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wollvo22

Belangloses von unserem perlblauen Babybenz und achatgrauen Audi.

23.08.2021 13:20    |    wollvo22    |    Kommentare (24)    |   Stichworte: A4, Audi, B5/8D

Normalerweise schreibe ich hier in den Sommermonaten über unseren Urlaub mit dem Perlblauen, berichte von unseren Fahrten nach Polen, Koratien oder (meine Lieblingsdestination) die Alpen. Doch weil wir unseren Urlaub immer zu Weihnachten buchen und im letzten Jahr gänzlich unklar war, ob man überhaupt ins Ausland fahren kann, sind wir damals auf Nummer sicher gegangen und haben eine Woche Sächische Schweiz gebucht. Dementsprechend gibt es nichts wirklich Erwähnenswertes von der dreistündigen Hin- bzw. Rückfahrt zu berichten.

 

Damit ihr hier aber trotzdem etwas interessantes zu lesen bekommt, möchte an dieser Stelle einen Faden aufnehmen, der seit November 2019 hier lose im Blog lag.

 

Wunschvorstellungen - Die Vorgeschichte

 

Im Spätsommer 2019 waren meine Freundin und ich intensiv auf der Suche nach einem zweiten Auto. Sie hatte gerade begonnen, den deutschen Führerschein zu machen und beim Perlblauen rückte der 30. Geburtstag immer näher.

Einsprechend meiner Präferenz den bisher sehr komfortablen Fuhrpark durch etwas Sportliches zu erweitern, war dies schon der zweite Anlauf. Ganz zu Anfang, zum Jahresbeginn 2018 war ich noch auf der Suche nach einem 924, der mir aber preislich immer mehr in Sphären entschwand, die mir den Rahmen sprengten. Also wurden MX-5, Barchetta und 306 Cabrio anvisiert. Hier kann ich schon vorwegnehmen, dass wir davon letztlich keinen wirklich gefahren sind...

 

Die Odysse - Wie es weiterging

 

Da meine Freundin den Wagen hauptsächlich bewegen soll, ihr es aber ohne Führerschein nicht wirklich möglich war, die Wagen probezufahren, blieb es zunächst bei der digitalen Suche und einer wie sich herausstellen sollte sehr langfristigen Marktbeobachtung.

Als dann im Frühjahr 2020 die Pandemie ausbrach, die Fahrschulen bis auf weiteres den Betrieb einstellten, gab es eine weitere Verzögerung. Von der Fahrschule in Weimar wechselte sie dann zu mir nach Magdeburg, um dort unter den neuen Bedingungen die Praxisstunden fortzusetzen. Dann kam ein zweiter Lockdown, ein Jobangebot der TU Dresden, der Wechsel dorthin, ein dritter Lockdown und im Frühling diesen Jahres die Erkenntnis, dass fast schon zwei Jahre seit Beginn der Ausbildung vergangen waren. Überschreitet man die zwei Jahre, muss man die theoretische Prüfung nocheinmal ablegen. Dies wollten wir natürlich vermeiden und gingen auf eine intensive kurzfristige Suche nach einer Fahrschule in Dresden, die noch freie Kapazitäten hatte. Obwohl alle quasi überbucht waren, fanden wir jedoch Uwe's Fahrschule, die sie aufnahm und innerhalb von einem Monat erfolgreich durch die praktische Prüfung brachte. Besonderes Schmankerl dabei: Nachdem Sie ihre Schaltkompentez für die Führerscheinklasse B nachgewiesen hatte, ging es fortan mit einem ID.3 weiter. Nicht mein Ding, aber sie fand es super.

 

Die anschließende Umstellung auf unseren Perlblauen, muss sich für sie dann jedoch angefühlt haben wie eine Reise ins Mittelalter. Auf unserem besagten Sommerurlaub in der Sächsichen Schweiz wechselten wir uns auch ab, aber es war abzusehen, dass wir realtiv zeitnah einen zweiten Wagen brauchten: Weil sie an "meinem" Mercedes nichts kaputt machen wollte und sie mittlerweile wieder zurück in Weimar ist und dort arbeitet.

 

Schon vorher hatten wir sporadisch weitere Wagen alternativ zu den Oben-Ohne-Varianten ins Auge gefasst, weil zwei Sitze dann doch zu wenig waren. Dabei ging es munter durch alle Fahrzeugklassen: Mercedes C-Klasse T-Modell, Rover 75, Mini Clubman, BMW 3er, etc. Mit dabei sollte immer eine Klimaanlage und eine Automatik sein.

 

Ich suchte also Abends von der Couch fleißig im Netz und schickte ihr Angebote. Grenzte die Suchradien auf die Umgebung von Weimar und Magdeburg ein. Anfang der letzten Woche machte ich dann den ersten Termin zur Probefahrt aus. Mehr als Orientierungspunkt geplant, von dem aus wir dann weitersuchen, vergleichen und das beste Angebot heraussuchen würden.

Letzten Freitag saß ich dann mit Fahrzeugschein und -biref in der Zulassungsstelle... :D

 

Höchst zufrieden mit grauem Stufenheck

 

Hier darf ich ihn nun offiziell Vorstellen: Unseren Audi A4 B5 1.8 Automatik, 2. Hand, 174.000 km, Checkheft immer bei Audi, Climatronic, Sitzheizung und innen wie außen grau, HU/AU bis August 2023 für 1.500 € - wir finden's super. :D

 

Ganz ehrlich: Hätte man mir ganz zu Anfang der Suche, im Februar 2018 gesagt, dass ich die damals begonne Suche zweieinhalb Jahre später zufrieden (!) mit einem grauen Audi abschließe, hätte ich gesagt, dass das nur ein Fehler sein kann.

 

Wie kam es dazu?

Besagter Verkäufer ist Angestellter eines großen markenübergreifenden Autohauses im Norden von Magdeburg. Sein Sohn und seine zukünftige Schwiegertochter hatten genau eine Woche bevor ich den A4 zugelassen habe, einen Neuwagen im Autohaus übernommen und den A4 bei ihm gelassen, weil er diesen über das Autohaus nur zu einer sehr geringen Ablöse hätte in Zahlung nehmen konnte und zudem der Meinung war, das er nicht gen Osten verschwinden, sondern hier jemand glücklichen machen sollte.

 

Wir waren also am Donnerstagabend kurz vor Feierabend dort und haben uns spontan super verstanden - "Klasse, ein 190er! Tolles Teil. Ich hatte bis vor kurzem einen Dodge RAM...." - den Wagen von Außen, Innen und Unten auf der Hebebühne ganz genau ansehen können, meine Freundin ist Probegefahren und anschließend haben wir uns über Gott und die Welt unterhalten. Der Verkäufer hat uns ehrlich gesagt, was die (kosmetischen) Schwachstellen sind, und was wahrscheinlich zur nächsten Hauptuntersuchung gemacht werden müsste. Obwohl er es Anfangs gar nicht vor hatte, hat er kurz vor unserer Besichtigung aufgrund der netten Kommunikation (korrekte Interpunktion, höfliche Anreden, kein "Was letzte Preis?") doch nocheinmal einen TÜV-Prüfer den Wagen begutachten lassen. Nachdem ein Spurstangenkopf erneuert wurde, gabs eine frische Plakete - lediglich der ölfeuchte Motor wurde angemerkt. Aber ganz ehrlich, welcher 22 Jahre alter Motor schwitzt nicht?

Vor Ort haben wir dann noch den Kaufvertrag unterschrieben, den Kaufpreis von 1.500 € bezahlt (das ist die Hälfte von dem, was ich 2016 für meinen W201 mit mehr Laufleistung und deutlich weniger Ausstattung bezahlt habe) und sind zufrieden nach Hause gefahren.

Keine 24 Stunden später standen wir dann wieder auf dem Hof und haben den Wagen abgeholt. Als Abschluss gabs noch ein kleines Video für den Sohn, dass der A4 in gute Hände gekommen ist und die Bitte, von der nächsten Sommertour ein Bild zu schicken.

 

 

Am Samstag durfte ich mich dann auch mal hinter das Steuer setzen und war beeindruckt, vom der Solidität die der Wagen vermittelt.

Klar ist uns bewusst, dass es in Zukunft die ein oder andere Reparatur geben wird, aber unser eigentliches Budget lag deutlich über dem Kaufpreis, so dass genug Puffer da ist.

 

Und so kommt es, dass ich mit dem Ergebnis der langjährigen Suche, einem grauen Audi, rundrum zufrieden bin und mich auf die Fahrten als Beifahrer freue!

 

Mein Favorit bleibt natürlich der Babybenz. Der wird aber zukünftig in den kalten Monaten geschont und darf sich nun seinen Alter entsprechenden Aufgaben widmen - wie an diesem Samstag der Teilnahme an der ADAC Youngtimer-Rallye in Frankfurt.

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