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Thilo's MT Blog

Über unseren neuen Skoda Octavia RS MJ 2018

14.02.2018 23:40    |    Thilo T.    |    Kommentare (14)    |   Stichworte: 3 (5E), Octavia, Skoda

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Sooo, die Heckschürze wurde neu lackiert. Die Laufnasen wurden (immer noch sichtbar) abgeschliffen und die Parksensoren deutlich besser eingesetzt.

Leider stimmt jetzt der Farbton nicht mehr: das nachlackierte moon white metallic sieht mehr aus wie ein alpin weiß uni. Deutlich weisser und fast ohne Metallic Partikel. Dazu undeutlich gewordene Konturen/Kanten wg. der zugenommenen Lackdicke.

O-Ton Service Mitarbeiter: „Weiss metallic ist schwierig zu lackieren und eine Nachlackierung sieht man halt immer“. Ersteres stimmt, zweiteres stimmt nicht.

Die Kratzer auf der Motorhaube wurden wegpoliert und sind nicht mehr sichtbar. Das hat also gut geklappt.

Ein kurzer Besuch bei der Dekra bestätigte meine Vermutung: hier muss nachgebessert werden.

Auch die parallele Anfrage an einen ADAC RA ergab, daß ein so junges Fahrzeug ohne sichtbare Mängel zu reparieren ist.

Was mich echt ärgert, war die Idee, auf dem Reparaturauftrag zu vermerken, daß die Lackierung vom original Farbton abweicht und ich somit bei der Rückgabe des Fahrzeuges keine Probleme habe.

Das ist ja nett gedacht, allerdings fahre ich dann noch über 2 Jahre mit einer andersfarbigen Heckschürze herum. Und das bei monatlichen Leasingkosten von knapp 400€ und einem ordentlichen Eigenanteil bei der Reparatur.

Warum kann der bezahlte Job nicht einfach fachgerecht erledigt werden?

Naja, wir haben einen neuen Termin ausgemacht und dann wird die weitere Vorgehensweise noch einmal besprochen werden.

Ich bin an dieser Stelle echt froh über eine gute RSV zu verfügen, falls das noch aus dem Ruder laufen sollte oder auch die dritte Lackierung nix wird ;).

 

Skoda selbst scheint an kritischen Fragen auch kein Interesse zu haben: ich wollte wissen, ob es seitens Skoda Vorgaben an die Händler gibt, wie z.B. Fahrzeugannahmen und - rückgaben abzulaufen haben. Ob es vielleicht standardisierte Formulare etc. pp. gibt (wg. der Diskussionen, wer die Kratzer auf der Motorhaube zu verantworten hätte). Dazu hieß es nur, daß diese Informationen Vertragsbestandteile zwischen Skoda und den Händlern wären und man mir dazu entsprechend keine Auskünfte geben könnte.

Soviel zum Thema Transparenz.

 

Mit dem Fahrzeug selbst, sind wir übrigens nach wie vor zufrieden.

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15.02.2018 08:32    |    gato311

Der Hauslackierer kann es nicht und Rausgeben bringt weniger Marge.

 

Man muss da also entweder dranbleiben und nach endgültiger nachweisbarer Ablehnung der Nachbesserung auch zügig den gerichtlichen Weg oder den über die Innung wählen oder halt damit leben.

 

In letzterem Teil kann man aber eigentlich auch gleich mit der Dose selbst lackieren und das Geld netto von der Vers. kassieren.


15.02.2018 08:39    |    Goify

Bei einem Leasingwagen ist die Dosenlackierung nicht die allerbeste Idee, da das bei Rückgabe ein kleines Problem ergeben kann. Da ziehen die dann locker 1.500 € vom Wert ab.


15.02.2018 08:50    |    gato311

Mit der jetzigen Lackierung ja auch, wenn man es nicht vertraglich mit dem Leasinggeber anders regelt.

Der Leasingnehmer ist normalerweise verpflichtet, die Gewährleistungsrechte auch angemessen durchzusetzen.

 

Ein Grund, warum ich selbst beim Firmenwagen gerne auf Leasing verzichte, wenn die Liquidität da ist.


15.02.2018 08:51    |    Goify

Glaube ich nicht, da der Schaden in einer Skoda-Werkstatt behoben wird. Wenn er beim selben Händler den Wagen zurück gibt, ist alles in Butter, selbst wenn sie es "fachgerecht" in grün lackiert hätten.


15.02.2018 09:00    |    gato311

Wenn...

... und wenn so ein Expertenladen insolvent wird, schiebt dann doch die Bank den schwarzen Peter lieber zum Kunden, selbst wenn sie damit die Schlamperei der Vertragswerkstatt einräumen. Oder es wird eben erfunden, der Kunde habe danach nochmal unbemerkt lackieren lassen.

 

Klar, lässt sich manchmal gerichtlich wieder gerade rücken. Aber wird von der Beweislage dann schon teils ziemlich tricky.

 

Alles die üblichen Leasing-Risiken, die man eben umgeht, wenn man um Leasing einen Bogen macht...


15.02.2018 09:10    |    Goify

Das leidige Leasingthema habe ich mit großen Schmerzen hinter mir und werde den Fehler nicht ein zweites Mal machen.


15.02.2018 09:14    |    gato311

Die Verträge sind vor allem für die Leasingnehmer so tückisch, in so vielen Varianten vorhanden und so vielen willkürlichen Gerichtsentscheidungen unterworfen, dass man selbst als Volljurist mehr Zeit investieren muss, um die zu verstehen, als man damit sparen kann.

 

Das gilt zumindest dann, wenn man nur ein paar Fahrzeuge braucht.

 

Hat man eine ganze Flotte und macht sich die Arbeit, einen Standardvertrag für 200 Fahrzeuge zu prüfen und zu verhandeln, sieht es natürlich anders aus...


15.02.2018 11:01    |    golffreiburg

Anstatt direkt gleich mit deiner Rechtschutzversicherung Zitronen, solltest du erst einmal darüber nachdenken, wie ein Auto lackiert wird.

 

Eine Lackierung ist dünner wie ein menschliches Haar, da können keine Konturen oder Kanten verloren gehen, ich nehme nicht an, dass ein Lackierbetrieb die Kanten mittels Schleifpapier abgerundet hat.

 

Des weiteren unterscheidet sich die Farbe des Stoßfängers von der Karosserie schon ab Auslieferung. Der Grund hierbei ist, dass die genannten Anbauteile nicht im Werk, sondern extern bereits lackiert angeliefert werden. Im Grunde genommen dürftest du nun mittlerweile drei unterschiedliche Farbtöne am Auto haben.

 

Ebenfalls ist weiß metallic oder bei Volkswagen Oryx weiß genannt, die zum schlechtesten lackierende Farbe. Grund hierfür ist, dass es sich um eine drei Schicht Lackierung handelt. Alleine schon die verwendete Grundierung Farbe, täuscht im Endeeffekt das Gesamtergebnis.

 

Grundierung - Filler - Basislack - Effektlack - Klarlack

 

Hinzukommt das Problem, dass Lackierbetriebe andere Farben verwenden – auch wenn es natürlich der selbe Farbcode ist – als ab Werk. Mal ist die Farbe kühler, mal wärmer und ein weiteres Problem stellt der Sprühwinkel da. Also so wie die metallic Partikel letzt endlich auf dem Bauteil landen. Und das ist in der Regel immer anders als wie im Werk, weshalb auch dieser fahrtechnische unterschied entsteht. Ich könnte wetten, dass du den unterschied im direkten Sonnenlicht fast gar nicht wahrnimmst, er aber sobald es dämmert oder bewölkt es zum Vorschein kommt.

 

 

Laien wie du gehen in den Lackierbetrieb und wollen irgendwas lackiert haben ohne sich aber jemals davor damit auseinandergesetzt zu haben, du kannst die Stoßstange noch fünf weitere Male lackieren lassen, es wird immer so bleiben mal mehr und mal weniger schlimm.

 

 

Mein Tipp für dich wäre, dir das nächste Mal einen Ford zu kaufen, sollte hier mal was lackiert werden müssen, bestellst du bei den Teile Händler einfach eine neue Schürze, denn diese werden lackiert geliefert, wie sie auch in das Werk geliefert werden.

 

 

Glaub mir, ich habe in meinem Leben schon genug Stoßfänger an Autos lackieren lassen. Direkt danach habe ich mir auch einige Male eingeredet, dass ich einen dicken Farb unterschied sehe. Obwohl die Farbkarte von meinem Lackierer, diese er mir immer erstellt um ab zu checken ob die Farbe passt, immer eins zu eins gepasst hat. Auf einem kompletten Bauteil sieht es meistens dann doch immer anderst aus. Als ich die Autos dann nach ein paar Wochen oder Monaten wieder verkauft habe, und ich mehr Fotos von diesen angesehen habe, dachte ich mir jedes Mal, dass überhaupt nicht schlimmer, und man eigentlich ja gar nichts gesehen hat

 

 

Ich will damit eigentlich nur sagen, dass vieles Einbildung ist und im Nachhinein, wenn man das Auto zum Beispiel nicht mehr hat alles gar nicht mehr so schlimm erscheint.

 

Im Anhang ist zum Beispiel mein ehemaliger beetle bei dem habe ich einmal die Stoßstange lackieren lassen und weil ich mir anschließend eingeredet habe, dass ein farbunterschied vorhanden ist habe ich mir eine neue Stoßstange gekauft und dies bei einem anderen Betrieb lackieren lassen. Wenn ich mir das Foto jetzt im Nachhinein ansehen, erkenne ich überhaupt gar keinen unterschied. Kotflügel ab Werk, Stosstange neu lackiert und die Farbkarte ist von der zweiten Lackiererei

 

Oder meinen damaligen Brand neuen Passat B8, achte hier mal auf die Heckschürze und der farbunterschied zum Blech beziehungsweise zum Kofferraumdeckel und der ist ab Werk



15.02.2018 14:44    |    gato311

Alles in der Sache richtig, aber der Unterschied im konkreten Fall ist schon heftig und nicht Stand der Technik. Das heisst nicht, dass das Ergebnis nicht in der Regel so ist, wenn es billig ohne großen Anspruch gemacht wird. Hinnehmen muss man es bei einem fast neuen Fahrzeug dennoch nicht.

 

Und die Leasingfirmen sind meisst nur tolerant mit drittklassigen Lackierung (bis hin zum Pfusch), wenn es um das Weiterschieben der Autos geht. Bei der Annahme ist man wiederum penibel...

 

Honda liefert Stossfänger übrigens auch lackiert.


15.02.2018 15:51    |    HL66

Warum boomt dann das Leasing so ? Vor 20 Jahren einmal gemacht und nie wieder... die erwarten auch nach 200.000km ein perfektes Auto.. lassen alles auf Kosten des alten "Besitzers" durchlackieren und durchreparieren um danach einen perfekte Gebrauchtwagen in fast neuwertigen Zustand verkaufen zu können.. ohne mich ... dann gibt es eben nur alle 15 Jahre eine neue Karre.. den Blödsinn mach ich nicht mit.. schließlich ist es ein gebrauchtgegenstand der Spuren hat und kein Objekt das man vergöttert

 

Aber dem Lackierer in diesem Fall gehören die Ohren langezogen und über die Innung sollte man ihm seinen Gesellen- oder Meisterbrief abnehmen... es gibt schon Lacke die schwierig sind beim nachlackieren sind, aber dann soll er sich halt anstrengen... mein Job ist auch nicht immer einfach

 

Sonst kann man es wirklich mit der Dose oder einer 50 Eur Pistole selber machen, dann darf man auch danach noch was sehen

 

Zitat:

Laien wie du gehen in den Lackierbetrieb und wollen irgendwas lackiert haben ohne sich aber jemals davor damit auseinandergesetzt zu haben, du kannst die Stoßstange noch fünf weitere Male lackieren lassen, es wird immer so bleiben mal mehr und mal weniger schlimm.

Das wäre ok wenn Dein Chef dann nicht 150 Eur oder mehr für die Lackiererstunde verlangen würde... bei 80 Eur würd ich sagen ok, is so .. aber wenn der Preis schon ein Wunder ist, dann erwarte ich halt auch Wunder.. wie, ist mir egal..


15.02.2018 16:13    |    Goify

Zitat:

Sonst kann man es wirklich mit der Dose oder einer 50 Eur Pistole selber machen, dann darf man auch danach noch was sehen

Dann mach mal. Das Ergebnis wird eher an eine Pinsellackierung erinnern, fürchte ich. Zum Lackieren (ich habe das mal gelernt), gehört schon sehr viel Können dazu.

 

Schaue ich mir bei Skoda oder Mercedes Pressefotos von Neuwagen an, sehe ich zum Teil oft extreme Farbunterschiede, weil jedes Material am Ende ein klein wenig anders aussieht - selbst mit dem identischen Lack.


15.02.2018 18:57    |    Thilo T.

@golffreiburg:

Die Lackierung ist sogar laut Dekra nicht fachgerecht. Es wurde mit Zwischenschliffen 2X lackiert, daher die schlechten Konturen. Heute stellte sich heraus, daß keine Probebleche lackiert wurden und quasi einfach nach Lackcode gemischt wurde. Das kann je nach Charge und Hersteller natürlich nicht klappen; eigentlich kann es so nie klappen.

Ein menschliches Haar ist im Mittel 70 mikrometer im Durchmesser (klick).

Die Lackdicke im KFZ Bereich fängt da gerade an und kann bei MB z.B. gerne über 200 mikrometer gehen (klick).

Der Farbunterschied zwischen lackierten Kunststoffteilen und Metallteilen liegt darin begründet, daß die Karossen mit anderer Grundierung und erheblich höheren Temperaturen lackiert werden. Das würde Kunststoff nicht überstehen. Ein so erklärbarer Unterschied ist natürlich trotzdem fachgerecht und nicht reklamationswürdig. Und genau darum geht es hier nicht.

 

Ich stelle mal Bilder der Neulackierung ein, wenn es fertig ist.

 

 

Zum Thema Leasing:

Ich hätte das ansonsten mit der Leasinggesellschaft geklärt und mich entsprechend abgesichert.

Ansonsten ist Leasing mittlerweile ein Standard und auch rechtlich gibt es klare Vorgaben über den Zustand bei Rückgabe des Fahrzeuges. Damit sind Leasingnehmer und(!) -geber abgesichert. In meinem Bekannten- und Verwandtenkreis gibt es damit zumindest keine Probleme.

Ansonsten ist es echt erschreckend, wie schnell man als Leasingnehmer in die nicht-solvente Ecke gestellt wird :(.

 

Grüße,

Thilo


18.02.2018 14:03    |    petradittmann

Der Farbunterschied wäre wesentlich geringer, wenn man mit einem Photospektrometer die Farbe einliest, dann eine Probekarte lackiert und nach dem Abgleich nochmal ausliest und dann erst lackiert. Wer nur anhand von Farbcode oder Farbkarte diese Farbe hinkriegen will kann nur danebenliegen....Die schwierigen Farben sind eine Herausforderung, der ich mich gern stelle...


19.02.2018 21:46    |    Thilo T.

@petradittmann: so sehe ich das auch. Nur treibt diesen Aufwand wohl nicht mehr jeder Lackierer :(. Am Ende muss das ja auch bezahlt werden und ich denke, da werden die Lackierer von den Autohäusern eher knapp gehalten. Das ist zumindest mein Eindruck.


Deine Antwort auf "Der Ärger mit der Reparatur geht leider weiter: metallic oder uni?"

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