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E-Block von BMW 530e bis ?

Der Blog der sich dreht um Stromer, d.h. Plug-in Hybrid, Hybride und reine E-Fahrzeuge. Vorzugsweise der Marke BMW, aber auch andere interessante Modelle wie der Jaguar iPace werden sicher behandelt.

Wed Sep 12 21:56:17 CEST 2018    |    calagodXC707    |    Kommentare (11)

Hallo liebe Freunde des gepflegten elektrischen Gleitens,

 

nun kommt mit etwas Abstand mein zweiter Blogartikel und er dreht sich gleich schon nicht mehr um einen Hybriden - demzufolge auch nicht um den 530e.

Es ergab sich heute eine Mitfahrt in einem Jaguar I-Pace, die ich gern nutzte.

Das Fahrzeug ist ein Vorführer bei einem Jaguar / Landrover Händler in Wuppertal.

 

Laut dem Händler (der selbst am Steuer saß) liegt der Listenpreis bei > 100 k € und sprengt somit die Budget Linie von vielen Dienstwagenfahrer, aber da unsere liebe Regierung ja ab 1.1.2019 für eine gewisse Zeit die 1% Versteuerung halbiert *,passt es evtl. doch noch für mich, wenn die monatliche Rate auf 36 Monate und 25 k KM p.a. hinhaut, man wird sehen.

EDIT: *bei E-Fahrzeugen und Hybriden

 

Nun aber zum Einstig - zuerst mal fallen die komplett eingelassenen Türgriffe auf, die erst beim öffnen des Wagens ausfahren. Hoffentlich funktioniert das in dem Falle gut, wenn der Retter außen den Griff packen muss.

Innen ein sehr gediegenes Interieur mit Leder mit Ziernähten , Vogelaugenholzeinlagen und Aluminium. Zumindest sah es wie Alu und Holz aus - ist natürlich Geschmacksache ich fand es ok.

Das Hauptdisplay, welches vom Touch der vielen Finger schon etwas fettig aussah, ist sehr flach und bündig integriert und gefällt mir von der Machart, wie auch vom Grafikdesign. Ob es auch schlüssig von der Menüführung ist mag ich nicht beurteilen, aber schöne Gimmicks, wie eine britische Telefonzelle als Telefonicon zeigen zumindest mal etwas Hingabe zu Details, was mir liegt. Auch das gute alte im Dach integrierte Sonnenbrillenfach ist hier zu finden - hätte ich gern bei BMW naja.

Ein Head-up-Display gibt es wohl auch aber war für mich vom Beifahrerplatz nicht sichtbar.

Apropos Sitz - auf den 20 KM über Stadt- und Landstraßen bei forcierte Kurventempo saß ich sehr gut, kein rumrutschen aber auch kein unangenehmer Druck an den Beinen und der Hüfte soviel in der Kürze feststellen konnte, in diesen Sportsitzen zu spüren - eventuell ein Pluspunkt gegenüber meinen jetzigen Sitzen.

Es sind wohl auch andere Sitze verfügbar, es werden Komfortsitze sein aber das spielt keine große Rolle für mich, die verbauten Sitze sind vom sitzen her prima.

Die Platzverhältnisse sind vorne gut und ein kurzes Probesitzen hinten bot ausreichend Platz - wenn man nicht 2 m groß ist, dann könnte es knapp werden mit der Höhe, aber das betrifft mich nicht wenn der Fahrersitz meiner sein wird (i.d.R.). Was mich noch interessierte war der Kofferraum - absolut keine große Sache. Besser zu beladen als in meiner Limo aber mehr geht eher nicht rein. Für ein SUV - denn das soll er sein - ein mauer Kofferraumplatz aber für zwei Personen im Urlaub reicht es natürlich dicke. Außerdem gibt es optional eine Anhängerzugvorrichtung - etwas was ich beim 530e leider verzichten muss auch wenn der Jag nur 750 Kg ziehen darf, ich brauche aber eher einen Fahrradträgeraufstützhaken, damit komm ich gut klar.

Der I-Pace hat Allrad, ist wohl aufgrund der pro Rad verbauten E-Motoren normal.

 

So los ging es der Verkäufer war etwas übermotiviert und gab gleich ordentlich Gas und der I-Pace ging ab wie die Post mit seinen 400 Ps - ein späterer Vergleich mit der Dynamik des 530e zeigte mir, dass da in der Tat eine Leistungsklasse zu Gunsten des Jag zwischen liegt. Bis auf leises Summen waren nur Geräusche von den abrollenden 18" und quietschen der Reifen in Kurven waren wahrzunehmen. Der Wagen war innen sehr solide - gut er ist neu aber auch ein First Edition. Da wird sicher genauer hingesehen. Auf alle Fälle fühlte sich alles wertig an und noch komplett knarz frei.

 

Ich wählte eine Strecke die sehr kurvig war und wo die Landstraßengeschwindigkeit 100 km/h galt. Der weiter übermotivierte Verkäufer hielt rustikal in die Kurven und der Jaguar lag trotz seinen wahrscheinlich hohen Gewichtes wie ein Brett im gewählten Sportmodus auf dem Asphalt - beindruckend. Ob die Luftfederung da einen Einfluss hat kann ich nicht sagen – aber den I-Pace kann man auch während der Fahrt wohl absenken und anheben

 

Die angezeigte Reichweite lag am Anfang der Fahrt bei ca. 320 KM und auch die forcierten "stromgeberei" hat davon nur 10 KM abgeknabbert - wieviel real geht und ob 90 % der 90 kWh Akkus wirklich in 45 Minuten an einem "Supercharger" (gibt es die nicht nur bei Tesla?) zu laden ist, muss man erleben - aber warum nicht, wenn Jaguar wie ich hörte sein Topmodel mit 1000 KM Reichweite (ich weiß jetzt gerade nicht wie das Model heißt - XF oder so? soll ein 7er Gegner sein) bringt, sollte auch schon der I-Pace bei Reichweite und Ladezeit vorne mitspielen können.

 

Der erste Eindruck war für mich sehr ansprechend - ob es eine Markenwechsel geben wird? Keine Ahnung, bei noch über 2 Jahren Haltedauer für meinen 530e und noch mindestens einige Probefahrten zum Beispiel im BMW iX3 ist es noch zu früh das zu prognostizieren. Allerdings die Zeichen stehen schon mal auf Wechsel vom Hybrid zum reinen E-Fahrzeug – das ist klar.

 

Hat noch jemand den Jaguar I-Pace oder ggfs. andere Vollstromer gefahren und will mal seine Meinung dazu mitteilen?

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Sat Aug 25 15:55:08 CEST 2018    |    calagodXC707    |    Kommentare (14)

Guten Tag liebe Freunde des elektrifizierten Fahrens oder Gleiten,

 

dies wird mein erster Blogartikel - ich hoffe ich werde noch einige Artikel einstellen, eventuell auch noch ein paar Mitautoren gewinnen.

 

Die Idee zu einem eigenen Blog verdanke ich Motor-Talk, denn die Plattform auf der ich mich zum Thema elektrisches Fahren geäußert habe wurde geschlossen.

Es war der Thread im G30/31 Forum Informationen & Erfahrungen mit dem 530e aber das erweitere ich gerne um weitere Hybrid und E-Fahrzeuge im Blog - auch über die Marke BMW hinaus.

 

Hier nun gleich ein Thema welches alle E-Fahrer betrifft und leider manchmal auch ein Ärgernis bildet.

 

Am gestrigen Abend musste ich zu einem Elektronikshop im Centro in Oberhausen. Da ich wusste mit meinem 530e Plug-In-Hybrid würde ich nur eine Strecke elektrisch fahren können, wollte ich im Centro eins der Parkhäuser aufsuchen, wo Ladesäulen verfügbar wären. So fuhr ich ins Parkhaus 4 wo zwei Ladestationen sein sollten. Nach kurzem suchen fand ich die beiden breiten Parkboxen die durch eine auffällige grüne Farbe gekennzeichnet waren – leider gab es außer der Farbe am Boden und den Schildern, welche die beiden Parkplätze für E-Fahrzeuge auswiesen etwas entscheidendes nicht – Wallboxen oder Ladesäulen. Nur zwei Kabel hingen aus der Wand und lassen vermuten, dass hier mal Plätze entstehen sollen, nur wann? Kein Hinweis zu sehen. Blöd wenn man da extra hinfährt und man dann buchstäblich in die Röhre sieht. Siehe Bild 2

 

Heute früh dann ein Erlebnis der weiter ärgerlichen Art in der Essener Innenstadt. Wir waren zum Brunchen verabredet und ich suchte eine Ladesäule in der Nähe des Cafés wo wir verabredet waren am Kopstadtplatz. Nach etwas suchen fand ich die beiden Parkplätze, die hintereinander angeordnet mit einer mittig platzierten Ladesäule für beide Parkplätze waren, vor.

Ein 530e ist ein langes Fahrzeug – wie auch z.B. ein Tesla S. Sollten zwei Fahrzeuge dieser Art dort gleichzeitig parken wollen, wird das schwer bis unmöglich, einfach weil der Platz zu kurz ist und noch von mehreren Schilderpfosten so eingegrenzt wird, dass kaum Platz zum einparken bleibt, wenn schon ein langer Wagen dort steht. Die Stadtplaner Essens scheinen eher mit E-Fahrzeugen der Renault Zoe oder E-Smart Fahrzeugklasse zu rechnen, ein Irrtum der zu vermeidbaren Problemen führen kann, die in Parkremplern oder erfolglosen Einparkversuchen enden.

Das ärgerlichste sah aber erst meine Frau als das Auto schon an der Ladesäule angeschlossen war und der Ladeprozess via New-Motion App begonnen war.

Man muss an dieser Stelle in Essen zusätzlich zu den Kosten für das Laden auch einen gültigen Parkschein lösen, während man lädt. Somit ist es das Erste mal, dass ich einen Ladevorgang und den Parkplatz bezahlen musste. Selbst in meiner kleinen Heimatstadt haben wir E-fahrer während des Ladevorganges das Parken frei.

Somit hat uns das Laden 3,16 für 6,7 kWh plus 3 € für den Parkschein gekostet – reichlich happig. Ich werde diese Ladesäule in Zukunft meiden und empfinde sie als Abzug. Wenn man als Stadt das Abgasniveau in den Innenstädten reduzieren will, sollte man sich an Städten wie Stuttgart oder Hamburg orienteiren wo das Parken mit E-Kennzeichen auf öffentlichen Parkflächen oft ode rimmer kostenlos ist und nicht wie in Essen doppelt bezahlt werden soll. Siehe Bild 1

 

Letzter Fall Airport Düsseldorf E-Parkplatz im Parkhaus 8 – auch hier wird natürlich die Parkhausgebühr fällig, aber es handelt sich um einen privaten Betreiber der andere wirtschaftliche Ziele hat als eine Kommune sie haben sollte. Leider konnte man aber die Ladesäule des Düsseldorfer Energieversorgers nur mit einem Vertrag bei eben diesem Versorger nutzen. Mit meinen Apps von New-Motion oder Plugsurfing konnte ich den Ladevorgang leider nicht starten, somit kam ich dann noch in Zeitnot, weil ich den Parkplatz verlassen musste und einen freien Parkplatz im Parkhaus erst zwei Etagen tiefer fand.

 

Da möchte ich sagen typisch Deutschland – statt eine einheitliche Ladezugangsstruktur mit schnellen und unkomplizierten Zugang einzuführen ist es immer ein Roulette Spiel für uns E-Fahrer wenn wir ortsfremd sind, was wir wirklich vorfinden. Schlimm wird es wenn man keinen Plug-In-Hybrid hat sondern einen voll elektrischen Wagen und dann knapp kalkuliert mit seiner Restreichweite.

 

Abschließen will ich aber mit einer positiven Erfahrung mit dem öffentlichen Laden.

Bei der Supermarktkette Kaufland kann man in einigen Parkhäusern bzw. Parkplätzen kostenlos elektrisch laden. Ich fahre oft zu dem Markt in Witten an der Stockumer Straße. Eine meist freie Doppel-Ladesäule mit Ladekabeln für alle üblichen Systeme erwartet einen. Die erste Stunde parken ist kostenfrei danach bezahlt man ca. 1 € pro Stunde. Das Laden ist kostenlos, vorbildlich da kauft man gerne ein

 

Mein nächster Wagen könnte, wie das Blogtitelbild andeuten soll, ein BMW iX3 werden (oder ein Jaguar I-Pace) aber wenn die Probleme die hier im Artikel angerissen sind in zwei Jahren noch genauso sind werde ich von meiner Seite keine Freigabe von meiner besseren Hälfte bekommen. Aber bis dahin sind noch zwei Jahre Zeit.

Ich hoffe bis dahin haben sich viele Probleme gemildert oder erledigt.

 

Wie ist eure Erfahrung mit den öffentlichen Ladestationen und habt ihr Tipps wo man besser laden kann oder besser fernbleibt?

 

So das war er der erste Blogartikel - ich hoffe, er ist interessant und wenn ihr Leser mögt, gebt mir bitte ein Feedback.

Das ist wichtig, denn ich lerne noch und bin auf Hinweise was die Gestaltung und Lesbarkeit meiner zukünftigen Artikel dankbar - für Lob ebenso wie Kritik.

 

Gruß

 

Tino

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Gäääähhnnn


Lease-rider - Mopedfahrer - volvoaffin (siehe Nickname) - bei BMW mittlerweile heimisch geworden

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