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Volvo P1800 Scheunenfund

P1800E Restaurierung

26.05.2020 22:06    |    ArthurDentx    |    Kommentare (7)    |   Stichworte: P1800, P1800E, Restaurierung, Volvo

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, und kommende Woche soll die Hebebühne eingebaut werden. Erst dann kann ich wirklich beginnen, aber ich konnte es mir heute nicht nehmen lassen, noch ein paar Fotos zu machen und weiter den Bestand zu sichten.

Ich habe den Kofferraum ausgeräumt und im Innenraum mal unter den Teppich geschaut, sowie mich etwas genauer für die Radläufe interessiert. An keiner Stelle war ich in der Lage, mit dem Schraubendreher ein Loch zu machen, die Substanz scheint sogar besser zu sein als erhofft.

 

Aber im Detail:

Der Fußraum auf der Fahrerseite sieht nicht so toll aus, da muss man noch mal genauer hinschauen, was nach dem Entrosten übrig bleibt. Ansonsten sieht es unter den Teppichen prima aus, das ist ermutigend. Weggerostet ist lediglich die Metallschiene unter der Hutablage, ansonsten sieht es gut aus.

 

 

 

 

 

 

 

Im Kofferraum sind zwei etwas heftigere Roststellen, ansonsten ist eigentlich nur gesunder roter Lack. Der Tank muss raus, erst dann sieht man wie die Blechkante am Rand aussieht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Radläufe sehen allesamt viel besser aus als erwartet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir haben den Grill abgebaut, der lässt sich locker aufpolieren, und die Blechlandschaft dahinter sieht wirklich gut aus. Der Rost auf dem Foto ist von der Motorhaube, die am unteren Rand völlig vergammelt ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die neue Batterie ist angekommen.

Die Elektrik lebt zwar, ist aber sehr "müde", ich glaube, die Kabelbäume etc. müssen erneuert werden, das wird anders nix mehr.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Benzinpumpe sitzt fest, was auch nach dem Öffnen nicht mehr verwundert - komplett verklebt mit 30 Jahre alten Benzinrückständen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Insofern hat sich der Plan, den Motor anzuwerfen, erstmal erledigt. Die Benzinpumpe ist nicht mehr zu retten, nach drei Tagen Einweichen dreht sie sich zwar wieder, fördert aber nur sehr schwach, da muss wohl ne neue her.

Die Leitungen und Einspritzdüsen werden sicher auch nicht besser aussehen als die Pumpe. Schade eigentlich, ich hatte schon Verteilerkappe, Finger, Kabel und Zündkerzen liegen...

Zumindest haben wir die Kompression gemessen, 9,5-10,0-10,0-10,0 das Ergebnis. Nicht wirklich schlecht.

 

 

 

 

 

 

 

Im Luftfilterfiltergehäuse muss mal Wasser gestanden haben, das ist unten durchgerostet, da muss man mal sehen, ob das geschweisst wird oder sich vielleicht was Schöneres findet.

Wirklich erfreulich war dann der Scheinwerfer-Ausbau. Erst habe ich mich etwas erschrocken, die Schrauben unter dem Chromring sahen schon arg vergammelt aus. Mit WD40 und gutem Zureden kamen aber alle raus, der schwarze Topf ist auch etwas angegammelt, aber die Karosse selbst dahinter - sehr erfreulich, um es mal vorsichtig auszudrücken. An dieser Stelle hätte ich sicher mit Rost gerechnet.

 

 

 

 

 

 

 

Da ja die Hebebühne noch nicht aufgebaut ist, gibt es auch noch keine Fotos von der Unterseite. Was ich beim Ausbau der Benzinpumpe gesehen habe, war recht ermutigend.

 

 

 

 

 

Den Plan, den Motor wenigstens einmal zu hören, bevor ich wirklich beginne, alles auszubauen, habe ich noch nicht aufgegeben. Zu den obigen Teilen nebst Benzinpumpe habe ich gleich auf Verdacht noch ne Zündspule bestellt, dann werden noch die Zuleitungen nach vorne ausgetauscht und die Einspritzdüsen gereinigt, dann sollte er eigentlich laufen...

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06.05.2020 10:38    |    ArthurDentx    |    Kommentare (1)

Wir haben heute so ein bißchen herum gespielt. Die Elektrik lebt, Motor dreht sich, und ausser einem etwas rostigen Batteriekasten haben wir keine größeren Schreckmomente erlebt. Klar, alle vier Scheibenbremsen rühren sich keinen Millimeter, aber das ist nach 30 Jahren ohne jegliche Konservierung ja auch fast zwangsläufig. Teile soll es aber wohl geben. Hauptbremszylinder sieht etwas verdächtig aus.

 

 

Der Sattler wird zu tun haben, die Teppiche müssen aufbereitet oder ersetzt werden, die diversen Lederriemen an der Rückbank sind quasi zerbröselt, die eingearbeitete Sperrholzplatte ist weggegammelt.

 

Dafür ist der Himmel tadellos, anscheinend wurde in dem Auto nicht geraucht. (Auch der Aschenbecher ist sauber).

 

 

 

Alle Schlösser sitzen fest bis auf das Zündschloss (werden im Moment grad mit WD40 behandelt, wenn das nicht hilft, gibts auch neue Nachrüstsätze), alle Fenster - und Türdichtungen sind im Prinzip auszuwechseln.

 

 

 

Bremsleitungen könnten vielleicht drin bleiben, aber ich glaube ich mach die komplett neu. Müssen eh ab wenn ich den Unterboden vernünftig konservieren will. Lustigerweise sind sowohl die Reifen als auch die ansonsten so im Motorraum befindlichen Gummiteile wie Schläuche etc. nicht rissig.

 

 

 

Auspuff sieht gut aus, klingt auch gut beim klopfen, Endrohre sehen sogar wie neu aus.

 

 

 

Fahrwerk macht einen soliden Eindruck, auch die diversen Gummis, aber das muss man sich noch ansehen, Federn scheinen auch ok zu sein. Selbst die Stoßdämpfer sind auf den ersten Blick noch funktionstüchtig.

 

 

 

Gänge schalten sich straff, das macht alles einen sehr guten Eindruck.

 

 

 

Wirklich durchgerostete Stellen haben wir erstmal so heute nicht gefunden.

 

 

 

Alles in Allem also eine durchaus solide Substanz, so nach der ersten Bestandsaufnahme.

 

 

 

Übermorgen oder so gehts in die neue Halle, und ich hab ganz zufällig passend ne gebrauchte Hebebühne für 500 EUR erstanden, die ich da rein baue. Dann wirds etwas komfortabler mit der Schrauberei :D

 

 

 

Die große Frage wird natürlich sein, wie viele Dinge noch beim auseinander bauen kaputt gehen und welche Überraschungen wir noch finden :D

 

 

 

Die Chromteile sind alle noch zu retten, so wie es aussieht, allerdings ist das natürlich immer so ne Sache, die heile runter zu kriegen ohne was zu verknicken...

 

Es wird ein Riesen Spass, aber auch ein Geduldsspiel. (War z.B. gar nicht so leicht, der Versuchung zu widerstehen, den Motor heute probeweise anzuwerfen. Was natürlich ohne Ölwechsel und ordentliche Vorbereitung und Prüfung völlig idiotisch gewesen wäre :D)

 

 

 

So viel für heute... bin im Moment sehr zufrieden und denke, dass ich einen grundsoliden Scheunenfund erstanden habe

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03.05.2020 13:45    |    ArthurDentx    |    Kommentare (16)    |   Stichworte: P1800, Volvo

Manchmal gibt es einfach Zufälle im Leben, mit denen keiner rechnet. Eines meiner Traumautos, an die ich mich noch aus der Kindheit erinnere, war immer der Volvo P1800. Allerdings habe ich nicht damit gerechnet, ein solches Auto jemals zu besitzen und ich habe auch nicht danach gesucht.

Nun, letzte Woche kam ein Anruf von einem Freund, der meinte, ein Bekannter, auf dem Hof... etc... und dann kamen diese Fotos...

 

Nun, um die lange Geschichte kurz zu machen, gestern sind wir uns handelseinig gewirden, das Auto gehört jetzt mir.

 

Der Plan:

Um der Korrosion Herr zu werden, habe ich beschlossen, es einmal und dafür richtig zu machen. Der Wagen soll komplett zerlegt werden, so dass nur noch die nackte Karosserie da steht. Diese wird dann im Säurebad entrostet und gereinigt, dann geschweisst und repariert und anschliessend verzinkt. Danach dann zum Lackierer, wieder die Originalfarbe drauf.

 

Alles was abgebaut wurde, wird gereinigt, aufgehübscht, überholt wo nötig etc, und kommt dann wieder dran. Ich möchte möglichst viele Teile im Original erhalten und nur austauschen, wo es nicht anders geht. Zum Glück gibt es für dieses Auto noch Einiges an Teilen, auch Reparaturbleche etc., und vor Allem ist der Wagen an sich ziemlich vollständig, es fehlt auf den ersten Blick erstmal Nichts.

 

Ich hoffe, es gelingt mir, die Fortschritte hier einigermassen regelmässig zu dokumentieren, ist so ein bißchen eine Zeitfrage...

 

Kommentare, Tips und Hinweise sind natürlich gerne gesehen :)

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