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02.05.2013 16:55    |    MB Dieselmaster    |    Kommentare (22)    |   Stichworte: Autos die keiner braucht!, Citan, Mercedes, W 415

Als ich am heutigen Tag den Blog von Yoshi über den CLA las, kam mir diese Idee. Kurz darauf die Meldung über den Citan und das unerfreuliche Ergebnis des Chrastests. Da war die Idee geboren: "Autos die keiner braucht!"

 

Mercedes CITAN (Renault Kangoo)

 

Der Citan hat einige würdige Vorgänger, MB 100 und den ersten Vito, beide stehen diesem Wagen in nichts nach. Eigentlich waren auch diese eines Sterns nicht würdig. Schlechte Konstruktion und was später noch schwerer nachwirkte war die mangelde Rostvorsorge.

Zum Anderen gab es in diesem Fahrzeugsegment durchaus gut Fahrzeuge, an diesen hätte man bei Mercedes ruhig mal Mass nehmen können. Zudem waren die Produkte der Konkurenz oder besser gesagt der Mitbewerber, noch nicht einmal teurer in der Anschaffung.

 

Selbst wenn man den großen Hersteller aus dem Norden etwas genauer beobachtet hätte, dann wüsste ma auch in Sindelfingen genau, was sich der deutsche Autokäufer auch in dem Segment der leichten Nutzfahrzeuge wünscht.

 

Der Caddy, ein einfach gestrichter Touran, aber mit gleicher Qualität wie dieser. Wenn auch die Materialien dem Sektor Nutzfahrzeug angepasst sind, so ist doch zu spüren, wohin VW mit diesem Fahrzeug hin möchte.

Es war mir schon immer befreundlich, wenn ein Hersteller einem Kunden etwas vor machen möchte. Etikettenschwindel kommt bei den Kunden nicht gut an und wird meist durch Missachtung gestraft, was ich auch gut finde. Neustes Beispiel auf diesem Sektor, die Marke Lancia, welche nun die Last von Chrysler tragen soll. Darauf werde ich in einem späteren Artikel auch eingehen.

 

Nun zurück zum Citan, lange habe ich überlegt, was könnte bloß für diesem MERault sprechen? Die Form? Die Ausstattung? Der Preis? Die bessere Garantie? Eine bessere Langlebigkeit? Ein besseres Händlernetz? Bessere Qualität?

Es sprich nichts, aber auch gar nichts für dieses Fahrzeug. Selbst die Produktion dieses Renaults mit Stern findet in Frankreich statt, in Werk Maubeuge, einem Renaultstandort. Bitte versteht mich nicht Falsch, auch ein Renault Kangoo, ist kein gutes Auto, aber er ist das Original und noch günstiger zu bekommen. Auch dort werden die drei Sterne aus dem Chrashtest nerven.

 

Ich hoffe euch gefällt die Idee, werde diese nach Lust und Laune fortsetzen.

 

Bilder: Daimler AG, Renault AG, Euro NCAP Chrashtest -


02.05.2013 11:19    |    MB Dieselmaster    |    Kommentare (4)    |   Stichworte: Daimler AG, Design, Designcenter, E-Klasse, Entwicklung, Mercedes, Sindelfingen, Stuttgart, w212

SINDELFINGEN - DESIGNSTUDIO

 

Die Daimler AG unterhält mehrere Designstudios – sogenannte Advanced Design Studios – auf der Welt, wo die Designer an der Zukunft der neuen Personenwagen arbeiten. Das Herz steht in Deutschland, genauer in Sindelfingen. Hier wird das Exterieur-Design entwickelt und designt. 420 Personen arbeiten hier. Weltweit sind es über 500 Mitarbeiter.

 

4 weitere Studios unterhält die Daimler AG, in Peking, Tokio, Carlsbad (Kalifornien) sowie Como.

 

Wir werden von Klaus Frenzel einem der Designer der Daimler AG empfangen, er hält den Vortrag über Design und Entwicklung, Entstehung des Designs für ein Automodell.

Kurz noch zu der Person Klaus Frenzel, er ist der Leiter "Advanced Design Deutschland" Mercedes-Benz Cars Development bei der Daimler AG und tätig an der Hochschule Esslingen, als Lehrbeauftragter für die Vorlesungen "Formgestaltung" in der Fakultät Fahrzeugtechnik.

 

Mit viel Elan und sprühender Freude gibt er einen Einblick in seinen Beruf und in die Philosophie des neuen Mercedes-Benz Designs. Für uns natülich an Hand der neuen gemopften E-Klasse W212.

 

Von der ersten Zeichnung bis zur Modellabnahme, vergehen rund drei Jahre. Viele einzelene Arbeitsschritte sind von nöten bis es zum entgültigen Entwurf kommt. Aus vorher konkurrierenden Designentwürfen, einzelner Teams entsteht die nächste Generation eines Fahrzeugs von Mercedes-Benz.

 

Zeichnung

Es beginnt wie meist mit einem weissen Blatt Papier, eine Zeichnung, das ist der Beginn, eines neuen Automobils – sei es per Hand auf dem Papier oder auch am Bildschirm. Was bislang nur im Kopf des Designers existierte, wird nun sichtbar.

 

Package

Grundlage für jedes Design ist das Package, die Summe aller technischen Vorgaben. Auf dieser Basis müssen die Skizzen so umgesetzt werden, dass Proportionen, Dimensionen und Linienführung ein stimmiges Bild ergeben.

 

Tonmodelle

Von jeden Entwuf entstehen Tonmodelle im Maßstab 1:4, denn nur hier kann man das Verhältnis der Proportionen genau erkennen und beurteilen, am Computer entstehen dazu 3D Modelle.

 

Modellauswahl

Aus zahlreichen Varianten wird die endgültige Form des neuen Automobils ausgewählt, um im Originalmaßstab formal überprüft zu werden. Es entstehen mit Hilfe von Abtast- und Fräsmaschinen erste „Prototypen“ in voller Größe.

 

Modell in Orginalgröße

Einzelheiten des neuen Modells entstehen in Handarbeit. Ein täuschend echtes Vorbild entsteht, es ist bisher nur die Aussenhaut. Alle charakteristi­schen Merkmale des neuen Autos kommen nun richtig zum Vorschein.

 

Interieurskizzen

Auch für die Innenraumgestaltung werden im ersten Schritt Zeichnungen und Renderings am Computer erstellt. Hier entstehen dann die verschiedenen Ausstattungslinien, also das Interieur, in dem sich der künftige Fahrer wohlfühlen soll. Leitmotiv dabei: "Perfect Aesthetics" – man fühlt sich bei Mercedes der Schönheit verpflichtet, jeder soll sich wohlfühlen.

 

Interieur-Tonmodell

Am besten erlebt der Designer die Form-Entwicklung im 1:1 Tonmodell, das sozusagen von innen heraus aufgebaut wird. Alle Details werden ausmodelliert, bis ein ästhetisch hochwertiges Raumgefühl entstanden ist. In der Regel werden dabei drei alternative Interieurs aufgebaut und zur Entscheidung gebracht. Es gibt auch die Präsentationswall, wo man sich schon in einem 3D-Modell bewgen kann.

 

Bedien- und Anzeigekonzepte

Material- und Farbauswahl für das Interieur werden festgelegt. Aus Hunderten von Stoff- und Ledermustern sowie einer schier unendlichen Farbpalette werden die Ausstattungsvarianten für das künftige Automobil festgelegt. Alle Bedien- und Anzeigenelemente werden entworfen und bis zur kommpletten Optimierung weiterentwickelt, es werden auch alle Vor- und Nachteile beleuchtet.

 

Interieur-Datenkontrollmodell

Alle Materialien und Farben werden unter "Echtbedingungen" auf ihre Wirkung überprüft.

Jedes Material und jede Farbe erhält einen Code und wird spezifiziert.

 

Finales Model

In Handarbeit werden das Exterieur und das Interieur mit allen Einzelheiten in einem Modell vereinigt. Ein täuschend echtes Abbild entsteht. Wie auf den Bilder zu erkennen, am Modell des G-Klasse Wagens für 2030. Alle charakteristi­schen Merkmale des neuen Autos werden sichtbar.

 

Modellabnahme

Zum Abschluss eines jeden Designs ist die Abnahme durch den Vorstand. Wenn diese erfolgreich absolviert wurde, steht dem neuen Mercedes-Benz nichts mehr im Weg und die Produktion kann beginnen.

 

Ein besonderer Dank an die Daimler AG und Herrn Klaus Frenzel.

Alle Rechte am Bildmaterial bei: Daimler AG