"Baileys" und braune Flocken am Öldeckel :-[

BMW Z1 E30 (Z)

Ohje, jetzt hat's meinen armen Zetti wohl erwischt:

Ich habe vorher an der Tanke Öl nachgefüllt und dabei entdeckt, dass am Öldeckel bräunlich weißer Schaum hängt und dazwischen sind braune Flocken, die ein wenig wie kandierter Zucker aussehen.

Das mit dem Schaum hört sich für mich an, als sei die Zylinderkopfdichtung durch, was meint Ihr? Habt Ihr Ideen, was es sonst noch sein könnte, die mich heute Nacht etwas besser schlafen lassen könnten?

Was könnten denn das für braune Flocken sein?

Bin mal gespannt, was bmein Freundlicher morgen dazu sagt...

Euer Michi

18 Antworten

weißer Schaum hört sich danach an als wenn das Kühlwasser an der defekten Zylinderkopfdichtung in einen Ölkanal fließt.

Kann auch zu altes Öl sein aber sehr unwarscheinlich, wann war der letzte Ölwechsel?

Zylinderkopfdichtung erneuern, wirste mit mindestens 500 Euro rechnen müssen. Das Öl solltest du natürlich gleich mit wechseln lassen.

Falls du damit noch wartest kommt irgendwann Öl aus der Dichtungsstelle und Verbrennungsgaße weichen raus, der Zylinderkopf kann sogar Verziehen also nicht so lange warten.

Mein letzter Ölwechsel?

Mein Auto hatte noch keinen, es hat erst 18.000km auf der Uhr!

Sollte wirklich die Kopfdichtung durch sein, meint Ihr, dass ich dann Anspruch auf einen komplett neuen Motor habe? Mein Zetti ist gerade mal 9 Monate alt...

Grüße vom deprimierten Michi

Ich weiß nicht wie es heute ist aber als ich damals bei BMW war (vor 6 Jahren) war es so das die Zylinderkopfdichtung als Verschleissteil angerechnet wurde weil sie durch falschen Umgang mit dem Motor kaputt geht.

Entweder musst du alles bezahlen oder die Arbeitszeit fällt weg, aber neuer Motor vergiss es.
Ist auch richtig so wenn du einen Neuen Motor so behandelts das bei 18.000 km die ZDK kaputt geht dann.......

Danke für die Aufmunterung!!!

Ein paar ernste Worte scheinen mir hier aber angebracht:

1.) "Falscher Umgang mit dem Moto"?Ich liebe mein Auto und habe immer darauf geachtet, dass ich es nicht hoch drehe, solange es nicht 100%ig warmgefahren war. Der rote Bereich war bislang die absolute Ausnahme und ich hab immer regelmäßig den Ölstand kontrolliert.

2.) Dass eine ZKD ein Verschleissteil sein soll, kann ich einerseits nachvollziehen, wenn ein Motor mal 200000 km gelaufen ist oder so, aber bei 18.000 km???

Ich bin mal gespannt, was mein Freundlicher morgen zu sagen hat...bezahlen werde ich bestimmt nichts!

Schau mal hier: Ölschleim

Öhm.... bevor man jemanden in eine teure Werkstatt schickt, sollte man vielleicht mal eine kleine Frage stellen:

Fährst du viele Kurzstrecken? Dann ist das beispielsweise eine der Ursachen. Durch das Kondenswasser bildet sich eben dieser Ölschleim. Einfachste Möglichkeit das dann - wenn es ein Kurzstreckenfahrzeug ist - einfach mal anständig auf die Autobahn und mindestens ein halbes Stündchen durch die Weltgeschichte düsen, damit mal wieder alles richtig durchgeheizt wird.

Wenn es das nicht ist, dann kann man immer noch in die Werkstatt fahren, aber meist ist damit der Ölschleim schon verschwunden und taucht halt erst nach einer Weile wieder auf, wenn wieder entsprechend wenig gefahren wurde, bzw. der Motor nicht richtig warm wurde.

Das ist nicht nur eine Krankheit beim Beetle, sondern auch bei den Z´s und vielen anderen Autos 😉

Modell 89 Toyota Supra MK III leztes Japanisches Modell mit der ZDK Krankheit, solltest dich villeicht auf Europäische Autos beschränken.

Ein weiteres Anzeichen für defekte eine Zylinderkopfdichtung sind auch Ölbläschen im Kühlwasser (in kaltem Zustand) sowie niedriger Kühlwasserstand und plötzlich höherer Ölstand.
Bei mir musste wegen so etwas letzte Woche der komplette Zylinderkopf gewechselt werden (Problem ist aber erst nach ca. 20000km aufgetreten).

Wichtig ist der o.g. Tip mit den Kurzstrecken, auf alle Fälle beachten!

Eine ZKD ist schon ein Verschleissteil, nach so wenigen km aber ganz sicher noch nicht.
=> eine u.U. nötige Reparatur dürfte dich nichts kosten (ich nehme stark an, daß du noch in der Garantiezeit bist). Immerhin kommt man so an einen kostenlosen Öl- und Ölfilterwechsel 😉

@pebbi

Das mit der Kurzstrecke hab ich mir auch schon überlegt. Während der Woche stimmt das vielleicht, aber am Wochenende fahr ich zumindest 2mal etwa 1 1/2 Stunden und davon jeweils 1/2 Stunde BAB so schnell wie eben möglich.

Das sollte doch reichen, das Öl zu entwässern, oder?

Und dass das innerhalb von 3 Kurzstreckentagen so aussieht, ist schon seltsam...

Das ist keine defekte ZKD, sondern einfach nur Kondenswasser, wie Pebbi schon sagte.

Fahr ein paar mal längere Strecken, so dass der Motor richtig warm wird (nicht nur Wasser, sondern auch das Öl) und dreh nach dem Abstellen den Öldeckel ab, so das Wasserdampf entweichen kann. Nach paar Tagen sollte das Öl wieder sauber sein.

Bei einer defekten ZKD hat man in jedem Fall auch noch nen Kühlwasserschwund. Kannst ja mal nachsehen. In stärkeren Fällen kommt beim Beschleunigen auch ne ordentliche, weiße Wolke aus dem Auspuff. Hängt immer davon ab, wo die Undichtigkeit ist. Aber wie gesagt.. in deinem Fall ist es ganz sicher keine defekte ZKD.

/edit
ganz wichtig ist halt das Öffnen des Öldeckels. Wo soll der Wasserdampf auch hin, wenn er nirgends entweichen kann?

@GEZ-Scherge: ZK-Wechsel nach 20.000km? Hast Du eine Null vergessen oder sind wir fast Leidensgenossen?

@IQ-Man: Werde am Wochenende mal eine Freiblastour auf der BAB unternehmen (in der Hoffnung, dass nicht doch noch der Winter kommt)- Danke für die tröstenden Worte.

ne, wir sind leidensgenossen (falls das bei dir wirklich so ein krasser fehler ist), aber ich habe die reparatur eben hinter mir und alles läuft wieder perfekt.

ein "unrund" laufender motor im leerlauf wäre auch noch ein weiteres symptom. wenn man das hat, weiß man, was ich meine (motor rüttelt so, daß man als insasse mitwackelt)

Zitat:

Original geschrieben von Schwabenzetti


@pebbi

Das mit der Kurzstrecke hab ich mir auch schon überlegt. Während der Woche stimmt das vielleicht, aber am Wochenende fahr ich zumindest 2mal etwa 1 1/2 Stunden und davon jeweils 1/2 Stunde BAB so schnell wie eben möglich.

Das sollte doch reichen, das Öl zu entwässern, oder?

Und dass das innerhalb von 3 Kurzstreckentagen so aussieht, ist schon seltsam...

Ob es damit erledigt ist weiss ich leider nicht, so gut bin ich darin noch nicht 😉

.....bei den Beetles hab ich letztens noch den Tipp gelesen, dass man den Dichtungsring unter Umständen mal austauschen soll, wenn das Problem Überhand nimmt. Also den oben am Deckel direkt. Wenn von da keine Feuchtigkeit mehr gezogen werden kann und eben ab und zu mal die Autobahn abgenutzt wird, dann sollte das Problem zumindest weniger werden. Ob man dies nun auch auf andere Autos so in der Form anwenden kann, das weiss ich nicht 🙂

Aber was auch immer, ich drück dir die Daumen, dass es nur eine Kleinigkeit ist und nix wildes 🙂

Das interessiert mich nun. Unser ehemaliger Beatle hatte dieses Phänomen auch (weil meine Frau damit immer ihre Kurzstreckenfahrten gemacht hat). Als ich ihn dann für eine längere Zeit unter meine Fittiche genommen hatte (jeden Tag 50km zur Arbeit), war nach 1000km nichts mehr zu sehen von diesem hellbraunen Zeugs.

Allerdings hat der Beatle einen Gummischlauch am Stutzen angeschlossen, auf dem der Öleinfüllverschluss sitzt. Über den werden die Dämpfe des Kurbelgehäuses abgesaugt, weshalb sich zwangsläufig dort die Wasserkondensate sammeln. Gleiches Verhalten wie bei einem Uralt-Fiesta meiner Tochter - der hat auch diese braune Pampe im Verschluss angesammelt.

Hat der Zetti auch einen Schlauch in diesem Bereich?

Gruss vom WingTom

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