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Rennfahrers Resterampe

Dinge, die es nicht in den anderen Blog geschafft haben.

23.03.2020 20:52    |    Ascender    |    Kommentare (60)

Hallo liebe Motor-Talker,

 

coronacorona ich möchte in diesem Blogartikel nicht so sehr auf die Pandemie selbst und die Politik eingehen. Mir ist bewusst, dass wir hier auf "Motor Talk" sind, und dass dieses Thema vielleicht auch ein wenig Fachfremd ist für diese Plattform. Allerdings erreichen mich mittlerweile auch immer mehr Selbstständige auf Motor Talk via PN, und ich denke, dass ein solcher Artikel für den einen oder anderen hilfreich sein könnte - und außerdem ist das hier ohnehin meine "Resterampe", in der ich mich u.a. mit solchen Themen beschäftigen möchte.

 

Die Verunsicherung ist jedenfalls groß. Umsätze brechen teilweise komplett ein, man muss aber weiterhin die Fixkosten bezahlen. Ich möchte hier eine kleine Hilfestellung geben.

 

Als Kreditanalyst/Entscheider im Geschäfts- und Firmenkundensegment einer Großbank, kann ich einen kurzen Einblick geben.

 

Was leistet der Staat?

 

  • Einige Bundesländer vergeben bereits Soforthilfen. Meistens sind diese Beträge allerdings überschaubar und werden einen nicht über die gesamte Zeit hinwegretten.
  • Der Bund hat angekündigt Hilfskredite über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vergeben zu wollen.

 

Grundsätzlich muss man bei solchen Hilfs-Angeboten davon ausgehen, dass diese Darlehen nur bonitäre Kunden erhalten, die nachweisen können, dass sie nur aufgrund der Pandemie in Schwierigkeiten geraten sind. Unternehmer und Unternehmen, die bereits vor Corona eine schwache Liquidität und keine Substanz hatten, sind von den Hilfen ausgenommen. Auch sollen zumindest für die KfW-Darlehen nach derzeitigem Kenntnisstand die Hürden ziemlich hoch sein.

Theoretisch würde man die KfW-Mittel über die jeweilige Hausbank beantragen. Das ist sehr wichtig, da hier auch das sogenannte Rating entscheidend ist (eine der Hürden der KfW). Fremdbankkunden, bzw. Neukunden steigen oftmals mit einem zu schwachen Rating ein, da den Maschinen die Kontoverhaltensdaten fehlen. Genaueres lässt sich aber hier noch nicht sagen. Die Lage ändert sich stündlich!

 

Was kann ich als Selbstständiger nun tun?

 

Zunächst einmal muss man sich im Klaren sein, dass das Sicherstellen der Liquidität nun der wichtigste Faktor ist um diese Krise zu überstehen. Bestimmt haben die meisten bereits an folgende Maßnahmen gedacht, einige aber bestimmt nicht. Daher gebe ich diese Tipps der Vollständigkeit trotzdem:

 

Da man die Fixkosten weiterhin bezahlen muss, ist es nur logisch zu versuchen sie zu senken.

 

  • Tilgungsaussetzung/Ratenstundungen für bestehende Kredite beantragen (die Banken sind derzeit in der Beziehung recht offen und kommen ihren Kunden entgegen)
  • Stundungen beim Finanzamt beantragen (Einkommenssteuer/Gewerbesteuer)
  • Kurzarbeit für das Personal beantragen (die Hürden wurden gesenkt)
  • Mit Vermietern und Lieferanten sprechen und Zahlungsaufschübe vereinbaren

 

Spätestens jetzt wäre auch der Zeitpunkt seine wirtschaftlichen Unterlagen auf Vordermann zu bringen. Zum einen ist es ganz einfach oftmals Voraussetzung um überhaupt ein Darlehen, geschweige denn Förderdarlehen, zu erhalten. Zum anderen macht es auf den jeweiligen Analysten auch einen weitaus besseren Eindruck, wenn man seine Sachen komplett zur Verfügung stellen kann. Und je weniger Nachforderungen und Nachfragen es von der Bank gibt, desto schneller ist der Prozess.

 

Dabei sollte man nicht nur auf die Aktualität der Unterlagen achten, sondern auch ob diese korrekt gebucht sind. Mir bringt es bspw. nichts, wenn die Anfangsbestände nicht gebucht sind! Dann sind die Salden absolut nicht aussagekräftig.

 

Mindestanforderungen, möglichst in digitaler Form:

 

  • Jahresabschluss 2018, (Minimum wäre die Anlage EÜR der Steuererklärung 2018)
  • BWA inkl. Summen- und Saldenliste Dezember 2019
  • evtl. vlt. sogar eine BWA inkl. SuSa vom ersten Quartal 2020
  • Einkommenssteuerbescheid 2018
  • Schriftliche Erklärung wie sich die Pandemie auf den Geschäftsbetrieb auswirkt und welche Gegenmaßnahmen getroffen wurden
  • Investitionsplan und realistische Umsatz- und Gewinnprognose
  • Aktueller Personalausweis
  • Vermögensnachweise / Hinweis auf evtl. Sicherheiten

 

Was tun die Banken?

 

Sie arbeiten - soweit ich es beurteilen kann - allesamt mit Hochdruck an der Implementierung der KfW-Förderdarlehen. Auch wird intern darüber diskutiert wie man mit Bestandskunden und deren Liquiditätsengpässen künftig umgehen will, und welche Prozesse dazu nötig sind, oder ob gar eigene "Leitplanken" aufgestellt werden um den Unternehmer in dieser schwierigen Lage zu unterstützen. Generell ist das Signal "von oben", dass wir als Bank hinter unseren Kunden stehen wollen und auch müssen.

Ich war alleine am letzten Wochenende in fünf jeweils mehrstündigen Telefonkonferenzen außerhalb meiner regulären Arbeitszeit. Man versucht wirklich mit allen vorhandenen Mitteln die Umsetzung solcher Maßnahmen so schnell wie möglich zu realisieren.

 

Währenddessen sind auch wir nicht vor dem Virus sicher. Um den Geschäftsbetrieb sicherzustellen wurden jedoch Gegenmaßnahmen ergriffen, wie bspw. Home Office oder auch sogenannte "Split Operations". Jedes Team wird aufgeteilt und räumlich voneinander getrennt, sodass - falls es einen bestätigten Corona-Fall gibt - nicht das gesamte Team in Quarantäne muss, sondern nur der betroffene Teil.

Das heißt auch, dass wir aktuell daran arbeiten möglichst sämtliche Prozesse zu digitalisieren.

 

Obwohl auch andere Abteilungen unterstützen werden, ist es nicht möglich sämtliche Arbeiten von "fachfremden" Personal, selbst innerhalb der Bank, umsetzen zu lassen. Meine Abteilung hat seit Jahren Probleme Stellen zu besetzen, weil es nicht genug fachkundiges Personal gibt. Hier rächt sich ein wenig die Personalpolitik der letzten Jahre, wenn man gute Azubis nicht übernimmt, und stattdessen eine Reihe von Zeitarbeitern alle sechs Monate für Hilfsaufgaben einstellt.

 

Ich muss das an der Stelle deutlich schreiben: Mit unserer "optimierten" Truppe bekommen wir kaum das Tagesgeschäft gestemmt. Zusätzlich belasten uns seit diesem Jahr Themen wie verschärfte Geldwäsche-Regeln und etwa das Transparenzregister des Deutschen Zolls.

 

Selbst die Vergabe eines Darlehens über 10.000 EUR ist viel komplexer als die meisten ahnen können. Die Bank will und wird hier noch etliche Prozesse anpassen um Zeit zu sparen. Überstunden und Wochenendarbeitszeiten sind bereits beim Betriebsrat beantragt.

 

Ich muss leider daher jedwede Hoffnung auf kurze Bearbeitungszeiten von vornherein nehmen. Es ist den Analysten definitiv geholfen wenn man die Unterlagen möglichst komplett abgibt, und auf E-Mails reagiert. Ich habe in diesem Monat bereits 55 Anträge in Bearbeitung genommen. Davon waren 40 (!) unvollständig. Ich kann es mir nicht mehr leisten den Leuten hinterherzurennen. Auch kann ich es mir nicht mehr leisten jedem meine Mail am Telefon nochmal vorzulesen, weil derjenige das Geschriebene nicht verstehen will oder kann.

 

Ich habe momentan auch genug regulatorische Themen auf dem Schreibtisch.

 

Wir versuchen alles um den Erwartungen und unserer Verantwortung gerecht zu werden, und ich schiebe auch sehr gerne Überstunden. Macht es uns bitte etwas leichter.

 

Ich wünsche allen viel Kraft, viel Ausdauer und viel Erfolg in den nächsten Wochen und Monaten.

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23.03.2020 21:09    |    Goify

Vielen Dank für die Auflistung.

Bis auf die bayerische Soforthilfe habe ich noch nichts beantragt. In meinem Fall würde es enorm helfen, wenn man die Umsatzsteuervorauszahlung oder auch einfach die Umsatzsteuervoranmeldung ein paar Monate aussetzen könnte. Das ist wohl anscheinend noch nicht vorgesehen.


23.03.2020 21:13    |    Ascender

Einen Versuch ist es Wert. Am besten den Steuerberater kontaktieren. Soweit ich weiß sind regulär auch Umsatzsteuerstundungen möglich. Man braucht nur einen guten Grund. Den könnte die Krise jetzt liefern. Die Finanzämter sind angewiesen großzügig mit Stundungsanträgen umzugehen. Ob der Grund "Corona" auch bei der Umsatzsteuer Anwendung findet, weiß ich allerdings nicht.

 

Wenn mir jemand mit dem Satz kommt, etwas sei nicht möglich, dann behaupte ich immer gerne, dass wir mit ferngesteuerten Autos auf dem Mars rumfahren. Nichts ist unmöglich. Man muss es nur wollen. ;)


23.03.2020 21:48    |    PIPD black

Umsatzsteuer ist fast so schwierig wie Lohnsteuer. Lohnsteuer ist treuhänderisch einbehalten und für die Arbeitnehmer abzuführen. Umsatzsteuer ist auf das Entgelt aufgeschlagen und von Kunden bereits bezahlt worden. Man hat also dieses Geld tatsächlich auch erhalten. Wie mit der Lohnsteuer verhält es sich auch bei den Sozialabgaben. Über alles kann man mit den Behörden reden, nur bei den Dingen sind sie immer komisch und auf Zack.

 

Bei Gewerbe- und Einkommen-/Körperschaftsteuer ist es nun anders. Da wird die eigene Leistungsfähigkeit besteuert. Da die jetzt reduziert ist, kann man diese Vorauszahlungen oder auch Nachzahlungen stunden lassen. Für die Vorauszahlungen können auch Reduzierungen leichter erreicht werden. Ob die Finanzämter da so ohne Weiteres mitspielen, bleibt abzuwarten. Die ersten Anträge sind unterwegs.

 

Wer nun meint, man läßt das einfach stunden, parkt das Geld auf der Bank und zahlt dann irgendwann später, dem sei gesagt: 1. ist das unsozial und 2. kostet so ein Antrag beim Steuerberater auch Geld. Ob’s das wert ist?:confused:

 

Wie Ascender schon schrieb, ist es von der Regierung nicht gewünscht, schon vorher marode Firmen zu unterstützen. Aber auch da gibt es Möglichkeiten. Z. B. über Bürgschaften der Landesbanken. Da ist es wohl aber so, dass die keine Altlasten übernehmen bzw. absichern. Wie da der Werdegang im Einzelnen dann ist, muss mit den Beteiligten Kreditinstituten geklärt werden.


23.03.2020 21:50    |    Ascender

Was mir gerade noch einfällt um die Liquidität zu erhöhen:

 

- Factoring beim hohem Forderungsbestand

- Mit den Versicherungen über Reduzierungen der monatlichen/jährlichen Beiträge verhandeln. Wenn bspw. das Betriebsgelände aktuell nicht mehr genutzt wird, ist auch das Risiko, dass sich dort Mitarbeiter und Kunden verletzen könnten nicht mehr gegeben.


23.03.2020 21:53    |    PIPD black

Dann könntest du auch den Fuhrpark (oder andere Dinge) beleihen, wenn der aktuell nicht gebraucht und nicht gerade geleast ist.


23.03.2020 21:57    |    Ascender

Zur Umsatzsteuer:

 

Ich habe bereits mehrfach gesehen, dass Unternehmen ihre Umsatzsteuer beim Finanzamt gestundet, bzw. in Raten gezahlt haben.

 

Auf die Schnelle habe ich das hier gefunden:

 

https://www.vordruck-vorlage.de/bank-finanzformulare/steuervordrucke/

 

Möglich ist es, und man müsste es ausprobieren/sich erkundigen ob "Corona" ein tauglicher Grund ist. Wie beschrieben: Die Finanzämter sind dazu angehalten möglichst kulant zu sein. Und wenn man dann noch aufzeigt wie man die Umsatzsteuer zurückzahlen will, bzw. aus welchen Gründen man in diese Lage gekommen ist, hat man auch höhere Chancen.


23.03.2020 22:06    |    PIPD black

Versuch macht kluch aber selbst in deinem Link steht:

Zitat:

Warum ist die Umsatzsteuer ein Sonderfall?

 

Aus steuerrechtlicher Sicht ist eine Stundung der Umsatzsteuer zwar nicht ausgeschlossen. In der Praxis werden fällige Umsatzsteuerbeträge aber nur selten gestundet. Denn die Umsatzsteuer ist eine Steuer, die Sie als Unternehmer von Ihren Umsätzen für den Staat einbehalten und nur an den Fiskus weiterleiten. Sie nehmen die Umsatzsteuer somit treuhänderisch entgegen. Folglich dürfen Sie das Geld nicht für Ihre eigenen Zwecke nutzen. Und aus diesem Grund spielt Ihre finanzielle Situation letztlich auch keine Rolle. Vielmehr müssen Sie die Umsatzsteuer, die Sie wie ein Treuhänder für den Staat angenommen haben, an den Fiskus abführen. Daher brauchen Sie schon einen guten Grund, wenn Ihre Umsatzsteuerschuld gestundet werden soll. Eine Betriebsprüfung, die zu einer hohen Nachzahlung führt, weil Sie durch fehlerhafte Eingangsrechnungen zu Unrecht Vorsteuerbeträge in Anspruch genommen haben, kann ein solcher Grund sein.

Das Finanzministerium SH schreibt in seinem Erlass von letzter Woche auch nur von Stundungserleichterung hinsichtlich ESt/KSt/GewSt.

 

Man darf auch nicht außer acht lassen, dass die reguläre Stundung theoretisch erst dann greifen kann, wenn der Unternehmer faktisch schon längst Insolvenz anmelden müßte. Gut, dass aktuell sowohl Erleichterung bei der Stundung als auch zur Anmeldung der Insolvenz durchgesetzt wurden.


23.03.2020 22:07    |    Ascender

Eben, was anderes habe ich auch nicht behauptet. ;)


23.03.2020 22:11    |    PIPD black

Richtig. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass es eben kein Selbstläufer ist. Und ich bezweifel auch, dass die Finanzämter so großzügig sind, wie es die Bundesregierung verspricht. Aber das wird die Zeit zeigen.

 

So haben alle Behörden aktuell mit den Neuerungen zu kämpfen. Viele Unternehmer haben KUG beantragt. Dazu langt es, einen einfachen Bogen mit Anmeldung zum KUG ab Monat x.xx einzureichen. Der Rest funktioniert aber noch nicht. Die Lohnprogramme, die die Bescheinigungen dann mit Leben füllen, gibt es noch nicht.


24.03.2020 06:14    |    Goify

Wenn ich merke, dass es knapp werden kann, bespreche ich das mit meinem Steuerberater. Noch bin ich davon einige Monate Zahlungsausfall entfernt und noch fliest das Geld.


24.03.2020 08:40    |    Ascender

Das freut mich sehr, Peter.


24.03.2020 13:42    |    StBMW

Hallo,

 

die Rückzahlung des Betrags für die Dauerfristverlängerung bei der Umsatzsteuer ist bei begründeten Anträgen ebenso wie die Stundung der fälligen Umsatzsteuervorauszahöungen möglich; einzig die Lohnsteuer bleibt außen vor.

 

Quelle: Bundessteuerberaterkammer - unter den Downloads

 

Michael


24.03.2020 16:47    |    PIPD black

Nun gibt’s auch für SV-Beiträge die Stundung.


24.03.2020 20:49    |    Ascender

Unglaublich. Aus Bankensicht kann ich an der Stelle nur schreiben, dass wir das durchaus problematisch sehen.

Sprich: Für den Moment ist das sicherlich ein legitimes Mittel um zu überleben. Aber wenn die Krise überstanden ist, werden garantiert einige Selbstständige die Steuerschulden mit Krediten tilgen wollen. Ich kann mir gut vorstellen, dass wir den einen oder anderen Bestandskunden in der Situation unterstützen werden. Aber Fremdbankkunden / Neukunden werden es definitiv schwer haben. Wer Probleme mit seiner Hausbank hat, der hat schon verloren. :(


24.03.2020 21:32    |    PIPD black

Ganz meine Gedanken zu dem ganzen Stundungskram.


26.03.2020 12:46    |    PIPD black

Seit heute sind die Anträge auf Soforthilfe online.

Wer gedacht hat, dass man da leicht dran kommt, hat die Rechnung ohne unsere Bürokratie und Formalismus gemacht. Somit dürfte sich der Ansturm auf die Banken deutlich erhöhen.;)


26.03.2020 13:07    |    Goify

Wieso, der Antrag hat doch nur zwei Seiten und ich weiß von Kollegen, dass die ersten das Geld schon auf dem Konto haben (ich spreche von Bayern).


26.03.2020 13:50    |    PIPD black

Hoffentlich haben sie sich "eure Anleitung" auch gut durchgelesen bzw. einen Anwalt an der Seite gehabt. Denn den werden sie u. U. in ein paar Wochen brauchen. Das Ding ist ein Muster der Juristerei. Der schleswig-holsteine Antrag umfaßt übrigens 3 Seiten, ist ausführlicher, hat aber den gleichen Inhalt.

 

Ich kann nur jedem raten, sich die bayrischen Hinweise dazu gut durchzulesen und sich genau zu überlegen, was er da unterschreibt. Mit einfach mal eben zurückzahlen, wenn die Krise vorbei ist, ist es nicht getan. Stichwort: Subventionsbetrug. In SH wird da explizit darauf hingewiesen.

 

Zitat:

Frage:

Was versteht man unter dem Punkt 6 „Höhe des entstandenen Liquiditätsengpasses“ des Antrages?

 

Antwort:

Die Höhe der anfallenden Kosten ab 11. März 2020, die auf Grund der Corona-Krise ohne Eigen- oder Fremdmittel nicht mehr beglichen werden können. Ein Verdienst- oder Einnahmeausfall alleine ist kein Liquiditätsengpass!

Für die Berechnung des Engpasses kann ein Zeitraum von maximal 3 Monaten herangezogen werden, beschränkt auf die Kosten ab 11. März 2020.

Bei verbundenen Unternehmen ist hinsichtlich des Liquiditätsengpasses auf das Gesamtunternehmen abzustellen.

 

Frage:

Muss ich erst mein ganzes Privatvermögen einsetzen bevor ich den Zuschuss beantragen kann?

 

Antwort:

Vor Inanspruchnahme der Soforthilfe ist verfügbares liquides Privatvermögen einzusetzen. Nicht anzurechnen sind z. B. langfristige Altersversorgung (Aktien, Immobilien, Lebensversicherungen, etc.) oder Mittel, die für den Lebensunterhalt benötigt werden.

Bei Kapitalgesellschaften müssen zunächst die liquiden Mittel des Betriebsvermögens eingesetzt werden. Das Privatvermögen bleibt auf Grund der gewünschten Trennung von Privat- und Betriebsvermögen unberücksichtigt.


26.03.2020 13:57    |    Apolo2019

Das bedeutet dann der Kleinunternehmer zahlt mit dem privaten Geld die Miete, Strom usw. von den Geschäftsräumen und kann sich dann kein Brot mehr kaufen. Aber Zuschuss gibt es nicht da die Forderungen der Firma beglichen werden konnten?


26.03.2020 13:59    |    Goify

Na da bin ich mal gespannt, denn auf mich trifft nichts zu und ich behaupte mal, 50 % aller Unternehmen haben das ebenfalls so wie ich gemacht: "Es könnte eng werden, Aufträge haben sich verschoben, beantragen wir mal die Soforthilfe."


26.03.2020 15:10    |    PIPD black

Zitat:

Es könnte eng werden....

Genau darum geht es bei SOFORT-Hilfe mMn nicht.

Es geht darum, den JETZT in Not geratenen Unternehmen zu helfen!!!!

 

 

 

(Privates) Geld, was zur Versorgung (LEBENSUNTERHALT s. o.) gedacht ist, mußt du nicht zur Firmenrettung hernehmen. Aber wenn da Guthaben auf der Bank sind, die das übersteigen, sind einzusetzen. Läuft dann wohl unter "unternehmerischen Risiko".

 

Ich habe diesen Quatsch nicht erfunden, ich interpretiere das nur für mich. ABER wer sich hier bedient, muss darauf gefaßt sein, dass es Prüfungen geben wird. Ich denke, der Weg zur Hausbank dürfte einfacher und risikoärmer sein, als den Antrag zu unterschreiben. In wieweit bei den gewährten Krediten dann Sondertilgungen möglich sind, weiß ich nicht. Aber ggfs. könnte man sich da die Kohle erstmal sichern und dann später in einem Schwung zurückzahlen, wenn man sie nicht wirklich oder nur zur Überbrückung braucht.

 

Kosta übernehmen Sie.....


26.03.2020 15:15    |    Goify

Von einem zusätzlichen Kredit kann ich nur abraten, denn das schmälert auf viele Jahre die Bonität. Besser ist es, die vorhandenen Kredite zeitweise tilgungsfrei zu stellen. Das hilft auch erst mal und man hat keinen ewig langen Prozess für den neuen Kredit und muss vorher darlegen, wieso man das Geld benötigt. Gerade von den KfW-Krediten, die jetzt gerade aufgelegt wurden, raten einige Banker ab.


26.03.2020 15:18    |    PIPD black

Da kann Kosta ja mal seine Meinung zu kundtun.;)

Ich oben nochmal was ergänzt.


27.03.2020 07:22    |    Ascender

Also die KfW-Förderdarlehen sollen ja auch durch uns Banken an den Mann gebracht werden. Die sehen wir eher unkritisch, weil die KfW ja 80 bis 90% des Risikos übernimmt ("Haftungsausschluss"). Das ist natürlich gerade in Krisenzeiten ein tolles Mittel für die Hausbanken Geld zu verdienen.

Allerdings sind diese Darlehen nur, wie ich oben schrieb, für gute Bonitäten, und die Voraussetzungen an Unterlagen sind sehr hoch. Bzw. generell ist der Aufwand sehr hoch, und wer bei Antragsstellung und während der Laufzeit einen Fehler macht, der verliert den Haftungsausschluss und steht am Ende mit 100% des Risikos da. Ich bin da kein Fan von. Aber die Banken wollen es unbedingt.

 

Die Länder-Soforthilfen sehe ich aus Bankensicht auch unkritisch. Wir empfehlen sogar unseren Kunden diese Mittel zu beantragen. Zumindest um eine Zeit zu überbrücken.

 

Und wir bieten auch sehr kulant Ratenstundungen an. Außerdem kündigen wir keine Kontokorrentkredite, wenn unsere Systeme das eigentlich verlangen (keine Kontoumsätze mehr, Dauerinanspruchnahme, etc.). Ich kann mir auch vorstellen, dass wir KKK-Linien sehr unkompliziert umschulden können, allerdings dann mit gleichzeitiger Reduzierung des KKKs.

 

Wie diese Länderfinanzhilfen juristisch zu sehen sind, kann ich nicht beurteilen. Goify hatte mich auf das Land Bayern aufmerksam gemacht. Ich habe mir das vor ein paar Tagen angesehen, weil viele Kunden bei mir danach fragen. Über die Wortwahl in den Verträgen hatte ich mich auch schon gewundert. Man will wohl verhindern, dass man bspw. ein Unternehmen neu gründet und die Hilfen beantragt. Dass man das ganze Gesindel anlockt, wenn es Geld gibt, ist ja klar.

 

Was wir durchaus für die Zukunft als problematisch sehen sind Steuerstundungen. Da wird man sehen müssen wie sich die Finanzämter in zwei Jahren verhalten. Ob die dann immer noch so kulant sind? Vor allem hängen die Leute, die in der Vergangenheit bei uns Kredite beantragt haben, oftmals mit den Steuern bereits hinterher. Und wenn die jetzt noch die Stundungen annehmen, dann wird es irgendwann ganz düster. Steuern finanzieren wir nur mit kurzen Laufzeiten, denn das Geld dafür hätte ja längst zurückgelegt werden müssen.

 

Übrigens: Meine Bank, und wenn ich mich gerade so umhöre alle anderen auch, lehnen Neukundenanträge rigoros ab. Wenn das nicht unser Bestandskunde ist, und wir sehen, dass es vlt. eine schwache Branche ist (bspw. Gastronomie), und derjenige hat keine Liquidität, dann verschwenden wir damit nicht mehr unsere Zeit. Der Run hat längst begonnen, und wir werden Kapazitäten für die KfW-Darlehen benötigen. Da steht der Prozess übrigens immer noch nicht. Der Vertrieb reicht schon Munter Förderanträge ein, aber keiner hier weiß so richtig wie man das bearbeitet und welche Stolperfallen es gibt.

 

Inzwischen haben wir fast alle Prozesse bei uns digitalisiert. Und wenn ich wollte, könnte ich vom Home Office aus arbeiten. Ich habe ein 2er-Büro, da ist es eigentlich sehr angenehm zu arbeiten, und die Ansteckungsgefahr nicht so hoch, wenn ich mit dem Auto von Tiefgarage zu Tiefgarage fahre. Vielleicht mal einen Tag in der Woche, oder so.

Samstagsschichten wird es geben und ich darf nun Überstunden kloppen bis zum Abwinken.

 

Es ist schon komisch. Während die meisten Leute zu Hause sind, kann ich mich kaum retten vor Arbeit. Aber ehrlich gesagt ist es mir so rum lieber.


27.03.2020 07:59    |    Goify

Die Frage ist ja, was eine in Not geratene Firma mit einem Kredit macht, wenn die generelle wirtschaftliche Lage angespannt bleibt. Wie soll ein Unternehmen, welches in Boom-Zeiten keine Rücklagen bilden konnte, in mauen Zeiten zusätzliche Kredite bedienen? Das ist am Ende oft nur eine verschobene Insolvenz. Gerade Hotels haben oft recht hohe Kredite in Millionenhöhe laufen, da sie damit die notwendigen Erneuerungen und Erweiterungen bezahlt haben. Noch ein Kredit oben drauf macht es nicht besser.

 

Man wird sehen, wie es weiter geht. Ich habe noch viel zu tun, aber das ist auch nur eine Momentaufnahme.


27.03.2020 10:55    |    Ascender

Übrigens sehe ich lieber Kfw-Förder-Anträge mit Tilgung als ohne.

Es gibt ja die Option ein endfälliges Darlehen zu beantragen, aber wird man wirklich in zwei Jahren die Mittel haben um die Summe auf einen Schlag zurückzuzahlen? Dann hat die Hausbank ja wieder 100% des Risikos.


27.03.2020 11:18    |    PIPD black

.

Zitat:

Wie soll ein Unternehmen, welches in Boom-Zeiten keine Rücklagen bilden konnte, in mauen Zeiten zusätzliche Kredite bedienen? Das ist am Ende oft nur eine verschobene Insolvenz.

Und genau für diese Unternehmen sind die Soforthilfen ebenfalls nicht gedacht. Steht auch so im Antrag.

Der Liquiditätsengpass muss durch Corona (Schließung, Quarantäne, Stornierungen etc.) ausgelöst worden sein.

 

Wir erleben es hier gerade hautnah. Die Leute wollen unbedingt diese SOFORThilfen, weil es was gibt, nicht weil sie es brauchen. Das ist asozial. Die Gelder soll kriegen, der sie jetzt benötigt und nicht der, der meint, dass er sie irgendwann mal benötigt......

 

Hier kam gerade ne Kundin -ohne Scheiß- sie macht lauter Sondertilgungen bei der Bank, verschenkt ihr Geld an die Kinder.....SIE WILL DIE 9.000,- EURO!!!!!

 

 

Kosta, vielen Dank für den Einblick in deine Welt.:)

 

Ich mach jetzt erstmal ne Woche Urlaub.....


27.03.2020 11:32    |    Ascender

Ich kann aber auch jeden Selbstständigen verstehen, wenn er vorsorglich schon mal nach allen Mitteln greift. Die Lage kann sich schließlich selbst für die Unternehmer drehen, die jetzt noch Aufträge und entsprechende Rücklagen haben.

 

EDIT:

 

Es ist ja auch irgendwo unfair, wenn man diejenigen, die aus welchen Gründen auch immer, keine Rücklagen gebildet haben, auch noch "belohnt", den fürsorglichen Unternehmer allerdings nicht.


27.03.2020 11:53    |    Goify

So ist es, Kosta.


27.03.2020 15:17    |    PIPD black

Und das rechtfertigt falsche Angaben und das Erschleichen von Sozialleistungen?

Über Gründe und Hintergründe kann man sicherlich streiten.

Nur wegen der paar Kröten am Ende vorbestraft und mit Gewerbeuntersagung oder Berufsverbot dazustehen?

Kann man machen muss man nicht.

Wenn die Antragsteller mit der Kohle ihren Laden am Laufen halten und die Arbeitnehmer weiterbeschäftigen können, dann ist das OK, weil diese Leute nicht dem Sozialstaat zukünftig auf der Tasche liegen.

 

Bislang haben wir nur sehr wenig Klientel, was die Voraussetzungen für die immer noch SOFORThilfe erfüllt......bei 10 oder 15, die danach krähen, nur weil es was gibt und sie nicht die Dummen sein wollen, die leer ausgehen.:mad:

 

Nicht meine Denke, nicht mein Anspruch.

 

Aber nächste Woche kennen wir hoffentlich den Zeitpunkt, wann der Liquiditätsengpaß eintreten darf/muss, um die Sorforthilfe zu erhalten.....

 

Ich gehe davon aus, dass mind. 50% eher 75% der Hilfen abgelehnt werden, weil falsche oder unzutreffende Angaben gemacht wurden. Eine heutige Zusage und Auszahlung ist kein Garant für die Richtigkeit.

 

Gerade solche Sachen wie auch die Investitionszulagen wurden immer akribisch geprüft.


27.03.2020 15:25    |    Goify

Dann denkst du offensichtlich anders als die Kammern und die meisten Steuerberater. Ich habe in der letzten Woche mit vielen Unternehmern gesprochen und die meisten erzählten, dass ihr Steuerberater ihnen geraten hat, die Soforthilfe schon mal zu beantragen, denn keiner weiß, wie es weiter geht und wenn es noch schlimmer wird, hat man wenigstens etwas bekommen. Brauchte man das Geld am Ende nicht, kann man es noch immer mit der Jahressteuer oder einem anderen Modus zurückzahlen.

Wenn alle Unternehmer ehrlich wären, müsste fast keiner die Soforthilfe beantragen, denn nur von 14 Tagen ohne Umsatz (bis jetzt), geht fast keiner Pleite. Demzufolge hätten sich nahezu alle die Soforthilfe erschlichen. Die Formulierung in dem Antragsbogen für die Soforthilfe ist einfach sehr unglücklich formuliert, wenn sie nur für Unternehmer gilt, die Stand heute fehlende Liquidität haben und somit direkt vor der Insolvenz stehen. Dann standen sie vor 14 Tagen eben exakt 2 Wochen Umsatzausfall vor der Insolvenz.


27.03.2020 16:47    |    Ascender

Außerdem geht es ein Stückchen weit jedem Unternehmer um Planungssicherheit. Kein Mensch weiß wie lange diese Situation andauert, und wie lange man keine Umsätze generieren kann. Muss man Leute bereits jetzt schon entlassen? Kommen die Aufträge nach der Krise wieder? In eine ungewisse Zukunft zu blicken stelle ich mir da schon sehr schwierig vor.

 

Ich muss auch ehrlich sagen, es erstaunt mich nicht mehr in diesem Land: Was die Politik einerseits verspricht, wird am Ende doch nicht umgesetzt, oder so verkompliziert, dass am Ende damit keiner mehr was anfangen kann und der ganze Laden an die Wand gefahren wird.


28.03.2020 19:39    |    Lumpi3000

Ich bin ja nur ein einfacher dummer Handwerker, nicht mal selbstständig. Deshalb - Sorry wenn ich so blöd nachfrage, ich kanns ja einfach auch nicht wissen :D

 

Ich frag mich ja, wenn Unternehmer jetzt schon nach Hilfen welcher Art auch immer schreien, haben die dann nicht vorher schon etwas falsch gemacht? Scheint mir so als würden einige über ihre Verhältnisse leben (arbeiten).

Außerdem soll die Wirtschaft in den letzten Jahren ja richtig gebrummt haben, da müsste Kohle da sein.

 

Genau für solche Situationen (plötzlich arbeitslos, Kurzarbeit, Krankheit, etc.) hab ich mir ein paar Euros auf die Seite gepackt, um ein paar Monate überbrücken zu können.


28.03.2020 20:07    |    Goify

Mit einem paar Monate überbrücken kommt man bei dieser Wirtschaftskrise nicht weit. Außerdem reinvestieren die meisten Unternehmer und bilden keine Rücklagen. Auch der Staat bestraft einen Unternehmer, wenn er Geld bunkert, anstatt es zu investieren.


28.03.2020 20:10    |    Habuda

Wie bestraft der Staat denn die Unternehmen, wenn diese Geld bunkern?


28.03.2020 20:14    |    Goify

Wenn ich mein Geld, was ich eingenommen habe, gleich wieder investiere, habe ich keinen Gewinn gemacht und muss darauf keine Steuern (und oft der Chef keine Sozialabgaben, je nach Unternehmensform) zahlen. Baue ich allerdings ein Polster auf, muss ich jeden Euro, der auf dem Firmenkonto liegen bleibt, versteuern, weil das ja der Gewinn ist.


28.03.2020 20:22    |    Habuda

Das würde ich jetzt nicht als Strafe sehen.


29.03.2020 00:06    |    Ascender

@Lumpi3000

 

Du hast absolut recht. Die meisten Selbstständigen, die bei uns nach Krediten fragen, leben tatsächlich über ihren Verhältnissen. Sie geben zu viel Geld aus, bilden keine Rücklagen, und am Ende ist es für sie dann auch ein Problem Steuern zu bezahlen. Und ja, es ist für mich sehr beunruhigend zu wissen, dass die meisten Personen - egal ob Selbstständig oder nicht - trotz zehn Jahre anhaltendem Boom keine Vermögenswerte aufbauen konnten.

 

Ich würde das aber schon differenzieren. Denn etwa ein Existenzgründer, hat in der Regel bereits jeden verfügbaren Euro in seinen Laden reingesteckt, und er muss ja auch noch von etwas leben. Und wenn ihn dann so eine unerwartete Krise trifft, ist der natürlich total unvorbereitet. Von den Existenzgründern gehen statistisch alleine im ersten Jahr 50% in die Insolvenz. Und das zu Boom-Zeiten!

Oder es gibt auch die erfolgreichen Unternehmer, die aber bspw. gerade eine zweite Filiale eröffnet, und dadurch ihre Liquidität eingebüßt haben. Die trifft es auch unvorbereitet und doppelt hart, weil sie mehr Mitarbeiter haben und doppelte Miete, und der neue Laden hat noch keinen Cent abgeworfen. Das ist schon bitter.

 

@Goify

 

Stimmt nur zum Teil. Bei einer GmbH bspw. bezahlt sich der Geschäftsführer ein Gehalt, das geht von den Personalkosten runter. Wenn da natürlich ein Gewinn übrig bleibt ist das "suboptimal", weil man den separat - neben der Lohnsteuer - auch noch versteuern muss.

 

Bei einem Einzelunternehmer ist das aber was anderes. Da ist jeder Cent Gewinn gleichzeitig auch das Einkommen des Selbstständigen. Je mehr, desto besser. Aber natürlich muss derjenige dann auch Einkommenssteuer zahlen.


30.03.2020 11:35    |    PIPD black

Inzwischen hat die Investitionsbank SH ein Erklärvideo für den Antrag eingestellt.

 

https://www.ib-sh.de/.../

 

Und was ich oben schon schrieb, findet sich an verschiedensten Stellen bestätigt:

 

https://www.ib-sh.de/produkt/corona-soforthilfe-programm/

 

Zitat:

Die Corona-Soforthilfe soll kleinere Gewerbetriebe und Selbständige rasch und unbürokratisch finanziell unterstützen, die durch die Corona-Pandemie in eine akute existenzbedrohende wirtschaftliche Lage und in Liquiditätsengpässe geraten sind.

Zitat:

Liquidität, um laufende Betriebsausgaben wie z. B. Mieten, Kredite für Betriebsräume und Leasingraten für die nächsten 3 Monate zu überbrücken.

Somit sollte wohl jedem klar sein, wenn er den Antrag trotz anderer Bedingungen als hier geschildert gestellt hat, hat er sich strafbar gemacht. Die Hilfen sind für die, die jetzt in Not sind und nicht womöglich irgendwann in Notlage geraten könnten.

 

 

Mögen Kammern und Berater, die die nicht gesetzeskonforme Beantragung unterstützen, sich hoffentlich gut abgesichert haben. Von ihrer Versicherung sind entsprechende Schadensersatzansprüche bei derartiger Falschberatung nicht gedeckt. Wenn es nicht die Unternehmer sind, dann die Staatsanwälte oder Insolvenzverwalter.

 

 

Hast du Geld auf der Bank und Nudeln im Schrank, hast du sehr wahrscheinlich keinen Anspruch auf diese Soforthilfe.

 

@Goify Den Gewinnbegriff lasse dir nochmal von deinem Berater erklären. So einfach, wie du es darstellst ist es nicht. Der Kontostand kann ein Indiz für Gewinn sein, sagt aber im Prinzip nix aus. Eben auch weil du von Reinvestition gesprochen hast. Hast du 100.000 Gewinn gemacht und investierst 100.000 in ein Haus, hast du trotzdem noch ein Gewinn von ca. 100.000. Denn Abschreibung gibt’s nur auf den Gebäudeteil und dann auch nur 2, 2,5 oder 3% zeitanteilig im Jahr der Anschaffung. Nur mal so am Rande. Näheres erfährst du von deinem Berater.


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