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10.01.2022 20:39    |    DerAlexX2    |    Kommentare (1)

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Vier Jahre habe ich meinen Seat Leon 1M schon. Als FR mit dem 1.9 TDI Motor. Und das Auto ist mir so ans Herz gewachsen, dass er mir einfach zu schade ist fürs tägliche Abnutzen und den Berliner Straßenverkehr. Außerdem ist das KW V1-Fahrwerk sehr hart und da ich alle zwei Wochen nach Dresden fahre, macht einem die A13 schnell zu schaffen. Da das Auto ohnehin nicht im Winter fährt, habe ich mir also kürzlich eine Rockkiste zugelegt. Also einen schönen Daily für den Winter und den Alltag.

 

Dafür hatte ich mal einen Cordoba, der wirklich nur zum Durchnudeln da war, bis der TÜV ablief. Diesmal hatte ich dann doch ein bisschen mehr investiert und nach ewigem Gesuche nach allen möglichen Fahrzeugen (E36/E46 waren ja schöne Kandidaten, aber da findet man einfach nix, unter 5000 kannst du die eigentlich alle verschrotten) wurde es dann einfach ein zweiter 1M Leon. :rolleyes:

 

Denn das Modell wurde einfach mein Lieblingsauto, warum also nicht genau das gleiche noch mal? :D

 

Also habe ich 1800 Euro ausgegeben und mir einen alten gekauft. Natürlich musste es dafür ein anderer Motor sein, in diesem Fall der 1.6 16V mit 105 PS. Die meisten 1Ms wurden auch mit diesem ausgeliefert, denke ich. Zumindest waren die Angebote fast nur mit dem ausgestattet, es gibt ja sogar einen 1.4 mit 75 PS, aber ich will mir nicht ausmalen, wie untermotorisiert das sein muss ...

 

Für den Preis darf man das Auto natürlich in keinem besonders guten Zustand erwarten, verglichen mit meinem Diesel sind das teils Welten, was speziell Pflege, Sauberkeit und Lack angeht. Doch 1M-typisch kann selbst die fehlende Liebe diesem Auto nicht so schnell etwas anhaben, insgesamt steht die Karre sehr solide da. In einem Punkt übertrifft er sogar den Diesel: Das Auto hat keinen Rost, während ich bei meinem Liebhaberstück durchaus damit zu kämpfen habe.

 

Ich glaube, dass vor allem die FR/Topsport und Cupras das Problem hatten, weil die halt unten die dicken Schwellerverkleidungen haben, wo sich gut der Dreck sammeln kann.

 

Also los gehts, Wagen im November abgeholt. Ich habe ihn Zitrone getauft. Dabei spricht die Farbe eine andere Sprache, aber egal. Der Verkäufer hat noch den TÜV erneuert, neuen Zahnriehmen und Auspuff verbaut und Öl gewechselt. Die Reifen sind außerdem ebenfalls frische Lauffen Allwetter. Also schon mal ne gute Basis. Ob der TÜver so korrekt war, bezweifel ich etwas. Der Gurt leiert leider stark, zieht kaum straff, was sicher relevant für die HU ist. Die Scheibenwaschanlage hatte zudem keinerlei Druck, also ohne Funktion. Und die Querlenker, naja, die sind auch fällig.

 

Wischwasser geht mittlerweile wieder, war aber nicht sooo billig. Die Werkstatt,wo ich war, diagnostizierte mir dann noch Mängel wie korrodierte Bremsschläuche, Öl-Undichtigkeiten und fester Bremssattel. Einerseits kann das durchaus sein, andererseits hat der Laden mir schon öfters irgendwelches Zeug andrehen wollen zu überteuerten Preisen, was dann beim FR bei der anschließenden TÜV-Prüfung und bei der Seat Niederlassung selbst nicht beanstandet wurde. Und gerade die lassen sich doch sicher einen teuren Auftrag nicht entgehen.

 

Ich möchte eh noch eine neue vertrauenswürdige faire Werkstatt im Osten Berlins finden. Wer sie kennt: Autohaus Fritz am Ostkreuz war so eine, doch leider musste sie dicht machen ...

 

Zurück zum Wagen. Bei dem möchte ich möglichst viel selbst reparieren. Es soll ein Budget-Auto bleiben und ich möchte gerne mal Dinge dazulernen, bei denen ich mich beim Diesel bisher nicht gewagt habe. Während ich den Bremssattel lieber eine Werke machen lasse (wegen dem Entlüften), möchte ich Bremsen an sich, Querlenker und Radlager bald selber machen. Auch, wenn das sicher alleine nicht einfach ist.

 

Gleich nach dem Abholen habe ich erst mal bei der Zitrone Luftfilter und Innenraumfilter gewechselt. Sahen bei der Kiste (btw. 220 000 runter) auch schön fertig aus. Ebenso die Zündkerzen habe ich getauscht. Dann noch die kaputte und vergilbte Blende in der Mittelkonsole rausgenommen und eine Gute rein. Schön grau aus einem FR.

 

Wirklich am meisten gebracht hat aber einfach die Grundreinigung. Bei der ersten Handwäsche ging so viel Dreck ab, das glaubt man nicht. Habe ihn auch noch mal geknetet, einfach um alles runter zu holen. Möchte den Wagen auch zeitnah aufbereiten mit meinen Poliermaschinen.

 

Innen war es noch viel krasser. Da kam mein Caramba Nasssauger zum Einsatz. Und der Aufwand hat sich gelohnt, der Vorher-Nachher-Effekt war hier extrem. Aber seht selbst auf den Bildern. Jetzt ist der Innenraum wieder schön sauber und gepflegt. Auch den Motorraum habe ich einmal komplett gereinigt mit Hochdruck-Lanze, APC und Felgenreiniger. Anschließend Motorplast-Pflege und sieht aus wie neu.

 

Und wie fährt er? Abgesehen von der hakeligen Schaltung sehr angenehm. Viel weicher als mein FR, wozu sicher auch die 15 Zöller beitragen. Der Motor ist zwar nicht das Sahnestück der VW-Geschichte und ziemlich langsam, aber ausreichend für den Normalgebrauch. Verbraucht aber mehr als bspw. ein 316i. Abermals beeindruckt mich aber die hohe Qualität beim 1M, die Laufruhe und das Material in Relation mit dem Alter und der Klasse. Der Nachfolger, der 1P, den ich vor 8 Jahren mal hatte, war da jedenfalls deutlich schlechter.

 

Schauen wir mal, wie es weitergeht. :)

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10.01.2022 21:41    |    AustriaMI

Ich glaub da hätte ich als Kontrast zum Leon einen Toledo genommen.


Deine Antwort auf "Noch ein 1M ... warum nicht?"

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