"Mobiles" Navigationssystem, welches nehmen?

Mercedes

Hallo Leute,

Kurz zur Erklärung:
Ich möchte mir ein mobiles Navigationssystem anschaffen, wie z.B. das bekannte TomTom. Ein Radionavi oder ein anderer Festeinbau kommt für mich nicht in Frage, da zum einen mein Wegstreckenzähler (Taxameter) sein Signal vom serienmässigen Radio bekommt und zum anderen möchte ich das Gerät auch mal in meinem 190er oder in "fremden" Autos einsetzen können.

Der größte Vorteil, den ich mir von dem Gerät verspreche ist, daß ich dann wirklich von (fast) jedem möglichen Ziel eine Karte habe, da ich so gut wie überall (Deutschland- und Europaweit) fahre und somit nicht für jedes Zielgebiet Kartenmaterial beschaffen kann bzw. will.

Ich bin gespannt auf euere Erfahrungen und Empfehlungen zu diversen Geräten. 😁

Danke im Voraus,

Sven

68 Antworten

Yakumo Delta GPS nehmen (bestes Preis- Leistungsverhältnis) und den Mobile Navigator 4 oder 5. Das ist die definitiv beste Navigationssoftware für PDAs mit Europaweiten Karten.

ich benutze seit einem Jahr einen PDA mit angebauter GPS-Antenne. Es ist auch ein Yakumo Delta 300 GPS alias Medion MD 95000 alias bluemedia alias Typhoon alias Mitac Mio 168. Als Navi-Software habe ich Medion 4.2 darauf, soll dem Mobile Navigator 4.x sehr ähnlich sein.

Die MB-Navis waren mir viel zu teuer, an ein einzelnes Fahrzeug gebunden und zu unflexibel. Den PDA dagegen kann ich auch als Diktiergerät, als Adressdatenbank, als Terminkalender und Wecker nutzen. In der Tat synchronisiere ich den Kalender und die Adressen zwischen häuslichem und dienstlichem PC mithilfe des PDA.

Karten von Irland bis Sizilien, von Finnland bis Portugal waren auf CD dabei und müssen bei Bedarf auf eine SD-Speicherkarte überspielt werden. Ich habe sie seither in vielen Regionen Deutschlands, rund um den Genfer See, an der Cote d'Azur, in Brüssel und Zürich zu meiner vollen Zufriedenheit eingesetzt. Das Kartenmaterial ist inwischen etwa 1,5 bis 2 Jahre alt, und da kommen dann schon gelegentlich kleine Abweichungen zwischen Wirklichkeit und Abbild vor, bin aber bisher noch immer ohne Probleme an's Ziel geführt worden.

Ich habe den PDA zwischen Lenkrad und Außenspiegel unter der Windschutzscheibe installiert. Dort empfängt er genügend Satelliten und die Stromversorgung ist beim CL203 dort auch kein Problem. Der Akku reicht zwar für gut drei Stunden, aber gelegentlich fahre ich schon einmal fünf oder sechs Stunden an einem Stück und die Stromversorgung mit dem Zigarrenanzünder fand ich nicht so gut - letzteren brauche ich nämlich für seinen vorgesehenen Bestimmungszweck.

Die Displaygröße reicht so gerade eben aus, bei hellem Sonnenlicht ist aber leider nicht viel zu erkennen. Sehr gut gefällt mir der automatische, geschwindigkeitsabhängige Maßstabswechsel, der mir bei schneller Fahrt über wenigbefahrene Landstraßen sogar erlaubt, in etwa die Geschwindigkeit einzuschätzen, mit der ich die bevorstehende(n) Kurve(n) nehmen kann.

Die Bedienung eines PDA mithilfe des Stylo ist deutlich anders als bei einem Notebook-PC. Anfangs fand ich das exakte Tippen auf kleine Schaltflächen etwas nervig, beim Fahren sehr ablenkend. Inzwischen habe ich die Bedienoberfläche/Schaltflächen (den/das Skin) so umkonfiguriert, dass ich mit dem Zeigefinger darauf tippen kann, das geht auch während der Fahrt.

Meistens folge ich einfach nur den akustischen Hinweisen. Die Lautstärke des winzigen PDA-Lautsprechers reicht allerdings nur bei ruhiger Fahrt mit geschlossenen Fenstern und ohne Radio. Damit sich die Navi-Ansagen auch gegenüber dem Radio oder den Windgeräuschen bei schneller Fahrt und spaltweise geöffnetem Fenster/Dach durchsetzen können, habe ich eine kleine Schaltung hinter dem Amaturenbrett zwischen Lichtschalter und Lenkrad installiert, die den fahrerseitigen Lautsprecher für die Ansagedauer benutzt - ähnlich wie die FSE.

Für meinen Geschmack kommen die Ansagen ausreichend oft und rechtzeitig, z.B. auf der Autobahn zuerst "in 3 km abbiegen", dann "in 1 km abbiegen" und schließlich "jetzt rechts abbiegen". Wenn ich weite Strecken ohne Straßenwechsel zurückzulegen habe, meldet sich die Navi vorübergehend ab, auf dem Weg von Rhein-Main nach Basel z.B. mit dem Satz "dem Straßenverlauf 230 km folgen". Das bedeutet bei meiner Fahrweise, dass sie nun fast zwei Stunden ruhig bleiben möchte. Sie wacht schon wieder rechtzeitig auf, aber wenn man der Technik nicht absolut blind vertrauen will, dann kann ich mit einer Schaltfläche die aktuelle Ansage jederzeit abrufen. Mit einer kleinen Freeware kann man den Abruf automatisieren, so dass sie z.B. alle 10 min. ein vernünftiges Lebenszeichen von sich gibt.

In diesen Tagen beschäftige ich mich mit den Points of Interest. Das können Sehenswürdigkeiten, Baumärkte, die nächstgelegene Fastfood-Bude oder auch Warnungen vor Geschwindigkeits- oder Rotlicht-Blitzern sein.

Mein Navi-PDA empfängt keine Traffic Messages (TMC). Ich vermisse die nicht und habe auch Zweifel an ihrer Aktualität. Bei Bedarf weiche ich einfach von der Route ab, und die Navi berechnet innerhalb von Sekunden den neuen Weg.

Abstürze sind sehr selten. Ein 266 MHz-Prozessor scheint aber voll ausgelastet zu sein.

Mein Gesamteindruck: empfehlenswert. Mit Finger-Skin, Lautstärke-Verstärkung und PoI ein Vergnügen!

Man kann davon abhängig werden. Kartenstudium, Pfadfindung, Befragen Einheimischer gehörte für mich früher zum Autofahren dazu. Heute gebe ich einfach nur noch ein Ziel ein und denke unterwegs nicht mehr weiter über den Weg nach. Manchmal befürchte ich das als einen weiteren Schritt zur Verblödung, wie den Schritt vom Kopfrechnen zum Taschenrechner.

Mehr Stoff unter http://www.navifriends.com

Gruß nebumosis

Danke, nebumosis!

Ein absoluter lesenswerter Erfahrungsbericht, selbst wenn man gar keine solche Navi kaufen möchte...😉

Erfreuliche Sprache, nachvollziehbare Schilderungen der Eindrücke - wären nur die Berichte in "Fachmagazinen" (🙁 ) auch immer von dieser Qualität!

Servus,
CAMLOT

Zitat:

Original geschrieben von nebumosis


(...)
habe ich eine kleine Schaltung hinter dem Amaturenbrett zwischen Lichtschalter und Lenkrad installiert, die den fahrerseitigen Lautsprecher für die Ansagedauer benutzt - ähnlich wie die FSE. (...)

Das klingt sehr interessant und nützlich.

Wie kompliziert ist der Einbau dieser Schaltung?

Eine technische Laiin 😉 wäre über eine kleine Anleitung hocherfreut.

Ansonsten ein prima Bericht, den ich so unterschreiben kann. Allerdings verstehe ich die erwähnte Konfiguration des Skins nicht, denn dem Touchscreen isses doch wurscht, ob du mit dem Stylus oder mit der Fingerspitze drauftippst. Oder meintest du etwas anderes?

Und noch eine marginale Korrektur: der Delta 300GPS hat nicht nur 266 MHz, sondern "satte" 300 MHz, darum er auch so heißt! 😁 Macht aber in praxi kaum einen Unterschied!

LG aus HH, wuddeline

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@wuddeline

Die "technische Laiin" braucht sich da nicht zu mühen, denn das ist wohl für den "Kleinen Braunen" 🙂 (Ösi-Terminus für einen "kurzen" Expresso mit (etwas) Milch )
gedacht und der kriegt das a.W. seiner Domina während seiner Winterfrische in A eingepflanzt. Wenn's beliebt. 😉
Und das auch noch ganz ohne Bank- oder Blank - 0 -Mat.
Liebe Grüße ans Licht des Nordens,

CAMLOT

Zitat:

Original geschrieben von Camlot


für den "Kleinen Braunen" (...) Wenn's beliebt.

Oh ja, es beliebt! Dank sei dem Stern des Südens! 😉

Aber da der silberne Grashalmkürzer nun doch im Stall verbleibt, um dem Braunen fürderhin Gesellschaft zu leisten, sollte der nicht zurückstehen und auch so etwas bekommen. 😁

Mit auto-poetischen Grüßen
w.

Mail folgt ASAP!

Zitat:

Original geschrieben von wuddeline


... Wie kompliziert ist der Einbau dieser Schaltung?

... Allerdings verstehe ich die erwähnte Konfiguration des Skins nicht, denn dem Touchscreen isses doch wurscht, ob du mit dem Stylus oder mit der Fingerspitze drauftippst. Oder meintest du etwas anderes?

Und noch eine marginale Korrektur: der Delta 300GPS hat nicht nur 266 MHz, sondern "satte" 300 MHz, darum er auch so heißt! 😁 Macht aber in praxi kaum einen Unterschied!

1. zur Schaltung: der Einbau ist beim CL203 nicht kompliziert:

(a) SicherungsKastenDeckel abnehmen, Sicherungshalter ausbauen, LichtschalterEinheit ausbauen (damit man von der Seite hinter das untere Amaturenbrett kommt)

(b) Kabel zwischen Radio und Lautsprecher auftrennen (habe ich direkt hinten am Audio10CD gemacht: DIN-ISO-LS-Stecker abgezogen, zusätzliche DIN-ISO-LS-Buchse und -Stecker eingefügt; auf diese Weise lässt sich alles rückstandsfrei entfernen)

(c) an der Trennstelle die Elektronik einfügen, die die NaviAnsage vom Kopfhöreranschluss abnimmt, verstärkt und das Radio für die Dauer der Ansage stummschaltet

(d) Kabel und Elektronik hinter der unteren Amaturenbrettabdeckung verstecken, so dass am Ende nur noch der Kopfhörer- und der Stromversorgungsstecker durch den SicherungsKastenDeckel herausgeführt werden

(e) alle gelösten Einrichtungen wieder an ihrem alten Platz befestigen

Die Schaltung selbst ist das interessante. Sie muss einerseits schnell genug schalten, damit die Anfangssilben der NaviAnsage nicht untergehen, sie darf andererseits nicht bei jedem kleinen FehlerSpike das Radio stummschalten. Das Fastmute-Modul bot mehr als ich brauchte, erlaubte jedoch keine Lautstärkeregelung - nur einmalige Lautstärkeeinstellung. In Abänderung eines Schaltungsvorschlags (siehe diesen Thread) habe dann selbst etwas auf Lochrasterplatine zusammengelötet. Passte schließlich in eine Zigarettenschachtel. Ein/Aus/Lautstärkeregler rechts neben LichtschalterEinheit eingebaut. Wenn Du weißt, an welcher Seite ein Lötkolben heiß wird und mir eine Attachment-fähige eMail-Adresse schickst, kann ich Dir Schaltplan, Stückliste und PlatinenLayout schicken.

2. zum Skin: mein Problem war, dass die Schaltflächen so klein waren und so dicht nebeneinander lagen, dass ich mit dem Stylo schon sehr gut zielen musste, um die richtige Schaltfläche zu treffen. Wenn daneben getippt, dann im falschen Menü. War während der Fahrt extrem ablenkend und meist von Mißerfolg begleitet. Die Navi-SW enthält jedoch eine Reihe von *.ini-Dateien, mit denen man die Schaltflächen anders auf dem Display anordnen und vor allem ihre Größe ändern kann. Auch Farbkontrast und Schriftgröße kann man beeinflussen (weiteres siehe hier). Auf diese Weise habe ich z.B. den für mich überflüssigen 3D-Button entfernt und dafür die Zoom-in/out-Buttons vergrößert.

Mit Manipulationen an den *.ini-Dateien eröffnet sich Dir ein Universum an KonfigurationsMöglichkeiten.

3. "Delta 300 GPS" scheint nur ein Produktname zu sein. Wenn ich in den Tiefen meiner PDA-SW krame, gewinne ich den Eindruck, dass ein 266 MHz-Prozessor verbaut ist.

Gruß nebumosis

@ nebumosis

A Wahnsinn! 🙂

Es passiert selten, aber es passiert....
dass man hier so präzise und knapp und dennoch ausführlich genug Auskunft und Anleitung bekommt.

Herzlichen Dank für deine Mühe!

Da ich weiß, an welcher Seite ein Lötkolben heiß wird 😁, bekommst noch eine PN.

LG, wuddeline

@Daimler201

So, nun habe ich etwas mehr Zeit und schreibe Dir gerne meine Erfahrungen.

Wie kam ich zum Navi? Sonst vollkommen lebensfähig, habe ich leider seit Urzeiten eine unglaublich schlechte Orientierung. Auf dem Fahrrad klappte es immer noch ganz gut, im Auto aber war ich schon bald verloren. Vor allem habe ich immer Wutausbrüche bekommen, wenn ich als Fremder im Ruhrgebiet war und dort nur lesen konnte "Autobahn XX nach Bottrop" oder so. Woher soll ich als Fremder wissen, ob das meine Richtung ist? Ein Navi musste her. Karten zu lesen war mir viel zu aufwändig.

Damals hatte ich ein Nokia 7650, welches ohnehin ausrangiert werden sollte. Auf dem 7650 war noch kein vernünftiges Navi denkbar, da keine SD-Karte eingeschoben werden konnte. Habe also nach einem neuen Handy geschaut, welches gleichzeitig eine NAVI-Lösung erlauben sollte. Dabei fiel mir der MDA III/VPA III (alles Brandings vom Qtec 9090, auch HTC BlueAngel genannt) ins Auge, der all das ermöglichte und zudem noch einige andere nette Funktionen hatte. Damals mit Vertragsverlängerung 400 Euro. Benutze das Ding noch heute als Handy, es hat ein paar dicke Macken, aber das führt vom Thema weg.

Es gibt PDAs mit eingebauter GPS-Antenne. Das hat zahlreiche Vorteile, unter anderem hast Du keine Konfigurationsprobleme und kannst nicht (so wie ich, nicht lachen!) plötzlich Deinen GPS-Empfänger verlieren, so dass Du einen neuen kaufen musst.

Dann eine NAVI-Lösung gesucht. Wie gesagt, mein Handy hatte keine GPS-Antenne, sonst hätte ich mich vielleicht anders entschieden. Was sollte mir dieses Navi bieten?

Auf jeden Fall eine Kartendarstellung. Das war oberste Bedingung, und bis heute bin ich sehr dankbar dafür. Mehrere Gründe für eine Karte:

1. Auf größeren Kreuzungen kann ich ohne Karte nicht verstehen, was das Ding von mir will.

2. Die Karte ermöglicht es, sich eine etwaige Vorstellung von der Route zu verschaffen, so kannst Du gleich nach Routenberechnung rausfinden, ob Deine Route an bestimmten Städten oder Gegenden vorbeiführt.

3. Dank Kartendarstellung kannst Du in die Karte klicken und Dich einfach auf den Cursor navigieren lassen.

4. Es gibt Angaben, die man ohne Karte einfach nicht verstehen kann. So gibt es zum Beispiel manchmal Straßen, die zwar ganz normal geradeaus führen, aber den Straßennamen wechseln, während der alte Straßenname von einer abzweigenden Nebenstraße weitergeführt wird. Das NAVI sagt dann, Du müsstest abbiegen, da der Straßenname wechselt. In Wirklichkeit geht's aber ganz normal geradeaus. Ohne Karte würde mich das verwirren.

Fazit: Karte muss sein.

Manche Navis bieten eine 3D-Darstellung, so auch das TomTom, für das ich mich entschieden habe. Ich bin damit sehr zufrieden, da diese Darstellung einfach viel mehr dem gleicht, was ich vor mir auf der Windschutzscheibe sehe. Das ewige Umdenken entfällt, zudem kann ich weiter in die Ferne gucken. Ein kurzer Tastendruck, und schon ist man bei der 2D-Darstellung, wenn es doch nicht anders geht. Ich kann 3D nur empfehlen, aber das ist Geschmacksache.

Das Kartenmaterial: Manche Navis bieten ganz Europa, andere bieten nur DACH (D, A, Schweiz). Mir selbst reichtere letzteres, zumal mein TomTom die großen Straßen trotzdem europaweit abdeckt. Unterschätze nicht den Gewöhnungseffekt! Auch wenn es so aussehen mag, dass Du derzeit nur D-Karten brauchst, wirst Du die Vorzüge des NAVI sehr schnell zu schätzen wissen, und dann ärgerst Du dich, wenn es außerhalb Deutschlands nicht funktioniert.

Die GPS-Lösung ist ein anderer wichtiger Punkt. Wenn Dein Palm keine eingebaute Antenne hat, musst Du eine separate Antenne anschaffen (GPS-Maus genannt). Diese Mäuse gibt es zwischen 50 und 200 Euro, meine kostete etwa 100 Euro. Es gibt einen Unterschied zwischen Kabel- und Bluetooth-Mäusen. Kabelmäuse haben ein Kabel und bekommen darüber Daten bzw. zum Teil auch ihren Strom. Anschlussprobleme: Gering. Preis: Unter dem der BT-Mäuse. BT-Mäuse haben immer einen separaten Akku, dafür kein Kabelgewirr. Man wirft sie einfach irgendwo aufs Armaturenbrett oder in eine Ablage. Sie sind etwas teurer, zudem muss der Palm Bluetooth können und das Bluetooth muss während der Navigation eingeschaltet bleiben. Das reduziert die Bereitschaftszeit Deines Akkus (und somit auch des Palms).

Die Mäuse unterscheiden sich in den Punkten:

1. Preis
2. Größe
3. Genauigkeit
4. Komfort
5. Akku-Laufzeit
6. Extras (XTRAC-Technik, TMC-Staumeldungsempfang und andere Kleinigkeiten).

Ich hatte bis zum dummen Verlust eine Royaltek RBT-1000, war immer zufrieden damit. Der erste "FIX" (also das Suchen des Satelits dauert allerdings etwas, und wenn man sofort losfahren will, findet er ihn unter Umständen erst nach 10 Minuten. Kann nervig sein. Im stehenden Auto etwa 30 Sekunden, mal mehr, mal weniger.

Ein anderes, sehr interessantes Feature ist die Integration von Staumeldungen. Da gibt es zwei Lösungen: Staumeldungen via Radiosender (TMC), das muss zum einen die Maus können und zum anderen die Software. Beides erhöht die Preise. Alternative: Staumeldungen via GPRS von einem Server herunterladen, kostet manchmal eine zusätzliche Gebühr. Ich würde ersteres wählen. Ich selbst habe so etwas nie gehabt (war mir zu teuer) und habe es auch nie vermisst. Ich brauche das Navi für die Navigation innerhalb großer Städte, und dort kommen die Staus sowieso nicht im Radio. Da hilft auch kein TMC. Staus, die keiner kennt, kommen auch nicht ins NAVI.

Eine grundsätzliche Alternative für den Gelegenheitsnavigator ist es, gar keine Software zu kaufen und stattdessen eine Online-Navigation zu verwenden, die vollständig über GPRS funktioniert und pro Strecke Entgelt verlangt. Für mich damals undenkbar. Ich wollte fast täglich damit herumfahren und nicht ständig Geld abdrücken. Zudem spiele ich gerne damit herum und lasse aus Spaß Routen ausrechnen, da will ich nicht jedes Mal 2 Euro bezahlen müssen.

Ein weiteres, nettes Feature ist die so genannte POI-Integration. POIs sind "Points of Interest", also Kinos, Sehenswürdigkeiten, Restaurants oder auch Blitzer (Vorsicht: Rechtslage). Manche NAVI-Systeme erlauben es, dass man vor diesen POIs "gewarnt" wird, dass einem das NAVI also sagt, wenn man sich einem solchen POI nähert. Es mag für Dich verwirrend klingen, zwischendurch ein "Sie nähern sich einem LIDL" zu hören, es kann aber ungemein praktisch sein, sich gezielt "zum nächsten LIDL" bringen zu lassen, wenn man plötzlich das Bedürfnis nach einem Einkauf verspürt. Unabhängig davon, wo man gerade ist.

Diese POI-Integration wird von den meisten NAVIs werksseitig angeboten. Trotzdem gibt es auf dem freien Markt eine ganze Reihe von Zusatz-Software, die diese Integration umfassender oder schlicht besser vornimmt. So habe ich alle Mediamärkte, alle ALDIs, alle LIDLs etc. in meinem NAVI und kann zur Not sofort dort hinfahren. (Welche Not auch immer das sein soll!)

Zitat:

-Ich hatte an einen Preisrahmen von ca. 300-400 Euro gedacht. Monatiliche Gebühren stören mich nicht, wenn sie nur anfallen wenn ich einen bestimmten Zusatzservice anfordere. Die "normale" Navigation ohne Staumeldungen sollte kostenlos sein.

Da muss ich nochmal nachfragen: Besitzt Du denn schon ein Trägergerät, also einen Palm oder ein Handy? 400 Euro inklusive Hardware wirst Du nur als BULK finden, also als Kombination aus Soft- und Hardware. Bei den Typhoon-Geräten (LIDL) gab es übrigens mal Schwächen wegen eines Steckerbruchs, da waren ganze Serien von betroffen. Habe aus diesem Grund damals LIDL gemieden. Kann sein, dass man das inzwischen behoben hat. Wenn Du selbst Palm, Maus und Software "zusammenstellen" willst, wird's deutlich teurer und zudem komplizierter.

Zitat:

-In der AMS habe ich heute wie gerufen einen größeren Systemvergleich entdeckt. Hierbei ist mir ein ab Novemer erhältliches Gerät von "Via michelin" aufgefallen. Es bietet eine Navigation für Deutschland, Austria und Schweiz für vergleichsweise günstige 379 Euro. Was ist hiervon zu halten?

Zunächst mal ist das nicht gerade billig, es geht meines Wissens nach auch darunter. Die Software macht einen guten Eindruck.

Hier

werden eine ganze Reihe von Systemen ausgiebig getestet. Es gibt auch ein Forum mit sehr viel Detailwissen. Ich möchte zwar keine Werbung für Fremdforen machen, beim Thema NAVI aber kann Dir Motor-Talk nicht annähernd die Qualiät dieser Expertenseiten bieten.

Zitat:

Bekomme ich in dem von mir festgelegten Preisrahmen eine anständige, nicht nervtötende Navigation geboten? Im Zweifelsfall bin ich lieber bereit, einmal mehr auszugeben als mich ständig mit Kabelsalat, abstürzenden Geräten und ungenauer Zielführung (peinlich, wenn Kunden im Auto sitzen 😉 ) herumzuärgern.

Ja, auf jeden Fall bekommst Du für diesen Preis etwas Anständiges. Am besten wäre für Dich wohl wirklich eine Standalone-Navigation, also ein Gerät, welches nicht gleichzeitig andere Aufgaben erfüllen soll (Handy, PC, MP3-Player etc.). Erst diese Verkettung mehrere Funktionen macht die Geräte nämlich komplex.

Kleiner Tipp: Such Dir ein Navi aus, welches einen großen Benutzerkreis hat. Je mehr Benutzer, desto mehr Updates und desto besser die Vernetzung von Expertenwissen. Kleine, unbekannte Produkte werden unter Umständen eines Tages eingestellt, und Du bekommst keine Kartenupdates mehr.

Ich freue mich auf Deine zahlreichen Rückfragen. :-)

Viel Erfolg!

Uli

Danke für eure ausführlichen Beiträge.

Ich werde später genauer darauf eingehen, da ich gerade etwas unter Zeitdruck stehe,

Sven

Äh.., weiß jemand was zum

SONY NVX-P1 ?

Nach der Papier-(Prospekt-)form wäre das mein Favorit...
U.a. weil ich es um 450 € (statt üblicher ca. 700 € ) beziehen könnte. 🙂

Gibt es dazu vielleicht schon Erkenntnisse?

MfG., Camlot

Zitat:

Original geschrieben von Camlot


U.a. weil ich es um 450 € (statt üblicher ca. 700 € ) beziehen könnte. 🙂

Dieser Preis ist aber nix Besonderes. Es geht noch günstiger.

Guckst du z.B. hier. 😉

Geiz-geile Grüße nach G

Wenn jemand ausdrücklich auf PC-Funktionen bei einem Navigationsgerät verzichten möchte - dann eben keine PDA-Hardware.
Ansonsten würde ich immer eine PDA-Lösung empfehlen, denn bei Bedarf steht einem ein großer Teil MS-World zur Verfügung.
Insbesondere MS-Outlook mit dem Adressenspeicher und damit den Telefonnummern, aber auch den jüngsten bzw. einer definierten Anzahl von E-Mails.
Der Abgleich erfolgt ganz ganz einfach über eine Steckverbindung zum normalen PC.
Die zugehörige SW installiert sich nach guter MS-Manier praktisch von selbst.
D.h., einmal unterwegs hat man alle Daten seiner Telefonpartner am Mann, bzw. an der Frau.
Ist glaube, ist schon erwähnt worden, aber kann noch mal gesagt werden: Da dieses Gerät nicht an ein Kfz gebunden ist, ist jedes Fahrzeug, in das man es mit hineinnimmt, sofort VOLL GPS-geleitet.
Apropos Fahrzeug: Das gilt auch fürs Fahrrad. Hierzu gibt es eine spezielle Einstellung `Fahrrad´. Hat zur Folge, dass man bei der Eingabe `kürzester, oder schnellster Weg´ nicht
über die Bundesautobahn geleitet wird. Zusätzlich eröffnen sich sehr viele kleine Wege, die man aus dem gleichen Grunde dem Autofahrer vorenthalten werden.
Damit nicht genug, denn man kann sich ja schließlich auch als Fußgänger verlaufen!
Nicht so mit dem PDA-Navigationsgerät z. B. vom Elektronikspezialisten Aldi.
Einmal auf Fußgängertum eingestellt, erklärt es dir alle 10m, auf welcher Straße/namen) du dich befindest. Via Lautsprecher, oder alternativ über Ohrhörer.
Die Fixierung mit dem Schwanenhals konnte ich (Gotteseidank) umgehen. Denke, dass ich da eine ganz einfach und funktionale Lösung geschafft habe, die die Optik eines normalen Armaturenbretts so gering wie möglich stört.
Bei Interesse stell ich ein Foto rein.
Zur 3D-Darstellung bliebe noch zu sagen, dass ich diese im ersten Jahr ausschließlich verwandt hatte. Die Perspektive ist praktisch so, als würde die gerade befahrene Straße aus einer Höhe von ca. 300m überflogen und man erkennt auf dem Display am Horizont, was wenig später auf einen zukommt. Sehr schön, auch in der Stadt immer wieder gerne hergenommen.
Die 2D-Darstellung hingegen hat den Vorteil, dass sich ihr Maßstab geschwindigkeitsabhängig vergrößert oder verkleinert.
Dieses ist besonders nützlich bei Überlandfahrten, seien es nun Landstraßen oder insbesondere Autobahnen. Hier interessiert dann doch mehr, was in 500m oder 1km auf erscheint, als in den nächsten 50 Metern, die dann 2 sec. später eh passiert werden.
Bevor ich das Navigationsgerät gekauft hatte, dachte ich es sei eigentlich doch ein Luxus, aber dem ist wirklich nicht so!!!
Man erschließt sich in sofern `neue Welten´ indem neue Straßenverläufe gewählt werden, die vorher unbekannt waren.
Diese können in ihrem Verlauf mehr oder minder cruisend gelassen abgefahren, weil diese die Gefahr des Verfahrens nicht beinhalten.
Ohne diese Orientierungshilfe ist man immer bemüht sich einem neuen Ziel über weitestgehend bekannte Wege anzunähern (Gewohnheit).
Ich würde es nicht mehr missen wollen!!!!

Gruß, Tempomat

Hinweis: Bei mir zoomt auch die 3D-Darstellung automatisch, wenn man langsamer fährt oder an eine Abbiegung kommt (zumindest, soweit ich mich erinnern kann).

Kann Tempomat ansonsten nur voll zustimmen. Die PDA-Lösung bietet vieles, was der normale Navigator nicht kann. Das Hinzuinstallieren von weiteren POIs zum Beispiel ist kein Problem.

Zitat:

Original geschrieben von Beethoven


Hinweis: Bei mir zoomt auch die 3D-Darstellung automatisch, wenn man langsamer fährt oder an eine Abbiegung kommt (zumindest, soweit ich mich erinnern kann).

Kann Tempomat ansonsten nur voll zustimmen. Die PDA-Lösung bietet vieles, was der normale Navigator nicht kann. Das Hinzuinstallieren von weiteren POIs zum Beispiel ist kein Problem.

Hi Beethoven,

bei mir ist die 3D-Darstellung auf einen festen Maßstab beschränkt (müsste aber noch einmal nachschauen).
Ist auch fast logisch, denn eine Maßstabsvergrößerung (mehr angezeigte Fläche auf dem Display) ließe sich nur durch zwei Maßnahmen erriechen:
Entweder ändert sich die `Flughöhe´, oder
die Darstellung erfolgt nicht linear (z.B. logarithmisch) verzerrt dargestellt.

Ich habe sehr wohl beim Hinzuinstallieren, z.B. es ein neuer Ländermix, Probleme.
Beim POI mglw. nicht, aber ich möchte mir diese Informationen nicht für teures Geld oder sogar per Abonnement irgendwo runterladen.
Gibt es da vielleicht Freeware?
Ich hab diese Navigon 4.2 SW.

Gruß, Tempomat

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