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Christoph2605

Blog vonChristoph2605

25.05.2015 01:13    |    Christoph2605    |    Kommentare (6)

.....365 benutzten Kondomen???"

 

BOAH ist der ALT - Aber - Sorry - Wer die Pointe kennt

IST LEIDER AUCH SEEEEHHHHR ALT und kann den Gag behalten.....

 

Für die Jungen gilt:

4 abgefahrene Reifen sind "Goodyear" und

365 benutzte Kondome sind "aVeryGoodYear"

 

Wir haben 4 abgefahrene Reifen am 29er Tudor.

Das is nu ein echtes Luxusproblem, am Vorkriegsauto abgefahrene Reifen zu haben.

 

Leider kann ich mich nicht erinnern, wie alt die Reifen tatsächlich sind.

 

Mal überlegen.....

4 Reifen sind 6 Jahre alt, aber ich hab noch 2 weitere Reifen in der Garage rumliegen.

Wie alt die sind, das weiss ich nicht (mehr). Egal . is ja Profil drauf.

 

Ich demontiere also die Vorderräder und da isses schonmal schön wenn der Schlagschrauber mit Doppelkammerantrieb locker 1000Nm beim Lösen von Schrauben entwickelt.

 

Wenn der Schlappen am Boden liegt, legen wir ihn mit der Aussenseite auf nen Teppich damit man den Reifen von hinten demontieren kann. Dadurch geht (wenn Lack kaputtgeht) nur Lack auf der Rückseite der Felge kaputt...

 

Wir schrauben das Ventil raus und lassen so die Luft ab. Dann trampeln wir ein bischen auf den Mantel um den von der Felge runterzutreten. Für das Herunterhebeln benutze ich als Unterlage für die Montiereisen (25cm-Eisen sind ausreichend für solche Vorkriegsautos).

 

Die "alten" Schläuche sehen noch prima aus

 

Beim Montieren der "neuen" Schlappen kommt VIEL Talkum (Babypuder) zusammen mit dem Schlauch in den Mantel. Wenn man beim Montieren ne Mülltüte zwischen Felge und Schlappen fummelt, dann flutscht des Gummi supersoft in die Felge. Ja - doch - die Mülltüte kriegt man hinterher gut raus (jedenfalls wenn man es vor dem Aufpumpen versucht).

Ich fahre den Ford übrigens mit 2,5 bar weil ich bei höherem Reifendruck hoffe dass die Schläuche weniger "arbeiten" bzw im Mantel aufgerubbelt werden.

 

Ich hab die "neuen" Reifen nach hinten montiert und weil das Auto sowieso aufgebockt ist, überprüfe ich mal wieder die Vorderachse. Mein Lieblings-Phänomen, das Shimmy ist zurück. Natürlich finde ich mal wieder keine mögliche Ursache. Wenn ich irgendwann eine mögliche Ursache finde, werde ich berichten. Die "neuen" Reifen sind montiert und wir sind wieder legal unterwegs.

 

Wer 2 abgefahrene 4,50/21" -Firestones brauchen kann, darf sich melden.

Na gut - war ein Versuch - Ich bring sie halt auf den Müll...

 

LG Christoph

 

PS

Zurück zu dem Scherz vom Anfang.... Ich bin (wie bekannt) verheiratet und meine Frau möchte (aus für mich unerfindlichen Gründen), dass ich Firestone-Reifen montiere..... einen technischen Vorteil sehe ich eher nicht. :D

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17.05.2015 16:03    |    Christoph2605    |    Kommentare (10)

Hallo Freunde des rollenden Altgerümpels.

 

Der 1929 Tudor Sedan hatte uns wieder nach Deutschland gebracht - Zu Hause sind wir noch lange nicht. Aber der Reihe nach: Wir sind Heute Morgen durch Regen-Geplätscher geweckt worden und das sah wie ein Landregen aus....

Wenn jetzt noch die gleiche Musik wie Gestern läuft, dann sind wir "Und täglich grüßt das Murmeltier"

Tatsächlich regnet es schon wieder - na klar wir sind in Deutschland

Wir packen unseren Kram zusammen und bei der Abreise in Scheidegg beschwert sich Ulrike schon über die Kälte und Nässe. Die im Ford nicht vorhandene Heizung ist unbefriedigend und die immer mitgeführten Decken werden verteilt. Eine vor jeden Türschlitz (Spaltmaße waren ein Thema 1929) und eine über die Beine meiner Holden. Die ausstellbare Frontscheibe ist eh zu.

 

Bei "Ratzenried" steht ein Ratz im Ried (oder ist das ein Fuchs im Feld?)

Jedenfalls hat er einen Ratz im Maul und ich werfe den Anker um (in meinen-Peter-Ludolf-Schlappen) übern nassen Acker rennend, noch ein besseres Foto vom Fuchs zu erhaschen. Oldtimerfahrer sind schon komisch - da müsst Ihr nur mal den Fuchs fragen....(ich meine, ihn lachen gehört zu haben)

 

Nach 39 km sind wir bereits in Wolfegg. Ums Museum ist es völlig Menschenleer. Nach Rückfrage stehen wir für ein Foto direkt vor dem Eingang vor "Teil 2" des Museums. Die nette Dame weiß leider nicht wo das Foto vom Oberjoch zu finden sein könnte und schickt uns zu "Teil1" des Museums. Wir parken auch dort (auf Anweisung) direkt vor der Türe. Anka Busch (seine Tochter), die wir von früheren Besuchen des Museums schon kennen, ist leider nicht im Haus. Leider ist auch hier nicht zu klären, wo wir das Foto finden könnten und ich werde zu Hause die Recherche einleiten und hier im MT den Fotovergleich nachreichen.

 

Wir rollen weiter und machen irgendwo am Wegesrand einen Sonderstop , weil sich ein böses Shimmy eingeschlichen hat und die Vorderachse kaum unter Kontrolle zu bekommen ist.

Alle Reifen haben Luft, die Lagerspiele sind ok, die Spurstangen sind ok, das Lenkgetriebe und der Pitman-Arm sind fest... Das Spiel im Lenkgetriebe ist zu groß und ich vermute eine Nachspur der Vorderräder. Die Nachspur will ich unterwegs nicht angehen, also bleibt zunächst das Spiel im Lenkgetriebe. Kontermutter los und da.... tatsächlich läßt sich der Einstellstift 1/4 Umdrehung nachziehen. Ich bin verwirrt weil die Lenkung ja neu ist und werde mir das zu Hause genauer ansehen. Das Fahrverhalten ist wieder besser und wir fahren weiter.

 

Wir lassen das eigentlich geplante Hymer-Museum weg (da is irgendein Dorffest und Stau). Kurz vor Ulm verfahren wir uns böse und nachdem das geklärt ist, machen wir Mittag in der Nähe von Ulm in einem Brauhaus. Leider erhalten wir erst jetzt Internetzugang und die Adresse von Walter den wir jetzt leider nicht mehr besuchen können weil wir 50km zurückfahren müssten. Schaaaaade. Walter: Wir treffen uns irgendwann mal...

 

Bisher haben wir 96km zurückgelegt und es ist nach dem Essen knapp 14:00 Uhr. Wir beschließen jetzt etwas "anzugasen" und durch schöne Landschaft rollen wir, bis wir um 16:00 auf der B10 fahrend links die Wilhelma sehen (Stuttgarter Zoo). Wir bleiben auf der B10 und um 16:30 sind wir SCHON wieder aus Stuttgart draussen. Schöne Weinberge rechts und links und - ja - die Straßen sind irgendwie besser als z.B. in Umbrien und wir rollen mit einem konstant 60er Schnitt. Irgendwann passieren wir Gundelsheim (Hallo Dietmar) und wir befinden den Neckar (an dessen Ufer wir dahinrollen) in dieser Region für Wunderschön. Wir haben keine Lust mehr auf ein weiteres Hotelbett und ... der Odenwald ist Auto-leer und ... um 20:00 sind wir tatsächlich wieder zu Hause . Das überrascht uns selbst am Meisten; Mit 439km ist das die größte Tagesetappe in diesem Urlaub und die zweit-größte, die wir je mit diesem Auto je gefahren sind

 

Ich werde in den nächsten Tagen hier nochmal eine Nach-Betrachtung veröffentlichen.

 

Was für eine Reise.

Was für ein Abenteuer

WAS FÜR EIN TOLLES AUTO

 

Danke fürs Mitreisen

LG Christoph

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15.05.2015 23:47    |    Christoph2605    |    Kommentare (3)

Hallo Freunde des rollenden Altgerümpels.

 

Der 1929 Tudor Sedan hat uns wieder nach Deutschland gebracht - Zu Hause sind wir noch lange nicht. Aber der Reihe nach: Wir sind Heute Morgen durch Regen-Geplätscher geweckt worden und das sah wie ein Landregen aus.... Irgendwann mussten wir dann unser schönes großes Zimmer (Fußbodenheizung is goil) im "Lamm" verlassen. Der Ford ist direkt angesprungen und wir sind langsam durch Weißenbach gekurvt um den Motor auf Temperatur zu bringen. Hinter dem Ort kommt noch eine Geschwindigkeitsmessung und dann geht es den Gaichtberg hinauf. Das ist hier alles gemütlich im 2ten Gang machbar. Bei dem miesen Wetter sind wir erstaunt, wie schnell wir im Tannheimer Tal sind und die dort üblichen Touristenmengen haben offensichtlich keine Lust auf Autogefahre. Was für ein Glück - da ist es für uns entspannter. Am Halden-see ist ne Großbaustelle und wir haben keine Aussicht und so lassen wir den Kaffee-Stop weg und fahren weiter. Bei Schattwald ist noch ne Großbaustelle und auf nen Kilometer fahren wir über Feldwege (Unser Auto meint: "Wie früher") Wir haben keine Meinung. Am Oberjoch machen wir ein Fritz B.Busch -Gedenkfoto (im Regen) und wir werden Morgen in Wolfegg im Museum vorbeifahren und überprüfen wie korrekt das Foto nachgestellt ist. Der "A" von Fritz B.Busch ist übrigens dunkelblau mit gelben Felgen und hat Coal-Lights. (die großen Ähnlichkeiten mit unserem "A" können doch kein Zufall sein :eek:).

Eigentlich wollen wir über Balderschwang und den Sulzberg (eine von mir sehr geschätzte Motorradstrecke). Da das Wetter aber unterirdisch ist, tun wir uns lieber Immenstadt und Oberstaufen an und im Verlauf werde ich so müde, dass ich in Scheidegg beschließe, dass wir mit 89km für Heute genug getan haben. In einem Hotelchen, in dem wir schon oft waren, beschließen wir den Tag mit der kürzesten Fahrstrecke auf dieser Reise. Morgen besuchen wir das Fritz B. Busch-Museum (kurz) um die Richtigkeit meines Fotos vom Oberjoch zu überprüfen. Schade, dass dieser feine Mann nicht mehr lebt. (Ich werde meine, von Ihm handsignierten Bücher in Ehren halten).

 

Nach Wolfegg geht es weiter Richtung Norden - Ich werde berichten.

LG Christoph

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15.05.2015 09:32    |    Christoph2605    |    Kommentare (2)

Hallo Freunde des rollenden Altgerümpels.

 

In der Nacht hat es stark geregnet - Wie gut dass der 1929er Ford in einer Garage stand.

Wir sind aufgrund meines langen Blog-Gebastels erst um 10:00 aus dem Hotel weg.

Der "A" musste Rückwärts die steile Garageneinfahrt um ne Ecke rum rauffahren und das wird sicher nicht unsere Lieblings-Disziplin. Schnell Tanken und sicherheitshalber nochmal nen Blubber-Test im Kühler gemacht (ob die Kopfdichtung noch lebt) ...

Wir verlassen Meran in Richtung Nord-WESTEN (!) Das Vinschgau ist ja wunderschön, aber die Strassen sind total überfüllt und obwohl die Gegend so schön ist hat man das Gefühl, dass weder

die Autofahrer, noch die Motorradfahrer wirklich da sein wollen. Nachdem auf der einspurigen Strasse stark gedrängelt wird, will ich da eigentlich auch nicht sein. Bei dem Abzweig auf den Reschen ist die Strasse in unserer Richtung dann plötzlich völlig leer und wir tuckern im 2ten Gang gemütlich mit 1600 Umdrehungen bergwärts. Wir sind den Reschen früher oft gefahren aber aus einem "A" sieht Alles irgendwie Anders aus. Auf dem Pass bzw am See sind natürlich neue Parkplätze mit Absperrungen und Parkautomaten und wir müssen warten bis ein paar Moppeds weg sind und wir ein paar Barriere-freie Fotos machen können. Hab nen Pfirsich gegessen und mit ein paar Schweizern gesprochen und darüber leider vergessen, Geld in den Park-Automaten zu tun. Das hol ich das nächste Mal nach - versprochen - äähhhrlisch.

Wir rollen nach Österreich rein und bergab und erst nach unglaublichen 2 Kilometern steht ein Hecken-schütze mit ner Laserpistole. Ich grinse ihn freundlich an und er guckt grimmig (wie er das wohl in der Grundausbildung gelernt hat).

Weil ich nicht sicher bin, ob der Herr Geheimrat mein Tagfahrlicht (aka IKEA-Schrankleuchte) gesehen hat, frage ich an de nächsten Tanke, ob man eigentlich in Österreich aktuell am Tag mit Licht fahren muss. Irgendwann hab ich die entstandene Diskussionsrunde verlassen müssen, die Mehrheit der Kollegen war zu der Zeit der Meinung: NEIN; aber sicher war Niemand.

 

Wir rollen weiter Talwärts und es wird wieder wärmer. Man muss nur aufpassen, dass man rechtzeitig von der immer breiter werdenden Landstrasse abfährt weil die dann sehr unauffällig in ne Autobahn übergeht und da wird 100%ig das Pickerl kontrolliert.

Wir habens mal wieder geschafft und haben auch bald Imst erreicht, wo ja der "Einstieg" zum Hahntennjoch ist . Schon im Ort geht es mächtig bergauf und sofort ist das Thermometer am "vorglühen". Jedesmal vergesse ich , rechtzeitig den GAV (die Gemisch-Anreicherung) aufzudrehen. Egal - ausserhalb des Ortes wird es merklich kühler und mit aufgedrehtem GAV kommen wir voran. "gut voran" wäre übertrieben, weil wir leider oft in den 1sten Gang müssen.

Obwohl der Tacho öfter bei ca 20km/h steht, "beissen wir uns durch". Auch der steilste Aufstieg ist irgendwann absolviert und wir stehen auf der Passhöhe wo wir uns nett mit ein Paar Moppedfahrern unterhalten.

 

Der Abstieg nach Bschlabs zeigt ein Schild was 12 Prozent Gefälle verspricht, aber das sind deutlich mehr. Ich habe schon öfter 17Prozent Gefälle mit dem Ford befahren und da war ich BERGAB NIE im ersten Gang. HIER SCHON. (Bei unserer "Über-alle-Berge-Nach-Osten-Tour" hatten wir im Erzgebirge mal 21 Prozent Steigung und auch Gefälle - da waren wir auch bergab im 1sten Gang...) Zum Bergab-Fahren ist zu sagen, dass Vor-Kriegs-Motoren eine SEHR NIEDRIGE Verdichtung haben und damit auch die Bremswirkung des Motors sehr gering ist. (Die Bremswirkung der Bremsen ist auch irgendwie sehr gering... immerhin haben wir 4 Bremsen - Damals 1929 wars eine Sensation)

 

Wir machen am Wirtshaus Pfafflar (auf halbem Weg nach unten) eine Pause und trinken einen Kaffee wie wir das schon so oft auf Motorradtouren taten. Dabei erfahren wir, dass das Hahntennjoch erst seit 2 Tagen offen ist nachdem da große Muhren (Gerölllawinen) abgingen. Das Wirtshaus Pfafflar ist 2015 überhaupt erst seit Heute offen. Man muss gefühlt haben, dass wir kommen - prima.

Im weiteren Verlauf passieren wir 3 Deutsche Traktoren die Bergwärts am Strassenrand stehen .

Ich ärgere mich jetzt, da nicht angehalten zu haben.

Weil für den 15.05. Schnee bis 1000m angesagt ist, bleiben wir nicht in Bschlabs sondern fahren bis ins Tal, folgen der Lech und finden ein prima Zimmer im Lamm in Weissenbach am Lech .

 

Jetzt sitze ich im Hotel-Zimmer, lausche dem Regen und ärgere mich dass ich im Internet kein Foto von Fritz B. Busch und seinem Ford Model A auf dem Oberjoch finden kann. Das ist ärgerlich, weil wir Heute durchs Tannheimer Tal fahren werden und ich will und werde das Foto am Oberjoch nachstellen.

Ich werde berichten.

LG Christoph

 

 

 

Ein Video vom Hahnntennjoch. Weil hier Beschränkung auf 10mb, ist das in youtube....

http://youtu.be/nq7LIcbzcr0

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14.05.2015 09:57    |    Christoph2605    |    Kommentare (2)

Hallo Freunde des rollenden Altgerümpels.

 

Wir konnten uns von dem schönen Hotel in Sirmione losreißen. Genaugenommen hat man uns höflich gebeten zu gehen, weil : Das Hotel ist ab Heute VOLL AUSGEBUCHT weil die 1000-Miglia-Fans da offensichtlich schon Monate vorher buchen und auch passende Preise bezahlen (In Frankfurt sind die Hotelpreise auch immer hoch, wenn da irgendwo ein Urologen-Kongress ist).

Wenn mein alter Deutschlehrer noch nicht tot sein sollte, ist er es nach dem Satz sicher :rolleyes:

 

Apropos . Wer sich mal reinziehen möchte dass Stirling Moss 1950 da mit nem Schnitt von 156 km/h durch Italien gepflügt ist - DAS IST UNFASSBAR (1000Meilen in 10 Stunden und 7 Minuten).

Wir sind in den letzten 8 Tagen die Rennstrecke praktisch falschrum abgefahren und unser Schnitt lag wohl bei etwa 25 km/h weil ich öfter mal dachte, dasses jetzt dem alten Ford ne Achse rausreißt.

Ich vermute, 1950 waren die Strassen auch nicht wirklich besser ????

 

Wir sind also von Sirmione die Ostküste des Gardasee rauf-gefahren und haben versucht dem Streß dort etwas zu entgehen. Bis Salo haben wir kein Wasser gesehen, dafür etwa 7000 Kreisverkehr (alle: "2te Ausfahrt").

Also sagte der kleine Christoph: Ich fahr jetzt in Salo direkt ans Wasser runter.

 

Salo hat nun in der Nähe des Wassers nur kleine Strassen und wir haben dann am Wasser

verschiedene Fotos gemacht. Aber - wenn man sich erstmal illegal an die Promenade

runter-geschummelt hat, dann kommt man da nicht so schnell wieder weg.

Wir sind im Verlauf an 7 Polizisten vorbeigefahren und uns hat NUR die aufkeimende

Mille-Miglia-Hysterie gerettet.

Ist blöd fürn Wachmeister, wenn er grad einschreiten will um dem "Tedesco" nen Einlauf zu verpassen und dann applaudieren 50 alte Männer auf offener Scene , weil ihnen das Auto gut gefällt. Da tut der Forstrat dann mal lieber so, als gäbe es kein Problem.

Probleme gabs nur im Auto : Ich würds Euch gerne Berichten, aber die Diskussion über Christophs

Unvermögen irgendwelche offensichtlichen-Behördlichen-Vorgaben zu erfüllen war leider nicht Jugendfrei. Egal - Schuld ist sowieso nur die Kontinentaldrift (oder unsere Fahrtrichtung)

Wären wir erst durch Maderno gefahren, hätte ich niemals in Salo versucht an die Promenade zu kommen.

Maderno ist toll !

Man fährt direkt am Ufer entlang und es gibt mitten im Ort Parkplätze und Bars direkt am Wasser und mehrere Fähren und wir haben Espresso geschlürft und ich hab "mit Leuten" über Felgenfarben diskutiert und .... Alles gut.

Übrigens - Die Hydro-Plane-Fähren waren bei den Surfern schon vor 25 Jahren etwa so beliebt wie Fußpilz, weil die Kapitäne maximal "0" von Ihrer Strecke abweichen - schongarnicht für Surfer...

Heutzutage hat sich die Menge der Windsurfer eher reduziert.

Die Fähren sind auch 2015 bereits im "Hafen" wieder auf Warp-zwei - sehr nett fürs Foto

(und sicher haben die alle ne grüne Plakette an der Frontscheibe) .

 

Wenn man weiter nach Norden fährt, wird die Uferstrasse schmaler und führt durch unglaublich viele Tunnels. Wenn das Verkehrsaufkommen anfängt, zu Staus zu führen, dann wirds unschön und wenn man zwischendurch mal ne halbe Stunde mitten im Tunnel herumsteht, dann will man eigentlich nur noch "weg".

Irgendwann haben wir Riva erreicht und ich möchte noch schnell nach Torbole rüber, weil wir da früher schon Espresso direkt am Wasser tranken. In den 70ern als wir mit der Einzylinder BMW auf dem Weg nach Sardinien da vorbeikamen und in den 90ern hmmm keine Ahnung - Wir waren halt da. Aber damals hat man das KFZ neben hingestellt und hat sich in die Kneipe gesetzt und nen Kaffee getrunken.

Heute ist da Alles abgesperrt und die nächsten Gebührenpflichtigen Parkplätze sind 500m weg und

da steht überall Polizei und es ist knüppelvoll und ich mag das nicht.

 

Wir fahren also ungebremst nach Riva zurück und biegen dann nach Norden ab....

Neue Strassen, neue Kreisel, 2 Navis, 2 Erwachsene, Richtungsschilder am Strassenrand - ich muß also permanent ca 6 Meinungen und 8 Möglichkeiten miteinander abwägen. und einen Weg finden.

Die Strasse ist gut aber sehr befüllt - es geht bergauf und wir sind NICHT die Schnellsten.

Plötzlich geht es wieder bergab und wir fahren in Sichtweite zur Autobahn - grrrr das ist die Brennerautobahn und das Tal ist LANGWEILIG. Wir fahren nen Linksbogen und es geht weg vom Tal, steil bergauf und als der Ford im 2ten dahinrollt, ist die Welt wieder schön.

 

Wein-Traktoren und andere Oldtimer ab und zu ein paar Motorräder - prima.

Die paar PKW die hinter uns (auf gerade Strasse zum Überholen) warten müssen

scheinen kein Problem zu haben und verstehen wohl dass es halt nicht schneller geht.

Alle haben nach dem Überholen den Daumen oben - Alles gut

(NEIN !!! DAS SIND KEINE MITTELFINGER !!!!)

 

Nett wirds, als sich ein /8 Mercedes von hinten langsam nähert.

Er rollt eine Zeitlang hinter uns her. Als er dann überholt, zeigt die dicke Wolke

einen gewissen Diesel-Überschuss bei Vollast. (In Fachkreisen würde man wohl von Qualitativer Gemischbildung sprechen). Die Insassen freuen sich genauso wie wir über die Begegnung und ich

freue mich speziell dass die 50% Leistungs-Überschuß des 220D ( mit brachialen 60PS ) nicht wirklich auf der Strecke wiederzufinden sind.

 

Wir erreichen "Unsere Liebe Frau im Walde" und auf der Passhöhe (1518m) nehmen wir ein paar Erfrischungen im Gasthof .

 

Die Beste Ehefrau von Allen drängt angesichts dunkler Wolken zur Weiterfahrt.

Die Abfahrt nach Merano absolvieren wir im 2ten Gang und nachher bemerke ich dass die Bremswirkung des Motors wohl NOCH BESSER gewesen wäre wenn der Handgashebel wirklich auf "0" gestanden hätte.

 

Wir checken im Hotel Isabella ein und kaum steht der Ford in der Tiefgarage da fängt der Regen

auch schon an . Der Abend wird kurz, weil die 219,7 km doch relativ anstrengend waren. Morgen fahren wir weiter Richtung Norden und wollen (aktuell) über Nauders nach Österreich.

Nauders, das ist da, wo der Kirchturm im See steht. Wir waren da (und auch bei Ötzi) früher schon mal mit dem Datsun ZX unterwegs und die Gegend gefällt uns gut. Ich werde berichten

LG Christoph

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12.05.2015 22:12    |    Christoph2605    |    Kommentare (4)    |   Stichworte: Ford, Model A, Modell A

Hallo Freunde des rollenden Altgerümpels

 

Nach einer ruhigen Nacht (abgesehen von den Fröschen nebenan im Kanal) haben wir uns entschlossen, noch einen Tag in Sirmione am Gardasee zu bleiben.

Wir machen an unserem-Urlaub-vom-Urlaub tolle Sachen - wie zum Beispiel Wäsche waschen....

 

äh - Naja - wir fahren auf die Landzunge Sirmione.

An allen Strassen-Sperren vorbei.

Bis die Polizei das Castello Scaligero wirklich und sehr sicher vor uns verriegelt.

Davor ist sowieso eigentlich schon ALLES abgeriegelt weil sich praktisch die komplette Italienische Welt auf die 1000-Miglia vorbereitet.

 

Überhaupt - Jeder glaubt wir würden mitfahren. Nö - Wollen wir nicht. Wir sind zufällig schon die komplette "Renn-"Strecke in Gegenrichtung abgefahren und wir hatten ne tolle Zeit ohne den Rallye-Streß.

 

Egal - nachdem wir also am Castello abgewiesen wurden, sind wir die Ost-Küste des Sees hochgefahren

Was ne tolle Landschaft. Als wir Mittagshunger verspüren, stoppen wir an einer kleinen Trattoria www.casadarte.net/. Ein schöner Parkplatz unter Oliven-Bäumen vor dem Haus und gutes Essen mit Blick auf den See; Wir haben mal wieder alles Richtig gemacht. :D

 

Die Rückfahrt ist wieder schön und wir haben nen tollen Tag und ausnahmsweise mal nur 66,6km zurückgelegt. Der Nachmittag verläuft unter der Überschrift "Siesta am Pool"

Wir habens wirklich nicht leicht.

Kaum haben wir uns eingeschwommen, schon müssen wir zum Abendessen.

Ein Ärger, dass die Italiener immer so früh essen :eek::cool:

 

Unsere Empfehlung Heute : Pizzeria La Foresta Di Apicella Pietro E Stefano S.N.C.

Es gibt Fisch und hinterher Fisch und Salat und.... sehr lecker, aber VIEL ZU VIEL.

Zum Ausgleich: Wir haben uns so auf Moretti-Biier eingeschossen, das wir keinen Abend mehr ohne das

Bier mit dem schicke-Trachten-Bayern auf dem Etikett auskommen. Luigi Moretti würde im Grab rotieren: Die Original-Brauerei in Udine wurde aufgegeben und mittlerweile füllt Heineken "irgendwas" ab (was aber garnicht mal sooooo schlecht schmeckt) :p

 

Morgen gehts jedenfalls nach Meran - Ich freue mich drauf und werde berichten.

 

LG Christoph

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12.05.2015 17:50    |    Christoph2605    |    Kommentare (0)    |   Stichworte: Ford, Model A, Modell A

Hallo Freunde des rollenden Alt-Gerümpels

 

Ich hatte mir in Rimini leider wieder ne mächtige Migräne eingefangen und war nicht sicher ob wir weiterfahren könnten oder wollten. Wie bereits erwähnt war das Hotel schön und günstig und das Restaurant um die Ecke war ein Hammer. Andererseits wurde noch heißeres Wetter vorhergesagt

und mehr als 30`C brauche ich nichtmal Nachts :o

 

Wir trödeln Morgens etwas in der Entscheidungsfindung (Ulrike kauft sich Schuhe - Das hilft immer).

Wir entscheiden uns für die Weiterfahrt. Also habe ich schnell den Blog befüllt und wir sind erst gegen 11:00 losgekommen.

Wir rollen so Richtung Norden vor uns hin und verschiedene Städte habe ich als MUSS gekennzeichnet.

Ravenna und eigentlich auch Comacchio gehören "dazu".

Ich habe immer noch Schädeldrücken und weil wir schon in der Zufahrt nach Ravenna auf

irgendwelche Touristenparkplätze umgeleitet werden sollen und dann Seight-Seeing-Busse zu

benutzen sind, haben wir plötzlich den Spaß am Geschehen verloren. Wir fahren zick-zack durch Ravenna und betrachten uns das Geschehen so gut es geht und fahren dann weiter. Tatsächlich sind die kleinen, stillen Ecken im Land so schön, dass man die großen und lauten Events in den Touristen-Orten gut weglassen kann. Ja- es wäre historisch und bildungsmäßig schön, aber.... es ist unser Urlaub.

 

Also wird (leider) Comacchio kurzerhand gestrichen und wir cruisen wieder durch die PO-Ebene

( = Emilia-Romagna) und streben Richtung Garda-See.

 

Ferrara ist sehr schön, gefällt sich aber darin JEDE Ampel überwiegend rot zu stellen. Sowas bemerke ich und kann in solchen Fällen nicht mal für ein Mittagessen anhalten.

 

Mittag-Essen geht übrigens so: wir machen Pause wo eine kleine Kneipe am Strassenrand gut aussieht,

Wenn es ausser fertigen Industrie-Sandwiches noch was gibt, essen wir das. Am liebsten nehmen wir gemischte Vorspeisen. Je nachdem wie satt wir sind (bzw wie gut das war) machen wir irgendwann nochmal eine Pause und essen nochwas. Dass führte gestern dazu dass wir 2 mal zum Mittagessen

waren und ich war dermaßen satt, dass ich müde wurde.

 

Zum Glück hatten wir genug Cola dabei (sehr warm - lecker - :mad::eek: )

 

Da die Strassen besser wurden und die Po-Ebene flach ist, haben wir ab Mittag noch gut Kilometer gemacht , sind insgesamt 285,2km gefahren und haben am Gardasee sofort ein schönes Hotel in Sirmione gefunden (Arena-Hotel) . Wir haben übrigens das Gefühl, das bis jetzt jedes Hotel billiger war, als es im Internet angegeben ist. Vorsaison und ein Überangebot sind für die Kunden gut! (freumodus).

Ausserdem hatten wir bislang kein Problem in Italien ein Hotel mit Garage zu finden - SEEEEHR Löblich.

 

Das Abendessen beim Nobel-Touristen-Italiener ist gut. Auch da zehre ich noch von Jugenderinnerungen und freue mich immer, wenn ich am Gardasee nicht "Wurstel-con-Crauti" essen muss :cool:

Apropos: Deutsch kann hier niemand mehr und man wird gerne Englisch begrüßt. Die Länder Europas geben leider Alle ihre Identität für DIE "wichtige Weltsprache" auf.

 

Wie geht unsere Reise weiter ? Wir wissen es noch nicht, aber ich werde berichten.

LG Christoph

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11.05.2015 09:06    |    Christoph2605    |    Kommentare (0)    |   Stichworte: Ford, Model A, Modell A

Hallo Freunde des Altgerümpels.

 

Das wir eine eher kurze Beschreibung, weil ich zum ersten Mal (seit Beginn der Reise) den von mir vorgeschriebenen Text versehentlich gelöscht habe .... Wir müssen doch weiter....

 

Den Morgen in Terni werde ich nicht so schnell vergessen.

Der Frühstücksraum im Hotel war gefüllt mit (ich rate Mal) Rad-Sportlern.

Die haben sich (obwohl sie offensichtlich gemeinsam Reisen) intensiv begrüßt und gedrückt und

sich gegenseitig die letzten Jahre an Erlebnissen nacherzählt. Immer mal zwischendrin hat man sich gegenseitig Filme auf dem Handy vorgespielt die auch zu großer Erheiterung führten. Ich hatte viel Spaß am Beobachten, würde das gesellschaftliche Event aber gerne noch einmal durch die Augen eines

gnadenlosen, beobachtenden Filmemachers (z.B. Jaques Tati) sehen.

Die Ausfahrt aus Terni wird Aufgrund einer Demonstration umgeleitet und auf der Ausweichstrecke erschrecken wir ein paar Herren, die sich vor einem Strassen-Kaffee versammelt haben. Ein Fußgängerüberweg ist zwar leer, aber eben auch gegenüber der normalen Fahrbahn erhöht und ich lege eine Vollbremsung mit laut quitschenden Reifen hin. (Aufgrund der schweren Beladung auf dem Koffer am Heck

des Ford neigt die Federung zum Durchschlagen. Wir wollen keinen Achsbruch riskieren. Weil die Herren schonmal schauen, hinterlassen wir ein kurzes "Ahooga" und empfehlen uns.

 

Die Reise durch Umbrien ist weiterhin sehr kurzweilig und landschaftlich wunderschön.

Viele Orte liegen oben AUF den Bergen und das Leben dort wird wohl (bis zur großen Industrialisierung) nicht immer sehr lustig gewesen sein.

 

Wir sehen viele Motorradfahrer (überwiegend BMW und Harley) und auch sehr viele Radfahrer die mit erstaunlichen Geschwindigkeiten unterwegs sind. Möglicherweise wünschen sich viele Italienische Mama`s einen ruhigen und gemütlichen Muttertag und schicken die Männer weg ? Man weiß es nicht.

 

Irgendwann wird die Strasse plötzlich wieder gerade und die Hügel sind verschwunden und genauso plötzlich haben wir wieder Meer vor uns. Pesaro überrascht uns mit unfassbaren Automengen die geparkt am Strassenrand stehen und wir sehen in 10 Minuten mehr Autos als in den 5 Stunden Fahrt durch Umbrien.

In Cattolica haben wir ein prima Essen in einer kleinen Kneipe am Strassenrand . Merke: Immer da essen, wo nur Einheimische Autos vor der Türe stehen. Gut gestärkt geht es weiter. Beim Tanken entdecken wir einen Chevy Truck aus den 50ern der zum Verkauf angeboten wird. Mir gefällt der, steht aber etwas weit von Frankfurt :eek:

 

Ich freue mich sehr, als wir nach 236,8km in Rimini einfahren. Wir kommen von Süden! Millionen von Deutschen taten das früher (Mit Manta, Rekord und später auch mit Trabi) von Norden kommend.

Wir hatten uns das Hotel Cristallo Rimini in der Viale Regina Elena 133 ausgesucht und sind begeistert. 2006 in 2ter Reihe gebaut. Mit perfektem Blick aufs Meer. Toll. Der Ford steht sicher in der Tiefgarage und die Übernachtung kostet keine 60.- (Wir haben ums dreifach höhere Preise für Hotels bezahlt die in schlechtem Zustand waren.) Rimini gefällt uns gut. Mai scheint der perfekte Monat zu sein. Die Temperaturen sind für mich gerade noch zu ertragen und die Mange an Besuchern und Strassenverkäufern ist ausgeglichen :)

 

Wir besuchen den Strand, aber die Wassertemperaturen bremsen michh als der Pegel die Knie erreicht. Zu viel Genußsucht schadet nur :rolleyes:

 

Das Abendessen im "da Lele" (= Empfehlung der Hotel-Chefin) ist der Hammer, die Fischplatten sind genial und das passende Bier erzeugt Bettschwere. Wir sind gespannt, wie weit wir Morgen kommen werden .

 

LG Christoph

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10.05.2015 08:58    |    Christoph2605    |    Kommentare (0)    |   Stichworte: Ford, Model A, Modell A

Hallo Freunde des Altgerümpels.

 

Hier die Zusammenfassung von den Tagen 8 und 9.

 

8.Tag

Alle Wege führen nach Rom. Wir sind also Gestern Morgen (am 8.5.) aus dem schönen Hotel-Est in Piombino weg und nach einem Abstecher in den Fährhafen (alle Fähren fahren nach Elba) haben wir die SS1 Richtung Süden gewählt. Die plätschert so vor sich hin und man rollt mal näher und mal weiter vom Ufer dahin.

Was für eine tolle Fahrt. Wir cruisen mit Halbgas (haha) so mit 60 - 70 km/h. Ein wundervoller Tag.

Sehr angenehme Temperaturen..... Als es auf Mittag zugeht, kommt links ein Dorf mit vielen Türmen

hoch auf Felsen ins Bild und wir erinnern uns, dass der Pizza-Bäcker unseres Vertrauens (in Frankfurt)

von Tarquinia sprach. Wir werfen also den Anker , verlassen die SS1 und schon tuckert der Ford aufgeregt bergauf (okok - es könnte auch "getuckerte-Anstrengung" sein - Wer weiß das so genau). Große Schilder vor dem Ort reglementieren die Durchfahrt nach Tarquinia, aber ich interpretiere, dass Autos, die über 85 Jahre alt sind, sowieso überall hin dürfen. Wir fahren geradeaus bis wir einen schönen Stellplatz vor einer tollen Kneipe finden und es war eine perfekte Pause .

Leider müssen wir viel zu schnell weiter .

 

Die gute Nachricht: Je näher Rom, desto besser die Strassen.

Die schlechte Nachricht: Je näher Rom, desto quälender der Stau.

Es ist jetzt extrem schwül und Rom ist ja auf 7 Hügel gebaut....

Bergauf wird immer volle Lotte gefahren und bergab steht man im Stau. Verlierer ist, wer im Beschleunigungs-Rennen zur nächsten Ampel (bzw zum nächsten Stau) die Meiste Angst ums eigene Auto hat... Will sagen: der kleine Christoph arbeitet sich im Stau nach hinten durch.

Rasch kommt der Ford ins Kochen und hört bis zum Hotel nicht mehr auf. Meine Nerven flattern EXTREM und ich leide mit dem Auto . Weil der Kühler grob raucht, vermute ich dass die Kopfdichtung gestorben ist und der sowieso weiche Kopf-Bolzen Nr 8 nun endgültig "hin" ist. Meine gute Laune ist natürlich auch "hin", und wir parken den Wagen im vorgebuchten Hotel. Die Garage ist schön..... Der Rest ist "nur so mittel".

 

Zu Fuss schlendern wir durch das Viertel auf der Suche nach einem angemessenen Abendessen.

Wir erwischen einen nettes Dickerchen.... äh .....einen netten Gastronom, der uns Welt-Bestes-Original-Italienisches-Essen verspricht. Es wird ein sehr schöner Abend, wir haben gutes Essen und der "Chef" stellt sich nach diversen Bier und gemeinsamen Grappa als waschechter Ägypter heraus. Naja - etwas Schwund ist immer und ich wunderte mich schon, warum er so gerne Englisch spricht.

 

Im Hotel stellt sich dann heraus, dass die Klima-Anlage tapfer heizt und nebenan tönt eine

Alarmanlage in Italienischer Lautstärke und große Möven verbreiten Geräusche aus einer Mischung genau zwischen weinendem Kind und getretener Katze.

Der Schlaf ist eher "Komatös" aber es bleibt sowieso nicht viel zu tun weil das Internet (juchhuuuu - kostenlos) sowieso im Minutenabstand aussteigt.

 

9ter Tag = 9.5.

Das Frühstück ist spartanisch, Der Papst weigert sich uns zu treffen und ich hab mir den Magen verdorben (Die Frühstücksbutter schmeckte komisch). Weil wir dem Ford diese Stadt nicht weiter antun wollen, machen wir auf Touristen ... und ne Stadtrundfahrt. Da lernt man viel über die Zeit um Christi-Geburt (Plus-Minus 500 Jahre) und zusätzlich, wann und wo Christen gehängt, geköpft und verbrannt wurden.

 

Die Menge an alten Gemäuern in Rom ist wirklich extrem hoch.

 

Als wir am Vatikan vorbeikommen gucke ich demonstrativ weg weil der Pope uns ja nicht sehen wollte , bin aber heimlich über die riesigen Pilgerströme erstaunt. Nein - Der Balkon ist leer. Zum Ausgleich spreche ich ein "Urbi et Orbi " und die Bus-Mitfahrer sind offensichtlich ergriffen.

 

Nach 2 Stunden Rundfahrt ist es schon sehr heiß und wir werden am Hauptbahnhof aus dem Bus entlassen. Der Hütchenverkäufer will meinen Hut ( beim Kauf 2 Stunden vorher von 10 auf 8 Euro runtergehandelt )

nicht für 15.- zurückkaufen obwohl ich ihm versichere, dass ich schon sehr berühmt bin und sich das für ihn lohnen wird.

 

Wir schlappen ins Hotel zurück, satteln den Tudor und reiten Richtung Nord-Osten.

Bis die Navis sich "trianguliert" haben (Kopyright: Nr5 lebt), sind wir schon aus der Stadt.

Richtung Nord-Osten kann ich auch ohne Navi . Die Strasse ist voll, gewunden und eine Berg-und-Talfahrt.

Weiterhin freuen sich alle zufälligen Begegnungen über unser altes Gefährt. Wieviele davon Deutschland bzw Frankfurt als Ursprung erkennen ist eher ungewiss - Die rote Nummer wird wohl viele Verwirren.

 

Der Ford läuft wies Lottchen und macht mir klar, dass mein Nervenflattern wohl eher unbegründet war.

Kein Öl im Wasser und kein Wasser im Öl sind erstmal die wichtigsten Kriterien, die zum Glück einen

Kopfdichtungswechsel am offenen Herzen äh auf freier Landstrasse ausschließen. Was für ein Glück - Die grosse Hitze macht mir genug zu schaffen.

 

Wir haben uns ein Hotel in Narni in der Region Lazio (Umbrien ) gesucht, das per italienischer Suchmaschine eine eigene Garage zusagt. Die Postleitzahl gibt es nicht und der Ortsname stimmt nicht

und die Strasse heißt auch anders. Die Dame am Telefon hat das Problem sofort gewusst. Da es (natürlich) auch keine Garage gibt, fahren wir in der voreingestellten Richtung weiter und in Terni finden wir das schöne

"Michelangelo Palace" wo der Ford nach 117,7km gut steht und ein 4Sterne Zimmer Geldbeutel-freundliche 84.- kostet.

Nach einem Schlendern durch die überfüllte Fußgängerzone und mehreren Vorspeisenplatten in mehreren Restaurants ist der Tag auch absolviert.

 

Heute am 10.5. (=Muttertag) geht es weiter Richtung Nordosten und wir werden hoffentlich die "andere" Italienische Küste sehen

 

Ich werde berichten

 

LG Christoph

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08.05.2015 08:31    |    Christoph2605    |    Kommentare (5)    |   Stichworte: Ford, Model A, Modell A

Hallo Ihr Freunde des Altgerümpels.

 

Zum Glück durften wir das HM-Hotel in La Spezia verlassen.

7 Polizisten haben morgens vor dem Haus gestanden und verhindert, dass irgendwer sein Auto zum Beladen vor das Hotel stellt. Mein Einwand, dass dies eine Ladezone sei und ich mein Auto nur schnell beladen wolle wurde abgelehnt. Schließlich weiß JEDER, dass Ladezonen ausschließlich für LKW gelten. Wir sind beeindruckt.

 

Ich habe etwas Mühe, mich wieder abzuregen und wir rollen die Küste entlang ; bzw wir stehen im Stau vorwärts. Dabei habe ich mir vorgenommen, mich bei der (von mir) geplanten Papst-Audienz an höchster Stelle zu beschweren (Hoffentlich ist der Papst zu Hause).

 

Jedenfalls fahren wir (als es so garnicht vorwärts geht) von der Küstenstrasse weg auf die SS1.

Die liegt ein paar Meter von der Küste weg, ist einspurig und sehr holprig.

 

Nach wenigen Kilometern fängt die Fuhre plötzlich an, zick-zack über die Bühne zu tänzeln und

ich ziele mehrfach auf den erschreckten Gegenverkehr. Ulrike ist erstaunlich cool und diagnostiziert

noch während wir "aus-vibrieren" dass da wohl ein Reifen geplatzt ist.

Supi - Reifenschaden Nummer 17 (seit wir das Auto haben) auf ner einspurigen und dicht

befahrenen Strasse mit nem tiefen Graben neben der Strasse; Immerhin nicht in einem der vielen Tunnels.

 

Also mal eben das Werkzeug zusammengefingert, den Koffer abmontiert, das hinter dem Koffer

montierte Ersatzrad abgeschraubt, unter dem Wagen herumgelegen um den Scheerenwagenheber

mit nem Schraubendreher hochzuleiern. Währenddessen prettern unzählige LKW im Zentimeter-

Abstand am Auto vorbei. 20 Minuten später hab ich genug Angst gehabt, und wir können endlich weiter.

 

Ich trage das Auto vorwärts, weil ein weiterer möglicher Reifenschaden in einem Tunnel ohne Reserverad ist für mich eine echte Horror-Vorstellung.

 

In Pisa gönnen wir uns noch einen kurzen Umweg durch die City. Die Hinweisschilder wollen die Touris natürlich auf einen Parkplatz JWD leiten, aber wir haben da keine Zeit für und fahren direkt durch die Strasse neben dem Turm. Für mein Gefühl ist da erheblich zu viel Aufhebens, weil ja JEDER weiß :D, dass

der schiefste Turm der Welt nicht in Pisa, sondern im ostfriesischen Örtchen "Suurhusen" in der Nähe von Emden steht. Wer mal nach Ostfriesland fährt sollte da unbedingt hin. :p;)

 

Wir fahren also ohne Halt weiter und Alles geht gut und wir erreichen Piombino und beziehen das schöne Hotel "Est". Eine dazugehörende und abgeschlossene Tiefgarage macht den Christoph glücklich .

Alles halb so teuer wie das NH in La Spezia, aber Alles doppelt so schön.

 

In der Tiefgarage wird dann der ganze Reifensenf wieder zerlegt (der Mantel von der Felge runter-

gewürgt) und untersucht. Der Schlauch ist zerfetzt und hat mehrere lange Risse. Der Mantel sieht mitgenommen aus, ist aber noch verwendbar. Also das Auto komplett leergeräumt und die Rücksitzbank ausgebaut weil darunter die geheimen Reserve-Schätze liegen. So auch ein neuer Schlauch, den

mir MACs in den USA für 4,25 x 21" verkauft hat. Die Schlauchbeschriftung macht mich argwöhnisch, weil da F19/20 steht. Eine genauerem Untersuchung der Schlauch-Innen-Verpackung fördert ein 6,50 x 19"

zutage. Tolle Sache.

Egal - Wir würgen den "kleinen" Schlauch über die große Felge und pumpen abwechseln mit der Handpumpe, bis das Manometer 3 bar anzeigt. Den neuen Schlauch also ans Auto und das Reserverad (mit der falschen Felgen-Farbe) wieder zwischen Koffer und Rückwand montiert.

Wir wandern nach erfolgter Grundreinigung in die Fußgängerzone, bewundern die malerischen Gassen , trinken diverse Bier und essen schließlich in einem winzigen Bistro (zufällig) sehr gut. So geht Urlaub.

Piombino ist wirklich schön und viele kennen das leider nicht, weil sie Piombino nur als Fährhafen für die Überfahrt nach Elba kennen. Elba ist ja nun auch wirklich klasse, aber das ist ne andere Geschichte und wirklich lange her.... Wir wanken ins Hotel zurück und hoffen auf eine ruhige Nacht. Irgenwo musiziert eine Marsch-Kapelle und wir schlafen tatsächlich gut.

 

Heute am 8.5. geht es endlich Richtung Rom. Ich kann mir gut vorstellen, dass der Papst schon sehnsüchtig auf uns wartet.....

 

Ich werde berichten.

LG Christoph

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