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Die Pure Unvernunft

Aus dem Alltag eines PS-Junkies

10.02.2017 15:00    |    knolfi    |    Kommentare (39)    |   Stichworte: 4 (2AB), Ford, Ranger

Liebe Bloggemeinde,

 

heute war es endlich soweit und ich konnte den Nachfolger unseres Amarok beim Händler abholen.

 

Beim Ranger handelt es sich um einen 2,2l - TDCI Single Cab 4x4 in der XL Ausstattung. Die Extras sind sehr übersichtlich: außer einer Klimaanlage (die es erst ab der XL-Ausstattung gibt) und dem Offroad-Paket (HDC und Differentialsperre hinten) wurde nichts weiter geordert. Schließlich ist das ja ein Arbeitstier und kein Eisdielen-Poser. :D

 

Aber schon die Basis ist als XL-Version für einen Malocher sehr luxuriös ausgestattet: so gibt es ein BT-fähiges Radiosystem, Multifunktionslenkrad, el. Fensterheber, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, el. einstellbare Außenspiegel, Bordcomputer sowie einen USB und Aux-Anschluss für ext. Geräte.

 

All das hatte der 5 Jahre alte Amarok nicht. :eek: Und auch keinen Allrad, den ich schwerlich vermisst habe. Beim Ranger ist dieser nun zuschaltbar dabei.

 

Auch gibt es endlich serienmäßig einen Transportbügel hinter der Heckscheibe zur Fixierung von langen Gegenständen. Beim Amarok musste ich diesen als "Styling Bar" noch extra ordern...mit dem Erfolg, dass die Bar so hoch baute, dass man damit gegen den el. Torantrieb der "Pickup-Garage" gebrettert wäre, wenn man nicht mit offener Tür und verrenkt nach oben schauend, den Wagen cm genau in der Garage platziert hätte.

 

Als Zubehör hab ich dem Ranger noch eine Laderaumwanne aus robusten Kunststoff spendiert, die es ab Werk nicht gab sowie eine Unterbodenversiegelung samt Hohlraumkonservierung. Denn laut meinem Verkäufer mangelt es bei den Ranger's am Unterbodenschutz mit der Folge, dass die Kisten dort schnell durchgammeln. Mit der Versiegelung ist der Wagen gut über die Haltedauer geschützt.

 

Die serienmäßigen Sommerreifen habe ich gegen Winterreifen tauschen lassen, die wir ganzjährig fahren werden. Bei den zu erwartenden km-Leistungen von geschätzt max. 2000 km p. a. brauche ich keinen zweiten Satz. :D

 

Optisch finde ich den Ranger durchaus gelungen. Mit seinem amerikanisch anmutenden Grill sieht er ein wenig wie seine amerikanischen großen Brüder aus und ich finde, es steht ihm. Die Scheinwerferform erinnert mich irgendwie an den Mustang und überhaupt wirkt er ein wenig wie ein US-Truck...aber nur von außen. Innen eher europäisch, was einem auch schnell zurecht finden lässt.

 

Das Heck wirkt eher wieder wie ein ausgelutschter Toyota Hilux aus dem afrikanischen Busch, da statt eines Kunststoff-Heckfängers einfach ein Querrohr als Rammschutz drangeschweißt wurde. Einfach aber effektiv, denn so lässt sich die Heckklappe um 180° zu leichteren Beladung nach unten klappen und man muss sich beim Rückwärtsfahren keine Gedanken beim Fremdkontakt machen. :cool: Das Heckklappenschloss ist natürlich ein Witz. :D

 

Der Amarok sah da eher langweilig aus; hatte eben das VW-Einheitsmarkengesicht, dass man vom Touareg, Passat & Co her kannte.

 

Innen wirkt der Ranger soldie und gut verarbeitet: nichts klappert oder knarzt. Die Materialien sind zwar einfach aber ordentlich verarbeitet und man sieht in der Kabine kein nacktes Blech. So trägt die Kabine ein wenig zum Wohlgefühl bei.

 

Allzu viel Straßenkomfort sollte man allerdings vom Ranger nicht erwarten. Er federt hart und mit kurzen hoppeligen Stößen auf unebener Fahrbahn, eben wie ein Kleinst-NKW und nicht wie ein PKW. Dafür hat er eine ordentliche Bodenfreiheit weshalb ausgefahrene Feldwege wohl keine Herausforderung darstellen.

 

Allerdings sind wohl schnelle Autobahnfahrten nicht seine Stärke, aber dafür ist er auch nicht gedacht.

 

A propos LKW: Die SC-Version lässt sich angeblich als einzige Variante als LKW zulassen, was natürlich steuerliche Vorteile mit sich bringt. Und wir sind trotzdem nicht von Sonntags-Fahrverbot betroffen, da wir mangels fehlender AHK keine Hänger ziehen können.

 

Neu ist für mich bzw. uns das Adblue-System mit separaten Harnstofftank. Dieser fasst 20l und muss wohl alle 5.000 - 6.000 km aufgefüllt werden (hält bei uns also eeewig :D). Ist der Harnstoff fast leer, kommt vom System wohl eine Warnung mit dem Hinweis, in 1.800km wohl spätestens den Tank wieder zu füllen.

Da der Harnstoff an der Luft wohl schnell kristallisiert, muss man darauf achten, dass der Tank immer gut verschlossen ist. Auch wenn man beim Einfüllen wohl nicht aufpasst und überfüllt, kristallisiert das Zeug sofort an der Luft und man hat die Pampe am Blech kleben; aber mit etwas Glasreiniger und einem Tuch soll man es wieder weg bekommen.

 

Der Ranger ist ja ausnahmeweise gekauft, weil sich ein Leasing auf Grund der geringen Laufleistung nicht lohnt. Daher wird er wohl hoffentlich seeehr lange bei mir im Fuhrpark bleiben. Der wird solange gefahren, bis sich eine Reparatur nicht mehr lohnt. :D

 

Bis bald

 

euer knolfi

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06.02.2017 10:40    |    knolfi    |    Kommentare (34)    |   Stichworte: 2H, Amarok, VW

Damals noch neu und unverbrauchtDamals noch neu und unverbraucht

Liebe Bloggemeinde und Interessierte,

 

Nach fünf langen Jahren heißt es heute Abschied nehmen von unserem "Eisenschwein" und Arbeitstier. Der Amarok geht heute an den Händler zurück, da das Leasing ausläuft.

 

Der Wolf war bis jetzt mit Abstand der dienstälteste Wagen in meinem Fuhrpark....und der mit den wenigsten km auf der Uhr. :D

 

Am 12.02.2012 angemeldet (könnte fast ein Hochzeitsdatum sein :D), schaffte er es in den fünf Jahren gerade mal 6.000 km abzuspulen. :eek: Also eher ein Standwagen, als ein Fahrzeug. :D

 

Hintergrund ist sein Einsatzzweck: der Pickup wurde ausschließlich für die sprichwörtliche Drecksarbeit genutzt: Grünschnitt abfahren, Rindenmulch holen, mal ein paar lange Bretter transportieren, Sperrmüll und Elektronikschrott zur Wertstoffdeponie fahren...und hin und wieder mal Gartengeräte...oder mein Bike :D sowie Getränke fürs Firmensommerfest transportieren.

 

Diese Tätigkeiten beschränken sich auf einen Radius von max. 20 km und diese Fahrten werden auch nicht täglich gemacht. Daher die sehr geringe km-Leistung.

 

Daher gab's im Amarok auch nur das Nötigste: Single-Cab (wegen der größeren Ladefläche), Klimaanlage und Radio (war in Verbindung mit der Klimaanlage dabei). Mehr nicht.

 

Verbaut war der berüchtigte NKW-2,0l-TDI mit 122 PS, der ja vom Abgas-Skandal betroffen war. Und somit wurde der Amarok im Februar 2016 auch dem notwendigen SW-Update unterzogen...als einziger Firmenwagen in dieser Zeit.

 

Der Amarok war noch einer aus der ersten Serie und wurde noch in Argentinien gefertigt. Der Wagen war quasi von der Stange (Ausstattung war fest und entsprach genau dem, was wir wollten) und stand erst mal zwei Monate in Bremerhaven rum, weil das Getriebe noch auf europäische Verhältnisse umgerüstet werden musste. Denn angeblich kam das ursprüngliche Getriebe nicht mit den nordeuropäischen Temperaturen zurecht: bei niedrigen Temperaturen blieb wohl gerne mal der zweite Gang hängen.

 

Nachgerüstet wurde noch eine Reling zum Befestigen von Langen und sperrigen Gegenständen (Styling-Bar :D) und eine Schutzschicht aus Flüssigkunststoff zum Schutz der Ladefläche vor Korrosion.

 

In den fünf Jahren versah der Wolf seinen Dienst unauffällig. Gut, die Verarbeitung war bescheiden: die Kabine und die Ladefläche quietschten und knarzten fröhlich auf dem Rahmen und Komfort suchte man in dem Fahrzeug vergebens...war aber auch nicht gewollt.

 

Der Amarok wird gegen einen Ranger ausgetauscht. Auch nur, weil mit dem FL der Amarok kein Vierzylinder und keine Einzelkabine mehr verfügbar ist. Sonst hätte ich wieder einen Amarok genommen, da wir mit dem Amarok sehr zufrieden waren.

 

Den Ranger stelle ich euch nächste Woche vor; dieser wird im übrigen gekauft, da sich ein Leasing bei der geringen Laufleistung nicht lohnt.

 

Bis dahin

 

euer knolfi

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