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berlin-paul

Komm, lach doch mal!

05.06.2020 04:14    |    NDLimit    |    Kommentare (60)

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Über Pfingsten war ich mal wieder an einem meiner Lieblingsseen. Der Kreidsee gehört nicht umsonst zu den beliebtesten deutschen Hotspots, was Tauchen betrifft. Gute Infrastruktur, perfekte Fülllogistik und atemberaubende Tauchplätze im ehemaligen Kreidetageabbau. Zudem gibt es dort das Zementmuseum

 

Wir hatten mal wieder ein Ferienhaus gemietet. Waren zu fünft, darunter 4 Taucher und dieses Mal alle mit einem Scooter "bewaffnet". Konkret waren es 2 Suex XJoy 7 und 2 Suex XJ37.

 

Den See kenne ich seit vielen Jahren und war nahezu an allen Tauchplätzen. Bislang fehlen mir nur die ganz tiefen Ziele wie die Mahusan oder die Piper

 

Unser Tauchgang sollte uns durch den Rüttler führen. Also sind wir vom E1 Richtung E3 (Rüttler) gefahren und haben und haben uns hintern dem LKW durch die Schütte fallen lassen. Unten angekommen sind wir vom Plateau links zur alten Meisterbude getaucht, welche seit Jahren versperrt ist und auf ca. 35 Metern ist. Anschließend ging es für mich und meinen Buddy weiter bis zur alten Treppe. Diese liegt unten auf 45 Metern, aber ich betrachtete sie nur von oben und war nicht tiefer als ca. 38 Meter. In der Vergangenheit war ich allerdings schön häufiger unter der Treppe ohne jemals Probleme bekommen zu haben.

 

Doch dieses Mal war es anders. Nachdem ich an der Treppe war, tauchte ich zu meinem Buddy und den 2 anderen Tauchern auf. 35, 34, 32, 30 Meter.... aber irgendwie wurde mir unter Wasser schummrig. Mir kam es vor, als würde ich einen völlig realen Traum träumen. Ich wollte den Atemregler aus dem Mund nehmen, in der Hoffnung, ich würde aus dem Traum aufwachen. Das habe ich zum Glück nicht getan. Aber auch ein Auftauchen auf ca. 25 Metern brachte keine wirkliche Besserung. Die 2 anderen Taucher bekamen davon nichts mit und sind mit den Scootern weiter gefahren. Ich habe meinem Buddy aber signalisiert, dass etwas nicht stimmt. Ich gab ihm das Zeichen, dass wir zurück zum Einstieg fahren sollen. Zwar wurde ich im flacheren Bereich immer klarer, aber dennoch habe ich mir ständig Gedanken darüber gemacht, was da gerade mit mir passiert ist. Mein Gasverbrauch war auch deutlich über der Norm. Am Ende hatte ich mein D12 halb leer gesaugt.

 

Ich war echt froh, heil wieder am Einstieg angekommen zu sein. Später reflektierten wir den Tauchgang. An sich war es kein komplizierter Tauchgang. Aber in der Analyse kamen dann verschiedene Aspekte zusammen. Ich hatte zuvor nur sehr wenig Schlaf, nahm dazu noch Medikamente gegen Durchfall, den ich auch vorab hatte. Möglicherweise kam auch noch eine Unterzuckerung dazu. Alles Theorien, welche ich nicht belegen kann.

 

In den Gesprächen mit den Mittauchern und der Kommunikation mit anderen Buddies wurde mich jedoch bestätigt, dass ich im Endergebnis, trotz des Tiefenrausches, alles richtig gemacht habe. Ich habe das Problem selber erkannt und meinen Buddy um Hilfe gebeten.

 

Anschließend haben wir einen flachen Tauchgang gemacht und später am Nachmittag waren wir nochmals am Rüttler. Tags drauf haben wir nochmals das Tauchprofil vom Vortag getaucht. Die Probleme traten dann nicht mehr auf.

 

Ich freue mich jedenfalls darauf, dass ich Mitte Juni meinen Tauchkurs Adv. Nitrox und Rec. Trimix abschließen werde. Mit Trimix bleibt der Kopf klar.

 

Es grüßt

Der Taucher

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05.06.2020 06:15    |    HeinzHeM

Da sieht man einmal mehr, wie gut es ist Freunde zu haben und sich auf diese verlassen zu können.

 

Packende Erzählung und gut beschrieben. Manche Sachen macht eben besser nicht alleine.


05.06.2020 09:23    |    NDLimit

Danke Heinz :)


05.06.2020 09:33    |    berlin-paul

Alles richtig gemacht! :)


05.06.2020 09:48    |    Mosel-Manfred

...und auch Glück gehabt!

 

Ich habe mal ein Probetauchen gemacht in Ägypten; --- mir persönlich sagt es nicht so zu :rolleyes::eek::o;

 

:rolleyes:;):p lieber Jetski-Fahren :D


05.06.2020 09:52    |    NDLimit

Das mit dem Glück ist so eine Sache. Ich selber bin der Meinung, dass meine Erfahrung und meine Ausbildung durchaus dazu beigetragen haben, dass die Geschichte so ablief.


05.06.2020 09:54    |    berlin-paul

Da wird wohl beides eine Rolle spielen. :)


05.06.2020 09:57    |    Dellenzaehler

das sind ja tiefgehende Ereignisse quasi.....:D

 

Sehr spannend :)


05.06.2020 09:58    |    NDLimit

Beim Tauchen gilt folgendes:

 

Stop - Breath - Think - React

 

Leider halten sich die Leute daran teils nicht und handeln unkontrolliert.


05.06.2020 10:04    |    Gunny-Highway

cool


05.06.2020 10:06    |    NDLimit

apropos Cool..... Da unten waren es grad nur 6 Grad :)


05.06.2020 10:10    |    chipart

Glück gehabt! Herzlichen Glückwunsch! Natürlich mag Erfahrung unbewusst geholfen haben - aber was man unter Narkose macht ist am Ende doch 99% Glück, leider.

Hätte der Buddy bemerkt das was nicht stimmt, wenn Du ihm das nicht aktiv signalisiert hättest?

 

Eine Frage aus der Nachbereitung: Du sagst "Nachträglich alles richtig gemacht". Lehrbuchmäßig wär ja richtig gewesen, bei Anzeichen der Narkose nicht noch mit dem Scooter irgendwo hinzufahren, sondern sofort Boje (naja, so bald die Schnur lang genug ist ;-)) und hoch (natürlich mit Stopps, etc. wenn möglich). Ich kenne den See nicht, aber warum würdest Du auch nachträglich sagen, dass es besser war, wieder zum Einstieg zu fahren, als an Ort und Stelle aufzutauchen?


05.06.2020 10:10    |    PIPD black

Zitat:

@NDLimit schrieb am 5. Juni 2020 um 09:58:22 Uhr:

Leider halten sich die Leute daran teils nicht und handeln unkontrolliert.

Naja....Gefahr zu erkennen und richtig zu handeln ist halt nicht immer einfach.:(

 

Ich hab keine Ahnung, welche Erfahrung und Ausbildung man da mitbringen muss, um Tauchen zu gehen, aber in Touri-Gebieten wie in Ägypthen soll das wohl ziemlich easy sein, da mal abzutauchen.

 

Ich hoffe, du hast aus deiner Geschichte auch deine Schlüsse gezogen, auch wenn du jetzt nicht genau beziffern kannst, was die Ursache war.:)


05.06.2020 10:17    |    NDLimit

Zitat:

@chipart schrieb am 5. Juni 2020 um 10:10:00 Uhr:

Glück gehabt! Herzlichen Glückwunsch! Natürlich mag Erfahrung unbewusst geholfen haben - aber was man unter Narkose macht ist am Ende doch 99% Glück, leider.

Hätte der Buddy bemerkt das was nicht stimmt, wenn Du ihm das nicht aktiv signalisiert hättest?

 

Eine Frage aus der Nachbereitung: Du sagst "Nachträglich alles richtig gemacht". Lehrbuchmäßig wär ja richtig gewesen, bei Anzeichen der Narkose nicht noch mit dem Scooter irgendwo hinzufahren, sondern sofort Boje (naja, so bald die Schnur lang genug ist ;-)) und hoch (natürlich mit Stopps, etc. wenn möglich). Ich kenne den See nicht, aber warum würdest Du auch nachträglich sagen, dass es besser war, wieder zum Einstieg zu fahren, als an Ort und Stelle aufzutauchen?

Die Entscheidung, mit dem Scooter zurück zu fahren war erstmal richtig. Wir haben den Suex auf Stufe 5 gestellt und waren recht schnell wieder am Einstieg.

 

Sicherlich wäre ein direkter Aufstieg auch möglich gewesen. Eine Boje habe ich immer dabei. Das Spool hat 60 Meter und hätte an der Stelle locker gereicht.

 

Ich fühlte mich auf 25 Metern schon sicherer um nicht direkt aufzutauchen. Wir sind dann auf ca. 15 Metern zum Einstieg zurück gefahren. Das war auf jeden Fall schneller als wenn wir nach einem direkten Aufstieg zum Einstieg zurück gepaddelt wären.


05.06.2020 10:22    |    NDLimit

Zitat:

@PIPD black schrieb am 5. Juni 2020 um 10:10:52 Uhr:

Zitat:

@NDLimit schrieb am 5. Juni 2020 um 09:58:22 Uhr:

Leider halten sich die Leute daran teils nicht und handeln unkontrolliert.

Naja....Gefahr zu erkennen und richtig zu handeln ist halt nicht immer einfach.:(

 

Ich hab keine Ahnung, welche Erfahrung und Ausbildung man da mitbringen muss, um Tauchen zu gehen, aber in Touri-Gebieten wie in Ägypthen soll das wohl ziemlich easy sein, da mal abzutauchen.

 

Ich hoffe, du hast aus deiner Geschichte auch deine Schlüsse gezogen, auch wenn du jetzt nicht genau beziffern kannst, was die Ursache war.:)

Ich habe mittlerweile eine Ausbildung zum technischen Taucher. Das ist ein "wenig" mehr, als man zum Schnupper-Tauchen in Ägypten braucht ;)

 

Ich hatte vor vielen Jahren mal eine Panik-Attacke beim Tauchgang in der Ostsee. Daraus habe ich viel gelernt. Auch bei diesem Tauchgang habe ich wieder viel gelernt. Ein Tiefenrausch ist absolut tagesformabhängig. Es kann passieren, muss aber nicht.

 

Demnächst werde ich meinen Tauchkurs abschließen, bei dem ich auch mit Trimix tauchen darf. Hier wird der Stickstoffanteil im Atemgas durch Helium reduziert.


05.06.2020 10:26    |    Karliseppel666

Ui....

 

Dort zu tauchen is sicher Top... vor allem in dem klaren Wasser....

 

Aber...irgendwie schärft sowas auch die Sinne im Nachhinein...wenn lange alles immer glatt läuft vergisst man gern was passieren kann. Aber wohl dir das das trotzdem Notsituation gut ausgegangen ist. Sowas sollte einem aber immer im Kopf bleiben...


05.06.2020 10:27    |    chipart

Zitat:

@NDLimit schrieb am 5. Juni 2020 um 09:58:22 Uhr:

Stop - Breath - Think - React

 

Leider halten sich die Leute daran teils nicht und handeln unkontrolliert.

Naja - wer ein schon mal ein Video von sich selber gesehen hat, wie man auf 40m versucht, schriftlich zu dividieren oder einfache Puzzles zusammen zu setzen, der weis halt, dass gerade das "Think" eher relativ ist.

 

Man darf halt nie vergessen, dass alles unter 30m eng an der Grenze dessen ist, was der menschliche Körper leisten kann - und selbst wenn man diese Grenze durch anderes Atemgas noch substantiell rausschieben kann, muss man sich bewusst sein, wie knapp die Sicherheitsmargen sind.


05.06.2020 10:34    |    NDLimit

@chipart

 

Da hast du sicherlich recht. Die Narkosität von Stickstoff ist nicht zu unterschätzen.

 

Im technischen Bereich des Tauchens werden auch mittlerweile andere Partialdrücke unterstellt. Das Thema "Safety" steht vor allen anderen Dingen.

 

Im Sporttauchbereich nimmst Du ja "nur" ein Gas mit. Ich führe beim Tauchen neben dem Rücken-Gas auch noch Stages mit. Eine Dekompression mit einem 50er Nitrox oder gar einem 100% O2 ist dann eine ganz andere Geschichte.


05.06.2020 11:05    |    olibolli

Gut geschrieben :)


05.06.2020 12:05    |    legooldie

Könnte mir durchaus Vorstellen das es da einen Zusammenhang mit den Medikamenten geben könnte.

Das würde ich mal mit dem Doc abklären.

Ansonsten hast du alles richtig gemacht!;)


05.06.2020 12:15    |    frechdach73

schön, dass dir nichts weiter passiert ist und es dir wieder gut geht! :)


05.06.2020 12:16    |    chipart

Zitat:

@legooldie schrieb am 5. Juni 2020 um 12:05:09 Uhr:

Könnte mir durchaus Vorstellen das es da einen Zusammenhang mit den Medikamenten geben könnte.

Das würde ich mal mit dem Doc abklären.

Ausschliessen kann man nix - aber ich halte einen Zusammenhang mit dem Durchfall gegen den die Medikamente genommen wurden für noch wahrscheinlicher: Da ist man eigentlich immer mehr oder weniger dehydriert...


05.06.2020 12:22    |    NDLimit

gegen die Dehydration habe ich ordentlich getrunken


05.06.2020 15:24    |    Mauselmann

Zitat:

@chipart schrieb am 5. Juni 2020 um 10:10:00 Uhr:

Glück gehabt! Herzlichen Glückwunsch! Natürlich mag Erfahrung unbewusst geholfen haben - aber was man unter Narkose macht ist am Ende doch 99% Glück, leider.

Hätte der Buddy bemerkt das was nicht stimmt, wenn Du ihm das nicht aktiv signalisiert hättest?

 

Eine Frage aus der Nachbereitung: Du sagst "Nachträglich alles richtig gemacht". Lehrbuchmäßig wär ja richtig gewesen, bei Anzeichen der Narkose nicht noch mit dem Scooter irgendwo hinzufahren, sondern sofort Boje (naja, so bald die Schnur lang genug ist ;-)) und hoch (natürlich mit Stopps, etc. wenn möglich). Ich kenne den See nicht, aber warum würdest Du auch nachträglich sagen, dass es besser war, wieder zum Einstieg zu fahren, als an Ort und Stelle aufzutauchen?

Mit dem Scooter macht das Sinn. Vom Rüttler aus geht eine Straße hoch bis zum Einstieg . Da kann man schön langsam austauchen und gefahrlos seine Dekostops machen. Wenn einem da das Bewussein verlässt, hat dein Buddy dich sofort und kann helfen. Von der Meisterbude oder der Treppe aus zum E3 hoch ist ein Freiwasseraufstieg von gut 35 Metern. Wenn du da ,weil dir die Sinne schwinden durchsackst, kann dein Buddy dich schlimstenfalls aus 55 Metern hochholen. Das hatte ich mal mit meinem Buddy in La Gombe in Belgien. Gott sei Dank ist da bei 30 Metern Ende. Der hatte plötzlich Drehschwindel bekommen und war völlig orientierungslos. Ist aber alles gut gegangen.


05.06.2020 15:47    |    NDLimit

Oh, da kennt sich jemand aus :)


05.06.2020 18:00    |    Gliese581

Und was haben wir im Taucherlehrgang gelernt? Sollst du unter Medikamenten-Einfluß tauchen gehen?

Oder wie war das? Sry, das war dein persönliches Tschernobyl und hätte leicht zu deinem Tod führen können.


05.06.2020 18:13    |    NDLimit

@Gliese581

 

magst Du deine Tauch-Qualifikation hier posten?


05.06.2020 19:15    |    -Calle-

Super interessant beschrieben. Für mich als Tauchanfänger sehr spannend zu lesen. Gut, dass der Atemregler im Mund geblieben ist und ihr heil zurückgekehrt seid.

 

Mein TL hat mir mal den DLRG Tauchturm empfohlen, den wir in Berlin haben. Da kann man sowas unter vergleichbar sicheren Bedingungen testen/erleben und ist drauf vorbereitet, wenn sowas beim "echten Tauchgang" passiert.


05.06.2020 19:18    |    chipart

Zitat:

@Gliese581 schrieb am 5. Juni 2020 um 18:00:51 Uhr:

Und was haben wir im Taucherlehrgang gelernt? Sollst du unter Medikamenten-Einfluß tauchen gehen?

Oder wie war das? Sry, das war dein persönliches Tschernobyl und hätte leicht zu deinem Tod führen können.

Ich bin geneigt, zu sagen: "Wow, da hat aber jemand beim Open-Water-Online-Kurs aufgepasst" ;-)

Spass beiseite: Ich habe noch nie gehört, dass Loperamid oder ähnliche Durchfallmittel sich negativ auf das Tauchen auswirken - abgesehen von Fällen, bei denen man die möglichen Nebenwirkungen wie Müdigkeit, etc. auch über Wasser spürt.

 

Wie oben schon geschrieben, hätte ich wegen dem Durchfall für mich persönlich mehr bedenken: Selbst wenn man viel trinkt ist je nach schwere des Durchfalls nicht gesagt, dass das Wasser auch in hinreichenden Mengen in den Zellen ankommt und man deswegen nicht trotz viel trinken dehydriert ist. Da aber ND dazu nichts genaues geschrieben hat und er zudem ein sehr erfahrener Taucher ist, würde ich das hier nicht als Problem annehmen. Ist auch in den Tropen eher ein Thema als in kalten Baggerseen.

Zudem hatte er einen Buddy dabei, der vermutlich ähnlich erfahren ist, wie er selber. Wenn er noch dazu eine Stage mit erhöhtem PO2 dabei hatte, dann gab es vor dem "Tschernobyl" noch ein paar Sicherheitsstufen...

 

Nein, Spass war das nicht - und es ist deswegen gut, wenn andere Taucher über so was schreiben. Vor Allem zeigt das ja, dass eine Narkose uns immer treffen kann und selbst nachträglich oft schwer festzustellen ist, woran das eigentlich lag.

Wie schon geschrieben hätte ich selber in der Situation anders gehandelt (wenn ich noch zum klaren denken in der Lage gewesen wäre) und wäre an Ort und Stelle aufgetaucht. Einfach aus der Logik, dass ich bei einem Notfall sämtliche Komplexität aus der Situation rausnehme, die ich rausnehmen kann - und noch Scooter-"fahren" ist für mich Komplexität. Aber auch das hängt vom Trainingsstand ab: Ich gehe davon aus, dass für ND das viel mehr Routine ist...


05.06.2020 19:35    |    NDLimit

Es mag ein wenig vermessen klingen, aber ich tauche schon ein wenig länger. Ein wenig Erfahrung habe ich daher schon und kann für mich entscheiden, welche Maßnahmen ich ergreife. Die Entscheidung, mit dem Scooter auf geringer Tiefe, zum Einstieg zu fahren war richtig.

 

Und ja, ich hatte tatsächlich eine 80cft Stage mit einem 50er Nitrox und eine 40er cft mit 100% O2 dabei....


05.06.2020 20:14    |    berlin-paul

Die langsamere Druckanpassung passte wohl auch in das Szenario. :)


05.06.2020 21:34    |    NDLimit

Zitat:

@chipart schrieb am 5. Juni 2020 um 19:18:53 Uhr:

Zitat:

@Gliese581 schrieb am 5. Juni 2020 um 18:00:51 Uhr:

Und was haben wir im Taucherlehrgang gelernt? Sollst du unter Medikamenten-Einfluß tauchen gehen?

Oder wie war das? Sry, das war dein persönliches Tschernobyl und hätte leicht zu deinem Tod führen können.

Ich bin geneigt, zu sagen: "Wow, da hat aber jemand beim Open-Water-Online-Kurs aufgepasst" ;-)

Spass beiseite: Ich habe noch nie gehört, dass Loperamid oder ähnliche Durchfallmittel sich negativ auf das Tauchen auswirken - abgesehen von Fällen, bei denen man die möglichen Nebenwirkungen wie Müdigkeit, etc. auch über Wasser spürt.

 

Wie oben schon geschrieben, hätte ich wegen dem Durchfall für mich persönlich mehr bedenken: Selbst wenn man viel trinkt ist je nach schwere des Durchfalls nicht gesagt, dass das Wasser auch in hinreichenden Mengen in den Zellen ankommt und man deswegen nicht trotz viel trinken dehydriert ist. Da aber ND dazu nichts genaues geschrieben hat und er zudem ein sehr erfahrener Taucher ist, würde ich das hier nicht als Problem annehmen. Ist auch in den Tropen eher ein Thema als in kalten Baggerseen.

Zudem hatte er einen Buddy dabei, der vermutlich ähnlich erfahren ist, wie er selber. Wenn er noch dazu eine Stage mit erhöhtem PO2 dabei hatte, dann gab es vor dem "Tschernobyl" noch ein paar Sicherheitsstufen...

 

Nein, Spass war das nicht - und es ist deswegen gut, wenn andere Taucher über so was schreiben. Vor Allem zeigt das ja, dass eine Narkose uns immer treffen kann und selbst nachträglich oft schwer festzustellen ist, woran das eigentlich lag.

Wie schon geschrieben hätte ich selber in der Situation anders gehandelt (wenn ich noch zum klaren denken in der Lage gewesen wäre) und wäre an Ort und Stelle aufgetaucht. Einfach aus der Logik, dass ich bei einem Notfall sämtliche Komplexität aus der Situation rausnehme, die ich rausnehmen kann - und noch Scooter-"fahren" ist für mich Komplexität. Aber auch das hängt vom Trainingsstand ab: Ich gehe davon aus, dass für ND das viel mehr Routine ist...

Hallo @chipart

 

Es war tatsächlich das Loperamid2, welches nur per Rezept verschrieben werden darf.

 

Ich trinke vor den Tauchgängen bewußt viel Wasser. Meist 1,5 Liter und mehr. Im Zweifel habe ich ein Pee-Valve von Heser.

 

Ich habe über >1.000 Tauchgänge.....


05.06.2020 22:57    |    Drahkke

Sehr interessante Schilderung. :)


06.06.2020 15:10    |    NDLimit

Danke Drahkke :)


07.06.2020 18:19    |    remarque4711

Sehr schöner Bericht, alles richtig gemacht :eek:. Übung macht den Meister :cool:


07.06.2020 18:36    |    NDLimit

Danke schön


09.06.2020 08:03    |    -colt-

Ein interessanter Einblick für mich als Nurgelegenheitsurlaubsschnorchler. Und ich mag deine Schreibweise, danke für den Bericht!


09.06.2020 10:56    |    NDLimit

Danke schön :)


09.06.2020 19:18    |    NDLimit

Mhhh... habe vorhin ein wenig "Gas" bestellt. Ich brauche für Samstag im D12 ein 32er Nitrox und in der Stage ein 50er Nitrox zur Dekompression.

 

Leider sind die Sauerstoffflaschen im Verein zu wenig gefüllt, so dass es es nicht selber "panschen" kann und auf eine professionelle Fullbude ausweichen muss.... leider heißt das auch, dass ich die Pullen dort am Mittwoch abliefern muss und erst am Freitag abholen darf.


10.06.2020 10:09    |    chipart

Mal ne Frage des Nicht-Tekkies: Warum nimmt man für die Deko 50er O2 und nicht gleich 100er? Reine Geldfrage oder gibt es da einen physiologischen Grund?

Oder ist im Profil ein Deko-Stopp unter 6m der mit dem 32er schon zu lange dauern würde und mit 100er natürlich "etwas schwierig" (;-)) ist...


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