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30.09.2012 13:53    |    schipplock    |    Kommentare (45)    |   Stichworte: Alltag, Lincoln, Mark IV

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Wie ja einige bestimmt mitbekommen haben, hat mich mein, vor ca. 5tkm gekaufter, Mercedes im Stich gelassen und hat jetzt einen Motorschaden und da ich keinen Fahrzeugpool habe wie andyrx e.g. hatte ich mich dazu entschieden die 1-2 Wochen, in denen der Mercedes wieder gerichtet wird, mit dem Lincoln zu ueberbruecken. Ich hatte auch an ein "500 eur" Auto gedacht, was ich dann mit Kurzzeitkennzeichen bewegt haette, aber da waere ich bei ca. 800 eur fuer 2 Wochen und das ist mir dann zu viel. Bei so billigen Autos hat man auch immer eigenwillige Besucher, wenn man sie wieder verkauft; allgemein waere mir das zu viel Stress und auch Risiko. Der Zustand bei 500-Eur Autos ist auch so eine Sache, aber ich hatte mir einen alten Volvo mit fast 500tkm auf mobile.de angesehen und laut Besitzer laeuft er noch sehr gut und hatte sogar noch 1 Jahr Tuev...ich traue solchen Autos mehr zu als welchen, die 50tkm durch die Stadt gehetzt wurden.

 

Technisch ist der Lincoln gewartet; neuer Hauptbremszylinder, frisches Oel in Diff, Automat und Motor, frisches Wasser; neue Filter (Kraftstoff, Luft), der Unterboden wurde vor kurzem entrostet und neu geschuetzt und die Hauptuntersuchung bestand er vor wenigen Wochen erst und hat somit wieder 2 Jahre "Tuev". Der Motor startet auf der ersten oder zweiten Umdrehung und der Motor klingt gut; die Kaltstartautomatik habe ich zwar immer noch nicht 100% richtig gedreht (zuvor repariert), aber wenn man das weiß, trampelt man je nach Außentemp kurz aufs Gas und spielt ein wenig mit dem Gas und man merkt sofort, ob das "reicht" ;). Wenn er sich dann noch verschluckt, dann muss man noch kurz warten; wenn er ausgehen will, hat man eh zu frueh "entschieden" (ich haette ja lieber manuelle Chokebedienung, aber so ist das eben).

 

Also allgemein: das Auto laeuft und bremst gut (gefuehlt bremst der Lincoln mit dem neuen HBZ besser als der Mercedes).

 

Eine Sache aber gefaellt dem Auto ganz und gar nicht: Wasser.

 

Ich bin mit dem Lincoln an einem Sonntag gefahren und das Wetter aenderte sich rasant und auf einmal schuettete es aus allen Wolken; die ganze Straße glaenzte und ich fuehlte mich unwohl in dem Auto; die Reifen sind zwar "neu", aber ich habe keine Ahnung, ob die auch im Regen gut sind; an der Ampel etwas zu viel auf dem Gas und die Reifen drehen durch; also ich behaupte einfach: nein, die Reifen sind bei Regen nicht gut. Cooper Reifen sind das.

 

Es passierte aber, dass ich durch eine große Pfuetze gefahren bin; ich hatte es nicht gesehen, weil die ganze Straße glaenzte: es ist direkt nichts passiert, aber am Tag danach (an einem Montag) merkte ich leider, dass doch was passiert ist.

 

Im Motorraum gibt es 2 Relais fuer die Innenraumluefter; diese wurden dabei beschaedigt. Bemerkt hatte ich es unterwegs; ich mach die Luefter an, weil mir kalt wurde, es wurde dann mollig warm und ich wollte die Luefter ausstellen; ich merkte aber, dass ich sie nicht ausstellen konnte; ich aergerte mich zwar ueber diesen Mangel, sagte mir aber auch gleichzeitig, dass die Luefter ja spaetestens bei "Zuendung aus" auch ausgehen; leider nein! :) Ich hatte also erst versucht die entsprechende Sicherung zu ziehen, aber die Beschriftungen waren nicht eindeutig oder ich hatte sie uebersehen; also entschied ich mich dazu, das Auto zurueckzurollen und die Batterie abzuklemmen; Natuerlich waren die Kabel extrem fest angezogen, so dass ich sie mit der Hand nicht sofort loesen konnte; ich hatte einen Koffer mit; eigentlich immer den mit Werkzeug, aber genau an diesem Tag hatte ich "K2" mit; in "K2" sind Putzmittel drin; Lappen, Politur usw...ich habe fuer alles die gleichen Koffer (Pilotenkoffer mit Beschriftung K1, K2 usw...).

 

Tja, also Augen zu und schoen an den Kabeln hin und her gewackelt, bis es sich dann endlich loeste; puh! da war ich schon leicht nervoes, weil ich verdammt noch mal nicht wegen einer ausgesaugten Batterie liegen bleiben wollte! :) Ich wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass es diese beiden Relais gibt.

 

Ich hatte dann waehrend der Arbeit recherchiert, wieso dieser Luefter nicht mehr zu steuern ist und dann brachte man mich auf diese Relais; ich habe die Stecker von dort geloest und konnte die Batterie wieder anklemmen; seit dem habe ich keine Lueftung mehr. Die Relais gibt es als Ersatzteil nicht mehr, aber man kann sie reparieren; Anleitung liegt vor, aber ich war bis Dato zu faul, aber als letztens meine Scheiben beschlugen, verspuerte ich wieder einen Drang das zu reparieren ;). Vielleicht gehen sie ja auch wieder; wieder trocken :P. Muss ich mal direkt probieren.

 

Aber auch die Scheibenwischer sind nicht wasserfest...ich bin letzte Woche auf die Autobahn aufgefahren und auf einmal schuettete es; halbe Baeume wurden entblaettert und niemand fuhr schneller als 50km/h...einen leichten Schreck bekam ich aber, als es richtig anfing zu regnen und ich den Scheibenwischer auf "maximum" stellte...er wischte ein paar Mal und dann blieb er mitten auf der Scheibe stehen...Panik! Panik! Nein, nur leichte Panik; ich bin schon etwas abgebrueht...ich bin sofort auf den Seitenstreifen gefahren, drosselte meine Geschwindigkeit und drehte an dem Knopf fuer den Scheibenwischer; ich stellte ihn aus und dann wieder an; super! er wischte wieder, also weiter gings...keine 500m spaeter das gleiche Spiel; der Regen wurde weniger und ich konnte den Wischer auf "normal" stellen; da trat der Fehler dann nicht mehr auf. Lustigerweise wollte mir der Hintermann mit auf den Seitenstreifen folgen :D...hat er aber dann doch gemerkt. Die Sicht war aber wirklich extrem schlecht.

 

Ich fahre jeden Tag ca. 100km; der Lincoln ist zwar unter 20L auf der Autobahn zu bewegen, aber eben nicht deutlich drunter; ausgerechnet habe ich fuer die erste Woche 17L auf 100km. Das ist voellig ok, aber ich hatte mit meinem Mercedes 11-15L verbraucht (11.xx bei 140-160 gefuehlt) und 15l bei viel Vollgas. Dummerweise hat der Lincoln einen erschreckend kleinen Benzintank. Voellig unverstaendlich! Ich fahre mit dem Lincoln nicht schneller als 70mph; in der Regel aber zwischen 50 und 60mph (70mph nur beim Ueberholen von LKW).

 

Allgemein ist das Auto aber immer noch mein Traum; ich muss auf der Heimfahrt echt aufpassen nicht einzuschlafen; wenn es nicht gerade regnet, faehrt man doch sehr entspannt in dem Auto. Bis 70mph ist der Motor auch extrem leise, aber alles darueber klingt das etwas "angestrengt" und das will man aufgrund des wankenden Fahrwerks bei Querfugen auch gar nicht. Bis 70mph kann man ohne Gefahr ueber Wellen und Querfugen rollen; das "wanken", was dann entsteht, ist sehr entspannend. Man leidet in dem Auto auch kein Stueck an Leistungsdruck; wenn mir ein PKW von hinten naeher kommt, ist mir das in diesem Auto scheiß egal; ich wuerdige nicht mal einen einzigen Blick; in dem Mercedes verspuere ich den Drang schneller zu fahren; ich weiß auch nicht wieso...das Auto uebertraegt die Gelassenheit an den Fahrer, aber ich sollte mir das auch im Mercedes angewoehnen; vielleicht kam der Motorschaden im Stern auch von meinem schweren Fuß...aber eher nicht.

 

Parken ist entgegen der optisch unhandlichen Form des Lincoln Mark IV entgegen kein Problem. Ich mach mir aber auch nichts daraus, wenn ich mehrmals hin und her rangieren muss...stoert mich nicht. Ich muss aber zugeben, dass ich @work immer versuche mit dem Arsch an einer Einfahrt zu parken (Seitenstraße); so habe ich garantiert Platz nach hinten, falls mich jemand zuparken sollte :).

 

Aber im Regen...wenn ich in der Frueh schon Regen sehe, bin ich schon schlecht gelaunt...das macht mit dem Lincoln einfach keinen Spaß, weil es einfach spuerbar gefaehrlicher ist. Gefuehlt ist der Mercedes da sicherererererer.

 

Dass ich dem Lincoln aktuell keinen Gefallen erweise, ist mir bewusst, aber da muss er jetzt durch. Das Vinyldach ist sicher eine Komponente, die mit Wasser keinen Friedensvertrag geschlossen hat. Ich hatte das Vinyldach zwar aufwendig gereinigt und "versiegelt", aber das ist schon bei "Schuhen" nicht 100%ig dicht :).

 

Ganz nervig ist aber die Umwelt in Bezug zu diesem Auto; jeder in der Firma fragte mich nach dem Verbrauch; am Ende sagte ich nur noch "keine Ahnung; wenn kurz vor E, dann tanke ich". Und die doofen Fragen...und dann glotzt jeder; nach Feierabend standen sie alle am Auto, wollten einmal drin sitzen usw...ich bin ja kein Spielverderber und kann es auch verstehen, aber innerlich nervt mich sowas schon sehr. Ich fahre das Auto nicht, um mich oder das Auto der Oeffentlichkeit zu praesentieren, sondern weil mich die (einfache) und robuste Technik fasziniert. Alleine der Fakt, dass das Auto nach 40 Jahren noch mit dem ersten Motor und Getriebe laeuft, beeindruckt mich. Ich moechte das erhalten und irgendwann sagen koennen "50 Jahre und laeuft noch"...halbes Jahrhundert...klasse :)! Und ich bin von der Form fasziniert! Ein Coupé und dann diese Form; wie ein Pfeil; schmale Fenster, lange Haube, dicker Po...herrlich.

 

Also kurz: ich schaeme mich, wenn mich andere Menschen aufgrund des Autos anglotzen oder mir deswegen doofe Fragen stellen. Einer meiner Arbeitskollegen wollte mal den Motor sehen und er sagte erstaunt "da ist ja ein Ford-Motor drin"...ích antwortete nur mit "weil es ein Ford ist; stell dir mal vor; die bauen sogar ihre eigenen Motoren da ein" :).

 

Ich waere wohl in Texas besser aufgehoben mit dem Auto. Da faellt es nicht so auf wie hier. Ich sag ja immer Audi 80 der USA, aber das trifft wohl auf die alten Buick eher zu (oder auch nicht; keine Ahnung).

 

Wie auch immer; bald steht mein gruener Mark IV wieder in der Garage und wird im Fruehling wieder rausgeholt; obwohl ich letztes Jahr noch Ende November mit dem Mark unterwegs war; es war herrliches Wetter. Das Fruehjahr hingegegen war grottig und er kam erst spaet wieder raus. Ich glaub erst im Mai oder doch schon April?! Ach, keine Ahnung.

 

Im Alltagsverkehr hat man mit dem Lincoln aber rein fahrtechnisch keine Probleme. Das Auto bremst extrem gut, hat sogar eine Art ABS, was zwar lange nicht so effektiv arbeitet wie das ABS von Bosch, aber besser als nichts ist. Das Auto beschleunigt gut, kann auch gerne mal in einem Stau stehen usw...die Rundumsicht ist erstaunlich gut; keine B-Saeule, die beim Schulterblick vllt. ein halbes Auto verstecken koennte und man kann den Lincoln von den Ausmaßen extrem gut abschaetzen, weil man jede Ecke/Kante sieht. Der einzige Mangel ist der fehlende rechte Außenspiegel, was bei mir nach dem Kauf fuer Verwirrung sorgte, weil ich mit dem rechten Spiegel den rechten Abstand bewerte; das fehlte...

 

Aber daran gewoehnte ich mich schon wenige Tage nach dem Kauf; man faehrt blind bis kurz vor Kantstein, man lernt wieder oefter ueber die rechte Schulter zu gucken usw...mittlerweile nutze ich den Spiegel auch im Benz nicht mehr; ich schau immer ueber die rechte Schulter und schau gar nicht mehr in den Spiegel, wie ich das zuvor gemacht hatte; natuerlich hatte ich auch vorher ueber die Schulter geguckt, aber nicht so intensiv wie mit dem Lincoln.

 

Auch das Automatikgetriebe muss ich als aeußerst genial bewerten; ich bin schon einige, auch moderne Automaten, gefahren, aber keines schaltete so ruckfrei wie das von meinem Lincoln; das wird einem im Stadtverkehr bewusst, wenn man viel Stop&Go fahren muss; beim Lincoln muss man schon sehr aufpassen, um den Schaltvorgang zu merken; bei den Automaten, die ich sonst gefahren bin, war das immer etwas ruckiger. Der Lincoln Automat schaltet im Vergleich zu modernen Automaten auch aeußerst selten. Es hat ja nur 3 Gaenge.

 

Das war es auch schon fast mit meiner kleinen Abhandlung ueber den Lincoln und den Betrieb im Alltagsverkehr. Alles machbar, aber in einigen Bereichen nicht mehr ganz auf der Hoehe (Wartungsstau Heizung e.g. oder eigenwillige Fehlfunktion Scheibenwischer).

 

Es ist eben ein altes Auto und man muss immer mit einem Defekt rechnen; das muss man auch bei neueren Autos, aber da denkt man erst gar nicht daran und ist deswegen etwas beruhigter :).

 

Der 72er Lincoln Mark IV war bis jetzt das beste Auto, was ich mir je gekauft hatte. Ich bereue auch keinen Euro, den ich da reinstecke.

 

So, und jetzt noch ein schoenes Restwochenende!

 

M.f.G.

Andreas.


30.09.2012 15:52    |    mirabeau

Wow, wunderschönes Auto. Die großen Amis vor der Ölkrise sind einfach was ganz Besonderes.

Gestern stand ich mit anderen Leuten um einen (im Vergleich) schnöden Citroen CX Prestige herum und der Besitzer schien auch schon ziemlich genervt. Kann ich gut verstehen. Als Alltagswagen würde ich mir das nicht antun, einfach nur nervig sowas. Man kommt mitm Einkaufswagen aus dem Lidl und dann glotzen Dir die Menschen beim Verladen Deiner Limonade zu als hätten sie Ähnliches noch nie gesehen.


30.09.2012 16:10    |    Dr Seltsam

Nu wer auf einem bunten Hund reitet muss Blicken standhalten können ;)

 

Das ist eben einer der "Nachteile" dieser Wagen, sie sind sehr selten im deutschen Straßenverkehr und entsprechend gucken die Leute ( auch ich ) hinterher. Sind einfach auch wunderbar anzusehen und etwas völlig anderes. Das fasziniert eben, ist so ähnlich als wenn man mit einem Vogel Strauß im Stadtpark Gassi geht.

 

Ich verstehs natürlich das das Leuten die eher in Ruhe gelassen werden wollen irgendwann auf den Geist geht. Häng doch einfach n Zettel rein mit den wichtigsten Daten die immer gefragt werden ( dürftest du ja kennen die Fragen:D ) und dann verweis einfach auf den Zettel :)

 

Als Autogasnutzer kenn ich das Problem etwas, sprech ich Nicht-Gaslern gegenüber davon das ich LPG habe, weiß keiner was das ist. Sag ich dann Autogas gehen 80% der Anwesenden davon aus, dass mein Wagen jeden Tag explodiert.


30.09.2012 16:12    |    schipplock

hehe, gute Idee; wie auf einer Oldtimerausstellung...guckst du da! oder guckst du weiter! ;)


30.09.2012 16:15    |    Dr Seltsam

Genau :D Einfach großen fetten Zettel gut sichtbar, am besten in der Nähe der Tankklappe ankleben und dann drauf zeigen. So easy. Vielleicht auch als Heckscheibenaufkleber, ein Hummer in der Nähe hat sowas. Der Fahrer scheint auch recht sarkastisch zu sein, da steht was von "14,X L, schluck du Luder schluck!" :D

 

Ich würd mir sowas mit LPG auch hinten drauf kleben ( ja ich fahre auf Gas, nein er explodiert nicht ), nur in einige Tiefgaragen darf man angeblich wegen LPG nicht rein. Und bevor mich dann wieder son unterbeschäftigter Hampel von Parkhauswächter anpisst, bleibe ich lieber im Tarnmodus. Checkt ja keiner was mein Fiesta da unterm Arsch hat :D


30.09.2012 16:17    |    schipplock

du hast deinen Fiesta auf LPG umgebaut? Ist mir irgendwie entgangen :). Ich hatte im Audi 80 auch LPG; war eine gute Zeit; nur das Tanken nervte; dieser ultradaemliche Totmannknopf :P.


30.09.2012 16:43    |    Dr Seltsam

Der Knopf ist echt zum kotzen, ja mein Fiesta ist ein LPGler :)

 

Bei meiner Stammtankstelle ist jetzt irgendwie die Abdeckung von dem Knopf weg und dadrunter ist ein Waffelmuster. Gleichzeitig muss man das Ding mit Kraft reindrücken wie du weißt und der Spielraum bei dem Ding liegt quasi bei 0. Jedesmal wenn ich tanke, hab ich also am Ende dieses Waffelmuster im knallroten Daumen bzw in der Handfläche. Einfach reudig :D

 

Aber ansonsten, läuft super. Seit über 100.000 KM fahr ich jetzt damit, keine Probleme. Nichtmal das Flashlube ( die Flasche is irgendwo vor 50.000 KM oder mehr schon abgefallen ) hat sich als benötigt angezeigt. Motor schnurt wie ein Kätzchen. Wobei man in den Endura auch pürierter Enten reinkippen kann, der is so robust und verbrennt fast alles :D


30.09.2012 16:54    |    schipplock

bei dem Motor kann man die Ventilsitze auch relativ guenstig tauschen, falls da mal zu viel "Spiel" ist.


30.09.2012 17:40    |    Dr Seltsam

Is aber zum Glück die gute alte Graugußkonstruktion, glaube bevor da nur ein Ventil kaputt geht, bricht der ganze Motor in zwei Teile auseinander :D


30.09.2012 18:31    |    Andy 43

Ich kann dir zu diesem Wagen nur gratulieren. Auch ich habe über einen Zeitraum von 15 Jahren einen Wagen gefahren, der extrem auffiel. Ständig musste ich mir diese dämlichen Kommentare anhören - Der fährt den Wagen doch nur um aufzufallen - oder - Der hat bestimmt keine Freundin und jetzt will er sich damit trösten. Diese Dummschwätzer, die genauso viel Ahnung von Autos hatten wie ein Beduine vom Snowboarden, hatten allesamt nichts begriffen. Die sind nicht mal auf den Gedanken gekommen, dass man sich für bestimmte Autos begeistern kann.

Die sind dann anschließend in ihren Golf gestiegen und haben nach Mamma geschriehen, wenn die Blinkerbirne defekt war. Aber ok, ignorieren war das beste Mittel.

Viel Spass noch mit dem Lincoln....ihn zu erhalten ist jede Mühe wert.


30.09.2012 18:39    |    schipplock

nur, damit kein falscher Eindruck entsteht: ich habe den Lincoln nicht erst jetzt gekauft, weil der Mercedes kaputt ist, sondern schon vor ueber einem Jahr; Mit meiner Einleitung koennte aber durchaus der Eindruck entstehen, dass ich den wegen des defekten Benz gekauft habe :D...merke ich jetzt gerade, wo ich deinen Kommentar lese.

 

danke fuer den Kommentar, Andy 43.

 

Eine Frage stellt sich natuerlich: was war das fuer ein auffaelliges Auto :)?


30.09.2012 20:18    |    docfraggler

nuja. wie sage ich immer: wer alte autos faehrt muss hart im nehmen sein. murphy faehrt bekanntlich immer mit ;)

 

erinnert mich irgendwie daran, wie ich mal zur schoensten berliner rush hour an einem freitag nachmittag bei stroemendem regen ploetzlich der meinung war, dass sich die schaltung irgendwie "komisch" anfuehlt. zwei sekunden spaeter waberte der schaltknueppel nur noch ohne jede fuehrung in der gegend rum...

 

wenn sowas passiert muss es natuerlich regnen, es muss freitag sein, man muss im stau stehen und auf einen tunnel zufahren...

 

aber wat solls, das unterscheidet einen ja gerade vom mainstream ;)

 

 

 

gruesse vom doc


30.09.2012 22:04    |    Goify

Leider führt das Ignorieren von fragenden Blicken dazu, dass man schnell den Stempel aufgedrückt bekommt, arrogant zu sein.

Ich halte es so, gehe ich auf ein Oldtimertreffen, will der Besitzer auch gefragt werden und somit habe ich keine Hemmungen, ihn anzusprechen. Fährt einer mit dem Oldi in der freien Wildbahn herum, halte ich mich zurück, es sei denn, die Situation fordert ein Gespräch.

 

Als du das mit der Pfütze sagtest, dachte ich an Rainer Günzler und seine Autotests, der Lincoln hätte ihn also nicht bestanden, denn der werte Rainer fuhr immer durch ein Becken mit 30 cm hoch stehendem Wasser mit etwa 50 km/h. So konnte er gleich sehen, ob alles weiterhin funktionierte oder ob der Motor im Extremfall absoff.

 

Dann kann man nur hoffen, dass der 124er bald wieder fit sein wird und du deinen Ami schonen kannst.


30.09.2012 23:03    |    spechti

Ich fahre meinen Mark IV auch über das gemäßigte dreiviertel Jahr als Alltagsauto (bei Eis und Schnee nicht) und würde das Auto als absolut alltagstauglich bezeichnen. Die serienmäßigen Zweistufenwischer sind allerdings alles andere als regenfahrtauglich und wurden von mir gegen ein optionales Intervallsystem aus einem Thunderbird getauscht (plug and play). Feuchtigkeitsempfindlichkeit an der Elektrik kann ich nicht bestätigen (das ist eher das Metier voon Cadillacs aus den 90ern), aber man muß bedenken, daß die Abdichtungsmaterialien 40 Jahre alt sind und auch ein Relais nicht ewig funktioniert.

 

Bei regennasser Straße sollte man mit dem Wagen auf jeden Fall immer besondere Aufmerksamkeit walten lassen, denn zweieinhalb Tonnen wollen gefühlvoll zum Stehen gebracht werden. Gute Reifen spielen hier eine entscheidende Rolle. Allerdings sind die Mittlerweile Mangelware seit Michelin die Reifen für große Lincolns nicht mehr anbietet. Ersatz gibt es fast nur noch als Fernost-Ware.

 

Eine Fehlkonstruktion ist die nicht regelbare Lüftergeschwindigkeit der Jahre 72 und 73. Da regelt der Lüfter nur über die Automatik der Temperaturführung. Den Fehler hat man bei den 74-76er Modellen korrigiert.


30.09.2012 23:43    |    Zin-Azshari

Ich habe bei meinem Lincoln ebenfalls einen Intervall-Scheibenwischer eingebaut - einmal im Nieselregen ohne zu Fahren hat mir da gereicht :D

(Die Ergonomie für kleine Leute ist in so einem großen Wagen halt eher suboptimal)

Sofern die Technik in Ordnung ist kann ich einem 70er Lincoln aber eine exzellente Regentauglichkeit unterschreiben.

Ich war auch schon im Starkregen unterwegs - im Harz ! - und es gab bei vorrausschauender Fahrweise absolut keine Probleme.

Meiner hat aber noch die guten in Kanada produzierten Michelin-Reifen drauf..

 

P.S.: Dein Wagen braucht endlich Weißwandreifen ! Die würden doch so gut zum Vinyl passen.

 

P.P.S.: Ja das mit den Fragen kann manchmal nervig sein... aber so ist es halt wenn man ein in DE seltenes Auto gehört das nie richtig zum normalen Straßenbild gehört hat.

Bei mir kommt aber interessanterweise öfter die Frage ob man das Dach abnehmen kann oder wie viele Leichen in den Kofferraum passen..

 

Wegen dem Spritverbrauch hab ich mir eine Standartantwort angewöhnt:

3L ! Wenn die Leute dann komisch gucken ergänzt du: Pro Zylinder :D


01.10.2012 08:11    |    schipplock

Zitat:

Die serienmäßigen Zweistufenwischer sind allerdings alles andere als regenfahrtauglich und wurden von mir gegen ein optionales Intervallsystem aus einem Thunderbird getauscht (plug and play).

Intervall hat meiner bereits.

 

Zitat:

P.S.: Dein Wagen braucht endlich Weißwandreifen ! Die würden doch so gut zum Vinyl passen.

jaaha! Aber ich habe gerade andere Probleme :).

 

Zitat:

(Die Ergonomie für kleine Leute ist in so einem großen Wagen halt eher suboptimal)

also je kleiner man ist, desto naeher sitzt man doch am Cockpit :).

 

Zitat:

Bei mir kommt aber interessanterweise öfter die Frage ob man das Dach abnehmen kann oder wie viele Leichen in den Kofferraum passen..

die Fragen hoere ich auch ab und zu, aber in der Regel ist es die unkreative Frage nach dem Verbrauch und wie schnell das Auto faehrt.

 

Zitat:

Dann kann man nur hoffen, dass der 124er bald wieder fit sein wird und du deinen Ami schonen kannst.

oh ja!


01.10.2012 08:38    |    metronaut

Wichtig finde ich es, möglichst niemals spektakulär mit einem "Sonderfahrzeug" liegenzubleiben.

 

Ansonsten gibt man der Fraktion "Siehste, habe ich doch gesagt - kauf dir mal was neues" zuviel Nahrung.

 

Daher lohnt sich auch die eine oder andere vorbeugende Instandhaltung gleich doppelt.

 

Mit Unbekannten einmal kurz über mein Auto/Schuhe/Handy/Kamera/... zu plaudern, stört mich allerdings gar nicht. Besser kann man sich doch nicht informieren als bei einem (nicht von der Werbung gekauften) privaten Nutzer.


01.10.2012 09:03    |    schipplock

"kauf dir mal was neues" hoere ich schon seit Jahren.


01.10.2012 09:08    |    Dr Seltsam

"Was willst du mit der alten Kiste" ist nicht nur ein Problem von euch Amifahrern ;)

Viele denken sobald ein Auto nicht mehr modern aussieht, geht es automatisch kaputt und macht nur Probleme.


01.10.2012 09:26    |    Sonntagnachtsfahrer

Der ist noch pre-EPA mit 365 bhp, oder? Ab 73 wurden die Motoren ja kastriert wegen der neuen Vorschriften..

Wunderschönes Teil jedenfalls. Könnte ich hier aber nicht mehr parken, habe schon genug Probleme mit 5,03m.

Die Frage nach dem Verbrauch kenne ich als A8-Fahrer auch gut .. "im Schnitt 14l, maximal 31" und die Leute werden blass. Dabei ist der Sprit kostenmäßig einer der kleineren Posten.. aber da hier alle gewohnt sind, ihre Kisten auch noch über die lächerlichste Kurzstrecke zu schieben, glauben sie dass man sich damit dumm und dämlich zahlt. Dass der Verbrauch den Gebrauchtpreis drückt, berücksichtigt auch niemand.


01.10.2012 10:44    |    falloutboy

Schicker Text "shippi" - mit der Landyacht durch die Straßen.

Ach ja, so muss das sein. Was wohl auch sein muss en bissel neue Abdichtung für die Stecker. Das Problem mit deinem Wischer könnte aber an der Nocke liegen (Im Scheibenwischermotor).

 

Sobald mein Internet wieder tut, werd ich mal schauen das ich en Video / Bilder von den Intervallwischern von nem Camaro find, das dürfte dir erklären in welche Richtung ich gerade denke.

 

P.S.: Mit Regen und Spurrillen hab ich aber auch im Alero Probleme, als "Nachtblinder" mag ich Nachts und Regen einfach nich, und Spurrillen da wackelt mein Kopf immer so. (Aber ich denk eher das mein tropfendes Traggelenk daran schuld ist)


01.10.2012 16:22    |    wazzup

Joah, ein wunderschönes Auto. Aber für den Alltagsgebrauch eindeutig zu Schade imho.

Ich würde schon mit dem Rocco niemals im Winter fahren und auch bei Regen nur ungern. Oldies sind Schönwetterautos, fürn Alltag zu Schade.


01.10.2012 19:39    |    spechti

Das Problem is eigentlich nicht der Oldie selber. Die Autos waren vor 40 Jahren alltagstauglich und sind es im Prinzip heute auch noch, schließlich sind gerade amerikanische Autos simple und gut durchdachte Konstruktionen mit vielen Reserven für ein langes Leben. Und ein Lincoln Mark war die Königsklasse auf dem Luxusauto-Häufchen. Da hat Ford noch mal eine Schippe draufgelegt. Der Casus-Knacktus liegt in der immer weiter aussterbenden Logistik, die notwendig ist um solche Autos zu betreiben. Mittlerweile werden sogar gewisse Verschleißteile rar. Walker oder Arvin liefern keine Auspuffanlagen mehr und Weißwandreifen sterben aus (überhaupt Reifen in den Größen, die für Landyachten so üblich sind). Das sind nur zwei kleine Beispiele. Immer mehr muß man nach seltenen Teilen mit detektivischem Gespür suchen. Ohne weltweites Gewebe und die Elektrobucht wären wir schön am Arsch!

 

Somit versucht man den Verschleiß zu minimieren und schädliche Einflüsse penibel fernzuhalten. Testreihen haben bereits vor 20 Jahren herausgefunden, daß 4 Monate Winter im Jahr rechnerisch 85 Prozent der Lebensdauer eines ganzjährig gefahrenen Autos kosten. Wie lange ein Auto ohne Winterbetrieb lebt, kann man sich also ausrechnen...


01.10.2012 19:47    |    Hellhound1979

Das mit den Blicken kenne ich neuerdings auch, obwohl meine Caprice im Gegensatz zum Lincoln ja Massenware ist. Damit falle ich noch mehr auf als mit dem Mustang, der dagenen schon fast alltäglich und vor allem, trotz Retro Design, modern ausschaut.

Leider zielt auch hier die erste Frage, nein eigentlich zweite Frage, auf den verbrauch ab. Die erste Frage ist eigentlich meist: "Was ist das denn für ein Auto?". :D


02.10.2012 12:41    |    wazzup

Eben, das mit den Ersatzteilen ist das Problem. Angenommen wir wären in Afrika oder China wo bis vor kurzem noch minimal Modifizierte Golf 1/2 und Santanas vom Band liefen, also wenn die Autos hierzulande einen durchschnittlichen Produktionszeitraum von 30 Jahren hätten dann gäbe es auch kein Nachschubproblem. Leider liegt der Zyklus heute nicht mehr bei fast 10 jahren wie zu Golf 2 Zeiten sondern teilweise bei 3 Jahren, somit wird jedes Auto irgendwann zum Problem wenn es älter wird.

Würde es die alten Klassiker immer noch neu zu kaufen geben dann würde ich mir ebenfalls keine Gedanken machen damit im Winter zu fahren.


02.10.2012 13:01    |    schipplock

ich bin mir nicht sicher, ob du mit 2.3 Tonnen im Winter durch verschneite Staedte fahren moechtest; es bremst ja so gut wie jeder besser als du :).

 

Lincoln Continental Mark IV und Schnee...schon beim Schreiben dieser Woerter fließen Respekt und Angst durch meine Adern :). Ne, also das geht gar nicht.

 

Die Ersatzteile, besonders die Verschleißteile, bekommt man fuer den '70er Jahre Lincoln aber vergleichsweise gut, guenstig und in der Regel wenige Tage nach Bestellung. Spechti erwaehnte zwar, dass Reifen e.g. ein Problem darstellen, aber da hat er sich auch ein Thema rausgesucht, wo es tatsaechlich schwierig ist guten Ersatz zu bekommen.

 

Bereifung ist 225/82R15. Auf die Schnelle habe ich kein einziges Angebot gefunden; nicht mal von dem Hersteller, der meine Reifen mal hergestellt hat.

 

Die Innenausstattung ist auch so ein Thema, wo man nichts mehr bekommt, aber das ist ja teilweise sogar bei Mercedes schwierig, wenn man eine seltene Kombination hat.

 

Im Lincolnforum hatte mal ein User folgenden Satz verfasst: ich kann es mir nicht leisten einen Mercedes als Oldtimer zu unterhalten. Er faehrt selber einen 70er Jahre Lincoln.

 

Da steckt in der Tat auch etwas Wahrheit drin, denn die Ersatzteilpreise fuer Mechanik (Vergaser, Bremsen, Motorteile usw...) sind aus "deutscher" Sicht recht guenstig.

 

Als ich den HBZ bestellte, hatte ich den teuersten bestellt: 29 eur; als "mein" Meister das erfuhr, schaute er mich mit riesigen Augen an. Bei Mercedes bezahlt man locker das 10-fache (je nach Modell).

 

Zuendkerzen? Da bin ich "nazi" und bestelle immer nur das guenstigste von Bosch; war fuer den Lincoln knappe 4eur fuer 8 Kerzen; bei meinem Audi 80 habe ich da knapp eine Kerze fuer bekommen.

 

Also in diesem Sinne kann man schon sagen, dass man den Lincoln ohne viele Probleme im Alltag betreiben kann. Das sagt, meiner Meinung nach, aber nicht alles ueber die Alltagstauglichkeit aus.

 

Wenn es irgendwo durchrostet und man nicht spachteln will, muss man Bleche anfertigen, weil es nichts zu kaufen gibt; dann ist da noch das Thema Thermolack usw...alles Dinge, die den Betrieb im Alltag schon mal stoeren koennen :).

 

Aber ich bin guter Dinge; die Woche muss er noch durchhalten ;) (macht er locker; er faehrt sich immer geschmeidiger).


02.10.2012 18:59    |    Amifreak5

@all: ich hab mir zwar jetzt nicht alle Antworten zu diesem tollen Artikel bis unten durchgelesen, aber ich lese immer wieder, dass man sich beschwert darüber, dass einem die Leuten hinterherglotzen bzw. Fragen stellen zu dem Auto...

 

ich bin da komplett gegensätzlicher Meinung! Ich freue mich direkt, wenn sich die Leute dafür interessieren! Ich finde nur immer schade, wenn jemand ziemlich interessiert ist, und meinen Buick auch schön findet, er dann keinen wirklichen Grund nennen kann, wieso er nicht auch solch einen Wagen fährt...

 

"Ami-Auto-Interessierte-Leute" sind mir lieber, als stoische "Schrottkarren-Fahrer", die auch noch stolz sind auf ihren VW, der zu 80% aus Teilen aus China besteht... :rolleyes:

 

I love my Buick! ;)


02.10.2012 19:14    |    falloutboy

@amifreak

 

und genau über diese "schrottkarren-fahrer" sprechen wir. Denn es sind nur die von denen die genannten "Nerv"fragen stammen. Jemand der an Amis interessiert ist, fragt zwar auch diese Fragen (manchmal) aber mit einem anderen Hintergedanken sowie einem anderen Tonfall. Ebenso wird er nicht mit so einer Frage anfangen, sondern erst mal sagen "oh schicker ähhh buick, oder??"

 

Und wenn jemand so daherkommt und nach dem Auto und ähnlichem fragt, dann sind wir bestimmt die letzten die das Gesicht verziehen und uns fluchend und schimpfend ins Auto setzen.


02.10.2012 19:40    |    Maurer-Porsche

Was für ein krasses Geschoß. Als Verbrauchs-Update vielleicht mal die 3-Gang-Automatik durch das HybridSynergyDrive von Toyota ersetzen. Halbiert glatt den Verbrauch, und der Motorklang bleibt gleich. Dann noch LPG, und das Ding ist was für Vielfahrer in Deutschland :D


02.10.2012 20:45    |    spechti

Zitat:

dann ist da noch das Thema Thermolack usw...

Ford hat nie Thermoplastlack eingesetzt.

 

Zitat:

vielleicht mal die 3-Gang-Automatik durch das HybridSynergyDrive von Toyota ersetzen

Das C6 erfüllt diesen Zweck ausgezeichnet. Mehr als drei Gänge braucht kein Mensch. Außerdem würde so ein Taschenlampengetriebe wohl nach kurzer Zeit vom Drehmoment zerknuspert werden. Genau aus diesem Grund ist da ein C6 drin, das eines der stärksten Automatikgetriebe ist, die je gebaut wurden.


02.10.2012 20:55    |    Maurer-Porsche

Zitat:

Mehr als drei Gänge braucht kein Mensch

Eben, genau meine Rede. Das HSD besteht im Prinzip nur aus einem Drehmomentwandler und einem Gang. Wenn man den V8 und ein dafür konstruiertes HSD aneinander anpaßt sind 8L/100km drin, bei originalem 7,5L V8 Sound. Nur daß der V8 halt ab und zu schweigt.

Bei so einem Auto würde sich Hybridtechnik richtig rechnen.


02.10.2012 21:36    |    spechti

Nenn mir einen Grund, warum man an so einen Blödsinn auch nur einen Gedanken verschwenden sollte!

Erstens hat ein Lincoln keinen V8-Sound im Sinne von Ballerballer, sondern flüstert dezent vor sich hin. In seinem Inneren herrscht elegante Ruhe und Erhabenheit. Zweitens: nur mit einem Getriebe aus dem Yps-Heft läßt sich ein Zweienhalbtonner nicht vebrauchsmäßig auf polo-Niveau bringen. Drittens: wieso sollte man in einen funktionierenden, einwandfreien Oldtimer so einen neumodischen Japsdreck einbauen? Schließlich fährt man den Wagen ja weil er so ist wie er ist!

 

Abgesehen davon habe ich diesen Toyota-Müll in Form eines Lexus CT 200h als Mietwagen ertragen müssen. Nach 100 km Fahrt hätte ich ihn am liebsten wegen Nervtöterei von einer Brücke geschmissen! Die letzte Karre!


02.10.2012 22:09    |    Maurer-Porsche

Schöne Antwort, du machst deinen Job gut :) Naja, mein Gedanke ging eher in die Richtung, wie man jetzt eine Replika bauen könnte, die einigermaßen wirtschaftlich zu betreiben ist. Das HSD von Toyota hat - als Blackbox betrachtet - nun mal sehr große Ähnlichkeit mit einem hydraulischen Drehmomentwandler (Trilok-Wandler) wie er auch in der stärksten Automatik aller Zeiten verbaut wurde. Mit dem doppelten Polo-Verbrauch, also 9L, ist man mit Sicherheit dabei. Den V8 auf Atkinson-Zyklus mit variablen Steuerzeiten zu bringen ist ja nun da kleinste Problem.


02.10.2012 22:10    |    schipplock

kein Thermolack bei Ford? Ganz ehrlich freut mich das. Danke fuer die Info, spechti. Der Lack ist ja bei meinem Lincoln 2-farbig, wenn man genau hinguckt (vorne dunkler als hinten), aber ich weiß noch nicht, wann ich den Lack mal erneuern werde. Auf Fotos sieht es ja noch gut aus und die 2 Farben sehen die meisten auch nicht.


02.10.2012 22:43    |    spechti

Ford verwendete in der Produktion einen einschichtigen Emaille-Einbrennlack für alle Modellreihen.

 

@maurer-porsche

Glaub mir: es funktioniert wie es ist. Und Benzinverbrauch ist scheißegal! Wenn Tank leer, wird Tank vollgemacht. Und Atkinson kann mich mal.


03.10.2012 19:05    |    waffelhick

solange das tankstellennetz in deutschland so dicht ist, dass man problemlos von einer tanke zur naechsten kommt, ist der verbrauch voellig uninteressant. sollte sich das einmal aendern, dann kann man immer noch ueber den einbau eines groesseren tanks nachdenken.


03.10.2012 19:21    |    schipplock

hehe, ganz so schlimm ist es nicht, aber viel mehr als 60l gehen nicht rein. Ich weiß es aber nicht genau. 100l Tank haette ich gerne.

 

Ich hatte gestern btw. eine Schrecksekunde, was aber auch zeigte, wie modern das Auto in 1972 schon war.

 

Ich bin gestern bei Regen auf eine Kreuzung zugefahren; aktuell waren 70km/h erlaubt und vor mir fuhr ein Citroen Van; die Ampel wechselte auf Gelb und der Citroen, der kurz davor war, bremste stark, obwohl Ampeln bei 70 idr laenger Gelb bleiben. Ich hatte damit nicht gerechnet und musste staerker bremsen; die Raeder blockierten aufgrund der doofen Reifen und das Suretrack System setzte ein; eine Art ABS, und verhinderte wohl den Auffahrunfall.

 

Ich muss aber dazu sagen, dass das System deutlich langsamer arbeitet als das ABS von Bosch. Bei Regen so langsam, dass die Raeder zwischendurch blockierten. Bei Trockenheit hatte ich es auch schon mal erlebt und da funktioniert es besser. Vielleicht ist es auch nicht mehr ganz frisch nach 40 Jahren.

 

Etwas aus dem Alltag.


03.10.2012 20:14    |    spechti

Das System funktioniert, aber die Sensorik ist viel gröber als das heute der Fall ist. Soweit ich weiß, regelt es nur vier mal in der Sekunde. Aber für die damalige Zeit war es ein Meilenstein. Es wurde ja auch recht lange in Lincolns eingebaut. Die Anlage gab es bis 1979.

Eine gewichtige Rolle bei Regenbremsmanövern spielen die Reifen. Da die Auswahl da aber immer enger wird, dürfte auch die Qualität eher auf dem absteigenden Ast sein, da die Konkurrenz fehlt. Bei so schweren Autos ist das von großer Wichtigkeit.

 

Nebenbei: der Tank des Mark IV faßt 22,5 Gallonen. Macht also 85 Liter. Das reicht auch für längere Strecken. Den Town Car gab es mit einem Zusatztank, der seitlich im hinteren Kotflügel untergebracht war.

 

Zitat:

sollte sich das einmal aendern, dann kann man immer noch ueber den einbau eines groesseren tanks nachdenken.

Ein pragmatischer und weiser Gedankenansatz!


03.10.2012 21:09    |    schipplock

85 Liter? Wenn die Tankanzeige beim letzten Strich vor "E" steht, kann ich ca. 55L nachtanken. Na gut zu wissen, dass ich dann noch ca. 100km fahren kann :).

 

Falls du mal eine gute Quelle fuer gute Reifen kennst, waere ich dir sehr verbunden, wenn du mich darueber informierst.

 

M.f.G.

Andreas.


03.10.2012 21:16    |    falloutboy

Apropo wer mehr wissen will über das Ford SureTrack von 1969

 

Zitat:

Wenn die Tankanzeige beim letzten Strich vor "E" steht, ..... dass ich dann noch ca. 100km fahren kann

Lol so is das bei meinem Olds auch :)


Deine Antwort auf "Lincoln Continental Mark IV ist nicht 100% alltagstauglich"

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