• Online: 4.785

21.12.2017 18:03    |    schipplock    |    Kommentare (1)

Der Spontankauf

 

Mein 3er BMW war ein Emotionskauf! Ein 318d mit gnadenlosen 143PS! Ich bin in das Autohaus gestiefelt, damals noch unzufrieden mit meinem Mercedes, und als ich den schwarzen BMW da stehen sah, konnte ich nicht anders und habe ihn einfach gekauft. Mein E90 wurde 10/2011 gebaut und 11/2011 zugelassen. Die PS-Leistung ist mehr als ausreichend.

 

Ich wollte zu der damaligen Zeit unbedingt ein Auto mit Dieselmotor kaufen, da ich noch nie zuvor ein Diesel-PKW besessen hatte. Ich war außerdem geschädigt von meinem damaligen Mercedes 300CE mit 4-Gang Automat, bei dem der Verbrauch von 12L irgendwie fest im "Steuergerät" einprogrammiert war. Selbst mit einer forcierten Maximalgeschwindigkeit von 100km/h änderte sich da nicht viel. Man sagte mir, dass ich nicht fahren könne oder dass mein Motor kaputt sei. Für mich war der Verbrauch nachvollziehbar, weil es ein 3L R6 Motor mit KE-Jetronic war. Mein erstes Auto hatte auch eine KE-Jetronic, aber nur 4 Zylinder und da verbrauchte ich ca. 8L. Also 8/4 = 2 Liter pro Zylinder. 2 Zylinder mehr macht also 2 * 6 = 12 L. Im Grunde war das also ein ganz guter Verbrauch, da der Motor ja auch ca. 180PS leisten sollte. Der 4 Zylinder in meinem Audi 80 brachte es nur auf gute 90PS. Ich habe den Motor im Mercedes sogar geschrottet und hatte danach einen 3L aus einem 4matic verbaut. Der verbrauchte...Trommelwirbel...auch 12L :). Geklungen haben beide Motoren identisch. Durch den 4-Gang Automat fühlte sich das Auto aber eher träge an. Der Schub war aber aus heutiger Sicht "fett". Der 300CE fuhr wie an einer Schnur. Kein Turbo eben. Das machte schon Spaß. Im oberen Drehzahlbereich klang der R6 außerdem wie ein Rennmotor. Wirklich gemocht habe ich das "seidenweiche" Geräusch dieses R6 im unteren Drehzahlbereich aber nie. Akustisch gefällt mir da ein R3 neuester Generation von BMW e.g. viel besser (ich weiß, das klingt bescheuert, aber ein moderner R3 klingt wirklich spaßig und dreht in vielen Fällen gut hoch).

 

 

 

 

Die Defekte seit dem Kauf

 

Nun sind aber seit dem Kauf des BMW tatsächlich einige Jahre ins Land gegangen und ich bin immer noch sehr zufrieden mit ihm. Bei dem Mercedes hatte ich nicht mehr das Gefühl ein zuverlässiges Auto zu haben. Dem BMW vertraue ich noch blind. Ich denke, man wird hier nachvollziehen können, was ich meine. Jeder Autofahrer kennt dieses Gefühl, wenn das Auto einen mehrmals im Stich gelassen hat. Dann ist die Luft raus, auch wenn die Technik repariert werden kann.

 

Aber auch mein BMW war in den ersten 111_000 km nicht fehlerfrei!

 

Ich hatte bei ca. 90_000 km eine Störung im System der Abgasreinigung. Ich bin zu der Zeit viel in der Stadt rumgekurvt und bemerkte auf einmal, dass die Drehzahl pendelt. Im Leerlauf an der Ampel pendelte die Drehzahl sehr stark. So stark, dass der Motor fast ausging. Da war mir das Auto das erste Mal peinlich. Kurz danach erschien im BC auch schon die Fehlermeldung. Laut Handbuch deutete alles darauf hin, dass er nicht mehr freibrennt und somit das System gestört sei. Angeblich sollte der Partikelfilter "voll" sein. Ich musste wenige Tage später allerdings nach Münster fahren. Da bin ich dann im 5. Gang die gesamte Strecke mit gemäßigter Geschwindigkeit hingefahren (etwas über 100 *hust*) und schon auf dem Weg dahin verschwand die Fehlermeldung und so auch das Drehzahlpendeln. Ich bin auch zurück wieder im 5. Gang gefahren und hatte seit dem das Problem nie wieder. Ich bin seitdem aber auch wieder viel auf Autobahnen unterwegs.

 

Ich schlussfolgerte daraus: mein Auto ist kein Stadtauto :).

 

Dieser Defekt kostete mich also letztendlich kein Geld. Trotzdem war das kein gutes Gefühl.

 

Der nächste Defekt waren die Spannrollen am Spannarm im Riementrieb. Die beiden Rollen liefen schwergängig und dementsprechend klang auch der Keilriemen. Da die Rollen nicht blockierten, war das anfangs kaum spürbar, aber je länger ich mit dem Tausch wartete, desto "komischer" wurde es. Anfangs hörte man beim Starten den Riemen ganz leise "durchdrehen", was aber nur eine Sekunde lang zu hören war. Später schüttelte sich der Motor beim Starten und man hörte den Riemen länger "durchdrehen" (die Rollen kamen nicht nach). Sowas ist sehr schwer in Worte zu fassen und ich kann auch technisch nicht begründen, ob das Schütteln damit überhaupt zusammenhängt. Ich kann es mir aber vorstellen. Dieser Defekt war relativ günstig. Er kostete mich inkl. Teile (Spannrollen/Spannarm + Keilriemen) ca. 220 €.

 

Der letzte Defekt war dann wieder ein störendes Geräusch im Motorraum. Das Geräusch war anfangs sehr leise. Erst dachte ich da sitzt ein kleiner Vogel unter meine Haube und singt mir ein nettes Liedchen. Aber auch nicht immer! Und so ignorierte ich es eine lange Zeit. Vor kurzem wurde es dann aber so laut, dass es peinlich wurde. Ich bin ja durch meine Historie mit alten Autos so einiges gewohnt, aber DAS Geräusch war wirklich sehr laut. So laut, dass ich dachte, dass gleich was abfällt :). Es war aber tatsächlich _nur_ der Freilauf vom Generator. BMW wollte mir einen komplett neuen Generator verkaufen, aber für den Preis des Generators inkl. Montage hätte ich vor 10 Jahren ein ganzes Auto gekauft; mit Tüv :). In der Werkstatt "umme Ecke" hat man mir aber auch gerne nur den Freilauf getauscht.

 

 

 

 

Zufriedenheit mit dem BMW

 

Ich bin immer noch sehr zufrieden mit dem Auto. Immer, wenn ich es angucke, freut es mich. Es gefällt mir optisch immer noch sehr. Und auch wenn ich vom Komfort nicht überzeugt bin, so ist er doch relativ komfortabel; absolut betrachtet aber meiner Meinung nach: nein. Im Mercedes wurde ich weicher gebettet :). Ich habe mittlerweile Runflat Bridgestone Reifen neuester Generation und da hat sich das "Poltern" schon deutlich gebessert. Die alte Generation, die ich vorher drauf hatte, war diesbezüglich katastrophal (verglichen mit den neuen Reifen). Der Innenraum erweist sich bis jetzt als sehr widerstandsfähig. Es sind keinerlei Abnutzungserscheinungen zu beobachten. Auch der oft kritisierte "Klavierlack" ist völlig unproblematisch und sieht immer noch "geil" aus. Ich steh auf schwarzen "Klavierlack".

 

Die Defekte, die ich hatte, waren doof, keine Frage, aber finanziell kein Beinbruch. Ich habe diese Defekte _nicht_ bei BMW reparieren lassen, weil ich schon von den Inspektionskosten gelernt habe, dass BMW ordentlich in meine Tasche greift, ohne wirklich etwas zu tun. Ich kann einige Berichte von Usern hier auf MT deswegen nicht nachvollziehen. Ich war stets bei BMW in Essen und ich bin immer bei um die 600-800 eur gelandet. Exklusive Mietwagen. Das ist auch so eine Sache, die mir nicht so wirklich gefällt. Man muss (man kann!) bei BMW in Essen einen Mietwagen nehmen, aber man muss das bei Sixt direkt machen. Die haben da im Autohaus direkt so einen Sixt "Point". Da muss man sich also noch mal extra um den Mietwagen kümmern. Ich verstehe ja, dass man einen Mietwagen in Rechnung stellt, aber dieser extra Aufwand ist eigentlich unnötig und einfach nicht komfortabel. Bei Mercedes gibt man sein Auto zur Inspektion ab und sagt, dass man ein Auto braucht; man bekommt dann einfach einen Schlüssel überreicht, muss was unterschreiben und los gehts. Der Mietwagen wird dann eben als extra Kostenpunkt in der Rechnung geführt. Und bei Mercedes ist man auch so schlau und gibt ein teures Auto raus, wo man direkt wieder Feuer und Flamme ist. Bei Sixt bekommt man für das gleiche Geld einen Mini; auch gut, aber was soll das? Soll ich danach einen Mini kaufen? Wenn ich 3er fahre, sollte man mir einen 5er geben, damit ich danach diesen 5er kaufe. Oder denke ich da falsch? Egal. Ich fühle mich als Kunde in dieser Situation bei BMW auf jeden Fall nicht gut aufgehoben.

 

Mit meinem 300CE war ich mehrere Male bei Mercedes Nühlen in Moers und da gab man mir den Mietwagen sogar "kostenlos". Eine aktuelle C-Klasse war das "damals". Direkt in Rechnung gestellt haben sie es mir nicht. Nur wieder voll machen sollte ich. Indirekt habe ich den Mietwagen natürlich bezahlt, aber ich fühlte mich gut aufgehoben. Ich bin morgens hin, und sie haben mir das Taxi zur Arbeit und am Abend auch die Fahrt zurück bezahlt (das war so eine Kooperation mit dem Taxiunternehmen). Und dann noch den Mietwagen...ich fühlte mich wohl!

 

Und ich bin fest davon überzeugt, dass viele Autokäufer nicht nur das Auto bezahlen, sondern auch das Drumherum. Man liest ja sogar von vielen Opelfahrern, dass sie auf Opel keine Lust mehr haben, weil die Autohäuser so doof und unfreundlich sind. Ich kann das nachvollziehen!

 

 

 

 

Würde ich diesen BMW erneut kaufen?

 

Nein! Und auch kein aktuelles Modell von BMW mehr. Meine Persönlichkeit hat sich in den letzten Jahren stark verändert.

 

1.) Kein Diesel mehr

 

Ich möchte keinen Diesel mehr fahren, da er die Umwelt mindestens mit Gestank belästigt. Ob ein Diesel dem Menschen gesundheitlich schadet oder nicht, das kann ich als Laie schwer bewerten. Ich kann aber beobachten, dass immer mehr Wissenschaftler und/oder Experten Berichte über die Beeinträchtigung der menschlichen Gesundheit veröffentlichen. Somit vermute ich, dass der Diesel für die menschliche Umwelt in der aktuellen Form nicht geeignet ist. Dass es saubere Diesel gibt will ich nicht ausschließen. Ich erlebe aber täglich, wie sehr Diesel-PKW vor mir stinken und da mich das persönlich stört, muss ich auch so konsequent sein und selber keinen Diesel fahren. Mir persönlich sind Diesel-PKW innen als auch außen zu laut. Ich empfinde das Motorgeräusch mittlerweile als störend. Ich bin immer wieder Mietwagen mit Benzinmotoren gefahren und jedes Mal, wenn ich danach in meinen BMW gestiegen bin, war ich schockiert darüber wie laut mein Auto doch ist. Selbst ein Mini mit 3-Zylinder ist in Relation zu meinem BMW flüsterleise. Auch die akustischen Auswirkungen auf die Umwelt empfinde ich bei vielen Dieselmotoren als Zumutung. Sie sind einfach laut und klingen "scheiße" :). Und ja, auch 6-Zylinder Diesel klingen nicht toll. Besser als R4, aber immer noch dieselig und laut.

 

2.) Zu teuer!

 

Ich kann mir heute nicht mehr vorstellen so viel Geld für ein Auto auszugeben. Ich gestehe, dass das Auto vermutlich sein Geld wert ist, und ich profitiere davon ja auch gewissermaßen, aber heute würde ich für ein Auto nicht mehr so viel Geld ausgeben. Ich sehe das nämlich aktuell sehr pragmatisch. Ich fahre mit dem Auto quasi nur zur Arbeit und zurück. Einmal die Woche nutze ich es außerdem für den Einkauf. Zu 80, wenn nicht sogar 90%, nutze ich das Auto nur, um damit zur Arbeit zu fahren. Das kann ich auch mit einem Mitsubishi Spacestar machen (oder was auch immer). Mit dem Unterschied, dass ich vielleicht etwas weniger Komfort habe, aber auch mit dem Unterschied, dass mir viel mehr Geld zur Verfügung steht.

 

Das sieht aber schon mein Vater anders. Er meint, dass man sich auch was gönnen soll. Da hat er ja auch Recht! Aber für mich ist das Auto nichts mehr, woran ich mich aufgeilen könnte. Ein neues Auto würde mich vielleicht für 1-2 Monate bespaßen, aber danach würde es "langweilig" und zum Alltag werden. Das hängt natürlich auch von der Gesamtsituation ab. Wenn ich eine kinderreiche Familie hätte, würde das Auto vermutlich einen höheren Stellenwert bekommen, einfach weil dann der Bedarf besteht. Oder aber, wenn ich viel reisen müsste. Dann würde ich mir sicher keinen Spacestar kaufen, sondern eine günstige Limousine wie den Skoda Octavia oder SuperB (oder was auch immer gerade günstig zu bekommen ist). Ich würde aber auch dann auf den Preis achten und auch ein Auto mit kleiner Maschine kaufen. Denn auch das hat sich bei mir geändert. Ich "rase" nicht mehr! Ich zuckel ganz entspannt über die Autobahn, spare Kraftstoff und steige völlig entspannt aus. Ich konnte das anfangs nicht, aber mittlerweile genieße ich jede Fahrt und kann die Hektik meiner Umwelt nicht mehr nachvollziehen :).

 

 

 

 

Abschließende Worte

 

Das war aber nun viel BlaBla...Sorry dafür. Aber das lag mir einfach auf der Leber. Die Frage nach dem nächsten Auto stellt sich aktuell nicht und darüber bin ich auch froh. Mein nächstes Auto wird aber vermutlich deutlich kleiner werden. Mein BMW wird nun weiter brav gewartet, bis er dann irgendwann aufgibt. Der N47N Motor soll ja angeblich problematisch bezüglich des Kettentriebs sein. Bisher ist er da aber unauffällig :).

 

Dass die Kette immer gespannt bleibt!

 

Gute, entspannte und knitterfreie Fahrt wünsche ich allen, die das hier lesen und allen anderen natürlich auch :).

 

M.f.G.

Andreas.

Hat Dir der Artikel gefallen? 1 von 1 fand den Artikel lesenswert.

07.12.2017 21:41    |    schipplock    |    Kommentare (2)    |   Stichworte: rechts vor links, verkehrsregeln, vorfahrt

Vorfahrt oder nicht? Diese Frage stellen sich immer weniger Verkehrsteilnehmer. Oft scheint es eine einfache Regel zu geben: fährt man geradeaus, so hat man auch Vorfahrt. Ist ja auch logisch; man ist ja bereits in Bewegung; wieso sollte jemand, der von rechts kommt auch Vorfahrt haben?

 

"Erschreckenderweise" gibt es in Deutschland sehr viele Stellen, wo rechts vor links gilt. Den Verkehrsteilnehmern ist aber oft nicht bewusst, wer an solchen Stellen Vorfahrt hat.

 

Einerseits sehe ich sehr oft, dass die Vorfahrt nicht bekannt ist und Verkehrsteilnehmer an einer Stelle warten, wo sie eigentlich Vorfahrt hätten. Das resultiert dann manchmal in Situationen, wo zwei Autos komplett still stehen, weil mindestens ein Verkehrsteilnehmer die Verkehrsregeln nicht kennt. Diese Situation ist höchstens komisch und als sehr ungefährlich einzustufen, da hier in der Regel kein Schaden entsteht. Für mich ist das eine Situation, wo ich schmunzeln muss.

 

Andererseits erlebe ich praktisch täglich, wie man mir die Vorfahrt in vollem Tempo nimmt. Autofahrer, die mit erlaubter Höchstgeschwindigkeit quasi blind an einem vorbeifahren, aber auch Motorrad-, Roller- und sogar Radfahrer, die einem die Vorfahrt nehmen und nichts davon mitbekommen. Wenn man dann hupt, gucken die Verkehrsteilnehmer stark verwundert und denken sich vermutlich, wieso dieser Idiot da von rechts so penetrant hupt. "Der spinnt doch!"

 

Ich würde heute nicht darüber schreiben, wenn mich die Unwissenheit und Ignoranz dieser Verkehrsteilnehmer nicht erheblich erschüttern würde. Nicht nur ist es hochgradig dumm, aber auch hochgradig gefährlich für alle Teilnehmer. Für Motorrad-, Fahrrad- und Rollerfahrer aber noch mal viel gefährlicher, da eine Kollision in so einer Situation sehr ernste körperliche Schäden, wenn nicht sogar den Tod bedeuten können. Auch für Autofahrer besteht eine sehr hohe Gefahr.

 

Einmal sogar hat mir ein Motorradfahrer in so einer Situation den Mittelfinger gezeigt. Erschütternd dumm, wenn man bedenkt, dass ich ihn im schlechtesten Fall unter die Erde hätte bringen können. Sein "Glück" aber, dass ich in diesen Situationen immer einmal mehr schaue und ich auch alles daran setze keinen Menschen zu töten.

 

Rechts vor links ist eine Grundregel! Doch scheint diese Regel verlernt worden zu sein. Ich verstehe, wie es dazu kommt, da der Verkehr ja doch sehr oft mit Ampeln und Schildern geregelt wird. In bestimmten Situationen ist eine Seitenstraße eventuell auch schlecht einzusehen oder gar als solche erst gar nicht zu erkennen. Ist das ein abgesenkter Bordstein? Ist das eine Straße? Nachvollziehen kann ich es auch, wenn man in fremden Städten unterwegs ist. Doch kann ich aus Erfahrung sprechen und weiß, dass man dann einfach vorsichtiger fährt. Man fährt dann nicht in vollem Tempo quasi blind durch den Verkehr. Genau das sehe ich aber täglich.

 

Eine eventuell fatale, dumme und egoistische Verhaltensweise der Verkehrsteilnehmer, die ich persönlich gar nicht nachvollziehen kann.

 

Wie sind deine Erfahrungen mit rechts vor links? Habe ich einfach nur schlechtes Karma oder ist das tatsächlich ein reales Problem? Haben die Verkehrsteilnehmer diese einfache Grundregel verlernt?

 

Ich bin bin neugierig.

 

M.f.G.

Andreas.

Hat Dir der Artikel gefallen?

10.08.2015 21:30    |    schipplock    |    Kommentare (1)

Eh ja, ich bin eigentlich Helge Schneider Fan, aber seit heute nicht mehr; aus Prinzip.

 

Ich bin heute um ca. 19 Uhr auf der A42 unterwegs gewesen; es hat stark geregnet und die meisten Fahrer waren gleich schnell unterwegs. Ich fahr bei Regen selten schneller als 110 km/h und deswegen fahr ich auf der rechten Spur.

 

Als dann eine Auffahrt kam, bemerkte ich, dass zu viele Autos auffahren. Ich wollte auf die Mittelspur wechseln, aber genau in diesem Moment wechselte jemand auf die Mittelspur, so dass ich nicht wechseln konnte. In diesem Moment hoerte ich das Auto neben mir auf der Auffahrt hupen. Eine schwarze E-Klasse mit MH-U8*-er Nummer.

 

Kurz danach scherte die E-Klasse hinter mir ein und ueberholte mich. Die E-Klasse fuhr neben mir, ich schaute rein und zeigte dem Fahrer "Daumen hoch". Er zeigte mir den Mittelfinger. Pah! Danach war das fuer mich erledigt.

 

Eine oder 2 Ausfahrten weiter fuhr er wieder ab und ich wollte noch mal gucken, wie der Mittelfingermann aussieht und ich war schockiert. Das war Helge Schneider. Er schaute nur kurz und sah dann weg.

 

Ich war auf mehreren Konzerten und kenne seine Optik.

 

Pah! :)

Hat Dir der Artikel gefallen?

24.06.2015 15:41    |    schipplock    |    Kommentare (24)    |   Stichworte: 3er, BMW, E21

...das gilt offensichtlich auch fuer Autos. Autos müssen bewegt werden. Immer, wenn ich den E21 aus dem Winterschlaf erwecke, geht irgendwas nicht.

 

Erst im Dezember hatte ich Probleme mit der Kupplung, konnte das aber beheben. Nur war das nur der Anfang; mir war auch irgendwie bewusst, dass die Kupplung dem Ende nahe ist. Ich musste die Kupplung zuletzt immer mit dem "Anlasser freirupfen", bevor ich ueberhaupt einen Gang einlegen konnte.

 

Das Problem habe ich zwar jetzt nicht mehr, jedoch kommt die Kupplung spät, riecht nach 10km etwas und wenn ich das Kupplungspedal durchtrete, pfeift es leicht hörbar (wie das französische "oui" => "oui.oui.oui.oui.oui.oui.oui").

 

Ich habe dann heute trotzdem eine Probefahrt gewagt. Wasser? Hatter. Öl? Hatter. Gut, also raus. Bei dem ersten Blinkversuch nach rechts scheiterte es schon. Ein schnelles KlackKlackKlack...hachja, rechte Blinkerbirne kaputt. An der nächsten Kreuzung dann in die andere Richtung blinken...nichts...Warnblinker? Auch nichts. Toll, Kurzschluss im Warnblinkschalter.

 

Hach...ok, also Arbeit und Kosten...dass ich vor dem Winterschlaf mit dem Gummihammer vorsichtig an den Wagenheberaufnahmen rumgeklopft hatte und mir ganze Stücke auf die Schuhe gefallen sind, hatte ich ja schon mal erwähnt oder? ;)

 

Nur ein kurzer Versuch etwas Mitleid zu erregen :).

Hat Dir der Artikel gefallen? 1 von 2 fanden den Artikel lesenswert.

06.06.2015 18:26    |    schipplock    |    Kommentare (54)    |   Stichworte: 1, 20d, Jaguar, Mittelklasse, XE

Ich hatte ja schon im September 2014 über den Jaguar XE berichtet und war ja schon, ohne ihn gefahren zu sein, begeistert von ihm.

 

Heute hatte ich die Gelegenheit den neuen Jaguar XE als 20d zu testen. Und ich nehme gerne das Fazit vorweg: Jaguar hat hier wirklich einen Volltreffer gelandet.

 

Mein Testwagen hatte einen 2L Turbodieselmotor mit 180PS; gepaart mit einem 8-Gang Automatikgetriebe von ZF.

 

Die Ausstattung

 

Ausgestattet war er üppig; angetan hatte es mir das Panorama-Schiebedach. Ich hatte zuletzt im Audi 80 ein Schiebedach und war überzeugt davon, dass man sowas im Zeitalter der Klimaanlagen nicht mehr benötigt, aber es ist tatsächlich sehr angenehm. Ob man die 1500 eur Aufpreis bezahlt muss jeder selber wissen. Obwohl ich nur eine Durchschnittskörpergröße habe, aber ein Sitzriese bin, hatte ich zum Dach trotz Schiebedach noch sehr viel Platz über dem Kopf.

 

Die Ledersitze sind wirklich sehr gut; man hat extrem guten Seitenhalt; niemals kommt man auf die Idee sich mit dem Ellbogen Seitenhalt zu verschaffen.

 

Das Cockpit wirkt in der Realität deutlich hochwertiger als man es auf den Bildern jemals vermuten könnte. Auch die Art und Weise des Cockpits ist enorm angenehm. Das Cockpit "umgibt" einen förmlich.

 

Und auch die dicke Mittelkonsole gibt Grund zur Kritik, sollte man meinen, aber es fühlt sich an wie in einem Flugzeug. Das ist alles sehr angenehm. Der Automatik-"Ganghebel" ist sehr gelungen; es ist nur ein Rad; das bedient man blind. Wenn man den Motor abstellt, wechselt er automatisch in "P" und das Rad versenkt sich automatisch in die Mittelkonsole. Das ist nur ein kleines Detail, aber das sind so Dinge, wo mir "geil" rausrutscht. Ich fahre immerhin einen Mittelklassewagen wie es 3er BMW und Mercedes C-Klasse auch sind.

 

Und ich als BMW-Fahrer habe natürlich auch getestet, ob man den Ellbogen entspannt auf die Tür auflegen kann; seid beruhigt; das funktioniert wunderbar :).

 

Die elektrische Sitzverstellung ist ungünstig links ganz unten zwischen Sitz und Tür direkt am Sitz montiert; das kann zumindest Mercedes in dieser Klasse besser, aber da man sowas vermutlich nicht sehr oft einstellt, wird das verschmerzbar sein; ich musste jedoch die Türe öffnen, um den Sitz zu verstellen; ich hatte die Knöpfe nicht sofort gefunden.

 

Die vielen Extras hatten mich etwas überfordert; dieser Tote-Winkel-Warner zum Beispiel war für mich nur Spielerei; ich habe die Beleuchtung in den Spiegelgläsern nie wahrgenommen, weil ich eben meinen Kopf schon nach hinten gedreht hatte; Schulterblick aus der Fahrschule eben; da ich auch alte Autos ohne rechten Spiegel gefahren bin, schau ich teilweise durch die Heckscheibe, wenn es sein muss. Aber im Zweifel verhindert es vielleicht einen Unfall.

 

Der Spur"warner" war auch sinnlos. Das Lenkrad vibriert, wenn man über einen Strich fährt; aber auch, wenn man blinkt...nun ja, so bleibt man wenigstens wach (oder so); das ist bei jedem Modell dabei, aber lässt sich auch deaktivieren. In Baustellen funktioniert es nicht, da es nur die weißen Striche erkennt.

 

Das Lenkrad ist perfekt; Quasi ein M-Sportlenkrad; nur, dass das jeder XE hat.

 

Der XE fühlt sich an, als wäre er aus einem Stück gefräst worden. Nichts knackt, nichts knistert; das ganze Cockpit ist für diese Klasse extrem hochwertig verarbeitet.

 

Fahrwerk, Motor und Getriebe

 

Ja, aber nun zum Wichtigsten; das Fahrwerk ist deutlich komfortabler als bei BMW; es schluckt einfach alles und trotzdem lenkt sich das Auto sportlich zackig durch die Kurven. Poltern? Gibt es nicht. Stöße in den Rücken? Auch nicht.

 

Und der Motor? Da muss ich leider "boah" schreiben. Das sollte tatsächlich ein Diesel gewesen sein. Niemals! Das Ding war so leise! Obwohl ich das Dach offen hatte!

Der Motor passt wunderbar zum XE. Im direkten Vergleich zum N47 von BMW ist das ein sehr kultivierter Motor; der N47 ist dagegen eine laute Rappelkiste. Auch beim Beschleunigen in höheren Drehzahlen klingt das Aggregat niemals nach einem Diesel. Ich war leicht verwirrt.

 

Die Performance des XE 20d ist vergleichbar mit der eines 320d. Vmax und Beschleunigung sind marginal schlechter (0.4 Sekunden langsamer auf 100km/h und 2km/h schlechtere Vmax), aber es fehlen ja auch 4PS. Die Werte sind natürlich trotzdem alles andere als schlecht.

 

Die 8-Gang Automatik wechselt die Gänge, ohne dass man es bemerkt. Beim Anfahren war mir die Automatik aber etwas zu "forsch". Da hat sie den Motor unnötig hochdrehen lassen, obwohl kein Sportmodus aktiviert war. Man konnte das mit sehr sanftem Pedaldruck natürlich kompensieren, aber das fiel mir sofort auf. Der "Kickdown" funktioniert ohne typische Gedenksekunde. Ich will jetzt kein DSG mehr. Ein "Schieben" beim Bremsen war nicht wahrzunehmen. Rückwärts fahren geht exakt dosierbar.

 

Aber bei Automatikgetrieben kann man es jedoch nie allen Recht machen; ich würde sie trotzdem bestellen, da ich ja hier eindeutig fehlbedient hatte und es mit sanftem Gasfuß auch langsamer angehen lassen konnte. Man sollte das aber unbedingt mal probe fahren, aber das empfehle ich generell bei solch einer teuren Investition.

 

Die Bremse lässt sich extrem gut dosieren. Da bin ich im direkten Vergleich zu BMW etwas neidisch. Konkrete Bremswerte habe ich jedoch nicht.

 

Der XE fühlt sich wirklich leicht an. Man merkt ja, wenn Autos sehr schwer sind. Der XE aber schiebt nicht, sondern fühlt sich federleicht an. Ich hätte erwartet, dass er sich mit Automatik "schwer" anfühlt, aber zum Glück ist das nicht so.

 

Ich will auch gar nicht mehr all zu viel zum Auto schreiben; der Jaguar XE hat mich überzeugt. Ich habe nicht einen einzigen gewichtigen Kritikpunkt.

 

Mein ganz persönliches Fazit

 

Durch diverse Leihwagen bin ich auch die Konkurrenz schon gefahren und kann, ohne von Jaguar bezahlt zu werden, behaupten, dass der XE hier tatsächlich einen neuen Maßstab in der Mittelklasse setzt. Ich selber fahre einen BMW 318d E90 von 12/2011. Der ist dagegen gefühlt eine Klasse schlechter. Besonders innen und auch vom Fahrverhalten. Beim Jaguar XE hat man auch eine sehr lange Motorhaube; das fährt sich sehr schön; ich mag das. Die Haube des BMW fühlt sich dagegen wie ein Stummel an.

 

Das Personal von Jaguar war sehr nett und die Frau war auch noch autobegeistert. Sie erzählte mir von ihrer Autohistorie, von diversen Testwagen, die sie gefahren ist usw...wir hatten auch eine kurze Diskussion über 3-Zylinder Motoren :). Ich schwärmte vom 1.5L R3 im Cooper mit 136 PS; sie schimpfte über alte R3 Diesel von VW, die nicht vom Fleck kamen; da prallten natürlich Welten aufeinander, aber es war amüsant.

 

Wenn ihr potentielle Käufer von Autos in der Mittelklasse seid, schaut euch unbedingt den Jaguar XE an; er ist immer günstiger als die Konkurrenz und bietet dafür auch mehr. Es soll auch ein Allradantrieb folgen, der mich persönlich aber nicht interessiert; ich wohne ja im Pott.

 

Ich bin vollends begeistert. Mein nächster Mittelklassewagen wird ein XE. Ganz sicher :). Das dauert zwar noch ca. 2 Jahre, aber das ist ja egal. So lange wird Jaguar durchhalten müssen. Da ich meine Autos selber bezahle, muss ich etwas darauf achten, dass die Ausgaben nicht völlig unsinnig werden. Mein BMW hat ja noch nicht mal die 100tkm auf der Uhr.

 

Ich hoffe, dass ich euch mit dem Bericht etwas bespaßen konnte. Bitte bewertet den Beitrag auch; ich habe mir Mühe gegeben :).

 

Die Bilder stammen aus dem Mediakit direkt von Jaguar. Über das Design schreibe ich extra nicht so viel, weil das sehr subjektiv ist. Ich finde den XE vollends gelungen.

 

M.f.G.

Andreas.

Hat Dir der Artikel gefallen? 39 von 40 fanden den Artikel lesenswert.

14.02.2015 20:19    |    schipplock    |    Kommentare (2)    |   Stichworte: 3er, BMW, E21

Heute schlage ich die Zeitung auf und sehe, dass eine Garage direkt bei mir eine Straße weiter angeboten wird. Ich rief direkt an, lief dann zu Fuß hin, schaute kurz in die "neue" Garage und bekam die Schlüssel ausgehändigt.

 

Sehr gut! Ich bin direkt nach Hause gelaufen, habe meinen Werkzeugkoffer eingepackt und bin zu meinem E21 gefahren. Ich habe ihn aus der Garage gerollt, habe Wasser und Ölstand kontrolliert und den Luftfilter demontiert, damit ich mir das Problem mit dem extrem hohen Standgas anschauen konnte. Ich habe die Gaszugvorspannung (oder wie man das nennt) komplett entspannt und kontrolliert, ob die "Chokeklappe" noch gängig ist und in die richtige Position gestellt wird.

 

Eine kleine Orgelorgie und er sprang an. Ich habe extra nicht "gepumpt". Soll der Motor doch ruhig ein paar Umdrehungen ohne Funke, dafür aber in flüssigem Öl, machen.

 

Der Choke arbeitete korrekt und ließ die Drehzahl leicht erhöht. Ich war zufrieden. Ich wollte nun prüfen, wie er auf Gas reagiert und nach einem Gasstoß "deaktivierte" ich den Choke, die Drehzahl fiel, er wollte ausgehen, ich trete nach, eine kleine Fehlzündung und er lief rund.

 

Ich war wieder zufrieden! Ich stellte den Motor ab und baute den Luftfilter wieder an. Ich startete den Motor neu und er lief weiterhin gut.

 

Aber dann! Ich wollte den Rückwärtsgang einlegen. Krach! Whoops? Ich konnte den Rückwärtsgang nicht einlegen :/. Ich versuchte es ein zweites Mal. Krchtschhh...Ok...ich sagte laut "ich habe keine Kupplung mehr" :P. Die Kupplung trennte nicht mehr.

 

Ich habe den E21 dann rückwärts in den Hof geschoben. Motor aus und 2. Gang eingelegt, Kupplung durchgetreten und den Motor gestartet. Trotz durchgetretener Kupplung hoppelte der E21 nach vorne. Ich habe es 2-3x wiederholt, bis die Kupplung endlich trennte und der Motor startete. Das Erfolgsgefühl war fast besser als Sex. Schalten und Kuppeln geht nun wieder ;).

 

Ja, das war auch schon alles :).

 

Hat Dir der Artikel gefallen?

21.12.2014 15:37    |    schipplock    |    Kommentare (4)

Wie haben es manche Autohersteller geschafft das Wort "premium" in die Köpfe der meisten Menschen zu brennen?

 

Ich lese hier auf Motor-Talk.de oft quer und oft lande ich dann bei Diskussionen, wo ein Audi A1, ein A3, A4, ein 3er BMW und eine C-Klasse als "premium" bezeichnet werden.

 

Wie denn das? Pauschal? Hier wird ein nackter Audi A1 schnell zum "Premiumauto". Huh? Und nicht jeder hat die gleiche Ansicht, was "premium" ist und was nicht. Ein neuer A4 e.g. ist selbstverständlich "premium", aber gebraucht schon nicht mehr?

 

Für mich sind die meisten Audi A4 keineswegs premium. Alleine die Tatsache, dass die hinteren Türpappen aus Hartplastik sind, ist für mich ein Grund so ein Auto nicht als "premium" einzustufen. Nicht, dass mich Türpappen aus Hartplastik stören, aber ich würde es eben nicht als "premium" bezeichnen, wenn bereits ab der zweiten Tür am Material gespart wird.

 

Aber was ist überhaupt "premium"?

 

Hier mal ein Auszug aus Wikipedia:

 

Zitat:

Im Marketing spricht man von einer Premiumstrategie, wenn das Unternehmen sich in seiner Marketingstrategie bewusst auf hochpreisige Produkte oder Dienstleistungen fokussiert. Es strebt damit verbunden typischerweise eine Wettbewerbsstrategie der Qualitätsführerschaft an. Premium steht in dieser Strategie für exzellente Produkte hoher Qualität und überdurchschnittlicher Preise.

Hochpreisige Produkte? Ja, das trifft auf Audi, BMW und Mercedes definitiv zu. Exzellente Produkte hoher Qualität? So pauschal? Fragwürdig, aber wirklich schlecht ist ja kein Hersteller mehr. Selbst Kleinwagen weisen mittlerweile ein hohes Qualitätsniveau auf.

 

Ich sehe das Problem darin, dass ich vergleichbare Qualität auch bei anderen Herstellern bekomme, von denen die Menschen nicht denken es sei "premium".

 

Mir ist "premium" egal. Wenn mir ein Audi A3 optisch gefällt und ich es mir leisten kann, kaufe ich es; unabhängig davon, ob es "premium" ist.

 

Schaut man sich A1, A3 und A4 in den Basisausstattungen an, sieht es aber ziemlich düster aus. Mit "premium" hat das nicht mehr viel zu tun. Das ist aber auch bei BMW und Mercedes so.

 

Es bleibt also nur der höhere Preis über.

 

Wenn ich einen A1 Sportback konfiguriere und die Kreuze an der richtigen Stelle mache, lande ich bei 40k EUR. Das wäre für einen A1 "premium", vermute ich, denn viel teurer geht fast nicht mehr. In Relation zum S1 jedoch wäre dieser A1 sicherlich nicht mehr "premium", denke ich.

 

Das mag ein wenig provokant wirken, aber ich weiß ganz ehrlich nicht was "premium" im PKW-Bereich bedeutet. Für mich war premium bis Dato sowas wie Rolls Royce. Ich würde niemandem erzählen, dass mein A1 oder gar A4 "premium" sei. Wohl aber auch deswegen nicht, weil ich mir niemals einen A1 für 40k EUR kaufen würde.

 

Wie ist eure Meinung dazu?


07.12.2014 14:59    |    schipplock    |    Kommentare (0)    |   Stichworte: 3er, BMW, E21

Hallo zusammen,

Oldtimer im Winter zu bewegen ist für viele ja ein No-Go. So eigentlich auch für mich, aber ich habe kein Problem damit bei entsprechend gutem Wetter den E21 trotzdem mal zu bewegen, auch wenn wir schon fast Mitte Dezember haben.

 

Ich hatte meinen E21 zuletzt Anfang September bewegt. Ich hatte ihn eigentlich "winterfest" weggestellt, aber gestern war so ein düsteres Wetter, was ich nutzen wollte, um "düstere" schwarz-weiß Aufnahmen zu machen. Das hat aber leider nicht geklappt.

 

Wenn der Motor länger unbenutzt dahingammelte, benötigt er immer etwas, bis er startet. In der Regel trete ich vor dem Start nur einmal das Gaspedal durch, um die Choke-Klappe in die richtige Position zu stellen. Wenn er dann nicht startet, trete ich leider instinktiv ein weiteres Mal drauf. Das muss ich mir abgewöhnen.

 

Kommt dann irgendwie ein zündfähiges Gemisch zustande, meint mein Vergaser das wohl irgendwie zu gut und treibt die Motordrehzahl in zähneknirschende Höhen...meeh. Vermeiden kann ich das, in dem ich vor dem ersten Start das Gaspedal _nicht_ durchtrete. Ich lasse ihn dann 2-3x drehen und trete erst dann das Gaspedal einmal durch. Aber das war im Sommer; da klappte das. Das hat, nebenbei erwähnt, den kleinen Vorteil, dass man bereits Öl verteilt, ohne dass der Motor hochdreht, da er ja nicht läuft.

 

 

Wie ihr auf dem Video hören könnt, habe ich es dieses Mal nicht gemacht, aber spielt auch keine Rolle, denn irgendwas stimmt da so oder so nicht.

 

Nach dem Kaltstart war die Drehzahl viel zu hoch. Durch einen Gasstoß konnte ich die Drehzahl senken (ihr kennt das). Jedoch schnellte sie danach von alleine wieder hoch. Ich machte schnell den Choke als Ursache aus (ob das stimmt, sei mal dahingestellt, denn ich hatte keinerlei Werkzeug dabei), und so wollte ich zur Tankstelle fahren. Das, jedoch, musste ich unterbrechen :). Während der Fahrt schnellte die Drehzahl im Leerlauf immer wieder in abenteuerliche Höhen...ich hab immer schnell den hoechsten Gang eingelegt, damit der Motor es überlebt...ohne Gas zu geben bin ich dann wieder ganz flott zur Garage gefahren.

 

Die Drehzahl war so hoch, dass ich kein Gas geben brauchte. Er fuhr quasi von selbst.

 

Na egal! Hatters mir gezeigt! Heute fahren wir also nirgendwo hin, ohne dass du den Werkzeugkoffer holst...geschenkt. Gemütlich den Nikolaus "genießen" hatte ich dann doch vorgezogen.

 

Einen schönen Winterschlaf wird er nun haben. Im Frühling dann mache ich mal den Gaszug gängig und korrigiere den Leerlauf. Das sollte eine Sache von 5 Minuten sein.

 

Einen schönen Sonntag wünsche ich euch.

 

M.f.G.

Andreas.

Hat Dir der Artikel gefallen?

15.11.2014 16:36    |    schipplock    |    Kommentare (2)    |   Stichworte: 3er, BMW, E90

Wird dein nächstes Auto einen Dieselmotor haben?

Hallo zusammen,

ich selber fahre ein PKW mit Dieselmotor und bin eigentlich sehr zufrieden, aber auf Grund meiner neuen Erfahrungen mit modernen Benzinern würde ich persönlich keinen Diesel mehr kaufen.

 

Hier mal ein Vergleich:

 

ModellMotorFahrleistungenVerbrauch (kombiniert)Preis
BMW 114d 3-Türer1.6L, R4, 95PS185km/h, 12.2 bis 100km/h4.3Lab 24.150,00 €
BMW 114i 3-Türer1.6L, R4 102PS195km/h, 11.2 bis 100km/h5.7Lab 21.950,00 €

 

Der Diesel bietet weniger PS, somit schlechtere Fahrleistungen und ist auch noch teurer. Der einzige Vorteil ist der etwas niedrigere Verbrauch. Der Benziner ist mit 1370kg Leergewicht auch die leichteste Variante des 1er BMW, was jedoch immer noch sehr viel ist, finde ich.

 

Ich persoenlich kann bei meinem Fahrprofil ca. 1L auf den kombinierten Verbrauch addieren. So zumindest habe ich das zuletzt mit modernen Benzinern und Dieseln erfahren.

 

Ich wuerde also ca. 5.3L Diesel und 6.7L Benzin pro 100km verbrauchen. Ich fahre ca. 25000km im Jahr.

 

Nach Beruecksichtigung der niedrigeren Versicherungskosten und Steuern des 114i wuerde sich der 114d in diesem Beispiel rechnerisch erst nach 6 Jahren "lohnen". Da waere ich dann bereits ca. 150000km gefahren.

 

Erst nach 10 Jahren haette ich ca. 2300 eur gegenueber des 114i "gespart". Nach 10 Jahren haette ich aber 250000km auf dem Tacho. Ich wuerde also 10 Jahre benoetigen, um den hoeheren Kaufpreis des 114d wieder "reinzufahren".

 

Haeufig lese ich, dass ein Diesel den hoeheren Wiederverkaufswert hat, jedoch bezweifel ich, dass das bei einem Alter von 10 Jahren und 250000km auf dem Tacho ueberhaupt noch eine große Rolle spielt.

 

Ein 116i (115PS) von 2004 ist mit 250000km einem Haendler nur noch 2200 EUR wert.

Ein 118d (122PS) von 2004 ist mit 250000km einem Haendler nur noch 2800 eur wert.

 

Einen kleinen Haken gibt es jedoch weiterhin: niemand bezahlt den Preis, den der Hersteller verlangt. Zumindest bei BMW nicht.

 

Den 114d bekommt man naemlich inkl./exkl. Rabatt ab 20.295,65 €.

Den 114i bekommt man inkl./exkl. Rabatt ab 18.401,45 €.

 

Somit faellt der Unterschied zwischen 114d und 114i von 2200 eur auf 1894 eur.

 

Bedeutet: der Diesel rechnet sich "schon" nach dem 4. Jahr.

 

Ich hatte mir den Vergleich auf jeden Fall einfacher vorgestellt.

 

Nun seid ihr gefragt. Wird euer naechstes Auto einen Dieselmotor haben?

 

Bei mir vermutlich nicht, außer ich will noch mal richtig viel PS haben, denn dann macht der Diesel Sinn. Eigenwilligerweise sinkt der Verbrauch modernerer Dieselmotoren nicht entsprechend der Leistung. Ein 318d mit 143PS verbraucht kombiniert 4.5L; der 114d mit 95PS verbraucht kombiniert 4.3L. Ein 320d mit 184PS verbraucht kombiniert 4.6L. Ein 330d mit 258PS verbraucht 4.9L kombiniert...

 

Ich bin aber nun in moderne Benziner verliebt, weil die einfach viel harmonischer auf die Gaspedalstellung reagieren. Auch klingen Benzinmotoren trotz DI immer noch viel besser als Diesel mit DI.

 

Ich wuerde mich freuen, wenn ihr fleißig an der Umfrage teilnehmt.

 

M.f.G.

Andreas.

Hat Dir der Artikel gefallen? 1 von 1 fand den Artikel lesenswert.

02.11.2014 18:55    |    schipplock    |    Kommentare (3)    |   Stichworte: Fiat Punto, günstig kaufen, Neuwagen, Opel Corsa, Seat Toledo

Neuwagen zu kaufen muss nicht unbedingt teuer sein. Hier eine aktualisierte Liste von sehr günstigen PKW.

 

PKWMotorSonderausstattungHerstellerpreisPreis abzgl. Rabatt
Fiat Punto0.9 8V TwinAir Start&Stopp POP, 105PS, 6-GangCool & Sound Paket15.290,00 €11.800,56 €
Opel Corsa E1.4 Turbo ecoFLEX Selection 74kW S/S, 101PS, 6-GangCool & Sound-Paket14.930,00 €12.431,12 €
Seat Toledo1.2 TSI 77kW Start&Stop Reference, 105PS, 6 GängeKlimaanlage18.570,00 €11.822,52 €
Skoda Rapid1.2 TSI 77kW S/S, 105PS, 6 GängeMore Active Paket inkl. Klima16.190,00 €12.714,37 €
Toyota Yaris 5 tuerig Comfort1,33-l-Dual-VVT-i, 99ps. 6 gangComfort-Plus-Paket16.980,00 €13.805,54 €

 

Durch meine 6-Gang Regel fallen viele Modelle raus, was aber vielleicht unsinnig ist. Auch Autos mit nur 5 Gängen können gute Pendler-Autos sein. Schließlich zählt für manche nur der Verbrauch und nicht die Drehzahl bei 130km/h. Trotzdem weise ich darauf hin, dass vermutlich alle Kleinstwagen mit wenig PS und nur 5-Gaengen auf den Stadtverkehr optimiert sind. Das schließt jedoch eine Benutzung auf der Autobahn keinesfalls aus. Es muss einem aber bewusst sein, dass diese Autos bei Richtgeschwindigkeit vielleicht etwas lauter sind, da sie höher drehen. Auch aufpassen muss man bei der Technologie; die Einstiegsmotorisierungen sind meist nicht die effizientesten Motoren und können tatsächlich mehr verbrauchen als ein stärkerer Motor, der auf Grund von modernerer Technik effizienter arbeitet.

 

Versuchen wir mal das guenstigste Fahrzeug mit dem geringsten Verbrauch zu finden:

 

 

PKWMotorVerbrauch außerortsSonderausstattungHerstellerpreisPreis abzgl. Rabatt
Toyota Aygo1,0-l-VVT-i x, 69PS, 5-Gang3.4Lx-business Paket inkl. Klima10.950,00 €9.689,35 €
Toyota Yaris1,0-l-Dual-VVT-i, 69PS3.8LCool & Sound-Paket13.690,00 €11.262,37 €
Hyundai i101.0 Style, 67PS, 5-Gang4LFunktions-Paket13.010,00 €10.366,20 €
Seat Mii1.0 55kW Reference, 75PS, 5-Gang4LComfort-Cool-Paket10.590,00 €8.632,13 €
KIA Picanto1.0 Spirit, 69PS3.6LKomfortpaket13.240,00 €11.136,26 €
Opel Adam1.2, 69PS4.2LKlimaanlage13.155,00 €10.964,36 €
Fiat 5001.2, 69PS4.3LKlimaautomatik12.250,00 €9.074,00 €
Nissan Micra1.2l, 80PS4.3LComfort Paket12.900,00 €9.858,65 €
Nissan Note1.2l, 80ps4.0LComfort Paket15.590,00 €11.760,24 €
Peugeot 108Active VTi 68, 69PS3.6LKlimaanlage11.640,00 €10.092,68 €
Lancia Ypsilon1.2 Elefantino Start&Stopp, 69PS4.3LKlima- und Sound-Paket13.940,00 €10.904,46 €
Smart fortwo coupécoupé 0.9 66kW 90PS3.7LCool & Audio-Paket12.890,00 €11.418,39 €
Renault TwingoExpression SCe 70 71PS3.9LKlang & Klima-Paket10.880,00 €9.940,92 €

 

Der günstigste Neuwagen bleibt aber weiterhin der Dacia Sandero. Inkl. Überführung bezahlt man nur 7.335,31 €. Dafür bekommt man 75PS, aber der Motor verbraucht vergleichsweise viel, aber immer noch deutlich weniger als der alte MPI, den es nicht mehr zu kaufen gibt. Bei mir würde der Sandero vermutlich 11.2 EUR pro Tag nur an Kraftstoff kosten. Wenn ich dagegen den 1.33L 99PS Yaris vergleiche, der für den Preis schon einiges an Komfort mitbringt und auch optisch einfach besser aussieht, so würde ich ca. 6L verbrauchen und pro Tag ca. 9.6 eur nur an Kraftstoff bezahlen. Beim Seat Toledo mit 1.2TSI und 105PS müsste ich mit ca. 6L rechnen, also auch ca. 9.6eur pro Tag.

 

Beim Preisunterschied von 6470.23 EUR zwischen einem gut ausgestatteten Yaris und einem Dacia ohne alles könnte ich also 1.6 Jahre lang den Dacia tanken. Den Yaris habe ich dann aber noch gar nicht betankt.

 

Neuwagenkauf ist aber auch mit Emotionen verbunden. Ganz klar bietet hier der Seat Toledo am meisten Auto für das Geld, aber er gefällt mir optisch nicht. Und nicht jeder will eine Stufenhecklimo. Verbrauchstechnisch wird er aber auf der Autobahn ganz sicher ganz oben mitspielen, also wenig verbrauchen.

 

Da ich persönlich ein Pendlerauto suche, würde ich eher im Corsa E, im Yaris 1.33L oder im Punto mit 0.9 8V Twinair einsteigen. Dass man bereits jetzt hohe Rabatte auf den neuen Corsa E gibt, ist erschreckend, aber gut für den Kunden. Das beste Preis/Leistungsverhältnis ist aktuell der 3-Türer 1.4 Turbo ecoFLEX mit 100PS.

 

Beim Corsa hat man den Vorteil bei jeder Ausstattungsvariante jeden Motor wählen zu können. Das ist bei vielen anderen Herstellern selten so. Auch hat man extrem viel Auswahl bei der Sonderausstattung; da ist Opel fast allen anderen Autoherstellern gegenüber im Vorteil. Ich kann sogar eine Standheizung bestellen...

 

Wenn man etwas weniger Anspruch hat oder einfach nicht so viel Ausstattung möchte, ist man beim Punto mit 0.9 8V Twinair (nur 2 Zylinder :P) und 6-Gang sicher auch ganz gut bedient; zumal er preislich mehr als überzeugt.

 

Wer aber mit dem Design des Seat Toledo leben kann und gerne eine Stufe hat, so führt aktuell kein Weg daran vorbei. Er ist sogar günstiger als der Skoda Rapid.

 

Mein BMW 318d erfüllt aktuell aber seine Aufgabe noch mit Bravur, aber die Liste ist vielleicht für den einen oder anderen interessant. Wenn du einen besseren Tipp hast, kannst du ja gerne kommentieren. Ich bin da sehr neugierig. Besonders, weil gerade Corsa E verkauft wird, kann man bestimmt mit dem Vorgänger ein besonders gutes Schnäppchen machen, aber Corsa D ist innen mittlerweile auch recht altbacken. Der neue E ist da deutlich angenehmer.

 

Nun ja, ich rede mich wieder in eine Rekursion :).

 

Danke fürs Lesen.

 

M.f.G.

Andreas.

Hat Dir der Artikel gefallen?

22.10.2014 08:53    |    schipplock    |    Kommentare (22)    |   Stichworte: F56, Kurztest, MINI, MiniCooper

Ich hatte die unfreiwillige Gelegenheit einen aktuellen Mini Cooper zwei Tage lang zu fahren. Ich bewegte ihn exakt auf der gleichen Strecke, die ich sonst täglich auch mit meinem BMW 318d E90 LCI unterwegs bin. Somit konnte ich einen sehr guten Vergleich anstellen.

 

Die Eckdaten

 

Der Mini Cooper hat einen 1.5L 3-Zylinder Benzinmotor mit Turbo, Direkteinspritzung und vollvariabler Ventilsteuerung. Der Motor leistet 136PS und hat ein Drehmoment von 220NM zwischen 1250- und 4000rpm. Es handelt sich hierbei um den B38A15 Motor von BMW; die PSA-Motoren gibt es nun bei Mini nicht mehr.

 

Der Cooper beschleunigt in 7.9 Sekunden auf 100km/h und bei 210km/h ist dann Schluss. Mein Exemplar hat ein 6-Gang Schaltgetriebe verbaut. Man hat die Wahl zwischen Sport, Mid und Green. Je nach Modus verändert sich die Gasannahme spürbar. Bei 130km/h dreht der Motor bei ca. 2500rpm; bei 160km/h dreht der Motor ca. 3000rpm.

 

Der Mini hat ein Leergewicht zwischen 1090- und 1250 kg.

 

 

Der erste Kontakt

 

Der erste Kontakt war...nun...mit Vorurteilen behaftet. Ich stand vor dem Auto und dachte: ohje! Und dann dieser klobige Schlüssel!

 

Ich öffnete die Tür und merkte gleich, dass das kein Mini im klassischen Sinne ist. Selbst der Türgriff fühlt sich hochwertig an, die Tür ist schwer und fällt auch satt zu. Die Türpappen sind weich; kein Hartplastik.

 

Die nicht serienmäßigen Sitze bieten sehr guten Seitenhalt, passen meinem Rücken perfekt, jedoch empfand ich die Sitzfläche als zu schmal. Ich bin aber vermutlich auch etwas zu fett für diesen Sitz.

 

Das Cockpit an sich sieht optisch erst mal verspielt und billig aus, aber die Materialien brauchen sich nicht zu verstecken. Alles "weich" und schön anzufassen. Außerdem knarzt es nicht. Nach kurzer Zeit findet man sogar Gefallen an dem "runden" Monitor in der Mitte. Genutzt habe ich es jedoch nicht. Der Radiosender wird ja auch im BC angezeigt. Für die Navigation ist es aber passend.

 

Die Klimabedienung ist selbsterklärend. Kein Bedarf jemals das Handbuch zu lesen. Auch die Menüs des BC geht man ohne Probleme durch. Es ist aber auch ähnlich zu das meines BMW.

 

Die Tankanzeige gefällt mir nicht. Da leuchtet mir alles viel zu sehr in mein Gesicht. Aber egal.

 

Der Schalthebel ist viel zu fett, auch wenn Mini behauptet, dass es beim Vorgänger noch fetter und klobiger war. Ich finde ihn weiterhin zu klobig.

 

Ich persönlich hätte das Cockpit näher an meiner Nase erwartet. Die hoch stehende Frontscheibe hätte ich gerne etwas näher gehabt. Das fühlt sich komisch an. Dadurch wirkt das Auto aber auch geräumig.

 

Positiv hervorzuheben ist jedoch die Kopffreiheit. Das ist wirklich unglaublich, wie viel Platz man da noch hat. Vorausgesetzt man stellt den Sitz nach ganz unten. Hauptsächlich liegt das aber an der Dachkonstruktion. Keine so extrem schräge A-Säule. Das finde ich sehr gut.

 

Die Armlehne empfand ich als Hindernis beim Schalten. Verrückt oder? Ich schalte ungerne von oben herab. Das ist nicht sehr gut abgestimmt. Die Armlehne müsste für mich viel tiefer sitzen. Verstellen kann man das leider nicht. Ich hatte mich aber recht schnell an die neue Position gewöhnt.

 

Das Fahrerlebnis

 

Der Motor...ja der Motor! Downsizing ist schlecht und 3-Zylinder sowieso und das Ganze dann auch noch mit Turbo! Ohje! Start/Stop schon ganz vergessen...bah!

 

Ich kann dazu nur sagen: Oh Ja! Bis auf Start/Stop!

 

Der Motor fährt sich enorm gut. Ich kann anfahren, ohne Gas zu geben. Sogar in meiner Auffahrt komme ich hoch, ohne zu beschleunigen. Turboloch? Nope! Es geht sofort los.

 

Der Motor hängt außerdem extrem gut am Gas; egal in welchem Gang. Ich hätte fast eine Mülltonne gerammt, weil der im 3. Gang noch so gut Gas annimmt.

 

Der kleine Motor hat weniger PS-Leistung und deutlich weniger Hubraum als mein BMW, jedoch, ich muss es zugeben, fährt er sich deutlich spritziger in der Stadt.

 

Die einzige Kritik ist die Start/Stop-Automatik. Wenn der Motor startet, fühlt sich das an wie Durchfall mit harten Resten. So als ob der Motor unten rausfällt. Der Leerlauf ist jedoch sonst seidenweich. Sowas hätte ich bei einem 3-Zylinder niemals erwartet.

 

Man kann die Start/Stop-Automatik nach dem Starten des Motors deaktivieren, jedoch aktiviert sie sich nach einer Weile wieder von ganz alleine. Das empfand ich als unsinnig.

 

Und auch der Sound dieses Motors kann wirklich überzeugen. Dreht man den kleinen hoch, klingt das sehr gut! Es macht richtig Spaß damit zu fahren. Ich konnte das selber nicht glauben.

 

Die Kupplung tritt sich sehr leicht und vermittelt fast keinerlei Gefühl. Sie verhält sich aber jedes Mal gleich, so dass man keinerlei Probleme damit haben wird.

 

Die Lenkung ist sehr direkt und ich erwischte mich dabei die Straße bestmöglich auszunutzen, was mit dem kleinen Floh auch perfekt funktioniert.

 

Auch der Verbrauch überzeugt. Bei identischem Fahrprofil verbrauchte ich mit dem Mini 6.5L Super. Man kann zwar argumentieren, dass es sich hier nur um einen 1.5L 3-Zylinder handelt, aber das ist für mich irrelevant. Der Motor leistet 136PS und fährt sich sehr flott. Da ich kein Spritsparer bin, kann man den Verbrauch sicher noch drücken. Ich verbrauche mit meinem BMW 318d bei gleicher Fahrweise und identischer Strecke immer um die 5.8L Diesel.

 

Der kleine Motor ist bei 160km/h noch sehr leise und bei 130km/h quasi unhörbar. Windgeräusche habe ich kaum welche wahrgenommen. Die kleinen Scheibenwischer sind nett anzusehen und vor allem nicht so laut wie bei meinem BMW. Vermutlich, weil sie kleiner sind.

 

Das Fahrwerk ist straff abgestimmt. Ich wäre vorsichtig mit übergroßen Felgen. Die montierten 16 Zöller waren nicht sehr holprig, aber auch nicht so schön weich, wie man das von Mercedes e.g. kennt. Insgesamt aber war das akzeptabel.

 

Negativ ist lediglich der Lenkeinschlag. Da kann ich selbst mit meinem BMW besser auf der Straße wenden. Ich hatte den direkten Vergleich, da ich an der gleichen Stelle gewendet hatte. Aber Frontantrieb und so; ist entschuldigt.

 

Das Fazit

 

Ich war von der Qualität des Mini Cooper und vor allem vom Motor extrem positiv überrascht. Das Auto fühlt sich sehr erwachsen an. Man hat eine gute Rundumsicht, das Auto fühlt sich hochwertig an, man sitzt bequem, es lenkt sich direkt, der Motor spricht extrem gut an, der Verbrauch ist gut usw... Kurz: das Auto macht Spaß.

 

Preislich ist er für mich leider völlig irrelevant. Mit den Sitzen und der Ausstattung müsste ich vermutlich ca. 25k EUR bezahlen und nein, dafür würde ich den nicht kaufen.

 

Als ich gestern meinen BMW wieder abholte, war ich trotzdem wieder irgendwie froh in meinem Auto zu sitzen, auch wenn ich anfangs etwas schockiert darüber war wie laut doch der Dieselmotor ist :).

Hat Dir der Artikel gefallen? 16 von 16 fanden den Artikel lesenswert.

09.09.2014 11:52    |    schipplock    |    Kommentare (19)    |   Stichworte: Heckantrieb, Jaguar, Mittelklasse, XE, X-Type

Der neue Jaguar XE

 

Gestern wurde die neue Jaguar Mittelklasse "XE" vorgestellt und ich bin sehr froh darüber, denn sie sieht viel besser aus als ihr indirekter Vorgänger X-Type, der auf einer Ford Mondeo Bodengruppe aufgebaut war und Vorderantrieb oder Allrad hatte.

 

Der neue XE sieht aus wie ein Jaguar, weil es ein Jaguar ist und weil es ein Jaguar ist, hat er auch Heckantrieb. Den Motor-talker Amateur Rennfahrern wird das gefallen! Mir auch! Jaguar betont eindeutig seine Sportlichkeit, jedoch soll auch der Komfort nicht zu kurz kommen.

 

 

Die Technik

 

Auch technisch bietet der neue XE so einiges. Aluminium-Integral-Hinterachse, Aluminium-Doppelquerlenker Vorderachse, elektromechanische Servolenkung, ein All Surface Progress Control (ASPC), um die Traktion zu verbessern und vieles mehr.

 

Die Integral-Hinterachse ist von Sportwagen inspiriert und soll für seitliche und längslaufende Steifigkeit sorgen. Jaguar betont aber, dass der Komfort dabei nicht zu kurz kommt.

 

 

Die Doppelquerlenker Vorderachse soll auf der Konstruktion des F-Type basieren und somit hohe Agilität und eine herausragende Straßenlage schaffen.

 

Jaguar Land Rover betont quasi im Minutentakt, wie dynamisch sich der neue XE fahren soll und je öfter man das liest, desto glaubhafter wird es auch. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie die ersten Fahrberichte darüber urteilen werden.

 

Ich kann mir jedoch sehr gut vorstellen, dass Jaguar keine leeren Versprechungen macht, denn das Auto ist relativ leicht, hat Heckantrieb und ordentliche Fahrwerkskomponenten.

 

 

Leichtbau, Leichtbau, Leichtbau

 

Auch beim Karosseriebau geht Jaguar neue Wege in dieser Klasse. Laut Jaguar besteht die Karosseriestruktur zu 3/4 aus Aluminium.

 

Sie betonen, dass die Karosserie sehr leicht und stabil ist. Auch besteht bei dieser Konstruktion eine hohe Torsionssteifigkeit, was dem Handling zu Gute kommen soll. Jeder weiß, je schwerer desto schlechter kommt man "ums Eck". Ich hoffe, dass Jaguar hier sein Wort hält.

 

Erste detaillierte technische Informationen gibt es zum aktuellen Topmodell mit 3.0L V6 und 340PS Kompressormotor, der in 5.1 Sekunden auf 100km/h beschleunigt und 250km/h Vmax fährt. Auffällige Tatsache ist, dass das Topmodell lediglich 1474 kg wiegen soll. Das ist natürlich eine Ansage in der Mittelklasse. Sicherlich ist das absolut betrachtet immer noch viel, jedoch im Vergleich relativ wenig. Zum Vergleich: ein 335i mit weniger PS wiegt ca. 100 kg mehr.

 

Wenn man davon ausgeht, dass auch die kleineren 4-Zylinder Motoren im Jaguar keine Alteisen sind, und das sind sie nicht, so kann man vermuten, dass die kleineren Modelle ca. 80-100kg weniger wiegen. Somit hätten wir eine Mittelklasse mit 2.0L 4-Zylinder Motor, die etwas über 1.3t wiegt.

 

 

Der Ingenium Dieselmotor

 

Jaguar wird den XE auch mit einem 2.0L Diesel Motor anbieten, der 163PS und 380NM leistet. Dieser heißt bei Jaguar "Ingenium-Diesel". Dieser Motor soll 99 g/km CO2 ausstoßen und nur 3.8L Diesel verbrauchen.

 

Dieser Motor ist relativ neu. Die ersten Presseinformationen dazu wurden von Jaguar am 9. Juli 2014 veröffentlicht.

 

Der 2.0L Ingenium Diesel ist eine komplette Eigenentwicklung von Jaguar Land Rover und wird in dem "Jaguar Land Rover Engine Manufacturing Centre" in der Nähe von Wolverhampton, UK, gebaut.

 

Der erste Ingenium Diesel mit 2.0L Hubraum und Turbolader wird die Bezeichnung "AJ200D" tragen. Die Nockenwelle als auch die Ausgleichswelle(n) sind rollengelagert, die Ölpumpe pumpt computergesteuert variabel Öl, die Wasserpumpe pumpt ebenso computergesteuert variabel Wasser, die Kurbelwelle ist nicht mehr mittig des Motorblocks und die Kolbenkühldüsen werden ebenso computergesteuert und nach Bedarf abgestellt, damit der Motor seine Betriebstemperatur schneller erreicht.

 

Der Ingenium Diesel ist ein Direkteinspritzer mit Hochdruckpumpe, Turbolader, variabler Ventilverstellung und Start-Stop-System.

 

Laut Jaguar Land Rover ist der Ingenium Diesel extrem gut getestet worden. Sie haben ihn 72000 Stunden auf dem Dyno laufen lassen und sind unter echten Bedingungen über 2 Mio Meilen gefahren.

 

Auch wird es 2.0L Benzinmotoren geben, die sich laut Jaguar Land Rover viele Bauteile mit dem Diesel teilen (vermutlich die extrem belastbaren Zündkabel des Dieselmotors; kleiner Scherz).

 

Laut Jaguar wird es alle Varianten mit einer 8-Gang Automatik geben, bei der es sich um die 8HP von ZF handelt. Beim Diesel soll es außerdem ein 6-Gang Schaltgetriebe geben, welches ebenfalls von ZF stammt.

 

 

Infotainment gibt es auch

 

Aber nicht nur mechanisch streckt sich Jaguar. So gibt es mit "InControl" ein komplett neues Infotainment-System, das kompatibel mit iOS und Android ist. Es wird außerdem ein Headup Display geben, welches in die normale Frontscheibe projiziert wird. Laut Jaguar werden dort Informationen zu einer Vielzahl von Fahrassistenzsysteme angezeigt, aber auch die Navigation, ebenso wie die aktuelle Geschwindigkeit.

 

Mir persönlich gefallen solche Spielereien und ich finde es auch gut, dass man die Informationen direkt auf die Scheibe projiziert, jedoch bin ich kein typischer Kunde, der soetwas alles mitbestellt. Mir persönlich sind gute Sitze zum Beispiel wichtiger als ein Navigationssystem. Aber der Markt verlangt es ja und weil auch Kleinwagen soetwas bieten, ist es eigentlich auch sehr wichtig das in der Mittelklasse anzubieten. Zumal die Konkurrenz dies ja auch tut.

 

 

Das Design

 

Das Design des neuen XE ist typisch Jaguar und wird sicher vielen gefallen. Das Interieur ist jedoch modern und alles andere als klassisch. Das jedoch ist wohl auch die Intention von Jaguar mit diesem Modell. Eine Couch auf 4 Rädern gibt es in dieser Klasse woanders.

 

Persönliches Fazit

 

Mir persönlich gefällt der XE sehr. Ich finde sogar Gefallen an dem doch etwas altmodisch anmutenden Heck. Die Front spricht mich sehr an, so auch das Cockpit. Bei den gezeigten Fotos sind fuer mich etwas zu viele Chromleisten im Cockpit verbaut, was für mich persönlich etwas billig wirkt.

 

Mich persönlich interessieren nur die 4-Zylinder Motoren. Aktuell finde ich den Ingenium-Diesel recht interessant, aber warten wir mal ab, was die Benzinmotoren leisten werden. Der Diesel wird vielleicht das Einstiegsmodell werden und das wäre mit 36.500 EUR ein guter Preis.

 

Unklar ist jedoch, was serienmäßig alles enthalten sein wird, aber die Zeit wird zeigen, was Jaguar Land Rover daraus macht.

 

Ich bin zumindest sehr gespannt!

 

Was denkt ihr über die neue Mittelklasse XE von Jaguar? Wird er sich in der Mittelklasse etablieren können?

 

Ich denke, dass er gute Chancen haben wird. Wenn Jaguar da noch einen "Kombi" nachschiebt, wird er vermutlich noch leichteres Spiel haben, wenn auch solch eine Variante für mich noch uninteressant ist.

 

Ich würde mich sehr über euer Feedback freuen, denn der XE ist dann doch schon eine kleine Sensation im Hause Jaguar Land Rover.

 

Wer sich ernsthaft für das Fahrzeug interessiert, kann sich unter http://www.broadcast.jaguarlandrover.com/stories/8635 anmelden und dort sämtliches Pressematerial und sehr viele Videos auch in hoher Auflösung runterladen.

 

M.f.G.

Andreas.

 

// Informationen und Bilder allesamt aus folgenden Presseinformationen legal extrahiert:

// #1 https://www.xe-circle.de/news/

// #2 http://newsroom.jaguarlandrover.com/.../

// #3 http://www.broadcast.jaguarlandrover.com/stories/8635

// #4 http://newsroom.jaguarlandrover.com/.../

Hat Dir der Artikel gefallen? 3 von 3 fanden den Artikel lesenswert.

Blogautor(en)

schipplock schipplock

Audi

 

Banner Widget