ForumVerkehr & Sicherheit
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Verkehr & Sicherheit
  5. §27 StVO - Umsetzung fahren im geschloßenen Verband

§27 StVO - Umsetzung fahren im geschloßenen Verband

Themenstarteram 29. Juli 2011 um 10:03

Fahrer von Exoten oder Automobilclubs werden es sicherlich kennen. Die gemeinsamen Ausflüge in der Kolonne. Leider werden diese Ausflüge immer wieder durch Ampeln oder andere Verkehrsteilnehmer blockiert.

Bei unserer letzten Tour gab es auch wieder viele Wartezeiten durch Ampelphasen, oder Motorradfahrer die sich reinqueschten, aber dann das Tempo nicht halten konnten und die hinteren Teile der Kolonne ausgebremst haben.

Von daher würde es mich interessieren wie man einen geschloßenen Verband in der Praxis umsetzt.

Die Fahnenregelung ist mir klar, aber wo meldet man den Verband an?

Wieviel Vorlaufzeit braucht man zur Genehmigung? Wie regelt man das in der Praxis? Schließlich wissen viele VTs nicht das die Fahrzeuge in der Kolonne auch noch über Rot fahren dürfen, wenn die ersten Fahrzeuge grün passiert haben.

Beste Antwort im Thema

Motorradfahrer machen dies ja häufig bei ihren Touren:

Die jeweils vorderen fahren bei grün in die Kreuzung ein und blockieren sämtliche Zufahrten. Ist die Gruppe durch, schließen sie sich hinten wieder an udn die neuen vorderen machen das selbe Spiel an der nächsten kreuzung.

Mit einem PKW sicherlich etwas umständlich, aber sollte ebenfalls zu machen sein.

38 weitere Antworten
Ähnliche Themen
38 Antworten

Spazierfahrt-Verbände sollten m.E. gar nicht zugelassen werden. Im heutigen dichten (Stadt)-Verkehr ist das eine unzumutbare Behinderung der übrigen Verkehrsteilnehmer. Im Zeitalter von Navisystemen dürfte auf der Fahrt zum Ziel wohl keiner mehr verloren gehen. Der §27 StVO ist eine Anachronismus der überarbeitet werden sollte.

Zitat:

@Pizer schrieb am 21. Oktober 2015 um 22:20:23 Uhr:

Im heutigen dichten (Stadt)-Verkehr ist das eine unzumutbare Behinderung der übrigen Verkehrsteilnehmer.

Weil du vermutlich auch tagtäglich stundenlang an einer für dich grünen Ampel verharren musst, weil die weltgrößte Fahrzeugkolonne die Kreuzung blockiert.

Man kann sich auch über alles aufregen....oder einfach auch mal leben und leben lassen...

Zitat:

Weil du vermutlich auch tagtäglich stundenlang an einer für dich grünen Ampel verharren musst, weil die weltgrößte Fahrzeugkolonne die Kreuzung blockiert.

Man kann sich auch über alles aufregen....oder einfach auch mal leben und leben lassen...

Gerade weil es so selten vorkommt reagieren die anderen Verkehrsteilnehmer fast immer falsch, außer bei Militär- oder Polizeiverbänden, da begreift wohl jeder daß die auch bei roter Ampel queren dürfen.

Es gibt ja in manchen Städten diese Fahrradveranstaltungen, da fahren mehrere hundert Fahrräder in Kolonnen durch die Innenstädte und müssen auch keine Roten Ampeln beachten. Meistens ist da auch die Polizei dabei um die Kreuzungen entsprechend abzusichern, da die meisten Autofahrer nicht immer richtig reagieren.

Ja, ist auch so ein Unding. In meiner Gegend gibt es seit einer Weile das "autofreie Volmetal", eine Veranstaltung, bei der einen ganzen Tag lang die B54 für den motorisierten Verkehr gesperrt wird, damit behelmte Hausfrauen und Vati-Mutti-Einzelkind-Möchtegernfamilien mal ihre Hollandräder probieren können. Zum Übergeben.

Zitat:

@metalhead79 schrieb am 21. Oktober 2015 um 11:47:31 Uhr:

PPS. Nicht mal mit den Kollonnen beim Bund sind wir über rote Ampeln gefahren.

Nicht? Wir immer... Allerdings ist dann meist das ganze Bataillon zum Truppenübungsplatz gefahren und die größeren Kreuzungen wurden durch die Feldjäger abgesichert.

Wenn wir allerdings z.B. mit 3 LKW zum Mun.-Lager gefahren sind, war das natürlich keine Kolonne. Wenn wir dann beisammen bleiben wollten, haben wir es so gemacht wie von Dir geschildert.

Hallo zusammen,

 

mal abgesehen davon, dass vllt. noch die Vaterlandsverteidiger in Kollonne fahren müssen oder die Tausend hilfreichen Wichtel, weil die keine Navis bekommen haben, für reines Privatvergnügen von FIA-Lizenzinhabern würde ich eine Notwendigkeit, die Rechte Einzelner zugunsten einer doch überschaubaren Anzahl von Teilnehmern derart einzuschränken, sehr kritisch betrachten und die Haltbarkeit entsprechender Behördenentscheide ggfs. auch juristisch prüfen lassen, wenn ich betroffen wäre.

Wenn es sich um eine Sportveranstaltung mit Kfz im öffenlichen Verkehrsraum handelte, dann ist das eh genehmigungstechnisch bei den höheren Verkehrsbehörden angesiedelt und wird wenn überhaupt mit entsprechenden Auflagen für den Veranstalter genehmigt. Die örtlich zuständigen Straßenverkehrsbehörden werden im Vorfeld bezüglich Datum, Streckenführung uvm. angehört, und und und...

 

Ich bezweifle, dass dieser Aufriss der Intention des Fragestellers entspricht.

 

Greetz

nun mal nicht übertreiben, das Autofreie Volmetal ist in diesem Jahr zum dritten mal veranstaltet worden und einmal im Jahr solch eine Veranstaltung wird wohl zu verkraften sein.

Gruß

Also wir üben ja nun das Fahren im geschlossenen Verband wirklich regelmäßig (Katastrophenschutz). Mittlerweile scheint kaum noch ein VT die Kolonnenregeln zu kennen.

Die Dienstanweisung lautet daher mittlerweile "alle Fahrzeuge über die Kolonnenflaggen hinaus mit ständig eingeschaltetem Blaulicht, zum Einfordern des Kolonnenvorranges an roten Ampeln bzw. wartepflichtiger Einmündung/Kreuzung zusätzlich Folgetonhorn (Martinshorn)". Zusätzlich werden für große Kreuzungen, Auffahrten, Kreisel Kradmelder eingesetzt. Wir teilen den Zug meist in mehrere kürzere Marschverbände je etwa 10-12 Fahrzeuge auf, die mit ca. 3 Minuten Abstand starten. Bei längeren Autobahnfahrten im Verband gilt durchaus Marschtempo 87 km/h gerade wenn LKW Überholverbot haben. Also "fast soviel wie geht - gerade so das der gleich motorisierte dahinter noch aufschließen kann". Abstand auf der BAB 70-100 m (an Ausfahrten und Kreuzen durchaus auch mehr), sonst überland 50m, Stadt etwa 20m.

Die Durchführung einer Marschfahrt mit "zivilen" Fahrzeugen ist je nach Strecke schwierig bis kompliziert. Posten oder Kradmelder (weißrotweiße Flaggen) für die Kreuzungen sind ein Muss. Deutlicher (!) Hinweis am Schlussfahrzeug jedes Teilverbandes auch. Gelblicht für das/die Schlussfahrzeug(e) gleich mitgenehmigen lassen. Route muss jedem Fahrer bekannt sein, wird die Kolonne getrennt muss jeder zur Not selbst sein Ziel finden können. Sichere Kommunikation in der Kolonne. Handy ? Funk ? Ist logistisch und organisatorisch ein gewisser Aufwand. Aber wenns läuft machts Spaß. Viel Spaß.

Deine Antwort
Ähnliche Themen
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Verkehr & Sicherheit
  5. §27 StVO - Umsetzung fahren im geschloßenen Verband