Welches Motoröl?
Hallo,
würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?
Gruß Gorge
Beste Antwort im Thema
Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.
Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.
Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!
Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.
Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.
Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(
Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.
Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.
Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.
Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.
Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:
"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:
http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf
Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:
"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:
http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html
Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)
Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.
Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.
Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.
Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!
Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.
Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.
Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!
Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.
Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.
Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)
Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)
Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)
107321 Antworten
Kurzes Update betr. Öle mit 229.51:
Vor kurzem haben drei weitere eine namentliche Freigabe nach Blatt 229.51 erhalten. Inkl. dem Erstbefüllöl von Fuchs sind es jetzt also insg. schon sechs.
Neu dazugekommen:
* Castrol Longtec Turbo Diesel (0W-30) Dieses hatte ich schon auf meiner letzten Liste. Hatte da aber noch dazu geschr., dass ich nicht weiß, ob Castrol die Bestätigung schon vorliegt. Das ist inzw. der Fall.
* AMSOIL Synthetic European Car Formula Motor Oil (5W-40)
* Shell Helix Ultra AX Mercedes 229.51 (5W-30)
@swissdriver:
Auf meiner Liste der Öle mit einer namentlichen Freig. nach Blatt 229.5 (nicht .51) stehen 22 Öle. Von ROWE ist da aber KEINS dabei!
Grüße
P.S. Castrol hat die Formulierung mit 229.51 umbenannt (siehe oben). Die mit 229.31 nannte sich "Formula SLX Turbo Diesel". OB die neue mit .51 die alte ersetzt, oder beide parallel angeboten werden weiß ich allerdings im Moment noch nicht.
hallo zusammen,
@ sterndocktor
äh ich meinte 229.51 5W30 Rowe stimmt das oder nicht? soll ich ein Foto von dem 25 Liter Kanister machen? es steht da ganz dick drauf freigabe gemäs DB Blatt 229.51
grüsse euch
Hallo c220
Na also, hätten wir doch wieder mal ein Öl eingeordnet. Das mit den Begriffen "vollsynthetisch" oder "teilsynthetisch"und so ist echt nicht so dolle. Aber wie soll man ein Öl sonst einordnen ?
Aber es gibt ja auch verdammt gute HC-Öle.
Wobei ich persönlioch denke, dass die 100% synthetisch hergestellten immer noch die besten allerdings leider auch die teuersten sind.
Wie ist das eigentlich mit dem Additivpacket, was ja auch (bis zu) 30% Anteil im Öl hat ??? Gibt es da auch diese Unterschiede oder ist das immer rein synthetisch oder rein mineralisch oder kommt es da auf jedes einzelne Additiv an ?
Grüße
Schmudi
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Hallo Alle,
leider sind meine zwei ersten Frage immer noch nicht beantwortet worden:
Herstellervorschrift : ACEA A1/B1
Damit ist klar, dass ich auch ein Öl nach ACEA A5/B5 benutzen darf. 🙂
Aber kann ich auch eines nach A3/B3 benutzen (ohne dass der Motor Schaden nimmt 😉 ) oder nicht (Stichwort : abgesenkte HTHS-Viskosität) 😕
Ist ein Öl nach ACEA A3/B3 besser als eines nach A5/B5 ??
Ich hoffe ich bekomme eine klare Antwort : JA oder NEIN
Grüße
Schmudi
@Schmudi
Ja 😉
ACEA A5/B5 hat einen abgesenkten HTHS und ist ansonsten ebenbürtig mit ACEA A3/B3 - ich glaube Du hast das verwechselt...
Viele Grüße
Marco
Hallo Schmudi,
Zitat:
Wobei ich persönlioch denke, dass die 100% synthetisch hergestellten immer noch die besten allerdings leider auch die teuersten sind.
Das muss so ja nicht unbedingt stimmen. Das Megol Super Leichtlauf (vollsynthetisch) 5-W40 ist ja ein recht günstiges Öl (ca. 23 € / 5 l). Es gibt sicher deutlich teurere HC-Öle, die nicht so gut sind.
Zitat:
Das mit den Begriffen "vollsynthetisch" oder "teilsynthetisch"und so ist echt nicht so dolle. Aber wie soll man ein Öl sonst einordnen ?
Ich habe mir folgendes Schema zur Beurteilung von Ölen überlegt:
1. das Öl muß auf PAO's basieren (am besten 100% des Grundöls)
2. das Öl muß die ACEA A3/B3 oder A3/B4 erfüllen
3. Es muß die Spezifikation des Fahrzeugherstellers erfüllen.
4. Sollte es sich beim Fahrzeug um eins mit DPF handeln, so sollte der Sulfataschegehalt relativ gering sein, er darf aber die Fahrzeugherstellernorm überschreiten. Anmerkung: Wichtiger als der Sulfataschegehalt ist ein geringer Verdampfungsverlust, der bei PAO-basischen Ölen sowieso recht gering ist (im Gegensatz zu HC- oder Mineralölen). Der Verdampfungsverlust bestimmt so maßgeblich den Ascheeintrag in den DPF.
5. Bei einem schlechteren Additivpaket des Öls ist das Wartungsintervall entsprechend herabzusetzen.
6.Die oben genannten Kriterien sind nach abnehmender Wichtigkeit geordnet.
Zitat:
Wie ist das eigentlich mit dem Additivpacket, was ja auch (bis zu) 30% Anteil im Öl hat ??? Gibt es da auch diese Unterschiede oder ist das immer rein synthetisch oder rein mineralisch oder kommt es da auf jedes einzelne Additiv an ?
Bei Additiven kann man nicht nach Mineralischen oder Synthetischen als Qualitätsmerkmal unterscheiden. Hier kann ich nur sagen, daß es sowohl gute als auch schlechte gibt.
Hier kommt es nach Aussage von Sterndocktor auf die richtige Kombination der benötigten Additive an.
@Schmudi: JA, der Öl nach A3/B3/B4 gibt Dir mehr Verschleißschutz weil der Ölfilm unter Druck und Hitze belastbarer ist als bei einem Öl nach A5/B5. Die sonstigen Eigenschaften sollten etwa gleich gut (hängt natürlich vom konkreten Produkt ab, Mindestanforderungen sind aber gleich) sein und kar besser als bei Ölen nach A1/B1.
C220: Die SuperSyn Additive der Mobil 1 Öle sind v vollsynth. im Gegensatz zu den sonstigen. Da gibt es also schon Unterschiede, aber die stehen nicht auf der Verpackung.
Hallo Leute,
erstmal vielen Dank für die Antworten.
@C220 & @Holt &@BioMarco
Stimmt, nach PAO sollte man Öle bewerten. Das bringt mehr. Das mit den Additivpaketen wird dann schon schwieriger, aber dazu haben wir ja unseren Sternendock, der es auch Labortechnisch und Hintergrundtechnisch und Insidermäßig beurteilen kann.
Also, ein geringerer Viskositätswert bedeutet doch, dass die Flüssigkeit "dicker" ist, oder. Beim HTHS ist es eben auf bestimmte Temperatur und Druck (Scherkräfte) ausgelegt. Wird dann auf die mm Pa s heruntergerechnet.
Ich habe einfach meine Bedenken ein Öl mit einer anderen (höheren) Visko zu benutzen, da ich nicht weiß, wie der Motor aufgebaut ist. Insbesondere an Kolben wird es ja bekanntlich angenehem warm 😉. Da ist die HTHS Visko besonders wichtig (denke ich)
Je höher die Viskosität, umso besser fließt eine Flüssigkeit, aber auch die Geahr des Abrisses ist immer höher, oder ?
Von allem hier bisher gelesenen, habe ich den Eindruck, dass das Mobil1 das beste ist, was ich meinem Motor "antun" kann. Jetzt ist nur noch die Frage der Spezifikation zu klären.
Grüße
Schmudi
Hallo @ Schmudi
Zitat:
Original geschrieben von Schmudi
Also, ein geringerer Viskositätswert bedeutet doch, dass die Flüssigkeit "dicker" ist, oder. Beim HTHS ist es eben auf bestimmte Temperatur und Druck (Scherkräfte) ausgelegt. Wird dann auf die mm Pa s heruntergerechnet.
...
Je höher die Viskosität, umso besser fließt eine Flüssigkeit, aber auch die Geahr des Abrisses ist immer höher, oder ?
Brrr. Viskosität = Zähflüssigkeit.
Kurz: hohe Viskosität = hohe Zähflüssigkeit.
Grüße, Holger
Zitat:
Original geschrieben von Schmudi
Hallo Leute,
erstmal vielen Dank für die Antworten.@C220 & @Holt &@BioMarco
Stimmt, nach PAO sollte man Öle bewerten. Das bringt mehr. Das mit den Additivpaketen wird dann schon schwieriger, aber dazu haben wir ja unseren Sternendock, der es auch Labortechnisch und Hintergrundtechnisch und Insidermäßig beurteilen kann.
Ja, leider hat der normale Autofahrer praktisch keine Möglichkeit die Qualität des Gesamtpaketes Öl zu beurteilen und ein Test wäre auch erst nach mehreren Intervallen halbwegs aussagekräftig und das Öl dann wohl schon geändert oder vom Markt. Es bleibt aber die Fastregel, daß die Hersteller eben in der Regel ein gutes Additivpaket meißt auch einem guten Grundöl beigeben und Herstellerfreigaben schon mal einen guten Hinweis geben, wie aktuell und leistungsfähig ein Öl ist.
Und uns bleibt natürlich noch AUFMERKSAM diesen Thread zu lesen und die kompetenten Informationen von Sterndocktor dann auch aufzunehmen.
Zitat:
Also, ein geringerer Viskositätswert bedeutet doch, dass die Flüssigkeit "dicker" ist, oder. Beim HTHS ist es eben auf bestimmte Temperatur und Druck (Scherkräfte) ausgelegt. Wird dann auf die mm Pa s heruntergerechnet.
Da hast Du leider nicht aufgepasst und die
Zusammenfassungnicht gelesen und deshalb hier noch mal für Dich und alle anderen, die wohl keine pdf Dokumente mögen:
Zitat:
Bei der „dynamischen“ (dyn.) Visko, wird ermittelt, wie sich das Öl bei sehr niedrigen Temp (bei Minusgraden)
verhält. Hier geht es darum, wie zäh das Öl bei einer bestimmten Minus-Temp. ist. Bei einem 10W-, wird diese z. B. bei minus 20, und bei einem 5W- bei minus 30Grad ermittelt. Das ist z. B. der CCS. Bei einem 10W- z. B. beträgt dieser bei minus 20Grad rund 3.000mPas.Außerdem geht es bei der „dynamischen“ Visko auch noch um die „Grenzpumpen“-Temp., = bis zu welcher das Öl der Ölpumpe noch von selbst zuläuft. Anhand dieser Werte erfolgt dann die Einteilung in die „Winter“-Klasse. Also
0W, 5W, 10W, ect.! Und 5W bedeutet z. B. dass dieses bis minus 30Grad geeignet ist!Bei der „kinetischen“ (kin.) Visko geht es dagegen darum, wie sich das Öl bei höheren Temp., also Plusgraden verhält.
Die Maßeinheit ist hier Quadrat-Millimeter pro Sekunde (mm2/s). In die „Sommer“-Klasse wird das Öl danach eingeteilt, welche kinetische Visko das Öl bei exakt 100Grad hat. Z. B. zwischwischen 12,5 und 16,3mm2/s = 40er!HTHS ist die Abkürzung für High Temperatur High Shear. Dieser Wert wird bei 150Grad u. unter einer gleichzeitig hohen Scherbelastung gemessen. Hierbei geht es darum, wie stabil der Schmierfilm bei hohen Temp. u. unter hohen Scherkräften ist (wie das z. B. zwisch. den Kolbenringen u. den Zyl.-Laufflächen der Fall ist)! Die Maßeinheit ist auch hier Milli-Pascal (mPas). Die Mindestwerte gibt es deshalb, damit auch sichergestellt ist, dass auch Öle mit VI-Verbesserern einen ausreichend stabilen Schmierfilm bieten. Je höher der HTHS, desto stabiler der Schmierfilm. Heißt: Je HÖHER desto BESSER.
Die Viskosität ist ebenso eine Eigenschaft des Öls wie der HTHS Wert.
Zitat:
Ich habe einfach meine Bedenken ein Öl mit einer anderen (höheren) Visko zu benutzen, da ich nicht weiß, wie der Motor aufgebaut ist. Insbesondere an Kolben wird es ja bekanntlich angenehem warm 😉. Da ist die HTHS Visko besonders wichtig (denke ich)
Je höher die Viskosität, umso besser fließt eine Flüssigkeit, aber auch die Gefahr des Abrisses ist immer höher, oder ?
Jedes Öl welches Du heute im Motor haben könntest ist kalt viel dicker als selbst ein Mobil 1 5W50 warm. Da gibt es keine Probleme, über den HTHS Wert habe ich ja schon gequotet und die Temperaturstäbilität ist im wesentlichen vom Grundöl bestimmt und auch hier ist das Mobil 1 Spitze.
Zitat:
Von allem hier bisher gelesenen, habe ich den Eindruck, dass das Mobil1 das beste ist, was ich meinem Motor "antun" kann. Jetzt ist nur noch die Frage der Spezifikation zu klären.
Das stimmt und wenn Deiner ein Öl nach ACEA A3/B4 fahren darf oder die Garantie schon vorbei ist, dann würde ich ihm auch das Mobil 1 0W40 oder 5W50 gönnen.
Zitat:
Original geschrieben von Holt
deshalb hier noch mal für Dich und alle anderen, die wohl keine pdf Dokumente mögen:
Für diejenigen, die keine PDFs mögen gibt es aber auch noch die
Online Versionder Zusammenfassung 😉
Viele Grüße
Marco
Hallo ich habe von Toyota dieses Öl empfohlen bekommen http://www.castrol.com/.../GTX_A1_TOPUP_de.pdf
Jetzt bin ich unsicher ob ich das 5w40 von meguin fahren darf,habe es schon drin.Oder erlischt die Garantie??
gruß
Zitat:
Original geschrieben von Toyo112
Hallo ich habe von Toyota dieses Öl empfohlen bekommen http://www.castrol.com/.../GTX_A1_TOPUP_de.pdf
Jetzt bin ich unsicher ob ich das 5w40 von meguin fahren darf,habe es schon drin.Oder erlischt die Garantie??
gruß
Fahr blos nicht diesen Mist mit abgesenktem HTHS-Wert.
@Toyo
Mumins meinte mit "Scheiß" das Öl von Castrol und ich stimme ihm (von der Fäkalsprache abgesehen) zu. Außerdem kann es Dir mal ziemlich egal sein, was Dein Fahrzeughersteller empfiehlt. Wäre es eine Vorschrift, sähe das anders aus.
Viele Grüße
Marco