lernen würde?

Besten Dank im Voraus.

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Wenn man fragen muß, woher man Lehrbücher bekommt und wie man ein Hobby anfängt, obwohl man vor dem größten Wissensspeicher aller Zeiten sitzt...formulieren sich mir gewisse Fragen, welche man hier nicht stellen darf. 😁

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Hallo,
wie schon vorher erwähnt ist das so leicht nicht zu erlernen. Es ist zwar lobenswert das du es erlernen möchtest, denn es gibt genug die einfach drauflos schrauben egal ob Bremse oder sonstiges und sich dann wundern wenn sie Unfälle bauen und das ersetzte Teil nicht richtig eingebaut war. Hinzu kommt das man heutzutage ohne Elekronikwissen auch nicht unbedingt weit kommt. Aber in der Zeit des Internetzes kann man ja auch schon sehr viel nach lesen. Also felißig googeln.
MfG Marco

Zitat:

@Ja-Ho schrieb am 1. Oktober 2015 um 22:56:30 Uhr:



Zitat:

http://www.kfztech.de/org/sitemap.htm

Schöne Seite.
Aber nix für Anfänger.

Wieso nichts für Anfäger? Einer der die Lehre beginnt ist auch Anfänger, der Unterschied er hat ein Lehrer in der Schule und ein Meister im Betrieb. Dort kann er wenn er etwas nichts versteht Nachfragen und vertiefen.

Es gibt Selbsthilfewerkstätten, welche durch einen Mechaniker o.ä. betreut werden. Vielleicht könnte man dort nachfragen, ob man dort quasi eine Art Praktikum machen kann, um sich gewisse Fähigkeiten anzueignen.

Es wird niemand mal eben schnell was lernen wenn er mal eine Woche einem Fachmann beim schrauben über die Schulter schaut.Ein Auto ist so komplex das selbst Profis manchmal länger brauchen bis ein Fehler gefunden ist.Das einzigste ist eine Ausbildung zum machen und dann fleißig schrauben .

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Zitat:

@isarwurm schrieb am 7. Oktober 2015 um 20:11:49 Uhr:


Es wird niemand mal eben schnell was lernen wenn er mal eine Woche einem Fachmann beim schrauben über die Schulter schaut.Ein Auto ist so komplex das selbst Profis manchmal länger brauchen bis ein Fehler gefunden ist.Das einzigste ist eine Ausbildung zum machen und dann fleißig schrauben .

Nein. Wer Talent hat und sich die theoretischen Grundlagen vorher reinschaufelt, kann in relativ kurzer Zeit eine Menge lernen. Beim Absolvieren einer Lehre wird nicht selten viel Zeit verschwendet, z.B. wenn der Lehrling wochenlang nichts anderes macht, als Reifen wechseln. Da bekommt er zwar Routine, aber lernt nicht schrauben.

Voraussetzung für effizientes Schraubenlernen: ein Plan, gerüttelt Maß an Vorwissen und eine Werkstatt, die den Plan nach Kräften unterstützt. Und natürlich sollte das Schrauben an sich nicht völlig neu sein, sondern z.B. am Fahrrad bereits ausgiebig praktiziert worden sein.

Der Plan für eine Praktikumswoche mit möglichst steile Lernkurve kann so aussehen (Und nein, ich meine nicht "dem Fachmann über die Schulter schauen", sondern mit Hilfe von zuvor in Eigenregie erarbeiteter und verstandener Anleitungen selbst Hand anlegen. Der Fachmann muß natürlich in Rufweite sein.):

Montag: einfache Arbeiten zum "Ankommen", wie Bremsenteile, Keilriemen, Lichtmaschine, Anlasser o.ä. wechseln
Dienstag: Kupplungswechsel mit allem drum und dran
Mittwoch: Zahnriemenwechsel bei einem Dieselmotor
Donnerstag: Ventilschaftdichtungen irgendeines Motors wechseln
Freitag: durch einen Meister geführte Fehlersuche an einem Motor, der irgendein Fehlerbild zeigt und irgendein Fahrwerksteil wechseln

Nach einer SOLCHEN Woche sollte jeder kapiert haben:

1. Das meiste am Auto ist verschraubt
2. Was man auseinanderbekommt, bekommt man in der Regel auch wieder zusammen (wie das bei Schraubverbindungen nunmal so ist)
3. Wo sind die Grenzen meiner handwerklichen Fähigkeiten?

Mit diesem Wissen ist schon ein guter Grundstein für zukünftiges Schrauben gelegt.

Aber auch ohne eine Praktikumswoche in der Werkstatt gilt: Einfach machen. Ein Auto ist nicht wirklich komplex, es sieht nur auf den ersten und zweiten Blick so aus. Ich hab´s genauso gemacht und hatte nie ein technisches Problem aufgrund selbst durchgeführter Reparaturen. Im Gegenteil: Nach Werkstattbesuchen mußte ich schon nachbessern.

Ich wage zu behaupten, daß man mit einem ausgeklügelten Lehrplan den Zeitbedarf des praktischen Teils der KfZ-mech-Lehre locker auf die Hälfte oder weniger eindampfen könnte, ohne daß dabei unwissendere Gesellen herauskämen.

Ich habe als Kind an meinem Fahrrad geschraubt, als Teenager mein Mofa und meine 80er frisiert und als Erwachsener mein Motorrad repariert (bin immer noch recht stolz darauf, ein (von der Fachwerkstatt) überdrehtes Gewinde am Ventildeckel meiner DR 600 (wo Öl austrat) gegen ein Helicoil ausgetauscht zu haben, praktisch nur mit einer alten Schlagbohrmaschine 🙂
Was mir zum richtigen Schrauber fehlt, ist eigentlich nur Werkzeug (also autospezifisches) und eine Werkstatt 😁
Also für den Eigenbedarf reicht es.
Das sind aber 35 Jahre Erfahrung mit allen möglichen Schraubereien, das kann man wahrscheinlich nicht mit ein bisschen Lesen nachholen. Wobei Internetvideos schon sehr helfen.

So ähnlich ist bei mir auch, allerdings fehlen mir noch ein paar Jährchen 🙂

Das fing mit Papas Hilfe an, ging über Bücher wie "Jetzt helfe ich mir selbst" o. ä. und "gipfelt" nun in Selbstrecherche über das Internet.

Beruflich habe ich rein gar nichts mit Technik am Hut. Als Beruf könnte ich mir die Schrauberei auch gar nicht vorstellen. Aber es ist ein tolles Hobby.

So von Null auf Hundert in ein paar Wochen wird das nichts. Das ist learning by doing über Jahre.

Ich hab mir einen Oldtimer gekauft, die offiziellen Werkstatthandbücher dazu und das ding bis auf die letzte Schraube auseinandergerissen, dann bisschen schleifen, bisschen lacken ... 😁 Aktuell baue ich ihn wieder zusammen und es läuft gut. 🙂
Naja ganz so einfach wars dann doch nicht, aber was sich damit sagen möchte, learning by doing ist angesagt und wenn man sich kontinuierlich in die grade anstehenden Teilbereiche einarbeitet bleibts auch überschaubar.
Eine Ausbildung mit Kfz Hintergrund habe ich nicht, noch nicht mal eine im Handwerk. Bin Büromensch, allerdings in einem technischen Beruf.

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