"Mein" Vorführwagen

Hallo Leut's,
Bin kurz davor mir einen Neuwagen zu kaufen. Ein Autohaus machte mir jetzt ein Angebot, mir einen Wagen nach meinen Wünschen zu bestellen und ihn dann als Vorführer auf sich zuzulassen, ihn aber sofort nach Auslieferung mir zu geben. Ich müsste nur für ein paar Monate mit seinem Kennzeichen fahren und den Wagen nach Ablauf der Frist auf mich ummelden.
Ist das gängige Praxis oder gibt's da Bedenken? Wo könnten da die Fallstricke liegen?
Könnte mir z.B. vorstellen, dass er dann sagt, "pass auf ich hab noch 3 Kunden, Du bekommst ihn erst nächsten Monat"... (also innerhalb der Zeit, wo er unter dem Autohaus läuft) Aber was könnte noch sein, ist ja in dieser Zeit "sein" Auto???
Gruß jaro

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Moin,

Der Händler holt sich auf diese Weise etwas Geld beim Hersteller in Form einer Zulassungsprämie, d.h. er verdient etwas mehr am Auto, als wenn er es direkt an dich verkauft.

LG Kester

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Der Haken ist in dem Fall, dass er den Kaufpreis vermutlich zum Zeitpunkt der Übergabe haben will, der Wagen dann aber noch ein paar Monate auf ihn zugelassen ist.
Insofern könnte es Ärger (zumindest Diskussionen) im Insolvenzfall oder bei einem Schaden (ist der Wagen so versichert, wie Du das gerne hättest) geben.

Minimieren könntest Du das, wenn Du erst bei Umschreibung zahlen musst. Auf jeden Fall würde ich diesen „Deal“ nicht machen, ohne mir die ZB2 aushändigen lassen (wenn die Bezahlung vorher passiert).

Ungewöhnlich.....? Würde ich nicht sagen.
Unseren Touran 2006 haben wir so gekauft (Wagen war leider 2 Tage bevor wir kamen, auf den Freundlichen zugelassen worden, musste dann insgesamt noch 3 Monate so bleiben)
Unseren XC60 habe ich konfiguriert, er ist aber die ersten 10 Wochen als Vorführer beim Händler gelaufen (bzw. Bei der Chefin) bevor ich ihn mit gut 2.000 km übernommen habe.

Ist vollkommen gängige Praxis, wenn vertraglich alles sauber fixiert ist hätte ich keinerlei Bedenken.

Tageszulassungen und Vorführer zählen in den Zulassungsstatistiken

Das is auch einer der Gründe,warum so viele Tageszulassungen entweder neutrale oder beliebte Farben,sowie Ausstattungsdetails haben

So profitieren mitunter zumindest mal Kunden und Hersteller

Vielleicht sogar auch die Händler,aber da erzählt auch immer jeder was anderes 😁

Das mit der Zahlung und der ZB 2 is'n guter Tipp, kl. Lurch. Danke

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Moin,

Der Händler holt sich auf diese Weise etwas Geld beim Hersteller in Form einer Zulassungsprämie, d.h. er verdient etwas mehr am Auto, als wenn er es direkt an dich verkauft.

LG Kester

Aha, na wenn das so klappt is ja prima. Vielen Dank.

wie schon geschrieben: sowas ist durchaus nicht ungewöhnlich.

Du mußt halt nur auf so Dinge wie Versicherung und Zulassung denken.
Bei einem Bekannten habe ich das schonmal erlebt das der 1 ganzes Jahr mit dem Händlerkennzeichen rumgefahren ist. Er hatte das Auto aber vom ersten Tag komplett zu 100% zur Verfügung. das nannte sich zwar "Vorführer" aber der einzige dem das Auto vorgeführt wurde, war er selber. Das Auto war komplett nachs einen Wünschen konfiguriert und für ihn bestellt worden. der Preis war aber mal eben gut 20% unter Liste.

Eine win/win/win Situation. der Hersteller bekommt ein Fahrzeug verkauft, der Händler hat seine Statistik verbessert und der Kunde hat einen günstigen Preis.

Wenn das vertraglich alles sauber geregelt ist, ist das ein "normales" Geschäft.
Ob es sich allerdings preislich (auch im Vergleich zu Neuwagen-Vermittlern oder EU-Importen) rechnet, musst du selbst entscheiden.
Nicht überall wo "Schnäppchen" draufsteht ist auch "Schnäppchen" drin.

Edit:
Weiterhin hat der "Vorführwagen" auch noch einen weiteren Halter, was sich evtl. auch beim Wiederverkauf auswirken kann (nicht muss). Auch manche Versicherungen gewähren Rabatte auf Neuwagen, was beim Vorführer wahrscheinlich nicht mehr so ist.

Hab mir auch über Vermittler Angebote machen lassen, der günstigste Preis ist fast identisch, der Händler hat aber auch 'nen "Tick 17" abgewendet, nur einen anderen.
Das in diesem Fall ein Halter mehr drin steht stört mich nicht, das macht beim Weiterverkauf nicht viel aus.
Gruß jaro

Alternativ solltest Du mal bei einem EU Importeur schauen (kein Vermittler) Die haben oft sehr gute Preise und brauchen keine "Tricks". Nachteile hast Du keine. Evtl. kostet ein deutsches Handbuch extra Geld aber wenn Du niederländisch, Französich Dänisch etc. lesen kannst wäre das sogar nicht nötig. Die Sprache die dein Auto im Navi oder Bordcomputer redet kannst Du eh einstellen. Die Ausstattungen sind nahezu identisch und evtl. zusätzlichen Garantien bestehen meist auch. Die gestl. Gewährleistung von 24 Monaten ist eh überall in der EU verbindlich.

Zitat:

@jaro66 schrieb am 26. November 2019 um 14:37:26 Uhr:


... der Händler hat aber auch 'nen "Tick 17" abgewendet, nur einen anderen.
...

Was kann man sich unter Trick 17 vorstellen?

Ging über eine Mitgliedschaft in einem Verein, der entsprechende %e beim Kauf gibt. Bin selbst erstaunt, dass renomierte Händler sowas anbieten.
EU Fahrzeug mag ich nicht haben, denen fehlt z.T. Ausstattung auf die ich Wert lege.
Gruß jaro

Bei EU-Fahrzeugen gibt es auch eine Ausstattungsliste die du vorher einsehen kannst, bevor du kaufst.

Wenn du Wert auf ne Sitzheizung legst, würde ich mir aber jetzt nicht gerade ein Griechenland Import kaufen sondern eher was aus Schweden oder Dänemark.

Wer ist denn der Versicherungsnehmer? Du?

Ist es der Händler, würde ich vorab klären wie teuer das ist, und was im Schadenfall passiert.

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